News des Tages: Steinmeier: Führt die Türkei Todesstrafe ein, ist Schluss mit EU-Verhandlungen

Die News des Tages im Ticker.

+++ 17.30 Uhr: Verfolgungsjagd – Ladendieb verursacht Unfall mit Schwerverletzten +++

Verursacher soll ein flüchtiger Ladendieb gewesen sein: Bei einem Unfall in Hamburg sind am Montag mindestens zwei Menschen schwer verletzt worden. Der flüchtige Ladendieb hatte sich davor eine dramatische Verfolgungsjagd mit einem Streifenwagen geliefert. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Verletzten um die unbeteiligten Insassen eines Autos, das der Fluchtwagen gerammt hat. Medienberichten zufolge überschlug sich ihr Auto und krachte in eine Bushaltestelle. 

“Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, wir tragen noch Informationen zusammen”, sagte eine Polizeisprecherin. Der flüchtige Ladendieb setzte seine Fahrt zunächst fort, verursachte wenige Straßen weiter erneut einen Unfall und flüchtete dann zu Fuß weiter. Bei dem liegengebliebenen Fluchtauto nahmen Polizeibeamte drei Mitfahrerinnen fest. Der Fahrer wurde noch nicht gestellt.

+++ 17.18 Uhr: Steinmeier warnt Erdogan vor Einführung der Todesstrafe +++

Der Außenminister und designierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in dem Fall für beendet an, wenn das Land die Todesstrafe einführen sollte. “Wir haben Prinzipien, zu denen wir stehen”, sagte Steinmeier der “Bild”-Zeitung “Das liegt in Ankaras Verantwortung.” Wenn die Regierung entscheide, die Todesstrafe wieder einzuführen, “dann wäre das ein deutliches Signal, dass sie die ‘Akte EU’ endgültig schließen will”, sagte Steinmeier.

+++ 16.39 Uhr: Gericht: GEMA darf keine Einnahmen an Musikverlage ausschütten +++

Musikverlage haben nach einem Urteil des Berliner Kammergerichts kein Recht, ohne weiteres an den Einnahmen aus Urheberrechten von Komponisten und Textern beteiligt zu werden. Im Streit mit der GEMA gab das Gericht dem Piratenpolitiker und Musiker Bruno Kramm und seinem Bandkollegen Stefan Ackermann überwiegend Recht. Die Verwertungsgesellschaft dürfe im vorliegenden Fall nicht mehr einen Teil der Tantiemen an die Verlage ausschütten, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Urteil erfolgte in letzter Instanz. Ob ein Revisionsantrag vor dem Bundesgerichtshof zulässig ist, soll aus der schriftlichen Urteilsbegründung hervorgehen. Welche Auswirkungen das Urteil auf die Musikbranche haben wird, ist offen. Die GEMA muss zunächst ihre Einkünfte rückwirkend bis zum Jahr 2010 offenlegen. Danach soll geklärt werden, wieviel Geld sie zurückzahlen müsse, sagte die Gerichtssprecherin. Laut Piraten handelt es sich um einen Millionenbetrag.

Youtube Gema Einigung News 9.29

+++ 16.38 Uhr: Brite will als erster schwimmend den Atlantik überqueren +++

Ein Brite will als erster Mensch den Atlantik durchschwimmen. Der 38-jährige Ben Hooper aus Südwestengland startete am Sonntag im westafrikanischen Dakar (Senegal) und will nun mehr als 3000 Kilometer bis nach Brasilien schwimmend hinter sich bringen, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet. Neben einem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde will Hooper mit der Aktion unter dem Titel “Swim the Big Blue” (“Schwimm durchs große Blau”) Geld für einen guten Zweck sammeln. 

+++ 15.41 Uhr: Ex-Spitzensportler Oscar Pistorius in anderes Gefängnis verlegt +++

Der frühere südafrikanische Spitzensportler Oscar Pistorius ist auf eigenen Wunsch in ein besser für Behinderte geeignetes Gefängnis verlegt worden. Dort gebe es unter anderem auf jeden Insassen zugeschnitten Programme zur physischen und psychischen Rehabilitation, erklärte ein Sprecher der Strafvollzugsbehörde, Singabakho Nxumalo. Das Atteridgeville-Gefängnis in Pretoria sei daher besser für Behinderte geeignet. Pistorius waren als Kind beide Beine unterhalb der Knie amputiert worden. Mit Hilfe von Karbon-Prothesen wurde er zu einem weltweit gefeierten Sprinter. Der 29-Jährige hatte am Valentinstag 2013 seine damalige Freundin Reeva Steenkamp mit vier Schüssen durch eine Toilettentür erschossen. Er gab an, sie für einen Einbrecher gehalten zu haben. Pistorius’ Strafmaß war im Juli nach einer langen juristischen Auseinandersetzung auf sechs Jahre erhöht worden. Diese leistete er bislang im Gefängnis Kgosi Mampuru II ab, ebenfalls in Pretoria.

