News des Tages: Bundestag stimmt am Freitag über Ehe für alle ab

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 10.50 Uhr: Kabinett beschließt Haushalt für das kommende Jahr +++

Das Kabinett hat die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für den Haushalt des kommenden Jahres beschlossen. Der Etat soll 337,5 Milliarden Euro umfassen. Das sind 2,6 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Nach der Bundestagswahl im September dürften von einer neuen Regierung aber Änderungen an dem Haushaltsentwurf vorgenommen werden.

Eine Neuverschuldung soll es weiterhin nicht geben. Mehrausgaben sind im kommenden Jahr in den Bereichen Verteidigung, innere Sicherheit, bei Verkehrsinvestitionen sowie für Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen.

+++ 10.42 Uhr: Daniel Günther ist neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein +++ 

Der CDU-Politiker Daniel Günther ist neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Der 43-Jährige erhielt bei seiner Wahl im Landtag 42 von 73 Stimmen und führt nun eine Koalition von CDU, FDP und Grünen an.

16: «Jamaika»Partner in Kiel präsentieren Kabinett – 4a95fc64ecf49984

+++ 10.15 Uhr: Ehe-für-alle-Abstimmung findet am Freitag statt +++

Der Bundestag stimmt am Freitag über die Ehe für alle ab. Das berichten mehrere deutsche Medien übereinstimmend. SPD, Grüne und Linke setzten sich demnach im Rechtsausschuss durch: Das Thema kommt am Freitag kurzfristig auf die Tagesordnung des Parlaments. Die Union stimmte gegen die Abstimmung.

Pressestimmen Ehe für alle

+++ 9.40 Uhr: Serena Williams begeistert mit Babybauch-Fotos +++

Die schwangere Tennisspielerin Serena Williams hat sich vom Magazin “Vanity Fair” mit ihrem Babybauch ablichten lassen – und damit einen Hit in den sozialen Medien gelandet. Mehr als 100 000 Reaktionen bekam ihr Post zur August-Titelstory des Magazins allein auf Facebook in den ersten 15 Stunden, knapp 10 000 User teilten ihren Beitrag. ”Meine ersten und einzigen Schwangerschafts-Fotos” schrieb die mehrfache Grandslam-Siegerin über das Titelbild, das sie fast nackt mit deutlicher Baby-Kugel im Profil zeigt. Auf Instagram bekam das Bild mehr als 340 000 Likes.

Serena Williams

+++ 09.05 Uhr: Krähenattacken treiben Post in Kanada zur Verzweiflung +++

Die kanadische Post hat vorübergehend vor einer angriffslustigen Krähe kapituliert. Nach wiederholten Attacken auf Briefträger in Vancouver wurde die Auslieferung dort zeitweilig eingestellt, wie Post-Sprecher Phil Legault der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Sicherheit der Angestellten sei von “größter Wichtigkeit”.

Die Krähe griff demnach bereits mehrfach Postboten an, die Briefe in drei Häuser in einem Wohngebiet im Osten der westkanadischen Metropole zustellen wollten. Örtlichen Medien zufolge erlitt einer der Briefträger bei eine Attacke aus der Luft eine blutende Wunde.

Die von der Unterbrechung der Zustellung betroffenen Bewohner sollen ihre Post nun vorerst selbst abholen. Die Auslieferung wird dem Post-Sprecher zufolge so schnell wie möglich wieder aufgenommen, “wenn es sicher ist”.

+++ 8.59 Uhr: Kurz vor Tour-Start: Contador-Helfer Cardoso positiv getestet +++

Wenige Tage vor dem Start der 104. Tour de France sorgt ein Dopingfall im Team des zweimaligen Gesamtsiegers Alberto Contador und des deutschen Radstars John Degenkolb für Aufregung. Der Portugiese André Cardoso wurde in einer Trainingskontrolle am 18.

Juni positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet. Das teilte der Radsport-Weltverband UCI mit und sprach eine vorläufige Suspendierung gegen den Fahrer des Teams Trek-Segafredo aus.

