News des Tages: Drei-Zentner-Bombe unentdeckt quer durch Deutschland transportiert

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 21.49 Uhr: Tödlicher Unfall: 82-Jähriger überrollt Ehefrau in Tiefgarage +++

Ein 82-Jähriger hat in einer Tiefgarage im bayerischen Germering seine Frau mit dem Auto überrollt und tödlich verletzt. Die 85-Jährige starb noch am Ort, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Der Rentner sei rückwärts aus dem Stellplatz gefahren und wollte, wie gewohnt, seine Ehefrau zusteigen lassen. Aus bislang nicht geklärter Ursache habe er dabei die hinter dem Auto wartende 85-Jährige übersehen. In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft beauftragte die Kripo Fürstenfeldbruck einen Gutachter zur Klärung der Unfallursache.

+++ 19.35 Uhr: Drei-Zentner-Bombe unentdeckt quer durch Deutschland transportiert +++

Eine scharfe Drei-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist unentdeckt quer durch Deutschland transportiert worden – in einem Haufen Erde. Arbeiter entdeckten die Munition in einer Recyclingfirma im sächsischen Deutzen. Sie hatten die Erde gesiebt, die aus Köln in die Firma geliefert worden war, wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärften die Bombe, die etwa einen Meter lang war und einen Durchmesser von etwa 40 Zentimeter hatte. In einem Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern mussten 600 Menschen ihre Häuser verlassen. Woher genau die Erde aus Köln stammte, wurde nicht mitgeteilt.

+++ 19.34 Uhr: Dahlmeier nach Schwächeanfall bei Biathlon-WM wieder gut gelaunt +++

Laura Dahlmeier hat ihren Schwächeanfall bei der Biathlon-Weltmeisterschaft überwunden. “Jetzt geht es mir wieder besser und ich bin froh, dass ich mit euch feiern kann”, sagte die 23-Jährige kurz nach der Siegerehrung in Hochfilzen. Dahlmeier hatte zuvor das Einzel über 15 Kilometer und ihr drittes WM-Gold bei den Titelkämpfen in Tirol gewonnen. Danach war sie wegen gesundheitlichen Problemen mit Verspätung zur Ehrung im Stadion gekommen. Sie habe Probleme mit dem Blutdruck gehabt, sagte sie später und stellte da schon fest: “Jetzt ist es wieder okay.” Das Rennen bei plus elf Grad hatte die Partenkirchnerin geschlaucht. Es sei fast so warm wie im Sommer gewesen, sagte sie.

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+++ 19.26 Uhr: Wieder Warnstreik an Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld +++

Passagiere an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen sich am Donnerstag erneut auf Flugstreichungen und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi rief das Bodenpersonal zu einem weiteren Warnstreik auf. Die Arbeitsniederlegungen sollen um 16 Uhr beginnen und bis 22 Uhr dauern. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Warnstreik den Flugverkehr in Tegel und Schönefeld über Stunden nahezu zum Erliegen gebracht. Auch an anderen Airports wie Hamburg, München oder Stuttgart gab es Einschränkungen und zahlreiche Verspätungen. Die Tarifpartner wollen sich an diesem Freitag (17. Februar) zur fünften Verhandlungsrunde für das Bodenpersonal treffen. Verdi fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde und ein verbessertes Tarifsystem.

+++ 19.13 Uhr: Neuer Malaria-Impfstoff erreicht in Studie bis zu hundertprozentigen Schutz +++

Ein neuer Malaria-Impfstoff hat in einer klinischen Studie eine bis zu hundertprozentige Wirksamkeit gezeigt. Tübinger Forscher spritzten den Studienteilnehmern den Impfstoff mit lebendigen Malaria-Erregern und gaben gleichzeitig das seit langem genutzte Malaria-Medikament Chloroquin, wie die Universität Tübingen mitteilt. Seit mehr als hundert Jahren forschen Wissenschaftler an einem Impfstoff. Unter den 67 Studienteilnehmern waren jene am besten geschützt, die dreimal in je vierwöchigem Abstand den Impfstoff in einer hohen Dosierung erhielten. In dieser Gruppe zeigten alle Teilnehmer anschließend einen hundertprozentigen Impfschutz. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins “Nature” veröffentlicht.

+++ 18.29 Uhr: Netanjahu zu Besuch bei Trump – Abkehr der USA von Zwei-Staaten-Lösung +++

US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen. Zu Beginn der Begegnung waren auch die beiden Ehefrauen dabei. Trump wie Netajanhu streben eine deutliche Verbesserung der bilateralen Beziehungen an, die unter dem früheren Präsidenten Barack Obama auf einem Tiefpunkt angelangt waren. Netanjahu hatte Trumps Wahlsieg als “großartige Chance” für Israel bezeichnet. Kurz vor dem Treffen hatte das Weiße Haus einen radikalen Kurswechsel in der Nahostpolitik verkündet: Demnach werden die USA nicht mehr auf der Zwei-Staaten-Lösung als Grundbedingung der Friedensgespräche beharren. Unter dieser Formel wird verstanden, dass es künftig neben dem israelischen einen unabhängigen Palästinenserstaat geben soll.

Trump sieht in der Zwei-Staaten-Lösung nicht den einzigen Weg zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Er sei sowohl mit einer Zwei-Staaten-Lösung als auch mit nur einem Staat einverstanden, sagte Trump. Zugleich forderte er Netanjahu zur Zurückhaltung in der Siedlungspolitik auf.

