Russischsprechende „Schockanrufer“ weiterhin aktiv – Täter in drei Fällen erfolglos

UNTERFRANKEN. Die Serie von sogenannten „Schockanrufen“ setzt sich fort. So wurden der Unterfränkischen Polizei am Montag und Dienstag drei neue Fälle gemeldet, bei denen die dreisten Betrüger erneut ihr Glück versuchten. Den potentiellen Opfern blieb glücklicherweise ein finanzieller Schaden erspart. Zwei fielen nicht auf die Masche herein und verständigten stattdessen die Polizei. Eine Geldübergabe wurde dank einer aufmerksamen Bankangestellten verhindert.

Wie bereits mehrfach berichtet, ist die Betrugsmasche mit dem altbekannten Enkel- oder Verwandtentrick vergleichbar und in der jüngsten Vergangenheit auch in Unterfranken vermehrt festzustellen. In allen gemeldeten Fällen sprach der Anrufer russisch. Die Opfer sind fast ausschließlich Personen mit russischem bzw. osteuropäischem Migrationshintergrund.

Zwei Fälle ereigneten sich am Montag im Stadtgebiet Schweinfurt. Gegen 16.20 Uhr meldete sich ein „Schockanrufer“ bei einer Russin im Deutschhof. Er gab sich als deren Sohn aus und gaukelte vor, an einem Verkehrsunfall beteiligt gewesen zu sein. Dabei sei auch ein Kind schwer verletzt worden. Mit ähnlicher Behauptung wandte sich ein Unbekannter nur ca. eine Stunde später an das zweite Opfer. Ziel der Täter ist es, den Geschädigten eine Notsituation vorzutäuschen. In diesem Zusammenhang kommt es oft zur Forderung von hohen Geldbeträgen, die für anstehende Behandlungskosten benötigt würden. Die angeblichen Verwandten verleihen ihrer Forderung dann Nachdruck, indem sie angeben, im Falle einer Nichtbezahlung ins Gefängnis zu wandern.

Auch am Dienstag meldete sich auf die selbe Art und Weise ein Trickbetrüger bei einer ebenfalls aus Russland stammenden Kitzingerin. Die Frau fragte den Anrufer sogar, warum er so merkwürdig klingt. Schlagfertig gab der Unbekannte daraufhin an, sich eine Verletzung an der Lippe zugezogen zu haben. Im Anschluss wurde das Telefonat von einem Mann weitergeführt, der sich als Rechtsanwalt ausgab und ebenfalls russisch sprach. Für die Behandlung des angeblich bei dem Verkehrsunfall verletzen Kindes forderte der „Jurist“ dann 16.000 Euro. Gutgläubig machte sich die 63-Jährige in der Folge auf den Weg zu ihrer Bank, um den Betrag abzuheben. Die aufmerksame Bankangestellte machte die Frau dann allerdings darauf aufmerksam, dass möglicherweise Betrüger am Werk sind. Der Verdacht bestätigte sich schließlich, als die Geschädigte bei ihrem richtigen Angehörigen nachfragte.

Aufgrund der aktuellen Fälle rät das Polizeipräsidium Unterfranken nochmals eindringlich:

  • Seinen Sie misstrauisch, wenn Personen am Telefon hohe Geldbeträge von Ihnen fordern.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer Rücksprache, z. B. mit Ihrer Polizeidienststelle, ob es, wie in den aktuellen Fällen, tatsächlich einen Verkehrsunfall gegeben hat.
  • Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
  • Sollten Sie selbst einen derartigen Anruf erhalten, verständigen Sie sofort über Notruf „110“ die Polizei.

  

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