News des Tages: Vergewaltigung in Bonn: Mutmaßlichem Täter wurde Asyl verwehrt

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 16.37 Uhr: Mutmaßlichem Vergewaltiger von Bonn wurde kurz vor der Tat Asyl verwehrt +++

Dem mutmaßlichen Vergewaltiger einer jungen Camperin in Bonn war einige Tage vor der Tat Asyl in Deutschland verwehrt worden. “Der Fall ist so, dass er tatsächlich am 23. März einen Ablehnungsbescheid bekommen hat”, sagte eine Sprecherin der zuständigen Bezirksregierung Köln. Der Mann aus Ghana habe allerdings direkt am nächsten Tag gegen die Entscheidung geklagt. Das Verfahren sei daher noch anhängig gewesen. Zuvor hatte der “Express” darüber berichtet.

Die Frau und ihr Freund waren am 2. April beim Camping in der Bonner Siegaue überfallen worden. Der Täter soll das Paar bedroht und die Frau vor dem Zelt vergewaltigt haben. Am Samstag wurde der Verdächtige festgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft sind sich sicher, den Richtigen zu haben. Der Mann streitet die Tat allerdings ab. Über eine mögliche Motivation könne man daher bislang nur mutmaßen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn. Zuletzt war der 31-Jährige in einer Asyl-Einrichtung in Sankt Augustin gemeldet gewesen.

+++ 16.13 Uhr: Russland und Iran kritisieren US-Angriff in Syrien scharf +++

Russland und der Iran haben den US-Angriff auf eine syrische Luftwaffenbasis scharf kritisiert. Die Außenminister Sergej Lawrow und Mohammed Dschawad Sarif verurteilten die Militäraktion in einem Telefonat am als groben Verstoß gegen das Völkerrecht.
Solche “aggressiven Handlungen” schadeten dem Kampf gegen den Terrorismus, teilte das Ministerium in Moskau mit. Russland und der Iran sind die engsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al Assad.

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+++ 15.37 Uhr: Kölner Polizei entdeckt 384 Kilo Kokain in Bananenkisten +++

Versteckt in 26 Bananenkisten haben Kölner Polizisten in einer Leverkusener Lagerhalle offenbar 384 Kilogramm Kokain entdeckt – und damit den größten Drogenfund in der Kölner Kriminalgeschichte gemacht. Alle nach dem Fund untersuchten Stichproben wiesen die bereits am Samstag beschlagnahmten pulverförmigen Substanzen als Kokain aus, wie das auch für Leverkusen zuständige Polizeipräsidium Köln mitteilte.

Ein Mitarbeiter eines in Leverkusen ansässigen Großhändlers hatte sich am Samstagnachmittag bei der Polizei gemeldet und Angaben zu dem möglichen Drogenfund gemacht. Nach ersten Erkenntnissen stammte die Bananenlieferung ursprünglich aus Ecuador. Nach deren Einschiffung waren die Kartons im Hamburger Hafen außerplanmäßig gelöscht und per Lkw zu dem Leverkusener Händler transportiert worden. In einer der Bananenkisten entdeckten die Ermittler zudem einen GPS-Sender. Sie gehen davon aus, dass die Drogenhändler durch dieses Gerät die Betäubungsmittel in Großlagern schneller finden wollten.

+++ 15.35 Uhr: Flüchtling im Kofferraum: Ermittlungen gegen Abgeordneten eingestellt +++

Dem Bundestagsabgeordneten Diether Dehm (Linke), der einen Flüchtling im Kofferraum nach Deutschland gebracht hatte, droht keine Strafverfolgung mehr. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde mangels Tatverdacht eingestellt, wie Harry Wilke, Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, bestätigte. Die Ermittlungen hätten keine belastenden Anhaltspunkte ergeben. Dehm war Beihilfe zur unerlaubten Einreise in das Bundesgebiet vorgeworfen worden. Die Staatsanwaltschaft Fulda war zuständig wegen Dehms Wohnsitz in Osthessen.

