News des Tages: Weihnachtsamnestie: Ex-Manager Thomas Middelhoff ist frei

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.32 Uhr: 14 Tote bei IS-Anschlag auf politische Versammlung in Kabul +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine politische Veranstaltung von Oppositionellen in Afghanistan sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Der Attentäter habe versucht, in das Gebäude in Kabul einzudringen, sei aber bei einer Sicherheitskontrolle gestoppt worden und habe sich dort in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) über ihr Sprachrohr Amaq. Nach Polizeiangaben wurden acht Polizisten und sechs Zivilisten getötet. 18 weitere Menschen seien verletzt worden. In dem Gebäude, einem Hochzeitssaal, hatte eine Versammlung von Anhängern des mächtigen Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Balch, Atta Mohammed Nur, stattgefunden, einem Kritiker des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani und seiner Regierung. Nur soll jedoch nicht anwesend gewesen sein.

+++ 19.14 Uhr: Anne-Frank-Stiftung kauft Wohnhaus der Familie in Amsterdam +++

Zusätzlich zu dem Amsterdamer Versteck von Anne Frank hat der Schweizer Anne-Frank-Fonds nun auch das niederländische Wohnhaus der Familie erworben. Die Stiftung teilte mit, sie wolle das Andenken der weltbekannten jüdischen Tagebuchschreiberin pflegen, die im Vernichtungslager Bergen-Belsen von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Eine Nutzung des bescheidenen Backsteingebäudes als Museum sei bislang nicht geplant. Es sei wichtig für die Stiftung, dass das Haus, in dem Anne Frank in den 30er Jahren lebte, intakt bleibe, erklärte Stiftungssprecherin Annemarie Bekker. Das Gebäude habe einen “ganz besonderen Charakter” und sei “untrennbar” mit Anne Frank verbunden.

Interview Anne Frank 20.30h

+++ 19.08 Uhr: Singapur verhängt hohe Strafen für Handel mit Nordkorea +++

Im Atomstreit mit Nordkorea hat Singapur alle Handelsbeziehungen zu dem ostasiatischen Land gekappt. Seit gut einer Woche dürfen keine Güter mehr zwischen den beiden Ländern gehandelt werden, heißt es in einem Rundschreiben der Zollbehörde des Stadtstaats. Das Verbot betreffe “alle kommerziell gehandelten Güter”, sagte der Chef der Handelsbehörde des Stadtstaats. Händlern, die das Verbot unterlaufen, drohen dem Rundschreiben zufolge eine Geldstrafe von mindestens 100.000 Singapur-Dollar (rund 63.000 Euro), bis zu zwei Jahre Haft oder beides.

+++ 18.02 Uhr: Umstrittener belgischer Atomreaktor bis April vom Netz +++

Der umstrittene belgische Atomreaktor Doel 3 wird voraussichtlich den Winter über vom Netz bleiben. Der Kraftwerksblock werde bis April wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet, teilte der Betreiber Electrabel mit. Die Pannenreaktoren Doel 3 bei Antwerpen und Tihange 2 bei Lüttich stehen seit Jahren in der Kritik. Sie sind besonders umstritten, weil sie feine Risse in den Druckbehältern haben. Der Ruf nach einer Schließung vor allem von Tihange 2 ist besonders in Nordrhein-Westfalen und dem Dreiländereck bei Aachen laut. Die belgische Regierung hält die Reaktoren für sicher.

Belgien Atomreaktoren 10h

+++ 17.59 Uhr: Umfrage in Bayern – Kaum noch Rückhalt für CSU-Chef Seehofer +++

Nur noch 15 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern halten CSU-Chef Horst Seehofer einer Umfrage zufolge für den besten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Laut einer “Bayern-Monitor”-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der “Augsburger Allgemeinen” sind 37,5 Prozent der Befragten der Ansicht, Finanzminister Markus Söder sei besser als Regierungschef geeignet. Bemerkenswerterweise halten aber 44 Prozent der Befragten keinen der beiden CSU-Politiker geeignet für den Posten des Ministerpräsidenten. Auch unter den CSU-Anhängern gibt es der Umfrage zufolge eine deutliche Mehrheit für einen Wechsel: 44 Prozent wünschen sich Söder als Ministerpräsidenten, nur 28 Prozent Seehofer.

