News des Tages: Audi ruft 850.000 Diesel für Update zurück

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 13.30 Uhr: Handball-Legende Bernhard Kempa ist tot +++

Handball-Legende Bernhard Kempa ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Der frühere Weltmeister und Erfinder des weltberühmten Kempa-Tricks starb nach wochenlanger Krankheit in seinem baden-württembergischen Heimatkreis Göppingen. Das bestätigte der Präsident von Kempas Heimatclub Frisch Auf Göppingen, Thomas Lander, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits die “Südwest Presse” über den Tod Kempas berichtet. Zum genauen Todeszeitpunkt konnte Lander zunächst keine Angaben machen. 

+++ 13.22 Uhr: Assads Sohn rechnet bei Mathe-Olympiade +++

Ein Jahr nach den Olympischen Spielen findet in Rio de Janeiro derzeit die Mathematik-Olympiade statt – und dabei rechnet auch der älteste Sohn von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, Hafis al-Assad, mit. Der 15-Jährige sagte dem brasilianischen Portal “O Globo”: “Ich bin eine ganz normale Person.”

Er sei nicht der Beste seines Teams, habe sich aber ganz normal qualifiziert. Bezogen auf die Sicherheitslage meinte er: ”Damaskus ist ein bisschen wie Rio. Der Großteil der Stadt ist sicher, aber einige Gegenden nicht.”

+++ 13.06 Uhr: Verfassungsschutz-Präsident Maaßen – Türkei ist auch Gegner +++

Die Türkei ist aus Sicht des Verfassungsschutzes wegen ihrer nachrichtendienstlichen Aktionen in Deutschland ein Gegner. “Wir betrachten die Türkei spätestens seit dem Putschversuch im vergangenen Sommer und den Veränderungen der türkischen Innenpolitik als Nachrichtendienst nicht nur als Partner, sondern mit Blick auf Einfluss-Operationen in Deutschland auch als Gegner”, sagte Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, bei einer Veranstaltung in Berlin.

Es gebe zahlreiche Einflussnahmen auf die türkischstämmige Gemeinschaft in Deutschland. “Das erfüllt uns mit Sorge”, sagte Maaßen. Türkische Nachrichtendienstler verhielten sich in Deutschland “teilweise statuswidrig”.

+++ 12.26 Uhr: Audi ruft 850.000 Diesel für Update zurück +++

Die VW-Tochter Audi will angesichts der Diskussion um Diesel-Fahrverbote bis zu 850.000 Fahrzeuge nachrüsten lassen. Über ein Softwareupdate soll das “Emissionsverhalten” von Autos mit Sechs- und Achtzylinder-Dieselmotoren mit den Abgasnormen Euro-5 und Euro-6 verbessert werden, wie Audi in Ingolstadt mitteilte. Das Update sei für die Kunden kostenlos und in Europa sowie anderen Märkten außerhalb der USA und Kanada verfügbar.

“Damit will Audi dazu beitragen, die Gesamtemissionen in den Innenstädten zu reduzieren”, hieß es vom Unternehmen. Der Service gelte auch für Modelle der Marken Porsche und Volkswagen, die mit baugleichen Motoren ausgerüstet sind.

+++ 12.02 Uhr: Seit mehr als zwei Jahren vermisste Frau aus Solingen tot aufgefunden +++

Mehr als zwei Jahre nach dem Verschwinden einer Frau aus Solingen ist ihre Leiche womöglich gefunden worden. Bereits am Mittwochnachmittag entdeckten Ermittler die sterblichen Überreste in einem Waldgebiet bei Kronau in Baden-Württemberg, wie die Polizei in Wuppertal am Freitag mitteilte. Hintergrund der Suche ist demnach die Erklärung eines Angeklagten in einem Prozess zum Mordfall Hanaa S. vor dem Landgericht Wuppertal. Vor dem Gericht müssen sich seit mehr als einem Jahr fünf Familienangehörige der im April 2015 verschwundenen Frau verantworten, denen gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen wird. Die Frau soll sich vor ihrem Verschwinden von ihrem Mann getrennt und eine neue Beziehung begonnen haben.

