News des Tages: U-Boot vor Argentinien verschwunden: Marine erklärt Besatzung für tot

Überblick über die wichtigsten Meldungen:

  • Deutscher Wetterdienst zieht dramatische Unwetterbilanz (17.28 Uhr)
  • Pflegerin aus Mönchengladbach findet Schatz zwischen Lebensmitteln (15.50 Uhr)
  • Schwer verletztes Kind nicht zum Arzt gebracht – Eltern müssen in Haft (13.58 Uhr)
  • Nordkoreas Raketen können laut Frankreich auch Europa erreichen (13.17 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.05 Uhr: Argentinische Marine erklärt U-Boot-Besatzung für tot +++

Die argentinische Marine hat die 44 Besatzungsmitglieder eines seit 15 Tagen im Atlantik vermissten U-Boots für tot erklärt. Die Suche nach Überlebenden werde eingestellt, sagte ein Sprecher in Buenos Aires. Es gehe nun nur noch um das Auffinden des Schiffes und nicht mehr um die Rettung der Crew, sagte Marine-Sprecher Enrique Balbi. Der Kontakt zur “ARA San Juan” und ihren 44 Besatzungsmitgliedern war kurz nach dem letzten Funkkontakt am 15. November abgebrochen. U-Boot verschollen bei Argentinien_7.15

+++ 22.00 Uhr: Störung bei WhatsApp +++

Der Messenger-Dienst WhatsApp ist zeitweise gestört gewesen. Betroffen von den Ausfällen waren unter anderem weite Teile Deutschlands. Doch auch in den Benelux-Staaten und Großbritannien hatten nach Angaben der Portale downdetector.com und allestoerungen.de viele Nutzer mit Problemen zu kämpfen. Bei den beiden Webseiten beklagten sich viele Nutzer über Ausfälle, so unter anderem auch an der US-Ostküste, Südamerika und Indien. WhatsApp_22.45

+++ 21.12 Uhr: Berlusconi muss nach Bunga-Bunga-Prozess wieder vor Gericht +++

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich italienischen Medienberichten zufolge von Februar an wieder vor Gericht verantworten. Dem 81-Jährigen werde vorgeworfen, einem Pianisten für eine Falschaussage in dem spektakulären Prozess um die “Bunga Bunga Partys” in seiner Villa Arcore bei Mailand 2013 monatlich 3000 Euro gezahlt zu haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Gericht in Siena berichtete.

Silvio Berlusconi ist wieder da, 21.00Demnach soll der Prozess am 1. Februar starten. Ein weiteres Verfahren in Sachen Zeugenbestechung soll bereits im Januar vor einem Gericht in Mailand beginnen, wo sich Berlusconi laut “Corriere della Sera” mit mehr als 20 weiteren Angeklagten verantworten muss. Mehreren Tänzerinnen und Showgirls werden dabei Falschaussagen gegen Bezahlung vorgeworfen.

+++ 18.39 Uhr: Einer der Initiatoren der “Ice Bucket Challenge” ist tot +++

Eine kalte Dusche für den guten Zweck: Die “Ice Bucket Challenge” bewegte im Jahr 2014 weltweit die Internetgemeinde, jetzt ist einer der Initiatoren gestorben. Anthony Senerchia habe “mutig gegen seine ALS-Krankheit gekämpft”, teilte seine Stiftung in Pelham über seinen Tod am Samstag mit. Er wurde 46. Senerchia und seine Frau hatten vor dreieinhalb Jahren die Idee der “Ice Bucket Challenge” sehr früh aufgegriffen und in den Dienst der ALS-Kranken gestellt.

Im Kampf gegen ALS kamen weltweit Millionen zusammen. Ein “spektakuläres und erfolgreiches Ereignis” sei die Eiseimer-Herausforderung im Rückblick betrachtet gewesen, sagte Thomas Meyer, Leiter der ALS-Ambulanz an der Berliner Charité, im Jahr 2016 über die Aktion.

+++ 18.25 Uhr: Island bildet einen Monat nach Wahl Links-rechts-Regierung +++

Island hat einen Monat nach den Parlamentswahlen eine Links-rechts-Regierung gebildet. Die neue Regierungschefin Katrin Jakobsdottir von den Linksgrünen bezeichnete das Dreiparteienkabinett als “höchst ungewöhnlich”. Die 41-Jährige ist die zweite Frau an der Spitze einer isländischen Regierung. An der Koalition sind außer den Linksgrünen auch die konservative Unabhängigkeitspartei und die Fortschrittspartei beteiligt, die Mitte-Rechts-Positionen bezieht.