Dieter Dehm schmuggelte Flüchtling nach DeutschlandDer Linken-Politiker hatte im September publik gemacht, dass er im August einen jungen afrikanischen Flüchtling im Auto von Italien über die Schweiz nach Deutschland gebracht hatte. Er habe den jungen Mann dann an Flüchtlingshelfer übergeben. Dehm wollte dem Halbwaisen helfen, zu seinem Vater zu kommen und hatte seine Aktion als zivilen Ungehorsam bezeichnet.

+++ 15.16 Uhr: dm ruft Seife wegen möglicher Verunreinigung mit Bakterien zurück +++

Wegen einer möglichen Verunreinigung mit gefährlichen Keimen ruft die Drogeriemarktkette dm eine Seife ihrer Eigenmarke Balea zurück. Es handele sich um zwei Chargen der Cremeseife “Balea Cremeseife Buttermilk & Lemon” mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 06.2019, teilte das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe mit. Es sei von einer “Verunreinigung vereinzelter Flaschen mit Enterobacter gergoviae auszugehen”, hieß es.

Die Enterobacter-Bakterien gehören nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zur normalen Darmflora. Einige aber, darunter das nun in der Seife gefundene, können beim Menschen Infektionen auslösen – etwa, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Enterobacter seien eine der bedeutsamsten Ursachen für die gefürchteten Krankenhausinfektionen, heißt es beim BfR weiter. Sie können etwa zu Blutvergiftungen, Entzündungen von Haut, Gewebe oder Atemwegen oder auch Harnwegsinfektionen führen.

+++ 15.10 Uhr: Knöllchen-Dauerauftrag nervt die Polizei +++

Die Polizei in Dortmund bekommt Monat für Monat Geld, das sie nicht haben will. Das Ganze ging mit einem Strafzettel los, den die Beamten im Januar 2016 einem polnischen Autofahrer ausstellten, weil der Mann ohne Anschnallgurt unterwegs war. Das Verwarngeld in Höhe von 30 Euro habe ein Freund des 33-Jährigen anschließend vorbildlich per Überweisung beglichen. Offensichtlich hat er jedoch gleich einen Dauerauftrag an die Polizei eingerichtet.

“Pünktlich zum 22. eines jeden Monats erreichen uns somit 30 Euro”, schreibt die Polizei bei Facebook. Dort haben die Ordnungshüter jetzt eine ungewöhnliche Suchaktion gestartet. In dem Aufruf suchen die Beamten nach dem Mann, der ihrer Behörde seit nun schon mehr als einem Jahr monatlich 30 Euro überweist – inzwischen völlig grundlos. 420 Euro seien so schon eingegangen. Den Auftrag bei der Bank einzustellen, sei nicht gelungen, da beide – Freund wie Gurtmuffel – unbekannt verzogen seien. Reicher werden die Beamten durch das Knöllchen per Dauerauftrag nicht: “Bislang überwiesen unsere Kollegen natürlich das Geld zurück. Das wird auch weiterhin geschehen”, schreiben sie.

+++ 14.21 Uhr: Frau fährt mit 3,2 Promille und platten Reifen +++

Platte Reifen und 3,2 Promille: Zwei aufmerksame Zeugen haben in Kahl am Main die gefährliche Fahrt einer stark betrunkenen Frau gestoppt. Einem Mann waren am Sonntagabend die beiden platten Reifen des Autos aufgefallen, weshalb er an einer Kreuzung auf das Fahrzeug zulief. Etwa zur gleichen Zeit wollte die Frau aus der Nähe von Aschaffenburg aus ihrem Wagen aussteigen, fiel dabei aber zu Boden. Eine zweite Zeugin zog den Zündschlüssel ab.

Die Polizei stellte bei der Fahrerin einen Atem-Alkoholwert von 3,2 Promille fest. Woher die Frau kam, wohin sie wollte und wie weit sie in dem Zustand bereits gefahren war, war der Polizei zufolge zunächst unklar – sie war auf der Wache noch nicht vernehmungsfähig. “Vermutlich ist die Frau mit ihrem Auto gegen einen Randstein oder eine Verkehrsinsel gefahren und hat damit die Reifen zerstört”, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 14.01 Uhr: Britischer DJ will “höchste Party der Welt” geben +++

Der britische Star-DJ Paul Oakenfold will die “höchste Party der Welt” feiern. Der 53-Jährige erreichte heute das Basiscamp am Mount Everest in Nepal, wo er morgen ein Set spielen will – auf 5380 Metern Höhe. “Wir sind jetzt hier, um Soundchecks zu machen”, erläuterte Oakenfold der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. “Alle hier sind wirklich aufgeregt.”