Die Obduktion der in Baden-Württemberg gefundenen Leiche fand den Angaben zufolge am Donnerstag in Düsseldorf statt. Die Untersuchungen der Rechtsmedizin und der Polizei dauerten aber an. Weitere Angaben wollten die Ermittler wegen des laufenden Prozesses nicht machen.

+++ 11.08 Uhr: Zoll beschlagnahmt in Bayern mehr als eine halbe Tonne Marihuana +++

Mehr als eine halbe Tonne Marihuana hat der Zoll in Bayern beschlagnahmt. Die Drogen seien bereits vor einigen Monaten bei der Kontrolle eines Lastwagens auf der Autobahn nahe Hof entdeckt worden, teilte die Generalzolldirektion in Bonn am Freitag mit. Das Fahrzeug war demnach bei Hof über die Grenze nach Deutschland gekommen. Weitere Angaben machte die Zollbehörde zunächst nicht. Bei einer Pressekonferenz in der kommenden Woche sollen Einzelheiten bekannt gegeben werden.

+++ 11.05 Uhr: Prozess gegen 29-jährigen Briten wegen Hackerangriffs auf Telekom begonnen +++

Knapp acht Monate nach einem großangelegten Cyberangriff auf Router der Deutschen Telekom hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Hacker begonnen. In dem Verfahren vor dem Kölner Landgericht muss sich ein 29-jähriger Brite wegen versuchter gewerbsmäßiger Computersabotage verantworten. Bei einer Verurteilung drohen dem im Ermittlungsverfahren weitgehend geständigen Angeklagten Daniel K. zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft.

+++ 11.02 Uhr: 56-Jähriger nach Schussgeräuschen in Kassel festgenommen +++

Spezialkräfte der Polizei haben nach einem Großeinsatz wegen Schussgeräuschen in einem Mehrfamilienhaus in Kassel einen Mann festgenommen. Es handele sich um einen 56-jährigen Tatverdächtigen, sagte ein Polizeisprecher. Ob der Mann eine Schusswaffe hatte, war zunächst unklar. Am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr waren der Polizei schussähnliche Geräuschen aus einer Wohnung in dem Haus gemeldet worden. Die Polizei sperrte den Bereich um den Einsatzort weiträumig ab und nahm Kontakt zu dem 56-Jährigen auf. Der Mann habe sich dann von Spezialkräften festnehmen lassen, erklärte die Polizei.

+++ 10.45 Uhr: Brite bittet am Flughafen um Asyl in Deutschland +++

Er möchte kein Brite mehr sein, sondern Deutscher: Ein 41-Jähriger aus Großbritannien hat am Münchner Flughafen um Asyl gebeten. Er erklärte den Bundespolizisten, sein Leben sei in Gefahr. Der Grund dafür war aber nicht etwa der Brexit, sondern die Angst vor einer Haftstrafe in Großbritannien. Die Beamten erkundigten sich bei ihren Kollegen in London und erfuhren: Der Mann war dort im Juni wegen einer Schlägerei festgenommen und später auf Bewährung freigelassen worden. Die Polizisten in München erklärten dem 41-Jährigen am Mittwoch schließlich den Weg zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

+++ 10.36 Uhr: Jedes zweite Unternehmen Opfer von Spionage, Sabotage oder Diebstahl +++

Ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr ist deutschen Unternehmen einer Studie zufolge in den letzten beiden Jahren durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl entstanden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) seien bereits einmal Opfer geworden, teilte der Digitalverband Bitkom mit. “Die Studie unterstreicht, dass wir in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 unser besonderes Augenmerk auf die Abwehr von Spionageangriffen auf die deutsche Wirtschaft richten müssen”, sagte Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) bei der Vorstellung der Ergebnisse.

