News des Tages: USA lassen weltweit nach früheren VW-Mitarbeitern fahnden

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 19.20 Uhr: Lawrow: Neue US-Sanktionen bedrohen Beziehungen USA-Russland “ernsthaft” +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht die Beziehungen zwischen den USA und Russland durch die jüngsten US-Sanktionen als “ernsthaft bedroht” an. Derartige Sanktionen seien “vergebliche Versuche”, die Regierung in Moskau unter Druck zu setzen, erklärte Lawrow. Schon zuvor hätten sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland in einer “schwierigen Phase” befunden. Das US-Finanzministerium gab am Dienstag neue Strafmaßnahmen gegen Russland bekannt. Sie richten sich gegen 38 Einzelpersonen und Organisationen. Die neuen Sanktionen hielten den Druck auf Russland aufrecht, im Ukraine-Konflikt “auf eine diplomatische Lösung hinzuarbeiten”, erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin.

+++ 18.45 Uhr: Bericht: USA lassen weltweit nach früheren VW-Mitarbeitern fahnden +++

In der VW-Abgasaffäre lassen die USA nach einem Medienbericht weltweit nach früheren Mitarbeitern des Autokonzerns fahnden. Nach Informationen von “Süddeutscher Zeitung”, NDR und WDR läuft die Fahndung über Interpol. Betroffen sind demnach fünf Ex-Manager und Entwickler von Volkswagen. Darunter seien auch zwei Vertraute des früheren Vorstandschefs Martin Winterkorn, hieß es. Den Gesuchten werden demnach Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen die US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Dem Bericht zufolge wird nicht damit gerechnet, dass Deutschland die früheren VW-Mitarbeiter ausliefert. Allerdings könnten die Gesuchten die Bundesrepublik de facto nicht mehr verlassen, da sie in einem anderen Staat womöglich festgenommen würden. Volkswagen hatte im September 2015 Abgas-Manipulationen bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugegeben.

+++ 17.42 Uhr: FSV Mainz 05 verpflichtet Ex-Nationaltorwart Adler +++

Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat den ehemaligen Nationaltorhüter René Adler verpflichtet. Der 32-Jährige absolvierte erfolgreich einen Medizincheck und unterschrieb anschließend bei den Rheinhessen einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2019. Adler kommt ablösefrei vom Ligakonkurrenten Hamburger SV, den er nach fünf Jahren verlassen hat. Er soll in Mainz den Dänen Jonas Lössl als Nummer 1 ablösen, der in der vergangenen Saison nicht überzeugen konnte.

+++ 17.03 Uhr: Facebook testet in Indien neue Schutzmaßnahmen für Nutzer +++

Facebook hat in Indien neue Schutzmaßnahmen für Nutzer eingeführt. Dabei geht es dem sozialen Internet-Netzwerk laut einer Mitteilung vom Donnerstag vor allem darum, Frauen die Angst vor der Verletzung ihrer Privatsphäre zu nehmen. Zahlreiche Frauen äußerten in der Vergangenheit Vorbehalte, Porträt-Fotos in ihr Facebook-Profil zu stellen. Ein zusätzliches Tool, das mit einem kleinen Schutzschild gekennzeichnet ist, soll künftig verhindern, dass andere Facebook-Nutzer die eigenen Profilbilder herunterladen oder weitersenden können. Darüber hinaus soll es dem Nutzer möglich sein, über seine Bilder ein zusätzliches Design zu legen. Wenn jemand später ein derart gekennzeichnetes Profilbild auf Facebook entdeckt und für nicht autorisiert hält, kann er das dem sozialen Netzwerk anzeigen.

+++ 16.30 Uhr: Der NPD wird das Staatsgeld gestrichen – Breites Bundestagsvotum +++

Drei Monate vor der Wahl hat der Bundestag der rechtsextremen NPD den Geldhahn aus der staatlichen Parteienfinanzierung zugedreht. Nach einem gemeinsamen Vorstoß zunächst aller Bundesländer verabschiedete das Parlament in Berlin ein Gesetzespaket, mit dem die Partei den Zugriff auf Steuergeld und damit eine wichtige Einnahmequelle verliert. Für die notwendige Grundgesetzänderung war eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag erforderlich. 2016 hatte die seit Jahren klamme NPD etwa 1,14 Millionen Euro an staatlicher Parteienfinanzierung erhalten. 

