News des Tages: Sturmgewehr und Pistole – Bewaffneter Mann in Trump-Hotel festgenommen

Die aktuellen Nachrichten im Überblick:

+++ 22.59 Uhr: US-Bundesstaat Ohio verklagt Pharmabranche wegen Opiate-Sucht +++

Der US-Bundesstaat Ohio hat fünf Pharma-Unternehmen wegen der in der Bevölkerung weit verbreiteten Abhängigkeit von Opiaten verklagt. Generalstaatsanwalt Mike DeWine warf den Firmen vor, in ihrem Marketing absichtlich zu verschleiern oder zu verharmlosen, dass diese rezeptpflichtigen Schmerzmittel süchtig machen könnten. Viele der abhängig gewordenen Patienten seien später zu Drogen wie Heroin oder synthetischen Opiaten gewechselt. Die Hersteller täten bis heute “herzlich wenig”, um Verantwortung für das Opiate-Problem zu übernehmen und der Öffentlichkeit “die Wahrheit” über diese Medikamente zu sagen, kritisierte DeWine. Seine Klage richtet sich gegen die Unternehmen Allergan, Endo Health Solutions, Johnson & Johnson, Purdue Pharma und Teva Pharmaceutical Industries. Sie zielt auf Schadenersatzzahlungen an die Behörden von Ohio sowie die Verbraucher ab.

+++ 21.32 Uhr: Mann stirbt nach Messerattacke in Oldenburg +++

Ein Mann ist nach einer Messerattacke in der Innenstadt von Oldenburg ums Leben gekommen. Er sei am späten Nachmittag mit zwei Männern im Alter von 22 Jahren in Streit geraten, teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen seien religiöse Konflikte dafür der Auslöser gewesen. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe einer der 22-Jährigen ein Messer gezogen und auf das Opfer eingestochen. Es starb noch am Tatort. Die Männer flohen zunächst, wurden jedoch wenig später festgenommen. Die Identität des Opfers war zunächst laut Polizei nicht zweifelsfrei geklärt.

+++ 20.37 Uhr: Schulz mit Fünf-Punkte-Plan für ein starkes Europa gegen Trump +++

Mit einem Fünf-Punkte-Plan für ein stärkeres Europa will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den Kontinent für die Auseinandersetzung mit den USA wappnen. Die “peinlichen und würdelosen Auftritte” von US-Präsident Donald Trump bei Nato- und G7-Gipfel hätten gezeigt, dass Europa selbstständiger werden müsse. “Ein starkes Europa ist entscheidend für unseren Frieden, für unseren Wohlstand und für unsere Sicherheit”, sagte Schulz bei einem Wirtschaftsempfang der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin. Konkret stellte der Kanzlerkandidat fünf Punkte für eine EU-Reform vor: eine vertiefte Wirtschafts- und Finanzpolitik mit eigenem Haushalt für die Eurozone, ein wertegebundener Außenhandel, eine gemeinsame Migrations- und Asylpolitik, eine Fortsetzung des ehrgeizigen Klimaschutzes (auch ohne die USA) und eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. 

+++ 19.46 Uhr: 17-jähriger Syrer in Brandenburg aus Polizeigewahrsam entlassen +++

Einen Tag nach seiner Festnahme wegen Terrorverdachts ist ein 17-jähriger Syrer aus der Uckermark aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Die Vernehmungen in seinem Umfeld und die Auswertung von Telefon und Tablet hätten ihn nicht belastet, teilte die Polizei mit. Es habe keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne oder Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen gegeben. Über den Fall war auch der Generalbundesanwalt informiert worden. Die Karlsruher Behörde hatte ihn aber nicht übernommen. Der 17-Jährige war von einem Spezialeinsatzkommando unter Terrorverdacht in einem Jugendheim festgenommen worden. Die Brandenburger Polizei hatte auf Hinweise von Ermittlungsbehörden aus Hessen und Berlin reagiert, die sich auf eine Textbotschaft an seine Mutter stützten. Die Polizei will den jungen Mann weiter auf dem Radar behalten.

+++ 19.31 Uhr: ”Knöllchen-Horst” scheitert vor Gericht +++

Ein als “Knöllchen-Horst” bekannter Mann aus Niedersachsen hat im Zusammenhang mit seiner privaten Jagd auf Verkehrssünder eine juristische Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Göttingen entschied nach Angaben eines Sprechers, dass eine Privatperson andere Verkehrssteilnehmer nicht filmen dürfe, um deren vermeintliche Verkehrssünden zu dokumentieren, wenn sie nicht selbst betroffen sei (Az. 1 A 170/16). Damit dürfe der Kläger eine sogenannte Dashcam nicht verwenden, um vermeintliche Verkehrsverstöße zu dokumentieren, sage der Sprecher. “Knöllchen-Horst” zeigte in den vergangenen Jahren Zehntausende Verkehrsteilnehmer an. Dabei ging es vor allem um angebliche Park-Verstöße.

+++ 19.01 Uhr: 38-jähriger Franzose gibt Schändung von De-Gaulle-Grab zu +++

Ein 38 Jahre alter Mann hat zugegeben, im betrunkenen Zustand das Grab des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Ostfrankreich geschändet zu haben. “Einen solchen Vorfall hat es seit dem Tod De Gaulles bisher nicht gegeben”, sagte der verantwortliche Staatsanwalt Frédéric Nahon aus Chaumont der Deutschen Presse-Agentur. Der Verdächtige war vergangenen Samstag in Colombey-les-deux-Églises auf das Grab gestiegen und brach mit zwei Tritten das etwa eineinhalb Meter hohe Kreuz ab. Der Weltkriegsheld De Gaulle (1890 bis 1970) wird bis heute von vielen Franzosen verehrt. Der Fall sorgte für großes Aufsehen.

