News des Tages: Frauke Petry trifft mit EU-Sanktionen belegten Putin-Vertrauten in Moskau

Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 21.57 Uhr: Trump ernennt Generalleutnant McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater +++

US-Präsident Donald Trump hat den Generalleutnant H.R. McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. Trump sagte vor Journalisten in seiner Residenz in Florida, McMaster habe ein “enormes Talent und enorme Erfahrung”. McMaster ist ein Spezialist der Widerstandsbekämpfung und war unter anderem im Irak tätig.

Der 54-jährige Generalleutnant folgt auf Michael Flynn, der in der vergangenen Woche zurückgetreten war. Grund für den Rückzug waren Gespräche mit dem russischen Botschafter in Washington, die er geführt hatte, als er noch nicht als Nationaler Sicherheitsberater im Amt war. Später machte er zu diesen Gesprächen falsche Angaben, unter anderem gegenüber dem jetzigen Vize-Präsidenten Mike Pence.

+++ 20.38 Uhr: AfD-Frau Petry reist mit Delegation nach Moskau +++

Eine AfD-Delegation hat politische Gespräche in Moskau geführt und dabei auch einen engen Vertrauten von Staatschef Wladimir Putin getroffen, der wegen des Ukraine-Konflikts mit EU-Sanktionen belegt wurde. “Eine Delegation der AfD hat auf Einladung der Bezirksregierung Moskau Gespräche zur Kooperation mit den Landtagen der Bundesländer geführt”, teilte Parteichefin Frauke Petry in einer Erklärung mit. In einer Mitteilung der Duma heißt es, die Delegation sei von Petry selbst angeführt worden. Die AfD teilte nicht mit, wer genau bei dem Treffen war.

Laut AfD sei es am Rande auch zu einem Treffen mit Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin als Vertreter der Regierungspartei Einiges Russland, dessen Stellvertreter und weiteren Duma-Abgeordneten gekommen, hieß es in der Mitteilung weiter. Wolodin gilt als langjähriger Vertrauter des russischen Staatschefs Putin. Wolodin übernahm den Posten als Duma-Präsident, nachdem er im vergangenen September der Regierungspartei Einiges Russland zu einem hohen Sieg bei der Parlamentswahl verholfen hatte.

Wolodin beteiligte sich maßgeblich an Putins Wahlkampf für die dritte Amtszeit als Präsident und gilt als Drahtzieher der anti-westlichen Wendung in der russischen Politik der vergangenen Jahre. Er wurde 2014 noch als stellvertretender Leiter des russischen Präsidialamtes von EU-Strafmaßnahmen wie Konten- und Visasperren belegt, die von der Europäischen Union im Zuge der Ukraine-Krise verhängt wurden. 

+++ 18.31 Uhr: Russlands UN-Botschafter Tschurkin überraschend gestorben +++

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin ist tot. Der Diplomat starb am Montag überraschend an seinem Arbeitsplatz in New York, wie das Außenministerium in Moskau mitteilte. Angaben zur Todesursache machte das Ministerium zunächst nicht. Tschurkin wurde 64 Jahre alt.

Tschurkin hatte Russland seit 2006 bei den Vereinten Nationen und im UN-Sicherheitsrat vertreten, wo das Land einen ständigen Sitz hat. Er brachte bereits eine langjährige Erfahrung im diplomatischen Dienst mit. Tschurkin arbeitete unter anderem im Außenministerium in Moskau, war Gesandter in Ex-Jugoslawien, Botschafter in Belgien und beim Kooperationsrat zwischen Russland und der Nato sowie Botschafter in Kanada.

+++ 17.31 Uhr: Betrunkener erfindet Massenschlägerei für Heimfahrt im Streifenwagen +++

Ein Betrunkener hat in Werdohl in Nordrhein-Westfalen eine Massenschlägerei erfunden, damit ihn die Polizei nach Hause fährt. Als in der Nacht zum Montag mehrere Streifenwagen am angeblichen Tatort in der Nähe von Lüdenscheid ankamen, trafen sie nur den alkoholisierten Mann an, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten sich weigerten, ihn nach Hause zu fahren, wurde der 26-Jährige aggressiv. Daraufhin nahmen die Polizisten ihn dann doch mit in ihrem Auto – allerdings fuhren sie ihn nicht nach Hause, sondern auf das Revier. Dort verbrachte er die Nacht in Gewahrsam.

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+++ 17.24 Uhr: Mann geht mit Axt und Machete auf Nachbarn los +++

Mit einer Axt und einer Machete bewaffnet hat ein 58-Jähriger in Laußig (Sachsen) seinen Nachbarn attackiert. Die Hintergründe sind laut Polizei noch unklar. Der Mann hatte am Sonntag bei seinem 51 Jahre alten Nachbarn geklingelt, wie die Polizei heute mitteilte. Dieser versuchte sofort die Tür wieder zu schließen, als er die Gefahr erkannte. Daraufhin schlug der Angreifer mehrfach mit der Axt zu und verletzte sein Opfer an der Hand. Anschließend floh der 58-Jährige.

Die zu Hilfe gerufene Polizei konnte den Mann auf seinem Grundstück stellen, wo er sich widerstandslos festnehmen ließ. Der Verletzte musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen insbesondere auch zum Motiv des Angriffs dauern an.