+++ 17.28 Uhr: Deutscher Wetterdienst zieht dramatische Unwetterbilanz +++ 

Dramatische Unwetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Rund 30.000 Mal hat die Behörde in den vergangenen zwölf Monaten vor extremen Wettersituationen gewarnt. Zu den größten Unwettern zählten etwa die Orkane “Xavier” und “Herwart” im Herbst, wie der DWD mitteilte. Weitere Wetterkatastrophen waren demnach unter anderem die verheerenden Spätfröste im April sowie mehrere schwere Unwetter im Juni und Juli, die Überflutungen und Schlammlawinen mit sich brachten.

+++ 17.19 Uhr: Hendricks und Schmidt treffen sich nach Glyphosat-Streit +++

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und ihr Agrarkollege Christian Schmidt (CSU) haben sich nach dem Glyphosat-Zerwürfnis getroffen. Schmidt folgte einer Einladung von Hendricks in ihr Ministerium. Danach verbreiteten beide Seiten auf Twitter ein Foto von dem Treffen. Das Landwirtschaftsministerium zitierte Schmidt mit den Worten: ”Trotz unterschiedlicher Positionen ist kollegialer Umgang wichtig. Werden gemeinsam an Lösung arbeiten, um den Einsatz von #Glyphosat künftig restriktiver zu gestalten. Entgleiste Diskussion ist erschreckend.” Ein kollegialer Umgang sei ihm wichtig. Das Umweltministerium twitterte im Namen von Hendricks: “Ich finde die Gewaltdrohungen gegen Christian Schmidt unerträglich. Darum habe ich ihn eingeladen. Unser Dissens zu #Glyphosat ist nicht aus der Welt – wollen aber kollegial miteinander umgehen. Mein Ziel: naturverträglichere Landwirtschaft.” 

+++ 17.04 Uhr: Polizei ermittelt wegen Mordes gegen Geisterfahrer +++

Nach einer tödlichen Geisterfahrt auf der Autobahn 8 in Bayern ermittelt die Polizei gegen den Falschfahrer wegen Mordes.
Es deute einiges auf einen absichtlich herbeigeführten Unfall hin, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei dem Unfall vor einer Woche starb ein 36 Jahre alter Autofahrer, der dem Geisterfahrer nahe Leipheim (Landkreis Günzburg) nicht mehr ausweichen konnte. Der 58 Jahre alte Falschfahrer wurde schwer verletzt. Sein Gesundheitszustand habe sich mittlerweile stabilisiert. Er sei allerdings noch nicht vernommen worden, hieß es.

+++ 16.46 Uhr: Mehrheit für GroKo-Gespräche +++

Eine Mehrheit der Bundesbürger (61 Prozent) ist einer Umfrage zufolge dafür, dass die SPD in Gespräche mit der Union über eine Neuauflage der großen Koalition eintritt. Diese Ansicht vertreten auch 58 Prozent der Anhänger der Sozialdemokraten, wie die Erhebung des Allensbach-Instituts im Auftrag der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” ergab. Für eine baldige Neuwahl treten demnach vor allem Anhänger der Linkspartei und der AfD ein.

In einem Spitzentreffen mit den Parteivorsitzenden von SPD, CDU und CSU wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstagabend die Möglichkeiten einer Regierungsbildung ausloten.

Nach einer weiteren Umfrage des Emnid-Instituts für den Fernsehsender N24 sind 40 Prozent der 1000 Befragten für eine Neuauflage der großen Koalition. 29 Prozent präferieren eine Neuwahl, 26 Prozent sind für eine Minderheitsregierung unter Kanzlerin Angela Merkel.

+++ 16.27 Uhr: Berlin schränkt diplomatische Beziehungen zu Nordkorea ein +++

Als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest schränkt die Bundesregierung ihre diplomatischen Beziehungen zu Pjöngjang ein. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel teilte nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson in Washington mit, das deutsche Botschaftspersonal in Nordkorea werde reduziert. Die Bundesregierung habe zugleich Pjöngjang aufgefordert, Diplomaten aus der nordkoreanischen Botschaft in Berlin abzuziehen.

+++ 15.58 Uhr: US-Außenminister Tillerson soll durch CIA-Chef ersetzt werden +++

US-Außenminister Rex Tillerson soll einem Medienbericht zufolge abgelöst werden. An seine Stelle solle in den kommenden Wochen CIA-Direktor Mike Pompeo rücken, berichtete die “New York Times” unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter. 