+++ 18.35 Uhr: Bewaffneter Mann in Trump-Hotel in Washington festgenommen +++

In einem zum Unternehmensimperium von US-Präsident Donald Trump gehörenden Luxushotel in Washington ist ein schwerbewaffneter Mann festgenommen worden. Wie der Polizeichef der US-Hauptstadt, Peter Newsham, mitteilte, waren im Wagen des 43-Jährigen ein Sturmgewehr vom Typ AR-15, eine 40-Kaliber-Pistole sowie Munition gefunden worden. Das Fahrzeug war in der Garage des Trump International Hotel geparkt. Die Washingtoner Polizei hatte den Hinweis auf den Mann von ihren Kollegen im Bundesstaat Pennsylvania erhalten, woher der 43-Jährige stammt. Auch der für den Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service war bei der Festnahme dabei. Der Secret Service war nach eigenen Angaben von einem “besorgten Bürger” sowie vom Sicherheitspersonal des Hotels alarmiert worden. Der Mann sei wegen unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen worden.

Angaben zu den möglichen Motiven des Mannes, sich bewaffnet in das Hotel zu begeben, machten die Behörden zunächst nicht. Trump hält sich häufig in dem Hotel auf, das im Oktober eingeweiht worden war. Das Hotel befindet sich im Old Post Office, dem früheren Hauptsitz der US-Post, und liegt nur zehn Minuten Fußweg vom Weißen Haus entfernt.

+++ 18.24 Uhr: Gericht genehmigt von der Leyens Kampfdrohnen-Pläne +++

Die Bundeswehr darf Kampfdrohnen des Typs Heron TP aus Israel anmieten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte eine entsprechende Entscheidung des Bundeskartellamts. Das teilte das Verteidigungsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. “Wir freuen uns, dass das Gericht unsere Rechtsauffassung bestätigt hat und wir hoffen, dass die Heron schnellstmöglich in Mali eingesetzt werden kann”, sagte ein Sprecher. Vor der Unterzeichnung des Vertrags müsse sich noch das Parlament Ende Juni mit dem Deal befassen. 

Die Anmietung der israelischen Drohnen war vom US-Rüstungsunternehmen General Atomics blockiert worden. General Atomics produziert die Kampfdrohnen “Predator” (Raubtier) und “Reaper” (Sensenmann), die von den USA in ihrem umstrittenen Kampf gegen Terroristen in Ländern wie Pakistan oder Somalia eingesetzt werden. Die Amerikaner hatten vor dem Oberlandesgericht geklagt, nachdem das Kartellamt ihren Einspruch zurückgewiesen hatte. 

+++ 17.53 Uhr: Großeinsatz nach Bombendrohung auf Marktplatz in Husum +++

Eine Bombendrohung hat in der Innenstadt von Husum in Schleswig-Holstein für einen Großeinsatz gesorgt. Wie die Polizei in Flensburg mitteilte, berichteten Zeugen am Nachmittag zunächst von einem auffälligen Wagen, der auf dem Marktplatz herumfuhr. Später habe der Fahrer mehrfach gerufen, dass er eine Bombe in seinem Fahrzeug habe. Die Beamten konnten aber später Entwarnung geben. Beim Eintreffen der Polizei versuchte der Fahrer den Angaben zufolge zunächst, mit seinem Auto in die Fußgängerzone zu fahren. Dies habe durch ein Zivilfahrzeug der Polizei verhindert werden können. Der 50-Jährige sei festgenommen worden, erklärte die Polizei.

+++ 17.44 Uhr: Schüler wollen Abschiebung eines Afghanen stoppen +++

 Mit einer Sitzblockade und einer spontanen Demonstration haben mehrere Hundert Menschen in Nürnberg versucht, die Abschiebung eines 20-jährigen Afghanen zu verhindern. Die Folge war ein größerer Polizeieinsatz, es kam zu tumultartigen Szenen. Neun Polizisten wurden verletzt, fünf Menschen vorübergehend festgenommen. Als Reaktion auf den Vorgang gab es massive Kritik von SPD, Grünen, Linken sowie dem Flüchtlingsrat.

Die Polizei wollte den 20-Jährigen am Morgen in einer Berufsschule während des Unterrichts abholen. Mitschüler hätten sich daraufhin auf die Straße direkt vor den Streifenwagen gesetzt und die Abfahrt blockiert, schilderte ein Polizeisprecher. Auf Facebook und Twitter verbreitete sich ein Aufruf, sich an der Schüler-Aktion zu beteiligen. Die Polizei sprach von zeitweise bis zu 300 Teilnehmern.

Die Einsatzkräfte seien mit einem Fahrrad und zahlreichen Flaschen beworfen worden. Einem Beamten sei ein Zahn ausgeschlagen worden. Die Polizei setzte Pfefferspray und Hunde mit Beißschutz ein. Zur Abwehr von Angriffen seien auch Schlagstöcke verwendet worden. Von den Demonstranten sei aber niemand verletzt worden. 

Nürnberg Demo Afghane Abschiebung Polizei

+++ 17.27 Uhr: Sieben Männer in Kuwait wegen Vergewaltigung von Behindertem zum Tode verurteilt +++

Wegen der Entführung und Vergewaltigung eines geistig behinderten 13-Jährigen hat ein kuwaitisches Berufungsgericht sieben junge Männer zum Tode verurteilt. Wie der Anwalt des Opfers, Ibrahim al-Bathani, sagte, verschärfte das Gericht damit die Strafen aus erster Instanz. Diese lauteten auf zehn Jahre Haft. Das Urteil ist nicht endgültig, der Fall wird abschließend noch dem Obersten Gerichtshof des Emirats vorgelegt.