+++ 17.32 Uhr: Ex-Top-Manager Thomas Middelhoff ist frei +++

Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff ist wieder auf freiem Fuß. Der 64-Jährige sei nach Verbüßung von knapp zwei Dritteln seiner Strafe aus der Haft entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bochum. Der Manager konnte die Haftanstalt in Bielefeld dank einer Weihnachtsamnestie noch einige Tage früher verlassen als erwartet. Ursprünglich sollte er am 26. November entlassen werden. Begründet wurde die Strafaussetzung mit der guten Sozialprognose des 64-Jährigen. Die Bewährungszeit für den Manager, der in seiner Haftzeit als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel arbeitete, beträgt vier Jahre. Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen wegen Untreue zulasten des ehemaligen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft verurteilt und wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet worden.

Middelhoff Villa_14.45

+++ 17.17 Uhr: Anschlag auf Asylbewerberheim: Zweiter Verdächtiger gefasst +++

Nach dem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Kremmen (Havelland) in der Nacht zum Ostersamstag ist ein zweiter Tatverdächtiger gefasst worden. Der polizeilich bekannte Mann sitze in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft Neuruppin und Polizeidirektion Nord mit. Gegen den 35-Jährigen sei Haftbefehl wegen versuchten Mordes, versuchter schwerer Brandstiftung und Verstoßes gegen das Waffengesetz erlassen worden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, hieß es. Bereits im August war ein 28-Jähriger als dringend tatverdächtig ermittelt worden. Der Mann sitzt bereits in Untersuchungshaft.

+++ 16.07 Uhr: “Jamaika”-Parteien woll Soli schrittweise abbauen +++

Die Jamaika-Parteien haben beim Abbau des Soli-Steuerzuschlages eine Teileinigung erzielt. Das geht aus den Verhandlungsunterlagen hervor, mit denen am Abend die finalen Sondierungsgespräche beginnen sollen. Konkret heißt es darin laut Medienberichten: ”Der Solidaritätszuschlag wird schrittweise abgebaut.” Allerdings sind bislang vorgesehene drei Entlastungs-Etappen zwischen Union, FDP und Grünen weiter umstritten. Konsens zwischen den Parteien ist, dass in einem ersten Schritt Einkommen bis zu einer bestimmten Höhe “mit einem entsprechenden Freibetrag vom Solidaritätszuschlag” freigestellt werden sollen. Die FDP will, dass hier untere und mittlere Einkommen bis 50.000 Euro entlastet werden. Eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags würde den finanziellen Spielraum einer “Jamaika”-Koalition stark einschränken.

+++ 14.51 Uhr: Umfrage: Deutschland hat unter 50 Nationen das beste Image +++

Deutschland hat einer internationalen Umfrage unter Internet-Nutzern zufolge unter 50 Nationen weltweit das beste Image. Zu diesem Ergebnis kommt der jährliche Anholt-GfK Nation Brands Index (NBI), der heute in Nürnberg vorgestellt wurde. Demnach sind die USA von den 50 untersuchten Ländern die einzige Nation, deren Ansehen in diesem Jahr insgesamt gefallen ist. Studienleiter Simon Anholt machte die Politik des vor einem Jahr gewählten Präsidenten Donald Trump für den Imageverlust verantwortlich.

Der Studie des Kommunikationsberaters Anholt und des Marktforschungs- und Consultingunternehmen GfK zufolge schnitt Deutschland im Durchschnitt der sechs Kategorien Export, Regierung, Kultur, Menschen, Tourismus sowie Immigration/Investment am besten ab. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich und Großbritannien. Kanada und Japan nehmen gemeinsam den vierten Platz ein.

