News des Tages: DFB feuert Krug als Chef des Videobeweises

Die News des Tages im Ticker:

+++ 15.43 Uhr: Zoll und Polizei heben Canabisplantagen in Berlin aus +++

Bei einem Schlag gegen eine deutsch-türkische Drogenbande haben Zollfahnder in Berlin drei Cannabisplantagen mit mehr als 2600 Pflanzen ausgehoben. Vier mutmaßliche Haupttäter wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft, wie das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg mitteilte. Die Ernte hätte den Ermittlern zufolge einen Marktwert von 700.000 bis 800.000 Euro gehabt.

+++ 15.36 Uhr: DFB entlässt nach Vorwürfen Video-Chef Krug +++

Hellmut Krug (61) ist nicht mehr Projektleiter für den neu eingeführten Videobeweis und kommt auch nicht mehr als Supervisor im DFL-Kontrollzentrum in Köln zum Einsatz. Das meldet die “Sportbild”. Der DFB reagierte damit auf die Vorwürfe, Krug habe als Supervisor Einfluss auf Entscheidungen der Video-Assistenten genommen.

Konkret geht es um zwei Entscheidungen am 10. Spieltag während der Partie von Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg (1:1). Da habe Krug als Supervisor des Spiels den Video-Assistenten Marco Fritz zweimal bei Strafstoß-Entscheidungen zu Gunsten von Schalke überstimmt.

Seinen Platz in der DFB-Schiedsrichterkommission Elite hatte er schon vorige Woche aufgeben müssen. Der “Sportbild” zufolge sei die Entscheidung am Montag während einer DFB-Sitzung in Frankfurt am Main mit Präsident Reinhard Grindel, Vizepräsident Ronny Zimmermann und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich gefallen.

+++ 15.36 Uhr: Häftling soll Ehefrau in Besucherraum vergewaltigt haben +++

Ein Häftling des Gefängnisses Diez in Rheinland-Pfalz soll seine Ehefrau in einem Besucherraum vergewaltigt haben. Der verurteilte Mörder habe sie am Donnerstag außerdem mit einem selbst gebauten Stichwerkzeug verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mit. Lebensgefahr bestehe nicht. Wie es in dem Raum zu dem Vorfall kommen konnte, sei “ein Rätsel, das wir lösen müssen”, sagte ein Sprecher. Zur gleichen Zeit hätten dort vier weitere Besuche stattgefunden. Bei dem Stichwerkzeug handelt es sich einem Sprecher des Justizministeriums zufolge um eine Scherbe. Der Südwestrundfunk (SWR) hatte zuvor über den Fall berichtet.

+++ 15.13 Uhr: Südkoreaner wird von Frau erschlagen, die vom Hochhaus springt +++

 In Südkorea sind bei einem mutmaßlichen Suizid zwei Menschen getötet worden. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Yonhap wurde ein 68-Jähriger auf dem Weg zur Arbeit von einer Frau erschlagen, die aus dem 13. Stock eines Wohnkomplexes gesprungen war. Beide wurden nach dem Aufprall ins Krankenhaus gebracht und verstarben später, wie die Polizei mitteilte. Die 56-jährige Südkoreanerin hatte dem Polizeibericht zufolge an Depressionen gelitten und sich mit dem Sprung von dem Hochhaus vermutlich selbst töten wollen.

+++ 15.05 Uhr: Jordanien kündigt Bau neuer Stadt zur Entlastung Ammans an +++

Um Amman zu entlasten, will Jordanien 30 Kilometer östlich der Hauptstadt eine neue, “ökologische” Stadt errichten. Die Regierung erklärte am Sonntagabend, der Bau solle Mitte 2018 beginnen und im Jahr 2050 abgeschlossen sein. Die “intelligente” Stadt mit “nachhaltiger Entwicklung” und “geschäftsfreundlicher Umgebung” soll an einer Hauptstraße nahe der israelischen Grenze gebaut werden, die Jordanien mit dem Irak und Saudi-Arabien verbindet. In ihrer Mitteilung kündigte die Regierung an, man werde bezahlbaren Wohnraum sowie Freizeitmöglichkeiten und öffentliche Parks schaffen. Außerdem werde in erneuerbare Energien investiert. Ziel des Projekts ist es, die Hauptstadt mit ihren vier Millionen Einwohnern und die nördlich von Amman gelegene 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt Sarka zu entlasten.