Die sieben Männer im Alter von 18 bis 23 Jahren hatten den Jungen nach Angaben seines Anwalts im September in ein abgelegenes Gebäude verschleppt und dort vergewaltigt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft filmten sie das Verbrechen teilweise. Bei den Angeklagten handelt es sich um vier kuwaitische Staatsbürger sowie einen Iraker, einen Mann aus dem Jemen und einen Staatenlosen. Das Opfer kommt aus Kuwait. Die Männer sollen ihm mit der Veröffentlichung der Aufnahmen gedroht haben, falls er sie beschuldige.

+++ 16.25 Uhr: EU und China planen gemeinsames Bekenntnis zum Pariser Klimapakt +++

Die Europäische Union und China wollen sich bei ihrem Gipfel am Freitag zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens bekennen. Geplant sei eine umfassende gemeinsame Erklärung, hieß es aus EU-Kreisen. Damit grenzen sich die beiden Partner klar von US-Präsident Donald Trump ab.

+++ 15.17 Uhr: Trump äußert sich zu Gerüchten zum Pariser Klima-Abkommen” +++

Donald Trump äußert sich via Twitter zu den Berichten, er wolle das Pariser Klima-Abkommen aufkündigen. Er werde seine Entscheidung diesbezüglich in den kommenden Tagen verkünden, schreibt der US-Präsident. Seinen Post beendet er mit dem Satz “Make America Great Again”, was sein Statement nicht nach einem eindeutigen Dementi klingen lässt.

+++ 13.50 Uhr: USA treten offenbar aus Pariser Klima-Abkommen aus +++

US-Präsident Donald Trump kündigt einem Medienbericht zufolge für die USA das Pariser Klimaschutzabkommen auf. Das meldete das Online-Portal Axios unter Berufung auf zwei Quellen, die direkt mit dem Thema vertraut seien. Einzelheiten würden derzeit in einem kleinen Team unter Mitwirkung von Scott Pruitt, dem neuen Chef der amerikanischen Umweltbehörde EPA diskutiert, heißt es in dem Bericht. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert den Axios-Bericht. Auch der Sender CBS News berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen.

Unklar sei noch, ob die Vereinigten Staaten formal austreten werden – was drei Jahre in Anspruch nehmen würde – oder ob sie den grundlegenden Klima-Vertrag der Vereinten Nationen aufkündigen, was schneller möglich wäre, aber auch eine noch radikalere Abkehr vom Klimaschutz bedeuten würde. Mit der Entscheidung würde sich Trump in der Klima-Frage praktisch gegen den Rest der Welt stellen. Nur Nicaragua und Syrien unterstützen das Pariser Abkommen nicht. Bisher haben 147 von 197 Staaten den Vertrag ratifiziert.

+++ 13.46 Uhr: Zehntausende Asylentscheidungen sollen überprüft werden +++

In Deutschland sollen zehntausende Asylentscheidungen aus den vergangenen beiden Jahren überprüft werden. Betroffen seien unter anderem junge Männer zwischen 18 und 35 bis 40 Jahren, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin. Überprüft werden sollten Entscheidungen zu Flüchtlingen aus den zehn Hauptherkunftsländern – es gehe um etwa 80.000 bis 100.000 Fälle.

+++ 13.29 Uhr: Spontaner Protest gegen Abschiebung eines Schülers aus Afgahnistan eskaliert +++

Die geplante Abschiebung eines aus Afghanistan stammenden Mitschülers hat an einer Berufsschule in Nürnberg massive spontane Proteste ausgelöst. Als Polizisten den 20-Jährigen aus der Schule abholen und in Abschiebegewahrsam nehmen wollten, gab es spontane Proteste mit Ausschreitungen, so das Polizeipräsidium Mittelfranken. Dabei seien drei Polizisten verletzt und mehrere Demonstranten in Gewahrsam genommen worden. Der Polizei zufolge zeigte sich der afghanische Schüler zunächst kooperativ und ging mit zu einem Streifenwagen. Mitschüler hätten dann durch eine Sitzblockade die Abfahrt des Wagens behindert. Zudem sei auch der 20-jährige Flüchtling zunehmend aggressiv geworden. Derweil sei die Zahl der Protestierenden in kurzer Zeit auf etwa 300 Menschen angestiegen, die Blockade habe mehrere Stunden gedauert. Die Polizei habe nur unter Einsatz von Pfefferspray und durch körperlichen Zwang die Mitnahme des Heranwachsenden durchsetzen können. Im Anschluss habe es weitere Auseinandersetzungen von Protestierenden mit der Polizei gegeben. Außerdem habe sich eine spontane Demonstration in Richtung Nürnberger Innenstadt in Bewegung gesetzt und für anhaltende Verkehrsbeeinträchtigungen gesorgt.

+++ 12.40 Uhr: Forscher entdecken Fisch ohne Gesicht in Australien +++

Einen Fisch ohne Gesicht und andere mysteriöse Meereskreaturen haben Forscher bei einer Tiefseeexpedition vor der Küste Australiens entdeckt. Der gesichtslose Fisch habe “keine Augen oder sichtbare Nase und sein Maul liegt auf der Unterseite”, sagte Expeditionsleiter Tim O’Hara am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Ein solcher Fisch war bislang erst ein Mal erwähnt worden – von Wissenschaftlern an Bord der legendären “HMS Challenger” während einer Fahrt vor Papua-Neuguinea im Jahr 1873.

