News des Tages: Wo die Polizei den mutmaßlichen Motorsägen-Angreifer von Schaffhausen fasste

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 22.41 Uhr: DFB-Frauen ziehen ins Viertelfinale ein +++

Die deutschen Fußball-Frauen haben sich bei der EM in den Niederlanden als Vorrundensieger für das Viertelfinale qualifiziert und treffen nun am Samstag auf Dänemark. Im letzten Gruppenspiel schlug der achtmalige Europameister das Team aus Russland mit 2:0 (1:0). Die Tore in Utrecht erzielten Babett Peter (10. Minute) und Dzsenifer Marozsan (56.) jeweils per Foulelfmeter. Den zweiten Platz in der Gruppe B belegte Schweden trotz einer 2:3 (1:2)-Niederlage gegen Italien. Die Skandinavierinnen müssen sich im Viertelfinale mit Gastgeber Niederlande auseinandersetzen.

+++ 20.50 Uhr: Motorsägen-Attacke in Schaffhausen: Polizei fasst mutmaßlichen Täter +++

Einen Tag nach der Kettensägen-Attacke in Schaffhausen hat die Polizei den Täter gefasst. Der Mann sei in Thalwil im Kanton Zürich festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Weitere Auskünfte wollen die Ermittler nicht erteilen, im Laufe des Mittwochs sollen weitere Einzelheiten auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Die Polizei in der Schweiz hatte mit einem Großaufgebot nach Franz W. gefahndet. Auch deutsche Sicherheitsbehörden waren in die Suche nach dem 50-Jährigen eingebunden.

Ihm wird vorgeworfen, am Montag in die Filiale einer Krankenkasse in dem Ort in der Nähe der Grenze zu Deutschland gestürmt zu sein und dort zwei Mitarbeiter mit einer Motorsäge verletzt zu haben.

+++ 19.26 Uhr: G20-Krawalle: Nur noch 35 Männer in U-Haft +++

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels sitzen nach Angaben eines Hamburger Gerichtssprechers noch 35 überwiegend junge Männer in Untersuchungshaft.

Ursprünglich wurden demnach insgesamt 51 Männer einschlägiger Taten beschuldigt, 15 inzwischen entlassen, eine Person wurde von vornherein von der U-Haft verschont. Die Ermittlungen gegen die 35 Männer liefen weiter, hieß es.

stern-Interview mit Autonomen Ramsi 7.00Laut den Angaben handelt es sich bei den Beschuldigten um Männer aus 15 Nationen zwischen 19 und 56 Jahren. 15 von ihnen haben ihren Wohnsitz in Hamburg, sechs in Nordrhein-Westfalen und drei in Baden-Württemberg. Sechs stammen aus Italien, drei aus Frankreich und zwei aus Russland.

+++ 18.58 Uhr: Drohender Insel-Untergang: Ureinwohner bitten um Umzug +++

Ureinwohner vom Stamm der Kuna haben die Regierung Panamas um einen Umzug von ihren vom Untergang bedrohten Inseln in der Karibik auf das Festland geben. Durch den Klimawandel steige der Wasserspiegel nach Studien des Instituts Smithsonian jährlich um 2,5 Millimeter und könnte in den nächsten Jahrzehnten die ersten der rund 350 kleinen Inseln überspülen. Die große Mehrheit der etwa 35 000 Kunas lebt auf den flachen Sandinseln des Küstenarchipels Kuna Yala, das im Nordosten des mittelamerikanischen Landes liegt.

Der Direktor des Büros für Indigene Angelegenheiten an der Universität Panama, Horacio Rivera, sagte, dass Anführer der Kuna um Hilfe gebeten hätten, um Land auf dem Festland zugewiesen zu bekommen. In den vergangenen Jahren nahmen Überschwemmungen bereits zu.

Meeresspiegel könnte um mehr a… Studie zur Erderwärmung (2110389)

+++ 18.20 Uhr: Fall Linda: Drei weitere Deutsche festgenommen +++

Neben der mutmaßlichen Dschihadistin Linda aus Sachsen sind drei weitere im irakischen Mossul festgenommene Frauen Deutsche.

Zwei Frauen, die am Montag von Mitarbeitern der deutschen Botschaft im Gefängnis besucht worden waren, seien ebenfalls Deutsche, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Bisher war offiziell nur bekannt, dass die 16-jährige Linda gemeinsam mit mindestens einer weiteren Deutschen im Irak in Haft sitzt. Irakische Sicherheitskräfte hatten angegeben, in den Tagen nach der Befreiung der Stadt Mossul vom IS insgesamt 20 ausländische Dschihadistinnen festgenommen zu haben. Das Nachrichtenmagazin “Spiegel” hatte berichtet, dass darunter vier deutschen Frauen seien.

+++ 17.50 Uhr: Bußgeld und Punkte für Gaffer nach Unfall in Bayern +++

Nach einem tödlichen Unfall in Bayern hat die Polizei 13 Autofahrer als Gaffer angezeigt. Sie müssen nun mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen, teilte die Polizei mit. Eine 23-jährige Autofahrerin war am Montag auf einer vierspurigen Straße in Schweinfurt mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert – sie starb an der Unfallstelle, drei Menschen wurden schwer verletzt. Mehrere Autofahrer stiegen aus, fotografierten die Szene und verursachten einen Stau. Polizisten wurden daraufhin von der Unfallaufnahme abgezogen und kümmerten sich nur noch um die Gegenfahrbahn. Auf Facebook appellierte das Polizeipräsidium Unterfranken an alle Verkehrsteilnehmer: “Bitte respektiert die Würde der Toten und Verletzten! … Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr durch ein Bild in den sozialen Medien vom Tod einer euch nahestehenden Person erfahren würdet?”

+++ 17.23 Uhr: Landgericht Hamburg verbietet erfundenen Schulz-Tweet +++

Die Junge Union Bayern muss einen frei erfundenen Tweet von SPD-Chef Martin Schulz löschen. Das hat das Landgericht Hamburg entschieden, wie ein Sprecher bestätigte. Zuvor hatte der “Spiegel” darüber berichtet. Demnach droht der Jungen Union ansonsten ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Antragsteller war dem Gerichtssprecher zufolge Parteichef Martin Schulz persönlich. Am 10. Juli hatte die Junge Union in Bayern den ausgedachten Tweet auf ihrer Facebook-Seite gemeinsam mit einer echten Nachricht des SPD-Kanzlerkandidaten veröffentlicht. Darin sagte Schulz, dass er mit den politischen Fürsprechern der Krawalle am Rande des G20-Gipfels in Hamburg nach der Bundestagswahl regieren wolle. Der erfundene Tweet mit dem Account “@therealMartinSchulz” war wegen des identischen Profilbildes nur bei genauem Hinsehen als Fälschung zu erkennen.

+++ 17.11 Uhr: Fliegerbombe in Hannover muss gesprengt werden +++

Ein in Hannover entdeckter Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg lässt sich nicht entschärfen und muss gesprengt werden. Es handelt sich um eine Fünf-Zentner-Bombe mit Säurezünder, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. An einer weiteren Stelle, wo eine zweite Bombe vermutet wurde, sei dagegen nichts gefunden worden. Rund 6500 Menschen mussten wegen des Bombenverdachts ihre Häuser verlassen. Auch eine Pflegeeinrichtung wurde evakuiert. Es kann laut Feuerwehr bis in die Nacht dauern, bis die Menschen in ihre Häuser zurückkehren können. Der überregionale Bahnverkehr war nicht betroffen. Der Blindgänger war bei Arbeiten auf einem Grundstück entdeckt worden. Säure- oder Langzeitzünder gelten als besonders schwierig zu entschärfen. Nur rund zehn Prozent der Sprengbomben waren nach Expertenangaben mit derartigen Zündern ausgerüstet. Weil sie aber häufig versagten, ist ihr Anteil an den Blindgängern hoch.

