Tag im Ticker: Verdächtiger nach Fund von zerstückelten Leichen festgenommen

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 14:20 Uhr: Tatverdächtiger nach Fund von zerstückelten Leichen festgenommen +++

Nach dem Fund von zwei zerstückelten Leichen in einem Leipziger Badesee hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Gegen den 36-jährigen Mann sei wegen des Verdachts des zweifachen Mordes Haftbefehl erlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Leipzig mit. Nach intensiver Ermittlungsarbeit habe nun auch die Identität der Opfer geklärt werden können. Beide stammten wie auch der Tatverdächtige aus Tunesien und lebten schon mehrere Jahre in Leipzig. Weitere Einzelheiten wollten die Behörden zunächst nicht nennen. Die Ermittlungen zum Motiv dauern den Angaben zufolge an.

+++ 14.12 Uhr: Bundesregierung und Menschenrechtsbeauftragte in Türkei-Frage uneins +++

Die Bundesregierung steht wie bisher zum EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen und geht damit auf Distanz zu Äußerungen ihrer Menschenrechtsbeauftragten Bärbel Kofler. “Wir stehen in vollem Umfang hinter diesem Abkommen”, sagte Außenamtssprecher Martin Schäfer am Mittwoch in Berlin. Er räumte zwar ein: “Wir glauben, dass das kein perfektes Abkommen ist.” Es sei an einigen Stellen auch nicht zu 100 Prozent umgesetzt. “Aber im Grundsatz funktioniert die Vereinbarung.” Beide Seiten seien gut beraten, die Absprachen umzusetzen. Auch Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, die Bundesregierung und die EU stünden zu dem Abkommen mit der Türkei. Deutschland gehe nach wie vor davon aus, dass die Türkei die Absprachen erfülle.

+++ 13.45 Uhr: Russland weist Beteiligung an Giftgas-Angriff in Syrien zurück +++

Russland hat jede Beteiligung an einem möglichen Giftgas-Angriff in Syrien zurückgewiesen. Terrorgruppen in dem Bürgerkriegsland wollten Russland oder der syrischen Regierung immer wieder Provokationen unterschieben, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax zufolge. Anschuldigungen gegen Moskau oder Damaskus hätten nichts mit der Realität zu tun.

Ähnlich äußerte sich der syrische Botschafter in Moskau, Riad Haddad. Giftgas-Vorwürfe gegen die Regierung in Damaskus seien “reine Fiktion”, sagte der Diplomat. Dem Zivilschutz in Syrien zufolge hatte ein Hubschrauber am späten Montagabend zwei Fässer mit Chlor-Kanistern und Eisenkugeln über der Stadt Sarakeb in der Provinz Idlib abgeworfen. Dabei seien 33 Menschen verletzt worden, hieß es.

Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte unterdessen die humanitäre Lage in Aleppo “sehr dramatisch”. Russland bemühe sich, die Situation in der “strategisch außerordentlich bedeutenden Stadt” zu verbessern. Das Außenministerium in Moskau wies Spekulationen über einen möglichen Sturm auf Aleppo zurück. “Es gibt keine anderen Ziele außer einer Verbesserung der humanitären Lage und einem Ende der Kämpfe”, sagte Vizeaußenminister Rjabkow. Botschafter Haddad hatte zuvor einen “mächtigen Schlag gegen Terroristen” in Aleppo nicht ausgeschlossen.

+++ 13.01 Uhr: Syrisches Militär drängt laut Aktivisten Rebellen bei Aleppo zurück +++

 Im Kampf um die syrische Metropole Aleppo haben die Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten die Rebellen zurückgedrängt. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch berichtete, gelang es den Truppen mit Unterstützung von russischen Luftangriffen bis Dienstagabend, mehrere Hügel und Dörfer südwestlich von Aleppo von den Aufständischen zurückzuerobern. Die syrische Führung habe Gegenangriffe gestartet, um die Großoffensive der Rebellen “zum Scheitern zu bringen”.

