Tag im Ticker: Hinz kündigt Austritt aus der SPD an

Lesen Sie hier die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 16.33 Uhr: Hinz kündigt auch Austritt aus der SPD an +++

Die wegen ihres gefälschten Lebenslaufs in die Kritik geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz will aus der SPD austreten. Sie wolle ihr Parteibuch abgeben, bleibe aber trotzdem “überzeugte Sozialdemokratin”, sagt die 54-Jährige der “Westdeutschen Zeitung”. “Es tut zwar weh, aber das geht auch ohne Parteibuch”, fügte Hinz hinzu.

Sie werde ihr Parteibuch zurückgeben, sobald die SPD ihre Nachfolge geregelt habe, so Hinz. Sie wolle verhindern, dass das Mandat verloren gehe. Die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete hatte zuvor in den Zeitung angekündigt, dass sie ihr Bundestagsmandat bei einem Notar zum 31. August niederlegen werde.

+++ 15.34 Uhr: Drohne stößt in Cornwall beinahe mit Flugzeug zusammen +++

Am Flughafen Newquay im englischen Cornwall stößt eine Drohne beinahe mit einem Passagierflugzeug zusammen. Die Maschine mit 62 Menschen an Bord befindet sich nach Angaben der Polizei im Landeanflug, als sich die Drohne auf einer Höhe von etwa 270 Metern bedrohlich nähert. Wie der Flughafen Newquay mitteilte, handelt es sich bei der Maschine um ein Flugzeug der Fluggesellschaft Flybe, das von London Stansted kommt.

+++ 14.54 Uhr: 21 Tote bei Explosion in chinesischem Kraftwerk +++

Bei einer Explosion in einem Kraftwerk sind in China mindestens 21 Menschen getötet worden. Fünf Menschen werden zudem verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Behörden meldet. Die Explosion ereignet sich in einem Kraftwerk in Dangyang, in der Provinz Hubei in Zentralchina. Berichten zufolge soll eine Rohrleitung explodiert sein. 

+++ 12.52 Uhr: Wimbledon: Polizei ermittelt wegen Vergiftungsverdachtes +++

Die britische Junioren-Tennisspielerin Gabriella Taylor ist während des Wimbledon-Turniers in diesem Sommer womöglich vergiftet worden. Scotland Yard bestätigte, dass die Polizei entsprechende Ermittlungen aufgenommen habe.

Die 18-jährige Taylor hatte sich nach Angaben ihrer Mutter während des Turniers mit Leptospirose infiziert – einer Infektionskrankheit, die üblicherweise durch Urin von Tieren übertragen wird und in seltenen Fällen zu Organversagen führen kann. “Die Bakterien, die das Infektionsteam gefunden hat, sind so selten in Großbritannien, dass wir glauben, dass das kein Unfall gewesen sein kann”, sagte die Mutter dem “Daily Telegraph”.

Taylor hatte wegen der Erkrankung ihr Viertelfinalspiel abbrechen müssen und vier Tage in Intensivpflege verbracht. Scotland Yard teilte mit, dass Vorwürfe einer Vergiftung “mit dem Ziel, Leben zu gefährden oder schwere Körperverletzung zuzufügen” untersucht würden. Festgenommen wurde bisher niemand. 

+++ 12.41 Uhr: Känguru im Sauerland endet unter Rädern von Transporter +++

Die monatelange Reise eines Kängurus durch das Sauerland hat ein trauriges Ende gefunden: Das zu Jahresbeginn erstmals gesichtete Tier wurde in der Nacht in Bestwig von einem Transporter überfahren und getötet, wie die Polizei in Meschede mitteilte. Das Känguru war direkt vor das Auto gesprungen.

Zwar sei nicht endgültig sicher, ob es sich bei dem getöteten Hüpftier um das “Skippy 2″ getaufte Känguru handelt, hieß es im Polizeibericht. “Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es noch mehr Kängurus gibt, die durchs Sauerland hüpfen, ist doch eher gering.”

+++ 12.11 Uhr: De Maizière will Sicherheitsgesetze verschärfen +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will mit einem umfangreichen Sicherheitspaket die Gefahr terroristischer Anschläge in Deutschland eindämmen. Der CDU-Politiker kündigte in Berlin unter anderem Verschärfungen für straffällig gewordene Ausländer und sogenannte Gefährder an. Sie sollen verstärkt in Haft genommen und schneller abgeschoben werden können.

Die Duldung ausreisepflichtiger Ausländer soll verkürzt werden, wenn sie etwa falsche Angaben zur Identität machen. Wer an Terrorkämpfen im Ausland teilnimmt, soll die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren können. De Maizière reagiert mit seinen Vorschlägen auf die Anschläge von Würzburg und Ansbach im Juli, die von Flüchtlingen verübt wurden.

+++ 10.40 Uhr: Polizei in Los Angeles erschießt 14-jährigen Jungen +++

Die Polizei im kalifornischen Los Angeles hat einen 14-jährigen Jungen getötet, der zuvor auf Sicherheitskräfte geschossen haben soll. Die Beamten seien nach Informationen über Vandalismus und “Graffiti von Gangs” im Viertel von Boyle Heights im Einsatz gewesen, sagt Vize-Polizeichef Robert Arcos bei einer Pressekonferenz. Die Sicherheitskräfte hätten zwei Verdächtige aufgespürt, einer von ihnen sei zu Fuß geflüchtet.

