+++ Der Tag im Ticker +++: E-Mail-Affäre: FBI empfiehlt Verzicht auf Ermittlungen gegen Hillary Clinton

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 17.41 Uhr: AfD-Fraktion in Stuttgart zerbrochen – Meuthen tritt zurück +++

Im Streit um die Antisemitismus-Vorwürfe gegen den AfD-Politiker Wolfgang Gedeon ist die Fraktion der Partei im baden-württembergischen Landtag zerbrochen. AfD-Chef Jörg Meuthen sowie zwölf weitere Abgeordnete verließen am Dienstag die Fraktion im Stuttgarter Landtag. “Wir bedauern ausdrücklich, die Trennung vollziehen zu müssen”, sagte Meuthen. Grund sei der Konflikt um Gedeon. Bei einer neuen Abstimmung über den Rauswurf des Abgeordneten aus der Fraktion sei die nötige Zweidrittelmehrheit nicht zusammengekommen.

+++ 16.24 Uhr: FBI empfiehlt keine Anklage gegen Clinton +++

Die amerikanische Bundespolizei FBI empfiehlt, keine Anklage gegen Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre zu erheben. Das sagte FBI-Direktor James Comey am Dienstag in Washington. Die Entscheidung  gilt als ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA. Würde die Ex-Außenministerin angeklagt, könnte der Druck auf sie wachsen, ihren Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin abzubrechen.

+++ 15.39 Uhr: Parlamente sollen doch über Freihandelsabkommen mit Kanada abstimmen +++

Nach massiver Kritik vor allem in Deutschland und Frankreich hat die EU-Kommission beim Streit um das mit Kanada ausgehandelte Freihandelsabkommen Ceta eingelenkt. Bei einer Sitzung in Straßburg beschloss das Kollegium am Dienstag, den Vertrag als “gemischtes” Abkommen zu behandeln, wie Handelskommissarin Cecilia Malmstöm vor Journalisten erklärte. Dies bedeutet, dass die nationalen Parlamente der Mitgliedsstaaten nun doch ein Mitentscheidungsrecht erhalten sollen. Darauf hatten vor allem Berlin und Paris bestanden.

Die Kommission sei zwar nach wie vor der Auffassung, es handele sich juristisch gesehen um ein Abkommen, das allein unter die Zuständigkeit der EU falle, sagte Malmström. Sie trage jedoch der Kritik aus einigen Mitgliedstaaten Rechnung. Daher schlage die Kommission ein neues Verfahren vor. Demnach sollen die nationalen Parlamente am Ratifizierungsprozess beteiligt werden. Nach dem Willen der Brüsseler Behörde soll das Abkommen jedoch bereits “provisorisch” in Kraft treten, wenn es von den EU-Staaten gebilligt und vom Europaparlament verabschiedet wurde.

+++ 15.32 Uhr: Staatsanwaltschaft: Leichenteile stammen von Peggy +++

Die in einem Waldstück in Thüringen gefundenen Knochenreste stammen defintiv von der vermissten Schülerin Peggy. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Gera am Dienstag nach einem DNA-Abgleich mit. Während die Ermittler in Gera von Anfang an zurückhaltend mit dem Zusammenhang zum Fall Peggy umgingen, gaben die Bayreuther Ermittler bereits am Montag bekannt, dass das Skelett “höchstwahrscheinlich” zu dem mit neun Jahren verschwundenen Kind gehöre. Peggy war 2001 nicht von der Schule nach Hause zurückgekehrt. Umfassende Fahndungsmaßnahmen blieben seitdem erfolglos. Ein 2004 in dem Fall verurteilter geistig behinderter Mann war 2014 in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen worden.

+++ 14.19 Uhr:  Identifizierung im Fall Peggy dauert länger als erwartet +++

Die Identifizierung der mutmaßlich zu der seit 2001 vermissten Peggy K. gehörenden Skelettteile dauert länger als erwartet. Wegen der langen Liegephase werde die Arbeit der Rechtsmedizin noch einige Zeit in Anspruch nehmen, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Dienstag mit. Anders als angekündigt sei für Dienstag nicht mehr mit einem Ergebnis zu rechnen.

Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich bei den am Samstag zufällig von einem Pilzsammler in einem Waldstück in Thüringen gefundenen sterblichen Überresten “höchstwahrscheinlich” um die bei ihrem Verschwinden neunjährige Peggy handelt. Die Ermittler begründeten dies auch mit am Fundort entdeckten Gegenständen. Nach einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks befand sich unter diesen Gegenständen Peggys Armbanduhr.