+++ 16.49 Uhr: Acht Tote nach Fährunglück in Indonesien – zwei Deutsche gerettet +++

Bei einem Fährunglück sind in Indonesien mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, konnten 22 Menschen nach dem Vorfall an der Küste der Insel Borneo gerettet werden, unter ihnen zwei Deutsche. Demnach waren 51 Passagiere auf dem Boot, als es kurz nach der Hafenausfahrt kenterte. Unter den Toten war nach Angaben der Behörden auch ein zwei Jahre altes Kind. Nach Angaben von Rettungskräften wurden die beiden Deutschen im Krankenhaus behandelt. Demnach ereignete sich das Unglück in Tarakan im Norden der Insel Borneo. Die Unfallursache ist bislang unklar. Wie ein Behördensprecher mitteilte, war zu dem Unfallzeitpunkt viel Verkehr in dem Hafen. Demnach könnten auf diese Weise entstandene Wellen zum Kentern des Schnellbootes geführt haben.

+++ 16.21 Uhr: Eltern wollen Baby Charlie zum Sterben nach Hause bringen +++

Die Eltern des todkranken britischen Babys Charlie Gard wollen Medienberichten zufolge ihren Sohn zum Sterben nach Hause bringen. Das berichteten britische Medien aus dem Gerichtssaal in London. Bei der Verhandlung sollte es ursprünglich nur noch um Formalien gehen. Erst gestern hatten Charlies Eltern ihren monatelangen Rechtsstreit mit dem Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus aufgegeben. Sie hatten gefordert, den elf Monate alten Jungen für eine experimentelle Therapie in die USA bringen zu dürfen. Die Klinik hielt das für aussichtslos und bestand darauf, die Behandlung Charlies zu beenden und ihn in Würde sterben zu lassen. Dem hatten sich die Eltern schließlich gefügt. Charlie hat eine seltene genetische Erkrankung, die Muskeln und Gehirn stark beeinträchtigt. Die Eltern wollen nun anscheinend, dass ihr Sohn zu Hause stirbt – eine Forderung, die sie bereits früher erhoben hatten und ihren Angaben zufolge vom Krankenhaus abgelehnt wurde. Dem Anwalt der Eltern zufolge schlägt die Klinik ein Sterbehospiz als Kompromiss vor.

Baby Charlie Eltern geben Kampf auf, 16.15

+++ 16.11 Uhr: Spitzenkoch Wohlfahrt und Restaurantbesitzer einigen sich +++

Im Streit um seine Weiterbeschäftigung als Küchenchef im Lokal “Schwarzwaldstube” haben sich der Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt und die Hotelleitung geeinigt. Das teilte das Arbeitsgericht Pforzheim mit. Die Einigung sei einvernehmlich, erklärte im Anschluss der Anwalt des Hotels “Traube Tonbach”, zu dem das Restaurant in Baiersbronn gehört. Wohlfahrt wird demnach jedoch nicht in die “Schwarzwaldstube” zurückkehren. Weitere Details wurden nicht genannt; es sei Stillschweigen vereinbart worden. Wohlfahrt, dessen Erscheinen eigentlich angeordnet gewesen war, erschien angesichts der Einigung nicht vor Gericht. Er hatte seinen Eilantrag zuvor zurückgezogen. Auch Hotelinhaber Heiner Finkbeiner war nicht erschienen.

Harald Wohlfahrt 10.55

+++ 15.50 Uhr: Microsoft: Paint ist nicht tot – das Programm zieht nur um +++

Microsoft Paint ist nicht tot – es bekommt nur ein neues Zuhause: Nach einer Welle von Reaktionen auf das vermeintliche Ende des jahrzehntealten beliebten Grafikprogramms hat der US-Softwarekonzern die Gemüter beruhigt. Paint sei “gekommen, um zu bleiben”, es werde künftig aber nur noch im Windows Store kostenlos erhältlich sein, erklärte das Unternehmen in einem Blog-Beitrag. Für Furore hatte am Montag gesorgt, dass das seit 1985 existierende Grafikprogramm in einer Liste von Anwendungen auftauchte, die der Konzern mittlerweile als “veraltet” betrachtet. Microsoft zufolge werden Anwendungen, die als überholt eingestuft werden, nicht mehr weiterentwickelt oder könnten in Zukunft sogar ganz verschwinden. Paint war jahrzehntelang in Windows integriert.

+++ 15.23 Uhr: Störendes Wespennest: Frau fackelt Balkon ab +++

Das ging gründlich schief: Beim Versuch, auf ihrem Balkon ein Wespennest abzufackeln, hat eine Frau in München einen Schaden von 50.000 Euro verursacht. Auf dem Balkon, wo sich das Nest befand, fingen zunächst Möbel Feuer. Dann breitete sich der Brand bis in ein Zimmer der Wohnung sowie auf den darüberliegenden Balkon aus, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Wespennest habe man nach dem Feuer nicht mehr gefunden, hieß es. Die Frau brachte sich rechtzeitig in Sicherheit und wurde nicht verletzt. Die Feuerwehr erinnerte daran, dass Wespennester nicht einfach zerstört werden dürften. Der Schädlingsbekämpfer sei für solche Fälle der richtige Ansprechpartner und kenne die Vorschriften. Im Notfall dürfe man auch die Feuerwehr anrufen.

+++ 15.19 Uhr: Tochter als Sexobjekt missbraucht – vier Jahre Gefängnis +++

Aus purer Lust nahm er dem hilflosen Kind mit einer Schlinge die Luft weg: Ein Vater, der seine Tochter als Sexobjekt missbraucht haben soll, ist zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 50-jährigen Berliner des sexuellen Missbrauchs, der gefährlichen Körperverletzung sowie der Nötigung schuldig. Das Kind sei elf Jahre alt gewesen, als es erstmals nackt vor der Kamera des Vaters posieren sollte. Mit seelischer Grausamkeit habe er seine sexuellen Vorlieben ausgelebt. Die psychischen Folgen für das Mädchen seien schwer. Der Angeklagte habe es zum sexuellen Objekt degradiert, begründeten die Richter. Der Vater aus dem Berliner Stadtteil Hellersdorf, der im Tatzeitraum von 2009 bis 2012 unter anderem ehrenamtlich mit Hortkindern gearbeitet haben soll, hatte in dem zum Teil nicht öffentlichen Prozess ein Geständnis abgelegt. Der 50-Jährige hatte das Kind laut Anklage mehrfach “derart gewürgt, dass das Gesicht der Geschädigten rot anlief und anschwoll”. In anderen Fällen habe er dem nackten Kind eine Schlinge um den Hals gelegt, bis zur Atemnot zugezogen und sadomasochistische Aufnahmen gefertigt.25-Phelps Flop: Schwimmstar unterliegt Computer-Hai-5520390712001

+++ 14.42 Uhr: EU verlängert Marine-Mission vor Libyen bis Ende 2018 +++

In der Flüchtlingskrise haben die EU-Mitgliedstaaten ihren Marine-Einsatz vor Libyen um fast anderthalb Jahre verlängert. Die Mission “Sophia” werde bis zum 31. Dezember 2018 fortgeführt, teilte der EU-Rat mit. Italien hatte die Verlängerung Mitte Juli zunächst blockiert, um mehr Unterstützung der EU-Partner in der Flüchtlingskrise zu erhalten. Seit Jahresbeginn sind in Italien mehr als 93.000 Bootsflüchtlinge angekommen. In der Flüchtlingskrise geht “Sophia” seit Juni 2015 gegen Schleuserbanden vor. Die EU-Schiffe dürfen dabei auf hoher See verdächtige Boote stoppen, durchsuchen und beschlagnahmen. Zudem retten sie Flüchtlinge aus Seenot. Seit dem vergangenen Jahr geht die Marine-Mission auch gegen Waffenschmuggel vor und bildet Personal für die libysche Küstenwache aus. An dem Einsatz ist auch die Bundeswehr beteiligt. Das Mandat von “Sophia” wurde dieses Mal nur geringfügig verändert. So soll die Mission nun auch verfolgen, was aus den ausgebildeten Mitgliedern der libyschen Küstenwache wird. Darüber hinaus soll der Einsatz Informationen über illegale Ölexporte aus Libyen sammeln und den Austausch von Informationen über Menschenhandel mit EU-Mitgliedstaaten, der Grenzbehörde Frontex und Europol verstärken.