+++ 15.50 Uhr: Pflegerin aus Mönchengladbach findet Goldmünzen zwischen Lebensmitteln +++

Eine Altenpflegerin aus Mönchengladbach hat an ihrem Arbeitsplatz einen unerwarteten Fund gemacht: In einem Karton voller Lebensmittel entdeckte sie über hundert wertvolle Goldmünzen. Eine 88-jährige Frau hatte dem Seniorenheim nach dem Tod ihres Mannes eine ganze Kiste voller Nahrung geschenkt, wie die Polizei erklärte. Die Großzügigkeit ihrer Spende sei ihr dabei wohl nicht bewusst gewesen. In mehreren Kunststoffdosen habe die Pflegekraft insgesamt 109 Münzen der Marke “Krügerrand” entdeckt. Nach Polizeiangaben könnte der heutige Wert des kleinen Goldschatzes im sechsstelligen Bereich liegen.

Nach dem ungewöhnlichen Fund habe die Pflegerin die Polizei gerufen. Laut Polizeibericht konnten die Beamten die rechtmäßige Besitzerin der Münzen rasch ausfindig machen und über ihr ungeahntes Vermögen aufklären. Die 88-Jährige habe von der Münzsammlung ihres Mannes nichts gewusst und sie dankbar zurückgenommen. 

+++ 15.47 Uhr: Gewaltsame Zusammenstöße bei Protesten gegen Duterte +++

Bei einer Demonstration gegen eine angestrebte Revolutionsregierung ist es zu Zusammenstößen zwischen Gegnern des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte und der Polizei gekommen. Mehr als 2000 linksgerichtete Demonstranten waren auf den Malacanang-Präsidentenpalast in Manila zumarschiert, wie örtliche Medien berichteten. Bei Zusammenstößen mit der Polizei soll es nach Angaben beider Seiten Verletzte gegeben haben. Genaue Zahlen seien aber nicht bekannt.

+++ 14.54 Uhr: Entrüstung in Kroatien über Urteil in UN-Tribunal +++

In Kroatien ist nach dem Schuldspruch gegen den bosnischen Kroaten Slobodan Praljak durch das UN-Kriegsverbrechertribunal und dessen Selbstmord die Entrüstung groß. Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic sagte, Praljaks Tod habe die Menschen in Kroatien tief getroffen. “Kroatien war nicht der Aggressor, sondern hat das meiste für das Überleben Bosnien-Herzegowinas als Staat getan”, sagte Grabar-Kitarovic.

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Der 72-jährige Praljak hatte am Mittwoch nach seiner endgültigen Verurteilung zu 20 Jahren Gefängnis eine Flüssigkeit eingenommen und war im Krankenhaus in Den Haag gestorben. Ermittler entdeckten Spuren von Gift. Praljak war mit fünf anderen ehemals hochrangigen bosnischen Kroaten wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Muslime im Bosnienkrieg (1992-1995) schuldig gesprochen worden. 

+++ 13.58 Uhr: Schwer verletztes Kind nicht zum Arzt gebracht – Eltern müssen in Haft +++

Ein Paar, das seinen kleinen Sohn trotz lebensgefährlicher Brandverletzungen nicht ärztlich behandeln ließ, muss ins Gefängnis. Der Vater wurde am Landgericht Regensburg zu fünf Jahren Haft verurteilt, die Mutter zu drei Jahren und neun Monaten. Die Frau hatte im vergangenen Herbst mit einem in Brand geratenen Benzinkanister im Garten hantiert. Dabei erlitt der jetzt Sechsjährige, der direkt daneben stand, die schweren Verletzungen. 

Aus Angst vor dem Jugendamt kümmerten sich die Eltern vier Tage lang kaum darum. Eine Zeugin bemerkte dann den Zustand des Kindes und informierte Polizei und Jugendamt. Der Junge und seine vier Geschwister befinden sich inzwischen alle in Obhut des Jugendamts.

+++ 13.17 Uhr: Frankreich: Nordkoreas Raketen können Europa erreichen +++teaser

Nordkoreanische Raketen können nach Einschätzung Frankreichs nun auch Europa erreichen. Verteidigungsministerin Florence Parly sagte dem Fernsehsender BFMTV, nur “wenige westliche Städte” seien gegen einen möglichen Beschuss mit Atomsprengköpfen geschützt. “Europa wie auch die Vereinigten Staaten sind sicherlich in Reichweite dieser Abschüsse”, fügte sie hinzu.