Der DJ, der schon mit Madonna und U2 zusammenarbeitete, ist in Begleitung eines Teams aus Yaks und Trägern, die seine Audioausrüstung schleppten. Der Auftritt am Mount Everest ist der erste in einer Serie von Konzerten, mit denen Oakenfold auf die Folgen der Klimaerwärmung aufmerksam und für Hilfsorganisationen Spenden sammeln will. In Nepal will er Hilfsgelder für die Überlebenden des Erdbebens von 2015 sammeln, bei dem fast 9000 Menschen ums Leben kamen und tausende weitere ihr Obdach verloren. Doch die Aktion findet nicht nur Zustimmung: Kritiker bemängeln, der DJ werde Frieden und Ruhe im Himalaya stören.

+++ 13.59 Uhr: Mutmaßlicher Ladendieb flieht mithilfe von Reizgas +++

Ein mutmaßlicher Ladendieb soll sich in Nordrhein-Westfalen mit Reizgas zur Flucht verholfen haben. Ein Mitarbeiter des Supermarktes in Porta-Westfalica sei durch den Stoff verletzt worden, sechs weitere erlitten leichte Reizungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen war der Mann laut Polizei beim Diebstahl ertappt und am Eingang von einem Mitarbeiter angesprochen worden. Daraufhin soll er den Stoff versprüht haben und getürmt sein. Die Polizei suchte zunächst vergeblich nach ihm.

+++ 13.33 Uhr: Usbeke laut Polizei “mit großer Sicherheit” Täter von Stockholm +++

Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Stockholm festgenommene Usbeke ist nach Einschätzung der schwedischen Polizei “mit großer Sicherheit” der Täter. Das sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson bei einer Pressekonferenz. Der 39-Jährige steht unter Terror- und Mordverdacht. Am Sonntag hatte die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen, über den sie zunächst keine näheren Angaben machte. Bei dem Lkw-Anschlag in einer großen Einkaufsstraße in Stockholm waren am Freitag vier Menschen getötet und 15 verletzt worden.Schweden Kaufhaus 11.11

+++ 12.41 Uhr: Papst betreibt Waschsalon für Obdachlose und Bedürftige +++

Papst Franziskus betreibt nun auch einen Waschsalon für Obdachlose in Rom. Die sechs Waschmaschinen und sechs Trockner seien dafür gedacht, dass Bedürftige ihre Decken und Kleidung waschen könnten, teilte das Almosenamt des Vatikans mit. Der päpstliche Waschsalon im Stadtteil Trastevere würde der Barmherzigkeit, die der Papst als Motto des vergangenen Heiligen Jahres ausgerufen hatte, eine konkrete Form geben. Der Pontifex ist für seinen Einsatz für die Armen bekannt. In Rom gibt es bereits einen Friseur für Obdachlose, auch verteilte das Wohltätigkeitsamt schon Schlafsäcke und Regenschirme an die Menschen auf der Straße. Zudem lud der 80-jährige Argentinier Obdachlose zu einer Massenaudienz oder zum Mittagessen ein.

+++ 12.38 Uhr: Hund wird von Auto erfasst – und überlebt auf kuriose Weise +++

Tierisches Glück: Der 13 Jahre alte Mischlingsrüde “Bruno” war seiner Besitzerin in Donaustauf bei Regensburg entwischt und wurde von einem Auto frontal erfasst. “Bruno” überlebte den Zusammenprall aber auf kuriose Weise, wie die Polizei mitteilte. Er wurde nicht überfahren, sondern in der Fahrzeugfront eingeklemmt. Da der Fahrer den Hund nicht herausbekam, fuhr er in eine nahe gelegene Werkstatt. Dort wurde “Bruno” vorsichtig aus dem schmalen Schlitz geholt. Er erlitt lediglich kleinere Prellungen.