+++ 14.18 Uhr: US-Auslandssendern droht in Russland Einstufung als “ausländische Agenten” +++

Im Streit zwischen den USA und Russland über ihre Auslandssender will Moskau offenbar die beiden US-Sender Voice of America und Radio Free Europe/Radio Liberty als “ausländische Agenten” einstufen. Das russische Justizministerium teilte mit, die beiden Sender und einige ihrer Ableger in Russland seien bereits kontaktiert worden. Sie wurden demnach über ihre “mögliche Einstufung als ‘ausländische Agenten’” informiert.

+++ 14.12 Uhr: VW will bis 2025 über zehn Milliarden Euro in saubere Autos in China investieren +++

Volkswagen will in China gemeinsam mit örtlichen Partnern in den kommenden Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in die Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen investieren. Wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte, sollen allein in den kommenden drei Jahren 15 in China produzierte “grüne” Modelle auf den Markt kommen, rund 20 weitere sollen bis 2025 folgen. Insgesamt will VW bis 2025 rund 1,5 Millionen Elektro- und Hybridautos in dem Land absetzen.

Beginnen soll die Produktion von Elektroautos ab 2018 in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer JAC Motors, wie es weiter hieß.

+++ 14.06 Uhr: Argentinische Feuerwehr muss für 490-Kilo-Frau Hauswand einreißen +++

Damit eine 490 Kilogramm schwere Frau ins Krankenhaus gebracht werden konnte, haben Feuerwehrmänner in Argentinien eine Hauswand einreißen müssen. Laut Medienberichten wurde die 32-Jährige samt Bett auf einen LKW gehievt und ins Bezirkskrankenhaus von Rosario rund 350 Kilometer nördlich von Buenos Aires gebracht.

Die 32-Jährige ist laut Lokalpresse bereits seit vielen Jahren stark übergewichtig und hat mittlerweile in großen Teilen ihres Körpers das Gefühl verloren. Wegen ihrer extremen Fettleibigkeit haben sich nun an den Beinen der Frau Tumore gebildet, wie sie der Tageszeitung “Clarin” erzählte.

+++ 14.01 Uhr: Studie – Genmutation lässt viele Amish in den USA zehn Jahre länger leben +++

Wissenschaftler haben bei Mitgliedern der Religionsgemeinschaft der Amish in den USA eine offenbar lebensverlängernde Genmutation entdeckt. Träger einer mutierten Genkopie lebten nach Angaben der im Fachmagazin “Science Advances” veröffentlichten Studie durchschnittlich zehn Jahre länger. “Sie leben nicht nur länger, sie leben gesünder”, erklärte der verantwortliche Studienautor Douglas Vaughan.

Er will nun gemeinsam mit seinen Kollegen von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in den USA und der Tohoku Universität in Japan ein Medikament entwickeln, das den Effekt der Genveränderung imitieren soll. “Es ist eine erstrebenswerte Form der Langlebigkeit.”

+++ 13.56 Uhr: Geplante Majestätsbeleidigung: Zweieinhalb Jahre Haft für zwei Männer +++

Zwei Männer sind in Thailand in Verbindung mit einem Plan zum Verbrennen eines Königsbildes zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Geschäftsmann habe sie dafür engagiert, ein unbestimmtes Objekt anzuzünden, sagte ein Gerichtssprecher. Als die beiden sahen, dass es sich dabei um einen Bogen mit einem lebensgroßen Bild des verstorbenen Königs Bhumibol handelte, wandten sie sich von dem Plan ab. Dennoch verurteilte sie das Gericht im nordthailändischen Khon Kaen wegen Majestätsbeleidigung, organisierter Kriminalität und versuchter Brandstiftung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis.30-Urnenbeisetzung in Bangkok: Thailand beendet Trauerjahr-5629836511001