Fall Peggy: Was noch zu klären ist + vier Ex-Verdächtige

+++ 13.48 Uhr: Karstadt mit neuem Warenhaus in Berlin +++

Die Warenhauskette Karstadt will mit der Eröffnung einer neuen Filiale in Berlin wieder auf Expansionskurs gehen. Mit der vollständigen Neueröffnung eines Warenhauses, des ersten in über 30 Jahren, beginne ein neuer Abschnitt in der Karstadtgeschichte, sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl am Dienstag laut Mitteilung. In der neuen Filiale im Berliner Stadtteil Tegel werde das Unternehmen verstärkt auf ein auf die lokalen Bedürfnisse ausgerichtetes Sortiment setzen. Das neue Warenhaus mit eine Verkaufsfläche von 8800 Quadratmetern soll in einem Einkaufszentrum entstehen. Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2018 geplant.

+++ 13.46 Uhr: Anklage gegen drei Deutsche wegen illegalen Waffenhandels in Stuttgart +++

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen einen 24-jährigen und zwei 28-jährige deutsche Staatsangehörige Anklage wegen illegalen Waffenhandels erhoben. Die Männer sollen in einer eigens eingerichteten Werkstatt Schreckschusspistolen scharf gemacht und Sturmgewehre vom Typ “AK 47 Kalaschnikow” überarbeitet und im Darknet verkauft haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Einer der der Männer soll im September 2015 auf bislang ungeklärte Weise insgesamt vier Sturmgewehre des Typs “AK 47 Kalaschnikow” sowie “Zastava M70″ aus chinesischer und jugoslawischer Produktion beschafft und in seiner Werkstatt überarbeitet haben. Anschließend soll er diese Sturmgewehre zusammen mit der passenden Munition im Darknet zum Preis von 11.200 Euro verkauft und an eine tatsächlich nicht existente sogenannte Drop-Adresse in Paris verschickt haben.

+++ 13.11 Uhr: Nach Feuer bei Wiesenhof: Rund 500 Mitarbeiter müssen gehen +++

Nach dem Feuer in der Geflügelschlachterei bei Wiesenhof im niedersächsischen Lohne sollen von den ursprünglich 750 Festangestellten künftig nur noch 213 beschäftigt werden. Das sagte der Chef der Wiesenhof-Mutter PHW, Paul-Heinz Wesjohann, am Dienstag. Unternehmen, Gewerkschaft und Betriebsrat einigten sich auf einen Sozialplan, der auch Abfindungen vorsieht. “Die Vereinbarung tut sehr weh”, sagte der Betriebsratsvorsitzende Zafer Babacan. Es sei aber der bestmögliche Kompromiss gefunden worden.

Ende März hatte ein technischer Defekt einen Großbrand in der Schlachterei ausgelöst. Versicherungsangaben zufolge liegt der Schaden bei rund 300 Millionen Euro. Etwa 400 Mitarbeitern soll nun gekündigt werden, mehr als 100 befristete Arbeitsverträge seien bereits Ende Juni ausgelaufen, sagte Wesjohann. Der Betrieb solle wieder aufgebaut werden, es werde aber noch Jahre dauern, bis die alten Kapazitäten wieder erreicht würden, sagte er. Es hänge auch davon ab, ob und wie schnell die Behörden Baugenehmigungen erteilen.

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+++ 13.04 Uhr: Deutsche beklagen zunehmende Aggressionen im Straßenverkehr +++

Eine Mehrheit von 53 Prozent der Deutschen klagt über eine Zunahme von Aggressionen im Straßenverkehr. Besonders ausgeprägt ist dieses Gefühl mit 56 Prozent bei Frauen und mit 55 Prozent bei den 35- bis 54-Jährigen, wie eine repräsentative Studie des Instituts Ipsos für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat ergab, aus der die Zeitung “Die Welt” am Dienstag berichtete. Befragt wurden 2000 Menschen ab 14 Jahren.

+++ 12.52 Uhr: Berlusconi nach Herz-OP aus dem Krankenhaus entlassen +++

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach seiner Herz-OP deutlich abgemagert, aber voller Tatendrang aus dem Krankenhaus entlassen worden. “Jetzt muss ich mich zwei Monate erholen, und dann werde ich wieder Italien und den Italienern nützlich sein”, sagte er beim Verlassen des Krankenhauses in Mailand am Dienstag vor Journalisten. In Italien gebe es einen “ernsthaften Mangel an Führungspersönichkeiten”, fügte der 79-Jährige hinzu.

