News des Tages: Vorwurf der Gruppenvergewaltigung – Fußballer Robinho zu neun Jahren Haft verurteilt

+++ Alle Informationen zur Lage nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen lesen Sie hier im Jamaika-Ticker. +++

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 22.55 Uhr: Ermittler: Airbus-Chef Enders zu “Kasachgate”-Affäre als Zeuge gehört +++

In der in Frankreich “Kasachgate” genannten Affäre haben die Ermittler den Chef des europäischen Flugzeugbauers Airbus, Tom Enders, als Zeugen vernommen. Gleichfalls im Oktober befragte die Polizei zwei ranghohe Airbus-Mitarbeiter sowie die Anwältin und ehemalige französische Ministerin Noëlle Lenoir, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Die französische Justiz ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung ausländischer Beamter und Geldwäsche. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein zur Zeit der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy im Oktober 2010 von Frankreich und Kasachstan angekündigtes Geschäft im Umfang von zwei Milliarden Euro. Es besteht auch der Verdacht, dass die Regierung des in zahlreiche Korruptionsverfahren verstrickten Sarkozy auf Drängen Kasachstans in Belgien zugunsten eines belgisch-kasachischen Geschäftsmanns intervenierte.  

+++ 22.08 Uhr: Ukraine liefert französischen Betrüger aus – 51-Jähriger sofort in Haft genommen +++

Jahre nach seiner Flucht ist der französische Betrüger Gilbert Chikli, der diverse Großunternehmen zur Auszahlung von Millionensummen gebracht hatte, in seiner Heimat festgenommen worden. Unmittelbar nach seiner Auslieferung aus der Ukraine sei der 51-Jährige in Haft genommen worden, verlautete aus französischen Justizkreisen. Chikli war im August gemeinsam mit einem Franko-Israeli in der Ukraine festgenommen worden.

Chikli hatte von 2005 bis 2006 insgesamt 60,5 Millionen Euro ergaunert, indem er sich bei Mitarbeitern von Großunternehmen als deren Chef oder als Geheimagenten ausgegeben hatte, der gegen Geldwäsche kämpft. Der Betrüger war einige Monate in Frankreich inhaftiert gewesen, bevor ihm 2009 die Flucht nach Israel gelang. Seither wurde er mit internationalem Haftbefehl gesucht. 2015 verurteilte eine Pariser Gericht Chikli in Abwesenheit zu sieben Jahren Haft. Außerdem soll er eine Million Euro Strafe und an seine Opfer 5,5 Millionen Euro Entschädigung zahlen.  

+++ 20.57 Uhr: Fußballer Robinho nach Vergewaltigungsvorwurf verurteilt +++

Der frühere brasilianische Nationalspieler Robinho, 33, ist wegen des Vorwurfs der Gruppenvergewaltigung in Italien zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Der Ex-Spieler vom AC Mailand habe 2013 zusammen mit fünf anderen eine Frau in einer Disco der norditalienischen Metropole vergewaltigt, urteilte ein Gericht in Mailand laut Nachrichtenagentur Ansa. Bei der Vergewaltigung sollen sie die Frau betrunken und wehrlos gemacht haben. Robinho wies die Vorwürfe auf seiner Instagram-Seite zurück.

Der Verteidiger des Spielers kündigte an, die Verurteilung ersten Grades anzufechten, wie brasilianische Medien berichteten. Robinho spielt derzeit für Atletico Mineiro in Brasilien. Robinho war zu seiner Zeit als Spieler bei Manchester City 2009 schon einmal einer Vergewaltigung bezichtigt worden – er wurde jedoch freigesprochen. 

+++ 20.20 Uhr: Noch kein Urteil im Berufungsprozess gegen Holocaust-Leugnerin +++

Im Berufungsprozess gegen die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck hat das Landgericht Detmold noch kein Urteil verkündet. Plädoyers und Schlusswort der 89-Jährigen waren nach mehr als sechs Stunden Verhandlung erst am Abend gegen 19.00 Uhr abgeschlossen worden. Das Gericht will ein Urteil in der kommenden Woche verkünden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Haverbecks Anwälte hatten in ihren Plädoyers einen Freispruch gefordert und sich auf das Recht der Meinungsäußerung für ihre Mandantin berufen.

Oberstaatsanwalt Ralf Vetter sprach sich für eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Volksverhetzung aus. Er bezeichnete Haverbeck als Rassistin, die bewusst falsche Tatsachenbehauptungen verbreite. Haverbeck hatte im Zuge des Prozesses gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning in Detmold in Briefen die Ermordung von millionen europäischen Juden geleugnet. In ihrem Schlusswort bestritt sie dies erneut.

+++ 19.20 Uhr: Frauenleiche entdeckt – Polizei nimmt Sohn fest +++

Im oberbayerischen Schnaitsee haben Kinder beim Spielen im Wald die Leiche einer 53 Jahre alten Frau entdeckt. Sie sei Opfer eines Gewaltverbrechens geworden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Getötet haben soll die Frau ihr eigener Sohn – Ermittler nahmen den 20-Jährigen am Donnerstag fest. Er habe die Tat bereits eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft wollte Haftbefehl gegen den Mann beantragen. Die 53-Jährige sei bereits im September als vermisst gemeldet worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie kam aus dem etwa 20 Kilometer entfernten Altenmarkt an der Alz im Landkreis Traunstein.

Wie die Ermittler auf die Spur des Sohnes kamen, wollte die Polizei zunächst nicht bekanntgeben und verwies auf laufende Ermittlungen. Auch zu möglichen Motiven des 20-Jährigen wurde geschwiegen. Entdeckt worden war die Leiche der Frau am Mittwochnachmittag. Experten der Spurensicherung stellten am Fundort Indizien fest, die auf ein Gewaltdelikt und eine gewaltsame Tötung der 53-Jährigen hinwiesen.