+++ 17.22 Uhr: Maas ermahnt Türkei zur Wahrung der Pressefreiheit +++

Bundesjustizminister Heiko Maas hat die Türkei angesichts der Festnahme eines deutschen Journalisten zur Wahrung der Meinungs- und Pressefreiheit ermahnt. “Wer bei uns die Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt, muss auch selbst Rechtsstaat und Pressefreiheit gewährleisten”, sagte der SPD-Politiker der “Tageszeitung” in Anspielung auf den Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim am Samstag in Oberhausen. Yildirim hatte dort vor Tausenden Zuhörern für die umstrittene Verfassungsreform geworben, die dem Präsidenten mehr Macht geben soll. Auch Präsident Recep Tayyip Erdogan selbst plant vor dem Referendum über die Reform am 16. April solche Auftritte im europäischen Ausland.

Der “Welt”-Journalist Deniz Yücel war vergangenen Dienstag in der Türkei in Polizeigewahrsam genommen worden. Seinen Anwälten wurde gesagt, dass gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt werde. “Herr Yücel kann sich darauf verlassen, dass deutsche Stellen alles tun werden, um ihn konkret zu unterstützen”, sagte Maas. “Jede Unterdrückung von kritischer Berichterstattung ist mit unserem Verständnis von Pressefreiheit nicht vereinbar.”

+++ 17.03 Uhr: 16 Städte sagen aus Angst vor Gewalt Karneval in Brasilien ab +++

Aus Angst vor einer Gewalteskalation haben 16 Städte im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo die Karnevalsfeiern abgesagt. Grund sei die Krise der öffentlichen Sicherheit, berichtete das Portal “O Globo”. Während eines Streits um Gehaltserhöhungen war es in dem Bundesstaat zuletzt zu einem Streik der Polizei gekommen. Während des Ausstandes wurden mehr als 130 Menschen ermordet, es kam zu Plünderungen, Schulen blieben geschlossen. Auch im Polizeiapparat in Rio de Janeiro gärt es, dorthin wurden 9000 Soldaten geschickt.

Die Bundesstaaten sind nach einer Rezession in großer finanzieller Not und unter Spardruck. In Rio gibt es dieses Jahr mit 450 Karnevalsumzügen rund 50 weniger als noch im Vorjahr. Die fragile Lage hatte letzte Woche sogar den Chef der brasilianischen Streitkräfte auf den Plan gerufen. “Vom ethischen und moralischen Standpunkt her sind wir ein Land ohne ein Minimum an sozialer Disziplin”, sagte General Eduardo Dias da Costa Villas Bôas. Rio erwartet trotzdem zu den offiziell am Freitag startenden Feierlichkeiten rund eine Million Touristen.

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+++ 16.43 Uhr: Türkische Justiz entlässt 227 weitere Richter und Staatsanwälte +++

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach dem Putschversuch in der Türkei sind 227 weitere Richter und Staatsanwälte entlassen worden. Ihnen werden Verbindungen zum in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die türkische Führung macht Gülen für den gescheiterten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich. Nach Angaben von Anadolu beträgt die Zahl der vom Dienst entlassenen Richter und Staatsanwälte damit 3886.

Seit dem Putschversuch geht Ankara gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger sowie die Opposition vor. Nach Regierungsangaben sitzen derzeit 43.000 Menschen wegen angeblicher Verbindungen zu Gülen in Untersuchungshaft, fast 100.000 Staatsbedienstete wurden entlassen. Gülen war bis zum Bruch 2013 ein enger Verbündeter vom ehemaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Inzwischen sind sie Erzfeinde. Die Türkei fordert von den USA die Auslieferung Gülens.

+++ 16.41 Uhr: Schlafwandlerin erhält verlorene Handtasche nach drei Jahren zurück +++

Verschmutzt, aber noch alles drin: Nach drei Jahren ist in Hessen eine Handtasche, die ihrer Besitzerin beim Schlafwandeln abhanden gekommen war, wieder aufgetaucht. Die Dortmunderin habe im Februar 2014 in einem Hotel in Zwingenberg an der Bergstraße übernachtet, teilte die Polizei mit. Die 38-Jährige sei im Schlaf samt Tasche unterwegs gewesen, habe sie am Morgen aber nicht mehr finden können und als verloren gemeldet. Nun habe ein Mann die Handtasche in einem Gebüsch abseits üblicher Spazierwege entdeckt – mit Portemonnaie, Handy, Digitalkamera und Schlüssel. Er habe den Fund am Freitag bei der Polizei abgegeben.

+++ 16.01 Uhr: Staatsanwalt verlängert Polizeigewahrsam für “Welt”-Journalisten Yücel +++

Der Polizeigewahrsam für den in der Türkei festgenommenen “Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel wird nach Angaben seiner Zeitung verlängert. “Am Montag teilte die Polizei Yücels Rechtsanwälten mit, dass der Staatsanwalt die Verlängerung des Gewahrsams um weitere sieben Tage verfügt hat”, meldete die “Welt”. Der Journalist – der sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt – hatte sich am vergangenen Dienstag bei der Polizei gemeldet, weil nach ihm gefahndet wurde. Er war dann unter Terrorverdacht in Polizeigewahrsam genommen worden.

