News des Tages: Zwölfjährige entführt und missbraucht – Täter vor Gericht in Leipzig

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 12.53 Uhr: Bundesverwaltungsgericht weist weitere Klagen gegen Elbvertiefung ab +++

Das Bundesverwaltungsgericht hat auch die Klagen von Fischern sowie der Gemeinden Cuxhaven und Otterndorf gegen die geplante Elbvertiefung abgewiesen. Die Planungen litten nicht an Fehlern oder Abwägungsmängeln, entschieden die Richter in Leipzig. Damit hat die umstrittene Vertiefung der Elbe eine weitere Hürde genommen. Bereits im Februar hatte das Bundesverwaltungsgericht auf Klagen von Umweltverbänden hin die Planungen als weitgehend rechtmäßig bestätigt. Im Dezember steht nun noch ein dritter Schwung von Klagen zur Verhandlung in Leipzig an.

+++ 12.26 Uhr: Tausende Urlauber hängen auf Bali wegen Aschewolke aus Vulkan fest +++

Aus Angst vor einem Ausbruch des Vulkans Agung auf Bali bleibt der internationale Flughafen der Ferieninsel vorerst geschlossen. Die indonesischen Behörden verlängerten das Flugverbot einen weiteren Tag, wie ein Sprecher des Flughafens nahe der Insel-Hauptstadt Denpasar mitteilte. Befürchtet wird, dass Vulkanasche die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen könnte. Zudem trieb der Wind Asche auf die Start- und Landebahn des Flughafens.

Mittlerweile hängen mehrere Tausend Urlauber auf Bali fest. Mehr als 400 Flüge wurden gestrichen. Aktuell halten sich nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) auch mehr als 5500 deutsche Touristen auf Bali auf. Viele hätten längere Aufenthalte gebucht, so dass sie nicht sofort weg müssen. Der Flughafen auf der Nachbarinsel Lombok wurde inzwischen wieder geöffnet.

+++ 12.17 Uhr: Linke macht AfD mitverantwortlich für Angriff auf Bürgermeister von Altena +++

Linken-Katja Kipping hat die AfD mitverantwortlich gemacht für die Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (CDU). “Wer wie die AfD agitiert, muss sich vorwerfen lassen, Gewalttäter wie in Altena regelrecht zum Handeln zu ermutigen”, sagte Kipping der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. “Gewaltverbrechen wie gegen Andreas Hollstein sind auch die Folge einer ständigen rechtspopulistischen Hetze”, fügte die Linken-Chefin hinzu.

+++ 12.02 Uhr: Iranischer Ringer musste verlieren, um nicht gegen Israeli zu kämpfen +++

Bei der U23-Ringer-WM in Polen hat es erneut einen Eklat um die iranische Boykott-Politik gegen israelische Sportler gegeben. Der Freistil-Ringer Ali-Resa Karimi, einer der Favoriten auf die Goldmedaille, musste auf Anweisung seiner Trainer im Achtelfinale gegen den Russen Alichan Schabrailow verlieren, weil er sonst in der nächsten Runde gegen einen israelischen Gegner hätte antreten müssen.

“Ich hatte so hart trainiert und so fest an den WM-Titel geglaubt. Dann aber kamen die Anweisungen und es war wie ein Eimer kaltes Wasser auf all meine Träume”, sagte Karimi der Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag. Für den 23-Jährigen ist es das zweite Mal, dass er wegen der iranischen Anti-Israel-Politik auf einen eventuellen WM-Titel verzichten musste. Nun fordert Karimi die vom iranischen Ringerverband vorgesehene WM-Prämie von 60 Goldmünzen (umgerechnet ungefähr 16 000 Euro) ein.

+++ 11.28 Uhr: Papst trifft in Myanmar Suu Kyi +++

Bei seinem Besuch in Myanmar ist Papst Franziskus mit De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zusammengetroffen. Beobachter erwarten, dass der Papst bei dem 45-minütigen Gespräch in der Hauptstadt Naypyidaw die Flüchtlingskrise um die muslimische Rohingya-Minderheit ansprechen wird. Die Friedensnobelpreisträgerin und langjährige Oppositionsführerin Suu Kyi steht wegen ihres langen Schweigens zur Rohingya-Krise international in der Kritik.