Gunter Gabriel Tribute

+++ 16.10 Uhr: Nach Unwetter Flugverkehr in Tegel wieder normal +++

Nach Durchzug eines Gewitters hat sich der Flugverkehr am Berliner Airport Tegel wieder normalisiert. Zuvor war er vorübergehend erheblich eingeschränkt. Für den Flughafen in Schönefeld gab es zunächst jedoch keine Entwarnung. Die Bodenabfertigung an beiden Airports war zwischenzeitlich eingestellt, wie ein Sprecher am Nachmittag mitteilte. Maschinen, die am Flughafen Tegel bereits abgefertigt waren, konnten starten und auch Flugzeuge im Landeanflug auf Berlin wie geplant landen.

+++ 15.42 Uhr: Musiker Gunter Gabriel ist tot +++

Der Musiker Gunter Gabriel ist tot. Das berichtet Bild.de und bezieht sich auf das Management des Schlagerstars. Demnach starb der Sänger an den Folgen eines Sturzes. Gabriel wurde 75 Jahre alt.

+++ 15.30 Uhr: Mann stirbt bei Unwetter im Norden – Auto unter Baum begraben +++

Bei dem schweren Unwetter über Norddeutschland ist in der Nähe von Uelzen ein 50 Jahre alter Mann gestorben. Er wartete während des Sturms in einem Auto auf einem Parkplatz in Holdenstedt, als ein Baum auf den Wagen stürzte. Seine Frau überlebte leicht verletzt, für den Mann kam jede Hilfe zu spät, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg. Unweit davon wurde eine Radfahrerin auf einer Hauptstraße ebenfalls von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

+++ 15.24 Uhr: Polen reagiert gereizt auf Macron-Kritik +++

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Polens Regierung hat die Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an einigen osteuropäischen Staaten zurückgewiesen. Der Erhalt von EU-Geldern verpflichte Polen nicht, auf die EU zu hören und so viele Flüchtlinge aufzunehmen, wie die Gemeinschaft verlange, sagte Krzysztof Lapinski, Sprecher von Polens Präsident Andrzej Duda. Er reagierte damit auf Kritik Macrons, die er in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” und anderer europäischer Medien geäußert hat.

+++ 14.48 Uhr: Fünf Jugendliche bei Unglücksfahrt mit Planwagen in Hessen verletzt +++

Bei einer verbotenen Traktorfahrt mit einem Planwagen als Anhänger sind in Hessen fünf jugendliche Schüler verletzt worden. Wie die Polizei in Korbach mitteilte, waren 20 Schüler einer Realschulabschlussklasse auf einem Wirtschaftsweg unterwegs, als der Planwagen umkippte. Einer von ihnen, ein 16-Jähriger, steuerte demnach den Traktor, der am Ende einer abschüssigen Strecke von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum stieß.

Dabei sei der Anhänger umgekippt, erklärte die Polizei. Der Fahrer und vier weitere Schüler seien mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Im Einsatz waren demnach drei Rettungs- und ein Notarztwagen, der Sachschaden wurde auf etwa zehntausend Euro geschätzt. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und erklärte, dass der Fahrer nicht alkoholisiert gewesen sei. Die Beamten verwiesen darauf, “dass solche Planwagenfahrten grundsätzlich nicht zulässig sind”.

+++ 14.09 Uhr: Bahn stellt wegen heftiger Unwetter Zugverkehr in Norddeutschland weitgehend ein +++

Wegen heftiger Unwetter hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr in Norddeutschland weitgehend eingestellt. Nach Angaben des Unternehmens wurden Züge auf den Strecken zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen zurückgehalten. Auch die Strecken von Berlin nach Hamburg und Hannover waren demnach betroffen. Unter anderem stürzten den Angaben zufolge Bäume auf Oberleitungen. Die Bahn warnte vor zahlreichen Ausfällen und Verspätungen.