+++ 15.39 Uhr: Sechs Jahre Haft für tödliche Teufelsaustreibung in Frankfurt +++

Teufelsaustreibung Exorzismus UrteilWegen einer angeblichen Teufelsaustreibung mit tödlichem Ausgang an einer 41-jährigen Südkoreanerin hat das Landgericht Frankfurt am Main die Hauptangeklagte zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der 16-jährige Sohn des Opfers und vier weitere Angehörige kamen mit Bewährungsstrafen zwischen anderthalb und zwei Jahren davon. Den qualvoll langsamen Tod der Frau in einem Frankfurter Hotel wertete das Gericht laut dem Urteil als Körperverletzung mit Todesfolge.

Die Tat ereignete sich am 5. Dezember 2015 im Zimmer 433 eines großen Frankfurter Hotels: Als die 41-Jährige mitten in der Nacht begann, Selbstgespräche zu führen und um sich zu schlagen, entschieden sich ihre fünf Angehörigen zu einer Teufelsaustreibung. Dabei sollen sie die Frau auf den Boden gedrückt, sie geschlagen und getreten und ihr ein Handtuch sowie einen mit Stoff bezogenen Kleiderbügel in den Mund geschoben haben – woran die Frau erstickte.

+++ 15.16 Uhr: Mann rettet seine Familie aus brennenden Wohnhaus +++

Seine eigene Familie hat ein Mann beim Brand eines Wohnhauses vor dem möglichen Flammentod gerettet. Der 49-Jährige brachte seine beiden elf Monate und drei Jahre alten Enkel sowie deren Mutter in Sicherheit, wie die Polizei in Mayen mitteilte. Der Mann war schon vor den Flammen geflüchtet, als er feststellte, dass noch Angehörige in dem brennenden Haus waren.

Todesmutig tastete er sich laut Mitteilung durch den dichten Rauch bis ins erste Obergeschoss, wo er die Kinder mit ihrer Mutter fand. Sie hatten sich in einem Badezimmer verbarrikadiert. Gemeinsam kletterten sie über ein angrenzendes Dach ins Freie. Insgesamt erlitten bei dem Brand in Bad Neuenahr-Ahrweiler sieben Menschen leichte Verletzungen. Wie das Feuer im Keller entstand, war zunächst unklar. Es entstand ein Schaden von mindestens 100.000 Euro.

+++ 15.10 Uhr: Ankläger fordert lebenslange Haft wegen tödlichen Autorennens +++

Im Mordprozess gegen zwei mutmaßliche Raser, die sich ein illegales Autorennen in der Berliner City geliefert und den Tod eines unbeteiligten Jeep-Fahrers verursacht haben sollen, hat die Anklage auf lebenslange Freiheitsstrafen plädiert. Die 25- und 27-Jährigen hätten sich ein “Stechen” geliefert und dabei tödliche Folgen billigend in Kauf genommen, sagte der Staatsanwalt vor dem Berliner Landgericht. Sie seien des gemeinschaftlichen Mordes schuldig. Mit Tempo 160 soll der 27-Jährige im Februar 2016 in der Tauentzienstraße – einer Haupteinkaufsstraße mit dem Luxuskaufhaus KaDeWe – einen Geländewagen gerammt haben. Das Fahrzeug wurde 70 Meter weit geschleudert. Der 69-jährige Fahrer starb in seinem Auto.

+++ 14.51 Uhr: Mord wegen 4000 Euro – Sohn zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Er überfiel seinen Vater und erbeutete knapp 4000 Euro – für diesen Raubmord in Berlin ist der 23-jährige Sohn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte habe seinen Vater heimtückisch und aus Habgier ermordet, begründete das Landgericht sein Urteil. Er habe den 61-Jährigen gewürgt und dann mit Messerstichen getötet. Ein mitangeklagter Freund des Sohnes erhielt wegen Raubes mit Todesfolge zwölf Jahren Haft. Die Gewalt des Sohnes sei dem 22-jährigen Mitangeklagten nicht anzulasten, so der Vorsitzende Richter. Der Freund sei davon ausgegangen, dass dem Opfer Geld entwendet werden sollte. Nachbarn hatten wegen auffälliger Geräusche die Polizei alarmiert. Die Angeklagten wurden noch am Tatort festgenommen – mit genau 3950 Euro, die der Freund des Sohnes in einer Socke bei sich trug. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Die Staatsanwältin hatte auf lebenslange Freiheitsstrafen für beide Angeklagte, die Verteidiger auf mildere Strafen wegen Raubes mit Todesfolge plädiert.

+++ 14.43 Uhr: Zehn Todesurteile nach Fußballkrawallen in Ägypten aufrechterhalten +++

Fünf Jahre nach den Fußballkrawallen im ägyptischen Port Said hat ein Gericht die Todesstrafe gegen zehn Fußballfans bestätigt. Wie ein Behördenmitarbeiter mitteilte, erhielt das Gericht außerdem rund 40 Haftstrafen im Zusammenhang mit den Krawallen aufrecht. Auch der ehemalige Polizeichef der Stadt muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Im Februar 2012 waren nach einem Spiel zwischen dem örtlichen Club Al-Masri und dem Kairoer Verein Al-Ahli Krawalle ausgebrochen, bei denen 74 Menschen starben und hunderte weitere verletzt wurden. Bei späteren Unruhen im Zusammenhang mit den Krawallen wurden dutzende weitere Menschen getötet.