+++ 12.31 Uhr: 17-Jähriger in Brandenburg soll seine Mutter zerstückelt haben +++

Ein 17-Jähriger soll in Borkheide bei Potsdam seine Mutter getötet und zerstückelt haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war die Bluttat am Samstag von Polizeibeamten entdeckt worden, nachdem die 58-Jährige Frau von einer Bekannten als vermisst gemeldet worden war. Zuerst hatte die “Märkische Allgemeine” darüber berichtet. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich am Nachmittag äußern. Die Polizisten entdeckten Blutspuren im Haus und auf dem Grundstück. Im Garten gab es auch Brandspuren, zudem wurden dort Knochen gefunden. Bei der weiteren Suche wurden in dem kleinen Ort an verschiedenen Stellen der Torso der Frau und weitere Leichtenteile entdeckt.

+++ 12.22 Uhr: Schweigeminute für Opfer des Lkw-Anschlags von Stockholm +++

Schweden hat mit einer landesweiten Schweigeminute der Opfer des Lkw-Anschlags in der Stockholmer Innenstadt gedacht. An einer Trauerzeremonie Punkt 12 Uhr vor dem Rathaus der schwedischen Hauptstadt nahm neben Ministerpräsident Stefan Löfven und Bürgermeisterin Karin Wanngard fast die gesamte Königsfamilie teil. Auch in anderen Orten waren Trauerfeiern vorgesehen. Der mutmaßliche Attentäter, ein 39-jähriger Usbeke mit Sympathien für den IS, war am Freitagnachmittag mit einem gestohlenen Lastwagen durch eine Einkaufsstraße gerast und dann in das Kaufhaus “Ahlens” gekracht. Er tötete vier Menschen, 15 weitere wurden verletzt. Bereits am Sonntag hatten sich in der Stockholmer Innenstadt mehr als 20.000 Menschen versammelt, um gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein Zeichen für Toleranz und Offenheit zu setzen.

Schweden Kaufhaus

+++ 12.20 Uhr: Gülle schwappt in Cabrio +++

Ein stinkendes Bad in Gülle haben ein Cabrio-Fahrer und seine Tochter in Bayern über sich ergehen lassen müssen. Der 53-Jährige und seine 14-jährige Tochter waren am Samstag mit offenem Verdeck in Altomünster unterwegs, als ein ihnen entgegenkommender Landwirt mit einem Güllefass einem parkenden Auto auswich – die Gülle schwappte in ihren Wagen. Fahrer und Tochter “waren gebräunt und brauchten eine Dusche”, sagte ein Polizeisprecher am Montag: “Shit happens”. Der Deckel des Güllefasses sei nicht ordnungsgemäß verschlossen gewesen. Verletzt wurden die Cabrio-Insassen nicht, “das Auto können sie aber wegschmeißen”.

+++ 11.43 Uhr: Israel riegelt nach Terrordrohung Grenze zu Sinai-Halbinsel ab +++

Israel hat seinen Grenzübergang zur ägyptischen Sinai-Halbinsel aus Furcht vor einem unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag für eigene Staatsbürger geschlossen. Die Grenze in Taba werde nur für Israelis geöffnet, die aus der einst beliebten Touristenregion zurückkehrten, teilte ein Sprecher des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Er rief Landsleute auf, den Sinai sofort zu verlassen.

Der Grenzübergang verbindet das israelische Eilat am Roten Meer mit Taba in Ägypten. Mit dem erhöhten Alarm reagiert Israel auch auf die Doppelanschläge vom Sonntag auf koptische Christen in Ägypten mit 46 Toten und Dutzenden Verletzten. Das israelische Militär meldete, vom Sinai sei eine Rakete Richtung Israel abgeschossen worden. Sie schlug nach Angaben der Polizei in einem Gewächshaus im Süden des Landes ein. Verletzte gab es demnach nicht. Weitere Details waren nicht bekannt.