+++ 19.12 Uhr: Seehofer lässt persönliche Zukunft im CSU-Vorstand zunächst offen +++

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat seine persönliche Zukunft in einer CSU-Vorstandssitzung am Donnerstag zunächst offengelassen. Er vermied in seinem Eingangsstatement jegliche Aussage zu möglichen neuen Kandidaturen als Parteichef oder Ministerpräsident, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Seehofer wolle nun bis Anfang Dezember Gespräche über eine “Zukunftslösung” für die Partei führen, hieß es. Begleitet werde er dabei von den beiden Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und Theo Waigel sowie Parteivize und Landtagspräsidentin Barbara Stamm.23-Seehofer will im CSU-Streit bis zum Abend Lösung “in Harmonie”-5656007049001

+++ 17.00 Uhr: Bis zu fünf Jahre Haft für Millionen-Coup an der Autobahn +++

Wegen eines fingierten Überfalls auf einen Werttransporter an der A8 in Baden-Württemberg hat das Landgericht Ulm fünf Angeklagte zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Männer im Alter zwischen 31 und 40 Jahren aus dem Raum Stuttgart und Berlin bei dem Mitte Januar in Szene gesetzten Coup 728 Luxusuhren im Gesamtwert von rund fünf Millionen Euro erbeuteten.

Dafür hatten sich zwei Fahrer einer Werttransportfirma am Parkplatz Drackensteiner Hang an der A8 zwischen München und Stuttgart von den anderen Tätern fesseln lassen, ehe diese mit den Luxusuhren verschwanden. Das Gericht revidierte vorherige Schätzungen der Schadenssumme, die von rund acht Millionen Euro ausgegangen waren.

Die Angeklagten hätten sich des gemeinschaftlichen Diebstahls im besonders schweren Fall sowie der Vortäuschung einer Straftat schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter Gerd Gugenhan. Einer der Beschuldigten wurde zudem wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt.

+++ 16.51 Uhr: Ehrliche Finderin gibt Tasche mit 7000 Euro bei der Polizei ab +++

Eine ehrliche Finderin hat eine kleine Tasche mit rund 7000 Euro bei der Polizei im nordrhein-westfälischen Hagen abgegeben. Die Frau fand die Handgelenkstasche am Mittwoch im Vorraum eines Geldinstituts, wie die Polizei mitteilte. Zunächst wollte sie das Geld den Bankmitarbeitern übergeben – allerdings hing ein Zettel an der Zugangstür, wonach die Filiale wegen einer Fortbildungsveranstaltung geschlossen war.

Daraufhin machte sich die 31-Jährige auf den Weg zur Anschrift des Verlierers, dessen Adresse sie auf Papieren in der Tasche entdeckt hatte. Da der Mann nicht zu Hause war, brachte die Frau aus Hagen-Hohenlimburg ihren Fund am Donnerstagmorgen zur Polizei. Einen Finderlohn wollte die 31-Jährige nicht.

Die Tasche samt Inhalt war übrigens bereits am Dienstag einem 82-jährigen Bankkunden abhanden gekommen.

+++ 15.46 Uhr: “Explosion” im Meer vor Argentinien am Tag des Verschwindens des U-Boots +++

Am Tag des Verschwindens des argentinischen U-Bootes hat es im Meer eine Explosion gegeben. Die argentinische Marine teilte mit, das verdächtige Geräusch im Gebiet der letzten bekannten Position des U-Bootes sei typisch für eine “Explosion” gewesen. Nach dem U-Boot “ARA San Juan” mit seiner 44-köpfigen Besatzung wird seit Mittwoch vergangener Woche erfolglos gesucht.

+++ 15.01 Uhr: 39 Jahre zu Unrecht im Gefängnis – 70-Jähriger frei +++

Ein 70 Jahre alter Mann ist in Kalifornien nach 39 Jahren zu Unrecht verbüßter Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Ein DNA-Test hatte ergeben, dass Richard Coley den Doppelmord an einer 24-Jährigen und ihrem 4 Jahre alten Sohn im Jahr 1978 nicht verübt haben konnte. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, begnadigte den Mann mit sofortiger Wirkung. Coley verließ gestern das Gefängnis. “Die Würde, mit der Herr Coley seine lange und ungerechte Inhaftierung ertragen hat, ist außergewöhnlich”, heißt es im Begnadigungsschreiben des Gouverneurs.

++ 14.59 Uhr: Syriens Opposition beharrt auf Rücktritt Assads +++

Syriens Opposition beharrt auf einem Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad. Dieser müsse zum Beginn einer Übergangsperiode abtreten, heißt es in der Abschlusserklärung einer Konferenz verschiedener Oppositionsgruppen in der saudischen Hauptstadt Riad. Nur dann sei ein politischer Prozess in einer Atmosphäre der Sicherheit und Stabilität möglich.

Das Treffen mit etwa 150 Vertretern hatte am Mittwoch mit dem Ziel begonnen, die Reihen der zersplitterten Opposition für kommende Verhandlungen zu schließen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura will in der nächsten Woche die bislang erfolglosen Genfer Syrien-Verhandlungen fortsetzen.

+++ 14.12 Uhr: Muslim muss vor Richter aufstehen +++

Ein Muslim muss auch vor dem Richter aufstehen. Jedenfalls im konkreten Fall wies das Bundesverfassungsgericht mit einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss eine dagegen gerichtete Beschwerde ab. Der Muslim habe nicht begründen können, dass sein Glaube es ihm nur erlaube, sich vor Allah zu erheben.