Berlusconi will sich unter ärztlicher Kontrolle in seinem Haus in Arcore nahe Mailand erholen. Der rechtspopulistische Politiker war Anfang Juni nach einer lebensbedrohlichen Herzattacke ins Krankenhaus eingeliefert worden. Am 14. Juni unterzog er sich einer Operation am offenen Herzen, bei der eine Aortenklappe ersetzt wurde.

+++ 12.48 Uhr: Fünf Kinder in Vietnam beim Büffelhüten ertrunken +++

Fünf Kinder sind in Vietnam beim Büffelhüten in einen Teich gesprungen und ertrunken. Sie waren alle zwölf Jahre alt, berichtete der Ortsvorsteher von Dong Lo in Nordvietnam am Dienstag. Zwei Jungen seien zur Abkühlung in dem Teich gesprungen, hätten sich aber nicht über Wasser halten können. Drei Mädchen hätten versucht, sie zu retten, seien dabei aber auch ertrunken. In vietnamesischen Schulen gibt es keinen Schwimmunterricht. Das Land südlich von China hat zwar eine 2300 Kilometer lange Küste, aber kaum Schwimmbäder. Nach offiziellen Angaben ertrinken jedes Jahr 6000 Menschen, die Hälfte davon Kinder.

Militärmanöver China Südchinesisches Meer 10.46+++ 12.37 Uhr: Wiederholung der Stichwahl um die Präsidentschaft in Österreich am 2. Oktober +++

Die Wiederholung der Stichwahl um das Präsidentenamt in Österreich findet am 2. Oktober statt. Diesen Termin gab die Regierung in Wien am Dienstag bekannt. Das Verfassungsgericht hatte Ende vergangener Woche nach einer Beschwerde der rechtspopulistischen FPÖ die Stichwahl vom 22. Mai für ungültig erklärt, die der Grünen-Politiker Alexander Van der Bellen nur mit hauchdünnem Vorsprung vor FPÖ-Kandidat Norbert Hofer für sich entschieden hatte.

+++ 12.16 Uhr: Toter US-Student in Rom: Obdachloser festgenommen +++

Die italienische Polizei verdächtigt einen Obdachlosen, einen US-Studenten in Rom getötet zu haben. Der 41-jährige Italiener wurde nach Angaben der Polizei am Dienstag festgenommen, nachdem tags zuvor die Leiche des 19-jährigen Studenten aus dem Tiber gezogen worden war. Der Student war seit Freitagmorgen verschwunden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 19-jährige Beau Solomon aus Wisconsin am Montag nahe einer Brücke tot aufgefunden. Er war im Stadtviertel Trastevere ausgegangen, bevor er am Freitag in den frühen Morgenstunden verschwand. Der festgenommene Obdachlose machte nach Polizeiangaben widersprüchliche Angaben zu seinem Aufenthaltsort in der fraglichen Nacht.

Ruestung-2016Augenzeugen berichteten den Ermittlern, sie hätten einen Mann gesehen, der am Freitagmorgen jemanden in den Fluss geworfen habe. Laut einem Bericht der Zeitung “La Stampa” wies der tote Student eine Kopfverletzung auf sowie Blutspuren an seinem Hemd. Berichten zufolge wurden nach dem Verschwinden des Studenten 1500 Euro mit seiner Bankkarte abgebucht – in Mailand. Der junge Mann war erst wenige Stunden vor seinem Tod in Italien angekommen und am Abend mit anderen Studenten in Trastevere ausgegangen. Er wollte ein Austauschjahr an einer US-Universität in Rom absolvieren. Als er am Freitag nicht zu seinem ersten Kurs erschien, wurde er als vermisst gemeldet.

+++ 11.13 Uhr: Juncker übt scharfe Kritik am Abgang der Brexit-Befürworter +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat scharfe Kritik an führenden britischen Brexit-Befürwortern geäußert, die nun auf ihre politischen Ämter verzichten. “Die strahlenden Brexit-Helden von gestern sind nun die traurigen Helden von heute”, sagte er am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg. “Einer nach dem anderen tritt ab.” Die Kommission warte jetzt auf die offizielle Bekanntgabe des britischen Austrittsbegehrens, die lasse aber auf sich warten. “Ich dachte, das Brexit-Lager habe einen Plan”, sagte Juncker. Stattdessen verließen dessen Anführer nun das “sinkende Schiff”.