+++ 13.54 Uhr: Katze war mehrere Tage in Schließfach eingesperrt +++

Eine Katze haben Bundespolizisten aus einem Bahnhofsschließfach in Freiburg befreit. Wie die Polizei mitteilte, war das Fach laut elektronischer Anzeige eine Woche zuvor geschlossen worden. Ein Zugreisender hatte bereits am Mittwoch Katzenlaute aus dem Schließfach gehört und daraufhin die Polizei informiert. Die befreite das Tier und brachte es in ein Tierheim. Dank dem Hinweis einer Bahnhofsmitarbeiterin gelang es, die Besitzerin zu ermitteln. Die laut Polizei verwirrte Frau hatte aber keine Einsicht, dass man ein Lebewesen nicht in ein Schließfach sperren darf. Die 54-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Eine weitere Haltung von Tieren wurde ihr untersagt.

Berlin Wasserrohrbruch

+++ 12.21 Uhr: “Es sieht hier aus wie an der Ostsee” – Wasserrohrbruch in Berlin +++

Nach einem Wasserrohrbruch sind in Berlin-Lichtenberg mehrere Straßen überflutet worden. Eine Straße sackte daraufhin ab – mit ihr ein dort abgestelltes Auto, wie eine Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe (BWB) sagte. Die Feuerwehr bereite die Bergung des etwa zur Hälfte versunkenen Wagens vor. Dafür habe ein Kran angefordert werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Absacken der Straße begründete die BWB-Sprecherin damit, dass Berlin auf Sand gebaut sei – davon sei auch viel auf die Straßen in dem Wohngebiet gespült worden: “Es sieht hier aus wie an der Ostsee.”

+++ 11.35 Uhr: Bestatter soll Berliner Ärzte für Vermittlung von Toten bezahlt haben +++

Bestatter besticht ÄrzteIn Berlin sollen drei Ärzte Angehörige von Verstorbenen gegen Bezahlung an ein Bestattungsunternehmen vermittelt haben. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete, handelt es sich bei den Beschuldigten um Ärzte des Leichenschaudiensts der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Der Bestatter habe ihnen für jeden vermittelten Toten 300 Euro bezahlt. Die Ärzte sollen Hinterbliebene teilweise massiv unter Druck gesetzt haben.

Der RBB beruft sich in seinem Bericht auf Kollegen der Ärzte sowie weitere Zeugen. Interne Anweisungen verbieten demnach den Ärzten des Leichenschaudiensts, Bestattungsunternehmen zu empfehlen. Die drei Beschuldigten sollen monatlich bis zu 3000 Euro in bar für ihre Dienste bekommen haben. Einer der Beschuldigten ist dem Bericht zufolge der AfD-Politiker Dietmar Buchberger. Die Vorwürfe werden dem Bericht zufolge inzwischen von der Berliner Ärztekammer geprüft.

+++ 11.05 Uhr: Tierschmuggler pferchen exotische Vögel in Abflussrohre +++

In Indonesien sind vier mutmaßliche Tierschmuggler gefasst worden, die 125 exotische Vögel in Abflussrohre gepfercht hatten. Nach Behördenangaben hielten die Männer 41 bedrohte Weißhaubenkakadus und 84 Edelpapageien in mit Draht vergitterten Plastikrohren fest. Den Schmugglern drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet rund 6300 Euro.

Die Ermittler gingen davon aus, dass die Männer zu einem groß angelegten Netz von Wilderern gehören. In den indonesischen Urwäldern sind nach Angaben der Tierschutzorganisation Traffic 131 bedrohte Vogelarten heimisch. Weltweit liegt der Inselstaat damit bei der Zahl bedrohter Vogelarten an zweiter Stelle nach Brasilien.

+++ 11.04 Uhr: Mindestens sieben Tote bei Selbstmordanschlag vor Hochzeitssaal in Kabul +++

Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Hochzeitssaal in Kabul sind nach Polizeiangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Der Attentäter habe versucht, in das Gebäude in der afghanischen Hauptstadt einzudringen, sei aber bei einer Sicherheitskontrolle gestoppt worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Opfern seien auch mehrere Polizisten.

