News des Tages: 90-Jährige vergewaltigt: Lange Haftstrafe für Teenager

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 16.54 Uhr: Vergewaltigung live bei Facebook: Polizei sichert Videobeweis +++

Im Fall einer Vergewaltigung in Schweden, die drei Männer live bei Facebook übertragen haben sollen, hat die Polizei eine Video-Aufzeichnung der gesamten Tat gesichert. “Ohne ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass es die Beweislage stärkt”, sagte Staatsanwalt Magnus Berggren dem schwedischen Radio. Die Männer stehen seit einer Woche in Schweden vor Gericht. Einem 18- und einem 21-Jährigen wird vorgeworfen, eine Frau vergewaltigt und die Tat in einer geschlossenen Gruppe bei Facebook übertragen zu haben. Ein 24-Jähriger soll die Vergewaltigung mit seinem Handy gefilmt und abfällige Bemerkungen über das Opfer gemacht haben.

Die Polizei hatte die Männer nach einem Hinweis von Facebook-Nutzern im Januar in einer Wohnung in Uppsala aufgegriffen und die Übertragung gestoppt. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

+++ 16.02 Uhr: Teenager vergewaltigt 90-Jährige: Mehr als fünf Jahre Gefängnis +++

Wegen der Vergewaltigung einer 90 Jahre alten Frau in der Düsseldorfer Altstadt hat ein Gericht am Freitag einen 19 Jahre alten Mann zu langer Haft verurteilt. Er wurde wegen Vergewaltigung, Raubs und Körperverletzung nach Jugendstrafrecht schuldig gesprochen und muss für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter. Das Sexualverbrechen an der betagten Dame, die an dem Sonntagmorgen gerade eine Kirche in der Düsseldorfer Innenstadt besucht hatte, hatte im Oktober 2016 Entsetzen ausgelöst. Der Angeklagte hatte umfassend gestanden. Die Vergewaltigung sei auch durch DNA-Spuren an eindeutigen Körperstellen des Opfers nachgewiesen, begründete das Landgericht das Urteil.

Der in Marokko geborene junge Mann war in Spanien, wo er aufwuchs, in etliche Straftaten verwickelt. Nach Deutschland sei er 2016 gekommen, weil ihm in Spanien Gefängnis gedroht habe, hatte er bei Prozessbeginn gesagt. Die DNA-Spur brachte die Ermittler auf seine Spur. Der 19-Jährige hatte bereits wegen Raubes in Untersuchungshaft gesessen. 

+++ 15.34 Uhr: AfD-Bundesvorstand beantragt Parteiausschluss Höckes +++

Der AfD-Bundesvorstand macht offensichtlich ernst mit dem Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke. Ein Ausschlussantrag sei per E-Mail beim Landesschiedsgericht eingegangen, sagte der Sprecher der Thüringer AfD, Torben Braga, am Freitag auf dpa-Anfrage. Er betonte, dass eine E-Mail nicht den Formalien genüge und dies daher nur eine Vorinformation sein könne. Zuvor hatte der MDR Thüringen mit Verweis auf den AfD-Bundesvorstand berichtet, ein Antrag auf Parteiausschluss sei eingereicht worden. Der Vorstand hatte dies Mitte Februar wegen einer umstrittenen Rede Höckes zum deutschen Geschichtsverständnis beschlossen.AfD Vorstand beantragt Ausschluss Höckes

+++ 15.05 Uhr: Letzte Flüchtlinge ziehen in Berlin aus Turnhalle aus +++

Rund eineinhalb Jahre nach Beginn der Flüchtlingskrise sind in Berlin die letzten Zuwanderer aus einer Turnhalle ausgezogen. 78 Menschen konnten ihr Notquartier im Stadtbezirk Pankow verlassen und wurden auf andere Unterkünfte verteilt. “Ich bin erleichtert, denn wir konnten nun endlich die elende Lebenssituation so vieler geflüchteter Menschen in den Turnhallen beenden”, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke). Wegen des starken Flüchtlingsandrangs waren ab Herbst 2015 in Berlin 63 Turnhallen an 51 Standorten zeitweise als Unterkünfte genutzt worden. Die Folge waren erhebliche Einschränkungen für den Schul-, Breiten- und Leistungssport in der Stadt.