Israel Sinai Grenze

+++ 11.42 Uhr: 18-Jährige bringt Baby in 13.000 Metern Flughöhe zur Welt +++

Eine 18 Jahre alte Französin hat in einem Flugzeug in 13.000 Metern Höhe eine Tochter zur Welt gebracht. Die Frau war am Freitag in einer Maschine der Fluggesellschaft Turkish Airlines auf dem Weg von Conakry in Guinea nach Istanbul, als die Wehen einsetzten, wie die Fluggesellschaft heute bestätigte. Der Flieger landete danach in Ouagadougou im westafrikanischen Burkina Faso zwischen. Eine Flugbegleiterin erzählte nach Angaben der Zeitung “Hürriyet”: “Wir waren mit unserem Service fertig, dann begann plötzlich die Geburt.” Die Crew sei für solche Fälle ausgebildet und habe bei der Geburt geholfen. “Wir wussten zwar, dass sie schwanger war, aber nicht, dass sie schon im neunten Monat war”, sagte die Flugbegleiterin weiter. “Man hat es auch nicht gemerkt.”

Die Mutter nannte das Baby der Zeitung zufolge Kadiju und ging in Ouagadougou von Bord. Dort sei sie ärztlich versorgt worden. Passagiere hätten als Geschenk Geld für das Baby gesammelt. Auf Twitter zeigte Turkish Airlines Fotos von der Crew und dem Säugling und schrieb dazu: “Willkommen an Bord, Prinzessin!”

+++ 11.27 Uhr: Hilfsorganisation warnt vor Hungerkatastrophe im Jemen +++

Unicef Hungersnot Kinder AfrikaDie Menschen im Jemen sind nach Angaben der Hilfsorganisation Care von einer schweren Hungersnot bedroht. “Die Situation der Menschen ist katastrophal. Viele berichten, dass ihre Kinder kaum noch etwas zu trinken und zu essen haben. Wenn Krieg und Blockaden anhalten, ist eine Hungersnot unabwendbar”, erklärte Care-Generalsekretär Karl-Otto Zentel in Berlin. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in dem Bürgerkriegsland hätten nicht genug zu essen, rund 462.000 Kinder seien akut unterernährt. Hilfsorganisationen hätten es schwer, die Menschen zu erreichen. Die Konfliktparteien blockierten Transporte, die Infrastruktur werde immer wieder Ziel militärischer Angriffe. Zudem ist nach Angaben von Care bisher nur ein Bruchteil der notwendigen Hilfen finanziert. Nötig seien rund zwei Milliarden Euro, um zwölf Millionen Menschen zu unterstützen.

Im bitterarmen Jemen wütet seit zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern der sunnitischen, international anerkannten Regierung des Landes und schiitischen Huthi-Rebellen. Die Aufständischen hatten zuvor einen großen Teil des Landes überrannt. Sie kontrollieren heute weite Teile ihres Siedlungsgebietes im Nordwesten samt der Hauptstadt Sanaa.

+++ 11.23 Uhr: Zahl der Asylsuchenden leicht gestiegen +++

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist im März im Vergleich zum Jahresbeginn leicht gestiegen. Im vergangenen Monat reisten 14.976 Asylsuchende nach Deutschland ein, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Im Februar hatte die Zahl bei 14.289 gelegen, im Januar bei 14.476. Die meisten Asylbewerber im März stammten aus Syrien (3679), Irak (1402) und Afghanistan (1017). Die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellten Asylanträge lag bei 20.136.

+++ 11.14 Uhr: Chinesischer Dissident Yu Zhijian im US-Exil gestorben +++

Fast 28 Jahre nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Pekinger Tiananmen-Platz ist der chinesische Dissident Yu Zhijian im Alter von 53 Jahren im Exil in den USA gestorben. Ihr Mann sei bereits am 30. März an Komplikationen einer Diabetes-Erkrankung gestorben, sagte Yus Frau Xian Guie. Yu hatte in China fast zwölf Jahre im Gefängnis gesessen, weil er mit Tinte gefüllte Eier auf das Mao-Porträt auf dem Tiananmen-Platz geworfen hatte.

Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste war Yu zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im September 2000 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Sein Mitstreiter Yu Dongyue kam 2006 nach 17 Jahren Haft aus dem Gefängnis frei. 2009 gingen beide in die USA, wo sie politisches Asyl erhielten. Ein dritter Verurteilter, der bereits 1998 freigelassen wurde, lebt seit 2004 ebenfalls im Ausland. Yu habe die Aktion gegen das riesige Mao-Porträt, das noch heute am Tiananmen-Platz hängt, “nie bereut”, sagte seine Frau. Er habe sich aber gerne bei Maos Familie entschuldigen wollen.