+++ 10.13 Uhr: Lehrerverband: Schüler haben zunehmend Probleme mit langen Texten +++

Schüler und Studenten haben nach Ansicht des Vorsitzenden des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, zunehmend Probleme mit längeren Texten. “Junge Menschen sind immer weniger bereit, sich auf diese Anstrengung überhaupt einzulassen”, sagte Meidinger der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Dies sei ein “Warnzeichen, das wir sehr ernst nehmen”. Er warnte davor, das Niveau abzusenken. Die Schwierigkeiten mit längeren Texten will Meidinger nicht allein auf den Computer zurückführen. Dies greife zu kurz, sagte der Verbandspräsident. Schnelllebigkeit und Informationsdichte beförderten generell eine Tendenz zur Oberflächlichkeit, sagte der Verbandschef. Diese Entwicklung sei äußerst gefährlich.

+++ 10.08 Uhr: Bundespräsident hat Gesetz zur Ehe für alle unterzeichnet +++

Die Ehe für alle kann in Kraft treten: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das entsprechende Gesetz am Donnerstag unterzeichnet. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts in Berlin mit.

+++ 10 Uhr:  Israel untersagt Männern unter 50 Jahren Zugang zu Jerusalemer Altstadt +++

Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Polizisten in der Jerusalemer Altstadt hat Israel Männern unter 50 Jahren den Zugang für die Freitagsgebete untersagt. Der Zugang zur Altstadt und zum Tempelberg sei nur Männern ab dem Alter von 50 Jahren sowie allen Frauen gestattet, erklärte die israelische Polizei. Bewohner dürfen demnach in die Altstadt, wenn sie ihre Papiere vorzeigen. Die seltene Sicherheitsmaßnahme wurde verkündet, nachdem bereits entschieden worden war, dass die Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg vorerst bleiben. Die Anbringung von Detektoren und Überwachungskameras hatte die Spannungen zwischen Israel und Palästinensern verschärft. Viele Palästinenser weigerten sich seitdem, die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg zu betreten. 

+++ 9.35 Uhr: Exhumierung von Salvador Dalí: Haare, Nägel und Knochen entnommen +++

Bei der Exhumierung des Surrealismus-Künstlers Salvador Dalí zur Klärung einer Vaterschaftsklage haben Gerichtsmediziner unter anderem Haare sowie Proben von Nägeln und Knochen des einbalsamierten Leichnams entnommen. Dies teilte die Gala-Salvador-Dalí-Stiftung bei einer Pressekonferenz mit. Laut Augenzeugen soll der Körper sehr gut erhalten sein. Die Arbeiten hatten am Donnerstagabend begonnen und etwa fünf Stunden gedauert.

Die Proben sollen nun von Experten mit denen der Klägerin Pilar Abel Martínez abgeglichen werden. Sie behauptet, Dalís Tochter zu sein. Ihre Mutter habe in den 1950er Jahren eine geheime Liebesbeziehung zu dem Künstler unterhalten. Dalí (1904-1989) liegt seit fast 30 Jahren in einer Krypta seines “Theater-Museum Dalí” begraben. Am 18. September will der Richter sein Urteil fällen.

+++ 9.26 Uhr: Neil Armstrongs Mondproben-Beutel für 1,8 Millionen Dollar versteigert +++

Die Tasche von Raumfahrtpionier Neil Armstrong, in der nach der Mondlandung 1969 erstmals Proben zur Erde gebracht wurden, hat bei einer Versteigerung in New York weniger eingebracht als erwartet. Der Beutel des legendären US-Astronauten kam beim Auktionshaus Sotheby’s für 1,8 Millionen Dollar (rund 1,5 Millionen Euro) unter den Hammer. Geschätzt worden war er auf zwei bis vier Millionen Dollar.

+++ 9.14 Uhr: Dutzende Verletzte bei Zusammenstößen im Norden Marokkos +++

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Norden Marokkos sind dutzende Menschen verletzt worden. Mehr als 70 Ordnungskräfte seien am Donnerstag verletzt worden, als sie mit Steinen beworfen worden seien, teilte die Präfektur von Al-Hoceima laut der amtlichen Nachrichtenagentur MAP mit. Auf Seiten der Demonstranten seien elf Menschen durch den Einsatz von Tränengas verletzt worden.

Bis auf zwei schwerverletzte Sicherheitskräfte seien alle aus dem Krankenhaus entlassen worden, hieß es weiter. Zu den Zusammenstößen kam es, als Sicherheitskräfte einen seit langem angekündigten Protestmarsch verhindern wollten. Hunderte Menschen kamen dennoch in Al-Hoceima zusammen, um die Freilassung von Regierungskritikern zu fordern.

