News des Tages: NSU-Prozess: Witwe von Mordopfer beklagt vor Gericht unzureichende Aufklärung

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.37 Uhr: UN-Tribunal verkündet Urteil gegen bosnisch-serbischen Militärchef Mladic +++

Mehr als sechs Jahre nach der Festnahme von Ratko Mladic verkündet das UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien am Mittwoch das Urteil gegen den ehemaligen bosnisch-serbischen Militärchef. Der 74-Jährige ist unter anderem wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Kriegs zwischen 1992 und 1995 angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft, die Verteidigung Freispruch. Mladic wird insbesondere eine Verantwortung für das Massaker im ostbosnischen Srebrenica zur Last gelegt.

+++ 19.24 Uhr: Erfolglose Suche nach verschollenem argentinischen U-Boot +++

Drama im Südatlantik: Die Chancen auf Rettung der 44 Besatzungsmitglieder des seit einer Woche verschollenen argentinischen U-Boots “ARA San Juan” werden mit jeder Stunde geringer. Nach den Berechnungen von Marine-Experten verbleibt den Matrosen noch Sauerstoff bis spätestens Mittwoch, sollten sie noch an unbekannter Stelle unter Wasser auf Hilfe hoffen.

Im argentinischen U-Boot-Stützpunkt Mar del Plata warten unterdessen die Angehörigen der Besatzungsmitglieder weiterhin auf ein Lebenszeichen ihrer Söhne, Lebensgefährten oder Geschwister. Der Kapitän hatte am Mittwoch vergangener Woche eine Batterien-Panne gemeldet, die jedoch bewältigt wurde. Danach erhielt er Befehl, Kurs auf den Heimathafen Mar del Plata zu nehmen. Seitdem fehlt jegliches Zeichen des in Emden gebauten U-Boots der argentinischen Kriegsmarine. Argentinien U-Boot 1420

+++ 19.12 Uhr: Witwe von NSU-Mordopfer beklagt vor Gericht unzureichende Aufklärung +++

Die Witwe eines NSU-Mordopfers hat in einem emotionalen Plädoyer vor dem Oberlandesgericht München eine unzureichende Aufklärung der Verbrechen beklagt. “Hier im Prozess sind meine Fragen nicht beantwortet worden”, sagte Elif Kubasik, die Frau des vom “Nationalsozialistischen Untergrund” ermordeten Kioskbetreibers Mehmet Kubasik.

“Warum Mehmet? Warum ein Mord in Dortmund? Gab es Helfer in Dortmund?”, fragte sie laut Übersetzung. Unklar sei auch, was der Staat über den NSU gewusst habe. Insofern habe Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Versprechen einer umfassenden Aufklärung aus dem Jahr 2012 nicht gehalten.

Kubasik griff die Hauptangeklagte Beate Zschäpe direkt an: Es sei schwer für sie, deren Anblick auszuhalten. Deren Aussage sei “einfach ekelhaft” gewesen. “Es ist alles Lüge, was sie sagte.” Auch die Form, wie sich Zschäpe entschuldigt habe, sei verletzend und beleidigend gewesen. “Ich hatte das Gefühl, sie macht sich lustig über uns”, sagte Kubasik laut Übersetzung.

Es war das erste Mal seit Jahren, dass im NSU-Prozess wieder eine Angehörige von NSU-Opfern persönlich das Wort ergriff. Auch ihre Tochter wollte noch im Prozess sprechen.

+++ 17.26 Uhr: Dänische Polizei findet Arm – Zusammenhang mit U-Boot-Mordfall? +++

Bei einer Suchaktion haben Taucher der dänischen Polizei einen menschlichen Arm entdeckt. Die Polizei Kopenhagen geht davon aus, dass das in der Køge-Bucht gefundene Leichenteil im Zusammenhang mit dem Tod einer Journalistin und dem mordverdächtigen U-Boot-Bauer Peter Madsen steht.

“Wir haben noch nicht festgestellt ob es ein rechter oder linker Arm ist und zu wem er gehört”, sagte Polizeisprecher Jens Møller Jensen, einer Mitteilung der Polizei Kopenhagen zufolge. “Aber wir nehmen an, dass er von dem U-Boot-Fall stammt.”