+++ 14.07 Uhr: Verdacht auf Verbrechen – Ermittlungen 29 Jahre nach Tod eines Jungen +++

29 Jahre nach dem Tod eines kleinen Jungen in Hanau sind wegen des Verdachts auf ein Verbrechen Ermittlungen eingeleitet worden. Es besteht der Verdacht, dass der Vierjährige am 17. August 1988 nicht wie angenommen ohne Fremdeinwirkung starb, sondern ermordet wurde – und Mord verjährt nicht. Die Staatsanwaltschaft Hanau bestätigte lediglich ein aufgenommenes Ermittlungsverfahren. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten keine weiteren Angaben gemacht werden, sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies.

Zuerst hatte die “Bild” darüber berichtet. Nach Angaben der Zeitung sollen die sterblichen Überreste des Jungen exhumiert werden. Auch jetzt noch könnten Knochenbrüche nachgewiesen werden. Im Zentrum der Ermittlungen steht nach Informationen der “Bild” ein Paar aus dem Main-Kinzig-Kreis, das in den 1980er Jahren Pflegekinder aufgenommen haben soll. Das Paar gründete nach “Bild”-Angaben eine Sekte. Ein Ermittler sagte der Zeitung, dass dort kaum zu ertragende Zustände geherrscht hätten. Der Junge soll extrem unterernährt gewesen sein, misshandelt worden und daran gestorben sein. 

+++ 13.46 Uhr: Tornado in Hamburg +++

Explosive Mischung am Himmel: In Hamburg gab es am Vormittag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) einen Tornado. Wetterbeobachter der Luftfahrtberatungszentrale hätten den typischen “Luftschlauch” um 11.37 Uhr etwa zehn Kilometer vom Flughafen entfernt gesichtet, sagte der DWD-Tornadobeauftragte Andreas Friedrich. Es habe sich allerdings um einen schwachen und nur kurzlebigen Tornado gehandelt, der zudem nur kurz “Bodenkontakt” hatte – daher seien die Auswirkungen wohl nur gering. Die Feuerwehr Hamburg schrieb auf Twitter, man habe keine Erkenntnisse über einen Tornado.

+++ 13.42 Uhr: Israelisches Gericht: Orthodoxe Juden müssen Frauen als Sitznachbarn hinnehmen +++

In Maschinen der israelischen Fluggesellschaft “El Al” müssen ultraorthodoxe Juden künftig auch neben Frauen sitzen. Ein israelisches Gericht gab einer 83-jährigen Holocaust-Überlebenden Recht, die sich im Dezember 2015 auf einem Flug von New York nach Tel Aviv umsetzen sollte – weil ihr ultraorthodoxer Sitznachbar nicht neben einer Frau sitzen wollte. Damit habe die Fluggesellschaft gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen, urteilte nun das Gericht.

“Unter keinen Umständen” dürfe ein Besatzungsmitglied einen Passagier darum bitten, wegen seines Geschlechts den Sitzplatz zu wechseln, entschied die Richterin. “El Al” hat nun sechs Monate Zeit, um seine Mitarbeiter über die neuen Vorgaben zu informieren.
Nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation IRAC, die sich in Israel für liberale Reformjuden einsetzt und in dem Prozess als Nebenklägerin auftrat, war es das erste Gerichtsverfahren dieser Art – obwohl solche Zwischenfälle bei “El Al” schon öfter vorgekommen seien. IRAC-Präsident Anat Hoffman würdigte die Klägerin als “eine Heldin”. Sie habe die Fluggesellschaft verklagt, um anderen Frauen eine “Demütigung und Diskriminierung” in “El-Al”-Flugzeugen in Zukunft zu ersparen.

In Israel fordern ultraorthodoxe Juden eine strikte Geschlechtertrennung.

+++ 12.40 Uhr: 600 Hochhäuser haben Fassade wie Grenfell Tower +++Teaser

600 Hochhäuser in Großbritannien haben eine leicht entflammbare Außenhülle wie der abgebrannte Grenfell Tower, teilt die britische Regierung mit. Das verheerende Feuer in dem Sozialbau mit mindestens 79 Todesopfern breitete sich vor etwa einer Woche in kürzester Zeit über alle 24 Stockwerke aus. Die Behörden und das zuständige Bauunternehmen waren daher stark in die Kritik geraten. Die erst vor kurzer Zeit angebrachte brennbare Verkleidung des Gebäudes soll maßgeblich zur Katastrophe beigetragen haben.

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, sprach vor den Abgeordneten von einem “Verbrechen”. Jeder einzelne Todesfall in dem Hochhaus hätte vermieden werden können, sagte er. 