Cardoso gehörte dem neunköpfigen Aufgebot der amerikanischen Mannschaft für die am Samstag in Düsseldorf beginnende Frankreich-Rundfahrt an und war als wichtiger Helfer des einst selbst wegen Dopings gesperrten Contador vorgesehen. Der 32-Jährige hat unterdessen via Facebook seine Unschuld beteuert. Er habe niemals verbotene Substanzen genommen und hoffe auf das Ergebnis der B-Probe.

+++ 8.57 Uhr: Spanischer und argentinischer Bergsteiger am Nanga Parbat vermisst +++

Ein spanischer und ein argentinischer Bergsteiger werden an einem der höchsten Berge der Welt in Pakistan vermisst. Sie seien auf dem Weg zum Gipfel des Nanga Parbat gewesen, als vor mehreren Tagen der Kontakt abgerissen sei, sagte der Leiter der Tourenfirma Summit Karakorum, Muhammad Iqbal. Am Morgen habe zum ersten Mal ein Hubschrauber im Base Camp aufsteigen können.

Schlechtes Wetter mit vielen Wolken habe die Suche vorher unmöglich gemacht. Iqbal fürchtete, dass sie ab dem Mittag wegen neuer Unwetter wieder abgebrochen werden muss.
Beim letzten Kontakt mit den Männern seien sie auf 6400 Metern Höhe gewesen, sagte Iqbal. Der Nanga Parbat ist 8126 Meter hoch und gilt als schwer zu besteigen. Lawinen und Steinschläge an den extrem steilen Flanken töten regelmäßig Bergsteiger.

+++ 8.52 Uhr: Geräumtes Hochhaus in Wuppertal – Bewohner dürfen ihre Habe holen +++

Die Bewohner des aus Brandschutzgründen evakuierten Hochhauses in Wuppertal dürfen persönliche Gegenstände noch aus ihren Wohnungen holen. Sie würden dabei von städtischen Mitarbeitern begleitet, sagte eine Sprecherin der Stadt. Es sei kein Problem, wenn jemand noch Wertgegenstände, Kinderspielzeug oder Kleidung aus seiner Wohnung holen möchte. Allerdings dürfe niemand mehr in dem Elf-Etagen-Haus bleiben. Das zum Teil leerstehende Gebäude mit 86 Wohnungen und 70 Bewohnern war am Dienstag überraschend geräumt worden. Grund ist nach Angaben der Stadt ein mangelhafter Brandschutz, insbesondere angesichts brennbarer Bestandteile der Fassade. Zu der Evakuierung hatte sich die Stadt nach dem verheerenden Londoner Hochhausbrand entschieden.

+++ 7.11 Uhr: Festnahmen bei europaweiter Anti-Terror-Aktion +++

Bei einem Schlag gegen radikale Islamisten sind in Spanien, Deutschland und Großbritannien sechs mutmaßliche Gefolgsleute der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, konnten die Ermittler vier Verdächtige im spanischen Palma de Mallorca sowie je einen in Großbritannien und in Deutschland stellen.

An den Ermittlungen in Deutschland soll das Landeskriminalamt (LKA) in Nordrhein-Westfalen beteiligt gewesen sein. Den Ermittlern zufolge gehörten die sechs Festgenommenen einer Zelle des IS an. In radikalen Videobotschaften hätten sie den Dschihad verherrlicht und Selbstmordanschläge in Europa unterstützt.

+++ 6.31 Uhr: Castoren fahren per Schiff durch Deutschland ++

Der umstrittene erste Transport von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland hat unter erhöhtem Polizeischutz begonnen. Am Morgen legte am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg ein Spezialschiff mit drei Castoren ab, wie der Energieversorger EnBW mitteilte. Die Behälter mit verbrauchten Brennelementen sind für ein Zwischenlager in Neckarwestheim bestimmt. Gegner haben Proteste angekündigt. EnBW plant insgesamt fünf Fahrten mit je drei Castoren von Obrigheim. Damit bringt das Unternehmen insgesamt 342 ausgediente Brennelemente ins rund 50 Kilometer entfernte Neckarwestheim.

