News des Tages: Viele Flüchtlinge aus den USA: Kanada stellt Zelte an Grenze auf

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.30 Uhr: Kanada stellt Zelte für Flüchtlinge an US-Grenze auf +++

Die kanadische Armee hat an der Grenze zu den USA Zelte für Flüchtlinge aufgestellt. Sie bieten zunächst Platz für 500 Menschen, wie das Militär am Mittwoch mitteilte. Es handele sich um eine “Notmaßnahme”. Kanada verzeichnet derzeit einen massiven Anstieg von Flüchtlingen, die aus den USA kommen. Die meisten von ihnen stammen aus Haiti. Die Armee stellte die Zelte in der Nähe des Übergangs Lacolle in der Provinz Québec auf. Der Außenminister von Haiti, Antonio Rodrigue, hatte zuvor in Québec Gespräche über seine Landsleute geführt.

Haitianer genießen nur noch bis Ende des Jahres einen geschützten Status in den USA. Dieser war nach dem verheerenden Erdbeben von 2010 rund 60.000 Menschen aus dem Karibikstaat gewährt worden. Aus Angst vor der strikten Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump sind nach Angaben kanadischer Behörden seit Jahresbeginn bereits tausende Asylbewerber aus den USA ins Nachbarland Kanada geflohen.

+++ 21.12 Uhr: Attacke auf Soldaten bei Paris: Täter wohl Algerier +++

Der Angriff auf Soldaten nahe Paris mit sechs Verletzten geht offenbar auf das Konto eines Algeriers. Der 36-Jährige habe im Großraum Paris gelebt und sei nicht vorbestraft, hieß es von Seiten der Ermittler. Der Mann war nach einer Verfolgungsjagd in Nordfrankreich festgenommen worden. Als er versuchte zu fliehen, wurde er demnach durch Schüsse verletzt.
Der Täter war am Morgen in dem Ort Levallois-Perret nordwestlich von Paris mit dem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen terroristisch motivierter Mordversuche auf.

+++ 20.35 Uhr: Umfrage: CDU in Niedersachsen deutlich vorn +++

Nach dem turbulenten Mehrheitswechsel im niedersächsischen Landtag können SPD und Grüne laut einer Umfrage nicht darauf hoffen, nach der Neuwahl Mitte Oktober erneut die Regierung zu stellen. Wäre am Sonntag Wahl, käme laut einer Insa-Umfrage für die “Bild”-Zeitung die CDU auf 40 Prozent (2013: 36). Für die SPD würden 28 Prozent (32), für die Grünen (13,7) und die FDP (9,9) je 9 Prozent der Wähler stimmen. In den neuen Landtag kämen demnach auch die AfD mit 7 (2013 nicht dabei) und die Linke mit 5 Prozent (3,1).

Der Chef des Insa-Instituts, Hermann Binkert, sagte dem Blatt: “Die CDU ist klar stärkste Kraft. Ohne und gegen die CDU kann nicht regiert werden.” Befragt wurden zu Wochenbeginn 1000 wahlberechtigte Niedersachsen.

+++ 20.15 Uhr: Zwei Deutsche am Mont Blanc erfroren +++

Zwei deutsche Bergsteiger sind beim Besteigen des französischen Mont-Blanc-Massivs erfroren. Nach Behördenangaben wurden die Leichen der Männer am Morgen in 4250 Metern Höhe in den französischen Alpen gefunden. Die beiden hätten einen Gipfel erreichen wollen, seien aber von einem schweren Unwetter überrascht worden. Die beiden Männer seien zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen. Am Dienstagabend wurden sie von Angehörigen als vermisst gemeldet, nachdem sie tags zuvor auf der als anspruchsvoll bekannten Strecke zum Gipfel Mont Blanc du Tacul aufgebrochen waren.

Ein Polizist aus der Region erläuterte, dass die Route bei guten Wetterbedingungen stark frequentiert sei. Noch am Montag hätten die Wetterbedingungen den Aufbruch erlaubt. Bei dem unerwarteten Unwetter am Dienstag habe die Windgeschwindigkeit dann teilweise bei 120 Kilometern pro Stunde gelegen.