+++ 8.55 Uhr: Sicherheitsbehörden sind knapp 700 islamistische Gefährder bekannt +++

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben derzeit knapp 700 islamistische Gefährder im Blick. Es seien rund 690 bekannt, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, der “Frankfurter Rundschau“. Von ihnen gehe die größte Gefahr für einen terroristischen Anschlag aus. Das BKA sieht laut Münch zudem “im rechten Spektrum durchaus das Risiko, dass sich terroristische Strukturen bilden können”. Das Thema Zuwanderung habe in den vergangenen zwei Jahren zu “einer erkennbaren Radikalisierung der Szene” beigetragen. Die immense Zahl von Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte unterstreiche das. Die Gefahren durch Linksextremisten stuft Münch dagegen als geringer ein. 

+++ 8.38 Uhr: Joseph Gordon-Levitt ist zum zweiten Mal Vater geworden +++

US-Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (u.a. “Lincoln”), 36, ist zum zweiten Mal Vater geworden. Das bestätigte sein Sprecher am Donnerstag (Ortszeit) dem Promi-Portal ”Us Weekly“. Der Schauspieler und seine Ehefrau Tasha McCauley, die Ende 2014 geheiratet haben, sind bereits Eltern eines fast zweijährigen Sohnes. Dessen Namen verrieten sie bislang nicht. 

“Er konnte noch keine Entscheidung darüber fällen, ob er in der Öffentlichkeit stehen möchte. Ich will, dass er solche Dinge selbst entscheidet, wenn er älter ist”, sagte der 36-Jährige wenige Wochen nach der Geburt des Kindes in einer US-Talkshow.

+++ 8.30 Uhr: Trump ernennt Diplomaten John Bass zum neuen US-Botschafter in Afghanistan +++

Der 1964 geborene Karrierediplomat ist derzeit US-Botschafter in der Türkei, wie das Weiße Haus mitteilte. Dort ist er seit Oktober 2014 auf Posten, entsandt wurde er von Trumps Vorgänger Barack Obama. In Kabul werde Bass “die größte Botschaft der Welt” mit einem Budget von mehreren Milliarden Dollar und 3000 Angestellten aus den USA, Afghanistan und Drittstaaten leiten, hieß es weiter. Den Großteil des vergangenen Jahrzehnts habe Bass damit verbracht, die Bemühungen der US-Regierung zu unterstützen, im Kampf gegen Terrorismus und Instabilität im Irak, Syrien und im Nahen Osten “Verbündete und Ressourcen zu mobilisieren”, erklärte das Weiße Haus. Von 2009 bis 2012 war Bass US-Botschafter in Georgien. Bevor er in das State Department eintrat, war Bass Journalist. 

+++ 8.26 Uhr: Brüssel erhöht im Abgasskandal Druck auf Volkswagen +++

“Ich erwarte von Volkswagen eine Rückrufquote von 100 Prozent”, schrieb EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska an alle 28 EU-Verkehrsminister, wie die “Wirtschaftswoche” berichtete. Auch die “Süddeutsche Zeitung” zitierte aus dem Schreiben. Bienkowska forderte darin die Minister auf, verpflichtende Rückrufaktionen von VW anzuordnen. Autos, die die EU-Normen nicht erfüllten, müssten 2018 “aus dem Verkehr gezogen werden”.

+++ 8.24 Uhr: Podolski gibt Ende Juli Debüt für neuen Club Vissel Kobe +++

Fußball-Weltmeister Lukas Podolski wird Ende Juli sein Debüt für seinen neuen Club Vissel Kobe in Japan geben. Der 32-Jährige wird am 29. Juli in der Partie gegen Omiya erstmals zum Kader des J-League-Clubs gehören, wie sein neuer Verein mitteilte.
Der 130-malige deutsche Nationalspieler hat bei Vissel Kobe einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

+++ 7.57 Uhr: Altmaier schließt weitere Maßnahmen in Türkei-Politik nicht aus +++

“Wir werden zu jedem Zeitpunkt prüfen, ob weitere Beschlüsse notwendig sind” und diese dann gegebenenfalls auch öffentlich verkünden, sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) im ZDF-”Morgenmagazin”. Im Zusammenhang mit der von Außenminister Sigmar Gabriel “(SPD) angekündigten “Neuausrichtung” der deutschen Türkei-Politik sprach Altmaier von einem “Prozess”.

