News des Tages: 20 Jahre Straflager: Gericht verurteilt Angeklagte im Nemzow-Mordfall

Die Nachrichten des Tages im Ticker.

+++ 10.53 Uhr: Angeklagte im Mordfall Nemzow zu 20 Jahren Haft verurteilt +++

Im Mordfall des russischen Oppositionellen Boris Nemzow hat ein Moskauer Gericht den Todesschützen zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Vier Komplizen erhielten Haftstrafen zwischen 11 und 19 Jahren, wie die Agentur Tass am Donnerstag meldete. Zudem belegte der Richter Juri Schitnikow die fünf Angeklagten aus dem russischen Nordkaukasus demnach mit Geldstrafen von jeweils 100 000 Rubel (knapp 1500 Euro). Die Staatsanwaltschaft hatte für den Todesschützen lebenslange Haft beantragt, für die Mitangeklagten 17 bis 23 Jahre. Nemzow war im Februar 2015 in Moskau unweit des Kremls erschossen worden.

+++ 10.45 Uhr: Arzt aus Darmstadt wegen Abrechnungsbetrugs in großem Stil angeklagt +++

Ein Arzt aus dem hessischen Darmstadt ist wegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs an knapp 3200 Patienten angeklagt worden. Der 59-Jährige soll von Patienten bei Magen- und Darmspiegelungen für ein leichtes Sedierungsmittel unzulässig jeweils 40 Euro abkassiert haben, obwohl die Kassen zahlten, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Der Gesamtschaden an den geprellten Patienten belaufe sich auf rund 127.000 Euro. Die Strafverfolger werfen dem Facharzt für innere Medizin gewerbsmäßigen Betrug in 3174 Fällen vor: Er habe die Sedierung mit dem Mittel Propofol seinen Patienten als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung mit jeweils 40 Euro in Rechnung gestellt, obwohl er gewusst habe, dass er die Begleitbehandlung mit Propofol mit den Krankenkassen abzurechnen habe. Die getäuschten Patienten zahlten demnach die 40 Euro direkt nach dem Eingriff bar oder mit Karte.

+++ 9.55 Uhr: Zwei islamistische Gefährder abgeschoben +++

Rund fünf Monate nach der Festnahme zweier islamistischer Gefährder bei einer Antiterrorrazzia in Göttingen ist auch der zweite Verdächtige abgeschoben worden. Der 27-Jährige sei am Mittwochabend in sein Heimatland Algerien ausgeflogen worden, erklärte das niedersächsische Innenministerium.

Der 22-jährige andere Verdächtige war bereits Anfang April nach Nigeria abgeschoben worden. Die Klagen der beiden Männer gegen die Abschiebeanordnung hatte das Bundesverwaltungsgericht laut Innenministerium zuvor zurückgewiesen. Sie waren im Februar wegen mutmaßlicher Anschlagsplanungen festgenommen worden. Für sie gilt ein lebenslanges Wiedereinreiseverbot nach Deutschland.

+++ 9.37 Uhr: Israel legt Ausbau von Palästinenserstadt auf Eis +++

Das israelische Sicherheitskabinett hat den umstrittenen Ausbau der Palästinenserstadt Kalkilia vorerst auf Eis gelegt. Der bereits genehmigte Plan hatte für Spannungen in der rechts-religiösen Regierung gesorgt. Das Gremium werde sich in zehn Tagen erneut für eine abschließende Entscheidung treffen, berichteten israelische Medien.

Der mit den USA abgestimmte Plan soll laut Berichten den Bau von bis zu 14 000 Wohnungen auf einem Gebiet von umgerechnet 2,5 Quadratkilometern vorsehen. Sie sollen auf Gebiet gebaut werden, das bisher der alleinigen israelischen Sicherheitskontrolle untersteht. Aktuell leben laut “Maariv” in Kalkilia rund 50.000 Palästinenser. 