+++ 11.27 Uhr: FDP-Fraktionsvize Theurer kritisiert Merkel scharf +++

Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, sieht nach dem Glyphosat-Alleingang von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) die Autorität von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schwinden. “Merkel hat ihren Laden offensichtlich nicht im Griff. Die Kanzlerin handelt nicht geschäftsführend, sie handelt einmal mehr gar nicht”, sagte der FDP-Wirtschaftsexperte der Deutschen Presse-Agentur. “Ihre Ministerinnen und Minister tanzen Frau Merkel offensichtlich auf der Nase herum.” 

+++ 11.20 Uhr: Prozess gegen mutmaßlichen Kindesentführer in Leipzig begonnen +++

Knapp sechs Monate nach der Entführung und dem Missbrauch eines zwölfjährigen Mädchens aus Leipzig hat am Dienstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. In dem Verfahren vor dem Landgericht Leipzig werden dem 36-jährigen Angeklagten unter anderem Freiheitsberaubung, schwere Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Zum Prozessauftakt wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Vorsitzende Richterin Sylvia Bittner begründete dies mit den besonders schutzwürdigen Interessen des zwölfjährigen Opfers. Das Gericht entsprach mit dem Beschluss einem Antrag der Nebenklage.

Der 36-jährige Angeklagte soll das Mädchen Anfang Juni in Leipzig auf dem Nachhauseweg von der Schule in einem Transporter entführt und missbraucht haben. Er soll den Mietwagen vor der Tat präpariert haben, so dass das Mädchen zum Beispiel Türen nicht von innen öffnen konnte. Nachdem er das Kind missbraucht haben soll, wollte er laut Anklage mit ihr noch an einen anderen Ort fahren.

Der Zwölfjährigen gelang es jedoch, mit ihrem Handy einen Notruf abzusetzen. Die Polizei konnte den Wagen dadurch im Bereich der Autobahn 38 an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt orten und das Mädchen nach drei Stunden befreien. Sondereinsatzkräfte stoppten den Transporter in der Nähe von Söhesten in Sachsen-Anhalt auf einer Straße. Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen. Der Staatsanwaltschaft zufolge ist der Mann bereits wegen Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften vorbestraft.

Für den Prozess sind zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen. Am Mittwoch kommender Woche wird das Urteil erwartet. Bis auf die Verlesung des Urteilstenors bleibt die Öffentlichkeit vom gesamten Verfahren ausgeschlossen.

+++ 11.10 Uhr: OECD rechnet mit stabilem Wachstum der Weltwirtschaft +++

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet auch in den kommenden Jahren ein stabiles Wachstum der Weltwirtschaft. In ihrem neuen Konjunkturausblick rechnet die Industrieländer-Organisation für dieses Jahr mit einem globalen Wachstum von 3,6 Prozent. Das ist 0,1 Prozentpunkt mehr als in der Prognose vom September und ein halber Prozentpunkt mehr als im schwachen Vorjahr.

Die Weltwirtschaft wachse mit dem höchsten Tempo seit 2010, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht der OECD. Die Experten rechnen damit, dass die Konjunktur in den kommenden beiden Jahren auf diesem Niveau bleibt. Sie warnen allerdings, dass nach wie vor zu wenig investiert werde.

+++ Russland verliert Kontakt zu Satelliten nach Raketenstart +++

Russland hat nach dem Start einer Rakete vom neuen Weltraumbahnhof Wostotschny den Kontakt zu einem Satelliten verloren. Es sei nicht gelungen, eine Verbindung herzustellen, der Satellit habe seine Zielumlaufbahn um die Erde nicht erreicht, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Nach der Ursache werde gesucht. Möglicherweise habe die Raketenoberstufe vom Typ Fregat nicht planmäßig gezündet, hieß es der Agentur Interfax zufolge aus Behördenkreisen. Die Sojus-Rakete war zuvor planmäßig gestartet. Es war erst der zweite Flug einer Rakete vom Kosmodrom Wostotschny. Auch bei der Eröffnung 2016 hatte es Probleme gegeben.