+++ 14.43 Uhr: Rapper Moses Pelham mit der Goetheplakette ausgezeichnet +++

Für seine Verdienste um Frankfurt am Main hat der Rapper und Musikproduzent Moses Pelham (“Rödelheim Hartreim Projekt”) die Goetheplakette der Stadt erhalten. Der 46-jährige gebürtige Frankfurter habe den kulturellen Bekanntheitsgrad der Stadt deutlich gesteigert, hieß es zur Begründung. Sein jüngstes Album mit dem Titel “Herz” gelte als Hommage an seine Heimatstadt sowie an den Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe. Zu den Trägern des seit 1947 jährlich vergebenen Plakette gehören unter anderen der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der Philosoph und Komponist Theodor W. Adorno und der DJ Sven Väth.

+++ 14.11 Uhr: Laut Polizei erschoss sich Attentäter von Texas selbst +++

Der als Devin Patrick Kelley (†26) identifizierte Attentäter von Texas, der in einer Kirche in dem kleinen Ort Sutherland Springs 26 Menschen erschoss, hat sich einem Bericht der “Bild”-Zeitung zufolge selbst getötet. Das habe die Polizei dem TV-Sender CBS bestätigt.
Laut der Polizei hatte es einen Schusswechsel zwischen dem Killer und zwei bewaffneten Bürgern gegeben. Nachdem Kelleys Auto fahruntüchtig war, habe er sich selbst erschossen. 

+++ 13.59 Uhr: Mehrheit stuft journalistische Qualität als wichtig für Demokratie ein +++

Neun von zehn Deutschen messen qualitativ hochwertigem Journalismus einen hohen Stellenwert für Demokratie und Gesellschaft bei. Für 88 Prozent der Menschen ab 16 Jahre sind qualitativ hochwertige Medien für das Funktionieren der Demokratie sehr wichtig oder wichtig, wie eine in Berlin veröffentlichte Allensbach-Studie im Auftrag des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ergab. 

+++ 13.05 Uhr: Skandal um Mafia-Verbindungen von Fußball-Fans erreicht SSC Neapel +++

Nach Juventus Turin erreicht ein Skandal um mögliche Verstrickungen zwischen Fangruppen und der Mafia den italienischen Erstligisten SSC Neapel. Der Chefankläger des italienischen Fußball-Verbands FIGC, Giuseppe Pecoraro, wolle in der Angelegenheit am Dienstag Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis anhören, berichtete die “Gazzetta dello Sport” am Montag. Ermittelt werde bereits seit Sommer, weil der Club Eintrittskarten an Fan-Gruppen mit Verbindungen zur neapolitanischen Mafia Camorra verschenkt worden sein sollen. Verwickelt sein sollen auch Spieler.

+++ 12.53 Uhr: Erdogan lässt Atatürk-Kulturzentrum abreissen und neu errichten +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan lässt mit dem Atatürk-Kulturzentrum in Istanbul ein Symbol der Gezi-Proteste abreißen und durch einen ähnlichen Neubau ersetzen. Der neue Gebäudekomplex am Taksim-Platz solle bereits im Frühjahr 2019 seine Türen für das Publikum öffnen und unter anderem ein Opernhaus von Weltklasse-Niveau beherbergen, sagte Erdogan in Istanbul. Der Staatschef kritisierte, der Widerstand gegen den Abriss und Wiederaufbau gehe nicht auf kulturelle Gründe zurück, sondern auf “ideologische Besessenheit”. Auch das neue Kulturzentrum soll den Namen von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk tragen. 