Madsen wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall im Sommer an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Er selbst spricht von einem Unfall. Die Leiche der jungen Frau wurde – zerstückelt und mit mehreren Messerstichen im Unterleib – im Meer gefunden. Der Prozess soll am 8. März beginnen.

+++ 17 Uhr: Simbabwes Präsident Mugabe tritt zurück +++teaser

Nach fast vier Jahrzehnten an der Macht ist Simbabwes Staatschef Robert Mugabe zurückgetreten. Parlamentspräsident Jacob Mudenda verlas vor den Abgeordneten des Landes das Rücktrittsschreiben Mugabes. Der 93-Jährige war von seinen Kritikern zum Rücktritt gedrängt worden.  

Das Militär hatte Mugabe am vergangenen Mittwoch unter Hausarrest gestellt, nachdem dieser seinen Stellvertreter Emmerson Mnangagwa entlassen hatte, um seine Frau Grace zu seiner designierten Nachfolgerin zu machen. Die Regierungspartei Zanu-PF hatte dem greisen Staatschef eine Frist bis Montag gesetzt, freiwillig zurückzutreten. Diese hatte Mugabe verstreichen lassen.

Mugabe hatte das ehemalige Rhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien geführt. Er war zunächst Regierungschef, bevor er 1987 Präsident wurde. Seine Gegner werfen ihm einen autoritären Regierungsstil vor und machen ihn für Misswirtschaft verantwortlich.

+++ 16.05 Uhr: Fünf Glocken mit NS-Inschriften in der Pfalz entdeckt +++

Die Evangelische Kirche in der Pfalz hat nach einer Suche fünf Glocken aus der NS-Zeit mit teils problematischen Inschriften gefunden. Das sagte Oberkirchenrat Michael Gärtner am Dienstag in Speyer. Weil Menschen unterschiedlich darauf reagierten und manche sie für unerträglich hielten, sei es aus Sicht des Landeskirchenrates das Klügste, die Glocken abzunehmen und an einem Ort auszustellen, der möglichst nichts mit der Gemeinde zu tun haben solle. Die Landeskirche hatte eine Sachverständige mit der Suche beauftragt, nachdem eine Glocke mit NS-Inschrift im pfälzischen Herxheim am Berg über die Landesgrenzen hinaus für Diskussionen gesorgt hatte. Der 1934 installierte Klangkörper trägt ein Hakenkreuz und die Inschrift “Alles fuer’s Vaterland Adolf Hitler”. Glocken mit NS-relevanten Texten hängen auch im südpfälzischen Essingen, in Mehlingen bei Kaiserslautern, im saarländischen Homburg-Beeden sowie in Pirmasens-Winzeln. In den Inschriften finden sich unter anderem die Worte Drittes Reich, Saarbefreiung 1935 und nationale Erhebung 1933.

+++ 15.30 Uhr: Drei Tage im falschen Hotel – Gast muss entschädigt werden +++

Urlauber haben Anspruch auf Entschädigung, wenn sie einige Tage im falschen Hotel untergebracht waren. Das entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe (X ZR 111/16). Im vorliegenden Fall war eine Familie aus dem baden-württembergischen Crailsheim bei ihrem Antalya-Urlaub vor gut zweineinhalb Jahren wegen Überbelegung für drei Tage in einem anderen Hotel einquartiert worden. Das Hotel war nach Angaben ihres Anwaltes unfertig, das Zimmer hatte nicht den versprochenen Meerblick und war – nach Feststellung des Berufungsgerichts – in einem ekelerregenden Zustand. Zwar war in dem ursprünglich gewählten Hotel später alles in Ordnung. Die drei Tage hätten den Elf-Tage-Urlaub der Familie aber beeinträchtigt, so der BGH. Die Familie stehe deshalb eine Entschädigung in Höhe von 600 Euro zu.

+++ 14.03 Uhr: Archäologen machen Fund aus der Bronzezeit +++

Archäologen haben an der geplanten Bahntrasse zum Fehmarnbelt-Tunnel eine spektakuläre Entdeckung gemacht. Bei den bei Oldenburg gefundenen Pfahlresten handele es sich vermutlich um eine Steganlage aus der Bronzezeit, sagte Erich Halbwidl vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein am Dienstag. Die Bronzezeit umfasst den Zeitraum zwischen 1800 und 550 vor Christus. Wegen der unerwartet ergiebigen Funde wollen die Archäologen ihre Erkundungen über das geplante Maß hinaus ausweiten. Die Grabungen, die bereits im Juli 2016 begannen, stehen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der Bahnanbindung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark.