+++ 9.34 Uhr: Afghanistan: Vize-Präsident nennt Klage wegen Vergewaltigung Nebensächlichkeit +++

Afghanistans Vizepräsident Abdul Raschid Dostum nennt eine Klage gegen ihn wegen Vergewaltigungs-, Entführungs- und Prügelvorwürfen eine Nebensächlichkeit. Am Mittwoch hatte Generalstaatsanwalt Farid Hamidi durch seinen Sprecher bestätigen lassen, dass er vor einem Monat gegen den Vizepräsidenten und einige seiner Männer Anklage erhoben habe und der Oberste Gerichtshof sich mit dem Fall befassen werde.

Die Klage hat ihn Kabul viele überrascht. Das Land, das bekannt ist für die massive Korruption auch in der Regierung und für die Menschenrechtsverletzungen vieler Regierungsangehörigen, zieht seine Mächtigen nur selten zur Rechenschaft.

+++ 9.19 Uhr: Deniz Yücel erhält Post in türkischer Haft +++

Der seit Februar in der Türkei inhaftierte deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel erhält inzwischen Post im Gefängnis. “Man hat angefangen, Deniz meine Briefe zu übergeben”, sagte Yücels Ehefrau, Dilek Mayatürk-Yücel, der Deutschen Presse-Agentur in Istanbul. Briefe würden dem “Welt”-Korrespondenten aber nur ausgehändigt, wenn sie auf Türkisch verfasst seien. “Meine Bitte: Schreiben Sie Deniz!”, sagte Dilek Mayatürk-Yücel. “Ich bin sicher, dass jeder Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Arbeitskollegen hat, die Türkisch können.”

+++ 9.14 Uhr: Bericht: Separatisten in Ostukraine betreiben Arbeitslager +++

In der Ostukraine verpflichten prorussische Separatisten einem Medienberichte zufolge tausende Strafgefangene zu unbezahlter Zwangsarbeit. Es handele sich um ein Netz von Arbeitslagern, welches der Finanzierung der beiden selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk diene, berichtete der Deutschlandfunk am Donnerstag. Die Menschenrechtsgruppe Ostukraine spreche von “Gulags mit Moskaus Billigung” und schätze die Einnahmen auf umgerechnet bis zu 500.000 Euro pro Monat.

Die Ombudsfrau für Menschenrechte des ukrainischen Parlaments, Valeria Lutkowska, sagte dem Sender, die Regierung in Kiew könne ihren Bürgern in diesen Straflagern nicht helfen, weil ukrainische Gesetze dort nicht mehr gelten würden. Dem Bericht zufolge sind von den bis zu 10.000 Häftlingen, die in den betroffenen Gebieten Zwangsarbeit verrichten müssen, viele inzwischen unrechtmäßig in Gefangenschaft. Demnach haben sie ihre Strafen bereits verbüßt oder müssten wegen einer 2014 von Kiew verfügten Amnestie längst auf freiem Fuß sein. 

+++ 8.48 Uhr: US-Präsident in Paris eingetroffen +++

US-Präsident Donald Trump ist zu einem zweitägigen Besuch in der französischen Hauptstadt Paris eingetroffen. Die Präsidentenmaschine Air Force One landete am Morgen auf dem Pariser Flughafen Orly. Trump wird am Vormittag zunächst US-Diplomaten und Militärvertreter seines Landes treffen. Am Nachmittag (15.30 Uhr) wird er dann von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron empfangen.

+++ 8.47 Uhr: Afghanische Schülerinnen dürfen doch in die USA einreisen +++

Eine Gruppe von Schülerinnen aus Afghanistan darf nun doch an einem Roboter-Wettbewerb in Washington teilnehmen. Wie die Veranstalter mitteilten, haben letztlich alle 163 Teams aus 157 Ländern eine Einreisegenehmigung für die USA erhalten, darunter auch Schülergruppen aus den Ländern Iran, Jemen, Libyen und Sudan sowie ein Team syrischer Flüchtlinge. Er sei der US-Regierung und dem Außenministerium “äußerst dankbar”, erklärte der Präsident des Wettbewerbs, der Ex-Abgeordnete Joe Sestak.