Fisch ohne Gesicht

+++ 12.15 Uhr: Attentäter von Manchester kaufte wichtige Bestandteile der Bombe selbst +++

Der Attentäter von Manchester hat nach Polizeiangaben wichtige Bestandteile seiner Bombe selbst kauft. Der 22-jährige Salman Abedi sei in den Tagen vor dem Anschlag zudem häufig allein gewesen, teilt die britische Polizei mit. Es sei trotzdem immer noch nicht auszuschließen, dass er Teil eines Netzwerks gewesen sei. Drei nach dem Anschlag festgenommene Männer wurden wieder freigelassen.

+++ 12.09 Uhr: Deutschland und Frankreich verhindern offenbar Nato-Gipfel in der Türkei +++

Deutschland und Frankreich haben nach einem Bericht der “Welt” verhindert, dass der nächste Nato-Gipfel in der Türkei stattfindet. “Wir wollen die Türkei nicht international aufwerten”, zitiert das Blatt hochrangige Nato-Diplomaten. Es solle der Eindruck vermieden werden, “dass die Nato die interne Politik der türkischen Regierung unterstützt.” Der Gipfel könnte nun erneut im Nato-Hauptquartier in Brüssel stattfinden.

+++ 11.51 Uhr: Facebook muss Konto Verstorbener nicht an Eltern freigeben +++

Eltern haben keinen Anspruch auf Zugang zum Facebook-Account ihres verstorbenen Kindes. Das entschied das Berliner Kammergericht in zweiter Instanz und stellte sich damit gegen ein erstes Urteil des Landgerichts von 2015. Geklagt hatte eine Mutter, deren Tochter 2012 an einem Berliner U-Bahnhof von einem einfahrenden Zug tödlich verletzt wurde. Die Eltern wollen klären, ob es sich um einen Suizid gehandelt haben könnte und fordern von Facebook Zugang unter anderem zu den Chat-Nachrichten.

Doch der US-Konzern verweigert sich und beruft sich dabei unter anderem auf den Datenschutz. In erster Instanz hatte das Berliner Landgericht 2015 im Sinne der Mutter entschieden. Facebook war dagegen in Berufung gegangen, weshalb die Entscheidung nun beim Kammergericht lag. Die Richter hatten zunächst eine Einigung angeregt, diese war aber nicht zustande gekommen. Gegen das Urteil ist eine Revision zugelassen.

+++ 11.15 Uhr: Wirt schließt Lokal wegen Attacken nach AfD-Veranstaltung +++

Ein Gastwirt aus Schleswig-Holstein hat einen Auftritt der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry in seinem Lokal vor der Landtagswahl offensichtlich teuer bezahlt. Der Mann schließe den Gasthof, berichteten die “Kieler Nachrichten”. Durch den Auftritt Petrys am 3. März habe sich eine Spirale in Gang gesetzt, sagte Gastwirt Sven Lohse der Zeitung. Es habe zahlreiche Attacken auf seinen Betrieb und ihn selbst gegeben. “Wir haben die Schnauze gestrichen voll”, klagte Lohse. Es seien etwa Eingangstüren beschmiert, Mist abgeladen und Autoreifen zerstochen worden. Zudem sei er am Telefon beleidigt worden.

Die Kieler Polizei bestätigte laut dem Bericht, dass der Gastwirt Anzeige erstattet habe. Alle Taten scheinen demnach “politisch motiviert” gewesen zu sein. Die AfD hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme, Räume für Veranstaltungen zu bekommen.15-Petry: “AfD muss ihr Profil weiter schärfen”-5434360476001

+++ 11.03 Uhr: Frau soll sieben Jahre lang Leiche ihrer Mutter versteckt haben +++

Eine Frau soll in Frankreich sieben Jahre lang die Leiche ihrer Mutter versteckt haben, um deren Rente einzustreichen. Zuletzt versteckte die 55-Jährige den mumifizierten Leichnam in einer ausgeschalteten Tiefkühltruhe in ihrem Garten im südwestfranzösischen Horsarrieu, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Dort wurde die Leiche am Dienstag entdeckt. Mittels einer Obduktion wollten Gerichtsmediziner heute prüfen, ob die Frau eines natürlichen Todes starb.

Die Tochter der Toten soll in den vergangenen Jahren zweimal umgezogen sein – und den Leichnam ihrer Mutter jedes Mal mitgenommen haben. Sie verheimlichte den Tod ihrer Mutter den Ermittlern zufolge, um deren Rente und weitere staatliche Zuwendungen zu erhalten. Sie flog auf, weil sie den Führerschein ihrer mit mehr als 80 Jahren verstorbenen Mutter nutzte, in den sie ein eigenes Foto geklebt hatte – der Altersunterschied war aber zu deutlich. Der Frau werden nun Betrug und Leichenschändung vorgeworfen.

+++ 10.58 Uhr: Kleinkind stürzt aus drittem Stock und landet auf Grill +++

Ein Dreijähriger ist in Thüringen aus dem Fenster gefallen und auf einem Grill gelandet. Der Junge zog sich bei dem Sturz aus einem Fenster im dritten Stock in Eisenberg schwere Verletzungen zu, wie die Polizei in Jena mitteilte. Er habe bei dem Unglück am Dienstag einen Knochenbruch und Stauchungen erlitten. Nachbarn hätten Schreie gehört und den Jungen schließlich auf dem Boden in einem Hinterhof gefunden. Die Polizei ermittelt nun gegen die 27 Jahre alte Mutter und prüft, ob sie ihre Aufsichtspflicht verletzt hat. Sie war den Angaben nach zum Zeitpunkt des Unfalls nicht im Haus, weil sie mit dem Hund Gassi ging.