Polizei BVB 7.31

+++ 14.36 Uhr: 79-Jähriger soll seine 88 Jahre alte Schwester getötet haben +++

Ein 79-Jähriger soll in nordrhein-westfälischen Porta Westfalica seine 88 Jahre alte Schwester umgebracht haben. Nach dem Familiendrama vom Sonntag wird gegen den Mann wegen Totschlags ermittelt, wie die Behörden am Montag mitteilten. Feuerwehrleute hatten demnach die 88-Jährige in einem Wohnhaus tot aufgefunden. Der 79-Jährige soll nach der Tat versucht haben, sich mit Autoabgasen zu vergiften. Der 48-jährige Sohn des mutmaßlichen Täters hatte den Angaben zufolge am Sonntagmorgen seinen ebenfalls in dem Haus lebenden Vater bewusstlos in der Garage gefunden und den Rettungsdienst alarmiert. Der 79-Jährige wurde zunächst in ein Krankenhaus und später in eine psychiatrische Fachklinik gebracht.

+++ 14.31 Uhr: Merkel-Reise nach Algerien abgesagt +++

Der zweitägige Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Algerien ist kurzfristig abgesagt worden. Die Reise sei wegen des Gesundheitszustandes des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika auf einen späteren Termin verschoben worden, teilte das algerische Präsidentenamt mit. Bouteflika leide unter einer Entzündung der Bronchien. Algeriens Präsident tritt öffentlich kaum noch auf. Nach mehreren Schlaganfällen in den vergangenen Jahren sitzt der 79-Jährige im Rollstuhl und soll große Probleme mit dem Sprechen haben. Merkel wollte am Montagabend nach Algerien reisen und sich dort für eine Eindämmung der Fluchtbewegung einsetzen.

+++ 14.24 Uhr: Schüler leiht Polizisten Fahrrad für Verfolgungsjagd +++

Für eine Verfolgungsjagd hat sich ein Polizist im Münsterland kurzerhand das Fahrrad eines Schülers ausgeliehen. Die Polizei war am Samstag hinter einem 15-Jährigen her, der vor einer Kontrolle auf einem Spielplatz in Warendorf weggelaufen war, wie die Beamten mitteilten. Die Polizisten machten sich zunächst mit dem Streifenwagen auf die Verfolgung. An einem Poller kam der Wagen jedoch nicht mehr weiter. Ein Schüler, der die Verfolgung interessiert beobachtete, überließ dem Polizisten sein Rad. Schnell hatte der Beamte den Jugendlichen eingeholt und überwältigt. In einer Tasche fanden sich mehrere Gramm Marihuana, eine Feinwaage, Bargeld sowie ein Schlagring. Der Junge kam zur Wache und wurde später seiner Mutter übergeben.

+++ 14.04 Uhr: Pariser Kunstdieb nach spektakulärem Raub zu acht Jahren Haft verurteilt +++

Fast sieben Jahre nach einem spektakulären Kunstraub in Paris ist der Dieb zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Auch zwei an dem Fall beteiligte Hehler müssen ins Gefängnis, wie das Pariser Strafgericht urteilte. Der Dieb hatte gestanden, 2010 im Pariser Museum für Moderne Kunst fünf Meisterwerke von Picasso, Matisse, Modigliani, Braque und Léger entwendet zu haben.

+++ 13.56 Uhr: Gericht räumt Rettungsdienst die Straße frei +++

Rettungsdienste können nach einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts Halteverbote oder die Einrichtung von Einbahnstraßen verlangen, damit ihre Einsatzfahrzeuge ohne Wartezeit durchkommen. Damit bekam eine Hilfsorganisation Recht, die im Berliner Stadtteil Friedenau eine Wache mit Notfallrettungswagen und Intensivtransportwagen unterhält, wie das Gericht mitteilte. Auf der angrenzenden Straße hatten parkende Autos und der Gegenverkehr laut Gericht Rettungswagen behindert, was zu Verzögerungen von bis zu 60 Sekunden führte. Das Bezirksamt hatte straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen mit der Begründung abgelehnt, die Verzögerungen seien nur unwesentlich. Das Gericht verpflichtete das Bezirksamt nun zu Anordnungen für ein besseres Durchkommen der Rettungswagen. Wie das konkret aussehen soll, liegt laut Urteil im Ermessen der Behörde.

+++ 13.26 Uhr: Ex-Polizist auf Philippinen erhebt neue Mord-Vorwürfe gegen Präsident Duterte +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte soll in seinem früheren Amt als Bürgermeister eine Todesschwadron direkt befehligt haben: Diesen Vorwurf erhob ein früherer Polizist, der nach eigener Aussage selbst Teil der Schwadron in der südphilippinischen Stadt Davao war und in Dutertes Auftrag Morde ausgeführt haben will. Ein Sprecher des Präsidenten wies die Vorwürfe rundweg zurück. Duterte hatte nach seinem Amtsantritt im Juni 2016 einen unbarmherzigen “Krieg” gegen die Drogenkriminalität angeordnet. Seitdem wurden mehr als 6000 Menschen getötet, viele von ihnen wurden Opfer so genannter “außergerichtlicher Tötungen”.