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+++ 12.49 Uhr: Bundesregierung begrüßt Steuerenthüllungen +++

Die Bundesregierung hat die Enthüllungen zu Steueroasen durch die “Paradise Papers” begrüßt. Dadurch würden “Strukturen, Akteure und Nutznießer steuerlicher Parallelwelten” bekannt gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Veröffentlichungen erhöhten international den Druck auf Länder, die sich in diesem Bereich bislang der Transparenz verweigerten. “Transparenz ist der Untergang jeder Steueroase”, fügte Seibert hinzu. Es sei wichtig, die Menschen zu kennen, die hinter Briefkastenfirmen steckten.

+++ 12.43 Uhr: Weltmeteorologiebehörde weist auf dramatischen Temperaturanstieg hin +++

Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Bonn hat die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf eine dramatische Erderwärmung hingewiesen. 2013 bis 2017 sei voraussichtlich der wärmste Fünfjahreszeitraum seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, erklärte die WMO. 2016 werde sich auch wegen des dieses Mal besonders starken Klimaphänomens El Niño als das wärmste Jahr überhaupt erweisen. 2017 und 2015 dürften demnach Platz zwei und drei unter sich aufteilen.

+++ 12.26 Uhr: Laut Studie verbrauchen Autos viel mehr als angegeben +++

Neuwagen in Europa verbrauchen einer Studie zufolge immer noch viel mehr Sprit als von den Herstellern angegeben.
Demnach liegt der reale Kraftstoffverbrauch neuer Pkw im Durchschnitt um 42 Prozent höher als im Testbetrieb. Das ist das Ergebnis einer vorgestellten Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT). Bereits vor einem Jahr waren die Forscher in einer Untersuchung zu demselben Ergebnis gekommen – es hat also demnach keine Fortschritte gegeben. Umweltverbände reagierten mit scharfer Kritik an den Autoherstellern.

+++ 12.25 Uhr: Kleinkind von Auto erfasst und fünf Meter mitgeschleift +++

Eine Seniorin in Schleswig-Holstein hat mit ihrem Auto ein vier Jahre altes Kind erfasst und einige Meter mitgeschleift. Der Junge erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Rentnerin hatte demnach mit ihrem Wagen am Sonntagnachmittag in Heide eine Kreuzung überquert und war dabei gegen den Jungen gefahren, der zu Fuß mit seinen Eltern unterwegs war. Sie habe den Zusammenstoß offenbar nicht bemerkt und das Kind etwa fünf Meter mit sich geschleift. Erst als der Vater verzweifelt auf das Auto eingeschlagen habe, habe sie angehalten. Ein Rettungswagen brachte den schwer verletzten Vierjährigen in ein Krankenhaus. Er erlitt nach ersten Erkenntnissen ein Schädelhirntrauma und einen Schock.

+++ 12.22 Uhr: Nach Bordellbesuch enttäuschter 14-Jähriger ruft Polizei +++

Ein nach dem Besuch einer Prostituierten enttäuschter 14-Jähriger hat in Braunschweig kurzerhand die Polizei gerufen. Der Jugendliche hatte sich als 20-Jähriger ausgegeben und sich über die erbrachten Leistungen der Prostituierten verärgert gezeigt, teilte die Polizei mit. Im Verlauf des Streits am frühen Sonntagmorgen warf die 53 Jahre alte Frau den jungen Freier aus ihrem Zimmer. Die von dem 14-Jährigen zu dem Bordell gerufene Polizei stellte dessen Alter fest und brachte ihn mit Verweis auf das Jugendschutzgesetz für die Heimfahrt zur nächsten Bushaltestelle. Was der junge Mann sich für die von ihm gezahlten 20 Euro erhofft hatte, präzisierte die Polizei nicht.

+++ 12.16 Uhr: Auswärtiges Amt bestätigt Tod von weiteren Studenten +++

Nach einem schweren Busunglück in Peru hat das Auswärtige Amt in Berlin den Tod eines dritten Deutschen bestätigt. Eine vierte Person deutscher Staatsangehörigkeit werde noch vermisst, teilte die Behörde mit. Weitere Einzelheiten zu Geschlecht und Alter der Betroffenen wurden nicht bekanntgegeben. Bei allen vier handelt es sich nach Informationen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) um Informatikstudenten der Hochschule.