+++ 13.55 Uhr: Fifa sperrt drei Funktionäre wegen Bestechung und Korruption +++

Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands Fifa hat drei Funktionäre wegen Bestechung und Korruption lebenslang gesperrt. Dabei handelt es sich um Richard Lai, den Ex-Präsidenten des Fußballverbandes der Pazifikinsel Guam, Julio Rocha, den ehemaligen Verbandschef in Nicaragua, und Rafael Esquivel, den früheren Präsidenten des venezolanischen Verbandes. Die Sperre gilt für alle fußballbezogenen Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene, wie die Fifa mitteilte.U-Boot bleibt verschollen

+++ 13.30 Uhr: Fabrikeinsturz in Indien – Mindestens zwölf Tote +++

Nach dem Einsturz einer Plastikfabrik in Nordindien sind die Leichen von zwölf Menschen geborgen worden. Es wurde befürchtet, dass noch weitere Opfer unter den Trümmern liegen, wie ein Bezirkssprecher auf Nachfrage mitteilte. In der Fabrik in der Millionenstadt Ludhiana nahe der pakistanischen Grenze war gestern zunächst ein Feuer ausgebrochen. Während die Feuerwehr die Flammen zu löschen versuchte, stürzte das Gebäude ein. Unter den Toten war mindestens ein Feuerwehrmann. Zwei Menschen wurden verletzt geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Vermutlich habe eine Explosion von Chemikalien in dem Gebäude den Einsturz verursacht, sagte der Sprecher. Die Polizei erstatte Anzeige wegen Fahrlässigkeit gegen den Fabrikbesitzer.

+++ 13.27 Uhr: Dieses Jahr bereits mehr 900 Cholera-Tote im Kongo +++

Eine Cholera-Epidemie im Kongo breitet sich anhaltend rasch aus. Seit Jahresbeginn steckten sich knapp 46.000 Menschen an, mindestens 918 Menschen kamen in Folge der schweren Durchfallerkrankung ums Leben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Vor einem Monat hatten Helfer noch von rund 700 Toten gesprochen. Schwer betroffen von der Cholera-Epidemie sei auch die zentrale Krisenregion Kasai, erklärte das Ministerium.

+++ 13.17 Uhr: Keine Windräder auf Weltkriegs-Schlachtfeld +++

Windräder auf einem Weltkriegs-Schlachtfeld: Auf diesen Plan hat der französische Energiekonzern Engie nach Protesten verzichtet. Die Gruppe räumte in Paris ein, das Vorhaben habe für “Aufregung in Australien” gesorgt. Unter dem Feld im nordfranzösischen Bullecourt, wo die Windräder aufgestellt werden sollten, befindet sich ein Massengrab australischer, deutscher und britischer Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg.

+++ 12.07 Uhr: Anti-Rerror-Razzia: Anschlag auf Essener Weihnachtsmarkt geplant? +++

Bei Razzien hat die Polizei am Morgen in mehreren Städten Deutschlands sechs Syrer wegen Terrorverdachts festgenommen. Offenbar hat die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) einen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant. Das berichtet unter anderem die “Hessenschau” und bezieht sich auf Ermittlerkreise. Eine offizielle Bestätigung gab es bisher nicht. Die Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren sollen als Mitglieder der Terrororganisation IS einen Anschlag in Deutschland geplant haben. 

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte indes in Frankfurt, dass es bislang keine Anhaltspunkte, wie konkret Anschlagsvorbereitungen getroffen wurden und wo möglicherweise ein Anschlag verübt werden sollte, gebe. Die Festnahmen seien in einem “frühen Stadium” erfolgt, nun müssten erst die sichergestellten Datenspeicher, Laptops und Mobiltelefone ausgewertet werden.