+++ 14.30 Uhr: Opel-Verkauf lässt Gewinn von General Motors einbrechen +++

Hohe Sonderkosten haben den Gewinn des US-Autoriesen General Motors (GM) im zweiten Quartal einbrechen lassen. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss von 2,9 auf 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro), wie GM mitteilte. Die Bilanz litt unter Abschreibungen von insgesamt rund 1,3 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf des Europageschäfts um die deutsche Tochter Opel an den französischen Konzern PSA Peugeot Citroën und dem Rückzug aus einigen anderen internationalen Märkten. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft schrumpfte um elf Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. 

+++ 14.01 Uhr: Russland muss einen der Täter im Nemzow-Mordfall entschädigen +++

Russland muss einem der verurteilten Täter im Mordfall des russischen Oppositionellen Boris Nemzow 6000 Euro Entschädigung zahlen. Die Bedingungen, unter denen der Mann inhaftiert sei, verstießen gegen das Verbot einer unmenschlichen Behandlung, entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Die Beschwerden von zwei weiteren Mittätern wies der Gerichtshof als unzulässig ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die drei Männer sowie zwei weitere Angeklagte waren im Juli für den Mord an dem ehemaligen Vizeregierungschef Nemzow zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der Fall hatte international Bestürzung ausgelöst. Die Ermittler gehen von einem Auftragsmord aus, nach dessen Hintermännern immer noch international gefahndet wird.

+++ 13.59 Uhr: Fahrgast brüllt “Sieg Heil” und stoppt ICE per Notbremse +++

“Sieg Heil”-Rufe im Speisewagen und ein Griff zur Notbremse: Ein pöbelnder 61-Jähriger hat einen ICE auf der Fahrt von Hamburg nach Hannover mitten auf freier Strecke kurzzeitig gestoppt. Der Mann habe im Bordrestaurant des Zugs vier Bier getrunken und sei dann bei der Fahrkartenkontrolle aggressiv geworden, teilte die Bundespolizei am Dienstag in Hannover mit.
Demnach besaß der Mann weder ein Ticket noch konnte er seine Getränke bezahlen. Vom Personal habe er sich belästigt gefühlt und sich immer mehr ereifert. Schließlich sei er aufgesprungen, habe die Notbremse gezogen und dabei “Sieg Heil” gebrüllt. Der ICE sei dadurch bei Uelzen jedoch nur kurz zum Stehen gekommen. In Hannover holten Bundespolizisten den aggressiven Fahrgast aus dem Zug. Auch dabei habe er den Hitlergruß gebrüllt und diesen mit dem Arm gezeigt, berichteten die Beamten. Ein Alkoholtest auf der Polizeiwache habe einen Wert von 0,7 Promille ergeben. Nach einer kurzen Ausnüchterung durfte der Mann den Heimweg antreten. Gegen ihn wird nun allerdings unter anderem wegen Betrugs und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

+++ 13.54 Uhr: Sklavereiähnliche Zustände: Italiens Polizei durchsucht Agrarbetriebe +++

Wegen des Verdachts auf Ausbeutung von Landarbeitern hat die italiensche Polizei zehn Menschen festgenommen und 24 angezeigt. Im Zuge der landesweiten Aktion gegen sklavereiähnliche Zustände in der Landwirtschaft wurden mehr als 75 Agrarbetriebe durchsucht, wie die Polizei mitteilte. In einem der schlimmsten Fälle mussten Arbeiter im sizilianischen Tomaten-Anbaugebiet von Ragusa Zwölf-Stunden-Schichten absolvieren und verdienten nur 2,50 Euro pro Stunde. Die Polizei hatte in den vergangenen vier Wochen Bauernhöfe in ganz Italien durchsucht. Die Beamten schlossen vier Betriebe und verhängten Strafen von insgesamt 108 000 Euro. Die Ausbeutung von Arbeitern ist in der Landwirtschaft und im Baugewerbe in Italien ein großes Problem. Viele der Tausenden Migranten aus Afrika sind betroffen. Die Mafia kontrolliert ein System von Arbeiter-Trupps, die in diesen Bereichen eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr erließ Italiens Regierung ein Gesetz, das Arbeitgeber und Anwerber von illegalen Arbeitskräften mit Geldbußen und Gefängnis von bis zu sechs Jahren bestraft.

 +++ 13.53 Uhr: Safari-Elefant in Simbabwe trampelt seinen Betreuer zu Tode +++

Ein für Touristen-Safaris in Simbabwe abgerichteter Elefant hat seinen Betreuer getötet. Der rund 30 Jahre alte Elefant namens Mbanje habe den Betreuer totgetrampelt, als dieser ihn in der Stadt Victoria Falls ins Gehege zurückbringen wollte, sagte der Leiter des örtlichen Safari-Verbands, Clement Mukwasi. Mbanje wurde kurz darauf von Wildhütern erschossen. Elefanten-Dresseur sei ein “riskanter Beruf”, fügte Mukwasi hinzu. Einige Tiere seien ebenso wie manche Menschen “nachtragend”, das könne manchmal zu unvermuteten Angriffen führen. Nach seinen Angaben hatte es in den vergangenen Jahren bereits zwei ähnliche Vorfälle gegeben. Mbanje war darauf abgerichtet, Touristen auf seinem Rücken zu den berühmten Victoriafällen zu bringen. Die internationale Tierschutzorganisation World Animal Protection rief nach dem tödlichen Zwischenfall dazu auf, die “grausame Praxis” der Elefantenritte zu beenden. Die Dickhäuter seien nun einmal “Wildtiere” und sollten nicht als Reittiere missbraucht werden, erklärte sie.

+++ 13.46 Uhr: Polizisten finden bei Razzia in Hamburg eine Kalaschnikow +++

Bei einer Razzia in der Wohnung eines mutmaßlichen Kriminellen aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität haben Polizisten in Hamburg eine Kalaschnikow entdeckt. Das Sturmgewehr des Typs AK-47 sei zusammen mit drei Patronen und einer Handgranate beschlagnahmt worden, teilten die Ermittler mit. Der 27-jährige ist demnach verdächtig, als Mitglied einer Bande gewerbsmäßige Betrügereien mit minderwertigen Druckerpatronen begangen zu haben sowie illegal mit Drogen, Waffen und Ausweisdokumenten gehandelt zu haben. Zusätzlich werden dem Beschuldigten nun auch Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Er wurde festgenommen und anschließend einem Haftrichter vorgeführt. Insgesamt durchsuchten rund 30 Beamte bei der Aktion am Montag sieben Geschäfts- und Wohnanschriften in verschiedenen Hamburger Stadtteilen. Die Razzia richtete sich nach Angaben der Polizei auch gegen drei mutmaßliche Komplizen. Die zwei Männer und eine Frau zwischen 23 und 40 Jahren sollen dem Mann geholfen haben.