+++ 10.46 Uhr: Nach Putsch in Simbabwe: Opposition fordert Übergangsregierung +++

Putsch in Simbabwe? 6.48Nach dem Militärputsch in Simbabwe hat die Opposition eine schnelle Rückkehr zu einer zivilen Regierung gefordert. Die Oppositionspartei des ehemaligen Vizepräsidenten Morgan Tsvangirai unterstütze das Vorgehen der Streitkräfte, sagte der Generalsekretär der MDC-T, Douglas Mwonzora. Allerdings sei eine Übergangsregierung derzeit der beste Weg. Das Militär äußerte sich  zunächst nicht zum weiteren Vorgehen. Auf den Straßen der Hauptstadt Harare herrschte weitgehend eine angespannte Ruhe.

+++ 10.10 Uhr: Deutsches Filmfest für Schwule und Lesben in Türkei verboten +++

Die türkischen Behörden haben die von der deutschen Botschaft in Ankara mit organisierten Schwulen-, Lesben- und Transgender-Filmtage verboten. Die zweitägige Veranstaltung, heute in der Hauptstadt beginnen sollte, könnte unter anderem wegen “gesellschaftlicher Sensibilität” Provokationen und Reaktionen hervorrufen, teilte das Gouverneursamt schon am Vortag mit. In der Erklärung ist zudem die Rede von einer nicht genauer definierten Terrorgefahr. 

+++ 9.27 Uhr: Große Schäden nach Sturm in Griechenland – und noch keine Entwarnung +++

Der seit Tagen am Mittelmeer tobende Sturm hat in Griechenland nach offiziellen Angaben Schäden in Milliarden-Höhe angerichtet. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden ganze Abschnitte der Küstenstraße im Westen Athens in Richtung der Hafenstadt Korinth weggespült. Meteorologen sprachen von einem “Medicane” (Mediterraner Hurrikan) als eine Art Sturmtief, wie man es aus den Tropen kennt. Es sei weiterhin mit schweren Regenfällen und Überschwemmungen zu rechnen, warnte der Zivilschutz in Griechenland.15-Mindestens zehn Tote bei Unwettern in Griechenland-5647571987001

+++ 9.01 Uhr: Ministerpräsident Weil: Große Koalition in Niedersachsen steht +++

Die große Koalition in Niedersachsen ist perfekt. “Wir sind durch, wir machen jetzt nur noch abschließende Korrekturarbeiten”, sagte Ministerpräsident und SPD-Landeschef Stephan Weil in Hannover. Damit sei klar, dass Niedersachsen jetzt eine neue Regierung aus SPD und CDU bekomme.

+++ 7.35 Uhr: Mindestens 18 Tote nach Selbstmordanschlägen im Nordosten Nigerias +++

Bei vier Selbstmordanschlägen im Nordosten Nigerias sind die Attentäter und mindestens 14 weitere Menschen ums Leben gekommen. Zwei Frauen und zwei Männer sprengten sich gestern Abend im Ort Konduga südöstlich der Stadt Maiduguri in die Luft, wie die Behörden im Bundesstaat Borno erklärten. Mindestens 29 Menschen seien teils schwer verletzt worden. Hinter den Anschlägen wurde die radikalislamistische Terrororganisation Boko Haram vermutet. 

+++ 7.01 Uhr: Elf Tote beim Absturz eines Safari-Flugzeugs in Tansania +++

Beim Absturz eines Safari-Flugzeugs in Tansania sind elf Menschen ums Leben gekommen. Die einmotorige Cessna Caravan mit einem Piloten und zehn Passagieren an Bord sei in der Nähe des für Wildtiere berühmten Ngorongoro-Kraters im Norden des Landes abgestürzt, teilte die Fluglinie Coastal Aviation mit. Die Ursache des Absturzes wurde nicht genannt. Informationen zu den Opfern würden bekanntgegeben, nachdem die Angehörigen informiert worden seien, hieß es.