+++ 19.23 Uhr: Bande liefert Mädchen für Sexpartys – 18 Menschen schuldig gesprochen +++

Eine Bande hat jahrelang Mädchen und junge Frauen mit Drogen gefügig gemacht und dann auf Sexpartys in Großbritannien angeboten. Die 17 Männer und eine Frau wurden nach britischen Medienberichten vom Mittwoch in insgesamt fast 100 Anklagepunkten – darunter Vergewaltigung und Menschenhandel – schuldig gesprochen. Die Polizei geht von fast 300 Opfern aus. 20 von ihnen halfen als Zeuginnen. Sie waren damals etwa 14 bis 25 Jahre alt. Die Taten ereigneten sich bereits zwischen 2011 und 2014 in Newcastle.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren alle Opfer so ausgesucht worden, dass sie als “gefährdet” galten und sich aufgrund ihrer Lebensumstände kaum wehren konnten. Details hierzu wurden aber nicht bekannt. Die Mädchen erhielten Alkohol, Cannabis und andere Drogen und wurden danach von älteren Männern missbraucht. Um das perfide Netzwerk zu zerschlagen, hatte die Polizei einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10 000 britische Pfund erhalten. Es gab mehrere Prozesse gegen die Bande; der letzte endete am Mittwoch. Zur Gruppe gehören den Angaben zufolge auch Freunde und Verwandte der Opfer. Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders Sky News haben sämtliche Bandenmitglieder ausländische Wurzeln etwa in Indien und Pakistan. Fast alle seien aber in Großbritannien geboren. 

+++ 18.18 Uhr: Berliner Spürhund im Einsatz – 130.000 Zigaretten beschlagnahmt +++

Berlins einziger Tabak-Spürhund hatte den richtigen Riecher: Auf einem Parkplatz im Ortsteil Friedrichsfelde schlug das Tier bei einem Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen an. 130.000 unversteuerte Zigaretten wurden sichergestellt, wie das Hauptzollamt mitteilte. Der Steuerschaden wurde mit rund 25.000 Euro angegeben. Beamten einer mobilen Kontrolle war das Fahrzeug aufgefallen. Sitzbank und Ladefläche waren demnach nur teilweise abgedeckt, von außen waren Zigarettenkartons zu sehen. Der belgische Schäferhund, dessen Name laut Zoll aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird, half dann, den Verdacht zu bestätigen.

+++ 17.47 Uhr: Nepal stellt Zwangsisolation von menstruierenden Frauen unter Strafe +++

Wer menstruierende Frauen aus ihrem Zuhause in die Isolation verbannt, wird in Nepal künftig bestraft: Das Parlament des Himalaja-Staats stellte die alte hinduistische Praxis einstimmig unter Strafe. Wer gegen das Isolationsverbot für Menstruierende verstößt, muss künftg 25 Euro zahlen, zudem droht eine Haftstrafe von bis zu drei Monaten. Das Gesetz beschreibt den Brauch als “Diskriminierung” und “unmenschlich”. Es soll in einem Jahr in Kraft treten.

Nepal Frau Menstruation Schlangenbiss 15.03Vor allem in abgelegenen Gegenden im Westen Nepals wird der Brauch noch praktiziert. Frauen werden dort während ihrer Menstruation und nach der Kindesgeburt als unrein betrachtet. In dieser Zeit wird ihnen verboten, Essen, religiöse Symbole, Vieh und Männer zu berühren. Sie dürfen außerdem nicht nach Hause, sondern müssen etwa in einfachen Hütten schlafen.

+++ 16.02 Uhr: Nordkoreas Vorgehen bereitet von der Leyen “große Sorge” +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich beunruhigt über das Gebaren der nordkoreanischen Führung gezeigt. “Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge”, sagte die Ministerin der “Passauer Neuen Presse”. Die wiederholten Raketentests Nordkoreas “verstoßen gegen geltendes Völkerrecht und bedrohen den regionalen Frieden”.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag den Ton gegenüber Nordkorea deutlich verschärft und dem Land mit “Feuer und Wut” gedroht. Von der Leyen vermied in dem Interview eine direkte Wertung von Trumps Äußerungen. Allerdings zeigte sie Verständnis für das Bedrohungsgefühl der USA. “Ich verstehe, dass sich unsere amerikanischen Freunde bedroht fühlen”, sagte sie.