+++ 10.56 Uhr: Hund beißt 72-jährige Passantin tot +++

Ein großer Hund hat in einer Gemeinde in Baden-Württemberg eine 72-jährige Passantin auf einem Fußweg angegriffen und zu Tode gebissen. Zwar habe eine Zeugin sofort den Rettungsdienst gerufen, allerdings hätten sich die Helfer der am Boden Liegenden nicht nähern können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, wie die Polizei mitteilte. Als der Hund der Rasse Kangal von seinem Opfer abließ, sei es bereits zu spät gewesen: Die Frau erlag ihren schweren Verletzungen an Hals und Kopf. Der aggressive türkische Herdenschutzhund wurde von Polizisten erschossen, nachdem er auf das benachbarte Grundstück seiner 43-jährigen Halterin in Frohnstetten zurückgekehrt war. In einem dortigen Wintergarten hielten sich zudem ein weiter Kangal sowie ein Mischlingshund auf. Da unklar war, ob sich die Halterin in dem verschlossenen Haus befand, ließ die Polizei auch diese beiden Hunde von ortsansässigen Jägern erlegen, um gefahrlos das Gebäude betreten zu können. Dort trafen die Beamten mehr als 20 Katzen an.

Die Hundehalterin kehrte erst mehr als drei Stunden nach der tödlichen Beißattacke zu ihrem Haus zurück. Gegen sie und ihren getrennt lebenden Ehemann ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen fahrlässiger Tötung. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der getöteten 72-Jährigen an. Die Hunde sollen seziert werden. Kangals werden mit ca. 70 cm bis 85 cm sehr groß und erreichen ein Gewicht zwischen 40 kg und 70 kg.

+++ 10.44 Uhr: Zahl der Raucherkrankheiten steigen um 30 Prozent +++

In deutschen Krankenhäusern werden immer mehr lebensbedrohlich erkrankte Raucher behandelt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden im Jahr 2015 rund 450.000 Patienten mit einer Raucherlunge oder Lungenkrebs stationär aufgenommen. Das sind 30 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Mehr als 45.000 Menschen starben an Lungen- oder Bronchialkrebs. Damit ist diese Erkrankung inzwischen die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. An ihrem Raucherhusten – einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, COPD – starben gut 31.000 Menschen.

Zwar rauchen in Deutschland immer weniger Menschen Zigaretten – dafür aber immer mehr Pfeife und vor allem Wasserpfeife. Im Jahr 2007 wurden noch 251 Millionen versteuerte Zigaretten verkauft, 2016 waren es nur noch 205 Millionen. Im gleichen Zeitraum stieg der Konsum von Pfeifentabak von vier auf sieben Tonnen an. Nach Angaben des Bundesamtes liegt der tatsächliche Verbrauch von Tabak deutlich höher, da nur versteuerte Tabakwaren in die Statistik einfließen.

+++ 10.18 Uhr: Deutsche Botschaft bei  Anschlag in Kabul massiv beschädigt +++

Bei dem schweren Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist die deutsche Botschaft massiv beschädigt worden. An der Frontseite wurden unter anderem Dutzende Fenster eingedrückt, wie Fotos vom Tatort zeigen. Unter den mindestens 80 Todesopfern des Anschlags ist ein afghanischer Sicherheitsmitarbeiter, der das Gelände beschütze. Mehrere Bedienstete der Botschaft wurden verletzt. In dem Gebäude haben auch der Botschafter und sein Stellvertreter ihre Büros.Kabul Anschlag deutsche Botschaft_9.40

+++ 10.10 Uhr: Party endet nach Verzehr von Haschischkuchen im Krankenhaus +++

Schlecht bekommen ist den Gästen einer Geburtstagsparty der Kuchen eines 22-jährigen Studenten aus Zweibrücken. Weil er in den Teig auch mehrere Gramm Haschisch mischte, mussten acht Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren am Dienstagabend in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, wie die Polizei in Pirmasens mitteilte. Sie wurden dort stationär behandelt.

Kurz nachdem sie den Kuchen gegessen hatten, mussten sich die Geburtstagsgäste zunächst übergeben. Als Schweißausbrüche, starkes Zittern und Kreislaufprobleme hinzukamen, riefen sie um Hilfe. Mehrere Notärzte rückten an und brachten die jungen Erwachsenen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser in Zweibrücken, Pirmasens, Homburg und Neunkirchen.

+++ 10.05 Uhr: Russische Marine beschießt IS mit Marschflugkörpern +++

Als Demonstration militärischer Stärke hat die russische Marine Stellungen des sogenannten Islamischen Staates in Syrien mit Marschflugkörpern beschossen. Die vier Geschosse vom Typ Kalibr wurden von einer Fregatte und einem U-Boot im östlichen Mittelmeer abgefeuert, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Der Angriff habe IS-Stellungen mit schweren Waffen und zahlreichen Kämpfern östlich der Oasenstadt Palmyra getroffen.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident Wladimir Putin über den erfolgreichen Einsatz informiert, meldeten russische Agenturen. Vor dem Angriff setzte das russische Militär die USA, die Türkei und Israel in Kenntnis. Russland kämpft im Syrienkrieg aufseiten von Präsident Baschar al-Assad. Seit dem militärischen Eingreifen im Herbst 2015 hat die russische Armee auch Marschflugkörper aus dem Kaspischen Meer abgeschossen oder Langstreckenbomber eingesetzt.

+++ 10 Uhr: Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,498 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 71.000 auf 2,498 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Mai-Wert seit 1991. Damit gab es 166.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent. Auch saisonbereinigt gab es erneut einen Rückgang. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Arbeitslosenzahl lag bei 2,536 Millionen.

“Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig”, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Zahl der Beschäftigten sei erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskräften befinde sich weiter auf sehr hohem Niveau.