+++ 11.00 Uhr: Marihuana-Adventskalender findet in Kanada reißenden Absatz +++

Sie sind zwar illegal, aber sehr beliebt: Marihuana-Adventskalender sind in Kanada gerade ein Renner. Lorilee Fedler vom Online-Versandhandel Coast to Coast Medicinals sagte der Nachrichtenagentur AFP, ihr Unternehmen komme mit der Produktion der berauschenden Adventskalender kaum hinterher. 700 Stück seien bereits ausgeliefert worden, 2000 Bestellungen konnte die in Vancouver ansässige Firma aber noch nicht zustellen.
“Wir haben vielleicht 20 oder 30 Bestellungen erwartet”, sagte Fedler. “Wir dachten einfach, es wäre etwas Lustiges und Anderes für Erwachsene.”
Weil die Nachfrage nun so enorm sei, habe sie eine Reihe von Freunden eingespannt, um genügend Adventskalender herzustellen. Die Kalender mit der Aufschrift “Merry Cannabis” sind mit Rentieren verziert und entalten 26 Gramm getrocknetes Cannabis sowie mit der Droge versetztes Weihnachtsgebäck. Für den Adventsrausch verlangt Fedlers Firma zwischen 200 und 230 kanadische Dollar (130 bis 150 Euro).

+++ 10.52 Uhr: Großeinsatz der Polizei nach Amokdrohungen gegen Schulen +++

Amokdrohungen gegen zwei Schulen in Baden-Württemberg haben am Dienstag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. In zwei Gymnasien in Schramberg und Offenburg seien am Morgen per E-Mail Amokdrohungen eingegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Polizisten umstellten die Schulen, Schüler und Lehrer brachten sich den Angaben zufolge in den Klassenräumen in Sicherheit. Beamte durchsuchten die Gebäude. Es gebe aber keine Bestätigung für eine tatsächliche Bedrohung. Schüler und Lehrer seien wohlauf. Die Zeitung “Schwarzwälder Bote” berichtete, dass in Schramberg ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei per Hubschrauber gelandet sei.

+++ 10.37 Uhr: Boxweltmeister Charr widmet Merkel seinen WM-Titel +++

Seine größte Errungenschaft will Boxweltmeister Manuel  Charr Bundeskanzlerin Angela Merkel schenken. “Ich würde ihr auch gerne den Gürtel überreichen”, sagte Charr der “Bild-Zeitung”. Zwar habe er bislang keine persönliche Verbindung mit der CDU-Vorsitzenden. “Aber ich widme ihr diesen WM-Titel stellvertretend, weil Deutschland meine Heimat ist”, erklärte er. Eine Einladung nach Berlin, “zum Beispiel in den Bundestag oder das Kanzleramt”, wäre für Charr “eine Ehre”.

Der 33-jährige gebürtige Libanese hatte am Samstag mit einem Sieg gegen Alexander Ustinow für den ersten deutschen WM-Titel im Schwergewicht seit 85 Jahren gesorgt. Charr war vor dem Bürgerkrieg in seinem Geburtsland geflüchtet und boxt jetzt für Deutschland.

+++ 10.14 Uhr: Altenas Bürgermeister attackiert – 15 Zentimeter lange Schnittwunde +++

Andreas Hollstein Messerangriff_6.40Der Bürgermeister der sauerländischen Stadt Altena, Andreas Hollstein (CDU), hat bei der Messerattacke eine circa 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals erlitten. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Hagen mit. Nach ihren Angaben war Hollstein am Montagabend in einem Döner-Grill in Altena “von einem 56-jährigen Mann mit mutmaßlich fremdenfeindlicher Motivation angegriffen” worden.

Der Bürgermeister kam ins Krankenhaus, wurde inzwischen aber wieder entlassen. Der 56-Jährige wurde von in dem Grill anwesenden Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der Imbiss liegt direkt neben der Polizeiwache in Altena. Über weitere Ermittlungsergebnisse wollen Staatsanwaltschaft und Polizei um 13.00 Uhr bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Hagen berichten. 

+++ 10.04 Uhr: Vorsicht, fliegendes Pferd: Hubschrauber befreit Tier aus Schlucht +++

Mit einem Hubschrauber hat die Feuerwehr in Kalifornien ein Pferd aus einer Schlucht gerettet. Das Tier war mitsamt seiner Reiterin in den fast 100 Meter tiefen Abgrund gerutscht, wie die Retter in San Bernardino mitteilten. Während die Reiterin unverletzt zu Fuß den Unfallort verlassen konnte, kam das Pferd den Abhang nicht wieder hoch. Nachdem die Einsatzkräfte ernstere Verletzungen ausschließen konnten, legten sie dem Tier ein spezielles Geschirr zum Abtransport an. Der Gaul blieb ruhig, als der Rettungshubschrauber ihn an den Gurten sicher in die Luft hob.

