Bayerns Städte sterben – Berufsverband Stadtmarketing Bayern wählt neuen Vorsitzenden

Bamberger Citymanager führt Berufsverband Stadtmarketing Bayern

(München, 30.Januar 2012) Bayerns Innenstädte werden aussterben, wenn es weiter zum Flächenwachstum auf der “Grünen Wiese” kommt. Mit deutlichen Worten warnt der wiedergewählte Vorsitzende vom Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS e.V.) vor dramatischen Veränderungen in Bayerns Städten. Die Symptome sind nach Ansicht der Bayerischen Innenstadtexperten vom AKCS e.V. schon heute in fast allen Städten deutlich zu erkennen. “Ladenleerstand, zunehmende Filialisierung und immer weniger inhabergeführte Fachgeschäfte sind die deutlichen Krankheitssymptome in unseren Städten”, so Klaus Stieringer. “Der alteingesessene Handel hat die Bayerischen Städte über viele Jahrzehnte hinweg geprägt und unverwechselbar gemacht. Heute werden die Innenstädte zunehmend austauschbar”, so Stieringer weiter.

Nach Ansicht von AKCS-Geschäftsführer Christian Bitter wird die zunehmende Filialisierung in den Innenstädten zu einer andauernden Verödung führen. “Städte sind immer dort entstanden, wo sich Menschen getroffen haben und gehandelt worden ist. Wenn die Versorgungsfunktion der Innenstadt in ihrer Vielfalt nicht mehr aufrecht gehalten werden kann, werden unsere Städte schon bald genauso beliebig sein, wie ein modernes Einkaufszentrum”, warnt AKCS –Geschäftsführer Christian Bitter. Unter einem lebendigen Stadtzentrum versteht Bitter nicht nur einen Ort des Einkaufens, der Banken, Behörden oder sonstigen Dienstleistungsunternehmen. Immer mehr Menschen wohnen wieder in den Städten. Das Modell der kompakten europäischen Stadt mit ihren kurzen Wegen ist auch die Antwort auf den demographischen Wandel der Zukunft und muss erhalten bleiben.

Immer mehr Kommunen beschäftigen deshalb Citymanager, beteiligen sich an professionellen Werbegemeinschaften und Stadtmarketingorganisationen oder gründen selbst Stadtmarketinggesellschaften, um die Funktion der Innenstadt als lebendige Kernräume nicht nur zu erhalten, sondern im Wettbewerb mit anderen Städten weiter zu entwickeln. Immer mehr Citymanager und Stadtmarketinggesellschaften stehen dabei allerdings einer wachsenden Anzahl von Problemen gegenüber. Die Innenstadtexperten verzeichnen zum Beispiel in ganz Bayern einen zunehmenden Kaufkraftabfluss aus dem innerstädtischen Handel. Für den AKCS e.V. stehen deshalb, nach dem anhaltenden Flächenwachstum auf der „Grünen Wiese“ und der wachsenden Anzahl von Mega-Einkaufscentren, immer mehr Innenstädte vor dem aus. Zusätzliche Gefahren für Bayern Städte sieht der AKCS e.V. in dem rasch wachsenden Online-Handel. “Während der Umsatz im Einzelhandel seit Jahren zurückgeht, wächst der Umsatz im Online-Handel nach wie vor rasant”, betont Klaus Stieringer. Der Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel (HDE) geht in 2011 von einem Umsatz von 26,1 Milliarden Euro aus, was einer Steigerung von 10% zum Vorjahr entspricht. Schon heute ist der Sonntag mithilfe des Internet der umsatzstärkste Tag im virtuellen Einzelhandel. Allein diese Tendenz konterkariert Bestrebungen, die möglichen 4 Marktsonntage einer Gemeinde in Bayern zu reduzieren.

Die Werbegemeinschaften, Citymanager und Stadtmarketing Geschäftsführer in Bayern Städten brauchen bei ihrem täglichen Einsatz für lebendige und vitale Zentren sowohl die Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung, als auch von den Verbrauchern in Bayern selbst. Die Regierung muss nach Ansicht des AKCS e.V. die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass keine weiteren Handelsansiedlungen außerhalb der Innenstadt mehr möglich sind. “Wenn das Wachstum außerhalb der Innenstadt nicht reduziert wird, wird die Reduzierung der Innenstadt nicht zu stoppen sein”, so Klaus Stieringer. Neben der Bayerischen Landesregierung sehen die Mitglieder vom AKCS e.V. aber auch die Verbraucher persönlich in der Pflicht, den Bayerischen Städten zu helfen. “Man kann nicht gleichzeitig den Erhalt der Innenstädte einfordern und gleichzeitig seine Weihnachtseinkäufe im Internet erledigen”, so Klaus Stieringer. Auch die Kommunen müssen nach dem Willen der AKCS-Mitglieder ihren Teil dazu leisten, dass die Bayerischen Städte im Wettstreit der Kommunen überleben können. “Während professionelle Einkaufszentren mehrere hundert Tausend Euro für eigene Werbezwecke zur Verfügung haben, stehen den städtischen Marketingexperten im Schnitt keine 100.000 Euro zur Verfügung. Diesen Kampf können die Städte nicht gewinnen”, prophezeit Klaus Stieringer.