+++ 9.52 Uhr: Asylentscheidungen des Bamf sollen viele Mängel aufweisen +++

Bei internen Prüfungen von Asylentscheidungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sind laut Medienberichten zahlreiche Mängel festgestellt worden. So sei bei vielen der 2000 kontrollierten positiven Entscheidungen eine unzureichende Dokumentation aufgefallen, berichteten die Zeitungen “Welt” und “Nürnberger Nachrichten” unter Berufung auf verschiedene Quellen, die mit den Untersuchungsergebnissen vertraut seien.

Bei Antragstellern aus Afghanistan wurden laut den Berichten Mängel bei der Dokumentation bei mehr als 45 Prozent der überprüften Entscheidungen festgestellt. Bei Syrern lag die Quote bei fast 20 Prozent. Die Nürnberger Behörde wollte sich laut den Zeitungen nicht zu den Zahlen äußern. Eine Sprecherin verwies demnach darauf, dass die Ergebnisse heute in einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags präsentiert werden sollten.

+++ 8.51 Uhr: AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt könnte weiter schrumpfen +++

Nach dem Austritt der Abgeordneten Sarah Sauermann aus der Landtagsfraktion der AfD in Sachsen-Anhalt werden einem Bericht zufolge weitere Austritte immer wahrscheinlicher. Der Parlamentarier Gerhard Backhaus sagte nach Angaben der “Mitteldeutschen Zeitung” aus Halle, bei ihm verstärke sich ein entsprechender Entschluss. Er glaube nicht daran, dass er mit dem Fraktionsvorstand noch eine “vernünftige Lösung” für eine weitere Zusammenarbeit finde. “Dazu müsste sich die Fraktionsspitze jetzt bewegen”, sagte Backhaus.

In den letzten Monaten hatte es in der Magdeburger AfD-Fraktion um ihren Vorsitzenden André Poggenburg wiederholt Machtkämpfe gegeben. In der Folge verlor unter anderem der frühere parlamentarische Geschäftsführer Daniel Roi seinen Posten. Am Wochenende erklärte dann Sauermann ihren Austritt. Eine “konstruktive Arbeit im Sinne der Sache” sei nicht mehr möglich, befand sie. Die AfD-Fraktion ist mit nunmehr 24 Abgeordneten aber immer noch die größte Fraktion der Partei in einem Landesparlament.AfD Fakten_16.45

+++ 8.46 Uhr: Raser stirbt bei Flucht vor Polizei +++

Ein Autofahrer ist in Braunschweig bei der Flucht vor der Polizei ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben raste der Mann in der Nacht zu Mittwoch mit rund 200 Stundenkilometern durch die Innenstadt, nachdem er vor einer Polizeikontrolle auf der Autobahn 2 geflüchtet war. In einer Kurve kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Oberleitungsmast der Straßenbahn. Das Fahrzeug wurde komplett zerstört und der Fahrer aus dem Auto herauskatapultiert. Der zunächst nicht identifizierte Mann starb noch am Unfallort. Der Wagen war in der Nacht in Hannover gestohlen worden.

+++ 8.41 Uhr: Brasiliens Präsident muss sich zu Korruptionsvorwürfen befragen lassen +++

Brasiliens Präsident Michel Temer hat 24 Stunden Zeit, um schriftlich auf Fragen der Ermittler zum Bestechungsskandal beim brasilianischen Fleischkonzern JBS zu antworten. Das hat das Oberste Gericht entschieden. Temer steht massiv unter Druck wegen der Korruptionsvorwürfe, lehnt einen Rücktritt aber ab. Laut einem heimlich mitgeschnittenen Gespräch mit einem leitenden JBS-Angestellten soll Temer monatliche Schweigegeldzahlungen an den bereits wegen Korruption inhaftierten ehemaligen Parlamentspräsidenten Eduardo Cunha zugestimmt haben. Cunha, wie Temer Mitglied der rechtskonservativen Partei PMDB, soll über umfassendes Wissen zu den Beteiligten in der Korruptionsaffäre um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras verfügen.

Nach Überzeugung der brasilianischen Justiz hat der Präsident versucht, die großangelegten Ermittlungen zum Petrobras-Skandal namens “Lava Jato” (Autowäsche) zu behindern. Neben der Billigung von Schweigegeldzahlungen soll er in seiner Zeit als Vizepräsident zudem Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Temer mittlerweile wegen Korruption, Behinderung der Justiz und organisierter Kriminalität.

+++ 8.02 Uhr: Polizist erschießt wild gewordene Kuh im Schwarzwald +++

Die Polizei hat an einer Straße im Schwarzwald eine wild gewordene Kuh erschossen. Mehrere Autofahrer hatten die Beamten in der vergangenen Nacht alarmiert, weil das Tier immer wieder auf der Kreisstraße in Villingen-Schwenningen unterwegs war, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Kuh sei sogar über eine Leitplanke gesprungen. Zwar verschwand das Tier immer wieder im Wald, nach einiger Zeit stand es aber wieder auf der Straße. Weil es sich nicht beruhigen ließ und auch kein Besitzer ermittelt werden konnte, erlegte einer der Streifenbeamten das Tier mit der Dienstwaffe. “Den Kollegen hat es leid getan. Aber in einem solchen Fall geht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer vor”, sagte die Polizeisprecherin.

+++ 7.00 Uhr: CDU und CSU schwächeln im stern-RTL-Wahltrend +++

Wahltrend #23 01-06-2017

+++ 6.19 Uhr: Schwere Explosion nahe deutscher Botschaft von Kabul +++

Bei einem massiven Autobombenanschlag nahe der deutschen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Das bestätigte der Leiter der Kabuler Kliniken, Salim Rassuli, am Morgen. Etwa 100 verletzte Menschen seien bisher in Krankenhäuser gebracht worden. Der Sprecher des Innenministeriums, Nadschib Danisch, sprach von Dutzenden Toten und Verletzten. Die Explosion habe sich an einer viel befahrenen Straße zwischen der deutschen Botschaft und einem Sicherheitsposten am Sanbak-Platz ereignet, sagte Innenministeriumssprecher Danisch. Die deutsche Botschaft liegt den Angaben zufolge rund 300 Meter vom Anschlagsort entfernt. In den schwer gesicherten Vierteln stehen auch viele andere Botschaften, das Nato-Hauptquartier in Kabul und afghanische Ministerien. Die Straße ist eng und wird an beiden Seiten von hohen Sprengschutzmauern begrenzt. Die Wucht der Explosion habe mindestens 30 Fahrzeuge zerstört, sagte Danisch.