Der Mann stand 2016 beim Amtsgericht Mannheim vor Gericht. Während eines ersten Termins weigerte er sich, sich anlässlich der Vereidigung eines Zeugen zu erheben. Zur späteren Hauptverhandlung kam er eine halbe Stunde zu spät, und bei der Urteilsverkündung weigerte er sich erneut aufzustehen.

Das Amtsgericht verhängte ein Ordnungsgeld von 330 Euro. Dagegen rief der Muslim das Bundesverfassungsgericht an und berief sich auf die Religionsfreiheit. Sein Glaube verbiete ihm das Aufstehen vor Gericht, nur für Allah dürfe er sich erheben.

Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde gar nicht erst zur Entscheidung an.

+++ 13.47 Uhr: CSU dementiert Meldung über Machtwechsel in Bayern +++

Die CSU hat eine Meldung des Bayerischen Rundfunks dementiert, wonach Markus Söder neuer Ministerpräsident in Bayern werden soll. Die Meldung sei “total falsch”, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Der BR hatte zuvor berichtet, dass CSU-Chef Horst Seehofer das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten an seinen Rivalen Söder abgeben wolle. Über Twitter berichtete der BR anschließend unter Berufung auf neue Informationen, dass unklar sei, ob sich Seehofer dieser Lösung anschließe. 

Markus Söder und Horst Seehofer

+++ 13.34 Uhr: Rundfunkbericht: Söder soll angeblich neuer Ministerpräsident in Bayern werden +++

CSU-Chef Horst Seehofer will nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sein Amt als bayerischer Ministerpräsident zugunsten von Finanzminister Markus Söder aufgeben. Seehofer bleibe aber CSU-Chef, meldete der Sender ohne Angaben von Quellen am Donnerstag.

Seehofer versprach unterdessen seiner Fraktion im Bayerischen Landtag eine “befriedende” Lösung für die künftige personelle Aufstellung der CSU, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Er strebe eine solche Lösung bis spätestens Anfang Dezember an, sagte Seehofer am Donnerstag nach Teilnehmerangaben in einer Fraktionssitzung in München. Am Donnerstag Abend ab 18 Uhr tagt der Parteivorstand. Erwartet werden am Abend daher auch konkrete Angaben zu Seehofers Zukunft.

+++ 12.34 Uhr: Tschechien löst Schweinemast auf früherem NS-Lagergelände auf +++

Die Schweinemast auf dem früheren NS-Lagergelände Lety in Südböhmen wird nach einem jahrelangen Tauziehen aufgelöst. Der tschechische Staat kauft den Betrieb für umgerechnet rund 17,7 Millionen Euro auf, um ihn abzureißen und einen Ort des würdigen Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu schaffen. Ein entsprechender Vertrag sei heute unterzeichnet worden, teilte das Kulturministerium in Prag mit.

Das sogenannte “Zigeunerlager” Lety war 1942 unter deutscher Besatzung eingerichtet worden. Unter katastrophalen hygienischen Bedingungen starben dort 327 Menschen, überwiegend Roma. Nach der Auflösung des Lagers wurden die verbleibenden Häftlinge ins NS-Konzentrationslager Auschwitz verschleppt.

+++ 12.01 Uhr: Spanier liegt vier Jahre tot in seiner Wohnung +++

In Madrid hat ein Mann vier Jahre lang unbemerkt tot in seiner Wohnung gelegen. Die Leiche des Spaniers sei erst jetzt entdeckt worden, als Justizbeamte das Appartement im dritten Stock wegen jahrelang unbezahlter Rechnungen räumen wollten, berichtete die Zeitung “El Mundo” unter Berufung auf Justizkreise. Der Mann sei 2013 im Alter von 56 Jahren wahrscheinlich an einer Lebererkrankung gestorben.

Die Nachbarn versicherten, sie hätten nichts Auffälliges bemerkt, und es habe auch nicht seltsam gerochen. Sie hätten gewusst, dass der Mann krank war und gedacht, er sei in einem Krankenhaus gestorben. ”Unglaublich, dass wir vier Jahre mit einer Leiche zusammengelebt haben”, so ein Anwohner. 

+++ 11.40 Uhr: Python auf Nachbarschaftsbesuch +++

Eine fast fünf Meter lange Pythonschlange namens “Tinkerbell” ist in Großbritannien zu den Nachbarn ausgebüxt. Die Besitzer hatten den Ausflug erst bemerkt, als sie morgens ihre Tiere versorgen wollten. Insgesamt hat das Züchterpaar in Stockport im Großraum Manchester zehn Pythons. Die Besitzer verständigten sofort die Polizei.

Schlangenkot in einem Garten der Nachbarn brachte das Paar auf die richtige Spur. Nur zu zweit konnte die unterkühlte Schlange von dort zurückgetragen werden, wie britische Medien berichteten. “Es tat gut, wieder mit ihr zu knuddeln”, sagte die Besitzerin, die unter anderem auch ein Chamäleon und andere Echsen besitzt.

+++ 11:34 Uhr: Myanmar und Bangladesch einigen sich auf Rückkehr der Rohingya +++

Myanmar und Bangladesch haben sich auf eine Rückkehr der muslimischen Rohingya-Flüchtlinge verständigt. Vertreter der beiden Länder unterschrieben eine Absichtserklärung über die Rückführung der nach Bangladesch geflüchteten Angehörigen der verfolgten Minderheit nach Myanmar. Das teilte Myanmars Außenministerium auf seiner Facebook-Seite mit.

+++ 11.11 Uhr: US-Bergsteiger an Mexikos höchstem Gipfel tödlich verunglückt +++

Beim Aufstieg zu Mexikos höchstem Gipfel ist ein Bergsteiger aus den USA tödlich verunglückt. Der Mann erklomm den inaktiven Vulkan Citlaltépetl mit drei weiteren Kletterern, wie Rubén Darío Herrera, Leiter des regionalen Katastrophenschutzes, gestern sagte. Die vier Kletterer waren demnach paarweise unterwegs. Am Dienstag sei eine Zweiergruppe in eine Felsspalte gestürzt, wobei laut Polizei ein Bergsteiger ums Leben kam.