Zu Berichten, wonach ein Rüstungsprojekt mit der Türkei auf Eis gelegt worden sei, wollte sich Altmaier nicht äußern. Über Rüstungsprojekte entscheide der Bundessicherheitsrat, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tage. Altmaier bekräftigte, die Bundesregierung wolle erreichen, dass die Vorbeitrittshilfen der EU auf Eis gelegt würden. Berlin wolle in dieser Hinsicht auf seine Partner in Brüssel einwirken, kündigte der Kanzleramtsminister an.

21: Berlin setzt Türkei Stoppsignal – a7992a8acb41a9d4

+++ 7.56 Uhr: Gouverneur: Zwei Touristen sterben bei Seebeben vor Kos +++

Bei dem Seebeben vor der griechischen Ferieninsel Kos sind zwei Touristen ums Leben gekommen. Es handle sich um Urlauber aus der Türkei und aus Schweden, sagte der Gouverneur der Region Süd-Ägäis, Giorgos Chatzimarkos, im griechischen Rundfunk. Die beiden Opfer seien von einstürzenden Teilen einer Wand einer Bar getroffen worden, teilte der Gouverneur weiter mit. Wie griechische Medien berichteten, sei zudem ein Tourist verletzt worden, als er während des Bebens in der Nacht zum Freitag in Panik geriet und aus seinem Balkon im ersten Stock eines Hotels sprang. Aus welchem Land der Urlauber stammt, war zunächst nicht bekannt.21-Erdbeben erschüttert Ferienregionen am Ägäischen Meer-5515369589001

+++ 7.34 Uhr: Polizei: Israel untersagt Männern unter 50 Jahren Zugang zur Jerusalemer Stadt +++

Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Polizisten in der Jerusalemer Altstadt hat Israel Männern unter 50 Jahren den Zugang für die Freitagsgebete untersagt. Der Zugang zur Altstadt und zum Tempelberg sei nur Männern ab dem Alter von 50 Jahren sowie allen Frauen gestattet, erklärte die israelische Polizei. Zuvor hatte Israel bereits Metalldetektoren und Überwachungskameras angebracht. Vergangene Woche hatten drei arabische Israelis in der Jerusalemer Altstadt zwei israelische Polizisten erschossen, sie wurden daraufhin von Sicherheitskräften getötet. Als Reaktion hatte Israel den Zugang zum Tempelberg ohne Rücksprache mit der muslimischen Frommen Stiftung (Wakf) zunächst geschlossen. Am Sonntag wurde der Zugang zum Tempelberg wieder ermöglicht.

+++ 7.05 Uhr: Katar verkündet Änderungen an seiner Anti-Terror-Gesetzgebung +++

06-Keine neuen Sanktionen gegen Katar-5493847575001Im Streit mit mehreren arabischen Ländern hat Katar Änderungen an seiner Anti-Terror-Gesetzgebung verkündet. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete der Emir, Scheich Tamin bin Hamad al-Thani, am Donnerstag. Demnach werden zwei “nationale Listen” mit “Einzelpersonen und terroristischen Einheiten” erstellt. Verdächtige erhalten das Recht auf Einspruch, wenn sie auf einer der Listen geführt werden. Zudem werden die Begriffe “Terrorist”, “terroristische Verbrechen und Einheiten” sowie “Finanzierung des Terrorismus” definiert. Katars Gegner Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten, hatten ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf zwischen den USA und der Regierung in Doha als “unzureichend” bezeichnet. Die Sanktionen gegen Katar würden erst dann aufgehoben, wenn das Land “die Finanzierung und Unterstützung des Terrorismus” einstelle, erklärten sie vor gut einer Woche.