Guam im Visier: Warum Nordkorea der Pazifikinsel mit einem Militärschlag droht

+++ 15.01 Uhr: Wieder Leichenteile in Hamburg entdeckt +++

Nach dem Fund mehrerer Leichenteile in Hamburger Gewässer hat die Polizei ein weiteres Körperteil aus einem Kanal im Stadtteil Winterhude geborgen. Die Polizei geht davon aus, dass das Körperteil von einer toten Frau stammt. Der DNA-Schnelltest stehe allerdings noch aus.

Berichte, wonach das Gewaltverbrechen mit dem Rotlichtmilieu zusammenhängen soll, kommentierte die Polizei mit Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht.

Leiche Hamburg Elbe Spur_17.20 Bei dem Leichnam handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine vermisste 48-Jährige, die seit dem 1. August nicht mehr gesehen wurde. Die ersten Leichenteile waren am 3. August gefunden worden. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

+++ 14.23 Uhr: Polizei nimmt Verdächtigen nach Auto-Attacke fest +++

Nach der Auto-Autoattacke auf Soldaten nahe Paris ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Das mutmaßliche Angriffsfahrzeug sei auf einer Autobahn gestoppt worden, verlautete am Mittwoch aus Justiz- und Ermittlerkreisen. Der Fahrer wurde demnach durch Polizeischüsse verletzt.

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+++ 13.37 Uhr: Bergung des abgestürzten Flugzeugs am Bodensee wird fortgesetzt +++

Die Bergung des über dem Bodensee abgestürzten Kleinflugzeugs wird fortgesetzt. Die Maßnahmen seien angelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Details – etwa mit welchen Geräten das Wrack geborgen werden sollte – nannte er nicht.
Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstagmittag mit zwei Personen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Die Beamten gehen davon aus, dass beide Insassen ums Leben gekommen sind – bei dem Piloten handelt es sich demnach um einen 74 Jahre alten Schweizer, die Identität des Passagiers ist noch unklar.

Am Vortag hatten die Einsatzkräfte ihre Arbeit an der Absturzstelle unweit von Konstanz wegen schlechten Wetters abbrechen müssen. Laut Polizei ist der Bodensee in dem Gebiet etwa 60 Meter tief – das macht es Tauchern schwer, das Wrack zu erreichen.

+++ 13.17 Uhr: Schulz: Auf Nordkorea mit kühlem Kopf reagieren +++

Klapper Wahltrend #33 7.00Kanzlerkandidat Martin Schulz hat an die USA und die gesamte Weltgemeinschaft appelliert, sich nicht von Nordkoreas Drohungen provozieren zu lassen. Es sei nun wichtig, “mit kühler Abwägung” zu reagieren, sagte der SPD-Chef in Potsdam. “Wir sehen, wohin es führt, wenn wir nicht nuklear abrüsten”, fügte er hinzu. Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. US-Präsident Donald Trump sagte, wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen “begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat”.

+++ 12.09 Uhr: Vier Tote nach Schüssen in Süditalien +++

Vier Menschen sind in einer süditalienischen Gemeinde aus einem Hinterhalt erschossen worden. Drei der Opfer starben am Tatort in der Nähe einer Bahnstation in der Gemeinde San Marco in Lamis in der Provinz Foggia in Apulien, ein weiteres wenig später im Krankenhaus, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Ersten Erkenntnissen zufolge hätten sie sich in einem Auto befunden und seien aus einem anderen Wagen heraus von Unbekannten beschossen worden. “La Repubblica” schrieb, Hintergrund des Vorfalls könnte Rache für einen vergangenen Mord sein. Um wen es sich bei Tätern und Opfern handelt, war zunächst nicht bekannt.