Mit den jüngsten Erfolgen machten die Regierungstruppen die Eroberungen der syrischen Rebellen und mit ihnen verbündeten dschihadistischen Kämpfer praktisch zunichte. Sie hatten ihre Offensive am Sonntag gestartet, um den Belagerungsring der Regierungstruppen zu durchbrechen. Ihr wichtigstes Ziel ist die Einnahme des von den Regierungstruppen gehaltenen Bezirks Ramussa, um eine neue Versorgungsroute zu öffnen.

+++ 12.28 Uhr: EU gewährt Milliarden-Spritze für BER +++

Gute Nachrichten für den pannengeplagten Hauptstadtflughafen BER: Die EU-Kommission hat weiteren milliardenschweren Finanzspritzen der öffentlichen Hand grünes Licht erteilt. Ein Kredit der Gesellschafter – das sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund – an die Betreibergesellschaft FBB in Höhe von 1,1 Milliarden Euro verstoße nicht gegen EU-Recht, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

+++ 12.27 Uhr: Laut UN geht der Völkermord an Jesiden weiter +++

Zwei Jahre nach den Massakern an Jesiden im Nordirak sind laut UN-Angaben Tausende verschleppte Angehörige dieser religiösen Minderheit in Syrien schwersten Verbrechen ausgesetzt.
Dazu gehöre auch der Tatbestand des Völkermords, erklärte die vom UN-Menschenrechtsrat berufene Untersuchungskommission für Syrien in Genf.

+++ 12.21 Uhr: Türkei-Krise schreckt deutsche Expoteure auf +++

Angesichts der politischen Turbulenzen in der Türkei fürchtet die deutsche Wirtschaft Einbußen für hiesige Unternehmen. “Wir müssen mit deutlichen Einbrüchen bei den Exporten rechnen, auch wegen der Abwertung der Lira”, sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Anton Börner, dem “Handelsblatt”. Der jüngste Absturz der türkischen Landeswährung macht Waren aus der Bundesrepublik in dem Land teurer.

+++ 12.03 Uhr: Triebwerk fing bei Bruchlandung in Dubai Feuer +++

Eine Maschine der Airline Emirates hat Medienberichten zufolge auf dem Flughafen Dubai eine Bruchlandung hingelegt. Die Nachrichtenseite “Gulfnews” berichtete unter Berufung auf Quellen am Airport von einer Notlandung des Flugzeugs. Alle Passagiere seien in Sicherheit gebracht worden, hieß es weiter. Flughafenquellen sagten, es habe einen Brand in mindestens einem der Triebwerke gegeben.

Auf ihrem offiziellen Twitteraccount bestätigte Emirates, dass sich ein “Vorfall” auf dem internationalen Drehkreuz um 10:45 deutscher Zeit ereignet habe. Zunächst nicht überprüfbare Fotos zeigten dunklen Rauch über einem Flugzeug mit dem Logo der Gesellschaft. Über Verletzte oder Tote an Bord der Maschine, die aus dem südindischen Thiruvananthapuram kam, war zunächst nichts bekannt.

Nach Angaben der Seite “Flightradar24″, die Flugdaten weltweit erfasst, handelte es sich bei dem verunglückten Flugzeug um eine Boeing 777-300 A6-EMW, die im März 2003 an Emirates geliefert worden sei. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt als eine der sichersten Airlines der Welt.

+++ 11.40 Uhr: Dubai: Emirates-Boeing fängt nach Bruchlandung Feuer +++

Auf dem Flughafen in Dubai hat es mehreren Medienberichten zufolge eine Bruchlandung gegeben. Ein Flugzeug der Emirates Airline liegt demnach neben der Landebahn. Die Maschine habe nach der Landung Feuer gefangen.