Oscar Pistorius 13.49 Uhr

+++ 16.07 Uhr: Rechte Graffiti übersprüht: Ermittlungen gegen 70-jährige Sprayerin +++

Die Berliner Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm ist nach eigenen Angaben in Bautzen von einem Polizisten wegen Sachbeschädigung angezeigt worden. Der Beamte habe sie Ende Oktober beim Übersprühen von Nazi-Parolen auf einem Verteilerkasten beobachtet. “Der Polizist beschimpfte mich als kriminell und nahm mir die Farbdose ab. Auch die umstehenden Bürger pöbelten mich an. Das habe ich so noch nie erlebt”, sagte Mensah-Schramm der Nachrichtenagentur dpa. Ein Polizeisprecher bestätigte die Anzeige. “Selbst wenn beste Absichten dahinter stehen, handelt es sich um eine Straftat. Die Kriminalpolizei ermittelt, dann wird sich die Staatsanwaltschaft kümmern.” Auf ihrer deutschlandweiten Mission – Mensah-Schramm entfernt seit 30 Jahren rechte Schmierereien und Nazi-Symbole aus dem öffentlichen Raum – machte die 70-Jährige bereits zum dritten Mal in Bautzen Halt.

“Politik-Putze” muss erneut vor Gericht 0907

+++ 15.43 Uhr: KZ-Tattoo: NPD-Politiker legt Revision gegen Haftstrafe ein +++

Ein KZ-Tattoo auf dem Rücken eines Brandenburger NPD-Kommunalpolitikers beschäftigt weiter die Justiz.
Der Verteidiger des 28-Jährigen legte Revision gegen das Urteil von acht Monaten Haft ohne Bewährung wegen Volksverhetzung ein, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Neuruppin einen rbb-Bericht. Nun müsse das Brandenburgische Oberlandesgericht prüfen, ob es in dem Prozess Rechtsfehler gab. Das Amtsgericht Oranienburg hatte den 28-Jährigen in erster Instanz zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Er hatte gestanden, die Tätowierung mit den Umrissen eines Konzentrationslagers und dem Spruch “Jedem das Seine” in einem Oranienburger Schwimmbad gezeigt zu haben. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Berufung eingelegt.

In zweiter Instanz verhängten die Neuruppiner Richter gegen ihn eine Haftstrafe, “weil eine staatliche Reaktion aus Gründen der Verteidigung der Rechtsordnung geboten” sei, betonte der Vorsitzende Richter Jörn Kalbow. Eine Bewährungsstrafe hätte von der Bevölkerung als ein “Zurückweichen des Staates vor dem Rechtsradikalismus” empfunden werden können, hob Kalbow in seiner Urteilsbegründung hervor.

Nazi-Tattoo 14.19

+++ 14.58 Uhr: Explosion in Vorort von Istanbul – zehn Verletzte +++

In einem Vorort der türkischen Hauptstadt Istanbul gab es am Montag eine Explosion. Wie “Bild” berichtet, wurden mindestens zehn Menschen verletzt. Der Grund für die Explosion sei noch unklar. Sie soll sich in dem Industriegebiet Sultanbeyli ereignet haben, offenbar in einer Anlage in der Haarfärbemittel hergestellt wird.

+++ 14.57 Uhr: Polizei: Vermisste Millionärin ist vermutlich tot +++

Die seit Tagen vermisste Millionärin aus dem ostfriesischen Leer ist nach Einschätzung der Polizei vermutlich getötet worden. “Wir gehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die 66-Jährige einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und nicht mehr lebt”, sagte Polizeichef Johannes Lind am Montag in Leer. Die Ermittler hatten am Freitag einen Verdächtigen festgenommen, gegen den inzwischen Haftbefehl erlassen wurde. Er habe bei seiner Vernehmung gestanden, die Leiche der Frau nahe der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg unter Reisig abgelegt zu haben. Er habe jedoch abgestritten, die Frau getötet zu haben.