+++ 12.00 Uhr: ARD will sich nicht für Eilmeldung während des Tatorts entschuldigen +++

Die Eilmeldung über die Schüsse in einer Kirche in Texas während des “Tatorts” im Ersten hat viele Zuschauer irritiert. Auf der “Tatort”-Facebookseite gab es am Sonntagabend so viele wütende Kommentare, dass sich die Social-Media-Redaktion für die Einblendungen mehrfach entschuldigte. Die zuständige Kollegin sei den aufgebrachten Zuschauern dabei allerdings “zu sehr entgegengekommen”, sagte Sabine Knott von der ARD-Programmdirektion in München: “So weit gehen wir eigentlich nicht, dass wir uns entschuldigen.” 

+++ 10.27 Uhr: Bundestags-Neuwahl würde praktisch nichts ändern +++

Sollte es aufgrund eines Scheiterns der Jamaika-Sondierungen Neuwahlen geben, würde sich das Ergebnis einer Umfrage nach kaum vom Ergebnis der Bundestagswahl im September unterscheiden. CDU/CSU kommen einer aktuell veröffentlichten Forsa-Befragung im Auftrag der Mediengruppe RTL zufolge auf 32 Prozent (Bundestagswahl 32,9). Die SPD erhielte 21 Prozent (20,5), die FDP 11 Prozent (10,7), die Linke 9 Prozent (9,2) und die AfD 12 Prozent (12,6). Lediglich die Grünen, die der Umfrage nach auf 10 Prozent kommen (8,9), würden mehr als einen Prozentpunkt hinzugewinnen. “Nachdem die Wahlberechtigten ihre Entscheidung im September gefällt haben, sehen sie keinen Grund, ihre Entscheidung neu zu überdenken – zumal sich das Erscheinungsbild der einzelnen Parteien seit dem 24. September nicht geändert hat”, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL.

+++ 10.26 Uhr: UN-Klimakonferenz in Bonn hat begonnen +++

In Bonn sind die Vertreter von fast 200 Staaten zur 23. UN-Klimakonferenz zusammengekommen. Bei den bis zum 17. November angesetzten Beratungen verhandeln die Delegationen über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Gastgeberland sind die Fidschi-Inseln. Da die Pazifikinseln die bis zu 25.000 Konferenzteilnehmer aber nicht beherbergen können, findet das Treffen in Bonn statt, dem Sitz des UN-Klimasekretariats. Laut Bundesumweltministerium handelt es sich um die bisher größte in Deutschland veranstaltete zwischenstaatliche Konferenz.

+++ 9.55 Uhr: Jugendamtsmitarbeiterin in Pfaffenhofen als Geisel genommen +++

Im Jugendamt der oberbayerischen Stadt Pfaffenhofen ist eine Mitarbeiterin von einem zunächst nicht identifizierten Täter mit einer Waffe bedroht und als Geisel genommen worden. “Wir gehen dabei von einem Messer aus”, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Die Lage sei aber noch unübersichtlich, Spezialeinsatzkräften seien im Einsatz. Medienberichten zufolge soll ein Vater, dem das Sorgerecht für sein Kind entzogen wurde, eine Sachbearbeiterin bedrohen. Die Polizeisprecherin konnte aber zunächst den Sorgerechtsstreit nicht bestätigen.

+++ 9.54 Uhr: Griechische Polizei stoppt Schleuserbande – 20 Festnahmen +++

Der griechischen Polizei ist ein Schlag gegen internationale Schleuser gelungen. Sie nahm in verschiedenen Regionen des Landes insgesamt 20 Männer fest. Bei den Verdächtigen handele es sich um Mitglieder einer größeren Schleuserbande, die seit Jahren systematisch Pässe und andere Dokumente gefälscht und sie an Migranten verkauft habe, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des griechischen Bürgerschutzministeriums. Die Migranten versuchten dann als Touristen nach Westeuropa über die Flughäfen griechischer Inseln zu reisen. Andere versuchten an Bord von Fähren aus Westgriechenland nach Italien zu kommen. Die Mitglieder der Bande stammen aus Syrien, Albanien und Griechenland. Während der Tourismus-Hochsaison waren an Flughäfen zahlreicher Ägäisinseln in diesem Sommer wiederholt Migranten mit gefälschten Reisendokumenten gestoppt worden, kurz bevor sie an Bord gingen. 