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+++ 13.31 Uhr: Drillisch-Aktionäre stimmen Übernahme durch United Internet zu +++

Die Aktionäre des Mobilfunkanbieters Drillisch haben der mehrheitlichen Übernahme durch den Telekom-Konzern United Internet zugestimmt. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Frankfurt votierten sie für eine Sachkapitalerhöhung, durch die United Internet die restlichen Anteile der eigenen Tochter 1&1 Telecommunication in Drillisch einbringt. Damit steigt der Anteil von United Internet an Drillisch auf 73,11 Prozent, zuvor lag der Anteil bei knapp 31 Prozent.

 +++ 13.14 Uhr: Pay-TV gewinnt 300.000 neue Abonnenten +++

Das Bezahlfernsehen hat neue Zuschauer gewonnen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Pay-TV-Abonnenten in Deutschland um 300.000 auf 7,6 Millionen, dieses Jahr erwartet der Verband Privater Rundfunk und Telemedien eine Fortsetzung des Trends mit wiederum 300.000 zusätzlichen Kunden. “Pay-TV ist im Massenmarkt angekommen”, sagte Geschäftsführer Frank Giersberg in München. Dementsprechend steigen auch die Umsätze: In Deutschland setzte die Branche im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro um, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Für Deutschland, die Schweiz und Österreich erwartet der Verband ein Umsatzwachstum von 10 bis 12 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Sky ist mit seinen Fußballsendern nach wie vor Marktführer im deutschen Sprachraum, allerdings hat das Unternehmen noch nie schwarze Zahlen geschrieben. Für die Übertragung der nächsten Bundesligasaison musste Sky eine Preiserhöhung von 80 Prozent schlucken – von 489 auf 793 Millionen Euro, wie Enßlin sagte. Abgesehen davon wird künftig das jeweils erste Bundesligaspiel des Wochenendes am Freitagabend vom Konkurrenten Eurosport übertragen, ebenso die Montagsspiele, die es in der neuen Saison erstmals regulär in der Bundesliga geben wird.

+++ 13.14 Uhr: Unbekannter schubst 18-Jährige auf einfahrende U-Bahn zu +++

Eine 18-Jährige ist an einer Kölner U-Bahn-Haltestelle von einem Unbekannten in Richtung eines einfahrenden Zuges geschubst worden. Der Angriff am Hauptbahnhof sei völlig unvermittelt und von hinten gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die junge Frau sei am Montagabend auf den Bahnsteig gestürzt, allerdings nicht in das Gleisbett vor die Bahn gefallen. Sie erlitt leichte Verletzungen. Ob es eine Berührung mit der Bahn gab, war zunächst unklar, ebenso das Motiv des Täters. “Nach jetzigem Ermittlungsstand gab es vorher keinerlei Kontakt zwischen den beiden”, sagte der Sprecher. Nach dem Täter werde nun gesucht, es sei eine Mordkommission eingesetzt worden. Mehrere Medien hatten zuvor über den Fall berichtet.

+++ 13 Uhr: Bundesanwaltschaft fordert Verurteilung Zschäpes als Mittäterin +++

Die Bundesanwaltschaft fordert eine Verurteilung der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe als Mittäterin an allen Verbrechen des “Nationalsozialistischen Untergrunds”. Bundesanwalt Herbert Diemer sagte zum Beginn der Plädoyers im Münchner NSU-Prozess, die Anklagevorwürfe gegen Zschäpe und die vier Mitangeklagten hätten sich in allen wesentlichen Punkten bestätigt.

+++ 12.36 Uhr: Mainzer AfD-Spitzenkandidat wegen Überfalls auf Fußballfans angeklagt +++

Der rheinland-pfälzische AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Sebastian Münzenmaier, muss sich wegen versuchten Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Er soll an einem Überfall auf Mainzer Fußballfans im Jahr 2012 beteiligt gewesen sein. Nach Informationen der “Allgemeinen Zeitung” aus Mainz geht es um einen Angriff von Angehörigen der Ultra- sowie der Hooliganszene aus Kaiserslautern auf Mainz 05-Fans. Münzenmaier soll unter den Fans aus Kaiserslautern gewesen sein. Diese sollen auf dem Parkplatz neben dem Mainzer Bruchwegstadion die von einem Auswärtsspiel zurückkehrenden Mainzer mit Flaschen und Verkehrsschilder angegriffen haben, wie die Zeitung weiter berichtet. Außerdem sollen die Angreifer Fahnen und Banner der Mainzer Fans geraubt haben. 

+++ 12.34 Uhr: Erdogan erhebt nach Steudtner-Festnahme Spionagevorwürfe gegen Berlin +++

Nach der Inhaftierung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Spionagevorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. “Du erlaubst dem Präsidenten und den Ministern der Türkei nicht, in deinem Land zu sprechen”, sagte Erdogan vor der AKP-Fraktion im Parlament in Ankara. “Aber deine Agenten kommen und tummeln sich hier in Hotels und zerteilen mein Land.” 

Steudtner, sein schwedischer Kollege Ali Gharavi und acht türkische Menschenrechtler waren am 5. Juli von der Polizei bei einem Seminar in einem Hotel in Istanbul festgenommen worden. Ihnen wird Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. Gegen sieben der zehn Beschuldigten wurde Untersuchungshaft verhängt. Darunter sind Steudtner, Gharavi und die Amnesty-Landesdirektorin Idil Eser. Bereits kurz nach der Festnahme hatte Erdogan die Menschenrechtler in die Nähe von Putschisten gerückt. Die regierungsnahe Zeitung “Aksam” brachte die Menschenrechtler am Dienstag in Verbindung mit “Spionen”.

+++ 12.04 Uhr: Plädoyers im NSU-Prozess können beginnen +++

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München kann das Plädoyer der Bundesanwaltschaft beginnen. Nachdem die Verteidigung der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe auf einen neuen Befangenheitsantrag verzichtete, erteilte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl der Bundesanwaltschaft das Wort. Da diese ihre Unterlagen zunächst noch nicht vorliegen hatte, verzögerte sich der Beginn zunächst noch.

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+++ 12.06 Uhr: Verlag zieht Buch über Mandela nach Beschwerden seiner Familie zurück +++

Nach Beschwerden der Familie von Nelson Mandela hat ein Verlag in Südafrika ein Buch über die letzten Jahre im Leben des ehemaligen Präsidenten zurückgezogen. Penguin Random House habe dies aus Respekt für die Familie des Friedensnobelpreisträgers und Anti-Apartheid-Kämpfers (1918-2013) getan, teilte der Verlag mit. Vejay Ramlakan, ehemaliger Chefarzt der südafrikanischen Streitkräfte und Mandelas Arzt, hatte das im Juni veröffentlichte Buch “Mandela’s Last Years” (“Mandelas letzte Jahre”) geschrieben. Darin schreibt Ramlakan der südafrikanischen Zeitung “The Times” zufolge unter anderem, Familienstreitereien hätten die Gesundheit Mandelas beeinträchtigt. Laut dem Bericht hatten sich mehrere Familienmitglieder von dem Buch distanziert. Mandelas Witwe Graca Machel habe gedroht, den Autor zu verklagen, so die Zeitung weiter. “Das Buch sollte Nelson Mandelas Mut und Stärke bis an sein Lebensende darstellen und war keineswegs respektlos gemeint”, teilte der Verlag mit. Wegen der Äußerungen der Familie habe man beschlossen, es zurückzuziehen. Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas.