Nach ersten Angaben der Fluggesellschaft Emirates wurde das Flugzeug evakuiert und alle Passagiere konnten gerettet werden. Die Boeing mit der Flugnummer EK521 kam aus dem indischen Trivandrum.

+++ 11.08 Uhr: Explosion vor Café in Saarbrücken +++

Ein Sprengsatz ist vor einem Shisha-Café in Saarbrücken am Mittwochmorgen explodiert. Verletzt wurde niemand, wie ein Polizeisprecher sagte, der damit entsprechende Medienberichte bestätigte. Die Detonation habe jedoch den Eingang zerstört. Die Beamten gehen davon aus, dass der Anschlag im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen rivalisierender Rockergruppen steht. Wenige Stunden zuvor hatte es in dem Café eine Razzia der Polizei gegeben.

+++ 10.45 Uhr: Thüringer Polizei hat unerlaubt Diensttelefonate mitgeschnitten +++

Die Thüringer Polizei hat über Jahre Zehntausende Diensttelefonate heimlich und unerlaubt aufgezeichnet. Laut einem Bericht des MDR Thüringen fielen darunter auch Anrufe von Staatsanwälten. Zudem bestehe der Verdacht, dass Gespräche unter anderem mit Rechtsanwälten, Justizbeamten, Sozialarbeitern und Journalisten mitgeschnitten wurden, die dienstlich interne Polizeinummern angerufen hatten.

+++ 10:05 Uhr: Hessen verliert durch VW-Skandal fast vier Millionen Euro +++ 

Auch Hessen prüft angesichts von Millionenverlusten durch den VW-Abgasskandal juristische Schritte gegen den Autobauer. Bayern hatte am Dienstag eine Schadenersatzklage gegen den Autokonzern angekündigt. Ob Hessen diesem Beispiel folgen wird, werde noch geprüft, hieß es aus dem Finanzministerium in Wiesbaden. Grund sind Verluste in der sogenannten Versorgungsrücklage des Landes durch den Verkauf von VW-Aktien in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro. Auch Baden-Württemberg prüft derzeit eine Klage gegen VW.

+++ 9.51 Uhr: Google erprobt Lieferdrohnen in den USA +++

Der Google-Mutterkonzern Alphabet erprobt in Zusammenarbeit mit der US-Luftfahrtbehörde FAA den Einsatz von Lieferdrohnen. Die Tests mit den Prototypen des Alphabet-Projekts “Wing” sollen unter anderem Antworten auf Sicherheitsfragen für die Auslieferung von Paketen mit den Fluggeräten geben, wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte. Demnach soll unter anderem der Transport von Paketen geprüft werden, die sich nicht in der Drohne selbst befinden, sondern beispielsweise an einer Leine hängen.

+++ 9.13 Uhr: EU-Politiker Brok warnt vor Scheitern des Flüchtlingsdeals +++

Der Europaparlamentarier Elmar Brok (CDU) hat vor einem Aussetzen des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei gewarnt. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament sagte am Mittwoch im “Morgenmagazin” des ZDF, es müsse unterschieden werden zwischen dem, was Präsident Recep Tayyip Erdogan “innenpolitisch macht und da ist vieles nicht in Ordnung”. Auf der anderen Seite helfe der Flüchtlingsdeal aber dabei, “gegen Menschenhändler vorzugehen”.

+++ 9:03 Uhr: USA erneuern Kritik an Luftangriffen auf Aleppo +++

Die US-Regierung hat ihre Forderung an Syrien und Russland erneuert, die Angriffe auf Aleppo einzustellen. US-Außenminister John Kerry habe sich dazu bereits am Montag geäußert und seine Botschaft laute “im Wesentlichen unsere Geduld ist nicht unendlich”, sagte Kerrys Sprecher John Kirby in Washington.