+++ 14.50 Uhr: Ein Mensch nach Explosion in Dortmunder Mehrfamilienhaus noch vermisst +++

Durch eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund sind mindestens zwei Menschen verletzt worden. Ein Mensch werde noch vermisst, teilte die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt am frühen Nachmittag mit. Die Such- und Räumarbeiten liefen. Nach der Explosion am Freitagmorgen rettete die Feuerwehr nach eigenen Angaben zunächst einen Schwerverletzten und brachte ihn in ein Krankenhaus. Ein weiterer Mensch wurde aufgrund einer Vorerkrankung vorsorglich ebenfalls in eine Klinik gebracht. Das Gebäude im Stadtteil Hörde stürzte teilweise ein, auf der Straße und den Gehwegen lagen Trümmer.

+++ 14.21 Uhr: Schottland beantragt offiziell in London erneutes Unabhängigkeitsreferendum +++

Schottland hat offiziell in London den Antrag auf die Abhaltung eines erneuten Unabhängigkeitsreferendums eingereicht. Das gab die schottische Regierung bekannt. Regierungschefin Nicola Sturgeon möchte die Schotten im Herbst 2018 oder spätestens im Frühjahr 2019 erneut über die Loslösung von Großbritannien abstimmen lassen – damit das Ergebnis rechtsverbindlich ist, muss die Regierung in London dem Referendum zustimmen.

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+++ 14.06 Uhr: Österreich einigt sich auf Rauchverbot für Jugendliche +++

Österreich vergällt Jugendlichen künftig die Zigarette.
Als eines der letzten Länder Europas verbietet die Alpenrepublik Jugendlichen unter 18 ab Mitte kommenden Jahres den Kauf von Zigaretten. Darauf einigten sich die Jugendreferenten der Bundesländer bei einer Konferenz im niederösterreichischen Krems. Zusätzlich wird auf Vorschlag von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) ein Maßnahmenpaket zur Prävention geschnürt.

Die Anhebung der Altersgrenze von 16 auf 18 Jahre sei nötig gewesen, weil die Zahl der rauchenden Jugendlichen in Österreich sehr hoch sei. “Wir sind damit leider Europameister, das ist bedauerlich”, sagte Karmasin im Vorfeld.

+++ 13 Uhr: Mann vor Grundschule erschossen – Polizei geht von Blutrache aus +++

Nach tödlichen Schüssen auf einen Mann vor einer Grundschule in Niedersachsen geht die Polizei von Blutrache aus. Wie die in dem Mordfall zuständige Staatsanwaltschaft Verden am Freitag mitteilte, handelt es sich bei dem Anfang Januar erschossenen 46-Jährigen um einen Albaner, der in seiner Heimat wegen eines Tötungsdelikts verurteilt worden war und eine Strafe verbüßt hatte.
Die Angehörigen des damaligen Opfers hätten Blutrache geschworen. Die wird in Albanien nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch heute noch zur Sühnung von Tötungen und vermeintlichen Ehrverletzungen praktiziert.

Die Fahnder haben inzwischen DNA-Spuren der Täter sowie eine Videoaufnahme zum Ablauf der Tat in Visselhövede. Von einem Motorrad aus hatten zwei Unbekannte am 9. Januar mehrere Schüsse auf den Mann abgefeuert, der in einem Krankenhaus an mehreren Schussverletzungen starb. Bei der Tat in unmittelbarer Nähe einer Grundschule schlug ein Projektil durch eine Fensterscheibe im Lehrerzimmer ein. Verletzt wurde dabei niemand. Die Motorradfahrer flohen. Um die Täter zu fassen, hofft die Polizei auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

+++ 12.17 Uhr: Abschlussbericht zur Kölner Silvesternacht offenbart Behördenversagen +++

Die massenhaften Übergriffe in der Kölner Silvesternacht 2015/16 sollen durch mangelhafte Führung, Kooperation und Kommunikation bei der Polizei und anderen Behörden begünstigt worden sein. Zu diesem Ergebnis kommt der Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags in seinem Abschlussbericht. In dem Dokument werden auf fast 1400 Seiten zahlreiche Fehler aufgelistet – vor allem der Kölner Polizei- und Ordnungsbehörden.  

Demnach haben aber auch mangelhafte Koordination und Kommunikation mit der Landes- und Bundespolizei dazu beigetragen, dass es zur Jahreswende 2015/16 am Kölner Hauptbahnhof zu einer bis dahin in Europa unbekannten Verbrechensdimension kommen konnte: Hunderte Frauen waren inmitten überwiegend ausländischer Männergruppen sexuell drangsaliert und ausgeraubt worden.