+++ 11.56 Uhr: US-Polizist wegen Schüssen auf fahrendes Auto zu fünf Jahren Haft verurteilt +++

In Chicago ist ein Polizist zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er auf ein fahrendes Auto gefeuert und dabei zwei jugendliche Insassen verletzt hatte. Laut dem Urteilsspruch vom Montag (Ortszeit) feuerte der Polizist Marco Proano bei dem Vorfall im Jahr 2013 insgesamt 16 Schüsse auf den Wagen ab. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis beantragt.

+++ 11.43 Uhr: Online-Chef von “Cumhuriyet” zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt +++

Cumhurriyet-Prouess beginnt 7.29Der Chefredakteur des Online-Auftritts der regierungskritischen türkischen Zeitung “Cumhuriyet” ist wegen Terrorpropaganda zu drei Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Gericht in Istanbul befand Oguz Güven für schuldig, Propaganda für die Gülen-Bewegung gemacht und Erklärungen von Terrororganisationen veröffentlicht zu haben, wie die “Cumhuriyet” berichtete. Güven saß wegen des Verfahrens im Juni rund einen Monat in Untersuchungshaft.

Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation.

+++ 11.37 Uhr: Japanerin soll Babyleichen in mit Beton gefüllten Eimern aufbewahrt haben +++

Makaberes Missverständnis um Babyleichen 8.53In Japan ist eine Frau festgenommen worden, die vier ihrer Babys in mit Beton gefüllten Eimern in ihrer Wohnung aufbewahrt haben soll. Die 53-Jährige stellte sich gestern der Polizei in der Stadt Osaka und gestand, heute wurde sie festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Fälle liegen bereits mindestens zehn Jahre zurück: Nach eigenen Angaben brachte sie die Kinder zwischen 1992 und 1997 zur Welt. Nach Berichten des Senders NHK hatte die Verdächtige Angst, nicht für ihre Kinder sorgen zu können.

Ermittler fanden vier mit Beton gefüllte Eimer in der Wohnung der Frau. Bei deren Durchleuchtung wurden demnach Hinweise auf mögliche Überrest von Kindern gefunden, wie die Zeitung “Asahi Shimbun” berichtete. Die Vernehmung der Frau, die mit ihrem Sohn zusammen lebt, dauerten an. 

+++ 11.17 Uhr: Studie: Rucksacktouristen werden in Australien oft ausgebeutet +++

Tausende junge Reisende nutzen in Australien jedes Jahr das sogenannte Working-Holiday-Visum, um den fünften Kontinent zu erkunden und nebenher zu jobben. Doch knapp ein Drittel solcher Rucksacktouristen und internationaler Studenten erhalten laut einer heute veröffentlichten Studie zweier Universitäten in Sydney nur rund die Hälfte des Mindestlohns für Gelegenheitsarbeiter. Sie mussten sich demnach mit 12 australischen Dollars (rund 7,75 Euro) oder weniger pro Stunde begnügen. Die australischen Mindestlöhne sind im internationalen Vergleich sehr hoch.

+++ 10.34 Uhr: Mindestens 50 Tote bei Selbstmordanschlag in Nigeria +++

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias sind mindestens 50 Menschen getötet worden. Mehrere Menschen seien verletzt worden, sagte Polizeisprecher Othman Abubakar der Nachrichtenagentur AFP. Der Selbstmordattentäter habe sich während des Morgengebets inmitten von Gläubigen in einer Moschee in der Stadt Mubi in die Luft gesprengt.

+++ 10.27 Uhr: Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder in mehreren Bundesländern festgenommen +++

Bei einer Großrazzia in mehreren Bundesländern sind sechs mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Sie würden verdächtigt, “einen Anschlag mit Waffen oder Sprengstoff auf ein öffentliches Ziel in Deutschland vorbereitet zu haben”, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Die Anschlagsplanung soll aber noch nicht abgeschlossen gewesen sein.

+++ 10.24 Uhr: Teenager in Nigeria sprengt sich in die Luft: Mindestens 15 Tote +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee im Nordosten Nigerias sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter sei ein Teenager gewesen, sagte Polizeisprecher Othman Abubakar. Mindestens 20 weitere Menschen seien bei dem Anschlag im Ort Mubi im Bundesstaat Adamawa während des Morgengebets verletzt worden. Der Anschlag trug die Handschrift der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten sind im Nordosten Nigerias und angrenzenden Gebieten mindestens 20 000 Menschen getötet worden.