+++ 14.36 Uhr: Gewerkschaft ruft zu neuem Pilotenstreik bei Lufthansa auf +++

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zu einem erneuten Pilotenstreik bei der Lufthansa aufgerufen. Der genaue Zeitpunkt des 14. Ausstandes im laufenden Tarifkonflikt soll mit einem Vorlauf von 24 Stunden bekanntgegeben werden.

+++ 14.23 Uhr: Länder wollen schnellere Vertiefung des Rheins +++

Mehrere Bundesländer haben eine schnellere Vertiefung des Rheins angemahnt. Die aktuelle Planung der Bundesregierung bis 2031 sei zu langsam, kritisierten die Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am Montag bei einer Konferenz in Düsseldorf. Angesichts der Zunahme der Güterströme auf Straße und Schiene müsse die Fahrrinne von St. Goar bis Mainz rasch vertieft werden. Die Bundesregierung müsse mehr Personal für die Planung bereitstellen. Es liege am langwierigen Planungsrecht, nicht am Personal, sagte Verkehrs-Staatssekretär, Enak Ferlemann.

+++ 14.20 Uhr: UNO: 2016 wird heißestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichungen +++

2016 wird wohl als heißestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung in die Geschichte eingehen. Die weltweite Durchschnittstemperatur werde in diesem Jahr “sehr wahrscheinlich” 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter liegen, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Der bisherige Hitzerekord aus dem Jahr 2015 wird damit vermutlich übertroffen. “Ein weiteres Jahr, ein weiterer Rekord”, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas am Rande der UN-Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts sei es so warm gewesen wie in diesem Jahr. Einzelne Hitzerekorde wurden etwa im südafrikanischen Pretoria (42,7 Grad), in Thailand (44,6 Grad) und Indien (51 Grad) aufgestellt.

+++ 14.01 Uhr: Tschernobyl: Spektakulärer Transport neuer Schutzhülle begonnen +++

An der Ruine des 1986 explodierten Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine haben Arbeiter mit dem spektakulären Transport einer riesigen neuen Schutzhülle begonnen. Auf Spezialschienen werde die mehr als 36.000 Tonnen schwere Konstruktion zu dem etwa 330 Meter entfernten Reaktor geschoben, teilte die Staatsagentur zur Verwaltung der Evakuierungszone mit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa zehn Meter pro Stunde und mit Pausen wird das größte bewegliche Bauwerk der Welt über den explodierten Block 4 gedrückt: ein Stahlbogen von 110 Metern Höhe, 165 Metern Länge und 257 Metern Breite. Die neue Hülle ergänzt einen Betonsarkophag, der von der Sowjetunion nach der fatalen Kernschmelze am 26. April 1986 eilig errichtet worden war und brüchig ist.

+++ 13.51 Uhr: Skelettierte Leiche bei Wohnwagen gefunden +++

Als er nach einem verschollenen Winterreifen suchte, hat ein Münchner eine teilweise skelettierte Leiche gefunden. Der 33 Jahre alte Mann hatte den Toten bei einem Wohnwagen auf einem verwilderten Betriebsgelände entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen 83-jährigen Obdachlosen handelt, der in dem Wohnwagen gelebt hatte. Die Ermittlungen ergaben zunächst keine Hinweise auf Fremdverschulden. Der 33-Jährige hatte seine Winterreifen in einer Halle auf dem Gelände gelagert, dort aber nur drei von vier gefunden und war daraufhin auf die Suche gegangen.

+++ 13.17 Uhr: Neuseeland nach Erdstoß der Stärke 7,8 von hunderten Nachbeben erschüttert +++

Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 kommt Neuseeland nicht zur Ruhe. Mehrere hundert Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 6,0 erschütterten das Land, während die Rettungsarbeiten durch starke Niederschläge behindert wurden. Das Beben in der Nacht zum Montag war das zweitschwerste in der Geschichte des Landes, zwei Menschen wurden getötet. In Neuseeland ist das schwere Erdbeben der Stärke 6,3 von 2011 noch in wacher Erinnerung, bei dem 185 Menschen ums Leben kamen. Experten wiesen am Montag aber darauf hin, dass das Epizentrum auf der Südinsel des Landes diesmal 23 Kilometer unter der Erdoberfläche lag – wodurch die Ausbreitung der Erdstöße gedämpft wurde. Zudem lag das Zentrum des aktuellen Bebens recht weit von den städtischen Zentren Neuseelands entfernt.