Rodrigo Duterte Philippinen Drogen Morde 8.10

+++ 13.21 Uhr: Dortmunder Polizeipräsident fordert Zivilcourage gegen Hooligans +++

Nach den massiven Vorkommnissen beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig fordert der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange von den friedfertigen Fußball-Fans Zivilcourage. “Jetzt sind Taten, jetzt ist Handeln gefragt! Alle müssen anpacken und dafür Sorge tragen, dass gewaltbereiten und kriminellen Schlägern, die den Namen “Fan” nicht verdienen, die Rote Karte gezeigt wird”, teilte Lange am Montag in einer Erklärung mit. Wer sich als Zeuge zur Verfügung stelle, mache deutlich, dass er Gewalt und Hass nicht toleriere. “Dann hätte die leere Südtribüne doch wirklich einen Sinn gehabt”, kommentierte Lange die Strafe des Deutschen Fußball-Bundes. Der DFB hatte entschieden, die Südtribüne des Dortmunder Stadions während der Partie des BVB gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag komplett zu sperren.

+++ 13.12 Uhr: Tödlicher Streit in Flüchtlingsunterkunft +++

Bei einer Auseinandersetzung in einem von Flüchtlingen bewohnten Haus in Bad Oldesloe bei Hamburg ist ein 22 Jahre alter Mann getötet worden. Das aus dem Irak stammende Opfer sei am späten Sonntagabend schwer verletzt vor dem Haus gefunden worden, teilte die Polizei am Montag mit. Der 22-Jährige starb noch am Abend an seinen schweren Verletzungen. Ein 21 Jahre alter, aus Afghanistan stammender Mann, der wie das Opfer in dem Haus lebte, wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Lübeck werde gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags beantragen, sagte eine Sprecherin. Der Tatverdächtige habe zugegeben, seinem Kontrahenten mit einem Messer in den Hals gestochen zu haben. “Er schildert zwar, dass der 22-Jährige auf ihn zugekommen sei, beruft sich aber nicht auf Notwehr.” Zwischen den beiden Männern sei es offensichtlich in der Vergangenheit wiederholt zu Streitigkeiten gekommen. Worum es bei der tödlichen Auseinandersetzung gegangen war, war den Angaben zunächst zuerst unklar. 

+++ 13.11 Uhr: Kassierer brüllt Täter in die Flucht +++

Ein stimmgewaltiger Kassierer hat bei einem Tankstellenüberfall in Kassel zwei bewaffnete Männer in die Flucht getrieben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren die maskierten Männer am späten Samstagabend mit einer Schusswaffe in die Tankstelle gestürmt. Der Mitarbeiter rief zunächst seinen Kollegen aus dem Nebenraum zu Hilfe. Als die beiden Täter sich davon nicht stoppen ließen, brüllte er auf sie ein. Schließlich machten die Räuber kehrt und flohen ohne Beute.

+++ 12.52 Uhr: Leitplanke bohrt sich bei Verkehrsunfall in Auto +++

Bei einem Verkehrsunfall im niedersächsischen Menslage hat sich eine Leitplanke in das Auto einer 32-Jährigen gebohrt und diese nur knapp verfehlt. Die Frau sei unverletzt geblieben, teilte die Polizei in Osnabrück mit. Demnach war sie mit ihrem Auto am Sonntag auf einer Landstraße ins Schleudern gekommen und hatte die Kontrolle verloren. Ihr Fahrzeug schoss über die Straße und rutschte auf der anderen Seite rückwärts in das Ende einer Leitplanke, die sich durch Heckklappe und Rücksitzbank bohrte und erst unmittelbar vor den Vordersitzen stoppte.

“Die junge Frau hatte einen Schutzengel”, schrieben die Beamten. Warum sie in einer Kurve die Kontrolle verlor, war unklar. Ihr Auto hatte nur noch Schrottwert.

+++ 12.46 Uhr: Schulz will gegen befristete Arbeitsverträge vorgehen +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will es Unternehmen schwerer machen, Arbeitsverträge zu befristen. Wenn er nach der Bundestagswahl im September Bundeskanzler sei, werde die SPD die Möglichkeit der “sachgrundlosen Befristung” von Arbeitsverhältnissen abschaffen, sagte der designierte Parteichef in Bielefeld. Qualifizierungsangebote für Arbeitslose würden ausgebaut und die Mitbestimmung in den Betrieben gestärkt. Auf seine Ankündigung, die Bezugszeit für das Arbeitslosengeld I zu verlängern und damit die Agenda 2010 zu reformieren, ging Schulz zunächst nicht im Detail ein. Es gehe um “Respekt vor der Lebensleistung der Menschen in unserem Lande”, sagte er. Wer viele Jahre oder Jahrzehnte hart arbeite und Beiträge zahle, habe ein Recht auf Unterstützung.

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+++ 12.33 Uhr: Angebliches Erdogan-Mordkommando vor Gericht +++

In der Türkei hat der Prozess gegen fast 50 Verdächtige begonnen, die laut Anklage während des versuchten Militärputsches im Juli Präsident Recep Tayyip Erdogan ermorden wollten. In der Stadt Mugla erschienen 44 Verdächtige vor Gericht, während drei weiteren in Abwesenheit der Prozess gemacht wurde. Die Beschuldigten wurden unter den Pfiffen und Schmährufen der Zuschauer von Sicherheitskräften ins Gericht geführt. Unter ihnen sind 38 Soldaten, die zu einem Mordkommando gehört haben sollen. Laut der Anklage wollten sie Erdogan in einem Hotel in der Küstenstadt Marmaris ermorden, wo er in der Nacht des 15. Juli mit seiner Familie im Urlaub war. Zwei Polizisten am Hotel wurden getötet. Die Staatsanwaltschaft hat mehrfach lebenslang für die Angeklagten gefordert. Seit dem Putschversuch wurden 43.000 Menschen inhaftiert und mehr als 120.000 aus dem Staatsdienst entlassen. Kritiker werfen der Regierung Willkür vor und befürchten, dass die Verdächtigen kein rechtsstaatliches Verfahren erhalten.