Sein Begleiter habe die Leiche “gesichert” und “gekennzeichnet” in der Nähe des Vulkangipfels zurückgelassen. Dann begann er dem Polizeibericht zufolge den Abstieg, um “Kontakt zur US-Botschaft aufzunehmen und um Hilfe zu bitten”. Wegen niedriger Temperaturen und starken Windes blieb die Suche der Bergretter bisher jedoch erfolglos.

+++ 11.09 Uhr: Erfolg für Til Schweiger im Prozess um Facebook-Post +++

schweiger-prozess_17.45Erfolg vor Gericht für Til Schweiger: Im Streit um eine Facebook-Nachricht zwischen dem Schauspieler und einer Frau aus Sulzbach hat das Landgericht Saarbrücken den Antrag der Klägerin auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen. Die Richter begründeten ihre Entscheidung unter anderem mit dem Recht Schweigers auf Meinungsfreiheit, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Die Klägerin hatte Schweiger nach der Bundestagswahl in einer privaten Nachricht gefragt, ob er nun Deutschland verlassen werde – nachdem er vor der Bundestagswahl angekündigt haben soll, dass er bei einem Einzug der AfD in den Bundestag Deutschland den Rücken kehre werde. Schweiger veröffentlichte diese Nachricht der Frau über seine Facebook-Seite.

+++ 10.41 Uhr: Brandopfer überlebt durch Haut seines Zwillingsbruders +++

Dank der Haut seines Zwillingsbruders hat ein Schwerstverbrannter in Frankreich überlebt. Chirurgen der Pariser Klinik Saint-Louis teilten mit, ihnen sei erstmals eine Hauttransplantation zwischen Zwillingen auf 95 Prozent der Körperfläche gelungen. Der leitende Chirurg Maurice Mimoun sagte, bisher seien solche Verpflanzungen nur auf einer Fläche von bis zu 68 Prozent erfolgreich gewesen.

Der 33-jährige Patient hatte im September 2016 bei einem Arbeitsunfall lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. Sieben Tage nach seiner Einlieferung in die Klinik transplantierten die Ärzte ihm in mehreren Stufen Haut seines eineiigen Zwillingsbruders. Dafür wurden nach Angaben der Ärzte fünf bis zehn Zentimeter große Schichten unter anderem vom Schädel und Rücken des Zwillingsbruders entnommen, wo die Haut besonders schnell nachwächst. Die so gewonnene Haut wurde dann mit einer Spezialmaschine gestreckt, sodass sie “wie eine Netzstrumpfhose” um den Körper des Brandopfers gelegt werden konnte, berichtet Mimoun.

+++ 10.28 Uhr: Suche nach drei US-Seeleuten nach Flugzeugabsturz ausgeweitet +++

Nach dem Absturz eines US-Militärflugzeugs in die Philippinensee wird fieberhaft nach drei vermissten Seeleuten gesucht. Acht Kriegsschiffe, ein Flugzeugträger sowie zahlreiche Hubschrauber und Flugzeuge der Streitkräfte beteiligten sich heute an dem Einsatz, wie die US-Marine mitteilte. Kurz nach dem Unglück gestern hatten acht Seeleute gerettet werden können. Insgesamt waren elf Menschen an Bord der abgestürzten Maschine vom Typ “Greyhound”.

+++ 9.47 Uhr: Indonesier tötet Schlange in vollbesetztem Zug mit bloßen Händen +++

Mit bloßen Händen hat ein Indonesier einer Schlange den Garaus gemacht, die in einem vollbesetzten Zug für Panik gesorgt hatte. Handyvideos zeigen den Schlangenbezwinger, wie er das Tier am Schwanz packt und dann mit dem Kopf auf den Boden schlägt – offenbar war die Schlange sofort tot.

Aus sicherer Entfernung beobachteten dabei angsterfüllte Mitreisende und ein mit einem Schlagstock bewaffneter Sicherheitsbeamter den Mann. Dieser nahm anschließend die tote Schlange und reichte sie durch das Fenster einem draußen stehenden Wachmann. Unklar war, um was für eine Schlangenart es sich handelte und ob das Tier überhaupt giftig war. Verletzt wurde niemand.

+++ 9.39 Uhr: Lateinamerika und Karibik gefährlichste Region der Welt für Frauen +++

Junge Argentinierin Opfer von 11-40In Lateinamerika und der Karibik wird Frauen am meisten Gewalt in der Welt angetan. Angesichts besonders gravierender sexueller Gewalt und Morden an Frauen hat die UNO Alarm geschlagen. Drei von zehn Ländern mit den höchsten Vergewaltigungsraten der Welt liegen einem Bericht zufolge in der Karibik. Am gefährlichsten sind demnach das sogenannte Nördliche Dreieck aus Honduras, El Salvador und Guatemala sowie Mexiko. Dort hätten Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts (Femizid) und Gewalt gegen Frauen “epidemische” Ausmaße erreicht, sagte Eugenia Piza-Lopez vom UNDP. In vielen Fällen gebe es eine Verbindung zum organisierten Verbrechen.

+++ 9.21 Uhr: Überschwemmungen in Teilen Großbritanniens +++

Starke Regenfälle und heftiger Sturm haben in Teilen Großbritanniens Überschwemmungen verursacht. Etwa 30 Menschen wurden aus ihren Häusern in der Grafschaft Lancashire im Nordwesten Englands gerettet. Innerhalb weniger Stunden gingen dort Hunderte Notrufe bei den Behörden ein. Einige Bahn-, Straßen- und Fährverbindungen in England und Wales waren am Donnerstag unterbrochen. Für Schottland sagten die Meteorologen Schnee voraus.