+++ 9.42 Uhr: Durchsuchung bei Airbus in Frankreich wegen Kasachstan-Verdacht +++

Französische Ermittler haben Büros des Luftfahrtkonzerns Airbus in Frankreich durchsucht. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte einen Bericht des französischen Online-Magazins “Mediapart”. Die Aktion stehe im Kontext französischer Justizermittlungen im Zusammenhang mit Kasachstan. Nähere Angaben machte der Sprecher unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht. Airbus kooperiere mit den Behörden.

Nach Angaben von “Mediapart” hatten die Ermittler vergangene Woche Airbus-Büros in Suresnes bei Paris durchsucht. Das Investigativ-Medium hatte vergangene Woche berichtet, bei den schon länger laufenden Ermittlungen gehe es um Korruptionsverdacht bei früheren Geschäften mit Kasachstan.

+++ 9.34 Uhr: Dreyer sieht keine Mehrheit in der SPD für Große Koalition +++

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht in der SPD keine Mehrheit für eine große Koalition im Bund. “Es sind in der Partei viel weniger als 50 Prozent”, sagte die SPD-Politikerin in Mainz über eine Wiederauflage der großen Koalition zwischen SPD und Union.

Für eine große Koalition spreche, dass die Partei Verantwortung für Mitgestaltung übernehmen und ihre Herzensthemen einbringen könne, sagte Dreyer, die auf dem kommenden SPD-Bundesparteitag für den stellvertretenden Parteivorsitz kandidiert. Auch kenne man sich bereits und wisse, wo beide Seiten ihre Schmerzstellen hätten. “Aber eine Wiederauflage der großen Koalition wäre nicht dienlich für die Demokratie” und es gebe das Risiko einer weiteren Schwächung der Volksparteien.

+++ 8.50 Uhr: Python erwürgt thailändischen Besitzer +++

Eine Schlange hat ihren Besitzer in Thailand erwürgt. Die drei Meter lange Python umschlang den Mann aus der Stadt Sukothai im Norden des Landes nach einem Bericht der Tageszeitung “Bangkok Post” so heftig, dass der 55-Jährige keine Luft mehr bekam und starb. Seine Schwester versuchte noch, ihn zu retten, und zog die Schlange am Schwanz – aber ohne Erfolg.

Der Mann wollte die Python am Montagabend aus einem großen Gefäß holen, in dem er das Tier die letzten Jahre gehalten hatte. Zur Sicherheit hatte er auch ein Messer dabei. Die Schlange hatte dann auch einige Stichverletzungen, überlebte aber. Nachbarn und Verwandte fingen sie wieder eingefangen.

+++ 8.48 Uhr: Minister Schmidt bekräftigt: Bei Glyphosat alleine entschieden +++

Glyphosat Ja Zoff SPD CSU 22.00Bundesagrarminister Christian Schmidt hat bekräftigt, bei seinem Ja zu einer weiteren Zulassung des Unkrautgifts Glyphosat in der EU auf eigene Faust gehandelt zu haben. “Ich habe eine Entscheidung für mich getroffen und in meiner Ressortverantwortung”, antwortete der CSU-Politiker im ARD-”Morgenmagazin” auf die Frage, ob er vor seinem Ja vom Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) informiert habe. “Das sind Dinge, die man auf die Kappe nehmen muss. Dazu ist man da. Politiker, die nie entscheiden, ecken zwar nie an. Das sind aber auch nicht die, die das Land voranbringen”, sagte Schmidt zur Verteidigung seiner Entscheidung.

+++ 8.41 Uhr: Fernsehstar rechtfertigt Sexismus mit Asperger-Syndrom +++

Gegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs hat sich ein Fernsehstar aus Australien mit dem Hinweis auf das Asperger-Syndrom verteidigt. “Ich bin ein Asperger und habe jede Menge anderer genetischer Mängel”, sagte Don Burke dem australischen Sender ABC. Die milde Form des Autismus sei bisher jedoch nicht medizinisch diagnostiziert worden, sagte Burke weiter.