+++ 11.37 Uhr: Ex-Bahnchef Mehdorn kümmert sich um drei Berliner Gründerfirmen +++

Der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn, 74, greift jüngeren Unternehmern unter die Arme. “Ich betreue drei kleine Start-ups in Berlin”, sagte Mehdorn der Nachrichtenagentur. Bei einem sitze er sogar im Aufsichtsrat, dieses Amt wolle er aber bald aufgeben. Für welche Gründerfirmen er sich engagiert, verriet Mehdorn nicht: “Man soll erst gackern, wenn das Ei gelegt ist.” Seit seinem Abschied als Geschäftsführer der Berliner Flughäfen im Frühjahr 2015 hat Mehdorn kaum noch öffentliche Auftritte. Er lebt wahlweise in Berlin oder in seinem Haus in Südfrankreich. Am 31. Juli feiert Mehdorn seinen 75. Geburtstag.

+++ 11.16 Uhr: Messerangriff auf Polizisten in spanischer Enklave Melilla +++

In der spanischen Exklave Melilla im Norden Marokkos hat ein Mann am Dienstag einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, überwand der Mann die Grenzbefestigung und rannte mit dem Ruf “Allahu akbar” (Gott ist groß) auf den Polizisten los. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums erfolgte der Angriff am Übergang von Beni Enzar. Flüchtlinge aus Afrika versuchen immer wieder, über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der Mittelmeerküste EU-Boden zu erreichen. Die beiden Exklaven haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent.  

+++ 11.14 Uhr: Zu viele vermeidbare Aids-Todesfälle in Afrika +++

Aids verläuft aus Sicht von Ärzte ohne Grenzen in mehreren afrikanischen Ländern noch zu häufig tödlich. In Kliniken in Guinea, Kenia, Malawi und im Kongo, die von der Hilfsorganisation unterstützt und betrieben werden, sterben 30 bis 40 Prozent der HIV-Patienten, wie Ärzte ohne Grenzen anlässlich einer Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) in Paris mitteilte. Rund ein Drittel der Betroffenen kommt demnach binnen 48 Stunden nach Aufnahme in die Klinik um. Weltweit sind in den vergangenen Jahren weniger Menschen im Zusammenhang mit HIV gestorben, die Zahl der Todesfälle sank auf eine Million im vergangenen Jahr. Von diesen Erfolgen dürfe man sich nicht blenden lassen, warnte Ärzte ohne Grenzen nun. In vielen Ländern südlich der Sahara gebe es “alarmierend viele Menschen” mit fortgeschrittenem Stadium von HIV oder Aids. Die Infektion werde oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert – und wenn doch, reiche die Behandlung nicht aus. Versagt die Behandlung, werde nicht schnell genug umgestellt. Die Todesfälle wären “absolut vermeidbar”, hieß es weiter. 

+++ 10.54 Uhr: Muslimische Verwaltung des Tempelbergs will Boykott zunächst fortsetzen +++

Die muslimische Verwaltung der Gebetsstätten auf dem Tempelberg will den Boykott auch nach dem Abbau der Metalldetektoren durch Israels Sicherheitskräfte zunächst fortführen. Die Gläubigen sollten erst dann wieder auf den Tempelberg gelassen werden, wenn “die Situation wie vor dem 14. dieses Monats wiederhergestellt ist”, erklärte die Wakf-Stiftung, welche die heilige Stätte verwaltet. An diesem Tag hatten Israels Behörden den Zugang zum Tempelberg nach einem Attentat kurzzeitig gesperrt und dann mit Metalldetektoren versehen.

+++ 10.41 Uhr: Mehr als 200 Schafe stürzen nach Bärenattacke in Pyrenäen in den Tod +++

Mehr als 200 Schafe sind nach einer Bärenattacke in den französischen Pyrenäen in den Tod gestürzt. Der Braunbär griff die Herde nach Behördenangaben nahe der Grenze zu Spanien an. Die Schafe flüchteten und stürzten in eine Schlucht. 209 Tiere verendeten. In den Pyrenäen wurden vor rund 20 Jahren wieder Braunbären angesiedelt. Heute leben in der Region nach offiziellen Angaben etwa 40 der Tiere, die bis zu 250 Kilogramm schwer werden können. Nach Angaben der katalanischen Regionalregierung ist die Zahl der Angriffe auf Herden zuletzt gestiegen. Verantwortlich sein soll ein aus Slowenien gekommener Bär namens Goiat. Am Tod der 209 Schafe ist Goiat aber der Regionalregierung zufolge nicht schuld: Der Bär ist mit einem Peilsender ausgestattet, die Behörden können deswegen nachvollziehen, wann er sich wo aufhält.

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+++ 10.31 Uhr: Ifo-Institut: Deutsche Wirtschaft steht “unter Volldampf” +++

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist ungetrübt hoch. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf den dritten Rekordwert in Folge, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. Der Index erhöhte sich auf 116 Punkte, im Juni lag er saisonbereinigt bei 115,2 Punkten. Das Institut sprach von einer “euphorischen” Stimmung in den deutschen Chefetagen. Die Wirtschaft des Landes stehe “unter Volldampf”. Die Unternehmen waren außerdem noch zufriedener mit ihrer aktuellen Lage – Der entsprechende Index stieg von 124,2 Punkten im Vormonat auf 125,4 im Juli. Auch die Erwartungen an das Geschäft der kommenden Monate verbesserte sich von 106,8 auf 107,3 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilte.

+++ 10.26 Uhr: Dutzende Menschen nach Hauseinsturz in Mumbai verschüttet +++

Nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Hauses in Indiens Finanzmetropole Mumbai haben die Rettungskräfte fieberhaft nach dutzenden Verschütteten gesucht. Neun Menschen seien verletzt geborgen worden, bis zu 40 weitere würden noch in den Trümmern vermutet, sagte Feuerwehrchef Prabhat Rahangdale am Dienstag. Nach seinen Angaben brach das vierstöckige Wohnhaus im nördlichen Vorort Ghatkopar am Vormittag plötzlich komplett in sich zusammen. In Indien kommt es immer wieder zu verheerenden Hauseinstürzen. Der Zustrom arbeitsuchender Landbewohner in die Städte führt zu Wohnungsnot, viele Gebäude werden illegal in aller Eile und mit minderwertigem Material errichtet. Sicherheitsauflagen werden dabei oft ignoriert. Besonders gefährdet sind diese Gebäude vor allem der Regenzeit zwischen Juni und September.

+++ 10.19 Uhr: NSU-Plädoyers verzögern sich weiter – Gericht lehnt Anträge ab +++

Die mit Spannung erwarteten Plädoyers im NSU-Prozess verzögern sich weiter: Das Münchner Oberlandesgericht lehnte erneut den Wunsch einer Reihe von Verteidigern ab, den Schlussvortrag der Bundesanwaltschaft auf Tonband aufzuzeichnen. Zudem wies das Gericht die Forderung zurück, das Plädoyer alternativ mitstenografieren zu lassen oder das Redemanuskript der Ankläger an die Verfahrensbeteiligten aushändigen zu lassen. “Im deutschen Strafprozess herrscht das Prinzip der Mündlichkeit”, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl unter anderem zur Begründung. Die Anwälte zweier Angeklagter beantragten daraufhin eine Unterbrechung, um über einen möglichen Befangenheitsantrag zu beraten.

+++ 10.19 Uhr: Fahndung nach Kettensägen-Angreifer mit Spürhunden +++

Nach der Kettensägen-Attacke in Schaffhausen fahndet die Schweizer Polizei mit Spürhunden nach dem Täter. Franz W., 50, sei international zur Fahndung ausgeschrieben worden, berichtete die Polizei. Der Mann ohne Wohnsitz hielt sich nach den Erkenntnissen der Polizei vor der Tat überwiegend in Wäldern im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet auf. Die Polizei bezeichnete ihn als gefährlich. Er könne bewaffnet sein. Der Mann war bereits wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbestraft. Der 50-jährige war am Montagmorgen in Schaffhausen in das Büro einer Krankenkasse eingedrungen und hatte zwei Mitarbeiter mit einer Kettensäge verletzt, einen von ihnen schwer.