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+++ 4.59 Uhr: Wiesen und Weiden in Deutschland zunehmend gefährdet +++

Wiesen und Weiden in Deutschland sind zunehmend bedroht. Das geht aus Informationen des Bundesamts für Naturschutz hervor, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) heute vorstellt. Demnach besteht für knapp zwei Drittel der 863 in Deutschland vorkommenden Lebensraum-Arten eine “angespannte Gefährdungslage”, verursacht unter anderem durch intensive Landwirtschaft. Besonders deutlich verschlechtert hat sich die Lage beim Grünland, aber auch Streuobstwiesen stehen vermehrt unter Druck. Positive Entwicklungen gab es dagegen bei Küsten-Biotopen sowie an vielen Flüssen und Bächen, die zum Beispiel von Renaturierungsprojekten und besseren Kläranlagen profitieren. Für Grundwasser gilt das aufgrund der hohen Stickstoffbelastung durch Dünger nicht, auch viele stehende Gewässer sind weiterhin belastet.31-USA testen Abwehr von Interkontinentalrakete-5453986792001

+++ 4.32 Uhr: Panamas Ex-Diktator Noriega eingeäschert +++

Einen Tag nach seinem Tod ist der frühere Diktator von Panama, Manuel Oriega, eingeäschert worden. Bei der privaten Zeremonie in Panama-Stadt seien nur einige Verwandte und Freunde gewesen, darunter Oriegas drei Töchter, sagte ein Freund der Familie vor Journalisten. Die Asche sei der Witwe übergeben worden. Nach Angaben von Noriegas Freund Ruben Murgas wurde keine Autopsie vorgenommen, weil der Ex-Diktator im Krankenhaus gestorben sei. Die Todesursache nannte er nicht. Noriega starb am Montag im Alter von 83 Jahren. Er hatte das zentralamerikanische Land von 1983 bis zu einer US-Invasion 1989 als Militärmachthaber mit harter Hand regiert. Später saß er im Gefängnis. Seit einer Hirntumor-Operation im März hatte Noriega im Krankenhaus gelegen. Nach dem Eingriff gab es Komplikationen, von denen sich Noriega nicht mehr erholte.

+++ 3.44 Uhr: AfD-Vize Gauland lehnt Schweine-Protest gegen Moscheebau ab +++

Wer mit Tierkadavern auf Holzspießen einen Moscheebau verhindern will, findet dafür auch bei der AfD keine Unterstützung. ”Ich glaube nicht, dass es gut und richtig ist, Holzspieße mit Schweinekadavern aufzustellen”, sagte der AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Alexander Gauland, der Deutschen Presse-Agentur. Diese Aktion sei etwas, “was unter Umständen die individuellen Gefühle von Menschen verletzt”. Dass es in Erfurt Bürger gebe, die gegen den Bau einer Moschee in ihrer Gemeinde protestierten, “verstehe und billige ich aber”, betonte der Partei-Vize. Unbekannte hatten diese Woche auf einem Grundstück der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt Teile von Schweinekadavern aufgespießt. Das Schwein gilt im Islam als unreines Tier, dessen Fleisch man nicht verzehren sollte. Gegen den Moscheebau im Ortsteil Marbach hatte es zuvor Proteste und ein Bürgerbegehren gegeben – unterstützt von der AfD.

+++ 3.35 Uhr: Rodin-Skulptur erzielt 3,6 Millionen Euro bei Auktion +++

Eine Marmor-Skulptur von Auguste Rodin ist in Paris für rund 3,6 Millionen Euro versteigert worden. Damit brachte die Darstellung der äthiopischen Prinzessin Andromeda, die der französische Bildhauer 1886-87 schuf, deutlich mehr als den Schätzwert ein, teilte das Auktionshaus Artcurial mit. Die Skulptur, die die auf einem Felsen schlafende nackte Prinzessin zeigt, war auf bis zu 1,2 Millionen Euro geschätzt worden. Das Meisterwerk war 130 Jahre lang im Besitz der chilenischen Familie Vicuña gewesen. Rodin hatte dem Diplomaten Carlos Morla Vicuña 1888 seine Skulptur geschenkt, wie Bruno Jaubert von Artcurial sagte. Es gibt vier weitere Exemplare der “Andromeda”, drei davon sind in Museen, ein viertes ist in Privatbesitz.

+++ 2.34 Uhr: UN-Generalsekretär mahnt Einhaltung von Klima-Abkommen an +++

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens angemahnt. Dies sei “absolut wesentlich”, sagte Guterres in seiner ersten großen Rede zum Klima an der New York University. Die Welt müsse ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen von 2015 “mit gesteigertem Ehrgeiz” erfüllen. Guterres nannte die US-Regierung nicht direkt – Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen angekündigt, sich aber nach seinem Antritt nicht festgelegt. Guterres sagte nun: “Wenn irgendeine Regierung am globalen Willen und Bedarf dieses Abkommens anzweifelt, ist das ein Grund für alle anderen, sich noch stärker zusammenzuschließen.” Die Welt müsse alles tun, um “unseren Ehrgeiz und Handlungen zu steigern, bis wir die Emissionskurve umkehren und die globale Erwärmung verlangsamen können”, fügte Guterres hinzu. Auf eine Frage aus dem Publikum nach seiner Rede sagte der UN-Generalsekretär, er sei der Meinung, dass es für die USA wichtig wäre, nicht aus dem Klimaschutzabkommen auszusteigen.