+++ 11.50 Uhr: Fehlalarm ausgelöst: Jugendliche sollen mindestens 25.000 Euro zahlen +++

Dumme Idee, teure Rechnung: Für einen mutwillig ausgelösten Fehlalarm in Erfurt müssen zwei Schüler tief in die Tasche greifen. Mindestens 25000 Euro habe der Großeinsatz der Polizei am letzten Juli-Wochenende gekostet, sagte Polizeisprecher Jens Heidenfeldt. Den beiden 16-Jährigen werde das nun in Rechnung gestellt. So waren unter anderem ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen und Spezialkräfte angerückt. Die konkrete Summe war zuerst im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) genannt worden.

“Die beiden Jugendlichen sind strafmündig und damit schadenersatzpflichtig”, erklärte Heidenfeldt. Die Polizei gehe aber nicht davon aus, dass die Rechnung bereitwillig beglichen werde, so dass mit einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht zu rechnen sei. Darüber hinaus droht den Jugendlichen eine Anklage wegen Missbrauchs von Notrufen und Verstoßes gegen das Waffenrecht.

Sie hatten der Polizei zufolge in einem Parkhaus den Notrufknopf gedrückt und der Sicherheitsfirma von einer Person mit einer Waffe berichtet. Einer trug selbst eine Druckluftpistole. Daraufhin waren Teile der Innenstadt großräumig abgeriegelt worden.

+++ 11.22 Uhr: Messerangriff in Leipzig: Mutmaßlicher Täter ist polizeibekannter Gewalttäter +++

Mit einem Küchenmesser ist ein Mann in der Nähe des Hauptbahnhofs in Leipzig auf eine Frau losgegangen und hat sie schwer verletzt. Er habe unter Drogeneinfluss gestanden, der Angriff am Dienstag sei völlig unvermittelt geschehen, teilte die Polizeidirektion Leipzig mit.

Die betrunkene 56-Jährige wurde mit schweren Verletzungen an der Schulter sowie am Ober- und Unterarm ins Krankenhaus gebracht. Sie habe den Mann flüchtig gekannt, sagte eine Polizeisprecherin. Er habe ihr bereits mehrfach Drogen angeboten.

Der 28 Jahre alte mutmaßliche Täter, der aus Libyen stammt, wurde in der Nähe des Tatortes festgenommen. Er saß auf einer Parkbank. Das Messer steckte hinter ihm im Boden. Der Mann sei ein polizeibekannter Dealer und schon vor dem Angriff mit gefährlicher Körperverletzung aufgefallen, hieß es.09-Fahrzeug erfasst Gruppe von Soldaten-5536254899001

+++ 10.05 Uhr: Majestätsbeleidigung: Thailänder muss 18 Jahre ins Gefängnis +++

Wegen Majestätsbeleidigung ist ein 61-jähriger Mann in Thailand zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Militärgericht in Bangkok sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die Familie von König Maha Vajiralongkorn im Internet verunglimpft habe. In dem südostasiatischen Land ist das Königshaus durch ein strenges Gesetz geschützt. Erst im Januar wurde ein Mann wegen ähnlicher Vorwürfe sogar zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Der 61-Jährige wurde für schuldig befunden, mindestens sechs Tonaufnahmen mit beleidigendem Inhalt auf einer kommerziellen Seite veröffentlicht zu haben. Er wurde bereits 2015 – also noch zu Lebzeiten des inzwischen verstorbenen Königs Bhumibol – verhaftet. Er selbst wies jede Schuld zurück. Angeblich wollte er die Aufnahmen nutzen, um Heilmittel zu verkaufen. Gegen das Urteil ist keine Berufung möglich, weil der Mann verhaftet wurde, als das Kriegsrecht galt.

+++ 9.30 Uhr: Paris: Auto rast in Soldatengruppe +++

In Levallois-Perret, einem Vorort von Paris, sind mehrere Soldaten von einem Auto angefahren worden, nach Angaben der Polizei gibt es mindestens sechs Verletzte. Der Fahrer des Autos ist auf der Flucht. Nähere Hintergründe zu dem Vorfall sind noch nicht bekannt.