+++ 11 Uhr: Zwei Gefährder aus Ulm abgeschoben +++

Die Behörden haben zwei tunesische Gefährder aus Ulm in ihre Heimat abgeschoben. Wie Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt am Montag mitteilten, wurde gegen die beiden 35-Jährigen seit Dezember wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Beide waren demnach aufgefallen, weil sie den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gut geheißen hatten. Befürchtet wurde, dass sie ebenfalls einen solchen Anschlag planten. Dafür wurden aber keine Beweise gefunden, hieß es. Da ihre Asylanträge ohnehin abgelehnt worden waren, wurden demnach vorsorglich “aufenthaltsbeendende Maßnahmen” eingeleitet. Gefährder sind Menschen, denen die Behörden einen Anschlag zutrauen.

+++ 10.11 Uhr: Vater in Thailand sticht aus Ärger übers Smartphone auf Tochter ein +++

Aus Ärger über ihr ständiges Hantieren mit dem Smartphone hat ein Vater in Thailand nach Polizeiangaben seiner 13-jährigen Tochter die Kehle aufgeschlitzt. Das Mädchen überlebte den Angriff und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Gegen den 41 Jahre alten Mann aus der Provinz Petchburi im Südwesten der Hauptstadt Bangkok wurde Haftbefehl wegen Mordversuchs erlassen.

Der Mann sagte nach Angaben der Polizei, er habe mit seiner Tochter schon häufiger Streit wegen des Smartphones gehabt. Den Aufforderungen, nicht mehr mit ihrem Freund zu kommunizieren und das Gerät aus der Hand zu legen, sei sie aber nie gefolgt. Der Mann wurde gefasst, als er mit einer anderen Tochter, einer Fünfjährigen, auf der Flucht war. Wegen anderer Straftaten war er bereits zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

+++ 10.01 Uhr: Zehn Verletzte nach Prügelei unter Fußball-Fans +++

Bei einer Massenschlägerei zwischen Fans des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und des Drittligisten Hansa Rostock sind zehn Menschen verletzt worden. Der Bahnhof Frankfurt-Niederrad musste nach der Prügelei am Sonntag stundenlang gesperrt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Fans aus Rostock kamen von einem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft bei der Reserve von Mainz 05. Am Bahnhof trafen sie dann auf eine noch unbekannte Zahl an Eintracht-Anhängern. Die Polizei überprüfte 92 Rostock-Fans und sperrte den Bahnhof für rund drei Stunden.

Es werde davon ausgegangen, dass sich die Gruppen im Vorfeld verabredet hätten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag. Die Behörde erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, Körperverletzung und einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Sachschaden entstand nicht. Nun sollen mehrere Zeugen vernommen werden. Dazu sei eine Koordination mit der Polizei in Rostock nötig, sagte der Bundespolizeisprecher.

+++ 9.21 Uhr: Fahrgastrekorde bei Bussen und Bahnen +++

Die Menschen in Deutschland haben Busse und Bahnen im vergangenen Jahr so häufig genutzt wie nie zuvor. Fast 11,4 Milliarden Mal fuhren sie mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln, das war ein Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 und ein Rekordwert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Durchschnittlich beförderten Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen, Stadtbahnen und die Eisenbahn pro Tag 31 Millionen Fahrgäste im Linienverkehr. Bestwerte gab es sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Die stärkere Nutzung führte die Wiesbadener Behörde auch auf die gestiegene Zahl von Erwerbstätigen, Schülern und Studenten zurück.

+++ 9.12 Uhr: Kleinkind fährt Seniorin an – 83-Jährige schwer verletzt +++

Ein Kleinkind hat mit seinem Fahrrad in Berlin eine 83-jährige Frau angefahren, die dabei schwer verletzt wurde. Die Seniorin lief am Sonntagabend auf einem Gehweg, als sie von dem Kleinkind, das mit Stützrädern fuhr, erfasst wurde, wie die Polizei mitteilte. Die Frau stürzte und prallte gegen ein abgestelltes Motorrad. Sie kam mit schweren Kopfverletzungen und Verdacht auf Oberschenkelbruch in ein Krankenhaus. Das Kleinkind war in Begleitung einer erwachsenen Frau, die zusammen mit dem Kind davonfuhr. Nach ihr wird nun gesucht.