Die Schülergruppen waren zu dem internationalen Wettbewerb “First Global Challenge” in Washington eingeladen worden, bei dem junge Konstrukteure vom 16. bis 18. Juli ihre selbstgebauten Roboter vorführen sollen. Teams aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern hatten zunächst jedoch keine Einreisegenehmigung für den einwöchigen Aufenthalt in den USA bekommen.

+++ 8.39 Uhr: Kolumbien: Hund soll Verfassungsbeschwerde einlegen +++

Tierschützer in Kolumbien wollen einen Hund eine Verfassungsbeschwerde einreichen lassen, um das Recht auf Leben und tierärztliche Versorgung für Haustiere durchzusetzen. Negro (Schwarzer), so der Name des Vierbeiners, habe seinen Tatzenabdruck auf die Klageschrift gesetzt, die bei einem Gericht in Bucaramanga im Nordosten des südamerikanischen Landes eingereicht werden solle, berichtete der Sender Caracol Radio am Mittwochabend (Ortszeit).

Der Tierschützer Luswing Mantilla sagte dem Sender, der Straßenhund sei während eines Unwetters zwischen Schlamm und Steinen entdeckt worden. Mit einer zweifach gebrochenen Hüfte wäre Negro ohne tierärztliche Hilfe zum Sterben verurteilt. Die Tierschützer stützen sich mit ihrer Klage auf ein voriges Jahr in Kolumbien verabschiedetes Gesetz, nach dem Haustiere nicht wie Gegenstände, sondern wie “fühlende Wesen” behandelt werden sollen. Die Tierschützer wollen dem Bericht zufolge auch erreichen, dass in Bucaramanga ein Asyl für herrenlose Haustiere eingerichtet wird. Die Familie, die Negro gefunden habe, sei zu arm, um einen Tierarzt zu bezahlen.

+++ 8.07 Uhr: Berliner Polizei sucht weiter nach U-Bahn-Schubser +++

Der Gewalttäter, der im Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz einen Passanten die Treppe hinuntergestoßen hat, wird noch immer gesucht. Das sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Die Polizei hatte am Dienstag Bilder des brutalen Angriffs und des mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Daraufhin waren mehrere dutzend Hinweise eingegangen. Bei der Attacke in der Nacht zum 11. Juni hat der etwa 30 bis 40 Jahre alte Unbekannte einen 38-Jährigen eine Treppe hinuntergestoßen. Er schlug ihm von hinten gegen den Kopf. Das Opfer erlitt nach Polizeiangaben eine schwere Kopfverletzung und zahlreiche Prellungen am ganzen Körper.

+++ 6.39 Uhr: Zentralafrika: Baby in den Armen seiner Mutter erschossen +++

Bewaffnete Männer haben in einem Krankenhaus der Zentralafrikanischen Republik ein Baby in den Armen seiner Mutter erschossen. Sie waren am Dienstag in der Stadt Zémio im Südwesten des Landes in die Klinik eingedrungen und bedrohten eine Familie, wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Mittwochabend mitteilte. Als die Familie sich in Deckung begeben wollte, hätten die zwei Männer auf die Mutter geschossen und das Mädchen in den Kopf getroffen. Ob die Mutter überlebte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

“Dieses Kind wurde in den Armen seiner Mutter erschossen, in einer medizinischen Einrichtung: den beiden Orten, wo ein Kind am sichersten sein sollte”, sagte die Chefin der MSF-Mission in dem Land, Mia Hejdenberg. Das MSF-Personal habe sich nach dem Vorfall gezwungen gesehen, sich aus Zémio zurückzuziehen und Tausende Menschen ohne angemessene medizinische Versorgung zurückzulassen.

+++ 5.56 Uhr: Japan vollstreckt zwei Todesurteile +++

In Japan sind erneut zwei Todesurteile vollstreckt worden. Das berichteten japanische Medien unter Berufung auf informierte Quellen. Demnach wurde der 61 Jahre alte Masakatsu Nishikawa wegen des Mordes an vier Bar-Betreiberinnen im Jahr 1991 gehängt. Der erst 34 Jahre alte Koichi Sumida war für den Mord an einer Arbeitskollegin im Jahr 2011 zum Tode verurteilt worden. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten.