Am Montag beschuldigten über 50 Frauen den 70-Jährigen, während ihrer Zeit als Angestellte seiner Sendung in den 1980er und 90er Jahren von dem TV-Star sexuell genötigt worden zu sein. Burke bestreitet die Vorwürfe vehement und bezeichnete die Diskussion in den sozialen Medien als Hexenjagd gegen ihn. Der Verweis auf das Asperger-Syndrom brachte Burke viel Kritik ein.Akte Hollywood Skandal_9.45 

+++ 8.09 Uhr: Merkel: Bin entsetzt über Messerangriff auf Bürgermeister von Altena +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem Messerangriff auf den Bürgermeister des sauerländischen Altena bestürzt geäußert. “Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Hollstein – und sehr erleichtert, dass er schon wieder bei seiner Familie sein kann”, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen der Kanzlerin. “Dank auch an die, die ihm geholfen haben.”

Der CDU-Politiker Hollstein war am Montagabend in einem Dönerladen in Altena mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Die Behörden halten ein politisches Motiv für wahrscheinlich, weil der Täter sich auf die liberale Flüchtlingspolitik des Bürgermeisters bezogen haben soll.Andreas Hollstein Messerangriff_6.40

+++ 6.34 Uhr: Drei Tote bei Explosion in Gebäude in Vorort von Tel Aviv +++

Bei einer schweren Explosion in einem Gebäude in dem Tel Aviver Vorort Jaffa sind in der Nacht mindestens drei Menschen getötet worden. Fünf weitere seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Haus sei von der Wucht der Explosion eingestürzt. Der Auslöser sei noch unklar. Am Ort der Explosion brach auch ein heftiger Brand aus, Feuerwehr und Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz. Die Leichen wurden nach Ende der Löscharbeiten in den Trümmern gefunden. Ein Augenzeuge berichtete dem israelischen Rundfunk, die Explosion habe sich in einem Farbengeschäft ereignet.

+++ 5.54 Uhr: Umweltbundesamt: Luft an jeder zweiten verkehrsnahen Messstation zu schlecht +++

Die Belastung mit schädlichen Stickoxidabgasen in deutschen Städten ist unverändert hoch: In diesem Jahr sei an mehr als der Hälfte der verkehrsnahen Messstation die Luft zu schlecht gewesen, berichtete die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf vorläufige Auswertungen des Umweltbundesamtes. Der Stickstoffdioxid-Grenzwert sei an rund 58 Prozent der verkehrsnahen Messstellen überschritten worden, sagte Bundesamtspräsidentin Maria Krautzberger dem Blatt.

“Es hat sich also im Vergleich zum Vorjahr im Grunde nichts getan”, sagte Krautzberger. “2016 waren es 59 Prozent.” An besonders belasteten Standorten etwa in München oder Stuttgart seien die erlaubten Jahresmittelwerte von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter um das Doppelte überschritten worden. Als Verursacher der Luftbelastung gelten besonders Diesel-Fahrzeuge. Am Dienstagvormittag (10.00 Uhr) empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Vertreter der Kommunen zu einem erneuten Dieseltreffen zur Luftqualität in den Städten.

+++ 4.32 Uhr: Hoher chinesischer General begeht Suizid unter Korruptionsverdacht +++

Einer der höchsten chinesischen Armee-Generäle hat sich das Leben genommen. General Zhang Yang, ein Mitglied der Zentralen Militärkommission, habe nach Einleitung von Korruptionsermittlungen gegen ihn Suizid begangen, berichteten staatliche Medien. Er habe sich in seiner Pekinger Wohnung erhängt.  

+++ 4.24 Uhr: FDP: Ja zu Glyphosat stellt Koalitionsfähigkeit von Union und SPD in Frage +++

Glyphosat Ja Zoff SPD CSU 22.00Die FDP hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, die Unstimmigkeiten bei der Zulassungsverlängerung des Unkrautgifts Glyphosat in der EU rasch aufzuklären. “Die vorsätzliche Verletzung der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung stellt die Koalitionsfähigkeit als solche in Frage”, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann, der Deutschen Presse-Agentur. Bundeskanzlerin und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) “müssen nun schnell aufklären, was sie davon wussten und welche Konsequenzen dieser Verstoß nach sich zieht”.