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+++ 6.10 Uhr: Verspäteter Flieger wegen abergläubischer Frau +++

Der Start eines Flugzeugs in China hat sich mehrere Stunden verzögert, weil eine abergläubische Frau vor dem Abflug Münzen in eines der Triebwerke geworfen haben soll. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, alarmierten besorgte Passagiere die Crew, als sie beobachteten, dass die 80-Jährige von der Flugzeugtreppe aus Münzen in Richtung der Turbine warf. Demnach wollte sie damit – ähnlich wie bei einem Münzwurf in einen Wunschbrunnen – für einen sicheren Flug sorgen.

Flugzeug KlopapierArbeiter der Fluggesellschaft “China Southern”, die die Verkleidung des Triebwerks öffneten, fanden im Inneren eine Geldmünze. Acht weitere Münzen wurden vor der Turbine auf dem Boden gefunden. Laut des Kapitäns hätte es zu Problemen oder sogar zu einem Maschinenausfall führen können, wenn die Turbine das Metall eingezogen hätte.

Das Flugzeug startet schließlich mit fünf Stunden Verspätung aus Shanghai ins südchinesische Guangzhou.

+++ 4.47 Uhr. Ermittlungen nach neuer Cyber-Attacke +++

Der mit einer Erpressungssoftware verübte Cyberangriff auf zahlreiche Firmen und Behörden in Europa hat inzwischen auch Ziele in den USA erfasst. Strafverfolger in verschiedenen Ländern nahmen Ermittlungen gegen Unbekannt auf, da auch am Mittwoch weiter unklar war, wer hinter dem Virus steckt. Der oder die Erpresser fordern zur Wiederherstellung infizierter Computersysteme eine Art Lösegeld in der Digitalwährung Bitcoins.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky verzeichnete nach eigenen Angaben allein am Dienstag rund 2000 Angriffe, die meisten davon in Russland und der Ukraine, aber auch in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien, Frankreich und den USA. Neben Europol nahmen auch französische Strafverfolgungsbehörden Ermittlungen auf.

+++ 3.51 Uhr: Juwelendiebe verunglücken nach Einbruch +++

Mehrere Diebe sind nach einem Einbruch in ein Juweliergeschäft bei Flensburg mit dem Fluchtauto verunglückt, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Zwei mutmaßliche Komplizen, die vermutlich mit im Wagen saßen, waren am Morgen weiter auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte. Die Täter waren in der Nacht in das Geschäft in der Gemeinde Tarp eingebrochen und anschließend mit dem Fahrzeug geflohen. Noch im Ort kam es aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Unfall. Die Polizei fand den schwer verletzten Verdächtigen am Unfallort. Näheres zur Beute und zum Hergang war am Morgen zunächst nicht bekannt.

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+++2.43 Uhr: 36 Verletzte bei U-Bahn-Unglück in New York +++

Im New Yorker Stadtteil Manhattan sind bei einem U-Bahn-Unglück mindestens 36 Menschen verletzt worden. Zwischen zwei Stationen im Bezirk Harlem der US-Metropole seien zwei Waggons entgleist, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Schwerverletzte gab es demnach nicht. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Die städtischen Verkehrsbetriebe MTA leiteten eine Untersuchung ein.

+++ 2.03 Uhr: Türkei sammelt Informationen über Bundestagsabgeordnete +++

Der türkische Geheimdienst sammelt einem Medienbericht zufolge derzeit verstärkt Informationen über deutsche Politiker. Im Visier stünden mehrere Innen-, Außen- und Verteidigungspolitiker des Bundestages, meldet die “Welt”. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe deshalb in den vergangenen Wochen mit einigen Abgeordneten sogenannte Sicherheitsgespräche geführt. Dabei soll es um die mögliche Beobachtung durch den türkischen Geheimdienst und eine Gefährdungssituation durch türkische Nationalisten gegangen sein.

+++ 1.14 Uhr: Zweijährige von Straßenbahn erfasst und schwer verletzt +++

Ein zwei Jahre altes Mädchen ist in Leipzig von einer fahrenden Straßenbahn erfasst und schwer verletzt worden. Das Kleinkind war am Dienstagnachmittag plötzlich auf die Schienen gelaufen, wie die Polizei mitteilte. Obwohl der Fahrer eine Notbremsung einleitete, kam die Straßenbahn nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Das Mädchen wurde von der Bahn erfasst, geriet nach Angaben der Polizei aber nicht unter die Wagen. Die Eltern brachten die schwer verletzte Zweijährige in ein Krankenhaus. Ob Lebensgefahr bestand, war zunächst nicht bekannt.