+++ 7.03 Uhr: Zwei Tote und 55 Verletzte in China nach Gasexplosion in Restaurant +++

Bei einer Gasexplosion in China sind mindestens zwei Menschen getötet und 55 weitere verletzt worden. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, geschah die Explosion am Freitagmorgen in einem Restaurant im Zentrum der ostchinesischen Metropole Hangzhou in der Nähe des bei Touristen beliebten Westsees. Zwölf Menschen wurden demnach schwer verletzt. Ein Video zeigte, wie durch die Druckwelle Trümmer auf eine Straße geschleudert und Passanten, ein Bus sowie mehrere Autos getroffen wurden. Das Feuer im Restaurant wurde gelöscht und eine Untersuchung eingeleitet, wie es weiter hieß. 

+++ 6.36 Uhr: Apfel-Laster kippt auf A27 um – Einsatzkräfte müssen Obst aufsammeln +++

Ein mit 20 Tonnen Äpfeln beladener Lastwagen ist auf der Autobahn 27 bei Verden in Niedersachsen umgekippt. Das Obst verteilte sich am späten Donnerstagabend auf dem Asphalt. Die Autobahn war am Freitagmorgen noch immer gesperrt, wie ein Polizeisprecher berichtete. Nach seinen Angaben konnten die Einsatzkräfte den Laster nicht mit einem Kran anheben, “weil sonst alle Äpfel rauspurzeln”, sagte der Sprecher. Man müsse “jeden Apfel einzeln aus dem Laster holen”.

Laut Polizei war der Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Die 37 Jahre alte Fahrerin habe noch versucht, durch Gegenlenken den Lkw wieder auf die Fahrbahn zu steuern. Dabei kippte der Laster um. Bei dem Aufprall sei die Verkleidung des Kühlanhängers aufgerissen worden. Auch Diesel verteilte sich auf der Fahrbahn. Die Fahrerin wurde nach Angaben des Sprechers leicht verletzt. 

+++ 6.25 Uhr: UN-Bericht: Nordkorea drohen nach Dürre bedeutende Ernteausfälle +++

11-Nordkorea feiert Raketentest-5502010092001Im abgeschotteten Nordkorea droht nach Einschätzung von UN-Experten infolge der schwersten Dürre seit 16 Jahren eine Verschärfung der ohnehin schwierigen Versorgungslage. Die Produktion von Nutzpflanzen sei durch die Dürre “schwer geschädigt”, hieß es in einem Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom. In den nächsten drei Monaten seien größere Nahrungsmittelimporte oder -spenden erforderlich, um besonders hilfsbedürftige Menschen wie Kinder und Ältere ausreichend versorgen zu können.

Das wirtschaftlich marode, aber militärisch hochgerüstete Land mit mehr als 25 Millionen Einwohnern ist nach mehreren Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft seit vielen Jahren auf Nahrungshilfe von außen angewiesen. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) ist die Ernährungssicherheit für etwa 70 Prozent der Bevölkerung gefährdet. 

+++ 6.19 Uhr: Zwei Touristen bei Erdbeben in der Ägäis-Region getötet +++

Bei dem Erdbeben in der Ägäis-Region sind mindestens zwei Touristen getötet worden, dutzende Menschen wurden verletzt. Bei den Toten handele es sich um zwei Ausländer, sagte der Bürgermeister der Stadt Kos auf der gleichnamigen griechischen Insel, Giorgios Kyritsis, dem Radiosender Skai. Auch in der nahegelegenen Türkei riss das Beben in der Haupturlaubszeit zahlreiche Menschen aus dem Schlaf.

Nach Angaben von Feuerwehrleuten war eine Bar im Zentrum von Kos eingestürzt. Die beiden Todesopfer seien von Trümmern auf der Straße getroffen worden, berichtete ein Journalist dem Radiosender Skai. Nach Angaben des griechischen Marine-Staatssekretärs Marchande Nektarios Santorinios lag die Zahl der Verletzten bei insgesamt 120. 21-Erdbeben erschüttert Ferienregionen am Ägäischen Meer-5515369589001

Laut der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,7 nahe der türkischen Stadt Bodrum. In der bei Urlaubern beliebten Region im Südwesten des Landes brach die Stromversorgung teilweise zusammen. Besorgte Feriengäste flüchteten aus ihren Hotelzimmern ins Freie. Der Bürgermeister von Bodrum, Mehmet Kocadon, sagte dem türkischen Fernsehsender NTV, es gebe nur geringe Schäden und keine Berichte über Tote.