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+++ 10.16 Uhr: Luft-Akrobatin bei Zirkusvorführung abgestürzt +++

Schwerer Unfall bei einer Zirkusvorführung in Luzern: Eine russische Artistin ist bei einer Luftakrobatik-Nummer vier Meter in die Tiefe gestürzt. Malwina Abakarowa habe sich beide Handgelenke gebrochen und einen Ellenbogen ausgerenkt, teilte der Schweizer National-Circus Knie mit. Es gehe der Akrobatin den Umständen entsprechend gut. Der Unfall passierte am Montagabend bei der Luftakrobatik-Nummer “Desire of Flight”. Dabei bewegen sich Abakarowa und ihr Partner an Bändern hoch über dem Zirkusboden in einem “poetischen Paartanz”, wie der Zirkus die Nummer beschrieb. Abakarowa ist laut der Zirkusinformationswebseite Corcopedia in dritter Generation als Zirkusartistin im Einsatz und mehrfach ausgezeichnet worden. Der Zirkus gastiert noch bis zum 6. August in Luzern. Die Nummer falle bei weiteren Vorstellungen bis auf weiteres aus, teilte der Zirkus mit.

+++ 10.06 Uhr: Kanadisches Gericht verurteilt 146-fachen Vater wegen Polygamie +++

Ein 146-facher Vater mit 25 Ehefrauen ist in Kanada wegen Polygamie verurteilt worden. Nach einem Mammutverfahren, in dem die Frage der Grenzen religiöser Freiheiten eine wichtige Rolle spielte, sprach das Oberste Gericht der Provinz British Columbia den Sektenanhänger Winston Blackmore des Verstoßes gegen das Polygamieverbot schuldig. Das Strafmaß wurde noch nicht festgesetzt, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Ein weiterer Anhänger der Sekte – der mit fünf Frauen verheiratete James Marion Oler – wurde ebenfalls schuldig gesprochen. Die beiden Angeklagten sind führende Mitglieder der polygamen Sekte der “Fundamentalistischen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage” (FLDS). Die Gruppe ist eine Abspaltung der mormonischen Kirche. Sie lebt seit knapp 60 Jahren in einer abgelegenen Bergregion in British Columbia, wo sie Ackerbau und Jagd betreibt. Richterin Sheri Ann Donegan wies nun in ihrem Urteil darauf hin, dass der Hauptangeklagte Blackmore seine Polygamie nie bestritten habe. Doch treffe auch ihn das vor 127 Jahren verabschiedete Polygamieverbot in Kanada.

+++ 8.37 Uhr: Microsoft schafft Paint ab +++

Microsoft verabschiedet sich von Paint: Das seit 1985 existierende Grafikprogramm des US-Softwarekonzerns tauchte in einer Liste von Anwendungen auf, die der Konzern mittlerweile als “veraltet” betrachtet. Diese Liste gehört zu einem Update des Unternehmens, das später im Jahr veröffentlicht werden soll. Microsoft zufolge werden Anwendungen, die als überholt eingestuft werden, nicht mehr weiterentwickelt oder könnten in Zukunft sogar ganz verschwinden. Paint war jahrzehntelang in Windows integriert. Stattdessen will sich das Unternehmen nun auf die Entwicklung von Software zum Erstellen von 3D-Grafiken konzentrieren.

+++ 8.36 Uhr: Zahl der Verkehrstoten leicht gestiegen +++

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist in den ersten fünf Monaten des Jahres leicht gestiegen. Von Januar bis Mai verloren 1197 Menschen ihr Leben bei Straßenverkehrsunfällen – zehn mehr als in den ersten fünf Monaten 2016, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dagegen ging die Zahl der Verletzten in diesem Zeitraum um 1,5 Prozent auf rund 143.500 zurück. Insgesamt registrierte die Polizei von Januar bis Mai rund 1,05 Millionen Verkehrsunfälle, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei 110.900 Unfällen wurden Menschen verletzt (minus 1,1 Prozent), bei 938.000 Unfällen blieb es bei Sachschaden (plus 3,0 Prozent).

+++ 8.34 Uhr: Teenie-Schwarm Justin Bieber bricht Welttournee ab +++

Die Show ist aus: Teenie-Star Justin Bieber hat überraschend seine Welttournee abgebrochen. Wegen “unvorhergesehener Umstände” könne der 23-Jährige die 15 geplanten Konzerte in Nordamerika und Asien nicht wahrnehmen, teilte sein Management mit. Keine Angaben machte es zur Art der Umstände, die den Abbruch der Tournee erforderlich machten. Die Entscheidung sei nach “gründlicher Überlegung” gefallen, hieß es in der Erklärung lediglich. Verkaufte Tickets würden rückerstattet. “Justin liebt seine Fans und hasst es, sie zu enttäuschen”, beteuerte das Management. Der Teenie-Schwarm Bieber ist seit Jahren Dauergast in den Klatschspalten – nicht nur wegen seiner Musik, sondern auch wegen Verhaltensauffälligkeiten jenseits der Konzertbühnen. Zuletzt hatte er Probleme mit der Justiz, weil er mit dem Auto durch Miami raste und Eier auf das Haus eines Nachbarn schleuderte. China hatte Bieber vor einigen Tagen wegen “schlechten Verhaltens” für unwillkommen erklärt. Betroffen von der Tourneeabsage sind Konzerte in den USA, Kanada, Hongkong, Indonesien, Japan, Singapur und auf den Philippinen.

+++ 8.21 Uhr: Daimler kam VW mit Selbstanzeige im Kartell-Streit zuvor +++

In der Debatte über ein mögliches Kartell der großen deutschen Autobauer hat sich Daimler Berichten zufolge früher an die Wettbewerbsbehörden gewandt als Volkswagen. Wie die “Süddeutsche Zeitung” sowie NDR und WDR berichteten, stammt die Selbstanzeige von VW vom Juli 2016, die von Daimler wurde nach Angaben von Insidern aber “deutlich früher” eingereicht. Dem “Spiegel” zufolge sollen sich Volkswagen mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie Daimler und BMW seit den 90er Jahren in geheimen Arbeitsgruppen über ihre Fahrzeuge abgesprochen haben. Sowohl das Bundeskartellamt als auch die EU-Kommission erhielten entsprechende Informationen. Die EU-Behörde übernahm deren Bewertung. Bei der Kommission gibt es eine Kronzeugenregelung. Um die Strafe zu hundert Prozent erlassen zu bekommen, muss ein betroffenes Unternehmen das erste sein, das die Kommission über ein unentdecktes Kartell informiert. Darauf könnte nun Daimler hoffen. 

+++ 7.32 Uhr: Schwere Waldbrände auf Sumatra +++

Auf der indonesischen Insel Sumatra sind schwere Waldbrände ausgebrochen, die auch die Länder in der Nachbarschaft bedrohen. Nach ersten Angaben der Katastrophenschutzbehörden mussten in der Provinz Aceh drei Menschen ins Krankenhaus gebracht werden, die unter Atemnot litten. Befürchtet wird, dass die Feuer auch starke Auswirkungen auf die Luftqualität in Nachbarstaaten wie Singapur, Malaysia und Thailand haben. Zusätzliche Probleme bereitet den Behörden, dass mehrere Brände in abgelegenen Regionen ausgebrochen sind. Ein Sprecher sagte: “Die Feuer sind nur schwer zu löschen, weil man nur schwer in diese Gegenden kommt.” In einer kürzlich veröffentlichten Studie kamen Wissenschaftler der US-Universitäten Harvard und Columbia zu dem Schluss, dass im Jahr 2015 durch die Folgen von Waldbränden in Südostasien mehr als 100.000 Menschen früher starben.