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+++ 17.55 Uhr: Lebenslange Haft im Kölner Mordprozess um Leiche im Wald +++

Im Prozess um eine Männerleiche im Wald hat das Landgericht Köln einen Mann wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Für das Gericht stand fest, dass der Angeklagte das Opfer vor knapp einem Jahr mit mehreren Messerstichen getötet hat. Die Darstellung des Mannes, in Notwehr gehandelt zu haben, wiesen die Richter als nicht plausibel zurück. Nach dem tödlichen Messerstichen hatte der 48-Jährige laut Urteil versucht, dem 30 Jahre alten Opfer den Kopf abzutrennen, was ihm aber wegen eines stumpfen Messers nicht gelang. Die versuchte Enthauptung wertete das Gericht als “Zeichen des unbedingten Vernichtungswillens” des Angeklagten. Zusammen mit einem Bekannten, der in dem Prozess als Zeuge aussagte, hatte der 48-Jährige die Leiche einen Tag später in einen Wald bei Lindlar gebracht. Dort war die Leiche im April 2016 gefunden worden.

+++ 17.37 Uhr: Tierhändlerin beim Schmuggel von drei Welpen im ICE erwischt +++

Bei einem Transport von Hundebabys in einem ICE hat eine skrupellose Tierhändlerin Pech mit ihren Mitreisenden gehabt. Zufällig saß im selben Zug aus Wien auch eine Amtstierärztin. Der Expertin fiel die Frau auf, die drei sehr kleine Hundewelpen dabeihatte, wie die Bundespolizei mitteilte. Als Beamte die 44-Jährige in Nürnberg kontrollierten, bestätigte sich der Verdacht der Tierärztin: “Die drei Welpen stammten aus Ungarn und sollten offenbar in Deutschland verkauft werden – viel zu früh, denn die Hunde sind erst zwischen acht und zehn Wochen alt und nicht geimpft”, hieß es.

Gegen die Hundebesitzerin wurde ein Bußgeldverfahren wegen des illegalen Welpentransportes eingeleitet. Die drei kleinen Hunde – zwei Magyar Vizsla und ein Mischling – kamen nach dem Vorfall vom Dienstag in das Nürnberger Tierheim. “Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut”, teilten die Tierschützer mit. In etwa vier Wochen – in einem Alter von dann drei Monaten – sollen sie geimpft und dann rasch vermittelt werden.

+++ 17.28 Uhr: Niederländischer Geheimdienst warnt vor heimkehrenden IS-Kindern +++

Der niederländische Geheimdienst ist besorgt über radikalisierte Kinder aus IS-Gebieten in Syrien oder dem Irak. Auch von den Kindern niederländischer IS-Kämpfer könne bei deren Heimkehr eine Gefahr ausgehen, warnte der Dienst in einem Bericht. Zur Zeit befinden sich den Angaben zufolge etwa 190 Niederländer mit etwa 80 Kindern im Gebiet der Terrormiliz IS. Da der IS nun in Syrien und dem Irak stärker unter Druck stehe, wollen nach Angaben des Geheimdienstes mehr niederländische Kämpfer zurückkehren. Das seien “erfahrene und trainierte Kämpfer”, wird gewarnt, die Anschläge verüben oder neue Rekruten anwerben könnten. 

+++ 16.48 Uhr: Polen will Zugang zu “Pille danach” einschränken +++

Die polnische Regierung will den Zugang zur “Pille danach” einschränken. Ein Regierungssprecher sagte im Nachrichtensender TVN24, Pillen zur Geburtenkontrolle gebe es “nur auf Rezept”, und es sollte “keine Ausnahme” geben. Die von der rechtskonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) geführte Regierung hatte am Dienstag, dem Valentinstag, einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. Das Parlament muss aber noch darüber befinden. Seit 2015 gibt es die “Pille danach” in Polen frei im Verkauf.

Die seit November 2015 amtierende Regierung hat bereits staatliche Mittel für In-Vitro-Fertilisation und andere Formen der künstlichen Befruchtung gestrichen. Im vergangenen Jahr versuchte sie, Schwangerschaftsabbrüche fast vollständig zu verbieten. Diese sollten künftig nur noch erlaubt sein, wenn das Leben der Schwangeren unmittelbar bedroht ist.

+++ 16.10 Uhr: Gefangenentransporter verunglückt auf Autobahn 9 +++

Auf der Autobahn 9 ist in Franken ein Gefangenentransporter der Polizei mit sechs Strafgefangenen an Bord verunglückt. Einer der Gefangenen erlitt dabei schwere Verletzungen, die fünf weiteren erlitten ebenso wie zwei als Begleiter eingesetzte Polizisten leichte Verletzungen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg mitteilte. Eine Fluchtgefahr der Männer im Alter von 22 bis 44 Jahren habe zu keiner Zeit bestanden.

Dem Polizeibericht zufolge war der Gefangenentransporter aus ungeklärter Ursache mit einem vorausfahrenden Lastwagen kollidiert. Es sei ein Sachschaden in Höhe von 15.000 Euro entstanden. Die Autobahn musste kurzzeitig in Fahrtrichtung München komplett gesperrt werden, weil ein Rettungshubschrauber den schwer verletzten Gefangenen ins Krankenhaus brachte.

+++ 16.04 Uhr: EU-Staaten haben große Schwierigkeiten mit Rückführung von Migranten +++

Die EU-Staaten haben massive Probleme damit, die Ausreise unerwünschter Migranten durchzusetzen. Von rund 305.000 Ausreiseentscheidungen wurden mehr als 40 Prozent im vergangenen Jahr nicht umgesetzt, wie aus einem Bericht der EU-Grenzschutzagentur Frontex hervorgeht.

