Vorsicht beim Verkauf von Immobilien – Polizei warnt vor sogenanntem „Rip-Deal“

UNTERFRANKEN / RAUM ASCHAFFENBURG. Mit einer noch nicht allzu bekannten Betrugsmasche hat es derzeit auch die Unterfränkische Polizei zu tun. Bei dem sogenannten „Rip-Deal“ geben sich Betrüger z. B. als Investoren aus. Die Täter nehmen u. a. zu Anbietern von Immobilien Kontakt auf und locken sie mit fadenscheinigen Argumenten nach Norditalien. Dort werden die Opfer dann auf unterschiedliche Art und Weise um größere Geldbeträge gebracht.

Bei der Betrugsmasche soll dem Opfer durch häufige Kontaktaufnahmen ein tatsächliches Interesse an der zum Verkauf stehenden Immobilie vorgegaukelt werden. Die angeblichen Investoren erklären sich sogar dazu bereit, ohne zu verhandeln den vollen Kaufpreis zu bezahlen. Die Täter geben oft an, aus Termingründen nicht selbst zu weiteren Gesprächen erscheinen zu können. Deshalb werden die Anbieter aufgefordert, zum weiteren „Kennenlernen“ ins Ausland zu kommen. Die Betrüger kommen im weiteren Verlauf teilweise sogar für Flug- und Hotelkosten auf, um das Misstrauen ihres Opfers abzubauen.

Die Verkäufer werden aufgefordert, teils hohe Geldbeträge zu den Treffen mitzubringen. Die Notwendigkeit hierfür wird völlig unterschiedlich argumentiert. Beispielsweise wird eine Provision für die Vermittlung an den angeblichen Käufer verlangt. Letztendlich eignen sich die Täter die Gelder an, ohne irgendwelche Gegenleistungen zu erbringen. Sollte sich das Opfer weigern, sein Geld zu übergeben, wird der Forderung teilweise sogar mit massiven Drohungen oder Gewalt Nachdruck verliehen. Nach erfolgter Geldübergabe machen sich die Betrüger aus dem Staub.

In manchen Gesprächen wird das Thema auch sehr rasch auf einen angeblich notwendigen Sortentausch gelenkt, ohne den das eigentliche Geschäft des Immobilienverkaufs nicht stattfinden könne. In der Regel sollen dabei Euro in Schweizer Franken gewechselt werden. Um die Zustimmung des Opfer zu bekommen, bieten die Täter ihrem Gegenüber einen nicht unerheblichen Gewinn für das Tauschgeschäft an. Bei noch skeptischen Opfern wird zunächst ein kleiner Betrag getauscht, und sie erhalten echte Schweizer Franken. Wenn der Verkäufer dann dazu bereit ist, die volle Summe umzutauschen, erhält er gefälschte Scheine oder einen Koffer mit Papierschnipseln.

Seit Beginn des Jahres wurden in Unterfranken zwei derartige Fälle bekannt. Beide Male wurden Immobilienanbieter im Raum Aschaffenburg kontaktiert und zu weiteren Gesprächen nach Turin / Italien eingeladen. Glücklicherweise ließen sich die Betroffenen nicht auf das verlockende Angebot ein und informierten stattdessen die Polizei. In diesem Zusammenhang möchte das Polizeipräsidium Unterfranken auf den Link des Bayerischen Landeskriminalamtes verweisen.

Die Internetseite enthält wertvolle Verhaltenstipps, wie man sich vor der dreisten Betrugsmasche schützen kann:

  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn ein Käufer bereitwillig auf den von Ihnen veranschlagten Kaufpreis eingeht, ohne zu verhandeln.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn die Kaufzusage ohne vorherige Besichtigung des Kaufobjektes erfolgt.
  • Stellen Sie die Personalien Ihrer Geschäftspartner fest. Geben sie sich nicht mit einer (ausländischen) Handynummer zufrieden.
  • Lassen Sie sich stets Ausweisdokumente Ihres Geschäftspartners zeigen und notieren Sie die Daten.
  • Überprüfen Sie, wer Ihr Geschäftspartner ist und wer dahinter steht. Gibt es Firmen?
  • Lassen Sie sich von dem scheinbar seriösen Aussehen und Auftreten der Täter nicht beeindrucken.
  • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Bei unseriösen Angeboten steht nur der Täter unter Zeitdruck.
  • Vorsicht beim Angebot eines Devisen-Tauschgeschäftes.
  • Werten Sie es als eindeutigen Hinweis auf betrügerische Absichten, wenn dem eigentlichen Verkauf insbesondere ein Devisenumtauschgeschäft vorausgehen soll.
  • Typisch sind kleine Einstiegsgeschäfte, um Ihr Vertrauen zu gewinnen. Lassen Sie sich von dem vermeintlich schnellen Gewinn nicht zu Folgegeschäften hinreißen.
  • Je höher der versprochene Gewinn, desto mehr Vorsicht ist geboten.
  • Werden Sei stutzig, wenn jemand Geld gegen Geld mit hohem Verlust tauschen möchte!
  • Höchste Alarmstufe besteht, wenn die Geschäftsabwicklung im Ausland stattfinden soll (Sprachprobleme, Gerichtsstand, Anzeigenerstattung).
  • Erstatten Sie eine Anzeige, selbst wenn Sie nur einen solchen Kontakt hatten, ohne bereits geschädigt zu sein.