+++ 12.25 Uhr: Harald Schmidt sagt für Schwarzwald-”Tatort” ab +++

Entertainer Harald Schmidt steht überraschend nicht mehr für den neuen Schwarzwald-”Tatort” zur Verfügung. Für die Absage habe Schmidt persönliche Gründe angeführt, teilte der Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden mit. “Wir sind äußerst betroffen und bedauern das sehr, respektieren aber Harald Schmidts Entscheidung”, sagte SWR-Filmchefin Martina Zöllner laut Mitteilung. Die Dreharbeiten würden aber wie geplant beginnen. Die ARD ersetzt mit dem Schwarzwald-”Tatort” den Bodensee-”Tatort” in Konstanz, der 2016 ausgelaufen war.

+++ 12 Uhr: Pence: Trump will “fortgesetzte Zusammenarbeit und Partnerschaft” mit EU +++

US-Präsident Donald Trump strebt nach den Worten seines Vize Mike Pence weiter eine Zusammenarbeit mit der EU an. Pence erklärte im Namen Trumps “das starke Engagement der Vereinigten Staaten für eine fortgesetzte Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Europäischen Union”. Trump hatte vor und nach seinem Amtsantritt Kritik an der EU geäußert und den EU-Austritt Großbritanniens begrüßt.

+++ 11.59 Uhr: Uber geht Vorwürfen der sexuellen Belästigung nach +++

Uber-Chef Travis Kalanick lässt Vorwürfe der sexuellen Belästigung in seinem Unternehmen prüfen. Er habe die Personalabteilung mit einer “dringenden Untersuchung” beauftragt, schrieb der Chef des umstrittenen Fahrtenvermittlers auf Twitter. Eine frühere Mitarbeiterin hatte zuvor in ihrem Blog beklagt, während ihrer Zeit bei Uber von ihrem Vorgesetzten sexuell belästigt, von der Personalabteilung aber nicht unterstützt worden zu sein. Die Ingenieurin Susan Fowler berichtete, dass ihr Vorgesetzter ihr bereits kurz nach ihrem ersten Arbeitstag bei Uber Ende 2015 sexuelle Avancen gemacht habe. Sie habe sich an dessen Vorgesetzten und die Personalabteilung gewandt. Dort sei ihr aber mitgeteilt worden, dass dies die ersten Vorwürfe gegen ihren Chef seien und es Vorbehalte gebe, einen Leistungsträger wie ihn zu bestrafen. 

+++ 11.34 Uhr: Mutmaßlicher Todesschütze von Offenbach soll Opfer verfolgt haben +++

Die am Freitag in Offenbach erschossene Frau ist von dem mutmaßlichen Schützen offensichtlich vor der Tat verfolgt worden. Es habe entsprechende Strafanzeigen wegen Nachstellungen gegeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenbach, Axel Kreutz. So sei der 32 Jahre alte Mann in den Fokus der Ermittler geraten. Er ist nach bisherigem Stand der Ermittlungen der Ex-Freund des 40-jährigen Opfers. Die zweifache Mutter soll die Beziehung beendet haben. Die Frau war am Freitag getötet worden. Der Schütze floh, wenig später fasste die Polizei den Verdächtigen. Gegen ihn wurde am Samstag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

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+++ 11.14 Uhr: Falschmeldung zu Mord an jungem Paar beschäftigt Polizei in Bad Dürkheim +++

Mit einem Fall sogenannter Fake News hat es die Polizei im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim zu tun bekommen: Mehrere besorgte Bürger hätten sich gemeldet, weil in sozialen Medien über einen Mord an einem jungen Paar berichtet worden sei, teilten die Beamten mit. Beide seien erstochen worden, der Täter sei flüchtig, nach ihm werde mit einem Hubschrauber gefahndet, hieß es demnach. “Diese Mitteilung entbehrt jeglicher Grundlage, hierbei handelt es sich definitiv um eine Falschmeldung”, erklärte die Polizei. Nach Einschätzung der Beamten dürften ein versuchter Raub Mitte Februar und ein Hubschraubereinsatz in anderer Angelegenheit am Sonntag vermischt und verfälscht worden sein. Im Februar überfiel nach Polizeiangaben ein Unbekannter eine 23-Jährige, ohne Beute zu machen. Ein Begleiter der Frau wurde von dem Täter leicht verletzt. Am Sonntag wiederum war über Bad Dürkheim im Zusammenhang mit einer Vermisstenfahndung ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

+++ 10.54 Uhr: Seehofer fordert Ende der CSU-Debatte über Merkel +++

CSU-Chef Horst Seehofer fordert ein Ende der parteiinternen Debatte über die neuerliche Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel. “Wir gehen mit Angela Merkel in die Wahl, und wir werden die Wahl beginnen”, sagte Seehofer vor einer CSU-Vorstandssitzung. Dis CSU stehe hinter der Kanzlerin, diese Entscheidung sei gefallen und gut begründet, betonte er. Eine aktuelle Umfrage hatte allerdings gezeigt, dass die CSU-Anhänger weiter tief gespalten sind, was die Unterstützung von Merkels neuer Kandidatur angeht: 59 Prozent sind dafür, aber 39 Prozent dagegen.