+++ 5.38 Uhr: Fußballfunktionär Chuck Blazer gestorben +++

Der durch seine Rolle im Fifa-Korruptionsskandal international bekannt gewordene amerikanische Fußballfunktionär Chuck Blazer ist tot. Er starb im Alter von 72 Jahren, wie die “New York Times” und das Sportportal ESPN unter Berufung auf seinen Anwalt am Mittwochabend (Ortszeit) berichteten. Blazer galt als eine der schillerndsten Figuren im internationalen Fußballgeschäft und brachte als Kronzeuge der US-Justiz mit einem umfassenden Korruptionsgeständnis jenes Verfahren ins Rollen, das den Fußball-Weltverband Fifa erschüttern sollte. Er selbst wurde lebenslang gesperrt.

+++ 5.07 Uhr: UNO: Inzwischen 80 Massengräber im Kongo entdeckt +++

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen 38 weitere mutmaßliche Massengräber entdeckt worden. Wie die UNO am Mittwoch in New York mitteilte, wurden die Gräber in der Provinz Kasai im Zentrum des Landes ausfindig gemacht. Damit wurden in der Region, die seit Monaten von Gewalt erschüttert wird, bereits mehr als 80 wahrscheinliche Massengräber identifiziert.

In der Provinz Kasai wurden nach Angaben der katholischen Kirche seit vergangenem September bereits mehr als 3000 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass wegen des Konflikts bereits 1,3 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten.

+++ 5.05 Uhr: Nach G20: SEK-Chef lobt Hamburger Polizeiführung +++

Der Kommandoführer des sächsischen SEK hat den Einsatz der Polizeispezialeinheiten bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg als Erfolg bezeichnet. Obwohl ein solcher Einsatz ursprünglich gar nicht vorgesehen war, habe die Lage im Schanzenviertel so rasch beruhigt werden können, sagte Polizeidirektor Sven Mewes der Deutschen Presse-Agentur und lobte die Hamburger Einsatzführung. Er war mit seinem Kommando und Mitgliedern der österreichischen Cobra-Einheit in der Nacht zum vergangenen Samstag als erster gegen extrem gewaltbereite G20-Gegner vorgegangen, die – postiert auf Häuserdächern – den Einsatz regulärer Polizeieinheiten über Stunden blockiert hatten.

Polizeivideo 1744

+++ 5.04 Uhr: 2000 Gegendemonstranten zu Rechtsrock-Festival erwartet +++

Neben mehr als 5000 Anhängern der rechten Szene erwartet die Thüringer Polizei beim bundesweit wohl größten Neonazi-Festival des Jahres am Samstag in der Kleinstadt Themar auch rund 2000 Gegendemonstranten. “Es ist nach wie vor ein schwieriger Einsatz”, sagte Patrick Martin, Sprecher der Landespolizeidirektion Erfurt, der Deutschen Presse-Agentur. “Das liegt auch an der Kleinteiligkeit des Ortes.” Bislang wurden dort neun Versammlungen angemeldet, die sich gegen das Rechtsrock-Konzert richten. Der Ort selbst hat nicht einmal 3000 Einwohner.

+++ 3.23 Uhr: London: Mahnwache für die Opfer des Brandes im Grenfell Tower +++

Vier Wochen nach dem verheerenden Hochhausbrand in London haben in der britischen Hauptstadt hunderte Menschen der Opfer des Infernos gedacht. Bei einer Schweigeminute wurde am Mittwochabend an die mindestens 80 Menschen erinnert, die bei dem Feuer im Grenfell Tower ums Leben gekommen waren. Trauernde legten nahe der Stelle, an der das Feuer ausgebrochen war, Blumen, handgeschriebene Erinnerungsnotizen und Fotos der Opfer nieder und zündeten Kerzen an.