+++ 12.29 Uhr: Prinz Philip aus Krankenhaus entlassen +++

Der britische Prinz Philip, 96, ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das bestätigte der Buckingham-Palast in London. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. war wegen einer Infektion am späten Dienstagabend vorsichtshalber in eine private Klinik gebracht worden. Um was für eine Krankheit es sich handelte, teilte der Palast nicht mit.

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+++ 12.06 Uhr: Mangelhafter Feuerschutz in einer Reihe von Hochhäusern in Großbritannien +++

Eine Reihe von Hochhäusern in Großbritannien hat eine leicht entflammbare Außenhülle wie der abgebrannte Grenfell Tower. Das sagte die britische Premierministerin Theresa May am Donnerstag im Londoner Parlament. Die Regierung habe Tests bei 100 Hochhäusern pro Tag veranlasst; die Ergebnisse liegen ihr zufolge binnen Stunden vor. Bei Mängeln würden Eigentümer und Bewohner umgehend informiert. 

Das verheerende Feuer in dem Sozialbau mit mindestens 79 Todesopfern breitete sich vor etwa einer Woche in kürzester Zeit über alle 24 Stockwerke aus. 

+++ 11.46 Uhr: Unwetterwarnung für “Hurricane”-Festival +++

Anreisende zum “Hurricane”-Festival im niedersächsischen Scheeßel müssen mit schwerem Gewitter und Starkregen rechnen. Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstagmittag bis 14 Uhr vor Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter gewarnt. “Bitte begebt euch umgehend in die Autos zurück”, teilte der Veranstalter über Twitter mit. Der Einlass zum Festival werde sich wegen des Unwetters verzögern. Wartende in der Schlange sollten Schutz suchen.

+++ 11.20 Uhr: Studie: Ausländischer Name auf Wohnungsmarkt großes Hindernis +++

Menschen mit einem ausländischen Namen haben es laut einer großen Studie in Deutschland deutlich schwerer, eine Wohnung zu finden. “Besonders hart trifft es Wohnungssuchende mit türkischer oder arabischer Herkunft. In jedem vierten Fall, in dem ein Deutscher eine Einladung zu einer Besichtigung erhält, werden sie übergangen”, berichteten Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks (BR) und des “Spiegel”. Die Autoren hatten 20 000 Anfragen mit erfundenen deutschen und nicht-deutschen Profilen an private und gewerbliche Anbieter in zehn großen Städten geschickt

+++ 11.09 Uhr: Hundefleisch-Festival in Südchina trotz Protesten gestartet +++

Trotz eines zunächst in Aussicht gestellten Verbots hat in der südchinesischen Stadt Yulin das jährliche Hundefleisch-Festival begonnen. An Ständen und in Restaurants wurde am Donnerstag das Fleisch zahlreicher Hunde zum Verzehr angeboten, wie Tierschützer berichteten.

Die Verkäufer des Hundefleischs berufen sich auf eine Tradition, mit der in Yulin die Sommersonnenwende gefeiert werde. Kritiker des Festes werfen den Veranstaltern dagegen vor, die Tiere zu quälen und vor ihrem Tod in zu enge Käfige einzusperren. Teilweise handele es sich auch um gestohlene Haustiere. Hunde auf Bali als Hühnchen verkauft 12.30

+++ 10.48 Uhr: Frau stirbt in Frankreich bei Explosion von Sahnespender +++

Bei der Explosion ihres Sahnespenders ist in Frankreich eine Frau ums Leben gekommen. Der obere Teil des mit Druckluft betriebenen Sahnesyphons knallte der 33-Jährigen in ihrem Haus nahe der ostfranzösischen Stadt Mülhausen an die Brust, wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte. Die Frau, eine bekannte Fitness-Bloggerin, wurde schwer verletzt und verstarb kurze Zeit später.

+++ 10.46 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf eine Bank in Südafghanistan +++

Bei einem Autobombenanschlag auf eine Bank in der hart umkämpften südafghanischen Provinz Helmand sind mindestens 15 Menschen getötet und um die 50 verletzt worden. Das berichteten die Sender 1TV und Tolo TV am Donnerstag unter Berufung auf Provinzbeamte und Augenzeugen. Helmands Polizeichef und der Sprecher des Provinzgouverneurs bestätigten Todesopfer, wollten offiziell aber noch keine genauen Zahlen nennen. 