+++ 10.31 Uhr: Prozess gegen 16-jährigen Terrorverdächtigen hat begonnen +++

Wegen Terrorverdachts muss sich ein 16 Jahre alter syrischer Flüchtling vor dem Landgericht Köln verantworten. Er war im vergangenen September in einer Kölner Flüchtlingsunterkunft von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Da er noch jugendlich ist, läuft der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Jugendliche einen Sprengstoffanschlag geplant hat. Er soll von einem ausländischen Chatpartner mit IS-Bezügen konkrete Anweisungen zum Bau einer Bombe erhalten haben. Zudem fand die Polizei bei ihm einen Batterieträger mit heraushängenden Drähten, ein Paket mit 70 Nähnadeln und Butangas-Kartuschen. Damit verfügte er laut Anklage über Materialien, aus denen er jederzeit Sprengsätze hätte bauen können. 

+++ 9.48 Uhr: Hitlers rotes Telefon für 243.000 Dollar versteigert +++

Ein nach Kriegsende im Berliner Führerbunker gefundenes rotes Telefon aus dem Besitz von Adolf Hitler ist in den USA für 243.000 Dollar (rund 229.000 Euro) versteigert worden. Der Erlös der Auktion gestern entsprach den Erwartungen des Auktionshauses Alexander Historical Auctions im US-Bundesstaat Maryland. Über die Identität des Käufers wollte das Auktionshaus keine Angaben machen. An der Versteigerung konnten Interessenten aus aller Welt per Telefon teilnehmen. Über den roten Apparat hatte Hitler in den beiden letzten Kriegsjahren die meisten seiner Befehle erteilt. Nach Angaben des Präsidenten des Aktionshauses, Bill Panagopulos, wurde das Telefon 1945 während eines Besuches des Führerbunkers von russischen Offizieren an den englischen Brigadier Ralph Rayner in Berlin übergeben. Rayners Sohn ließ das Telefon versteigern. Das Startgebot lag bei 100.000 US-Dollar (94.200 Euro).

Hitlers Telefon

+++ 9.21 Uhr: Legendärer Drummer von James Brown gestorben +++

Clyde Stubblefield, einer der meist gesampelten Schlagzeuger der Geschichte, ist tot. Der frühere Drummer von James Brown starb am Samstag im Alter von 73 Jahren in seiner Heimat Madison an Nierenversagen, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf seine Managerin und Ehefrau berichteten. Stubblefield wurde vor allem durch sein Solo auf Browns Hit “Funky Drummer” aus dem Jahr 1970 berühmt.

+++ 9.04 Uhr: Mattis zu erstem Besuch seit seinem Amtsantritt im Irak +++

US-Verteidigungsminister James Mattis hat am Montag erstmals seit seinem Amtsantritt den Irak besucht. Die USA seien nicht dort, um sich des irakischen Öls zu bemächtigen, sagte Mattis zu Journalisten auf dem Flug nach Bagdad. Damit reagierte er auf irakische Bedenken nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. “Wir haben in Amerika im Allgemeinen immer für Gas und Öl gezahlt”, sagte Mattis. “Ich bin sicher, dass wir das auch in der Zukunft tun werden.” Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf und nach seinem Amtsantritt mehrfach gesagt, die USA hätten während der achtjährigen Besetzung des Irak die Einnahmen aus dem irakischen Erdöl nutzen sollen, um ihre Militärausgaben zu finanzieren. 

+++ 8.43 Uhr: Neuer Massenansturm auf spanische Exklave Ceuta – elf Verletzte +++

Bei einem neuen Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko sind in der Nacht etwa 350 Menschen auf spanisches Gebiet gelangt. Es gelang ihnen, den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu erklimmen. Elf Menschen seien dabei verletzt worden, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit. Die Anderen seien in das Erstaufnahmezentrum in Ceuta gebracht worden und würden dort von Helfern versorgt. Erst am Freitag hatten etwa 1000 Migranten versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

+++ 8.04 Uhr: Hannover will Sitz des Deutschen Internet-Instituts werden +++

Hannover rechnet sich gute Chancen aus, das geplante neue Deutsche Internet-Institut und damit Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Niedersachsen zu holen. Bis zum 1. März muss das zuständige niedersächsische Konsortium L3S – eine gemeinsame Einrichtung der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg – eine erneute Bewerbung einreichen. “Wir befinden uns gerade im Abstimmungsprozess”, sagte L3S-Leiter Wolfgang Nejdl. Eine Entscheidung steht laut Bundeswissenschaftsministerium im Frühjahr an.

+++ 7.30 Uhr: Malaysia bestellt nordkoreanischen Botschafter ein +++

Im Streit um den Mord am älteren Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Malaysia den nordkoreanischen Botschafter einbestellt. Ihm sei erklärt worden, dass seine Anschuldigungen gegen Malaysia “grundlos” seien, teilte das Außenministerium in Kuala Lumpur mit. Zudem sei der malaysische Botschafter in Nordkorea für Konsultationen zurück nach Kuala Lumpur gerufen worden. Der nordkoreanische Botschafter hatte Malaysia vorgeworfen, mit seinen Ermittlungen zum Tod von Kim Jong Nam in Verschwörung mit “feindlichen Mächten” den Ruf Nordkoreas schädigen zu wollen. Daraufhin sei ihm erklärt worden, dass die malaysische Regierung verpflichtet sei, die Umstände des “Todes unter mysteriösen Umständen auf malaysischem Boden” zu ermitteln. 