Der Brand im 24-stöckigen Grenfell Tower war in der Nacht zum 14. Juni ausgebrochen und hatte sich rasend schnell ausgebreitet. Bei der Sanierung des Sozialbaus war zuvor aus Kostengründen eine billigere, aber weniger feuerfeste Fassadenverkleidung verwendet worden. Die Ermittler fürchten, dass einige der Opfer so stark verbrannt sind, dass ihre Überreste nie gefunden werden.

Polizei veröffentlicht Video aus Grenfell Tower 18.25h

+++ 2.43 Uhr: Beben vor Nordkorea wohl kein Atomtest +++

Ein Erdbeben vor der Küste Nordkoreas ist nach südkoreanischen Angaben nicht durch einen erneuten Atomtest des Landes ausgelöst worden. Das Beben ereignete sich etwa 190 Kilometer südöstlich der drittgrößten nordkoreanischen Stadt Chongjin und hatte der US-Erdbebenwarte USGS zufolge eine Stärke von 5,9.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, bei dem Erdstoß habe es sich um ein “natürliches Erdbeben” gehandelt. Der Geophysiker John Bellini der US-Erdbebenwarte sagte Yonhap, das Beben habe sich “500 Kilometer unterhalb des Meeresbodens” ereignet. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

+++ 1.36 Uhr: Maas fordert Aufklärung über entzogene G20-Akkreditierungen für Journalisten +++

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat im Zusammenhang mit der Affäre um nachträglich entzogene Akkreditierungen für Journalisten beim G20-Gipfel in Hamburg Aufklärung gefordert. “Die Pressefreiheit ist ein sehr hohes Gut”, sagte Maas der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung”. Deswegen müssten die Vorwürfe jetzt “gründlich aufgeklärt” werden, forderte der Minister.

Maas wies zugleich Rücktrittsforderungen an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wegen der Krawalle zurück. “Das fände ich vollkommen falsch”, sagte er der Zeitung. Die politische Verantwortung für den Gipfel liege “nun wahrlich nicht allein in Hamburg”.

+++ 0.19 Uhr: CSU-Vize will “notfalls auch mit Gewalt” gegen Schleuser vorgehen +++

Der stellvertretende CSU-Chef Manfred Weber fordert, die Europäische Union müsse viel entschlossener gegen Schleuser vor der libyschen Küste vorgehen – notfalls auch mit Gewalt. “Das unmenschliche Geschäft der Schlepper-Mafia muss notfalls mit Waffengewalt bekämpft werden, auch um die Flüchtlinge zu schützen”, sagte der Vorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im EU-Parlament der “Bild”-Zeitung.

Es dürfe an der Außengrenze der EU keine rechtsfreien Räume geben.
Denkbar sei, Nato-Schiffe im Mittelmeer vor Libyen patrouillieren zu lassen, sagte Weber. “Das allein würde schon viele Schleuser abschrecken.” Zudem müsse die EU-Grenzschutzagentur Frontex massiv aufgestockt werden – auf bis zu 10.000 Mann, sagte er. Die EU-Staaten seien im Kampf gegen Schlepper bisher halbherzig zu Werke gegangen.

+++ 0.09 Uhr: Umweltministerin Hendricks gegen neue Glyphosphat-Zulassung +++

Umweltministerin Barabara Hendricks stemmt sich gegen den Vorschlag der EU-Kommission, den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. Die Brüsseler Behörde ignoriere komplett die Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt. “Deshalb bleibe ich bei meinem Nein”, sagte die SPD-Politikerin der “Bild”-Zeitung. Weiter sagte sie: “Wir haben seit Beginn der Glyphosat-Debatte darauf hingewiesen, dass jede Neuregelung nachteilige Folgen für die biologische Vielfalt verhindern muss. Leider geht der neue Vorschlag der EU-Kommission darauf nicht ein.”

Die Entscheidung über die zehnjährige Verlängerung der Zulassung sollen Vertreter der EU-Staaten treffen, bevor zum Jahresende die aktuelle Genehmigung ausläuft.

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