+++ 11.12 Uhr: Notfall-Patient in steckengebliebenem Lift gestorben +++

Ein Notfallpatient ist in Österreich in einem steckengebliebenen Lift gestorben. Der 78-Jährige war am Montag während eines Arztbesuchs in Freistadt in Oberösterreich kollabiert. Als die alarmierten Sanitäter und ein Notarzt den Mann im Aufzug zum Ausgang bringen wollten, streikte die Technik, bestätigte das Rote Kreuz am Dienstag einen Bericht der “Kronen-Zeitung”. Nach 30 Minuten hatte die Feuerwehr die Eingeschlossenen befreit – kurz davor hatte der Notarzt die Wiederbelebung eingestellt. Der Patient war tot. “Die Rettungskette war vorbildlich, der Patient wäre vermutlich auch ohne Lift-Panne nicht zu retten gewesen”, sagte ein Rot-Kreuz-Sprecher der Zeitung.

+++ 11.07 Uhr: Weiteres menschliches Skelett in Thüringen gefunden +++

Wenige Tage nach dem Fund eines Kinderskeletts in Ostthüringen sind in einem Wald bei Creuzburg (Wartburgkreis) erneut menschliche Knochen gefunden worden. Die am Montag entdeckte skelettierte Leiche habe schon längere Zeit dort gelegen, sagte eine Sprecherin der Polizei Gotha am Dienstag. Identität und Todesursache seien derzeit nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt. In dem Waldstück in Westthüringen habe bereits am Montag die Suche nach weiteren Hinweisen beendet werden können.  

Peggys Leichenfund

+++ 10.45 Uhr: Ungarn setzt Referendum über EU-Flüchtlingsquoten an +++

In Ungarn wird am 2. Oktober in einem Referendum über die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union abgestimmt. Präsident Janos Ader gab dieses Datum am Dienstag in Budapest bekannt. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban lehnt die von der EU beschlossene Verteilung von Flüchtlingen auf die verschiedenen Mitgliedstaaten ab und hatte den Volksentscheid darüber angesetzt.

+++ 9.41 Uhr: Pariser Untersuchungsausschuss will nationale Anti-Terror-Behörde +++

Frankreichs parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu den Pariser Anschlägen schlägt eine nationale Anti-Terror-Behörde vor. “Wir haben bei unseren Reisen ins Ausland festgestellt, dass kein Verantwortlicher der israelischen, griechischen, türkischen oder amerikanischen Dienste in der Lage war, klar seinen Ansprechpartner für den Anti-Terror-Kampf in Frankreich zu benennen”, sagte der Ausschussvorsitzende Georges Fenech der Zeitung “Le Figaro”.

Die Parlamentarier sehen nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP kein grobes Versagen bei der Reaktion auf die Attacken vom 13. November, als Islamisten 130 Menschen ermordeten. Das Land sei aber nicht ausreichend auf Anschläge dieser Größenordnung vorbereitet gewesen. Die Kommission sollte am Dienstagvormittag ihren Abschlussbericht beschließen. 

+++ 8.41 Uhr: Staatsmedien: China muss sich auf “militärische Konfrontation” vorbereiten +++

Zu Beginn eines Militärmanövers in umstrittenen Gewässern im Südchinesischen Meer haben Chinas Staatsmedien die Territorialstreitigkeiten weiter angeheizt. Die Zeitung “Global Times” forderte Peking am Dienstag auf, die Verteidigungsmöglichkeiten der Streitkräfte zu stärken und sie auf eine “militärische Konfrontation” vorzubereiten. China müsse in der Lage sein, die USA “einen zu teuren Preis” zahlen zu lassen, sollten sie “gewaltsam” in den Territorialstreit eingreifen, hieß es in dem Leitartikel.

Die chinesische Marine hatte am Dienstag mit einem einwöchigen Manöver in umstrittenen Gebieten des Südchinesischen Meers begonnen. In dem Seegebiet liegen auch die Paracel-Inseln. Die Inseln, die zwischen Vietnam und den Philippinen liegen, sind kaum besiedelte Korallen-Atolle mit Landemöglichkeiten für Militärjets. Während des Manövers dürfen Schiffe aus anderen Ländern die Gewässer um die Inseln nicht befahren.