Ein Zeuge habe gesehen, wie der Jugendliche vor der Polizei flüchtete und mit einer Pistole auf die ihn verfolgenden Beamten schoss, sagt Arcos weiter. Er hatte jedoch keine Informationen darüber, ob der Polizist, der den 14-Jährigen tötete, in dem Moment selbst beschossen wurde. Auch konnte Arcos nichts dazu sagen, ob das Opfer Mitglied einer Gang war.

+++ 7 Uhr: IS-Anhänger in Kanada vor geplantem Anschlag getötet +++

Ein Terrorverdächtiger ist laut Medienberichten in Kanada von Polizisten getötet worden. Der junge Islamist soll einen Selbstmordanschlag an einem belebten Ort geplant haben, wie der Sender CTV unter Berufung auf ein internes Schreiben der Regierung berichtete. Es habe die Sorge bestanden, dass er den Anschlagsplan schon am Mittwoch in die Tat umsetzen und mitten im Berufsverkehr zuschlagen wollte.

Der Verdächtige – unterschiedlichen Berichten zufolge soll er 23 oder 24 Jahre alt gewesen sein – sei schließlich am Mittwoch (Ortszeit) in einem Haus in Strathroy nahe Toronto von Polizisten erschossen worden, nachdem er sich und eine weitere Person mit einer Explosion verletzt habe, hieß es bei dem TV-Sender CBC. Er sei als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt gewesen. In welcher Stadt er mutmaßlich zuschlagen wollte, blieb zunächst unklar.

+++ 5.03 Uhr: Studie: Finanzplatz Frankfurt profitiert am meisten vom Brexit +++

Frankfurt dürfte unter den großen europäischen Finanzplätzen als Gewinner des Brexit-Votums in Großbritannien hervorgehen. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Stadt am Main hat demnach im Wettbewerb mit Paris, Dublin und Luxemburg die besten Chancen, aus London verlagerte Arbeitsplätze und Firmen anzuziehen. “Es ist sehr wahrscheinlich, dass Frankfurt am meisten vom Brexit-Votum profitiert”, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte des IW.

Nach dem Brexit-Referendum ist unklar, ob Banken weiter von London aus Finanzgeschäfte in der gesamten EU betreiben können. Mehrere Banken haben schon angekündigt, Jobs zu verlagern. Für Frankfurt spreche der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und weiterer wichtiger Aufsichtsbehörden, so das IW. Zudem sei Frankfurt wegen seines großen Flughafens sehr gut zu erreichen und punkte mit relativ günstigen und leicht verfügbaren Gewerbeimmobilien. Überdies biete Frankfurt eine höhere Lebensqualität als die Konkurrenz.

+++ 2.46 Uhr: Aleppos Ärzte bitten Obama in verzweifeltem Appell um Hilfe +++

In einem verzweifelten Appell an US-Präsident Obama haben Ärzte in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo ein sofortiges Eingreifen der USA gefordert. “Uns helfen nun keine Tränen mehr, kein Mitleid und nicht einmal Gebete, wir benötigen Ihr Handeln”, heißt es in dem Brief, der von 15 der 35 noch praktizierenden Ärzte in dem von Rebellen kontrollierten Osten Aleppos unterzeichnet wurde. Ohne einen ständigen Versorgungskorridor werde sich der Hunger weiter ausbreiten, und die Vorräte der Krankenhäuser gingen vollends zu Ende, warnten die Ärzte. Sie schilderten dramatische Zustände in den Krankenhäusern der Stadt. In ihrem Brief an Obama beklagten die Ärzte, sie hätten “keine Bemühungen seitens der USA gesehen, die Belagerung aufzuheben oder ihren Einfluss zu nutzen, die Kampfparteien zum Schutz von Zivilisten zu bewegen”.

+++ 0.35 Uhr: 1500 Feuerwehrmänner bekämpfen Großbrände im Süden Frankreichs +++

Waldbrände im Süden Frankreichs haben 2700 Hektar Land verwüstet und mehrere Häuser zerstört. 1500 Einsatzkräfte seien mobilisiert worden, um die Flammen nahe der zweitgrößten französischen Stadt Marseille zu bekämpfen, wie die dortige Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Die Lage sei “außer Kontrolle” geraten, hieß es in einer Erklärung. Die Brände wüteten mit großer Kraft und breiten sich schnell aus. Das Feuer war am Nachmittag in dem etwa 30 Kilometer nördlich von Marseille gelegenen Stadt Vitrolles ausgebrochen. 

+++ 0.02 Uhr: Entwarnung nach Bombenalarm am Brüsseler Flughafen +++

Nach einem Bombenalarm am Brüsseler Flughafen haben die Behörden Entwarnung gegeben. Die Drohungen hätten sich gegen zwei Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) gerichtet, sagte der Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft am Abend in Brüssel. Die Ermittlungen dauerten an, aber zumindest die Drohungen gegen die beiden Flugzeuge hätten sich als falsch herausgestellt. Die Bombendrohungen richteten sich den Angaben zufolge gegen zwei SAS-Flüge aus Oslo und Stockholm. Die Maschinen landeten sicher in der belgischen Hauptstadt. In Brüssel waren im März bei islamistischen Anschlägen am Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Zu den Attentaten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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