Paris Auto Soldatengruppe

+++ 9.09 Uhr: Volkswagen wird neuer Sponsor der UEFA +++

Volkswagen weitet sein Fußball-Sponsoring aus und wird ab 2018 neuer Partner der Europäischen Fußball-Union UEFA. Im Rahmen eines Vierjahresvertrages werde das Unternehmen auch die Europameisterschaft 2020 begleiten, teilte der Automobil-Konzern mit. Neben der EM 2020 umfasst die Partnerschaft auch die Europameisterschaft der Frauen, die Europameisterschaft des U21-Nachwuchses, die Futsal-EM und die Finalspiele der neugeschaffenen UEFA Nations League, die ab 2019 ausgetragen werden. Das Paket enthält unter anderem Werbemaßnahmen, digitale Rechte, Tickets und Hospitality-Möglichkeiten. Erst Mitte Juli hatte VW den Sponsoring-Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ab 2019 bekannt gegeben. Prämie_17.20 

+++ 8.19 Uhr: Australier sollen per Brief über Ehe für alle entscheiden +++

23-Berlin: Christopher Street Day feiert Ehe für alle-5518117417001Die konservative Regierung von Premierminister Malcolm Turnbull will dazu im kommenden Monat Briefe an alle wahlberechtigten Australier verschicken. Die Frage soll nach Regierungsangaben lauten: “Soll das Gesetz geändert werden, damit gleichgeschlechtliche Paare heiraten können?”

Nach Umfragen gibt es dafür eine klare Mehrheit. Das Ergebnis der Abstimmung per Brief wäre allerdings nicht bindend. Das letzte Wort hätte das Parlament. Dort gäbe es vermutlich ebenfalls eine Mehrheit dafür, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Ein Beschluss wird noch in diesem Jahr erwartet.

+++ 7.12 Uhr: Leipziger Hauptbahnhof: Mann verletzt Frau mit Küchenmesser schwer +++

Mit einem Küchenmesser ist ein Mann nahe dem Hauptbahnhof in Leipzig auf eine Frau losgegangen und hat sie schwer verletzt. Der Angriff am frühen Abend sei völlig unvermittelt geschehen, teilte die Polizeidirektion Leipzig mit.

Die 56-Jährige wurde mit schweren Verletzungen an der Schulter sowie am Ober- und Unterarm ins Krankenhaus gebracht. Über das Motiv des Täters konnte die Polizei noch nichts sagen. Der Verdächtige wurde in der Nähe des Tatortes gestellt. Er ist 28 Jahre alt und stammt aus Libyen. Mehr Details teilte die Polizei zunächst nicht mit.

+++ 4.38 Uhr: Erdbeben in China: Behörden rechnen mit bis zu hundert Toten +++

Nach dem starken Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan rechnen die Behörden mit bis zu hundert Toten. Die Zahl der Verletzten könnte in die Tausenden gehen, teilte der Katastrophenschutz mit. 13 Todesopfer und 175 Verletzte wurden nach Angaben des staatlichen Fernsehens bestätigt. Am Mittwoch ereignete sich in einer abgelegenen Region tausende Kilometer von Sichuan entfernt ein weiteres Beben.

Auch erhebliche Sachschaden werden in der Provinz Sichuan befürchtet. Die Katastrophenschutzbehörde schätzte, dass bis zu 130.000 Häuser beschädigt worden sein könnten. Dies geht aus einer vorläufigen Bewertung der Lage in dem abgelegenen und dünn besiedelten Erdbeben-Gebiet hervor. Chinas Präsident Xi Jinping rief nach dem Erdstoß vom Dienstag zu “umfassenden Anstrengungen” auf, um schnell Hilfsmaßnahmen zu organisieren und die Verletzten zu befreien, wie Xinhua meldete.

+++ 4.37 Uhr: Echtzeitüberweisung soll 2018 kommen +++

Eine Überweisung von Bankkonto zu Bankkonto wird bald in Sekundenschnelle möglich sein. Für die neue Echtzeitüberweisung (Instant Payment) werde ab November europaweit ein einheitlicher Rechtsrahmen gelten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer. “Im ersten Quartal 2018 wird es die ersten Anbieter geben.” Es gebe keine Pflicht, am neuen System teilzunehmen. Es sei aber zu erwarten, dass die Echtzeitüberweisung langfristig europaweit flächendeckend angeboten werde. Die Bankenbranche reagiert damit auch auf Angebote von Online-Bezahldiensten wie Paypal.