+++ 8.53 Uhr: Rund die Hälfte der Türken in Deutschland wählt bei Referendum +++

An der Abstimmung über die türkische Verfassungsreform hat sich in Deutschland rund die Hälfte der wahlberechtigten Türken beteiligt. Die Wahlbeteiligung lag damit deutlich über der bei der Parlamentswahl 2015. Bis zum Sonntagabend gaben 48,73 Prozent oder 696.863 der 1.430.127 in Deutschland registrierten türkischen Wähler ihre Stimme ab, wie die Wahlkommission in Ankara mitteilte. Allerdings ist das noch nicht die abschließende Beteiligung: Auslandstürken können noch bis inklusive 16. April – dem Tag des Referendums in der Türkei – an Grenzübergängen abstimmen.

Von den Wahlberechtigten in Deutschland stimmten 660.780 (46,2 Prozent) in den von den hiesigen türkischen Konsulaten eingerichteten Wahllokalen ab. Weitere 36.083 (2,52 Prozent) wählten an Grenzübergängen zur Türkei.

+++ 8.21 Uhr: Mann bei Absturz eines Modellflugzeuges schwer verletzt +++

Ein 47-jähriger Mann ist am Niederrhein durch ein abstürzendes Modellflug schwer verletzt worden. Der Besucher eines Flugplatzes für Modellflugzeuge in Nettetal trug schwere Verletzungen am Kopf und im Gesicht davon, wie die Polizei am Sonntagabend in Viersen mitteilte. Der Mann aus Dülken wurde nach dem Zwischenfall am frühen Sonntagnachmittag mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Akute Lebensgefahr bestand nicht. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um den genauen Hergang des Unglücks zu klären.

+++ 7.02 Uhr: Auswärtiges Amt sieht erhöhtes Terrorrisiko in Ägypten +++

Das Auswärtige Amt hat nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen auf das Terrorrisiko auch für Ausländer in Ägypten hingewiesen. “Es besteht landesweit ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen. Diese können sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten”, teilte das AA in Berlin mit. Bei Reisen nach Ägypten einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer werde generell zu Vorsicht geraten. Am Sonntag waren bei den schwersten Terrorangriffen auf die christliche Minderheit in Ägypten seit Jahren mehr als 40 Menschen getötet und weitere 110 verletzt worden.

+++ 6.04 Uhr: Mexikanischer Ex-Gouverneur in Italien verhaftet +++

Ein wegen Verbindungen zur Drogenmafia seit mehreren Jahren gesuchter früherer mexikanischer Spitzenpolitiker ist in Italien verhaftet worden. Tomás Yárrington, von 1999 bis 2005 Gouverneur des nordöstlichen Bundesstaates Tamaulipas, sei am Sonntag in Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden gefasst worden, teilte die mexikanische Bundesanwaltschaft mit. Man erwarte, dass er in den nächsten Tagen nach Mexiko ausgeliefert werde. Der Ort der Festnahme wurde nicht bekannt gegeben. Yárrington wird unter anderem vorgeworfen, Bestechungsgelder von Drogenbanden wie dem Golfkartell und “Los Zetas” angenommen zu haben.

+++ 5.49 Uhr: Kirchen feiern Ostern in Jerusalem mit neu-geweihtem Jesu-Grab +++

Tausende Pilger werden zum Karfreitag und zum Osterwochenende in Jerusalem erwartet. Die Kirchen begehen das Fest zum Tod und zur Auferstehung von Jesus Christus am Samstag und Sonntag auch in der neu geweihten Grabkapelle in der Grabeskirche. An dieser Stelle soll nach christlicher Überlieferung Jesus begraben worden und wieder auferstanden sein. Die Grabkapelle wurden in den vergangenen zehn Monaten für knapp 3,5 Millionen Euro restauriert.