+++ 2.09 Uhr: Ermittler glauben nicht an Netzwerk rund um Manchester-Attentäter +++

Nach dem Anschlag von Manchester hegen die Ermittler Zweifel, ob der Selbstmordattentäter wirklich von einem größeren Terror-Netzwerk unterstützt wurde. Zwar sei das nach wie vor nicht auszuschließen, jedoch habe der 22-jährige Salman Abedi die meisten Bauteile für seinen Sprengsatz nachweislich selbst besorgt, erklärte Russ Jackson von der Anti-Terror-Polizei. In der Polizei-Mitteilung heißt es weiter, seit seiner Einreise vier Tage vor der Tat bis zum Anschlag habe Abedi “viele Bewegungen und Handlungen alleine vorgenommen”. Der Attentäter hatte am Montag vergangener Woche 22 Menschen nach einem Konzert des US-Popstars Ariana Grande mit in den Tod gerissen.

+++ 1.28 Uhr: Deutsche Bank muss in USA 41 Millionen Dollar Strafe zahlen +++

Die Deutsche Bank muss in den USA 41 Millionen Dollar (36,7 Millionen Euro) Strafe zahlen, weil sie nur unzureichend gegen Geldwäsche vorgegangen sein soll. Die US-Notenbank Federal Reserve erteilte dem Geldinstitut zudem die Auflage, seine internen Kontrollen im Kampf gegen Geldwäsche zu verbessern. Das Finanzinstitut hatte bereits zu Beginn des Jahres wegen der Geldwäsche-Vorwürfe in einen Vergleich mit den Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien eingewilligt, der sich auf insgesamt 588 Millionen Euro beläuft. Dabei geht es um Praktiken an den Deutsche-Bank-Standorten in Moskau, London und New York in den Jahren 2011 bis 2015. Insgesamt sollten damit zehn Milliarden Dollar gewaschen werden. Zudem rückte die Deutsche Bank in den Untersuchungen zur Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump in den Fokus. Abgeordnete der oppositionellen Demokraten forderten das Finanzinstitut vor wenigen Tagen auf, seine Geschäftsbeziehungen zu dem Immobilienmilliardär offenzulegen und mögliche Informationen über dessen Verbindungen nach Russland zu übermitteln. So soll Trump der Deutschen Bank insgesamt 340 Millionen Dollar (rund 304 Millionen Euro) schulden.

+++ 1.05 Uhr: Archäologen entdecken römisches Badehaus in Südengland +++

Archäologen haben die Überreste eines römischen Badehauses in Südengland entdeckt. Das private Bad sei zunächst mit Hilfe eines Radarsystems unter einem Park in Chichester lokalisiert worden, sagte der zuständige Bezirksarchäologe James Kenny. Eine Ausgrabung habe dann zwei Stadthäuser zu Tage gefördert. Zu einem der Häuser habe das private Bad gehört. Sein Besitzer müsse “sehr reich und wichtig” gewesen sein, mutmaßte der Archäologe. Bemerkenswert sei, dass  die Gebäude mehr als 1000 Jahre lang in einer bewohnten Stadt überdauert hätten, so Kenny. “Es ist nahezu einzigartig, dass römische Überreste in dieser Art von Umgebung so vollständig überleben.” Die Gebäude stammten vermutlich aus dem dritten oder vierten Jahrhundert nach Christus, hieß es. 

+++ 0.25 Uhr: Manchester-Anschlag – Drei Verdächtige wieder auf freiem Fuß +++

Drei nach dem Anschlag von Manchester vor rund einer Woche festgenommene Männer sind wieder auf freiem Fuß. Die 20, 24 und 37 Jahre alten Männer wurden freigelassen, wie die Polizei in der englischen Stadt mitteilte. Damit sind nun noch elf Verdächtige im Zusammenhang mit den Ermittlungen in Polizeigewahrsam. Der 22-jährige Salman Abedi hatte sich am 22. Mai nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen, 116 Menschen wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Jugendliche und Kinder.

+++ 0.10 Uhr: Reaktion auf Nordkorea – USA testen erfolgreich Raketen-Abwehrsystem +++

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen mit Nordkorea haben die USA das Abfangen einer Langstreckenrakete getestet. Das auf dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien installierte Raketenabwehrsystem habe “erfolgreich eine Interkontinentalrakete abgefangen”, erklärten die US-Streitkräfte. Die Rakete sei von den Marshall-Inseln abgefeuert worden, hieß es in der Erklärung der Missile Defense Agency (MDA). Nordkorea versucht, sich solche Interkontinentalraketen zu beschaffen. “Dieses System ist entscheidend für die Verteidigung unseres Landes, und dieser Test zeigt, dass wir ein funktionierendes und glaubhaftes Abschreckungssystem gegen eine sehr reale Bedrohung haben”, erklärte MDA-Direktor Jim Syring. 2014 war ein derartiger Test ebenfalls erfolgreich verlaufen, davor waren drei Tests misslungen. Nordkorea testet regelmäßig Raketen verschiedener Reichweiten. Erst am Montag hatte die Führung in Pjöngjang den “erfolgreichen” Test einer neuen “Präzisionsrakete” bestätigt. Nach Angaben der USA und Südkoreas handelte es sich um eine Kurzstreckenrakete, die etwa 450 Kilometer weit flog und vor Japan im Meer landete. Es war der dritte Raketentest Nordkoreas in weniger als drei Wochen.

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