+++ 9.47 Uhr: Deutschland gibt weitere 50 Millionen Euro für bedrohte Inselstaaten +++

Deutschland verstärkt seine finanzielle Hilfe für die vom Klimawandel besonders bedrohten Inselstaaten. Das kündigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zu Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn an. Deutschland werde weitere 50 Millionen Euro in den sogenannten Anpassungsfonds der Vereinten Nationen einzahlen. Bisher hatte Deutschland schon 190 Millionen Euro in den Fonds eingebracht, so dass sich die Gesamtsumme dann auf 240 Millionen Euro beläuft. “Wir senden damit ein klares Signal”, sagte Hendricks. “Deutschland steht den Menschen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, solidarisch bei.”

+++ 9.43 Uhr: Fast täglich ein Angriff auf ein Asylbewerberheim +++

Trotz einer rückläufigen Tendenz gibt es in Deutschland im Schnitt fast immer noch jeden Tag einen Anschlag auf ein Asylbewerberheim. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 211 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt, berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf eine Statistik des Bundeskriminalamts. Seit Januar blieben die Zahlen demnach weitgehend konstant und lagen pro Quartal bei rund 70. Die meisten Straftaten haben einen rechtsradikalen Hintergrund. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits mehr Attacken gezählt als vor der Flüchtlingskrise 2014, als es im Gesamtjahr nur 199 waren.

Schießerei Texas 6.40h

+++ 8.42 Uhr: Trump kann nach Massaker in Texas kein Waffenproblem erkennen +++

US-Präsident Donald Trump sieht nach dem Schusswaffenangriff auf eine texanische Kirche mit 26 Toten kein Waffenproblem. “Wir haben viele Probleme mit geistiger Gesundheit in unserem Land”, aber im vorliegenden Fall gebe es kein Problem mit Schusswaffen, sagte Trump während eines Besuchs in Japan. Zuvor hatte Trump den Angriff als “entsetzliches” Verbrechen und eine “Tat des Bösen” verurteilt. Am Sonntag hatte ein junger Mann in einer Kirche im Dorf Sutherland Springs in Texas mindestens 26 Besucher eines Gottesdienstes erschossen und 20 weitere verletzt. Der Angreifer starb nach Polizeiangaben kurz nach der Tat in seinem Auto.

+++ 7.23 Uhr: Japans Regierungschef will derzeit keinen Dialog mit Nordkorea +++

Japan und die USA wollen im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm den Druck auf das Land erhöhen. Das sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump. Dies sei nicht die Zeit für Dialog mit Nordkorea. Dialog um des Dialoges willen mache keinen Sinn, sagte Abe. “Wir wollen durch alle möglichen Mittel den Druck auf Nordkorea bis zum Maximalen erhöhen”, sagte Japans Regierungschef. Japan steht unter dem atomaren Schutzschild der USA. Zugleich ist Japan wichtiger Verbündeter der USA in der Region.Donald Trump Kim Jong Un Chronologie 18.25

+++ 6.29 Uhr: Lkw verliert bei Unfall 26 Tonnen Salat und Gemüse +++

Bei einem Unfall auf der A1 bei Köln hat ein Lkw 26 Tonnen Salat und Gemüse verloren. Der Fahrer sei am Sonntagnachmittag von der rechten Fahrbahn abgekommen und habe die Schutzplanke durchbrochen, teilte die Polizei am Morgen mit. Daraufhin kippte der Lastwagen zur Seite und verlor seine Ladung auf ein angrenzendes Feld. Der Fahrer konnte sich aus dem Führerhaus befreien und kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Nach eigenen Aussagen war ihm vor dem Unfall kurz schwarz vor Augen geworden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Der Verkehr war davon allerdings nicht beeinträchtigt.