+++ 4.35 Uhr: Justiziminister Maas fordert von Automanagern Verzicht auf Boni +++

Justizminister Heiko Maas rät den deutschen Automanagern, die im Abgasskandal Millionen Diesel-Fahrer getäuscht haben, zum freiwilligen Verzicht auf ihre millionenschweren Bonuszahlungen – als Zeichen der Demut. “Die Manager sollten in den kommenden Jahren auf ihre Boni verzichten. Das wäre zumindest ein kleines Zeichen der Demut und Einsicht”, sagte der SPD-Politiker der “Passauer Neuen Presse”.

“Die Manager haben Millionen Käufer in die Irre geführt, den Ruf einer ganzen Branche beschädigt und damit Hunderttausende Arbeitsplätze gefährdet. Viele Leute würden ihren Job verlieren, wenn sie solche Fehler machten wie die Auto-Bosse.”

01-Deutsche Umwelthilfe kritisiert den Dieselgipfel als “Marionettenshow”-5527957872001

+++ 4.05 Uhr: Oxfam: Menschen nicht an Flucht aus Libyen hindern +++

Die Hilfsorganisation Oxfam hat die EU-Mitgliedsstaaten davor gewarnt, Menschen an der Flucht aus Libyen zu hindern. “Der Versuch der Europäischen Union, sicherzustellen, dass Menschen Libyen nicht verlassen können, gefährdet mehr Männer, Frauen und Kinder, missbraucht oder ausgebeutet zu werden”, heißt es in einem Bericht, den Oxfam veröffentlichte. Er basiert auf Befragungen von 158 Migranten, die in Sizilien angekommen sind und zwei Partnerorganisationen von Oxfam von Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Folter in dem zerrütteten Bürgerkriegsland berichtet haben. 

28-Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer-5485571358001

+++ 3.34 Uhr: Milliardenüberschuss bei Kommunen +++

Die Kommunen in Deutschland haben erneut einen Milliarden-Überschuss erwirtschaft. Der Kommunale Finanzreport der Bertelsmann-Stiftung (zum Bertelsmann-Konzern gehört auch der stern) bezeichnet 2016 mit einem Plus von 4,5 Milliarden Euro sogar als bestes Jahr seit 2008. Vor allem Kommunen in Süddeutschland verzeichneten Überschüsse.

Aber nicht für alle Städte, Kreise und Gemeinden fiel die Bilanz positiv aus. Jede fünfte Kommune stecke in der Dauerkrise. “Die Schere zwischen den armen und reichen Kommunen öffnet sich”, sagte die Kommunalexpertin der Bertelsmann Stiftung, Kirsten Witte, in Gütersloh.

+++ 3.10 Uhr: Trump will Drogen-Krise in den USA bekämpfen +++

US-Präsident Donald Trump hat entschiedene Schritte gegen den seit Jahren zunehmenden Konsum von Opium-Präparaten in den Vereinigten Staaten angekündigt. Er rief aber nicht den nationalen Notstand aus, was Hilfsorganisationen und selbst eine Expertenkommission der Regierung gefordert hatten. Jährlich sterben in den USA Zehntausende Menschen am Missbrauch von verschreibungspflichtigen Opiaten oder illegalen Opium-Drogen. 2015 lag die Zahl offiziellen Angaben zufolge bei 52 000 Toten.

“Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, diese tödliche Epidemie zu bekämpfen, wenn wir mit Gesundheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten”, sagte Trump. Seit 1999 habe sich die Zahl der Todesfälle nach Überdosen vervierfacht. Anklagen wegen Drogenmissbrauchs seien jedoch in den vergangenen fünf Jahren um 23 Prozent zurückgegangen.