+++ 10.28 Uhr: Mann stirbt bei Sprung von berühmter Pariser Brücke Pont Neuf +++

Am Rande des Musikfests Fête de la musique ist in Paris ein Mann durch einen Sprung von der berühmten Brücke Pont Neuf ums Leben gekommen. Der 35-Jährige sprang am späten Mittwochabend “absichtlich” von der historischen Brücke in die Seine, wie die Behörden mitteilten. Rettungskräfte konnten nur noch den leblosen Körper bergen. In ganz Frankreich hatten am Mittwochabend Menschen die Fête de la musique gefeiert, bei der auf öffentlichen Plätzen und in Bars Konzerte gegeben werden.

+++ 10.13 Uhr: Asylbewerberheim in Montabaur in Flammen +++

Ein Asylbewerberheim in Montabaur ist am Donnerstagmorgen in Brand geraten. Von möglichen Verletzten war laut Polizei zunächst nichts bekannt. Sie sprach von einem “Vollbrand”. Mehrere Feuerwehren löschten die Flammen. In dem Gebäude im dörflich geprägten Montabaurer Stadtteil Horressen waren 18 Flüchtlinge gemeldet. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst noch nichts sagen.

+++ 9.15 Uhr: Baby wird auf Bundesstraße geboren +++

Eine 37-jährige Schwangere hat ihr Baby unerwartet, aber komplikationslos im Auto auf einer Bundesstraße bei Hameln zur Welt gebracht. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie unterwegs zu einem Geburtshaus, wie die “Deister- und Weser-Zeitung” berichtete. Dann ging die Geburt ihres zweiten Kindes aber schneller als erwartet. 

Der Vater hatte in der Aufregung sein Handy zu Hause vergessen. In seiner Not hielt er ein Auto mit einem Blaulicht auf dem Dach auf der Bundesstraße 217 an. Zuvor war er neben dem Wagen hergefahren und hatte durch Hupen und Gestikulieren zu verstehen gegeben, dass er Hilfe brauchte. In dem Fahrzeug saß jedoch kein Notarzt, sondern ein Notfall-Manager der Bahn. Der rief über die “112″ Hilfe. Als die Leitstelle kurz darauf noch einmal nachfragte, war das Baby schon auf der Welt. Mutter und Sohn seien wohlauf, hieß es.

+++ 8.13 Uhr: Laster kollidiert mit Stadtbahn – Sieben Verletzte in Hannover +++

Bei der Kollision eines Lasters mit einer Stadtbahn sind in Hannover sieben Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Zu den Verletzten gehörten die Stadtbahn-Fahrerin und sechs Fahrgäste, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen. Die Fahrbahn im Stadtteil Misburg wurde voll gesperrt. Ermittlungen zur Unfallursache sind laut Polizei angelaufen. Nähere Angaben konnten zunächst nicht gemacht werden.

+++ 6.59 Uhr: Extreme Hitze sprengt Autobahn auf +++

Die extreme Hitze hat auf der Autobahn 6 bei Hockenheim im Rhein-Neckar-Kreis die Straße aufplatzen lassen. Wegen dieser sogenannten “Blow ups” ist auf Höhe der Rastanlage Hockenheim seit Mittwochnachmittag nur ein Fahrstreifen frei, wie die Polizei mitteilte. Um bei anhaltender Hitze aufgeplatzte Fahrbahnen zu vermeiden, hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe schon am Dienstag Tempolimits von 80 Kilometern pro Stunde für Teile der A5 und der A6 erlassen. “Blow ups” entstehen auf älteren Betonfahrbahnen, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen.22-Angriff in Michigan: FBI spricht von Terrorakt-5479647644001

+++ 6.05 Uhr: Wohnungsnot wächst laut Studie auch außerhalb der Großstädte +++

Wohnungen werden auch außerhalb von Ballungsräumen einer Studie zufolge knapper und teurer. In einem Drittel der regionalen Wohnungsmärkte fehlt Wohnraum, wie das Gutachterinstitut Prognos ermittelt hat. Demnach ist die Situation in 138 Städten und Kreisen problematisch. Selbst für Haushalte mit mittleren Einkommen werde es immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden, heißt es in der Analyse. “Das Phänomen des Wohnungsmangels geht dabei deutlich über die Metropolen und Ballungsräume hinaus.”