+++ 15.57 Uhr: USA bekennen sich nach Trump-Kritik klar zur Nato +++

Angesichts der Sorgen der europäischen Verbündeten hat die neue US-Regierung ein klares Bekenntnis zur Nato abgelegt. Verteidigungsminister James Mattis sagte beim Treffen mit seinen Bündnis-Kollegen in Brüssel, die westliche Militärallianz bleibe “das grundlegende Fundament” für die Beziehungen der USA und der transatlantischen Gemeinschaft. Unterstützung für die US-Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben in Europa kam dort auch von Deutschland.

+++ 13.29 Uhr: Sechs LKA-Beamte wegen V-Mann-Affäre angeklagt +++

In der V-Mann-Affäre beim bayerischen Landeskriminalamt (LKA) hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Beamte erhoben. Den Ermittlern wird nach Angaben der Nürnberger Behörde Diebstahl in mittelbarer Täterschaft, Strafvereitelung im Amt, uneidliche Falschaussage und Betrug vorgeworfen – wobei nicht alle Beschuldigten wegen sämtlicher Delikte angeklagt sind.  Alle sechs Beamten wurden vom Dienst suspendiert.

Es geht bei den Ermittlungen um einen Spitzel des LKA bei der Rockerbande “Bandidos”. Dieser war im Jahr 2011 an einem Diebstahl von Minibaggern und weiteren Kleinbaumaschinen in Dänemark beteiligt gewesen. Einer der Kommissare war Kontaktmann des sogenannten V-Manns. Er und ein weiterer Beamter sollen die Straftat des Spitzels nicht nur gedeckt, sondern sogar in Auftrag gegeben haben.  

Die anderen vier Beamten sollen von der Beteiligung des Spitzels an dem Diebstahl gewusst haben. Indem sie unvollständige oder falsche Informationen an die Polizei weitergaben, verhinderten sie Ermittlungen in dem Fall. Dafür wurden laut einer Ermittlungsakte der Kripo Nürnberg auch mehrere Akten über den V-Mann-Einsatz gefälscht.

+++ 12.57 Uhr: Lufthansa und Pilotengewerkschaft einigen sich auf Lohnerhöung +++

Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Cockpit haben ihren Streit um die Vergütung beigelegt. Beide Seiten stimmten nach Angaben der Schlichtungsempfehlung des Schlichters Gunter Pleuger zu. Die 5400 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings sollen demnach rund 8,7 Prozent mehr Geld erhalten.  

+++ 12.55 Uhr: Zehn Tote bei Gefechten und 50 entführte Zivilisten in Afghanistan +++

Bei Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherheitskräften um ein Dorf im Nordwesten Afghanistans sind zehn Menschen getötet worden. Fünf seien Mitglieder einer Bürgerwehr, fünf seien Talibankämpfer, sagte ein Sprecher der Provinzpolizei.

Die Männer der Bürgerwehr hätten zwei Sicherheitsposten im Dorf Gorsad in der Provinz Fariab bemannt, als die Taliban angriffen. Das Dorf sei nun in den Händen der Taliban. Sicherheitskräfte versuchten, es zurückzuerobern.

In einer Nachbarprovinz, Dschausdschan, haben die Taliban nach Regierungsangaben 52 Zivilisten entführt, um Lösegeld zu erpressen. Der Sprecher des Gouverneurspalastes, Mohammed Resa Ghafuri, sagte, die Aufständischen in der Gegend seien knapp bei Kasse und versuchten so, ihre Mittel aufzubessern. Alle Opfer seien Bauern. Die Taliban hätten sie von ihrem Feldern entführt, als sie gerade die Frühjahrsaussaat vorbereiten wollten. Stammesälteste verhandelten nun um ihre Freilassung. Der Gouverneur habe bei der Regierung in Kabul um Truppen für eine Offensive gegen die Taliban gebeten.

+++ 12.19 Uhr: EU-Parlament gibt grünes Licht für Freihandelsabkommen Ceta +++

Das Europaparlament hat dem Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada zugestimmt. Für den heftig umstrittenen Vertrag stimmten 408 Abgeordnete, 254 votierten mit Nein und 33 enthielten sich. Damit können große Teile des Abkommens – vor allem Handelserleichterungen für beide Seiten – in Kürze vorläufig in Kraft treten.

+++ 11.55 Uhr: Bürger sollen Hundehaufen mit Fähnchen markieren +++

Hundehaufen in Goslar sollen künftig von Touristen und Einwohnern der Stadt mit bunten Fähnchen markiert werden. Die Fähnchen mit Aufschriften wie “Auf frischer Tat ertappt” oder “Wie der Haufen, so das Herrchen” können im Bürgerbüro abgeholt werden. Mit der Aktion sollen Hundebesitzer zum Beseitigen der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner bewegt werden, sagte Verwaltungssprecherin Vanessa Nöhr zu einem Bericht der “Goslarschen Zeitung”. In Goslar sind gut 3100 Hunde gemeldet. Die Stadt musste im vergangenen Jahr etwa eine Tonne Hundekot von den Straßen beseitigen und entsorgen.