+++ 8.53 Uhr: Pro Woche drei tote Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung +++

In Deutschland sterben laut Kinderschutzbund pro Woche durchschnittlich drei Kinder an den Folgen von Vernachlässigung oder Gewalt. Diese Zahl nannte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, in der “Heilbronner Stimme”. Die Zahl der Gefährdungen von Kindern sei seit 2012 jährlich um ungefähr acht Prozent gestiegen, fügte Hilgers hinzu. “Und das, obwohl wir in Deutschland immer weniger Kinder haben.” Als Gründe nannte der Kinderschutzbund-Präsident Armut und eine verfehlte Steuer- und Sozialpolitik. Hilgers forderte zugleich Kommunen und Landkreise auf, mehr in Prävention zu investieren. “Das kostet am Anfangs mehr Geld, rechnet sich aber.”

+++ 8.33 Uhr: Deutsches Rotes Kreuz fordert freien Zugang für Helfer in Aleppo +++

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Konfliktparteien in Syrien aufgefordert, Zivilisten zu verschonen und Helfern freien Zugang zu den Menschen im belagerten Aleppo zu gewähren. “Es müssen sichere Zufluchtsorte und die Versorgung garantiert werden”, mahnte DRK-Präsident Rudolf Seiters in der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

+++ 8.16 Uhr: Erdogan kritisiert USA für nicht erfolgte Auslieferung Gülens +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA scharf dafür kritisiert, den islamischen Prediger Fethullah Gülen noch immer nicht ausgeliefert zu haben. Der Staatschef sagte dem mexikanischen Sender Televisa in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, die Türkei habe im “Kampf gegen den Terrorismus keine Zeit zu verlieren”. Ankara macht Gülen für den gescheiterten Militärputsch Mitte Juli verantwortlich, der in Pennsylvania lebende Gülen bestreitet das jedoch.

+++ 8.05 Uhr: Flixbus übernimmt Fernbusgeschäft der Deutschen Post +++

Mit der Deutschen Post verabschiedet sich das nächste Unternehmen aus dem hart umkämpften Fernbusmarkt. Das Fernbusgeschäft werde an den Marktführer Flixbus verkauft, teilte die Deutsche Post am Mittwoch mit. Der Postbus sei zwar innerhalb kurzer Zeit zum “anerkannten Qualitätsführer” geworden, allerdings hätten sich die “Erwartungen an die Wirtschaftlichkeit dieser Dienstleistung” nicht erfüllt, erklärte der Geschäftsführer der Deutsche Post Mobility GmbH, Joachim Wessels. Über den Kaufpreis wurde demnach Stillschweigen vereinbart.

+++ 5.46 Uhr: Kanye West will Ikea-Möbel designen +++

US-Rapper Kanye West würde gern für Ikea Möbel entwerfen – aber das schwedische Unternehmen hat vorerst kein Interesse an einer Zusammenarbeit. “Yo Ikea, erlaubt Kanye, zu kreieren”, sagte der 39-Jährige, der gern in der dritten Person von sich selbst spricht, in einem BBC-Interview. “Ich will ein Bett, das er (Kanye) macht, ich will einen Stuhl, den er macht.” Studenten hätten dem Musiker zufolge etwa Interesse an einem von ihm entworfenen minimalistischen Apartment in einem College-Wohnheim. Die Begeisterung der Möbelhauskette blieb allerdings verhalten. Man sei zwar “geschmeichelt” vom Interesse des Rappers an Ikea, teilte das Unternehmen dem “People”-Magazin laut einem Bericht vom Dienstag mit. Über eine mögliche Zusammenarbeit sei schon mehrfach spekuliert worden, derzeit gebe es solche Pläne aber nicht.