 

...weitere Beiträge:
WIESEN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Mittwochabend haben Beamte der Aschaffenburger Polizei in einem Waldgebiet zwischen den Gemeinden Sailauf und Wiesen eine Aktion von ...
weiterlesen
ROCKSTAR Immobilien übertrifft die eigenen Ziele und will weiter wachsen
Aschaffenburg - Die ROCKSTAR Immobilien GmbH hat 2011 die eigenen Ziele übertroffen und sieht sich im aktuellen Jahr einer positiven Expansion gegenüber. Die ...
weiterlesen
Aschaffenburger Polizei legt Einbrechern das Handwerk
ASCHAFFENBURG. Eine Tätergruppe im Alter von 20 bis 23 Jahren, bestehend aus drei Männern aus dem Altlandkreis Aschaffenburg und Alzenau, hat die ...
weiterlesen
WÜRZBURG. Clever verhielt sich eine Seniorin, die am Mittwochnachmittag „Besuch“ von zwei angeblichen Stadtwerke-Mitarbeitern bekam. Sie wollten Zutritt zu der Wohnung der ...
weiterlesen
UNTERFRANKEN. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat die Unterfränkische Polizei auch in der Faschingshochsaison 2012 verstärkte Kontrollen durchgeführt. Dass diese unerlässlich ...
weiterlesen
Verletzte nach Vorfahrtsmissachtung Großostheim-Ringheim - Am Dienstagabend bog der Führer eines Pkw Ford Fiesta vom Westring nach links in die Staatsstraße 3115 in ...
weiterlesen
LKR. RHÖN-GRABFELD. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in der Nacht zum Montag einen 42-Jährigen festgenommen, der in dringendem Verdacht steht seit Anfang ...
weiterlesen
SULZBACH AM MAIN, LKR. MILTENBERG. Am Mittwochnachmittag hat die Obernburger Polizei in der Wohnung eines 18-Jährigen eine Marihuana-Aufzuchtanlage entdeckt. Zuvor hatten die ...
weiterlesen
Raub nach Kappenabend vorgetäuscht – Vermeintliches Opfer geständig
WIESEN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nach dem vermeintlichen Raubüberfall auf einen 19-Jährigen nach einem Kappenabend am Faschingssonntag haben sich im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ...
weiterlesen
ASCHAFFENBURG. Erfolglos haben in der Nacht zum Samstag Unbekannte versucht, in einem Firmengebäude einen Tresor aufzuflexen. Als die Täter feststellen mussten, dass ...
weiterlesen
Brand am Südbahnhof – keine Verletzten
ASCHAFFENBURG. Am Montagabend ist am Südbahnhof aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Personen wurden dabei nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden, ...
weiterlesen
ERLANGEN. (348) Der Besonnenheit einer Zivilstreife der Erlanger Polizei ist es zu verdanken, dass ein Streit in der Erlanger Innenstadt heute Abend ...
weiterlesen
ASCHAFFENBURG. Nach dem Feuer am Südbahnhof am Montagabend hat sich bei den Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg jetzt eine mutmaßliche Brandursache herauskristallisiert. Demnach ...
weiterlesen
Verfolgungsfahrt mit 200 km/h – Polizeiauto touchiert – in Baden-Württemberg gestoppt
WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG UND DERTINGEN, LKR. MAIN-TAUBER-KREIS. Mit nahezu 200 km/h hat sich am Dienstagabend ein Autofahrer eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei ...
weiterlesen
Bewaffneter Raubüberfall auf Sparkasse
ASCHAFFENBURG. Am Freitagvormittag haben zwei Unbekannte eine Zweigstelle der Sparkasse im Stadtteil Leider überfallen. Sie bedrohten die Angestellten mit Pistolen und türmten ...
weiterlesen
Polizei beendet Greenpeace-Aktion
ROCKSTAR Immobilien übertrifft die eigenen Ziele und will
Aschaffenburger Polizei legt Einbrechern das Handwerk
Vorsicht geboten! Dreiste Diebe unterwegs
Fasching 2012 – Unterfränkische Polizei zieht Bilanz
Polizeibericht – Landkreis Aschaffenburg
Polizei nimmt Erpresser fest – Bei Geldübergabe geschnappt
Den richtigen „Riecher“ bewiesen – Polizei entdeckt Marihuana-Plantage
Raub nach Kappenabend vorgetäuscht – Vermeintliches Opfer geständig
Einbrecher scheitern an massivem Tresor – Ohne Beute
Brand am Südbahnhof – keine Verletzten
Streit in Erlanger Innenstadt drohte Eskalation – Polizei
Nach Feuer am Südbahnhof – Zigarettenglut als mutmaßliche
Verfolgungsfahrt mit 200 km/h – Polizeiauto touchiert –
Bewaffneter Raubüberfall auf Sparkasse

Print Friendly

Ähnliche News:

  1. Polizei beendet Greenpeace-Aktion
  2. ROCKSTAR Immobilien übertrifft die eigenen Ziele und will weiter wachsen
  3. Aschaffenburger Polizei legt Einbrechern das Handwerk
  4. Vorsicht geboten! Dreiste Diebe unterwegs
  5. Fasching 2012 – Unterfränkische Polizei zieht Bilanz
  6. Polizeibericht – Landkreis Aschaffenburg
  7. Polizei nimmt Erpresser fest – Bei Geldübergabe geschnappt
  8. Den richtigen „Riecher“ bewiesen – Polizei entdeckt Marihuana-Plantage
  9. Raub nach Kappenabend vorgetäuscht – Vermeintliches Opfer geständig
  10. Einbrecher scheitern an massivem Tresor – Ohne Beute geflüchtet
  11. Brand am Südbahnhof – keine Verletzten
  12. Streit in Erlanger Innenstadt drohte Eskalation – Polizei handelte besonnen
  13. Nach Feuer am Südbahnhof – Zigarettenglut als mutmaßliche Brandursache
  14. Verfolgungsfahrt mit 200 km/h – Polizeiauto touchiert – in Baden-Württemberg gestoppt
  15. Bewaffneter Raubüberfall auf Sparkasse