Winter Schnee Bayern

+++ 6.27 Uhr: In Bayern fällt der erste Schnee +++

Der Winter hat in der Nacht Einzug in Deutschland gehalten, allerdings nur in Bayern. Bei Temperaturen um den Nullpunkt fielen in den Dörfern am Alpenrand geringe Mengen Schnee, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. Oberhalb von 700 Metern habe es bis zu einen Zentimeter geschneit, so etwa in Irschenberg (Landkreis Miesbach) und Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu). Nach Angaben des Wetterdienstes wird der Schnee im Laufe des Tages wieder schmelzen. Mit neuem Schneefall ist für den Rest der Woche nicht zu rechnen. Der bayerischen Polizei sind bislang keine wetterbedingten Unfälle bekannt.

+++ 5.45 Uhr: Zahl der Toten durch Tropensturm “Damrey” in Vietnam steigt auf 49 +++

In Vietnam sind bei dem Tropensturm “Damrey” mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Wie die lokalen Behörden mitteilten, sind rund 23.000 Häuser zerstört und weitere 40.000 beschädigt worden. Zehntausende Menschen hätten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen müssen. Zudem wurden Felder und Hunderte Fischerboote zerstört sowie Strommasten umgerissen.

Der Sturm traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten bis zu 135 Stundenkilometern auf Land. Vor allem der Süden und das Zentrum Vietnams waren von den verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen betroffen. Einige Regionen standen bis zu 1,50 Meter unter Wasser und waren völlig isoliert. Für die kommenden Tage werden weitere starke Regenfälle und Überschwemmungen erwartet, während “Damrey” nach Angaben der Meteorologen abgeschwächt nach Kambodscha weiterzieht.

+++ 5.00 Uhr: Weltklimakonferenz in Bonn soll beginnen +++

In Bonn beginnt heute um 10 Uhr die Weltklimakonferenz. Mit rund 25.000 erwarteten Teilnehmern ist das Treffen die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es je in Deutschland gegeben hat. Ziel ist es, bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein gutes Stück voranzukommen. Überschattet werden die Gespräche vom angekündigten Ausscheiden der USA aus dem Klimavertrag.

+++ 04.09 Uhr: Seehofer will sich nach Jamaika-Sondierung schnell erklären +++

JU stellt sich gegen Seeehofer 13.49CSU-Chef Horst Seehofer will sich nach Abschluss der Jamaika-Sondierungen sehr schnell zu seiner politischen Zukunft und der künftigen personellen Aufstellung der CSU äußern. “Sobald die Sondierungsphase vorbei ist, werde ich ein bis zwei Tage nachdenken und dann klar sagen, welche Formation ich mir vorstelle”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei der Gelegenheit werde er auch auf das “Kesseltreiben” eingehen, das seit der Bundestagswahl gegen ihn betrieben werde.

Seehofer steht seit dem CSU-Wahlfiasko intern massiv in der Kritik. Am Wochenende forderte die bayerische Junge Union (JU) als erste große Parteiorganisation offen den Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr. Zuvor hatten schon mehrere CSU-Bezirksvorstände in internen Sitzungen einen “geordneten” personellen Übergang gefordert.

+++ 3.39 Uhr: Sechs Tote bei Brand in Baracke in Moskau +++

Beim Brand in einer Baracke im Nordosten der russischen Hauptstadt Moskau sind in der Nacht sechs Menschen ums Leben gekommen. Möglicherweise habe ein Kurzschluss in einem elektrischen Heizkörper den Brand ausgelöst, mutmaßten die Behörden nach Angaben der Agentur Tass. Bei den Opfern handele es sich um Bauarbeiter.

+++ 2.30 Uhr: Trump wirft Japan unfaire Handelspraktiken vor +++

US-Präsident Donald Trump hat Japan unfaire Handelspraktiken vorgeworfen. “Wir wollen fairen und offenen Handel, aber im Augenblick ist unser Handel mit Japan nicht fair und offen”, sagte Trump vor Wirtschaftsvertretern in Tokio. Die USA litten sei “vielen, vielen Jahren” unter “massiven Handelsdefiziten” mit Japan. “Also werden wir verhandeln müssen, und das werden wir auf freundliche Weise tun.”