+++ 5.45 Uhr: Bislang wärmstes Jahr 2015 hatte gravierende Folgen +++

Die Rekordtemperaturen des vergangenen Jahres haben laut einer Studie der US-Klimabehörde NOAA an vielen Orten der Welt gravierende Folgen gehabt. Die Durchschnittstemperatur über Landflächen habe den Rekord von 2014 um mehr als 0,1 Grad Celsius übertroffen, teilte die NOAA am Dienstag (Ortszeit) mit. Dazu habe auch das Klimaphänomen El Niño beigetragen, das aufgrund von veränderten Luft- und Meeresströmungen weltweit Wetterbedingungen verändert. Folglich gab es 2015 beispielsweise den bislang höchsten gemessenen Ausstoß von Treibhausgasen, eine schädliche Algenblüte im nordöstlichen Pazifik und mehr tropische Zyklone als im Durchschnitt.

+++ 5.45 Uhr: Australierin wird mit 63 Mutter +++

Eine 63-Jährige hat nach künstlicher Befruchtung in Australien ein Baby zur Welt gebracht und ist nach Medienberichten damit die älteste Frau, die dort je ein Kind bekommen hat. Der Präsident des Ärzteverbandes, Michael Gannon, verurteilte die Frau und ihren Partner als selbstsüchtig. “Hat jemand daran gedacht, wie es ist, wenn das Kind Teenager ist?” twitterte er am Mittwoch.
“Wahnsinn. Mit über 60 sollte man keine Kinder mehr bekommen”. Medien gaben das Alter der Frau unterschiedlich mit 62 oder 63 an. Nach einem Bericht von Channel Seven News kam das Baby, ein Mädchen, am Montag acht Wochen vor dem Geburtstermin in Melbourne per Kaiserschnitt zur Welt. Es sei das erste Baby der Frau. Der Partner der Frau sei 78 und bei der Geburt dabei gewesen. Die künstliche Befruchtung soll im Ausland stattgefunden haben.

+++ 4.49 Uhr: Fünf Tote bei Busunfall in Kalifornien +++

 Bei einem schweren Busunglück auf einer kalifornischen Autobahn sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als ein Dutzend Fahrgäste wurden am Dienstag teilweise lebensgefährlich verletzt, als der Bus gegen einen Autobahnmast prallte und dabei aufgeschlitzt wurde. Wie der “San Francisco Chronicle” unter Berufung auf die Polizei berichtete, kam der Bus am frühen Morgen (Ortszeit) von der Fahrbahn ab. Die Unfallursache wurde noch untersucht.

Der 57-jährige Fahrer überlebte mit schweren Verletzungen. Der mit etwa 30 Menschen besetzte Charter-Bus war von Mexiko in den US-Staat Washington unterwegs. Der Unfall ereignete sich in dem Bezirk Merced, rund 200 Kilometer südöstlich von San Francisco.

Polizei-Sprecher Moises Onsurez sprach von einer “sehr tragischen Szene”. Der Bus wurde bei dem Aufprall in fast zwei Hälften geteilt. Viele Passagiere waren in dem Fahrzeug eingeklemmt.

+++ 4.36 Uhr: Bundeswehr will Polizei im Terrorfall unterstützen +++

Die Bundeswehr bereitet sich auf eine baldige gemeinsame Übung mit der Polizei für einen Anti-Terror-Einsatz vor. Nötig sei nun “ein gut eingeübtes Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden für den extremen Fall einer terroristischen Großlage”, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der Inspekteur der für den Einsatz im Inneren zuständigen Streitkräftebasis, der “Süddeutschen Zeitung” (Mittwochsausgabe). “Dafür sollen demnächst gemeinsame Übungen von Länderbehörden, Bundespolizei und Bundeswehr stattfinden.”