+++ 1.03 Uhr: G20-Gipfel: Bundespolizei darf Drohnen einsetzen +++

Die Bundespolizei bekommt nach Medieninformationen für den G20-Gipfel in Hamburg eine Sondergenehmigung zum Einsatz von Drohnen. Dies geschehe auf Drängen von Innenpolitikern aus Union und SPD, berichtet die in Halle erscheinende “Mitteldeutsche Zeitung“. “Drohnen sind einfacher einzusetzen als Hubschrauber”, sagte der CDU-Innenexperte Armin Schuster dem Blatt. “Und jeder Polizeiführer ist daran interessiert, gute Luftbilder zu bekommen.”

16-Erdogan will US-Haftbefehle gegen seine Sicherheitsleute anfechten-5473680209001Nach Informationen der Zeitung bekommen Leibwächter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die bei dessen Washington-Besuch in Schlägereien verwickelt waren, zudem keine Visa für den Gipfel. “Das, was in Washington passiert ist, findet in Deutschland nicht statt”, erklärte Schuster. “Das hat die deutsche Seite der türkischen Seite unmissverständlich klar gemacht.” Der G20-Gipfel findet am 7. und 8. Juli statt.

+++ 0.57 Uhr: Venezuelas Präsident droht mit Waffeneinsatz +++

Venezuelas schwer unter Druck stehender Staatschef Nicolás Maduro droht mit einem bewaffneten Kampf zur Verteidigung seines sozialistischen Projekts. ”Wenn Venezuela in Chaos und Gewalt gestürzt und die Bolivarische Revolution zerstört werden soll, werden wir in den Kampf ziehen”, sagte er in Caracas unter dem Jubel von Anhängern.

Mit Blick auf eine geplante Verfassungsreform, die Maduros Rolle stärken soll, betonte er: “Wenn wir es nicht mit den Stimmen schaffen, dann mit Waffen.” Bei Unruhen und Protesten im Land mit den weltgrößten Ölreserven kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Zuletzt war nach über 80 Tagen mit Massendemonstrationen das Tränengas knapp geworden.

11-Radio rettet Leben: Sender verteilt Medikamente On-Air-5429983566001

+++ 0.37 Uhr: Ausgaben der Bundesregierung für Berater stark gestiegen +++

Die Ausgaben der Bundesregierung für externe Berater sind stark gestiegen. 2016 kletterten sie auf 101 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 63 Millionen oder 165 Prozent, wie die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfinanzministeriums meldet.

Am meisten gab demnach das Bundesinnenministerium aus, nämlich 47 Millionen Euro. Davon seien allein 34 Millionen unter anderem an die Unternehmensberatung McKinsey geflossen, um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Bewältigung der Asylverfahren schneller und effizienter zu machen.

Ähnlich teuer sei die juristische und technische Beratung im Zuge der Einführung der Pkw-Maut durch das Verkehrsministerium gewesen: Dort wurden dem Blatt zufolge 2016 31,3 Millionen Euro für externe Beratung ausgegeben. Im Finanzministerium waren es 16,2 Millionen, im Verteidigungsministerium – ohne Berücksichtigung der hohen Beratungskosten bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr – 2,9 Millionen.

+++ 0.05 Uhr: Facebook hat jetzt mehr als zwei Milliarden Nutzer +++

Facebook hat die Marke von zwei Milliarden aktiven Nutzern geknackt. Der Meilenstein sei am Dienstag erreicht worden, schrieb der Gründer und Chef des weltgrößten Online-Netzwerks, Mark Zuckerberg. Überraschend kommt das nicht: Schon zum Ende des ersten Quartals kam Facebook auf 1,94 Milliarden aktive Nutzer im Monat. In Deutschland wird Facebook nach jüngsten Zahlen von 30 Millionen Nutzern mindestens einmal im Monat genutzt – und von 23 Millionen davon täglich.

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