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+++ 13.05 Uhr: Ein Kilogramm Kokain in Herrensocke +++

Mitarbeiter des Hauptzollamts Dresden haben in einem Reisezug ein Kilogramm Kokain mit einem Marktwert von 150.000 Euro sichergestellt. Wie die Behörde mitteilt, war es in einem Waschraum des Zugs von Prag nach Zürich hinter einer Wandverkleidung versteckt. Eine Zollbeamtin hatte zunächst einen dunklen Stoffballen entdeckt, woraufhin ein Rauschgifthund zum Einsatz kam. In einer Herrensocke steckten zwei mit Klebeband umwickelte Päckchen. Jedes enthielt rund ein halbes Kilogramm Kokain. Ein zugehöriger Reisender konnte im Zug nicht ermittelt werden. Der Fund wurde schon Ende Oktober gemacht. Um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, galt zunächst eine Nachrichtensperre.

+++ 12.49 Uhr: 20-Jährige getötet – Tatverdächtiger Partner flieht mit Kind +++

In einem Plastiksack hat eine Frau in Bayern die Leiche ihrer Tochter gefunden. Die 20-Jährige wurde nach Angaben der Polizei Opfer eines Gewaltverbrechens. Dringend tatverdächtig sei der Lebensgefährte der jungen Frau, sagte ein Polizeisprecher. Wo sich der 22-Jährige derzeit aufhält sei jedoch unbekannt. Möglicherweise hat er sich ins Ausland abgesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich das gemeinsame, eineinhalb Jahre alte Kind des Paares, in seinen Händen befindet. “Die Fahndung nach dem Mann läuft auf Hochtouren”, betonte der Polizeisprecher. Die Mutter des Opfers hatte die Leiche in einem Mehrfamilienhaus in Freyung entdeckt. Die 20-Jährige war in einem Plastiksack ihrer Wohnung versteckt.

Frau getötet

+++ 12.30 Uhr: Urteil: Wer gegen Baugerüst läuft, ist selbst schuld +++

Wer gegen ein Baugerüst auf dem eigenen Grundstück läuft, hat keinen Schadenersatzanspruch gegenüber der Gerüstbaufirma. Das hat das Amtsgericht Nürnberg entschieden. Wie das Gericht mitteilt, war eine Frau wegen eines Telefonanrufs eilig ins Haus gegangen und dabei mit dem Kopf gegen eine Querstange des Gerüsts gestoßen. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und verlangte von der Firma Schmerzensgeld, weil die Stange nicht besonders markiert oder mit Bändern kenntlich gemacht worden war. Die Frau hatte von dem Gerüst gewusst, das für Sanierungsarbeiten an ihrem Haus aufgestellt worden war.

+++ 12.07 Uhr: Seehofer und Steinmeier vereinbarten Kandidatur bei Geheimtreffen +++

Bei einem vertraulichen Treffen in München haben sich CSU-Chef Horst Seehofer und Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier auf dessen Kandidatur für die Bundespräsidentenwahl geeinigt. Am vergangenen Samstag sei der SPD-Politiker abends bei Seehofer zu Gast in der bayerischen Landeshauptstadt gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus CSU-Kreisen. Erst nach dem Gespräch habe sich Seehofer dann zur Unterstützung Steinmeiers entschieden. Dabei dürfte es Seehofer aber nicht nur um eine Unterstützung Steinmeiers gegangen sein. Nachdem die Union keinen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck aufstellen konnte, hatte es für die CSU oberste Priorität, die Unterstützung eines Grünen-Kandidaten zu verhindern.

Steinmeier

+++ 11.59 Zehn Verletzte nach Kollision zweier Linienbusse +++

Beim Zusammenstoß zweier Linienbusse auf einer Landstraße in Baden-Württemberg sind zehn Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, war ein 55 Jahre alter Busfahrer mit seinem Fahrzeug aus bislang unbekannter Ursache in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr geraten. Dabei streifte er zunächst den Wagen eines 52-Jährigen und kollidierte dann frontal mit einem zweiten Linienbus. Durch den Zusammenstoß wurden sieben Fahrgäste, darunter zwei Kinder im Alter von neun und zwölf Jahren sowie der Autofahrer und der entgegenkommende 44 Jahre alte Busfahrer leicht verletzt. Der Fahrer des ersten Linienbusses erlitt schwere Verletzungen. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 85.000 Euro. Zunächst war unklar, wie viele Fahrgäste sich insgesamt in den beiden Bussen befanden. Der Unfall ereignete sich zwischen Jagsthausen im Kreis Heilbronn und Schöntal im Hohenlohekreis.