+++ 11.53 Uhr: Ehepaar in Bayern tot gefunden – mutmaßlich Familiendrama +++

Nach dem Fund von zwei Leichen in der Nähe von Würzburg deuten die Indizien auf ein Familiendrama hin. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, handelt es sich bei den Toten um ein Ehepaar im Alter von 50 und 51 Jahren. Am Körper der 50-jährigen Ehefrau fanden Ermittler demnach “massive Verletzungen”, die “auf eine Gewalteinwirkung hindeuten”. Den 51-jährigen Ehemann fanden sie in einem an das Wohnhaus angrenzenden Schuppen, er hatte sich offensichtlich selbst getötet. Der Sohn der Eheleute hatte seine Eltern am Dienstagabend in dem Haus in Iphofen gefunden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun, wie es zu der Tat kommen konnte.

+++ 11.34 Uhr: Hundewelpe nach zehn Tagen aus 70 Meter tiefem Schacht gerettet +++

Einen Hundewelpen haben Helfer in Istanbul nach zehn Tagen aus einem 70 Meter tiefen Schacht gerettet. Mit einer selbst gebauten Apparatur gelang es dem Team, das Tier aus dem Loch mit einem Durchmesser von nur rund 30 Zentimetern zu ziehen. Zuvor hatte es zahlreiche gescheiterte Anläufe gegeben. Das Schicksal des Hundes – inzwischen auf den Namen “kuyu” (“Schacht”) getauft – hatte die Türken tagelang bewegt. Freiwillige Helfer versammelten sich im Stadtteil Beykoz, um das Rettungsteam aus Feuerwehr, Technikstudenten und Spezialisten der staatlichen Bergbaugesellschaft zu unterstützen. Auf Twitter teilten Nutzer unter dem Hashtag #direnkuyu (“Halte durch, Schacht”) ihre Anteilnahme.

Auch deutsche Tierschützer wurden auf den Fall aufmerksam. Der Tierrettungsdienst mit Sitz in Baden-Württemberg entwickelte nach eigenen Angaben zusammen mit einer deutschen Firma eine Kapsel, um diese per Flugzeug nach Istanbul zu schicken. Der Einsatz der Kapsel war jedoch nicht mehr nötig, “Schacht” war bereits gerettet. Die zuständige Tierärztin sagte dem Sender CNN Türk, der Welpe sei gesund und zwischen drei und vier Monate alt. Ein neues Zuhause hat er auch schon gefunden: Bei der Feuerwehr im Istanbuler Stadtteil Beykoz.

+++ 11.34 Uhr: Alkoholrazzia bei Polizei in Bochum +++

Bei der Polizei in Bochum hat es einem Medienbericht zufolge eine Alkoholrazzia gegeben. In den acht Polizeiwachen in Bochum, Witten und Herne habe es nach einem anonymen Hinweis stichprobenartige Suchen nach Alkohol gegeben, berichtete die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung”. Bochums Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier nannte das Ergebnis in der Zeitung “sehr enttäuschend”. Es seien trotz des strengen Alkoholverbots in Diensträumen mehrere Flaschen Bier und auch Schnaps gefunden worden.

Anlass für die Suche war dem Bericht zufolge ein anonymer Hinweis. Der Hinweisgeber, der sich selbst als Polizist bezeichnete, habe in einem Brief an die Polizeispitze geschrieben, Polizisten einer Bochumer Wache tränken nach Dienstschluss Alkohol und stiegen anschließend betrunken in ihre Autos. Die Polizeipräsidentin sagte dem Blatt, ihre Behörde nehme den Hinweis sehr ernst. Es solle verhindert werden, dass ein falscher Eindruck entstehe.

+++ 11.26 Uhr: Hasskriminalität steigt nach Brexit-Votum in Großbritannien drastisch an +++

 In Großbritannien ist es nach dem Brexit-Votum zu einem bislang beispiellosen Anstieg von Hasskriminalität gekommen. Das bestätigen Zahlen, die von der Nachrichtenagentur PA zusammengetragen wurden. Demnach registrierten drei Viertel der Polizeipräsidien in England und Wales nach dem Votum die höchste Zahl an Straftaten, die aus Hass begangenen wurden, in einem Quartal – seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2012. Dazu gezählt werden körperliche Übergriffe, Belästigung, Einschüchterung und Sachbeschädigung aus rassistisch motiviertem Hass oder aus Hass gegen religiöse Gruppen. Im Durchschnitt wuchs die Zahl der Hass-Straftaten in den drei Monaten nach dem Referendum im Vergleich zum vorangegangenen Quartal landesweit um 27 Prozent. Nur vier von insgesamt 44 Polizeipräsidien verzeichneten einen leichten Rückgang von Hasskriminalität.

Die britische Kommission für Gleichheit und Menschenrechte EHRC sieht einen Zusammenhang mit dem Ergebnis des Referendums. “Es ist eindeutig, dass eine kleine Minderheit der Bevölkerung, das Brexit-Votum ausgenutzt hat, um unentschuldbaren Rassismus und Vorurteile zu rechtfertigen”, sagte der EHRC-Vorsitzende David Isaac PA zufolge. Das Land müsse sich daher auf weitere Ausbrüche vorbereiten, wenn Premierministerin Theresa May im März den Austritt aus der EU offiziell verkünde.

+++ 11.12 Uhr: Gauland und Poggenburg attackieren Petry +++

Berlin Hoch 3 AfD_14.45AfD-Vizechef Alexander Gauland hat Parteichefin Frauke Petry wegen des Falls Höcke erneut scharf kritisiert. Petry wolle den Thüringer Partei- und Fraktionschef Björn Höcke loswerden, weil sie um die Koalitionsfähigkeit der AfD fürchte, sagte Gauland der “Zeit”. “Sie will die Partei an die CDU andocken.” Er selbst wolle diese Nähe zur CDU nicht. Gaulands Kollege im Parteivorstand der AfD, André Poggenburg, sagte dem Blatt, Petry werde “geschädigt aus diesem Konflikt hervorgehen”. “Wer unliebsame Positionen nicht aushält, hat wahrscheinlich selbst Probleme mit seinem Demokratieverständnis”, erklärte Poggenburg.

