Union und SPD deckeln Managergehälter – mit einer großen Mehrheit im Rücken

Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen einem Zeitungsbericht zufolge auf strengere Regeln für eine Begrenzung von Managergehältern geeinigt. Künftig solle der Aufsichtsrat jedes börsennotierten Unternehmens ein Maximalverhältnis zwischen dem durchschnittlichen Einkommen der Arbeitnehmer und dem Verdienst jedes Vorstandsmitgliedes festlegen, schreibt die "Bild am Sonntag". Im Entwurf des Koalitionsvertrages werde erstmals eine Grenze für Managergehälter eingezogen, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann dem Blatt. "Wo der freie Markt versagt, muss der Staat versuchen, für Gerechtigkeit zu sorgen. Das vernünftige Maß darf bei den Gehältern von Managern nicht verloren gehen." <h2>Wirtschaft lehnt strengere Vorschriften ab</h2> Die Wirtschaft lehnt hingegen strengere Vorschriften für die Managergehälter ab. "Eine neue gesetzliche Regelung zur Vorstandsvergütung ist nicht erforderlich, weil der Corporate Governance Kodex bereits umfassende Transparenzregelungen enthält", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der Zeitung. Die bisherige schwarz-gelbe Bundesregierung wollte die Vergütungen der Spitzenmanager börsennotierter Unternehmen von der Zustimmung der Aktionärsversammlungen abhängig machen, um Auswüchse zu verhindern. Diese Pläne scheiterten aber an der Mehrheit der von SPD, Grünen und Linkspartei geführten Länder im Bundesrat. Diese sahen darin eine Schwächung der Aufsichtsräte und damit auch der Mitbestimmung der Arbeitnehmerseite. <h2>Fast drei Viertel der Deutschen für Begrenzung</h2> Fast drei Viertel der Deutschen spricht sich dafür aus, hierzulande Top-Managern die Gehälter zu beschneiden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK für die "Welt am Sonntag". Anlass ist die sogenannte "1:12-Initiative", über die in der Schweiz an diesem Sonntag in einem Volksentscheid abgestimmt wird. Damit streben die Sozialdemokraten und Teile der Gewerkschaften eine gesetzliche Beschränkung von Managervergütungen auf das maximal Zwölffache des jeweils tiefsten Lohns im selben Unternehmen an.  Auf die Frage, ob sie für eine solche Regelung seien, antworteten 73,3 Prozent der Befragten zustimmend, gut 21 Prozent waren dagegen. "Die hohe Zustimmung zieht sich – wenn auch in Variationen – durch alle Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten", schreibt die Zeitung.  Für die Untersuchung sind nach Angaben der Zeitung 994 Personen von der GfK befragt worden. 


FOCUS Online 

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