+++ 11.56 Uhr: Rechtsradikale greifen antirassistische Filmvorführung an +++

Rechtsradikale haben bei einer Filmvorführung gegen Rassismus in Köthen in Sachsen-Anhalt randaliert und Teilnehmer angegriffen. Eine entsprechende Mitteilung der Veranstalter bestätigte die Polizei. Demnach tauchte die elfköpfige Gruppe am Samstagabend in der Fachhochschule Köthen auf, wo die Dokumentation “Du weißt schon, wie in Rostock” gezeigt werden sollte. Darin wird aus der Sicht von Betroffenen rechte und rassistische Gewalt im Sachsen-Anhalt der 1990er Jahre geschildert. Die Angreifer zerstörten nach diesen Angaben Infomaterial, stießen Tische und Stühle um, zündeten Pyrotechnik und bewarfen Besucher mit Glasflaschen. Die Veranstalter riefen die Polizei, konnten die Angreifer der Räumlichkeiten verweisen und den Film wie geplant zeigen. Mehrere Randalierer wurden festgenommen.

+++ 11.43 Uhr: Musiker Leon Russell ist tot +++

Der US-Musiker Leon Russell ist tot. Russell, der als Studio- und Tourmusiker mit Stars wie den Rolling Stones und Elton John zusammenarbeitete und auch als Solokünstler erfolgreich war, starb nach Angaben seiner Frau in der Nacht zum Sonntag in seinem Haus in Nashville im Bundesstaat Tennessee im Schlaf. Er wurde 74 Jahre alt. Im Juli hatte er sich einer Bypass-Operation am Herzen unterzogen.

+++ 11.33 Uhr: Kinder in Mecklenburg-Vorpommern in zugefrorenen Teich eingebrochen +++

Kaum sind die Seen von einer ersten dünnen Eisschicht überzogen, meldet die Polizei die ersten Unfälle: In Wismar in Mecklenburg-Vorpommern brachen am Sonntag drei spielende Kinder im Alter von zwölf und 13 Jahren in einen zugefrorenen Teich ein, wie die Polizei in Rostock mitteilte. Sie konnten von der Feuerwehr gerettet werden und wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei warnte vor dem Betreten zugefrorener Gewässer. Trotz des frostigen Wetters sei das Eis nicht stark genug.

+++ 11 Uhr: Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland bleibt konstant +++

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr weitgehend unverändert geblieben. 2015 infizierten sich Schätzungen zufolge rund 3200 Menschen neu mit dem Virus, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Insgesamt leben in Deutschland damit rund 84.700 Menschen mit HIV oder Aids. Etwa 460 starben im vergangenen Jahr daran. Die stabile Zahl der Neuinfektionen sei zwar eine auch im Vergleich zu anderen Staaten “positive Nachricht”, erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler. Dass die Neuinfektionen nicht zurückgehen, sei andererseits aber auch “ein Beleg dafür, dass die HIV-Präventionsstrategie der Bundesregierung weiterhin konsequent umgesetzt werden muss”.

Pille gegen HIV

+++ 10.09 Uhr: 30.000 Hühner bei Schleswig gekeult +++

Alle 30.000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung bei Schleswig sind getötet worden. Das teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Kiel mit. In dem Bestand war die aggressive H5N8-Variante nachgewiesen worden, die seit einiger Zeit unter Wildvögeln kursiert. Der Sender NDR 1 Welle Nord berichtete, die Hühner seien per Stromschlag in einem Wasserbecken getötet worden. Unklar ist noch, wie das Virus in die Ställe des Betriebes in Grumby gelangen konnte. Experten des Greifswalder Friedrich-Loeffler-Instituts sollen dies klären.

+++ 9.17 Uhr: Auch CDU-Präsidium für Steinmeier als Bundespräsident +++

Die CDU will Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl mittragen. Die Partei von Kanzlerin Angela Merkel akzeptiere den entsprechenden Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Telefonschalte von Merkel mit dem CDU-Präsidium.

14-CDU will Steinmeier als Bundespräsidenten-5209186422001

+++ 8.30 Uhr: Bulgarien: Radew gewinnt Präsidentenwahl +++

Bei der Stichwahl für das Präsidentenamt in Bulgarien hat der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew einen überzeugenden Sieg errungen. Für den Kandidaten der Sozialisten (frühere KP) stimmten 59,35 Prozent der Wähler, teilte die Zentrale Wahlkommission nach Auszählung von 99,33 Prozent der Stimmen mit. Die bürgerliche Regierungskandidatin Zezka Zatschewa kam demnach auf lediglich 36,14 Prozent der Stimmen. Das amtliche Endergebnis der Stichwahl vom Sonntag soll spätestens bis Dienstagabend bekannt gemacht werden. Der frühere General und künftige Präsident Radew soll am 22. Januar 2017 sein Amt antreten.