+++ 3.59 Uhr: Zeuge im FIFA-Prozess: Millionen-Schmiergelder bei WM-Vergabe 2022 +++

Dem früheren Präsidenten des kolumbianischen Fußballverbands, Luis Bedoya, wurden eigener Aussage zufolge Schmiergelder in Millionenhöhe für seine Unterstützung bei der WM-Vergabe 2022 angeboten. Das sagte Bedoya im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal nach Angaben der Nachrichtenagentur AP vor Gericht in New York.

Der südamerikanische TV-Rechtehändler Mariano Jinkis habe ihm nach einem Treffen mit einem Vertreter des katarischen Fernsehens Zahlungen bis zu 15 Millionen Dollar (12,6 Mio Euro) in Aussicht gestellt, sagte Bedoya. Bedoya und die weiteren damals anwesenden FIFA-Exekutivmitglieder waren bei dem Votum im Jahr 2010 zwar nicht stimmberechtigt. Die Katarer hätten aber drei andere südamerikanische stimmberechtigten Mitglieder beeinflussen wollen. Bedoya war bis Ende 2015 Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee, wurde im Mai 2016 aber auf Lebenszeit gesperrt, nachdem er sich der Verabredung zum Überweisungsbetrug und organisierter Kriminalität schuldig bekannt hatte.  

+++ 3.45 Uhr: Pentagon sorgt mit Angaben zu Truppenstärke in Krisenländern für Verwirrung +++

Donald Trump Ticker_1215Das US-Verteidigungsministerium hat mit widersprüchlichen Angaben zur Truppenstärke im Ausland für Verwirrung gesorgt. In einem veröffentlichten Quartalsbericht nennt die zuständige Statistikabteilung des Ministeriums Zahlen, die erheblich über den offiziellen Regierungsangaben zur Truppenstärke in Afghanistan, im Irak und in Syrien liegen.

Die Diskrepanz liegt möglicherweise an politisch begründeten unterschiedlichen Zählweisen: Die frühere US-Regierung unter Präsident Barack Obama hatte sich eine strikte Begrenzung der US-Truppenzahlen in den Krisenländern zum Ziel gesetzt; um die selbst gesteckte Marke nicht zu überschreiten, fielen Teilnehmer bestimmter kurzfristiger Einsätze und bestimmte Personalklassen aus der offiziellen Statistik heraus. Pentagon-Sprecher Rob Manning sagte in Reaktion auf die Verwirrung um die Zahlen zu, sein Ministerium werde sich künftig “so transparent wie möglich” zu den Einsatzzahlen äußern.

+++ 3.26 Uhr: Taiwanesischer Bürgerrechtler in China zu fünf Jahren Haft verurteilt +++

Im ersten Prozess gegen einen taiwanesischen Bürgerrechtler wegen politischer Aktivitäten in China ist der Hochschullehrer Lee Ming-che zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das berichteten taiwanesische und chinesische Medien. Ein Volksgericht in Yueyang in der Provinz Hunan befand den 42-Jährigen der “Untergrabung der Staatsgewalt” für schuldig. Sein Fall schlägt in der freiheitlich demokratischen Inselrepublik und auch international große Wellen. Bei der Verhandlung im September hatte sich der Aktivist im Sinne der Anklage schuldig bekannt. Doch sahen Menschenrechtsorganisationen ein erzwungenes Geständnis. 

+++ 3.15 Uhr: Australier wegen Terrorplänen für Silvesternacht verurteilt +++

Wegen der Planung eines angeblichen Terroranschlags in der Silvesternacht ist in Australien ein 20-jähriger Mann verhaftet worden. Der mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wurde nach Polizeiangaben in einem Vorort von Melbourne festgenommen. Ihm wird zur Last gelegt, für den Jahreswechsel im Stadtzentrum der Millionenmetropole einen Anschlag geplant zu haben.

Der Verdächtige, der bereits am Montag verhaftet wurde, ist  Australier muslimischen Glaubens. Seine Eltern stammen aus Somalia. Vize-Polizeichef Shane Patton sagte, der Mann habe vorgehabt, in der Neujahrsnacht auf einem belebten Platz in der Stadtmitte mit einer automatischen Feuerwaffe “so viele Menschen wie möglich” zu töten.
Dazu habe er sich aus dem Internet auch schon eine Anleitung heruntergeladen.  