Der Bundesvorstand der AfD hatte am Montag mit Zweidrittelmehrheit ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke beschlossen. Hintergrund ist dessen Dresdner Rede, in der er mit Bezug auf das Holocaustmahnmal in Berlin von einem “Denkmal der Schande” gesprochen hatte. Zudem sprach er von einer “dämlichen Bewältigungspolitik” und forderte eine “erinnerungspolitische Wende um 180 Grad”.

+++ 10.49 Uhr: Palästinenser pochen auf Zwei-Staaten-Lösung +++

Die Palästinenserführung hält trotz eines Kurswechsels der US-Regierung weiter an einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt fest. “Diese Art von Gerede wird die Region nur weiter in Aufruhr versetzen und zu Unruhen führen, weil sie die Möglichkeit, einen palästinensischen Staat zu schaffen, ausschließt”, sagte ein führendes Mitglied der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Die Zwei-Staaten-Lösung mit einem Staat Palästina neben Israel könne zu Stabilität und Sicherheit in der Region führen.

US-Medien hatten zuvor einen hochrangigen US-Regierungsmitarbeiter zitiert, wonach Israel und die Palästinenser sich selbst auf eine Lösung einigen sollten. Es sei nicht an den USA, den Parteien die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung aufzuzwingen. Nach Beginn des Oslo-Friedensprozesses hatten bisher alle US-Regierungen am Konzept von zwei Staaten festgehalten. Auch die internationale Gemeinschaft unterstützt fast unisono dieses Prinzip.

+++ 10.40 Uhr: Bundesregierung beschließt Ost-West-Angleichung der Rente +++

Die Renten in Ost- und Westdeutschland sollen bis zum 1. Januar 2025 vollständig angeglichen werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) vor, den das Bundeskabinett in Berlin beschlossen hat. Die Anhebung auf das Westniveau soll 2018 beginnen und in sieben Schritten vollzogen werden. Im Gegenzug soll die höhere Bewertung der Löhne für die Rentenberechnung im Osten ebenfalls in sieben Schritten gesenkt werden. Die Kosten sollen aus Beitrags- und Steuermitteln finanziert werden. Zudem hat das Bundeskabinett einen weiteren Gesetzentwurf von Nahles beschlossen, nach dem Erwerbsminderungsrenten für künftige Betroffene steigen sollen. Nun beginnt das parlamentarische Verfahren für die Pläne.

+++ 10.16 Uhr: Hambüchen holte Gold mit gerissener Sehne +++

Nach einer Schock-Diagnose bei einer medizinischen Untersuchung muss Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen an der rechten Schulter operiert werden. Das bestätigte sein Management der Deutschen Presse-Agentur. Der Eingriff werde am 6. März erfolgen. Bei der gründlichen Untersuchung der ständig verletzten Schulter im bayerischen Hausham war Anfang des Monats herausgekommen, dass Hambüchen seinen Erfolg in Rio de Janeiro mit einer abgerissenen Sehne erkämpft hat. Die Diagnose bestätigte nun sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen.

+++ 9.53 Uhr: Guns N’Roses verwechseln Melbourne und Sydney +++

Die Rocker von Guns N’Roses haben sich in der australischen Metropole Melbourne eine Peinlichkeit geleistet. Nicht nur, dass sie die mehr als 70.000 Zuschauer über eine Stunde warten ließen: Als die Band endlich auf die Bühne kam, rief ein Ansager der Menge ein lautes “Sydney” entgegen. Die beiden australischen Großstädte sind sich seit jeher in Konkurrenz verbunden. Der Patzer hatte Buh-Rufe zur Folge. Die Band entschuldigte sich sofort via Twitter und Facebook. “Melbourne!”, hieß es darin. “Nach 30 Jahren hat McBob einen Fehler gemacht. Das tut uns echt leid.” Der Rest des Konzerts ging dann ohne Zwischenfälle über die Bühne.

+++ 9.40 Uhr: Bundesanwaltschaft bestätigt Razzien bei Imamen +++

Wegen Spitzelvorwürfen lässt die Bundesanwaltschaft im Zuge ihrer Ermittlungen gegen den türkisch-islamischen Moscheeverband Ditib seit dem Morgen die Wohnungen von vier islamischen Geistlichen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsuchen. Das teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Dabei gehe es um den Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit. Die Beschuldigten sollen den Angaben zufolge Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung gesammelt und an das türkische Generalkonsulat in Köln berichtet haben. Bei den Razzien, über die zuerst “Spiegel Online” berichtet hatte, gehe es darum, dafür weitere Beweise zu finden.

Ditib hatte unlängst bestätigt, dass Imame des Verbands Informationen über Anhänger des Predigers Fethullah Gülen, den die türkische Regierung für den Putschversuch 2016 verantwortlich macht, nach Ankara geschickt hatten. Der Verband selbst sprach allerdings von einem Versehen. Die Bundesanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit ein. Ditib werden rund 900 Moscheegemeinden in Deutschland zugerechnet, die vorwiegend von Muslimen mit türkischen Wurzeln besucht werden. Der Verband ist eng mit der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet verwoben, die der Regierung in Ankara untersteht.