+++ 1.36 Uhr: “Bruch der Demokratie”: Amerikanische Länder verurteilen Venezuela +++

17 amerikanische Staaten, von Kanada über Mexiko bis Argentinien, haben einen “Bruch der demokratischen Ordnung” in Venezuela festgestellt und das Handeln von Präsident Nicolás Maduro scharf verurteilt. Bei einem Sondertreffen in Perus Hauptstadt Lima beschlossen die Außenminister und ihre Vertreter, dass keine Entscheidungen der neuen Verfassungsgebenden Versammlung in Caracas akzeptiert würden. Diese war nach einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl installiert worden und kann als übergeordnetes Staatsorgan zentrale Weichenstellungen vornehmen. Das Parlament wurde so entmachtet.

+++ 1.21 Uhr: Countrysänger Glen Campbell gestorben +++

US-Country-Sänger Glen Campbell, weltweit bekannt geworden unter anderem mit “Rhinestone Cowboy”, ist tot. Nach einem langen Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit sei er im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte seine Familie mit. Campbell hatte 2011 bekanntgegeben, dass er an Alzheimer leidet. Im Juni hatte er sein letztes Album mit dem Titel “Adios” herausgebracht.

+++ 1.18 Uhr: Frankreich setzt Rettungsdrohnen ein +++

Die Rettungsschwimmer an manchen französischen Atlantikstränden bekommen in diesem Sommer Unterstützung aus der Luft: Eine Rettungsdrohne soll Ertrinkenden zu Hilfe kommen. Das Fluggerät hat eine Boje an Bord, die sie über dem Wasser abwerfen kann und sich von selbst aufpustet. Daran können Menschen in Not sich über Wasser halten, bis Hilfe eintrifft. Die 55 Stundenkilometer schnelle Drohne könne drei bis fünf Minuten schneller bei einem Opfer sein als ein Rettungsschwimmer oder ein Jetski, sagte Anthony Gavent von der Herstellerfirma “Helper”.

+++ 1.05 Uhr: Staatsagentur: Nordkorea erwägt Angriff auf US-Insel +++

Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den Vereinigten Staaten einem Bericht zufolge mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Das Militär ziehe eine solche Attacke “ernsthaft in Erwägung”, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Laut einem Sprecher der nordkoreanischen Armee könne der Plan “jederzeit” ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe.

Die Stellungnahme erfolgt nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte. Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen “begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat”, sagte Trump am Dienstag.

Nordkorea droht USA

+++ 0.48 Uhr: Vater von niederländischer Königin Máxima verstorben +++

Der Vater der niederländischen Königin Máxima, Jorge Zorreguieta, ist Medienberichten zufolge gestorben. Er sei am Dienstagnachmittag im Alter von 89 Jahren in Buenos Aires an Leukämie gestorben, berichtete unter anderem die Zeitung “La Nación”. Die in Argentinien geborene Königin (46) war wenige Stunden vorher in Buenos Aires gelandet, um ihren Vater in den letzten Stunden zu begleiten.

+++ 0.05 Uhr: Lindners Krim-Äußerung: Kritik auch aus der Ukraine +++

Der Vorstoß von FDP-Chef Christian Lindner zur Verbesserung der Beziehungen zu Moskau und einer “Einkapselung” des Krim-Konflikts ist in der Ukraine auf scharfe Kritik gestoßen. “Wir sind sehr beunruhigt, dass manche Politiker wie jetzt FDP-Chef Christian Lindner immer wieder versuchen, die offensichtlichen Verletzungen des Völkerrechts zu ignorieren oder sogar zu rechtfertigen”, sagte Außenminister Pawel Klimkin der “Bild”-Zeitung. “Dadurch ermutigen sie den Aggressor zu weiteren Verbrechen und verwandeln sich in Mitbeteiligte an Putins Verbrechen.” Vielmehr müsse weiterhin mit allen politischen und diplomatischen Mitteln für die “Befreiung der Krim” gekämpft werden.

Pressestimmen Christian Lindner 14.54Lindner hatte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Wochenende eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland angemahnt. Es müsse Angebote geben, damit der russische Präsident Wladimir Putin ohne Gesichtsverlust seine Politik verändern könne. “Um ein Tabu auszusprechen: Ich befürchte, dass man die Krim zunächst als dauerhaftes Provisorium ansehen muss”, sagte Lindner.

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