+++ 3.08 Uhr: Wasser im Schnorchel verursachte Brand auf verschollenem U-Boot +++

In der letzten Funkverbindung des vor knapp zwei Wochen verschollenen argentinischen U-Boots hat der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet. Das geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor, der vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht wurde. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.

U-Boot verschollen bei Argentinien_7.15“Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand”, heißt es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der “ARA San Juan” vom 15. November. Die Bug-Batterien seien außer Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmaßlichen Position des U-Boots. Der Marinesprecher Kapitän Enrique Balbi erklärte am Montag, zum dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei.23-U-Boot Argentinien ARA San Juan verschollen

+++ 3.05 Uhr: Opaschowski: Jamaika-Gespräche haben Politikverdrossenheit gestärkt +++

27: Union und SPD legen in Umfrage zu – dc51347534fb4f42Der Verlauf der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat nach Einschätzung des Zukunftsforschers Horst Opaschowski, 76, die Politikerverdrossenheit in der Bevölkerung verstärkt. In einer aktuellen repräsentativen Umfrage hätten 56 Prozent der Befragten der Aussage zugestimmt: ”Die Politiker sind den Herausforderungen der Zeit immer weniger gewachsen.” Vor einem Jahr hätten dies in der gemeinsamen Befragung mit dem Hamburger Ipsos-Institut nur 47 Prozent so gesehen. Bei seiner alljährlichen Studie habe er noch nie eine so dramatische Veränderung in dieser Frage gesehen. “Das ist ein Temperatursturz von fast zehn Prozentpunkten”, sagte der Zukunftsforscher.

+++ 2.14 Uhr: Flughafen der Urlaubsinsel Bali bleibt wegen Vulkanasche weiter geschlossen +++

Wegen des drohenden Vulkanausbruchs auf der indonesischen Ferieninsel Bali bleibt der Flughafen dort den zweiten Tag in Folge geschlossen. Der Flughafen Ngurah Rai werde mindestens bis Mittwochmorgen (Ortszeit) den Betrieb ruhen lassen, teilte der Betreiber am Dienstag mit. Auf den An- und Abflugrouten seien Vulkanasche-Wolken zu erwarten, was den Flugbetrieb gefährde.

Hunderte Flüge mussten bereits gestrichen werden. Auf Bali halten sich derzeit auch mindestens 5500 deutsche Urlauber auf. Der Vulkan Agung stößt seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke aus, am Montag stieg die Wolke 3400 Meter hoch in den Himmel. Die Behörden riefen deshalb bereits die höchste Warnstufe aus.27-Drohender Vulkanausbruch auf Bali-5660164829001 

+++ 1.29 Uhr: Zwei Tote bei doppeltem Zugunglück in Belgien +++

Bei einem doppelten Zugunglück in Belgien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden bei den Unfällen in der Provinz Hennegau, rund fünfzig Kilometer südlich von Brüssel, verletzt, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte. Bei den beiden Todesopfern habe es sich um Mitarbeiter des Zugnetzbetreibers Infrabel gehandelt, die Reparaturen an einem Bahnübergang bei Morlanwelz durchgeführt hätten. Dort war am Morgen ein Zug mit einem Pkw kollidiert. Zwei weitere Kollegen seien schwer verletzt worden. Bei den Reparaturarbeiten habe sich der beschädigte Zug von einem eingesetzten Kranzug gelöst, sei auf der abschüssigen Strecke heruntergerutscht und habe die Arbeiter erfasst, berichteten belgische Medien unter Berufung auf einen Infrabel-Sprecher.

+++ 1.29 Uhr: Deutsche Bahn: Unternehmenschef Lutz gibt Pünktlichkeitsziel für dieses Jahr auf +++

Als Reaktion auf gravierende Pannen und Sturm-Schäden gibt die Deutsche Bahn für dieses Jahr ihr Pünktlichkeitsziel auf. Den eigentlich für das Jahr 2017 anvisierten Zielwert von 80 Prozent pünktlichen Zügen werde die Bahn im Fernverkehr nicht mehr erreichen, sagte der neue Bahnchef Richard Lutz der “Süddeutschen Zeitung”. “Dafür ist zu viel passiert, gerade im zweiten Halbjahr”, sagte er. “Wir sind bei der Pünktlichkeit noch nicht da, wo wir hin wollen.”