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+++ 12.08 Uhr: Hochschulen melden starke Zunahme von Flüchtlingen unter Studenten +++

Die Zahl der Flüchtlinge an den deutschen Hochschulen hat sich zuletzt deutlich erhöht. Wie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn mitteilte, sind bundesweit aktuell 1140 Geflüchtete für ein Fachstudium eingeschrieben. Dies seien in etwa fünfmal so viele wie noch vor einem halben Jahr.
Weitere 5700 Flüchtlingen hatten sich für das laufende Semester demnach für studienvorbereitende Sprach- oder Fachkurse registriert. Das waren laut HRK 80 Prozent mehr als im Vorsemester.

+++ 11.11 Uhr: Tillerson kritisiert “russische Aggression in der Ukraine und andernorts” +++

US-Außenminister Rex Tillerson hat Russlands Interventionen jenseits seiner Grenzen kritisiert. Die Nato müsse über die Antwort auf “Russlands Aggression in der Ukraine und andernorts” diskutieren, sagte Tillerson am Freitag beim Treffen mit seinen Bündniskollegen in Brüssel. Die Nato hat nach der Annexion der Krim durch Russland ihre Militärpräsenz in Europa bereits deutlich erhöht.

+++ 11 Uhr: Rentner will Polizei mit Führerschein eines 1960 Verstorbenen täuschen +++

Mit einem dreisten Täuschungsmanöver hat sich ein 71-Jähriger ohne Führerschein gegenüber der Polizei aus der Affäre ziehen wollen. Wie die Polizei im niedersächsischen Goslar mitteilte, legte er auf einem Revier die Fahrerlaubnis eines 1960 verstorbenen Menschen vor. Die Beamten merkten aber, dass weder Nachname noch Geburtsdatum stimmten. Nachforschungen ergaben, dass ihm 1997 die Fahrerlaubnis entzogen worden war.

+++ 10.27 Uhr: Hundertjähriger Maler sucht neue Freundin +++

Ein Hundertjähriger aus Berlin sucht eine neue Freundin. Seine Herzensdame sollte aber älter als 90 Jahre sein, sagte der Kunstmaler Gerhard Finke der “Bild”-Zeitung. “Nach oben ist alles offen.” Hauptsache, die Frau sei schön – “nicht optisch, sondern geistig”, wie der Künstler betonte. “Eine Dame, die noch Lebenslust hat und in deren Falten sich ein ganzes Leben spiegelt – hinreißend, da könnte ich mich nochmal verlieben.”

+++ 10.04 Uhr: Bundesrat gibt Weg für Pkw-Maut frei +++

Nach jahrelangem Streit hat der Bundesrat den Weg für die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland freigegeben. Die Länderkammer ließ Gesetzesänderungen passieren, die Bedenken der EU-Kommission gegen die Maut ausräumen sollen.

+++ 9.50 Uhr: EU bereitet sich auch auf mögliches Scheitern der Brexit-Verhandlungen vor +++

Die Europäische Union bereitet sich auch auf ein mögliches Scheitern der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens vor – auch wenn sie “konstruktiv” und “hart” für deren Gelingen arbeiten will. Dies geht aus dem Vorschlag für die Leitlinien der EU bei den Brexit-Verhandlungen hervor, den EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag unterbreiten will. Die Union werde “hart arbeiten”, um zu einer Einigung zu gelangen, “aber sie bereitet sich auch darauf vor, die Situation zu bewältigen, wenn die Verhandlungen scheitern”.

+++ 8.45 Uhr: AfD-Vize Gauland glaubt nicht an Rückzug von Petry +++

 AfD-Vize Alexander Gauland rechnet nicht mit einem Rückzug von Parteichefin Frauke Petry aus der Politik. Er glaube nicht, dass Petry sich wirklich zurückziehen wolle, sagte Gauland dem “Tagesspiegel”. Petry hatte zuvor in einem Gespräch mit der Zeitung gesagt: “Weder die Politik, noch die AfD sind für mich alternativlos.” Gauland nannte Petrys Äußerungen “nicht gut durchdacht”. “Ich nehme das nicht ernst”, sagte er. Unterstützung erhält Petry vom Berliner Landesverband. AfD-Landeschef Georg Pazderski sagte dem “Tagesspiegel”, Petry stehe “in der ersten Reihe der deutschen Politik und genau dort gehört sie auch hin”.

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+++ 8.10 Uhr: Vermehrt zivile Opfer - SPD will Aufklärung über US-Strategie in Syrien +++

Angesichts einer möglichen Verwicklung der Bundeswehr in einen Luftangriff der US-geführten Militärkoalition in Syrien hat der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, von der Bundesregierung gefordert, die Strategie der USA zu hinterfragen. “Wir müssen uns darauf verlassen können, dass die bisherigen Regeln weiter stringent eingehalten werden”, sagte Arnold der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Der tragische Vorfall muss selbstverständlich sorgfältig aufgearbeitet und etwaige Fehler benannt werden.”

