Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2011 – Auszüge – Vorjahreszahlen in Klammern

Mittelfranken (ots) – Nach einem Anstieg im Jahr 2010 sank die Zahl der Verkehrsunfälle in Mittelfranken – insbesondere mit Verkehrstoten und Verletzten – wieder. Es ereigneten sich 46.342 (47.857) Verkehrsunfälle (-3,17 %).

Die Anzahl der Unfälle mit Verletzten reduzierte sich erneut auf nunmehr 9.188 (9.253, -0,70%). Bei den Verkehrstoten ist in Mittelfranken entgegen dem Bayerntrend (+11,62%) ein Rückgang um 11,36% auf 78 (88) zu verzeichnen. Es ist das niedrigste Ergebnis seit Aufzeichnung der Statistik.

Die Anzahl der Alkoholunfälle hat sich auf 554 (597, -7,20%) reduziert. Allerdings wurden dabei 7 (4) Personen getötet. Die Verletztenzahlen sanken auf 272 (301, -9,63%).

Bei insgesamt 39 (21, +85,71 %) erkannten Unfällen unter Drogen-/ Medikamenteneinfluss kamen 2 (0) Personen ums Leben und es wurden 14 (7) Personen verletzt.

Die Unfallursache “überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit” steht in der Mittelfrankenstatistik an 4. Stelle. Bei den schweren Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten liegt sie allerdings an erster Stelle. Zum Glück konnte die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle wieder gesenkt werden. Bei 2.704 (3.919, -31,00 %) Verkehrsunfällen kamen 18 (29) Personen uns Leben und es wurden 1.343 (1.696, – 20,81 %) Personen verletzt.

Der Anteil der Altersgruppe “Junge Erwachsene” (18 bis 24 Jahre) am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beträgt 25,05 %, obwohl der Bevölkerungsanteil nur bei 8 % liegt. Die jungen Erwachsenen sind deshalb die am stärksten gefährdete Altersgruppe. Von 4.786 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von jungen Erwachsenen haben 2.698 (56,37%) Unfälle die jungen Erwachsenen (als Hauptunfallverursacher) selbst verursacht. Im Jahr 2011 kamen 6 (14) junge Erwachsene ums Leben. Es wurden 1.429 (1.407) junge Erwachsene verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung der Radfahrer stieg auf 1.936 (1.788, +8,28%). Zu 50,10% verursachten die Radfahrer die Unfälle selbst. Es kamen 8 (7) Menschen bei Fahrradunfällen zu Tode. Die Zahl der Verletzten stieg auf 1.785 (1.603, +11,35%). Besonders im innerstädtischen Bereich werden Verkehrszeichen und Verkehrsregeln ignoriert. Verkehrsgefährdendes Verhalten, z. B. gegenüber Fußgängern auf Gehsteigen und in Fußgängerzonen führte bei mehr als der Hälfte der Radfahrunfälle zu einer schuldhaften Beteiligung dieser Risikogruppe. Positiv ist festzustellen, dass mehr Radfahrer Fahrradhelme tragen.

Die Zahl der Unfälle mit Kradfahrern stieg auf 746 (687, +8,59) an, wobei 684 (613, +11,58%) verletzt und 10 (13) Personen getötet wurden.

Wieder positiv entwickelte sich die Statistik der Lkw-Unfälle. Nachdem im Jahr 2010 bei 2.767 Unfällen noch 310 Lkw-Insassen verletzt wurden, waren dies im abgelaufenen Jahr bei 2.586 Unfällen mit Lkw-Beteiligung 228 (-26,45%) Verletzte. Es kamen 6 (6) Lkw-Insassen ums Leben.

Bei 3.282 (3.130, +4,86%) Verkehrsunfällen waren Senioren ab 65 Jahre beteiligt, dabei wurden 25 (24) getötet und 824 (759, +8,56%) verletzt. Die Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung 20% im Regierungsbezirk Mittelfranken beträgt, sind nur mit 10,9% als Hauptunfallverursacher am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beteiligt. Allerdings mit gravierenden Folgen – 1/3 der Getöteten sind Senioren.

Die Verkehrssicherheitsaktion “Sicher und Fair im Straßenverkehr” des Bayerischen Staatsministeriums des Innern endete mit Ablauf des Jahres 2011. Das Hauptziel – Senkung der Verkehrstoten um 20 % gegenüber dem Ausgangsjahr 2006 – konnte in Mittelfranken mit einer Reduzierung von 17,9 % fast erreicht werden. Auch in den kommenden fünf Jahren liegt der Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit bei der Senkung der schweren Verkehrsunfälle mit Getöteten. Neben präventiven Maßnahmen wie der Verkehrsaufklärung an Schulen wird die mittelfränkische Polizei auch weiterhin eine konsequente Verkehrsüberwachung durchführen.

Die komplette Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2011 steht im Internet unter

http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken

zur Verfügung.

Elke Schönwald

 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle
Telefon: 0911/2112-1030
Fax: 0911/2112-1025
http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/

 

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