 +++ 6.43 Uhr: 700 Kilogramm Kokain in Jacht an Australiens Küste aufgespürt +++

Kokain Plastikrohre Peru_11.10In einer Jacht an der Ostküste Australiens hat die Polizei 700 Kilogramm Kokain entdeckt. Drei Männer seien unter dem Verdacht des Drogenschmuggels festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Das Kokain im Marktwert von 245 Millionen Australischen Dollar (etwa 157 Millionen Euro) hatte sich im Rumpf des Schiffes befunden. Der Import illegaler Drogen kann in Australien mit bis zu lebenslanger Haft geahndet werden. Unklar war zunächst, woher das Kokain stammte. 

+++ 5.31 Uhr: Polen kündigt Hilfen für polnische Obdachlose in Berlin an +++

Polens Regierung will sich stärker an der Versorgung von in Berlin gestrandeten polnischen Obdachlosen beteiligen. “Im kommenden Jahr werden mit Hilfe polnischer Gelder Sozialarbeiter in Berlin Polen in Not aufsuchen und sie beraten”, sagte der Presseattaché der polnischen Botschaft, Dariusz Pawlos, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. “Sie sollen mit den Obdachlosen reden und Hilfen oder eine Heimfahrt vermitteln.”

Die Berliner Behörden und Hilfsorganisationen sind mit der Versorgung der wachsenden Zahl von Obdachlosen überfordert. Viele der vor allem männlichen Obdachlosen stammen aus östlichen EU-Staaten.

 +++ 4.44 Uhr: Vierter Atommülltransport auf dem Neckar unterwegs +++

Auf dem Neckar in Baden-Württemberg ist erneut ein Atommülltransport mit hochradioaktiven Brennelementen unterwegs. Ein mit drei Castoren beladener Schubverband habe gegen 2 Uhr heute Morgen im stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim abgelegt und fahre nun in das Zwischenlager am Meiler Neckarwestheim, teilte der Energiekonzern EnBW in Karlsruhe mit.

In den Castorbehältern befinden sich verbrauchte Brennelemente aus dem früheren Kernkraftwerk Obrigheim. Es ist bereits der vierte Atommülltransport zwischen den beiden Kraftwerksstandorten Neckarwestheim und Obrigheim. Schon im Juni, September und Oktober hatte es drei Transporte gegeben. 

+++ 4.04 Uhr: Berüchtigter US-Mörder Manson schwer krank in Klinik +++

Der berüchtigte US-Sektengründer und verurteilte Mörder Charles Manson ist nach US-Medieninformationen schwer krank. Wie die Webseite TMZ meldete, wurde der 83-Jährige, der 1969 den Mord an der Schauspielerin Sharon Tate in Auftrag gegeben hatte, in ein Krankenhaus im kalifornischen Bakersfield eingeliefert. Sein Gesundheitszustand verschlechtere sich, TMZ zitierte eine Quelle mit den Worten: “Das wird nicht mehr.”

Manson sitzt seit mehr als 40 Jahren im Gefängnis und gilt als einer der berühmtesten Häftlinge der USA. Seine zahlreichen Gnadengesuche wurden stets abgelehnt. Der Anführer der von ihm gegründeten “Manson Family” war 1971 zusammen mit vier seiner Anhänger wegen der Ermordung von sieben Menschen zunächst zum Tode, später dann zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

 +++ 2.31 Uhr: Schiffbrüchige Nordkoreaner vor Japan gerettet +++

Vor der Küste Japans sind drei schiffbrüchige Nordkoreaner von der Küstenwache gerettet worden. Die drei Männer hatten sich an einem schon halb gesunkenen Holzboot festgehalten, als sie von einem Militärflugzeug aus vor der Küste der Noto-Halbinsel gesichtet wurden, berichtete die Agentur Kyodo News. Die Geretteten berichteten später, sie seien mit 13 weiteren Männern auf einem Fischerboot auf dem Weg zurück nach Nordkorea gewesen. Was mit ihrem Fischerboot geschah, ging aus den Berichten nicht hervor. 