+++ 5.37 Uhr: Gewalt in Mexiko eskaliert +++

Die Gewalt zwischen den Drogenkartellen in Mexiko eskaliert: Im Mai stieg die Zahl der Morde landesweit auf die neue Rekordmarke von 2186, wie aus einem Bericht der Behörde für nationale Sicherheit hervorgeht. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren.

Drogenboss Nunez verhaftet 7.50hAm gefährlichsten ist demnach der südliche Bundesstaat Guerrero mit 216 Morden. Im westlichen Bundesstaat Guerrero, wo verfeindete Drogenkartelle nach der Abschiebung des Drogenbosses Joaquin “El Chapo” Guzman in die USA um die Macht kämpfen, wurden im Mai 154 Menschen ermordet. Mexiko leidet seit Jahren unter einem extrem gewalttätigen Drogenkrieg. Zehntausende Menschen wurden dabei bereits getötet. 

+++ 5.04 Uhr: Interesse an Nachrichten ist in Deutschland überdurchschnittlich hoch +++

Das Interesse an dem, was in der Welt passiert, ist in Deutschland ausgesprochen hoch: Von den Erwachsenen mit Internetzugang lesen, hören und gucken 94 Prozent “mindestens mehrmals” in der Woche Nachrichten, 87 Prozent sogar täglich. Das sind Ergebnisse aus dem “Reuters Institute Digital News Survey 2017″, wie das Hans-Bredow-Institut in Hamburg mitteilt, das die deutsche Teilstudie am Donnerstag veröffentlicht. Und 70 Prozent der Befragten gaben an, “äußerst” oder “sehr” an Nachrichten interessiert zu sein. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit diesen Werten auf Platz 9 der 36 Länder, in denen die Daten erhoben wurden. 22-Mittelalterliche Moschee in Mossul gesprengt-5479634227001

+++ 4.15 Uhr: Spekulationen über mögliche neue Abschiebungen nach Afghanistan +++

Ungeachtet der Krisenlage in Afghanistan könnte nach Medienberichten in der kommenden Woche erneut ein sogenannter Abschiebeflug in Richtung Kabul starten. Nach übereinstimmenden Berichten von NDR und Spiegel Online aus der Nacht zum Donnerstag sollten am Mittwoch abgelehnte Asylbewerber – in diesem Falle Straftäter, Gefährder oder Menschen, die ihre Identität nicht verraten wollen – von Leipzig nach Afghanistan geflogen werden. 

Eine offizielle Bestätigung der Behörden dazu gebe es nicht, lauteten die Berichte. Wegen der wiederholten Anschläge in Kabul waren die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan zunächst auf Eis gelegt worden.

+++ 3.25 Uhr: Studie: Junge Deutsche verbringen täglich fast sieben Stunden im Internet +++

Junge Deutsche verbringen einer Studie zufolge täglich fast sieben Stunden im Internet. Das ist dreimal so viel wie ältere Bundesbürger, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine  Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY berichten. Den repräsentativen Ergebnissen zufolge nutzen Deutsche im Alter von 21 bis 30 Jahren 6,9 Stunden pro Tag Internetfunktionen. Dazu zählen nicht nur das Surfen, sondern beispielsweise auch Apps und Spiele. 

Menschen über 61 sind dagegen im Schnitt nur 2,3 Stunden pro Tag online. Bei Bundesbürgern zwischen 31 und 60 Jahren beträgt die Nutzungsdauer laut Studie um die vier Stunden täglich, die 18- bis 20-Jährigen kommen auf 5,1 Stunden. Online-Zeit bei der Arbeit wurde in die Auswertung mit eingerechnet.22-Welt-Yoga-Tag bringt weltweit Menschen auf die Matte-5479650148001

+++ 3.09 Uhr: Falscher Erdbebenalarm in Kalifornien sorgt für Unruhe +++

Ein falscher Erdbebenalarm hat die Bewohner des US-Staats Kalifornien kurzfristig beunruhigt. Forscher des California Institute of Technology in Pasadena hatten Daten des schweren Erdbebens von 1925 ausgewertet und diese am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit der Jahreszahl 2025 irrtümlich per Mail an das US-Erdbebenzentrum weitergeleitet, wie die Medien berichteten. Die Warnung wurde nach wenigen Minuten als Falschmeldung erkannt und gelöscht.