Zuletzt hatte es bei den Einsätzen in Syrien und dem Irak vermehrt zivile Tote bei Einsätzen der US-geführten Koalition gegeben. Bei der Bombardierung eines als Flüchtlingsunterkunft genutzten Schulgebäudes waren 33 Zivilisten getötet worden. Medienberichten zufolge hatten Tornados der Bundeswehr einen Tag vor dem Luftangriff Aufklärungsbilder des Angriffsziels aufgenommen und an die US-geführte Militärkoalition weitergegeben. 

+++ 7.12 Uhr: Mit Bagger in Kölner Supermarkt – Räuber haben Geldautomat im Visier +++

Mit einem Bagger sind vier Räuber in einen Kölner Supermarkt gefahren – das Quartett hatte es auf den Geldautomaten abgesehen. Wie die Polizei mitteilte, demolierten sie in der Nacht zum Freitag den Vorraum und versuchten, den Geldautomaten aus der Verankerung zu reißen. Ein Zeuge beobachtete das Geschehen und alarmierte die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten flüchtete das Quartett. Ein Verdächtiger wurde von der Polizei gefasst. Geld erbeuteten die Räuber nicht. Wie hoch der Schaden ist, war unklar.

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+++ 6.48 Uhr: Propaganda-Chef des IS im Irak getötet +++

Die US-geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff im Irak einen wichtigen Propaganda-Chef des IS und mehrere seiner Helfer getötet. Der getötete Ibrahim al-Ansari sei ein “wichtiger IS-Anführer” gewesen, sagte der Sprecher der Militärkoalition in Bagdad Joseph Scrocca.

Bei dem Luftangriff am vergangenen Samstag in der westirakischen Stadt al-Kaim seien neben al-Ansari vier weitere IS-Kämpfer gestorben. Ein weiterer Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sprach von der Zerschlagung eines Multimedia-Teams des IS. Das Team sei unter anderem für die “Gehirnwäsche” von Kinderrekruten verantwortlich gewesen. Al-Kaim liegt im Euphrat-Tal an der Grenze zu Syrien.

+++ 5.30 Uhr: Schäuble: Brexit-Verhandlungen werden Lernprozess für die Briten +++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat für eine harte Haltung bei den Austrittsverhandlungen der EU mit Großbritannien plädiert. “Wir wollen die Briten nah bei uns haben, aber es gibt keine Rechte ohne Pflichten”, sagte Schäuble der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Freitagsausgabe). “Das wird ein Lernprozess sein, auch und gerade für die Briten”, sagte der CDU-Minister. “Sie haben ihren großen Finanzplatz in London, aber sie werden den Zugang zum EU-Markt nicht wie gewohnt behalten, wenn sie nicht auch die Regeln des europäischen Raumes akzeptieren.”

+++ 4 Uhr: Italienische Polizei bekommt blauen Lamborghini +++

Italienischen Verkehrspolizisten zu entkommen, wird schwieriger: Polizei und Innenminister präsentierten am Donnerstag in Rom ein neues Einsatzfahrzeug – dabei handelt es sich um kein geringeres als den PS-Protz Lamborghini Huracan. Der blau-weiße Rennwagen mit der an einen Haifisch erinnernden Frontpartie fährt bis zu 300 Stundenkilometer schnell und schafft es von null auf hundert in 3,2 Sekunden. Er ist bereits der zweite Lamborghini im Polizeidienst. Der andere, ein 2009 Gallardo, wurde häufiger für den Transport von Organspenden und Blutkonserven eingesetzt. Er wird nach 150.000 Kilometern im Museum für Polizeifahrzeuge in Rom stillgelegt. Lamborghini-Chef Stefano Domenicali sagte anlässlich der Zündschlüsselübergabe an Innenminister Marco Minniti, sein Unternehmen sei “sehr stolz” über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Polizei. Und auch darüber, einen Beitrag dazu zu leisten, die “Ordnungskräfte näher an die Menschen zu bringen” – auf jeden Fall im Rückspiegel.