+++ 5.14 Uhr: Mehr als 6600 Straftäter in psychiatrischen Krankenhäusern +++

Knapp 10 900 Menschen waren im Jahr 2013 deutschlandweit auf Anordnung eines Strafrichters in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt untergebracht. Mehr als 6600 davon waren nach den aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wegen Schuldunfähigkeit oder verminderter Schuldfähigkeit dauerhaft in der Psychiatrie (§63 Strafgesetzbuch). Viele von ihnen bleiben über Jahre dort.

+++ 5.29 Uhr: Auf Bahnübergang geparktes Auto von Güterzug erfasst +++

 Ein Autofahrer hat seinen Pkw im nordrhein-westfälischen Ratingen auf einem Bahnübergang geparkt und damit einen Zusammenstoß mit einem Güterzug verursacht. Wegen der angespannten Parksituation vor einem Ausflugslokal habe der Pkw-Fahrer am Sonntag offenbar keinen anderen Stellplatz gefunden, teilte die Feuerwehr mit. Passanten hätten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Bahnstrecke befahren werde.

+++ 5.06 Uhr: Mehr als 200 Kämpfer gegen IS stammen aus Deutschland +++

Mehr als 200 Menschen sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums aus Deutschland ausgereist, um an der Seite kurdischer Milizen in Syrien und dem Irak gegen die IS-Terrormiliz zu kämpfen – unter ihnen 69 mit deutschem Pass. Nicht erfasst seien Personen, die sich den kurdischen Streitkräften im Irak, den sogenannten Peschmerga, anschließen wollten, berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” (Montag) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.

+++ 4.16 Uhr: Fünf Bergwanderer sterben in Kanada bei Sturz in die Tiefe +++

Fünf Bergwanderer sind in Kanada bei einem 500 Meter tiefen Sturz getötet worden. Ihre Leichen wurden am Sonntag von einer Suchmannschaft geborgen, wie der Fernsehsender CTV Vancouver berichtete. Die Fünf seien am Samstag am Mount Harvey nördlich von Vancouver auf ein überhängendes Schnee- und Eisbrett geraten, das unter ihrem Gewicht nachgegeben habe. Anderen Mitgliedern ihres Bergwandervereins fiel am Gipfel auf, dass die fünf Kameraden fehlten. Sie fanden Spuren im Schnee, die jedoch an einer langen Abbruchkante endeten. In der Nacht zum Sonntag musste die Such- und Rettungsaktion wegen der Dunkelheit unterbrochen werden.

+++ 3.58 Uhr: Drei Astronauten kehren von Raumstation ISS auf Erde zurück +++

Für drei Astronauten endet nach 173 Tagen ihr Aufenthalt in der Internationalen Raumstation ISS. Ein Amerikaner und zwei Russen sollen an diesem Montag auf die Erde zurückkehren.
Kommandant Shane Kimbrough sowie die Flugingenieure Sergej Ryschikow und Andrej Borissenko werden in einer Sojus-Kapsel um 13.21 Uhr (MESZ) in Kasachstan erwartet, wie die US-Raumfahrtagentur Nasa am Sonntag mitteilte. Unter Kimbroughs Kommando arbeitete die ISS-Crew an Hunderten Experimenten für Biologie, Biotechnologie, Physik und Geowissenschaft.

+++ 3.38 Uhr: Mehrheit der Deutschen steht zum Tanzverbot am Karfreitag +++

Mehr als die Hälfte der Deutschen findet das Tanzverbot an Karfreitag einer Umfrage zufolge gut. 52 Prozent der Befragten befürworten das Musikverbot in Kneipen und Clubs an dem stillen Feiertag, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov mit mehr als 1000 Teilnehmern ergab. 38 Prozent sind demnach dagegen, 10 Prozent machten keine Angabe. Vor allem ältere Menschen sind gegen die Aufhebung des Tanzverbots: Von den Befragten ab 60 Jahren antworteten 62 Prozent entsprechend. 

+++ 1.49 Uhr: Russischer Hacker in Spanien festgenommen +++

Ein russischer Informatiker ist nach Angaben seiner Ehefrau wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einer Cyber-Kampagne zur Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfs in Spanien festgenommen worden. Piotr Lewatschow wurde am Freitag am Flughafen in Barcelona aufgrund einer “internationalen Beschwerde” in Gewahrsam genommen, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

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