Neuwahlen

Bei den Neuwahlen im Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS e.V.) wurde der Bamberger Citymanager Klaus Stieringer für die kommenden drei Jahre in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Seine Stellvertreter sind die Geschäftsführerin vom City Marketing Passau e.V., Christiane Kickum und der Geschäftsführer vom Citymanagement Rosenheim e.V., Günter Boncelet.

Desweiteren wurden gewählt: Wolfgang Fischer (Geschäftsführer von CityPartner München), Thomas Most (Geschäftsführer Stadtmarketing Verein Kitzingen e.V.), Jürgen Pieperhoff (Geschäftsführer Stadtmarketing Traunstein e.V.) und Günter Reimann (Manager für Stadtmarketing in Straubing).

Christian Bitter bleibt Geschäftsführer des AKCS e.V. und koordiniert die Aufgaben des Verbandes.

Im Berufsverband Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. (AKCS) sind professionelle Werbegemeinschaften, sowie City- und Stadtmarketingeinrichtungen aus fast 50 Städten und Gemeinden aus ganz Bayern zusammengeschlossen. Der AKCS e.V. sieht die Mitgestaltung und Erhaltung funktionierender Stadtstrukturen in Bayern als Aufgabe, die erfolgreiche Zukunft der Städte und Gemeinden zu sichern. Hierzu gehören professionelle Werbegemeinschaften, sowie erfolgreiche City- und Stadtmarketingeinrichtungen als kooperative Partner, um zukunftsfähigere Stadträume zu entwickeln, die für die Bewohner und Besucher der Städte einen Spannungsbogen zwischen Einkaufen, Kultur, Leben und Erleben herstellen.

Der AKCS e.V. ist Mitinitiator des Stadtmarketingpreises Bayern und Mitglied im Verband der Bayerischen Wirtschaft (VBW).

Kontakt:
Christian Bitter
AKCS – Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V.
c/o Stadtmarketing Bamberg e.V.
Obere Königstraße 1
96052 Bamberg

Kontakt:
Geschäftsführer AKCS
Christian Bitter

Mobil 0172 522 66 98

Vorsitzender:
Klaus Stieringer

0951.201030 Büro

Im Berufsverband Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. (AKCS) sind professionelle Werbegemeinschaften, sowie City- und Stadtmarketingeinrichtungen aus fast 50 Städten und Gemeinden aus ganz Bayern zusammengeschlossen. Der AKCS e.V. sieht die Mitgestaltung und Erhaltung funktionierender Stadtstrukturen in Bayern als Aufgabe, die erfolgreiche Zukunft der Städte und Gemeinden zu sichern. Hierzu gehören professionelle Werbegemeinschaften, sowie erfolgreiche City- und Stadtmarketingeinrichtungen als kooperative Partner, um zukunftsfähigere Stadträume zu entwickeln, die für die Bewohner und Besucher der Städte einen Spannungsbogen zwischen Einkaufen, Kultur, Leben und Erleben herstellen.

Der AKCS e.V. ist Mitinitiator des Stadtmarketingpreises Bayern und Mitglied im Verband der Bayerischen Wirtschaft (VBW). 

...weitere Beiträge:
Bayern schiebt Oberfranken aufs Abstellgleis
Der Freistaat Bayern ist ein modernes Bundesland mit hervorragender Infrastruktur. Gut ausgebaute Straßen, schnelle Zugverbindungen und sogar Flugverbindungen in alle Welt zeugen ...
weiterlesen
Klassiker und Newcomer des Creative Design / Inspirationen von der Reise-Website www.momondo.deKopenhagen, München 19. Januar 2012: Wer im neuen Jahr erleben will, ...
weiterlesen
Mittelfranken (ots) - Nach einem Anstieg im Jahr 2010 sank die Zahl der Verkehrsunfälle in Mittelfranken - insbesondere mit Verkehrstoten und Verletzten ...
weiterlesen
Bamberg. Wenn die Temperaturen in den Keller sinken, ist wohlige Wärme angesagt. Das gilt besonders für die jüngsten Bürger, die kürzlich auf ...
weiterlesen
Bayern schiebt Oberfranken aufs Abstellgleis
City Guide: Fünf Top-Design Städte Europas
Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2011 – Auszüge – Vorjahreszahlen in
Einrichtungshaus Pilipp in Bamberg schenkt Klinikum am Bruderwald

Print Friendly

Ähnliche News:

  1. Bayern schiebt Oberfranken aufs Abstellgleis
  2. City Guide: Fünf Top-Design Städte Europas
  3. Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2011 – Auszüge – Vorjahreszahlen in Klammern
  4. Einrichtungshaus Pilipp in Bamberg schenkt Klinikum am Bruderwald 200 Babyschlafsäcke