“Die Warnung hat in mehr als nur einem Newsroom Alarmglocken ausgelöst”, kommentierte der Sender abc7. Bei dem Beben im Juni 1925 starben 13 Menschen, große Teile von Santa Barbara wurden zerstört. Kalifornien liegt an der Schnittstelle von zwei tektonischen Platten, daher wird die Region häufig von Erdbeben heimgesucht.22-Chilenische Studenten auf den Barrikaden-5479626838001

+++ 3.04 Uhr: Rund zwei Milliarden Euro Hartz-IV-Sanktionen in zehn Jahren +++

Hartz-IV-Bezieher haben in den vergangenen zehn Jahren knapp zwei Milliarden Euro aufgrund von Sanktionen nicht ausgezahlt bekommen. Die Summe der Gelder, die die Jobcenter an Sanktionen verhängten, beträgt von 2007 bis 2016 insgesamt 1,9 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervorgeht. Hartz-Empfänger werden etwa wegen der Verweigerung eines Jobangebots, des Verschweigens von zusätzlichem Einkommen oder bei Ablehnung einer Fortbildung sanktioniert.

+++ 2.17 Uhr:  Kongo zieht rund 600 UN-Soldaten nach Missbrauchsvorwürfen aus Zentralafrika ab +++

Nach Missbrauchsvorwürfen zieht die Demokratische Republik Kongo ihre rund 600 Soldaten von der UN-Mission in Zentralafrika ab. Präsident Nguesso habe die Entscheidung zum Rückzug getroffen, teilte die UNO mit. Zuvor habe eine Untersuchung des Einsatzes von Militärpersonal aus dem Kongo ergeben, dass Art und Ausmaß der Vorwürfe zu sexueller Ausbeutung und Missbrauch auf “systemische Probleme” in der Kommandoführung hinwiesen. Gegen die rund 12.000 Mann starke Minusca-Mission sind immer wieder Missbrauchsvorwürfe erhoben worden. Unter Verdacht gerieten neben Blauhelmen aus afrikanischen Ländern auch französische Militärangehörige. Mehr als hundert Frauen und Mädchen gaben laut UNO an, von ausländischen Soldaten sexuell missbraucht worden zu sein.

+++ 1.20 Uhr: Nazi-Fund: Argentinien prüft Verbindung zu NS-Größen +++

Nach dem Fund einer mysteriösen Sammlung mit Hitler-Büsten, Waffen und Reichsadlern prüft die argentinische Polizei, ob einige Relikte einer bekannten Persönlichkeit gehört haben könnten. “Diese Objekte können nicht in Händen eines einfachen Soldaten gewesen sein”, sagte der Chef der Kulturschutz-Abteilung der argentinischen Interpol-Einheit, Marcelo El Haibe, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er habe bei einem Treffen in Lyon bereits Kontakt mit einer deutschen Kollegin aufgenommen, die Interesse habe, an der Feststellung des Ursprungs der Nazi-Relikte mitzuarbeiten.

Die Polizei war eigentlich einem möglichen Schmuggel mit chinesischen Kunstobjekten und Mumien auf der Spur gewesen, hatte dann aber bei dem Sammler in einem Vorort von Buenos Aires in einem Nebenzimmer die Sammlung mit 75 NS-Relikten gefunden.

+++ 0.05 Uhr: FBI behandelt Messerattacke in Michigan als Terrorakt +++

Die USA stufen die Messerattacke auf einen Polizisten am Flughafen der Stadt Flint (Michigan) als terroristischen Akt ein. Das gab die Bundespolizei FBI am Mittwoch bekannt. Ein Mann hatte auf dem Flughafen einen Polizisten angegriffen und ihm ein Messer in den Hals gestochen. Der Angreifer soll sich während des Angriffs zu Getöteten in Syrien, Irak und in Afghanistan geäußert haben. Der Polizist sei operiert worden, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte ein Polizeisprecher in Flint. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen 50 Jahre alten Mann aus Kanada.

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