Trump war am Samstag in Japan eingetroffen. Nach einem Besuch bei US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota reiste er weiter in die Hauptstadt Tokio, um dort mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe eine Runde Golf zu spielen und gemeinsam zu Abend zu essen. Heute sollten die offiziellen Beratungen mit Abe beginnen. Japan ist die erste Station einer fast zweiwöchigen Asienreise, die Trump auch nach Südkorea, China, Vietnam und auf die Philippinen führt.

+++ 2.02 Uhr: Til Schweiger nennt Vorwürfe von Schauspielerinnen gegen Weinstein mutig +++

Weinstein Ticker 0411Schauspieler und Filmemacher Til Schweiger findet es mutig, dass Schauspielerinnen sexuelle Nötigung oder Missbrauch auch Jahre später noch öffentlich machen. Es gebe Menschen, die kritisierten, dass sich Frauen nicht schon vor 20 Jahren gemeldet hätten, sagte der 53-Jährige in München. “Das finde ich empathielos. Weinstein hat den jungen Schauspielerinnen gedroht, dass er ihre Karriere kaputt machen würde”, so Schweiger. Es gehöre auch jetzt noch Mut dazu, sich zu stellen. Er wünsche sich eine Atmosphäre, in der jemand wie Harvey Weinstein sich nicht mehr traue, Frauen zu missbrauchen.

Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung von Schauspielerinnen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hatten weltweit große Aufmerksamkeit erregt. Viele Frauen hatten daraufhin im Internet unter dem Twitter-Hashtag “#MeToo” eigene Erfahrungen geteilt.

+++ 1.04 Uhr: Neuwagen verbrauchen laut Studie 42 Prozent mehr als angegeben +++

Klapper Kay Scheller Interview Diesel 10.45Der Kraftstoffverbrauch von Neuwagen in Europa liegt im Durchschnitt offenbar 42 Prozent höher als von den Herstellern angegeben. Dies sei das Ergebnis einer Studie des International Council on Clean Transportation, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der höhere Verbrauch bedeute nicht nur Mehrkosten für die Autofahrer, sondern auch eine stärkere Belastung der Umwelt etwa durch CO2-Ausstoß. Die EU hat bereits strenge CO2-Grenzwerte ab 2021 festgesetzt, die nach einer Analyse der Beratungsgesellschaft MSCI kaum ein Autohersteller wird einhalten können. Die Kluft zwischen offiziellem und tatsächlichen Verbrauch sei so groß wie noch nie. Noch vor zehn Jahren habe sie nur etwa 15 Prozent betragen, so die ICCT. Die unabhängige Forschungsorganisation hatte vor zwei Jahren den VW-Diesel-Skandal in den USA mitaufgedeckt.

Ein Grund für die hohe Diskrepanz liege darin, dass der Kraftstoffverbrauch von Pkw für die Herstellerangaben in Testlaboren und nicht im realen Fahrbetrieb ermittelt werden, heißt es weiter. Seit September würden aber für neue Fahrzeugtypen strengere Richtlinien bei den Testverfahren gelten, ab Herbst dann für alle Autos. Die ICCT-Forscher erwarten, dass dies die Diskrepanz zwischen offiziellen und realen Verbrauchswerten etwa halbieren könnten.

+++ 0.55 Uhr: Gouverneur vn Texas meldet 26 Tote nach Massaker in Kirche +++

Bei dem Blutbad in einer Kirche im texanischen Sutherland Springs sind gestern mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Gouverneur des Staates, Greg Abbott, auf einer Pressekonferenz mit.Schießerei Texas 21.20

+++ 0.28 Uhr: Puigdemont unter Auflagen auf freiem Fuß +++

Der von Spanien abgesetzte und mit europäischem Haftbefehl gesuchte katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont ist von der belgischen Justiz unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Der Ermittlungsrichter habe einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel in der Nacht mit. Puigdemont und seine Ex-Minister hatten sich gestern der belgischen Polizei gestellt und waren vorläufig festgenommen worden.Puigdemont soll sich wegen Rebellion verantworten

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