+++ 9.29 Uhr: Besucher aus anderem Sonnensystem verblüfft Astronomen +++

Ein unerwarteter Besucher aus den Tiefen des Alls begeistert Weltraumforscher: Zum ersten Mal haben Astronomen den Durchflug eines Asteroiden aus einem anderen Sonnensystem beobachtet. Der 400 Meter lange Brocken war Millionen Jahre durchs Weltall zu uns unterwegs und verblüfft die Wissenschaftler mit seiner ungewöhnlichen Form: Er ist rund zehn Mal so lang wie breit – anders als alle Asteroiden aus unserem eigenen Sonnensystem, die bislang beobachtet worden sind. Ein Team um Karen Meech von der Universität von Hawaii in Honululu beschreibt den fremdartigen Besucher im britischen Fachblatt “Nature”. ”Dieses Ding ist sehr merkwürdig”, betonte Meech in einer Mitteilung ihrer Hochschule. Der Brocken war am 19. Oktober mit dem Pan-Starrs1-Teleskop auf Hawaii entdeckt worden.

+++ 8.51 Uhr: Zahl der Toten nach Überschwemmungen in Griechenland steigt auf 21 +++

Griechenland: Sturm verursacht MillionenschadenDie Zahl der Todesopfer nach den massiven Überschwemmungen in Griechenland ist auf 21 gestiegen. Ein Mann sei mit Schlamm bedeckt in einer Garage in der Ortschaft Mandra gefunden worden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ein anderer Mann werde noch vermisst.

+++ 8.15 Uhr: Pisa-Studie: Deutsche Schüler schneiden bei Teamarbeit gut ab +++

Mit anderen zusammenarbeiten, Schwierigkeiten überwinden und Lösungen finden: Neuntklässler in Deutschland können komplexe Probleme gut im Team lösen. Im internationalen Vergleich zeigen 15-jährige Schüler bei den Sozialkompetenzen hierzulande bessere Leistungen als in vielen anderen OECD-Ländern, wie eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Berlin veröffentlichte Pisa-Erhebung zeigt.

Es handelt sich demnach um die erste große internationale Analyse, die untersucht, wie gut Neuntklässler im Team zusammenarbeiten können. Basis ist die Pisa-Studie von 2015. In 32 OECD-Staaten wurde ein Teil der Schüler damals erstmals zusätzlich auf Kompetenzen beim Problemlösen getestet. Insgesamt nahmen 125.000 Schüler teil, rund 1900 davon in Deutschland.

+++ 8.12 Uhr: Simbabwes Ex-Vize-Präsident Mnangagwa fordert Mugabe zum Rücktritt auf +++

Der entlassene Vize-Präsident von Simbabwe, Emmerson Mnangagwa, hat Staatschef Robert Mugabe zum Rücktritt aufgefordert. Dieser Schritt würde es dem Land ermöglichen, “voranzukommen”, erklärte Mnangagwa. Mnangagwa erklärte weiter, er werde nicht nach Simbabwe zurückkehren, solange seine “Sicherheit nicht gewährleistet” sei.

+++ 7.48 Uhr: Sängerin und Schauspielerin Della Reese mit 86 gestorben +++

Im Alter von 86 Jahren ist die US-Schauspielerin und Jazzsängerin Della Reese gestorben. Wie das US-Promi-Portal “People.com” und andere US-Medien am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf ihre Familie berichtete, starb Reese am Sonntagabend in Kalifornien. International bekanntgeworden war sie in den 1990er Jahren als Engel Tess in der TV-Serie “Ein Hauch von Himmel”. Der TV-Sender CBS würdigte Reese als “vieltalentierte, ausgezeichnete Künstlerin, die hell leuchtete in Tonstudios und in Konzertsälen”.

+++ 6.56 Uhr: Putin: Militäreinsatz in Syrien nähert sich dem Ende +++

Der russische Präsident Wladimir Putin geht von einem baldigen Ende des Militäreinsatzes in Syrien aus. “Der Militäreinsatz kommt jetzt tatsächlich zu einem Ende”, sagte Putin laut Kreml bei einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Sotschi, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Nun gehe es darum, politische Prozesse einzuleiten.