+++ 3 Uhr: Neue Welle der Gewalt in Chicago +++

In einer neuen Welle der Gewalt sind in Chicago nach Angaben der Polizei seit Donnerstagmorgen mindestens fünf Menschen erschossen und vier durch Schüsse verletzt worden. Wie die “Chicago Tribune” berichtete, starben allein vier Männer oder Jugendliche im Umfeld einer Attacke auf ein Restaurant. Der Grund des Angriffs war zunächst unklar. Unweit davon wurde eine Schwangere zuhause mit einem Kopfschuss aufgefunden. Chicago kämpft seit langem gegen grassierende Gewalt. In der drittgrößten Stadt der USA wurden 2016 bisher mehr Menschen ermordet als in New York und Los Angeles zusammen. Gründe liegen vor allem in vielen illegalen Waffen, zersplitterten Gangs und sozialen Problemen.

+++ 2.30 Uhr: Erste Recycling-Rakete ins All gestartet +++

Erstmals ist eine wiederverwendete Rakete ins Weltall gestartet. Das private US-Unternehmen SpaceX schickte am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral eine Trägerrakete auf die Reise, von der eine sogenannte Raketenstufe bereits früher für einen Raumflug verwendet worden war. Die Falcon-9-Rakete beförderte einen luxemburgischen Satelliten. Bei der Wiederwendung von Raketen-Komponenten hatte das kalifornische Unternehmen im Dezember 2015 den Durchbruch geschafft, als es ihm erstmals gelang, die sogenannte erste Stufe der Falcon 9 unbeschadet zurück zur Erde zu bringen. Insgesamt ist dies dem Unternehmen nun schon acht Mal gelungen: Fünf der Erststufen – die wie eigene Raketen gebaut sind – landeten auf Plattformen im Meer, drei auf Land.

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+++ 2.15 Uhr: Trump: Treffen mit Xi Jinping wird schwierig +++

US-Präsident Donald Trump glaubt, dass sein anstehendes Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sehr schwierig werden wird. Eine Woche vor der ersten Begegnung der beiden Staatsmänner in Trumps Domizil in Mar-a-lago (Florida) schrieb Trump am Donnerstagabend auf Twitter, man könne “nicht länger ein so massives Handelsdefizit haben”. In einem zweiten Tweet wandte sich Trump gegen US-Jobverluste, die angeblich China zugute kämen. Amerikanische Unternehmen müssten darauf vorbereitet werden, sich nach Alternativen umzusehen.

+++ Weitere Nachrichten zu Donald Trump und den USA finden Sie hier im US-Nachrichtenüberblick +++ 

+++ 2 Uhr: Bundestag fördert Carsharing +++

Der Bundestag hat am Donnerstag die Förderung von Carsharing beschlossen. Ein von der Bundesregierung eingebrachter Gesetzesentwurf zur “Bevorrechtigung des Carsharing” wurde am Abend nach abschließender Lesung angenommen. Das Carsharing-Gesetz sieht unter anderem die Möglichkeit vor, Parkgebühren für Carsharing-Autos zu senken oder zu streichen. Kommunen sollen auch Abstellflächen ausschließlich für solche Fahrzeuge reservieren können.

+++ 1.30 Uhr: “Selbst-Putsch” in Venezuela: Scharfe internationale Kritik +++

Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, hat die Entmachtung des venezolanischen Parlaments als “Selbstputsch des Staates” verurteilt. “Leider ist das passiert, vor dem wir gewarnt haben”, erklärte Almagro in Washington. Mit der Ausschaltung des Parlaments entfalle die letzte Säule der Regierungsgewalt, die noch vom Willen der Menschen in Venezuela legitimiert gewesen sei. Im Gegensatz zu allen demokratischen Normen habe der Oberste Gerichtshof mit seinem Urteil selbst die Kontrolle über die parlamentarischen Aufgaben übernommen.

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+++ 1 Uhr: Bamf-Chefin macht Druck für Einsichtnahme in Flüchtlings-Handys +++

Die Chefin des Bundesflüchtlingsamts, Jutta Cordt, macht Druck für einen umstrittenen Gesetzentwurf, der ihrer Behörde unter bestimmten Bedingungen Einsicht in die Handy-Daten von Flüchtlingen erlaubt. “Das Auslesen von Handy-Daten würde uns bei Antragstellern ohne Pass helfen, Identität und Herkunft festzustellen”, sagte Cordt der “Rheinischen Post” (Freitag). “Mit diesen Daten wäre es auch leichter zu beurteilen, ob die Antragsteller tatsächlich einen Asylgrund haben. Das würde unsere Arbeit unterstützen.”

Das Bundeskabinett hat im Februar einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Es geht um Flüchtlinge, die bei der Klärung ihrer Identität nicht mitwirken. An dem Vorhaben gibt es aber Kritik von Oppositionsparteien, Rechtsexperten und der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.

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