Leben der Herrscher-Dynastie in Nordkorea19h

+++ 6.42 Uhr: Amazon kündigt mehr als 2000 neue Arbeitsplätze in Deutschland an +++

Der weltgrößte Online-Händler Amazon will in diesem Jahr über 15.000 neue Arbeitsplätze in Europa schaffen und davon sollen mehr als 2000 auf Deutschland entfallen. Es gehe dabei um unterschiedliche Qualifikationen und Berufserfahrungen – “von Ingenieuren über Software-Entwickler bis hin zu Berufseinsteigern und Auszubildenden”, kündigte Amazon an. In Großbritannien will Amazon auch nach der Brexit-Entscheidung die Zahl der Stellen in diesem Jahr um 5000 auf rund 24.000 erhöhen.

+++ 6 Uhr: Polizist erschießt mutmaßlichen Wohnungseinbrecher in Herten +++

Ein Polizist hat einen mutmaßlichen Einbrecher in einer Wohnung in Herten nahe Recklinghausen erschossen. Nach ersten Erkenntnissen sei der Mann am Sonntagabend gewaltsam eingedrungen und habe Beamte angegriffen, teilten die Polizei Münster und die Staatsanwaltschaft Bochum in einer gemeinsamen Erklärung mit. Er sei durch die Schüsse eines Beamten so schwer verletzt worden, dass er noch vor Ort starb. Die Polizisten seien unverletzt geblieben. Weitere Angaben zu dem Fall gab es zunächst nicht. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln.

+++ 5.44 Uhr: Oberstes Gericht in Neuseeland genehmigt Kim Dotcoms Auslieferung an die USA +++

Das oberste Gericht in Neuseeland hat die Auslieferung des umstrittenen deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom an die USA genehmigt. Richter Murray Gilbert bestätigte die Entscheidung einer unteren Instanz, die der Auslieferung des 43-Jährigen und dreier Mitangeklagter bereits zugestimmt hatte. Die Anwälte Dotcoms kündigte umgehend an, vor den Berufungsgerichtshof zu ziehen. “Wir sind weit davon entfernt, geschlagen zu sein”, erklärte Anwalt Ron Mansfield. Die Entscheidung bezeichnete er als “äußerst enttäuschend”. Die US-Behörden werfen Dotcom massive Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor, ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Er selbst weist die Vorwürfe zurück und wirft den US-Behörden vor, im Namen der einflussreichen Hollywood-Filmindustrie einen Rachefeldzug gegen ihn zu führen.

Kim Dotcom darf ausgeliefert werden

+++ 5.33 Uhr: 15.000-Volt-Leitung stürzt auf ICE – Keine Verletzten +++

Der Sturz einer 15.000-Volt-Oberleitung auf einen einfahrenden ICE im Hamburger Hauptbahnhof ist glimpflich ausgegangen: Die 400 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon und überstanden den Vorfall unverletzt. Einige im hinteren Teil des Schnellzugs saßen allerdings über Stunden fest und konnten den Zug erst am späten Sonntagabend verlassen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Der ICE wurde nach Bahnangaben nach Mitternacht mit einer Diesellok abgeschleppt und in eine Werkstatt in Hamburg-Eidelstedt gebracht. Auch die Oberleitung sei in der Nacht zum Montag von Technikern repariert worden, sagte eine Sprecherin der Bahn. Das zuvor gesperrte Gleis sei mit Betriebsbeginn am Montagmorgen wieder uneingeschränkt befahrbar.

Leitung stürzt auf ICE

+++ 4.24 Uhr: Hunderte Wissenschaftler demonstrieren in Boston gegen Trump +++

Hunderte Menschen haben in der US-Ostküstenstadt Boston gegen die Trump-Regierung und für die Anerkennung der Bedeutung der Wissenschaft demonstriert. Viele der Teilnehmer waren für das weltgrößte Forschertreffen des Verbandes AAAS (American Association for the Advancement of Science) in der Stadt, das am Montag zu Ende geht. Mit Plakaten, auf denen unter anderem “Steht auf für die Wissenschaft!” oder “Echte Fakten, falscher Präsident” stand, versammelten sich die Demonstranten auf einem zentralen Platz in Boston. Mehrere prominente Wissenschaftler hielten Reden.

+++ 0.36 Uhr: Asylbewerber mit unklarer Identität sollen Handys herausgeben +++

Um die Identität von Asylbewerbern besser feststellen zu können, soll das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) deren Handys nach Plänen der Bundesregierung künftig auslesen dürfen. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums “zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht” hervor, aus dem die “Süddeutsche Zeitung”, der WDR und der NDR zitieren. Über diese Pläne hatte bereits Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier berichtet. Bisher ist das Bamf auf die Einwilligung der Asylbewerber angewiesen. Der neue Gesetzesentwurf solle nun die rechtliche Grundlage schaffen, diese Zustimmung zu umgehen. Er befinde sich noch in der Ressortabstimmung. Das Auslesen von Daten der Mobiltelefone ist bislang eigentlich nur bei Verdacht auf Straftaten möglich. 

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