+++ 7.31 Uhr: Ölpreise steigen weiter +++

Die Ölpreise haben weiter vom Willen Saudi-Arabiens profitiert, die Exporte einzuschränken. Am Dienstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,86 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 46,61 Dollar. Bereits am Montag hatten die Ölpreise zugelegt, nachdem Saudi-Arabiens Energieminister Khalid al Falih erklärt hatte, das mächtige Opec-Land werde seine Rohölausfuhren im August auf 6,6 Millionen Barrel je Tag begrenzen. Vor einem Jahr hatte die Menge eine Million Fass höher gelegen.

++++ 6.59 Uhr: Polens Regierung will Justizreform trotz Dudas Veto durchsetzen

Nach dem Veto von Polens Präsident Andrzej Duda gegen die Justizreform hat die Regierung ein Einlenken abgelehnt. “Wir werden dem Druck nicht nachgeben”, sagte Ministerpräsidentin Beata Szydlo. “Wir werden unseren Plan umsetzen.” Duda hatte sich mit seinem Veto im Streit um den Umbau des polnischen Justizsystems gegen die regierende PiS-Partei und damit gegen sein eigenes politisches Lager gestellt. Duda begründete sein Veto nach tagelangen Massendemonstrationen und der Drohung der EU-Kommission mit Entzug des polnischen Stimmrechts auf europäischer Ebene mit dem Erhalt des inneren Friedens in Polen. Ministerpräsidentin Szydlo wies diese Argumentation zurück. “Wir können dem Druck der Straße und aus dem Ausland nicht nachgeben”, sagte sie. Das Veto des Präsidenten werde “die Reformarbeiten verlangsamen”, kritisierte Szydlo. Die PiS sei bereit zu Diskussionen über die Details, fügte sie hinzu. “Aber diese Diskussionen können nicht dazu führen, dass die Reform zum Stillstand kommt.”

25-Tempelberg-Konflikt: Israel lenkt ein-5520183147001

+++ 6.04 Uhr: Sieben Tote nach Explosion bei Armee-Stützpunkt auf Sinai-Halbinsel +++

Bei einer Explosion in der Nähe eines Armee-Stützpunkts im Norden der Sinai-Halbinsel sind sieben Zivilisten getötet worden. Unter ihnen seien zwei Frauen und zwei Kinder, berichtete die ägyptische Zeitung “Al Ahram” mit Verweis auf einen Militärsprecher. Ein Panzer der Armee habe ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug bei dem Stützpunkt südlich von al Arisch überfahren, um einen drohenden Anschlag zu verhindern. In dem Fahrzeug hätten sich fünf mutmaßliche mit Gewehren ausgerüstete Extremisten sowie 100 Kilogramm Sprengstoff befunden. Wenn der Anschlag wie geplant durchgeführt worden wäre, hätten 50 bis 60 Soldaten und Zivilisten ums Leben kommen können, hieß es weiter. Keine Angaben gab es zunächst zu den Tätern.

+++ 5.29 Uhr: Philippinen wollen von USA drei Kirchenglocken zurück +++

Die Philippinen wollen von den USA drei Kirchenglocken zurück, die vor mehr als einem Jahrhundert zu Kolonialzeiten in die Vereinigten Staaten gebracht worden waren. “Gebt uns die Balangiga-Glocken zurück. Sie sind unser. Sie gehören zu unserem Nationalerbe”, sagte Präsident Rodrigo Duterte in einer Rede vor dem Parlament an die Adresse der USA. Die Glocken aus der Stadt Balangiga gelten als Symbol des Unabhängigkeitskampfes gegen die einstige Kolonialmacht. Die Glocken wurden im September 1901 benutzt, um einen Angriff von philippinischen Rebellen gegen die US-Besatzungstruppen einzuleiten. Die Glocken wurden noch im selben Jahr außer Landes gebracht. Zwei sind heute in einer Luftwaffenbasis im US-Bundesstaat Wyoming ausgestellt. Die dritte befindet sich in Südkorea. 

+++ 5.29 Uhr: Hunderte Feuerwehrleute kämpfen in Südfrankreich gegen Waldbrände

Hunderte Feuerwehrleute haben in Südfrankreich gegen großflächige Waldbrände gekämpft. Eines der größten Feuer wütete auf Korsika, wo nach Angaben der Einsatzkräfte rund 900 Hektar in Flammen standen. Bei Biguglia an der Nordostküste mussten zahlreiche Einwohner in Sicherheit gebracht werden. Zehn Autos brannten aus, ein Sägewerk brannte nieder. Drei Löschflugzeuge waren im Einsatz. Ein weiteres Feuer auf Korsika zerstörte bei der Stadt Aleria rund 110 Hektar Land; am Montag war es unter Kontrolle. Im Luberon im Département Vaucluse standen rund 800 Hektar Wald unkontrolliert in Flammen. Im Dorf Mirabeau und in einem Nachbarort mussten etwa hundert Häuser evakuiert werden. Im nahen Département Var standen mehr als 200 Hektar in Flammen – ganz in der Nähe liegt der Hafenort Saint-Tropez. Nördlich von Nizza wurden ein Haus und drei Autos Opfer der Flammen, mehr als 270 Feuerwehrleute waren vor Ort.

+++ 5.02 Uhr: Bundesregierung hilft Mossul mit zusätzlich 100 Millionen Euro +++

Die Bundesregierung will den Wiederaufbau in der von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) befreiten nordirakischen Stadt Mossul in diesem Jahr mit zusätzlichen 100 Millionen Euro unterstützen. “Jetzt, wo Mossul befreit ist, bauen wir unsere Programme schnell aus. Allein dieses Jahr investieren wir zusätzlich 100 Millionen Euro in die Stabilisierung und den Wiederaufbau”, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bislang wurden rund 50 Millionen Euro in die Stabilisierung der Aufnahmeregionen von Flüchtlingen aus Mossul und in den Wiederaufbau der bereits vom IS befreiten Gebiete investiert.

+++ 4.05 Uhr: VW-Chef Müller will keine Belehrungen von Porsche-Betriebsrat +++

VW-Konzernchef Matthias Müller hat die scharfen Angriffe von Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück gegen die Audi-Chefetage als “alles andere als hilfreich” zurückgewiesen. “Der Aufsichtsrat muss ganz sicher nicht belehrt werden, wie er seine Arbeit zu tun hat”, sagte Müller, der auch Aufsichtsratschef bei Audi ist, der “Heilbronner Stimme”. Die Art und Weise von Hücks Äußerungen habe nichts mit der Unternehmenskultur im VW-Konzern zu tun: “Wir sollten miteinander reden – und nicht übereinander.” Hück hatte den Audi-Aufsichtsrat aufgefordert, Vorstände der Schwestermarke wegen des Abgas-Skandals zu entlassen. Porsche habe von Audi “kranke Motoren” geliefert bekommen. “Ich werde es nicht zulassen, dass Porsche durch Tricksereien von Audi in Gefahr gerät”, hatte Hück der “Bild am Sonntag” gesagt.

+++ 4.05 Uhr: Zwei von drei Spielhallen in NRW müssen schließen +++

Den Spielhallen in NRW steht nach  übereinstimmender Auffassung des NRW-Innenministeriums und der  Automatenbetreiber in Massensterben bevor. Eine neue Rechtslage  erzwingt bis zum 1. Dezember die Schließung von rund 70 Prozent aller Automatenspiel-Stätten in NRW. “Wenn die Vorgaben des  Glücksspielstaatsvertrages restriktiv umgesetzt werden, müssen zum 1. Dezember 70 Prozent der 4200 Spielhallen in NRW schließen”, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Automatenverbandes (DAV), Michael  Eulgem, der “Rheinischen Post”. Die Versuche der  Branche, die Rechtslage noch zu ihren Gunsten zu ändern, sind nach  jüngsten Urteilen des Bundesverfassungsgerichts  und des Oberverwaltungsgerichts in Münster  abschließend gescheitert. Ein Sprecher des  NRW-Innenminsiteriums bestätigte: “Damit gelten die neuen Regeln und  müssen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.”