+++ 7 Uhr: Luckes neue Partei muss sich umbenennen +++

Die neue Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke hat sich nach einem verlorenen Namensstreit umbenannt. Ein kleiner Parteitag beschloss nach Parteiangaben am Sonntag, den bisherigen Namen Alfa (“Allianz für Fortschritt und Aufbruch”) in “Liberal-Konservative Reformer” zu ändern. Ein Verein, der ebenfalls den Namen Alfa trägt, hatte gegen die Verwendung des Namens durch die Lucke-Partei geklagt und vor Gericht gewonnen. Lucke hatte die Partei Alfa gegründet, nachdem er in einem langen Machtkampf in seiner vorherigen Partei AfD unterlegen war. In Wahlen hat seine neue Gruppierung bislang keine nennenswerten Erfolge erzielt.

+++ 5.30 Uhr: Extremschwimmen: Von Afrika nach Brasilien +++

Der britische Extremschwimmer Ben Hooper hat seine lange Reise durch den Atlantik angetreten. Mit den Worten “Los geht’s” warf sich der 38-Jährige am Sonntag in Dakar an der westafrikanischen Küste in die Fluten und machte sich auf die 3000 Kilometer lange Reise nach Brasilien. Die Strecke zwischen Afrika und Südamerika will er in 140 Tagen zurücklegen. Hooper hat sich für die Rekordleistung drei Jahre lang vorbereitet. Er unternimmt den riskanten Trip mit einem Begleitboot, zu dessen elfköpfiger Besatzung auch ein Arzt zählt. Pro Tag will er bis zu zehn Stunden schwimmen. “Darauf habe ich lange gewartet”, sagte er zum Abschied.

+++ 4.30 Uhr: Die wichtigsten Trump-Aussagen aus dem CBS-Interview +++

Trump CBS-Interview

+++ 4 Uhr: Vorgeschmack auf den Supervollmond +++

In der Nacht von Sonntag auf Montag strahlte der Mond schon ganz schön hell (siehe Bild oben). Noch extremer dürfte es in der folgenden Nacht sein: Manch einer spricht gar vom “Supervollmond” – der Mond geht so nah wie selten an der Erde auf. 356.509 Kilometer ist er “nur” entfernt. Das ist fast der geringste Abstand, der überhaupt entstehen kann (356.410). Ansonsten ist der Mond deutlich weiter entfernt – wenn er ganz weit weg ist, sind es 406.740 Kilometer.

+++ 3.30 Uhr: Neuseeland: Nachbeben und kleiner Tsunami +++

Erdbeben Neuseeland 7.15

+++ 3.15 Uhr: Polizei erwischt 16-Jährigen mit “Polenböllern” +++

Mit einer großen Menge verbotener Pyrotechnik ist ein Jugendlicher an der Grenze zu Polen erwischt worden. Beamte hätten den 16-Jährigen am Wochenende im sächsischen Bad Muskau (Görlitz) mit mehr als 400 sogenannten Polenböllern gestellt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Außerdem fanden die Beamten ein Klappmesser und einen Schlagring in seinem Rucksack – beides verbotene Gegenstände. Neben einer Strafanzeige erwartet den Jugendlichen und seine Eltern eine saftige Rechnung für die ordnungsgemäße Vernichtung der Böller durch Entschärfer der Bundespolizei.

+++ 2 Uhr: Irakische Armee verkündet Rückeroberung von Gebiet um Antikenstadt Nimrud +++

Die irakische Armee hat nach eigenen Angaben das Gebiet um die antike Stätte von Nimrud von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Die Dörfer Al-Nomanijah und Al-Nimrud und die Ruinen von Nimrud seien befreit worden, sagte Brigadegeneral Saad Ibrahim am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Ausgrabungsstätte rund 30 Kilometer südöstlich von Mossul war im vergangenen Jahr vom IS zerstört worden. In Mossul lieferten sich Armee und Dschihadisten weiter heftige Kämpfe. Das Einsatzkommando des Militärs hatte zunächst erklärt, Armeeeinheiten hätten Nimrud “vollständig befreit”. Diese Aussage wurde jedoch später korrigiert. Das Dorf Nimrud und die Ausgrabungsstätte seien aber zurückerobert worden.

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