+++ 8.50 Uhr: Facebook kündigt Propaganda-Check-Software bis zum Jahresende an +++

Unter dem Druck des US-Kongresses will das Online-Netzwerk Facebook bis Jahresende eine Software anbieten, mit denen Nutzer ihre mögliche Beeinflussung durch russische Propaganda nachvollziehen können. Wie Facebook gestern in San Francisco mitteilte, sollen Nutzer mit dem Programm zurückverfolgen können, ob sie zwischen Januar 2015 und August 2016 auf Inhalte der Internet Research Agency auf Facebook oder dessen Bilderdienst Instagram stießen.

Die Internet Research Agency gilt als Urheberin von russischer Propaganda, die auch der Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl im November 2016 diente. “Es ist wichtig, dass die Menschen verstehen, wie ausländische Akteure versuchten, Zwietracht und Misstrauen zu säen, indem sie vor und nach der US-Wahl 2016 Facebook nutzten”, hieß es in einem Facebook-Blog.

+++ 8.45 Uhr: Weihrauchtherapie für Schwangere löst Feuerwehreinsatz aus +++

In Hamburg ist durch eine Weihrauchtherapie für Schwangere ein Feuerwehreinsatz ausgelöst worden. Die Einsatzkräfte wurden gestern über Notruf in den Stadtteil St. Pauli gerufen, weil im Keller eines Bekleidungsgeschäfts Brandgeruch wahrgenommen wurde, wie die Feuerwehr nun mitteilte. Sofort rückte ein Löschzug mit 16 Einsatzkräften an, ein Feuer wurde jedoch nicht entdeckt.

Schließlich lokalisierte die Feuerwehr den vermeintlichen “Brandherd” in einer benachbarten Frauenarztpraxis, in der eine spezielle Weihrauchtherapie für Schwangere angewandt wurde. Vielleicht komme “ja der eine oder andere Nachwuchs aus der Praxis später zur Feuerwehr Hamburg”, schrieb die Feuerwehr. “Der erste Kontakt ist jedenfalls hergestellt.”

+++ 8.21 Uhr: TÜV entdeckt offenbar gravierende Mängel auf BER-Baustelle +++

Die Lage auf der BER-Baustelle ist offenbar so dramatisch, dass eine Eröffnung des Hauptstadtflughafens vor 2021 wohl unwahrscheinlich ist. Der Berliner “Tagesspiegel” berichtete über “gravierende Defizite bei den technischen Systemen, vor allem erneut beim Brandschutz”. Die Zeitung berief sich auf einen aktuellen Lagebericht für die oberste Bauaufsicht Brandenburgs sowie auf einen Bericht des TÜV Rheinland.  Demnach sind die Entrauchungssteuerung, Sprinkleranlagen, Brandmeldeanlage, elektroakustischen Notwarnsysteme und Sicherheitsbeleuchtung im Fluggastterminal im Mainpier Nord nicht abnahmefähig. Eine “Wirksamkeit und Betriebssicherheit” sei “nicht gegeben”. Der TÜV sprach von teilweise “systemischen Mängeln”, die auf andere Bereiche des Fluggastterminals übertragen werden könnten.

Nur noch 30 Mängel an BER 10.45Seit der eigentlich geplanten Eröffnung des Flughafens 2012 sind heute genau 2000 Tage vergangen. Zuletzt galt eine Inbetriebnahme im Jahr 2020 als realistisch – nun wankt auch dieser Zeitplan. Ursprünglich sollte der Flughafen schon 2011 in Betrieb gehen. Nach einer ersten Verzögerung war schließlich die Eröffnung im Sommer 2012 kurzfristig geplatzt. Die Kosten für den Bau stiegen laut “Tagesspiegel” bereits auf 6,6 Milliarden Euro.

+++ 8.15 Uhr: Iraks Armee startet Offensive gegen letzte IS-Gebiete +++

Irakische Regierungstruppen haben eine Offensive gegen die letzten Gebiete des Landes unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat begonnen. Armee und schiitische Milizen hätten im Westen des Iraks an der Grenze zu Syrien einen Großeinsatz begonnen, teilte Befehlshaber Abd al-Amir Raschid Jarallah mit. Dort halten die IS-Extremisten nördlich des Flusses Euphrat noch ein größeres Wüstengebiet.

Die Terrormiliz hatte 2014 große Teile des Iraks überrannt. Mittlerweile hat sie dort sowie im Nachbarland Syrien nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition jedoch mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes verloren. Irakische Regierungstruppen konnten in diesem Jahr unter anderem die IS-Hochburg Mossul im Norden des Landes zurückerobern.

+++ 8.04 Uhr: Deutsche Wirtschaft wächst kräftig +++

Die deutsche Wirtschaft hat angetrieben vom Exportboom und von steigenden Investitionen vieler Unternehmen ihr Wachstumstempo im dritten Quartal erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im zweiten Vierteljahr war die deutsche Wirtschaft um 0,6 Prozent gewachsen. Nach Einschätzung von Ökonomen steuert sie 2017 auf das stärkste Wachstum seit sechs Jahren zu.

Impulse kamen in den Sommermonaten Juli bis September nach Angaben der Statistiker vom Außenhandel, der von der Erholung der Weltwirtschaft profitierte. Die Exporte legten im dritten Quartal stärker zu als die Importe. Auch die gestiegenen Investitionen der Firmen in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge schoben die Konjunktur an (plus 1,5 Prozent). Vom Bau kamen dagegen keine Impulse. Die Investitionen in Bauten sanken leicht um 0,4 Prozent.