+++ 5.49 Uhr: Vodafone will E-Bikes vernetzen +++

Vodafone will E-Bikes gemeinsam mit der Einkaufsgemeinschaft ZEG vernetzen und damit auch Fahrrad-Dieben das Handwerk legen. Zunächst 4000 elektrische Fahrräder der Marke Zemo habe man mit dem Internet der Dinge verbunden, teilte Vodafone mit. Die smarten E-Bikes sollen Anfang 2018 erhältlich sein.

Die E-Bikes tauschen über das Mobilfunknetz permanent Daten mit dem Besitzer aus, der sein Gefährt damit über eine App jederzeit lokalisieren kann. Wird das Fahrrad aus einer zuvor fest definierten Gegend entfernt, setzt es automatisch einen Alarm an den Besitzer ab. Die App soll zudem Informationen wie zurückgelegte Strecke und Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln. Für die Vernetzung wird in den Rahmen eine Sim-Karte fest verbaut. 

+++ 5.17 Uhr: Sterbliche Überreste von Salvador Dalí exhumiert +++

Wegen eines Vaterschaftsstreits sind die sterblichen Überreste des spanischen Künstlers Salvador Dalí exhumiert worden. Die Arbeiten an seinem Grab im Museum im nordostspanischen Figueres seien in der Nacht zum Freitag abgeschlossen worden, teilte ein Gericht mit. Ende Juni waren DNA-Tests angeordnet worden, weil die 61-jährige Wahrsagerin Pilar Abel Martínez seit Jahren behauptet, die einzige Tochter des 1989 verstorbenen Malers zu sein. Ergebnisse würden in wenigen Wochen erwartet, sagte Abels Anwalt Enrique Blánquez. Die DNA-Proben wurden direkt aus dem Sarg in dem Museum in Katalonien entnommen und sollten anschließend zur Untersuchung nach Madrid geschickt werden. 

+++ 4.27 Uhr: CSU-Vize Weber: Notfalls Entzug der EU-Stimmrechte für Polen +++

“Die PiS-Regierung überschreitet mit der faktischen Abschaffung der Gewaltenteilung eine rote Linie. Deshalb ist der mögliche Entzug der Stimmrechte nicht nur eine theoretische Möglichkeit”, sagte Manfred Weber, CSU-Vize und Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament, der “Bild“-Zeitung. Die Staats- und Regierungschefs der EU dürften “nicht länger schweigen”.

Die polnische Regierung treibt ihre Justizreform trotz Sanktionsandrohungen der EU-Kommission voran. Das Parlament nahm am Donnerstag einen nachgebesserten Gesetzentwurf zur Neuordnung des Obersten Gerichtes an. Die Reform der mit absoluter Mehrheit regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) stellt nach Ansicht von Kritikern eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Justiz dar.

19: Streit um Polens Justizreform spitzt sich zu – d8e65f05cd563a47

+++ 4.01 Uhr: Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR +++

Angesichts der Inhaftierungen von Menschenrechtlern und Journalisten in der Türkei hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einen Vergleich mit der DDR gezogen. “Die Türkei verhaftet inzwischen willkürlich und hält konsularische Mindeststandards nicht ein. Das erinnert mich daran, wie es früher in der DDR war”, sagte Schäuble der “Bild“-Zeitung. 

Inzwischen sei die Türkei auch für deutsche Touristen zum Risikoland geworden, fügte Schäuble hinzu. “Wenn die Türkei diese Spielchen – wie auch um Abgeordneten-Besuche auf dem Nato-Stützpunkt Konya – nicht weglässt, müssen wir den Leuten sagen: “Ihr reist auf eigenes Risiko in die Türkei, wir können Euch nichts mehr garantieren.”