+++ 3.18 Uhr: Kettensägen-Angreifer aus der Schweiz weiter auf der Flucht

Der Mann, der in Schaffhausen zwei Menschen mit einer Kettensäge attackiert hat, ist weiter auf freiem Fuß. “Die Fahndung läuft”, sagte ein Sprecher der Polizei. Schweizer Polizisten suchten in der Umgebung der Stadt nahe der Grenze zu Baden-Württemberg mit Spürhunden nach dem 50-Jährigen. “Es gibt keine Hinweise darauf, dass er über die Grenze gekommen ist”, so ein Sprecher des Lagezentrums in Baden-Württemberg. Der Mann hatte am Montagmorgen mit einer Motorsäge zwei Mitarbeiter einer Krankenkasse attackiert. Einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen. Drei weitere Menschen wurden in Mitleidenschaft gezogen.

+++ 1.34 Uhr: Keith Richards kündigt neues Album der Rolling Stones an +++

Nach zwölf Jahren Pause können sich Fans der Rolling Stones auf ein neues Album der britischen Altrocker freuen. Gitarrist Keith Richards antwortete in einem Frage-Antwort-Forum für Fans auf der Videoplattform YouTube auf eine entsprechende Frage: “Ja, tatsächlich, das werden wir sehr, sehr bald.” Die Stones haben in den vergangenen zehn Jahren zwar fleißig Konzerte gegeben, aber seit “A Bigger Bang” aus dem Jahr 2005 kein neues Studioalbum aufgenommen. Kürzlich hatte ein Musikproduzent ein Foto von Sänger Mick Jagger veröffentlicht, das diesen in einem Studio mit dem britischen Rapper Skepta zeigte. Die Rolling Stones haben in ihrer mehr als 50-jährigen Karriere bereits mit zahlreichen Stars zusammengearbeitet, allerdings noch nicht mit einem Hip-Hop-Künstler. Ex-Beatle Paul McCartney hatte vor zwei Jahren einen Song mit US-Rapper Kanye West und der Sängerin Rihanna aufgenommen.

+++ 1.09 Uhr: Neuer James-Bond-Film soll am 8. November 2019 starten +++

Der 25. James-Bond-Film soll am 8. November 2019 in den US-amerikanischen Kinos starten. Das kündigten die Produktionsfirmen Metro-Goldwyn-Mayer und Eon Productions  auf der offiziellen James-Bond-Website an. In Großbritannien und dem Rest der Welt solle der Film “traditionell etwas früher starten”, hieß es in der knappen Erklärung. Ob Daniel Craig zum fünften Mal die Rolle des berühmten Geheimagenten spielt, wurde zunächst nicht bekannt. Über seine Zukunft als 007 wird seit längerem spekuliert. Mit dem Drehbuch wurden erneut Neal Purvis und Robert Wade beauftragt, die unter anderem für die Bond-Abenteuer “Casino Royale”, “Ein Quantum Trost”, “Skyfall” und zuletzt “Spectre” verantwortlich zeichneten. In allen vier Filmen spielte Craig die Hauptrolle. Weitere Details zu Besetzung, Regie und Produktion sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, hieß es.

+++ 0.59 Uhr: Israel entfernt Metalldetektoren am Tempelberg +++

Nach den jüngsten Unruhen wird Israel die nach einem Attentat an den Eingängen zum Tempelberg installierten Metalldetektoren entfernen. Das entschied das israelische Sicherheitskabinett am späten Montagabend, wie israelische Medien berichteten. Ein hochrangiger Beamter, der bei dem Treffen dabei war, sagte der Zeitung “Haaretz” zufolge, die Metalldetektoren sollten durch fortschrittliche technologische Hilfsmittel ersetzt werden. Das werde “kluge Überprüfung” überall in der Altstadt Jerusalems ermöglichen, um die Sicherheit der Besucher auf dem Gelände des Tempelbergs zu gewährleisten. Drei arabische Attentäter hatten am 14. Juli am Tempelberg zwei israelische Polizisten getötet. Sie wurden dann selbst erschossen. Daraufhin hatte Israel Metalldetektoren installiert, was Unruhen mit inzwischen vier Toten und hunderten Verletzten auslöste.

+++ 0.48 Uhr: EU-Rekordstrafe lässt Google-Gewinn stark schrumpfen +++

Die von der EU-Kommission verhängte Rekordstrafe hat die Geschäftsbilanz von Google schwer getrübt. Der Mutterkonzern Alphabet verzeichnete im jüngsten Quartal einen relativ schwachen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar (3,06 Milliarden Euro), wie der US-Konzern mitteilte. Das waren etwa 1,3 Milliarden Dollar oder knapp 28 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wegen Benachteiligung der Konkurrenz bei der Online-Suche nach Shopping-Angeboten hatten die Brüsseler Wettbewerbshüter vor einem Monat eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt, so viel wie gegen kein Unternehmen zuvor. Noch ist allerdings unklar, ob das Unternehmen die Summe tatsächlich zahlen muss. Google erwägt, in die Berufung zu gehen. Gleichwohl musste die Sanktion bereits in der Geschäftsbilanz verbucht werden.

+++ 0.07 Uhr: Unionsfraktion für vorübergehenden Stopp der Türkei-Beitrittsgespräche +++

Die Unionsfraktion plädiert vor den EU-Türkei-Verhandlungen am heutigen Dienstag in Brüssel dafür, die  Beitrittsgespräche und Türkei-Hilfen auf Eis zu legen, aber nicht zu  beenden. “Es ist Erdogan, der eine weitere Annäherung der Türkei an  die EU fürchtet”, sagte der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt der in  Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post”. Denn  mit den Kopenhagener Kriterien der EU kehrten wieder Gewaltenteilung  und Pressefreiheit in der Türkei ein und würde eine unabhängige Justiz die im Raum stehenden Korruptionsvorwürfe gegen türkische  Amtsträger prüfen. “Wir sollten deshalb unsererseits die Tür zur Türkei nicht zuschlagen”, sagte der CDU-Politiker.

+++ 0.07 Uhr: Deutschland erwartet den 100.000. Flüchtling des Jahres +++ 

Deutschland erwartet in diesen Tagen den 100.000. Flüchtling des Jahres 2017. Im Juli wurden nach Angaben der  “Rheinischen Post” unter Berufung auf ein ihr vorliegendes internes Lagebild der  Bundesregierung bislang 8236 Flüchtlinge registriert. In den ersten  sechs Monaten waren es zuvor 90.389 gewesen. Wie die Redaktion weiter berichtet, gelangt nur ein sehr geringer Teil der in Italien  eintreffenden Mittelmeerflüchtlinge nach Deutschland. Laut Lagebild  seien die Top-Herkunftsländer der von Jahresbeginn bis Mitte Juli in  Italien aufgenommenen Mittelmeerflüchtlinge Nigeria (14.552), Bangladesch (8269), Guinea (7872), Elfenbeinküste (7473) und Gambia (5106) gewesen. Unter den wichtigsten fünf Herkunftsgruppen der in  Deutschland registrierten Flüchtlinge tauchten lediglich 5553  Eritreer auf. Deutlich mehr Menschen kamen weiterhin aus Syrien (18.334), Afghanistan (8550) und dem Irak (8406).

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