+++ 7.54 Uhr: US-Bürger sieben Jahre nach Freilassung aus nordkoreanischer Haft tot aufgefunden +++

Vor sieben Jahren wurde Aijalon Mahli Gomes aus nordkoreanischer Haft entlassen. Jetzt ist der US-Bürger auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Ein Polizist entdeckte seinen brennenden Körper vergangenen Freitag in einem Park in San Diego, wie die Behörden nun mitteilten. Der 38-Jährige war bereits tot. Gerichtsmediziner sollen die genaue Todesursache klären. Die Ermittler vermuten einen Suizid oder Unfall.

Gomes war im August 2010 in Begleitung von Ex-Präsident Jimmy Carter in die USA zurückgekehrt. Der Englischlehrer war im Januar 2010 bei einem angeblich illegalen Grenzübertritt in Nordkorea festgenommen und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Im Juli unternahm er nach nordkoreanischen Angaben in der Haft einen Suizidversuch. Nordkorea hatte beim Besuch Carters in Pjöngjang Gomes’ Freilassung zugestimmt. Nach seiner Rückkehr in die USA war er von seiner Heimatstadt Boston nach San Diego umgezogen. 2015 hatte er in einem Buch seine Zeit in Haft beschrieben. In einem Interview sagte er, er leide immer noch unter Angstzuständen und lebe sehr zurückgezogen.Fluchtvideo von der koreanischen Grenze_9Uhr

+++ 5.29 Uhr: Grausamer Mord von Jugendbande in den USA +++

In den USA sorgt ein besonders grausamer Mord, der der Jugendbande Mara Salvatrucha zugeschrieben wird, für Schlagzeilen: Dem Opfer wurden der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten, wie örtliche Medien berichteten. Die Leiche weise mehr als hundert Stichwunden auf, teilte die Polizei des Bezirks Montgomery mit. Sie wurde demnach bereits Anfang September in einem Park in Wheaton, einem Vorort Washingtons, entdeckt. Bei dem verscharrten Opfer handelt es sich um einen Mann, der nach Angaben der Behörden noch nicht identifiziert wurde. Bislang wurde ein 19-Jähriger festgenommen. Aus der Anklageschrift gehe hervor, dass bis zu zehn Menschen an dem Mord beteiligt gewesen seien, berichteten US-Medien. Die Tat sei offenbar seit Wochen vorbereitet worden.

Die berüchtigte Bande Mara Salvatrucha, auch bekannt als MS-13, war in den 80er-Jahren in Los Angeles von jungen Einwanderern aus El Salvador gegründet worden. Sie soll in den USA etwa 10.000 Mitglieder haben – außer Einwanderern aus Lateinamerika auch viele US-Bürger. Zahlreiche Mitglieder der Gang wurden über die Jahre aus den USA abgeschoben, in der Folge breitete sich die Bande auch in Zentralamerika aus. Sie ist unter anderem auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert.

+++ 5.05 Uhr: Israelische Forscher verwandeln Hühnerkot in eine Art Kohle +++

Israelische Forscher haben Geflügelkot in festen Biobrennstoff verwandelt. Die Exkremente von Truthähnen, Hühnern und anderem Geflügel könnten in Zukunft rund zehn Prozent der Kohle bei der Stromherstellung ersetzen, meint Professor Amir Gross von der Universität Ben Gurion in Beerscheva. Die Studie wurde in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals “Applied Energy” veröffentlicht. 

Das Verfahren habe mehrere umweltfreundliche Vorzüge, sagte Gross der Deutschen Presse-Agentur. “Geflügelkot ist eine Belastung für die Umwelt und er enthält Krankheitserreger.” Die Behandlung löse dieses Problem. “Aus diesem Abfall entsteht dann eine alternative Energiequelle in Form von Kohle.” Insgesamt entstehe mehr Energie, als bei dem Verfahren hineingesteckt werde, sagte Gross. Diese Kohle diene als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Mit der Herstellung der alternativen Energiequelle könne die Treibhausgasemission verringert werden.

+++ 3.24 Uhr: Selbstgebastelter Böller explodiert in Schrank +++

Ein lauter Knall, dichter Rauch: Ein selbstgebauter Böller hat in Baden-Württemberg einen größeren Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Frau in Offenburg am Mittwochabend den Notruf gewählt, weil es eine heftige Explosion im Dachgeschoss ihres Hauses gegeben habe. Als die Rettungskräfte die Wohnung eines jungen Mannes betraten, fanden sie einen gesprengten Schrank und beschädigte Möbel. Auslöser der Detonation war ein selbstgebastelter Böller, der seit der letzten Silvesterfeier in dem Schrank lag – und sich nun selbst entzündet habe. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt gegen den 32-jährigen Bastler.

+++ 1.19 Uhr: Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind offenbar volljährig +++

Rund 43 Prozent der Flüchtlinge, die in Deutschland als unbegleitete Minderjährige betreut werden, sind nach einem Zeitungsbericht offiziell älter als 18 Jahre. Zum Stichtag 8. November seien von den 55.890 Migranten in jugendhilferechtlicher Zuständigkeit 24.116 sogenannte junge Volljährige gewesen, schreibt die Zeitung “Die Welt” unter Berufung auf Angaben des Bundesfamilienministeriums. Sie bleiben über das 18. Lebensjahr hinaus in der Jugendhilfe, wenn ihre Betreuer und die Jugendämter einen besonderen Bedarf feststellten.

Nach Schätzungen von Betreuern dürften auch unter den als minderjährig eingestuften Flüchtlingen viele bereits volljährig sein, heißt es in dem Bericht weiter. Dass es vielen jungen Schutzsuchenden gelinge, mit einem niedrigeren Alter registriert zu werden, habe zwei Gründe: Zum einen fehlten bei den meisten Ankommenden Ausweispapiere, mit den sich die Behauptungen zum Alter kontrollieren ließen. Zum anderen werde das Alter zumeist nur durch Inaugenscheinnahme durch die Jugendämter festgestellt und nur selten durch verlässliche Methoden.