+++ 8.15 Uhr: Rund 300 Anträge auf E-Auto-Prämie in den ersten Tagen +++

Innerhalb der ersten Tage haben fast 300 Käufer eines Elektroautos den staatlichen Zuschuss von bis zu 4000 Euro beantragt. Das Antragsverfahren für die Kaufprämie sei “erfolgreich” angelaufen, teilte der Präsident des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Arnold Wallraff, am Montagabend mit. Seit Beginn des Antragsverfahrens am Samstag seien 266 Anträge eingegangen.

Das Kabinett hatte Mitte Mai beschlossen, dass der Kauf von neuen Elektroautos bis zum Listenpreis von 60.000 Euro mit einer Prämie gefördert werden soll. Für reine E-Autos gibt es eine Kaufprämie von 4000 Euro, Hybridfahrzeuge werden mit 3000 Euro bezuschusst. Dabei übernimmt der Autobauer die Hälfte, den Rest zahlt der Staat. Der sogenannte Umweltbonus gilt rückwirkend für Käufe ab dem 18. Mai. Insgesamt stehen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Mittel reichen laut Bafa für bis zu 400.000 Fahrzeuge und damit voraussichtlich bis 2019.

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+++ 7.28 Uhr: Noch kein Wahlsieger in Australien drei Tage nach Wahlgang +++

Drei Tage nach der Parlamentswahl in Australien steht immer noch kein Wahlsieger fest. Die konservative Regierungskoalition hat deutlich Sitze verloren, die linke Labor-Opposition hat Sitze gewonnen. Die beiden lagen aber so dicht aneinander, dass die noch nicht gezählten, schon vor dem Wahltag am Samstag abgegebenen Stimmen den Ausschlag geben werden. Die Zählung begann am Dienstag. 

+++ 7.08 Uhr: Leiche von vermisstem US-Studenten im Tiber gefunden +++

Die Leiche eines US-Studenten ist im Tiber in Rom gefunden worden. Zum Tod des 19-Jährigen werde strafrechtlich ermittelt, teilte seine Uni, die University of Wisconsin-Madison, mit. Der junge Mann war am Donnerstag für einen Sommerkurs an der John Cabot University, einer amerikanischen Privatuni mit Sitz in Rom, nach Italien gekommen. Seit einem Kneipenbesuch in der Nacht zum Freitag sei er nicht mehr gesehen worden, teilte die US-Uni in Rom mit. Als er am Freitag nicht zu einem Orientierungstreffen erschienen sei, habe sein Mitbewohner ihn als vermisst gemeldet. Laut einem Bericht der britischen Zeitung “The Guardian” wurde nach dem Verschwinden des Studenten seine Kreditkarte eingesetzt. 

+++ 6.36 Uhr: Neuer 50-Euro-Schein kommt +++

Europas Verbraucher müssen sich bald an einen neuen 50-Euro-Schein gewöhnen. Die zweite Generation der Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen europäischen Bargelds 2002 bekommt erneut Zuwachs. Heute stellt die Europäische Zentralbank den neuen Fünfziger in Frankfurt vor, in Umlauf gebracht werden soll er ab dem Frühjahr 2017.

Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren. Bisher wurden Fünfer, Zehner und Zwanziger überarbeitet. Der Wert dieser Scheine ist jeweils als glänzende “Smaragd-Zahl” aufgedruckt, die ihre Farbe ändert, wenn man die Banknote etwas neigt. Das Wasserzeichen zeigt ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa, der Namensgeberin der neuen Banknotenserie: “Europa-Serie”. Beim Zwanzig-Euro-Schein warteten die Währungshüter zudem mit einem Novum auf: In das Hologramm der Banknote ist ein Porträtfenster integriert. Hält man den 20er gegen das Licht, wird es durchsichtig und man sieht von beiden Seiten ein Porträt der Europa.

Neuer 20 Euro Schein 12.49

+++ 6.07 Uhr: Nasa-Sonde “Juno” erreicht Umlaufbahn des Planeten Jupiter +++

Nach rund fünf Jahren Flug und 2800 Millionen Kilometern hat die Raumsonde “Juno” den Jupiter erreicht. Mit einem rund halbstündigen Antriebsmanöver positionierte sich “Juno” nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstagmorgen in einer Umlaufbahn um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Die Sonde näherte sich seinen Gaswolken bis auf rund 4500 Kilometer – so nah wie kein anderes Raumfahrzeug zuvor. Mithilfe von “Juno” übermittelter Radiofrequenztöne kontrollierten Nasa-Wissenschaftler im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena den Erfolg des Manövers.

Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde war im August 2011 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Bis Februar 2018 soll die rund 3500 Kilogramm schwere Sonde von der Größe eines Basketballfelds den Jupiter umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

+++ 6.06 Uhr: Überschwemmungen in China: Zahl der Toten steigt auf mindestens 93 +++

 Nach ungewöhnlich starken Regenfällen und Überschwemmungen in China ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Mindestens 93 Menschen sind in den vergangenen vier Tagen in elf Provinzen des Landes ums Leben gekommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.

Zuvor hieß es, dass durch Erdrutsche und Überschwemmungen seit Donnerstag mindestens 67 Menschen umgekommen seien. Wie Xinhua weiter berichtete, sind mindestens 22.000 Häuser zerstört worden, 726.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Schäden gehen in die Milliarden.  In der am schlimmsten betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina kamen laut Angaben der Behörden 38 Menschen ums Leben. Bei heftigen Regenfällen waren bereits in den vergangenen Wochen in Süd- und Südwestchina viele Menschen ums Leben gekommen.

+++ 6.03 Uhr: Brüssel will Forschung gegen Cyberkriminalität vorantreiben +++

Im Kampf gegen Cyberkriminalität will die EU-Kommission bis 2020 insgesamt 450 Millionen Euro an Forschungsausgaben bereitstellen. Das Geld soll in Grundlagenforschung fließen. Die Brüsseler Behörde geht davon aus, dass Partner aus der Privatwirtschaft noch einmal das Dreifache beitragen. Damit kämen insgesamt 1,8 Milliarden Euro zusammen.

Der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, sollte am Dienstag in Straßburg eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen. Nach Angaben der EU-Kommission sind mehr als hundert Unternehmen mit im Boot. Ausschreibungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. Es geht ausschließlich um zivile Anwendungen, etwa Gegenmittel zu Erpresser-Programmen, die Daten verschlüsseln, die Kriminelle nur gegen ein Lösegeld wieder freigeben.

+++ 5.07 Uhr: Zweijährigen gefoltert – Prügelstrafe und Haft für Singapurer Paar +++

Mit scharfen Chilischoten, Schlägen und Tritten haben eine Mutter und ihr Freund in Singapur einen zweijährigen Jungen zu Tode gequält. Die Mutter wurde jetzt zu elf Jahren Haft, der Freund zu zehn Jahren und zwölf Schlägen mit der Peddigrohrstange verurteilt, wie Lokalmedien am Dienstag berichteten. Sie hätten das Kind an dem Tag dafür bestraft, dass es seinen Teller nicht leer essen wollte. Der Junge sei aber systematisch misshandelt worden. Der Fall flog auf, weil die Mutter im November 2015 Sanitäter rief, als ihr Kind bewusstlos im Bett lag. Die Verletzungen stammten von einem Sturz, habe sie gelogen. Bei der Autopsie seien 40 Verletzungen entdeckt worden, darunter eine gebrochene Rippe und Hirnbluten.

+++ 4.18 Uhr:  Mehrere Selbstmordattentate erschüttern Saudi-Arabien zu Ende des Ramadan +++

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan haben sich an drei Orten in Saudi-Arabien Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und dabei mehrere Menschen getötet. Nach Angaben des Innenministeriums starben vier Polizisten, als ein Attentäter am Montagabend vor der Propheten-Moschee in der heiligen Stadt Medina einen Sprengstoffgürtel zündete. Fast zeitgleich habe es in Katif einen ähnlichen Anschlag mit drei Toten gegeben. Bereits in der Nacht zuvor hatte sich ein Attentäter in Dschidda in die Luft gesprengt. Saudi-Arabien ist in den vergangenen Jahren immer wieder zum Schauplatz von Anschlägen radikalislamischer Gruppierungen geworden. Eine Serie von Selbstmordattentaten in so kurzer Abfolge ist aber ungewöhnlich. Sie ereigneten sich zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan, wenn in dem Königreich Millionen Menschen auf die Straßen und in die Moscheen strömen. Zu den Attentaten bekannte sich zunächst niemand.

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