+++ 4.34 Uhr: Deutsche rechnen nicht mit besser Medaillen-Ausbeute +++

Die deutschen Olympia-Teilnehmer können nach Ansicht einer Mehrheit der Bundesbürger in Rio nicht mit einer besseren Medaillen-Ausbeute als bei den jüngsten Sommerspielen rechnen. 53 Prozent erwarten laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nicht, dass die deutsche Mannschaft den generellen Trend der vergangenen 25 Jahre umkehren und wieder mehr olympisches Edelmetall gewinnen kann. Nur 18 Prozent der Befragten sehen das anders. 1992 hatte die gesamtdeutsche Mannschaft bei den ersten Sommerspielen nach der Wiedervereinigung noch 82 Medaillen geholt. Vor vier Jahren in London waren es 44. Die Ausbeute von 2012 hat der Deutsche Olympische Sportbund auch für die Rio-Spiele als Zielmarke ausgegeben.

+++3.35 Uhr: Nordkorea feuert erneut Rakete ab +++

Trotz Verboten hat Nordkoreas Militär nach südkoreanischen Angaben erneut eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert. Die Rakete sei im Südwesten des Landes gestartet und dann in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) geflogen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Mittwoch mit. Details zum Raketentyp und zur Reichweite waren zunächst nicht bekannt. 

+++ 3.29 Uhr: Mehr als 6000 frei Plätze im Ausblildungsprogramm für Flüchtlinge +++

Handwerksbetriebe und die Bundesagentur für Arbeit haben mehr als 6000 Plätze für Flüchtlinge in überbetrieblichen Bildungsstätten bereitgestellt. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesbildungsministerium, das die Initiative mit 20 Millionen Euro fördert. Ministerin Johanna Wanka (CDU) zog eine positive Zwischenbilanz: “Ich freue mich, über die gute Resonanz beim Handwerk.” Hingegen sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Defizite bei der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt. “Betriebe dürfen nicht warten, bis sie passgenau einsetzbare Geflüchtete vermittelt bekommen. Sie müssen mehr tun, um Geflüchteten eine Chance für den Einstieg zu geben”, sagte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Funke Mediengruppe.

+++ 3.23 Uhr: Laut Amnesty Verbleib vieler Festgenommener nach Putschversuch in der Türkei unklar +++

Mehr als zwei Wochen nach dem Putschversuch in der Türkei ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International der Verbleib vieler Gefangener noch immer unklar. Viele Festgenommene seien aus Kapazitätsgründen überall im Land in Sporthallen oder Reitställen unter teils menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht, sagte der Türkei-Experte der Organisation, Andrew Gardner, in Istanbul.

+++ 3.15 Uhr: Oettinger ruft Tschechiens Präsidenten zur Ordnung +++

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat den tschechischen Präsidenten Milos Zeman in der Flüchtlingsdebatte kritisiert. Zeman hatte das tschechische Parlament am Dienstag aufgerufen, EU-Quoten zu ignorieren und keine Flüchtlinge aufzunehmen. Oettinger sagte dazu im Interview mit dem Radiosender ffn am Dienstagabend in Hannover: “Ich glaube schon, dass wir uns beschämend fragen müssen, ob wir nicht mehr für 300 000 eingeschlossene Syrer in Aleppo anzubieten haben.” Die Menschen hungerten und schwebten in Lebensgefahr. 

+++ 2.18 Uhr: Griechenland verlangt von Brüssel Plan B von zum Flüchtlingspakt +++

Die griechische Regierung hat die EU zu Planungen für den Fall aufgerufen, dass die Türkei den Flüchtlingspakt scheitern lässt. Seine Regierung sei über das von Ankara angedrohte Scheitern der Flüchtlingsvereinbarung “sehr beunruhigt”, sagte Migrationsminister Yiannis Mouzalas der “Bild” (Mittwochsausgabe). “Wir brauchen in jedem Fall einen Plan B.” Die EU müsse sich Gedanken machen für den Fall, dass die Türkei ihre Grenzen für Flüchtlinge wieder öffne, verlangte der Minister. Zugleich forderte Mouzalas die EU-Staaten zu mehr Einsatzbereitschaft bei der Aufnahme von Flüchtlingen auf: “Die Flüchtlinge müssen gleich an alle EU-Staaten verteilt werden – und nicht an einzelne.”

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