+++ 0.51 Uhr: Polizei räumt aufgelöstes Flüchtlingslager in Manus +++

Die Polizei von Papua-Neuguinea hat mit der gewaltsamen Räumung des aufgelösten Flüchtlingslagers auf der Insel Manus begonnen. Die rund 400 Bewohner wurden aufgerufen, das Lager umgehend zu verlassen. Australiens Immigrationsminister Peter Dutton bestätigte den Einsatz, der nach seinen Worten dem Umzug der Migranten in eine neue Unterkunft diene. “Die australischen Steuerzahler haben etwa zehn Millionen (australische) Dollar (rund 6,4 Mio Euro) für eine neue Unterkunft bezahlt, und jetzt möchten wir, dass die Leute umziehen”, sagte er im Radio 2GB.

Australien weigert sich, Flüchtlinge aufzunehmen, die versuchen, auf eigene Faust oder mithilfe von Menschenschmugglern per Boot nach Australien zu gelangen. Die Regierung fing die Boote auf hoher See ab und bezahlte das bitterarme Nachbarland Papua-Neuguinea dafür, auf der Insel Manus ein Auffanglager einzurichten. Im Vorjahr erklärte das oberste Gericht Papua-Neuguineas das Lager aber für illegal. Australien beschloss deshalb die Schließung zum 31. Oktober. Die Insassen sind seitdem sich selbst überlassen. Auch Papua-Neuguinea will die Flüchtlinge nicht permanent aufnehmen.

+++ 0.39 Uhr: Mehr als tausend Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor Libyen gerettet +++

Die italienische Küstenwache hat mehr als tausend Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Bei den Einsätzen vor der libyschen Küste wurden rund 1100 Menschen aus zehn Schlauchbooten und einem Holzboot geborgen, wie die Küstenwache mitteilte. An den Rettungsaktionen waren auch die Marine und die Nichtregierungsorganisation Mission Lifeline beteiligt. Seit Januar kamen rund 114.600 Flüchtlinge nach Italien. Dies entspricht einem Rückgang um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

+++ 0.20 Uhr: Neuer Hinweis bei Suche nach vermisstem U-Boot +++

Bei der Suche nach dem seit über einer Wocche verschollenen argentinischen U-Boot gehen die Rettungsteams jetzt einer neuen Spur nach. Wie das argentinische Militär mitteilte, sei wenige Stunden nach der letzten Funkmeldung der “ARA San Juan” eine “hydroakustische Anomalie” in der Nähe registriert worden. Argentinien sei erst jetzt von einem US-Institut über diese Messung informiert worden, hieß es. Suchmannschaften seien inzwischen an diesen Standort im Südatlantik in Bewegung gesetzt worden.

Trotz des Aufgebots von 14 Schiffen und zehn Flugzeugen aus mehreren Ländern haben sich bislang alle Hinweise auf den Verbleib der “ARA San Juab” als falsche Spuren erwiesen. Das Boot mit seinen 44 Besatzungsmitgliedern wird seit dem letzten Funkkontakt am 15. November vermisst.23-Beten für die Besatzung der ARA San Juan-5655645075001

+++ 0.14 Uhr: IG Metall kündigt Proteste gegen Stellenabbau bei Siemens an +++

Die IG Metall hat Widerstand gegen den massiven Stellenabbau beim Siemens-Konzern angekündigt. Gewerkschaftschef Jörg Hofmann sagte der “Süddeutschen Zeitung”, seine Organisation werde “nun ordentlich Krawall machen”. Der Konzern solle über Investitionen Jobs schaffen. “Wir werden die Beschäftigten ganz bestimmt nicht alleine ihrem Schicksal überlassen”, sagte Hofmann. Vage blieb Hofmann, ob es zu Streiks bei dem Konzern kommt. “Streik bleibt immer das letzte Mittel”, sagte er.

Siemens hatte angekündigt, weltweit 6900 Stellen abzubauen, davon 870 in Berlin. Der Konzern reagiert damit auf schlechter laufende Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik. Am Donnerstag wollen rund 2500 Mitarbeiter in Berlin gegen die Pläne demonstrieren. Erwartet wird auch SPD-Chef Martin Schulz.

+++ 0.09 Uhr: IOM plant “sichere Räume” für gefährdete Flüchtlinge in Libyen +++

Die Internationale Organisation für Migration will mit der Einrichtung “sicherer Räume” in Libyen die Lage von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen verbessern. Solche Räume seien an verschiedenen Orten geplant, darunter in der Hauptstadt Tripolis, teilte die IOM der Zeitung “Die Welt” mit. “Die Aufenthalte in diesen “sicheren Räumen” sollen vorübergehend sein, und zwar solange bis nachhaltige Lösungen gefunden werden wie etwa eine menschenwürdige Rückführung und die Reintegration der Menschen in ihren Herkunftsländern”, erklärte das IOM. Die Einrichtungen wenden sich vor allem an Kinder, Frauen und gefährdete Personen.