+++ 9.36 Uhr: Tuifly muss Reisenden wegen Flugchaos im Herbst Entschädigung zahlen +++

Nach dem Chaos um ausgefallene und verspätete Flüge im vergangenen Herbst muss die Airline Tuifly zwei Klägern Entschädigungen zahlen. Das entschied das Amtsgericht Hannover. Ein Rentnerehepaar aus Bergisch Gladbach hat Anspruch auf 800 Euro Entschädigung, weil es fast vier Stunden später als geplant auf Kos landete. Eine fünfköpfige Familie aus Celle bekommt statt der geforderten 4000 Euro von Tuifly nun 2000 Euro, weil ihre Reise ganz abgesagt wurde. Bisher wollte Tuifly die Urlauber nicht auf Basis der EU-Fluggastrechteverordnung entschädigen, weil es die massenhaften Krankmeldungen von Crews im Herbst als wilden Streik wertete.

+++ 9.05 Uhr: Bericht über Razzien bei Ditib-Geistlichen wegen Spionageverdachts +++

Polizisten haben einem Medienbericht zufolge am Morgen die Wohnungen von vier Geistlichen des türkisch-islamischen Moscheeverbands Ditib durchsucht. Ermittelt werde im Auftrag der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wegen des Verdachts der Spionage, berichtete “Spiegel Online”. Beteiligt waren demnach Beamte des Bundeskriminalamts sowie der Landeskriminalämter von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Ditib hatte unlängst bestätigt, dass Imame des Verbands Informationen über Anhänger des in der Türkei als Staatsfeind gesuchten Predigers Fethullah Gülen nach Ankara geschickt hatten. Der Verband sprach von einem Versehen. Die Bundesanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. Ditib werden rund 900 Moscheegemeinden in Deutschland zugerechnet, die vorwiegend von Muslimen mit türkischen Wurzeln besucht werden. Der Verband ist eng mit der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet verwoben, die der Regierung in Ankara untersteht.

+++ 8.42 Uhr: Facebook will Videos leichter auf TV-Bildschirme bringen +++

Facebook will sich auch auf Fernsehbildschirmen einen festen Platz sichern. Das Unternehmen kündigte Apps an, mit denen auf Facebook gepostete Videos auf einigen Fernsehgeräten angeschaut werden können. Sie sollen “bald” für Apple TV, Amazons Fire TV und Samsungs Smart TV zur Verfügung gestellt werden, danach voraussichtlich auch für andere Plattformen. Im vergangenen Jahr habe Facebook bereits das Streamen von Videos aus dem Netzwerk auf Fernseher ermöglicht; dies werde mit den Apps nun einfacher, schrieben die Facebook-Manager Dana Sittler und Alex Li in einem Blogeintrag. “Mit der App könnt ihr Videos schauen, die von Freunden geteilt oder von Seiten bereitgestellt wurden, denen ihr folgt.” Die Apps sind vermutlich ein Teil der laut Berichten geplanten Video-Offensive von Facebook. Mit dieser will das soziale Netzwerk offenbar Googles Videoplattform YouTube und Streamingdienste wie Netflix angreifen.

+++ 8.25 Uhr: Buschfeuer vertreibt Tausende Neuseeländer +++

Ein Buschfeuer hat in Neuseeland Tausende Menschen aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben. Die Behörden der Stadt Christchurch und des benachbarten Selwyn District riefen den Notstand aus. “Wir müssen alle möglichen Ressourcen zusammenziehen können”, sagte die Bürgermeisterin von Christchurch, Lianne Dalziel. Lokalen Medienberichten zufolge sind seit dem Ausbruch des Feuers am Montag bereits mehr als 700 Hektar Buschland sowie mehrere Gebäude abgebrannt. Bei Rettungsarbeiten am Dienstag war zudem ein Hubschrauber abgestürzt und ein Pilot ums Leben gekommen. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums sollen nun auch die Streitkräfte bei den Löscharbeiten helfen.

+++ 7.53 Uhr: Polizei findet zwei Leichen in Haus in Bayern +++

Polizisten haben zwei Leichen in einem Haus in Unterfranken gefunden. Die Polizei war am Dienstagabend zu dem Anwesen in Iphofen gerufen worden, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Würzburg jetzt mitteilte. Dort entdeckten die Beamten die beiden Toten. Die Hintergründe sind noch unklar. Auch über die Identität der Toten wurden keine Angaben gemacht.

+++ 7.50 Uhr: Trump erwartet Krim-Rückgabe +++

US-Präsident Donald Trump fordert nach Angaben seines Sprechers, dass Russland die Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgibt. “Präsident Trump hat sehr deutlich gemacht, dass er von der russischen Regierung erwartet, dass sie die Gewalt in der Ukraine deeskaliert und die Krim zurückgibt”, sagte Sean Spicer vor Journalisten.

Russland hatte sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim im Jahr 2014 einverleibt. Als Reaktion hatten die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama und die Europäische Union gegen Russland Sanktionen erlassen. Trump stellte im Wahlkampf in Aussicht, die Krim-Annexion anzuerkennen.

+++ 7.04 Uhr: Deutsches Paar bei Verkehrsunfall in Thailand getötet +++

Bei einem Verkehrsunfall in Thailand ist ein deutsches Paar ums Leben gekommen. Die 64 Jahre alte Frau und ihr 74-jähriger Ehemann wurden in dem Urlauberort Cha Am mit ihrem Motorrad von einem Auto erfasst, wie die Polizei mitteilte. Sie waren auf der Stelle tot. Das Paar lebte nach den Angaben zufolge bereits seit längerer Zeit in Cha Am, einer Stadt am Golf von Thailand, etwa 170 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bangkok. Der Fahrer des Autos und seine Begleiterin blieben unverletzt. Der Unfall ereignete sich am Dienstag.