“Herwart” und die BahnstreckenLutz zeigte sich enttäuscht über das Verfehlen des selbst gesteckten Ziels: “Das ärgert uns. Wir hatten den Kunden mehr versprochen.” Ihr Langfristziel von 85 Prozent pünktlichen Zügen wolle die Bahn aber nicht aufgeben. Bis dahin seien allerdings noch “beträchtliche Hindernisse zu beseitigen”. Die Bahn will nach Angaben ihres Chefs nun vor allem Ausfälle bei Unwettern wie zuletzt bei Sturm Xavier bekämpfen.

+++ 1.04 Uhr: Juncker: Flüchtlinge haben in Libyen “die Hölle gefunden” +++

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, Verbrechen gegen Flüchtlinge in Libyen zu unterbinden. “Ich kann nicht ruhig schlafen bei dem Gedanken, was jenen Menschen in Libyen passiert, die ein besseres Leben gesucht und in Libyen die Hölle gefunden haben”, sagte Juncker in einem Interview mit der Deutschen Welle. Europa dürfe nicht schweigen angesichts dieser “unglaublichen Probleme, die aus einem anderen Jahrhundert stammen”. Dort würden Migranten, die Europa nicht mehr über das Mittelmeer erreichen könnten, vergewaltigt, getötet und bestohlen. Die Flüchtlingslager glichen Gefängnissen.

+++ 0.10 Uhr: RAF-Terroristin bittet Schleyers Sohn um Verzeihung +++

40 Jahre nach der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer hat eine frühere RAF-Terroristin die Angehörigen um Verzeihung gebeten. Silke Maier-Witt, 67, die wegen der Entführung und Ermordung Schleyers zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, traf laut “Bild”-Zeitung vergangene Woche mit Jörg Schleyer, 63, dem jüngsten Sohn Schleyers, im mazedonischen Skopje zusammen, wo sie seit mehreren Jahren lebt. Sie begrüßte ihn mit den Worten: “Es klingt so platt. Aber ich möchte erst einmal um Verzeihung bitten. Es hilft nicht viel, aber ich denke, dass ich immer ausgewichen bin, mich dem zu stellen.” Auch die ARD-”Tagesthemen” haben darüber berichtet.

Seit 40 Jahren sucht Jörg Schleyer Antwort auf die Fragen, wie sein Vater die Geiselhaft verbracht hat und welcher Terrorist die tödlichen Schüsse abgegeben hat. Nach dem mehr als siebenstündigen Gespräch mit Maier-Witt sagte er dem Blatt: “Erstmalig habe ich aus dem Mund einer wegen des Mordes verurteilten Terroristin erfahren, wer die drei Personen sind, die bei meinem Vater waren, als die tödlichen Schüsse abgegeben wurden.” Er hoffe, dass weitere Täter Maier-Witts Beispiel folgen.13-LKA fahndet mit Videos nach Ex-RAF-Trio-5644210280001

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  4. Lützen bei Leipzig: Polizei befreit entführte Zwölfjährige aus Transporter
  5. News des Tages: Brandattacke in Kiel: Richter schickt Täter in Psychiatrie
  6. News des Tages: 20 Jahre Straflager: Gericht verurteilt Angeklagte im Nemzow-Mordfall
  7. News des Tages: NSU-Prozess: Witwe von Mordopfer beklagt vor Gericht unzureichende Aufklärung
  8. News des Tages: Drei Verletzte bei Schießerei in Zürich – Täter flüchtig
  9. News des Tages: Vergewaltigung in Bonn: Mutmaßlichem Täter wurde Asyl verwehrt
  10. News des Tages: Trump legt im Streit mit China nach
  11. News des Tages: Facebook kündigt schärferes Vorgehen gegen Fake News an
  12. News des Tages: Kaufhaus in Stockholm bleibt geschlossen – nach Shitstorm in den sozialen Medien
  13. News des Tages: Massenmörder Charles Manson ins Krankenhaus eingeliefert
  14. Sex-Täter begrapscht Zwölfjährige
  15. News des Tages: Angeblich Krebs mit Ayurveda besiegt – Bloggerin wegen Lüge verurteilt