+++ 2.01 Uhr: Da Vinci-Gemälde in New York für 450 Millionen Dollar versteigert +++

Das nach Angaben des Auktionshauses Christie’s letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz ist am Mittwoch (Ortszeit) in New York für 450 Millionen Dollar (etwa 383,6 Millionen Euro) versteigert worden. Laut Christie’s ist dies damit das teuerste jemals auf der Welt versteigerte Kunstwerk. 16-Gemälde von da Vinci für Rekordpreis versteigert-5648445482001

+++ 1.14 Uhr: IS-Terroristen planten Anschläge mit ferngesteuerten Autos +++

Eine Gruppe deutscher IS-Terroristen soll Zeitungsberichten zufolge Sprengstoffanschläge mit ferngesteuerten Autos geplant haben – auch in Deutschland. Das gehe aus Ermittlungsakten vor, schreiben der “Kölner Stadt-Anzeiger” und der Kölner “Express”. Es handele sich um eine Gruppe deutscher Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) um die Brüder Ömer und Yusuf D. aus Herne. Sie sollen bei US-Luftangriffen getötet worden sein. 

 +++ 1.06 Uhr: Polizei in Erfurt schießt auf flüchtende Männer – ein Verletzter +++

Bei einem Polizeieinsatz am Erfurter Hauptbahnhof haben Beamte auf zwei flüchtige deutsche Männer geschossen und einen von ihnen verletzt. Es bestand laut Polizei aber keine Lebensgefahr. Wie ein Sprecher der Landespolizei am gestern Abend berichtete, wurden insgesamt vier Männer festgenommen.

Der geplante Zugriff von Spezialeinsatzkräften aus Hessen habe keinen Bezug zu Terrorismus, sondern zu allgemeiner Kriminalität. Mehr wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. 

+++ 0.57 Uhr: Kubicki: “Es zieht gerade ein Hurrikan auf über Jamaika”

CDU, CSU, FDP und Grüne kommen bei den Sondierungen über eine Jamaika-Koalition kaum vom Fleck. In der Nacht beendeten die vier Parteien Gesprächsrunden zu den Themen Steuern und Finanzen sowie Klima- und Energiepolitik ohne Durchbruch. Auch bei Verkehr und Migration bleiben große Differenzen. Die Zeit für Kompromisse läuft ab: Heute ist offiziell die letzten Sondierungsrunde angesetzt, die sich bis in die kommende Nacht ziehen dürfte.

Es zieht gerade ein Hurrikan auf über Jamaika”, sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki nach den Gesprächen in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. “Es ist fast alles wieder streitig.” Auf die Frage, ob am Donnerstag eine Einigung möglich sei, antwortete er: “Die Frage kann ich nicht beantworten.” Etwas zuversichtlicher klang FDP-Chef Christian Lindner, der von Fortschritten in der Finanzpolitik sprach. 16-Massive Differenzen vor letztem Jamaika-Sondierungstag-5648446152001

+++ 0.25 Uhr: UN-Chef ruft nach Militärputsch in Simbabwe zu Zurückhaltung auf +++

Nach dem Militärputsch in Simbabwe hat UN-Generalsekretär António Guterres alle Beteiligten zu “Ruhe, Gewaltfreiheit und Zurückhaltung” aufgerufen. “Die Bewahrung der Grundrechte, inklusive der Rede- und Versammlungsfreiheit, ist von grundlegender Bedeutung”, sagte sein Sprecher Farhan Haq in New York. Guterres beobachte die Situation und betone die Bedeutung der Lösung politischer Differenzen durch friedliche Mittel und Dialog. In Simbabwe hatte zuvor das Militär mit einem Putsch die Macht übernommen, der 93-jährige Langzeitpräsident Robert Mugabe wurde unter Hausarrest gestellt.

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