+++ 7.00 Uhr: Umfragehoch von Schulz und SPD hält an +++

Klapper Wahltrend 7 hSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kann im Wahltrend von stern und RTL seinen Höhenflug bestätigen. Nach der großen Aufholjagd der SPD, die innerhalb von zwei Wochen um zehn Prozentpunkte zulegen konnte, hatten nun viele mit einem Ende der Euphorie und mit einem Absturz gerechnet. Im Wahltrend etabliert sich die SPD jedoch bei 31 Prozent. Mit unverändert 34 Prozent liegt die Union drei Punkte vor der SPD. Die Linke bleibt bei 8 Prozent, während Grüne und AfD im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt verlieren. Damit kommen die Grünen nur noch auf 7 Prozent – einen so niedrigen Wert hatten sie zuletzt im November 2008. Und die AfD fällt mit 9 Prozent wieder unter die 10-Prozent-Marke. Die FDP verharrt bei 5 Prozent.

Auch bei der Kanzlerpräferenz kann Schulz seine Werte bestätigen. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich wie in der Vorwoche 37 Prozent der Wahlberechtigten für Schulz entscheiden. Angela Merkel, die in der Vorwoche mit Schulz noch gleichauf gelegen hatte, gewinnt wieder einen Punkt hinzu und kommt aktuell auf 38 Prozent.

+++ 6.14 Uhr: Indien bringt Rekordzahl von 104 Satelliten auf einmal in Umlaufbahn +++

Indien hat 104 Satelliten auf einmal in die Erdumlaufbahn gebracht und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Den bisherigen Rekord hatte laut Medienberichten Russland mit 37 Satelliten seit 2014 innegehabt. Eine Rakete mit drei indischen Satelliten und 101 größtenteils US-amerikanischen kleineren Nano-Satelliten war vom Raumhafen auf der Insel Sriharikota an Indiens Südostküste gestartet, wie die indische Weltraumbehörde ISRO auf Twitter mitteilte. Kurze Zeit später platzierte sie demnach alle 104 Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn. Das sei ein stolzer Moment für Indien, twitterte Premierminister Narendra Modi.

+++ 5.16 Uhr: Trumps Wahlkampfteam soll mit russischen Geheimdiensten Kontakt gehabt haben +++

Führende Mitarbeiter des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump hatten einem Bericht der “New York Times” zufolge Kontakte zu ranghohen russischen Geheimdienstmitarbeitern. Wie die Zeitung unter Berufung auf “vier derzeitige und frühere amerikanische Behördenvertreter” berichtete, belegen abgefangene Telefonate und Mitschnitte von Telefongesprächen, dass Mitarbeiter aus Trumps Kampagnenteam im Wahlkampfjahr wiederholt mit russischen Geheimdienstlern in Kontakt getreten seien. Zweck und Inhalte der Gespräche wurden nicht bekannt. Namentlich wurde nur Trump-Mitarbeiter Paul Manafort genannt.

Die Anrufe seien von US-Justizbehörden und US-Geheimdiensten abgefangen worden. Besonders brisant daran ist laut “New York Times”, dass sie “in etwa zu derselben Zeit” stattgefunden hätten, als die Ermittlungsbehörden und Aufklärungsdienste zunehmend Hinweise darauf erhalten hätten, dass Russland versuche, durch Cyberangriffe auf die US-Demokraten die Präsidentschaftswahl zu stören.

+++ 3.28 Uhr: Mann mit Elektromobil stürzt in den Main +++

Ein Mann ist mit seinem Elektromobil in Frankfurt in den Main gestürzt. Herbeieilende Passanten retteten ihn am Dienstag aus dem Wasser, wie die Feuerwehr jetzt mitteilte. Der Mann wurde vor Ort ärztlich versorgt und kam dann in ein Krankenhaus. Das Elektromobil wurde mithilfe eines Krans aus dem Main gefischt. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

+++ 3.16 Uhr: Seoul bestätigt Mord an Halbbruder von Kim Jong Un +++

Die südkoreanische Regierung hat Medienberichte bestätigt, wonach der Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un in Malaysia ermordet wurde. “Unsere Regierung ist sich sicher, dass der ermordete Mann Kim Jong Nam ist”, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministerium in Seoul. Südkoreanische Medien hatten am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul berichtet, dass der 45-jährige Kim Jong Nam am Montag am Flughafen von Kuala Lumpur einem Giftattentat zum Opfer gefallen sei. Demnach wurde Kim von zwei nordkoreanischen Agentinnen mit präparierten Nadeln vergiftet. Damit ist Kim Jong Nam der ranghöchste Todesfall unter Kim Jong Uns Herrschaft seit der Hinrichtung seines Onkels Jang Song Thaek wegen angeblichen Verrats im Dezember 2013. Südkoreas amtierender Präsident Hwang Kyo Ahn hatte kurz vor der Bestätigung der Identität Kim Jong Nams gesagt, sollte sich der Mord-Vorwurf erhärten, wäre dies “ein Beispiel für die Brutalität und die unmenschliche Natur des nordkoreanischen Regimes”. 

+++ 2.26 Uhr: USA bestehen nicht länger auf Zwei-Staaten-Lösung in Nahost +++

Die US-Regierung besteht nach Angaben eines ranghohen Vertreters des Weißen Hauses nicht mehr auf einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt. Das Weiße Haus werde die Bedingungen für einen möglichen Friedensschluss zwischen Israel und den Palästinensern nicht länger vorgeben, sagte der Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. Heute kommt der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu seinem ersten Treffen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus zusammen.