+++ 3.49 Uhr: Ausschreitungen bei Generalstreik in Venezuela +++

Bei dem Generalstreik gegen die von Staatspräsident Nicolás Maduro geplante Verfassungsänderung in Venezuela sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Am Rande der Hauptstadt Caracas sei am Donnerstag ein 24-jähriger Demonstrant erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zudem sei ein 23-Jähriger in der Stadt Valencia getötet worden. Bei den Ausschreitungen wurden den Angaben zufolge auch mehrere Menschen verletzt. Zudem habe es Festnahmen gegeben.

Die Demonstranten wollten mit ihrer Arbeitsniederlegung die linksnationale Regierung unter Druck setzen, damit eine am 30. Juli geplante Wahl zu einer verfassunggebenden Versammlung nicht stattfindet. Am Sonntag hatten die konservativen und rechten Regierungsgegner ein symbolisches Referendum gegen die verfassunggebende Versammlung veranstaltet. 17-Tote bei symbolischem Anti-Maduro-Referendum-5509993835001

+++ 2.47 Uhr: Seebeben löste offenbar Tsunami aus – zwei Tote in Ägäis-Region +++

Das Seebeben vor der Ägäis-Insel Kos hat Augenzeugen zufolge einen kleinen Tsunami ausgelöst und mindestens zwei Menschenleben gefordert. Bei den beiden Opfern handele es sich um jüngere Menschen, sagte der Bürgermeister der gleichnamigen Inselhauptstadt Kos, Giorgos Kyritsis, im griechischen Staatsrundfunk (ERT). Zu Schäden kam es nach seinen Worten vor allem im Zentrum von Kos, wo sich Dutzende Bars befinden. Mindestens 100 Menschen wurden ersten Schätzungen nach verletzt.

+++ 1.06 Uhr: BKA-Chef Münch sieht geringe Gefahr durch linke Gefährder +++

10-Schulz: Gewalt bei G20 hatte “terroristische Züge”-5500736370001Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hält die Terrorgefahr durch Linksextremisten in Deutschland für überschaubar. Es gebe innerhalb dieses Spektrums nur wenige Gefährder, denen die deutschen Behörden Terroranschläge zutrauten, sagte Münch der “Frankfurter Rundschau“. “Im Bereich links gingen die Länder bislang von einer Größenordnung aus, die man an einer Hand abzählen kann.” Unter den Rechtsextremisten liege die Zahl der Gefährder im niedrigen zweistelligen Bereich. Die Gefahr der Bildung terroristischer Strukturen sei hier größer.

+++ 0.35 Uhr: IWF will Griechenland mit weiterer Milliardenspritze unterstützen +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will das schuldengeplagte Griechenland mit weiteren 1,6 Milliarden Euro unterstützen. Die IWF-Gremien einigten sich bei ihrer Sitzung am Donnerstag “im Grundsatz” auf die Zahlung, die jedoch noch an Bedingungen geknüpft werden kann.

Im Vorfeld war durchgesickert, dass der IWF seine Beteiligung an weitere Finanzhilfen für Griechenland an eine Schuldenobergrenze knüpfen könnte. Ob es dazu kam, war zunächst nicht bekannt. Mit einer solchen Bedingung würden Griechenland und seine europäischen Geldgeber gezwungen, den Schuldenberg von derzeit 320 Milliarden Euro zunächst abzubauen, ehe das Land mit eigener Anleihenvergabe an die Kapitalmärkte zurückkehren kann. 

+++ 0.04 Uhr: Altmaier: Bundesregierung geschlossen hinter neuer Türkei-Politik +++

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Türkei als “absolut notwendig”
verteidigt. “Wir haben eine Schutzpflicht für unsere Bürger und Unternehmen”, sagte Altmaier der “Bild am Sonntag”. Die Türkei müsse erkennen, dass die Bundesregierung “einig und geschlossen” sei. Das Verhalten der Türkei sei inakzeptabel, sagte Altmaier. Nur als Rechtsstaat könne das Land Erfolg haben.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Donnerstag eine Neuausrichtung der Türkei-Politik verkündet. Laut “Bild“-Zeitung hat die Bundesregierung auch geplante und bereits bestehende Rüstungsprojekte mit der Türkei vorläufig auf Eis gelegt. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. 

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