+++ 4.01 Uhr: Chinesischer Bürgerrechtsanwalt zu zwei Jahren Haft verurteilt +++

Der bekannte chinesische Bürgerrechtsanwalt Jiang Tianyong ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Das Mittlere Volksgericht in Changsha in der Provinz Hunan befand den 46-Jährigen der “Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt” für schuldig. In der Verhandlung vor drei Monaten hatte Jiang Tianyong ein Geständnis abgegeben, doch sprachen Menschenrechtler von einem erzwungenen Schuldbekenntnis.

+++ 2.35 Uhr: USA beenden Schutzstatus für rund 58.000 Haitianer +++

Die USA haben den Schutzstatus für rund 58.000 Haitianer beendet, der ihnen nach dem schweren Erdbeben 2010 zuerkannt wurde. Nach eingehender Überprüfung sei es zu dem Schluss gekommen, dass die “außergewöhnlichen und vorübergehenden Verhältnisse” nicht mehr gegeben seien, die zu den vorläufigen Aufenthaltsgenehmigungen geführt hätten, erklärte das US-Heimatschutzministerium. Die Entscheidung tritt demnach in 18 Monaten in Kraft.

+++ 2.17 Uhr: Zweistöckiges Haus in Berlin-Spandau komplett eingestürzt +++

In Berlin-Spandau ist ein zweistöckiges Einfamilienhaus am Montagabend komplett eingestürzt, dabei wurde ein Kind nach Angaben der Feuerwehr lebensgefährlich verletzt. Seine Eltern kamen laut einem Polizeisprecher mit leichten Verletzungen davon, ein weiteres Kind blieb unverletzt. Von dem Haus blieb nur noch ein Trümmerhaufen übrig.

Die Feuerwehr war mit 75 Einsatzkräften sowie mit Rettungshunden vor Ort. Was zu dem Einsturz führte, war auch Stunden später unklar. Medienberichte von einer Gasexplosion wurden von der Polizei zunächst nicht bestätigt.

+++ 2.12 Uhr: Im Südatlantik empfangenes Geräusch nicht von verschollenem U-Boot +++

Ein Geräusch, das Rettungsschiffe gestern im Südatlantik empfangen hatten, ist doch nicht von dem seit Mittwoch verschollenen argentinischen U-Boot abgegeben worden. Dies erklärte der Marinesprecher Enrique Balbi am Montagabend (Ortszeit) in Buenos Aires. “Das Geräusch entstammt nicht von einem U-Boot, es könnte biologischen Ursprungs sein”, sagte Balbi, nachdem eine Aufzeichnung des Geräuschs mit einer speziellen Software untersucht worden war. Die Gegend werde aber noch sicherheitshalber von zwei Schiffen intensiv durchkämmt, auf der Suche nach dem U-Boot “ARA San Juan” mit 44 Menschen an Bord.20-Verschollenes U-Boot: Lebenszeichen lässt Familien und Marine weiter hoffen-5652340540001

+++ 2.04 Uhr: FIFA-Korruptionsskandal: Offenbar Spitznamen bei illegalen Zahlungen +++

Die Zahlungen von mutmaßlichen Schmiergeldern an ehemalige Fußball-Funktionäre für die Vergabe von Fernsehrechten liefen offenbar nach einem ausgeklügelten System ab. Im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal sagte der frühere Mitarbeiter einer argentinischen Sportmarketingfirma, Santiago Pena, am Montag in New York nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, dass die Funktionäre dabei Fantasienamen erhalten hätten. Diese hätten auf Namen bekannter Automarken und -herstellern beruht. 

+++ 1.08 Uhr: Weitere Gespräche über Versöhnung von Hamas und Fatah +++

Ägypten lädt heute alle palästinensischen Fraktionen zu weiteren Gesprächen über die Versöhnung von Hamas und Fatah nach Kairo ein. Diverse Punkte sind noch offen, unter anderem die Frage nach der Entwaffnung der radikalislamischen Hamas. Die Hamas hält am bewaffneten Kampf gegen Israel fest. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der Fatah fordert dagegen die Abgabe der Waffen.

Die beiden größten Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas hatten am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen vereinbart. Ziel ist eine einheitliche Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland.

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