+++ 1.43 Uhr: Vorläufig Entwarnung für Einwohner an größtem US-Staudamm +++

In den von einer Überschwemmung bedrohten Gebieten am Oroville-Staudamm im Norden des US-Bundesstaats Kalifornien hat sich die Lage etwas entspannt. Die Polizei hob die Evakuierungsanordnung für rund 188.000 Einwohner der Region unterhalb des Damms auf. Die Menschen durften bis auf Weiteres in ihre Häuser zurückkehren. Sie wurden aber gewarnt, dass notfalls wieder evakuiert werden müsse, falls sich die Lage erneut verschlechtere. Die vorläufige Entwarnung wurde damit begründet, dass der Wasserpegel in dem zuvor nach heftigen Regenfällen gefährlich hoch gefüllten Staudamm gefallen sei.

Sorge bereitete den Behörden vor allem ein beschädigter Überlaufkanal. Nach wochenlangen schweren Regenfällen war das Reservoir des 235 Meter hohen Staudamms etwa 120 Kilometer nördlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento randvoll. Der Damm selbst droht nach Behördenangaben nicht zu brechen. Sollte jedoch der marode Entlastungskanal brechen, drohten nach Angaben der Behörden Überschwemmungen in der Region. 

+++ 1.04 Uhr: Perus Ex-Präsident Toledo untergetaucht +++

Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist untergetaucht. Sein Anwalt Heriberto Benítez weigerte sich, den Aufenthaltsort des 70-Jährigen preiszugeben. “Ich kann es nicht sagen”, betonte der Anwalt in Lima. “Das ist Teil meiner Verteidigungsstrategie.” Vergangene Woche war eine 18-monatige Untersuchungshaft gegen Toledo verhängt worden. Er war zuletzt in den USA gesichtet worden und wollte nach Israel, die israelische Regierung sagte aber, er könne erst nach Klärung der Vorwürfe einreisen.

Toledo wird vorgeworfen, Bestechungsgelder in Höhe von 20 Millionen US-Dollar vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht für den Bau der Interoceánica in Peru angenommen zu haben – die Straße verbindet Atlantik und Pazifik über Tausende Kilometer in Südamerika. Odebrecht “refinanzierte” die Kosten offensichtlich dadurch, dass Bauprojekte am Ende viel teurer waren – so kostete der Ausbau der Interoceánica in Peru am Ende statt der geplanten 850 Millionen US-Dollar 2,1 Milliarden. 

+++ 0.49 Uhr: FBI vernahm Flynn angeblich schon kurz nach Trumps Amtsantritt +++

Flynn Rücktritt 6.27In der Affäre um seine Moskau-Kontakte hat die US-Bundespolizei FBI laut einem Medienbericht bereits frühzeitig den inzwischen zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, vernommen. Das berichtete die Zeitung “New York Times”. Über den Inhalt der Vernehmung, die schon in den ersten Tagen nach Trumps Amtsantritt am 20. Januar stattgefunden habe, wurde demnach nichts bekannt.

Wie die Zeitung weiter berichtete, seien die FBI-Beamten mit dem Eindruck aus dem Gespräch gegangen, dass Flynn nicht ganz offen gewesen sei. Bereits am 26. Januar und damit kurz nach der Vernehmung Flynns habe die damalige kommissarische Justizministerin Sally Yates das Weiße Haus gewarnt, dass Trumps Sicherheitsberater angesichts der Diskrepanzen zwischen seinen öffentlichen Äußerungen und den Tatsachen durch Russland erpressbar sein könnte, schreibt die Zeitung. Flynn war wegen Falschbehauptungen über Telefonate mit dem russischen Botschafter zurückgetreten.

+++ 0.21 Uhr: Toter und vier Schwerverletzte bei Brand in Klinik +++

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im bayerischen Lindenberg im Landkreis Lindau ist ein Mensch ums Leben gekommen, mindestens zehn weitere wurden verletzt. Vier von ihnen erlitten schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer war am Dienstagabend in einem Patientenzimmer im dritten Stock ausgebrochen. Ein Teil des Krankenhauses musste laut Polizei zwischenzeitlich evakuiert werden. 110 Feuerwehrleute waren mit den Löscharbeiten beschäftigt, die Flammen breiteten sich nicht aus. Wie es zu dem Feuer kam, ist unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 0.05 Uhr: Russland soll vertragswidrig neue Raketen stationiert haben +++

Russland soll nach einem Bericht von CNN neue Raketensysteme stationiert und damit den russisch-amerikanischen INF-Vertrag gebrochen haben. Der US-Sender beruft sich dabei auf Quellen in der US-Regierung. Auch die “New York Times” hatte darüber berichtet. “Die russische Föderation verletzt weiterhin ihre Pflichten aus dem INF-Vertrag”, heißt es in einem Statement des US-Außenministeriums, das CNN vorliegt. Demnach sei Russland der Besitz, das Produzieren und das Testen von Boden-Luft-Lenkraketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verboten. Der 1988 in Kraft getreten INF-Vertrag regelt die Vernichtung aller nuklear bestückbaren Mittelstreckensysteme.

CNN berichtete über weitere Provokationen von russischer Seite. Unter anderem soll ein Kriegsschiff vor der Atlantikküste des US-Bundesstaates Delaware aufgetaucht sein. Einen Zwischenfall mit einem US-Kriegsschiff und russischen Kampfflugzeugen im Schwarzen Meer dementierte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

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