STERN.DE RSS-Feed Panorama – die neusten Meldungen zum Thema Panorama 

...weitere Beiträge:
Die aktuellsten Nachrichten des Tags für Sie im Überblick.+++ 11.00 Uhr: Australien entsendet Marineschiff zur Hilfe bei Evakuierung in Vanuatu +++Angesichts eines drohenden ...
weiterlesen
+++ Ukraine-Krise im News-Ticker +++ – Pilotin Sawtschenko zu 22 Jahren Haft verurteilt – Ukraine spricht von „Farce“
Trotz des Minsker Abkommens kommt es immer wieder zu Kämpfen in der Ukraine. Eine Lösung des Konflikts scheint weit entfernt. Die ...
weiterlesen
Großbritannien: Hassprediger Choudary zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt
Er hatte zur Unterstützung für den "Islamischen Staat" aufgerufen, nun wurde der britische Hassprediger Choudary zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Das Strafmaß ...
weiterlesen
Zündung von Rohrbomben: Gericht verurteilt Lidl-Erpresser zu zehn Jahren Haft
Weil sie mehrfach Sprengsätze vor Lidl-Filialen gezündet haben, ist ein Erpresserpaar in Bochum zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ...
weiterlesen
Er ließ seine Kinder, vier und sechs Jahre alt, allein in der Badewanne zurück. Sie starben, als ein elektrischer Raiserer in das ...
weiterlesen
Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:+++ 21.29 Uhr: "Spiegel" enthüllt "schmutzige Geldgeschäfte im europäischen Profi-Fußball" +++Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat nach eigenen ...
weiterlesen
Die News des Tages im Überblick:+++ 10.33 Uhr: Eltern mit Axt und Messer attackiert - Jugendlicher verurteilt +++Wegen einer lebensgefährlichen Axt- und ...
weiterlesen
Die News des Tages im Überblick:+++ 10.33 Uhr: Eltern mit Axt und Messer attackiert - Jugendlicher verurteilt +++Wegen einer lebensgefährlichen Axt- und ...
weiterlesen
Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.+++ 19.09 Uhr: Orban spricht von EU-"Inquisitionskampagne" gegen Polen +++Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ist der polnischen ...
weiterlesen
Die Nachrichtes des Tages im Überblick: +++ Mit Messer bedroht - Polizei schießt Angreifer an +++Die Polizei hat in Bayern einen Mann angeschossen, ...
weiterlesen
Die Nachrichten des Tages im Ticker.+++ 10.53 Uhr: Angeklagte im Mordfall Nemzow zu 20 Jahren Haft verurteilt +++Im Mordfall des russischen Oppositionellen ...
weiterlesen
Die News des Tages im Überblick.+++ 22.27 Uhr: Sänger der Band Tragically Hip gestorben +++Der Frontman der kanadischen Rockband The Tragically Hip, ...
weiterlesen
Die Nachrichten des Tages:+++ 13.26 Uhr: Stefan Raab legt neue Show auf +++Stefan Raab kehrt ins TV-Geschäft zurück: Der 50-jährige Entertainer, der seine Laufbahn ...
weiterlesen
+++ 19.17 Uhr: USA verklagen Fiat Chrysler wegen Diesel-Abgasmanipulation +++Die US-Umweltbehörde hat Klage gegen den Autohersteller Fiat Chrysler wegen der Manipulation von Abgaswerten ...
weiterlesen
Die News des Tages im Überblick. +++ 19.47 Uhr: Türkischer Staatsanwalt fordert Aufhebung der U-Haft für Steudtner +++Die türkische Staatsanwaltschaft hat die Aufhebung ...
weiterlesen
News des Tages: Nach neun Jahren Haft: Ex-Football-Star
+++ Ukraine-Krise im News-Ticker +++ – Pilotin Sawtschenko
Großbritannien: Hassprediger Choudary zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt
Zündung von Rohrbomben: Gericht verurteilt Lidl-Erpresser zu zehn
Prozess in Kassel: Kinder sterben in Badewanne –
News des Tages: “Football Leaks” – schmutzige Geldgeschäfte
News des Tages: Eltern mit Axt und Messer
News des Tages: Eltern mit Axt und Messer
News des Tages: Mit fast 240 Sachen geblitzt:
News des Tages: Angeblich Krebs mit Ayurveda besiegt
News des Tages: 20 Jahre Straflager: Gericht verurteilt
News des Tages: Türkei bestellt deutschen Botschafter ein
News des Tages: Schweiz verlangt Haft für flüchtigen
News des Tages: Vergewaltigung von Kindern bestellt –
News des Tages: Türkischer Staatsanwalt fordert Aufhebung der

Print Friendly

Ähnliche News:

  1. News des Tages: Nach neun Jahren Haft: Ex-Football-Star O.J. Simpson aus Gefängnis entlassen
  2. +++ Ukraine-Krise im News-Ticker +++ – Pilotin Sawtschenko zu 22 Jahren Haft verurteilt – Ukraine spricht von „Farce“
  3. Großbritannien: Hassprediger Choudary zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt
  4. Zündung von Rohrbomben: Gericht verurteilt Lidl-Erpresser zu zehn Jahren Haft
  5. Prozess in Kassel: Kinder sterben in Badewanne – Vater zu drei Jahren Haft verurteilt
  6. News des Tages: “Football Leaks” – schmutzige Geldgeschäfte der Profi-Fußballer enthüllt
  7. News des Tages: Eltern mit Axt und Messer attackiert – Jugendlicher verurteilt
  8. News des Tages: Eltern mit Axt und Messer attackiert – Jugendlicher verurteilt
  9. News des Tages: Mit fast 240 Sachen geblitzt: 79-jährige Großmutter verurteilt
  10. News des Tages: Angeblich Krebs mit Ayurveda besiegt – Bloggerin wegen Lüge verurteilt
  11. News des Tages: 20 Jahre Straflager: Gericht verurteilt Angeklagte im Nemzow-Mordfall
  12. News des Tages: Türkei bestellt deutschen Botschafter ein – zum 18. Mal in zwei Jahren!
  13. News des Tages: Schweiz verlangt Haft für flüchtigen deutschen Autobahnraser
  14. News des Tages: Vergewaltigung von Kindern bestellt – zwölf Jahre Haft für Dänen
  15. News des Tages: Türkischer Staatsanwalt fordert Aufhebung der U-Haft für Steudtner