+++ 13.05 Uhr: Bevölkerungsanteil der Muslime in Europa steigt bis 2050 deutlich +++

Der Anteil der Muslime an der Bevölkerung Europas wird einer Studie zufolge bis 2050 deutlich steigen – selbst wenn jegliche Zuwanderung komplett gestoppt würde. Der Anteil der Muslime werde von schätzungsweise 4,9 Prozent im Jahr 2016 auf zwischen 7,4 und 14 Prozent steigen, errechnete das Washingtoner Forschungsinstitut Pew Research Center. Deutschland könnte demnach zu dem europäischen Land mit der höchsten Zahl muslimischer Einwohner werden. Das Institut erstellte für seine in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichte Studie drei Szenarien: Bei einer “Null-Migration” würde der Anteil der Muslime in Europa von 4,9 auf 7,4 Prozent steigen, bei einem “mittleren” Szenario auf 11,2 Prozent und bei einem “hohen Migrationsszenario” auf 14 Prozent.

+++ 12.37 Uhr: Nur 14 Prozent der Deutschen für Diesel-Fahrverbote in Städten +++

Nur eine Minderheit von 14 Prozent der Deutschen befürwortet Diesel-Fahrverbote in Städten, wenn eine saubere technische Lösung unmöglich ist. Das fand der GfK Verein in einer Umfrage heraus. Demnach ist die Befürwortung von Fahrverboten bei Bewohnern von Großstädten (19 Prozent) höher, auch Ältere halten ein Verbot eher für sinnvoll (17 Prozent).

+++ 12.09 Uhr: Baby ermordet? – 23-Jährige räumt Tat teilweise ein +++

Aus Angst um ihre Beziehung und ihren Arbeitsplatz soll eine 23-Jährige eine Schwangerschaft verheimlicht und ihr Baby nach der Geburt getötet haben. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Ravensburg räumte sie die Tat teilweise ein. Sie habe das Kind im Mai 2017 in der Nähe eines Bauernhofs heimlich zur Welt gebracht und ihm Küchenpapier in den Mund gesteckt, damit es nicht schreit, sagte die Angeklagte. Dann habe sie es zurückgelassen. Das Baby starb kurz darauf. Einige Tage später entdeckte ein Kind den Leichnam neben mehreren Strohballen. 

Die Staatsanwaltschaft wirft der 23-Jährigen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Die junge Frau soll die Tat begangen haben, weil ein Baby nicht zu ihrer beruflichen, finanziellen und partnerschaftlichen Situation passte. Die Angeklagte betonte dagegen, sie habe nicht gewollt, dass das Kind sterbe. “Dass es ersticken könnte, daran habe ich nicht gedacht”, sagte sie. 

+++ 11.19 Uhr: Gauland soll Kampfkandidatur gegen Pazderski um AfD-Vorsitz planen +++

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland plant nach “Bild”-Informationen auf dem Bundesparteitag eine Kampfkandidatur gegen den Berliner Landeschef Georg Pazderski um den Parteivorsitz. Im Falle seiner Wahl wolle Gauland mit dem bisherigen AfD-Chef Jörg Meuthen eine Doppelspitze bilden, berichtete die Zeitung. Die Entscheidung soll demnach nach einem “Geheimtreffen wichtiger Vertreter des Rechtsaußen-Flügels” der Partei gefallen sein.

Bei dem Treffen sei erörtert worden, wie der vom rechten AfD-Flügel als zu liberal abgelehnte Kandidat Pazderski gestoppt werden könne, berichtete die Zeitung weiter. Den Ausschlag soll das Argument gegeben haben, dass es nur der AfD-intern hoch angesehene Gauland vermöge, Pazderski zu schlagen.20-Gauland greift an: Merkel soll gehen-5652421194001

+++ 11.09 Uhr: Spider-Man” hätte fast nicht das Licht der Welt erblickt +++

Der Comic-Klassiker “Spider-Man” wäre beinahe nicht an die Öffentlichkeit gelangt, weil er dem Chef seines Erfinders Stan Lee nicht heroisch genug war. Er habe sich Spider-Man als einen Jugendlichen ausgedacht, der zwar die Wände hoch gehen kann, aber “viele persönliche Probleme” hat, sagte Lee vor Comic-Fans in Tokio. Peter Benjamin Parker, der sich hinter Spider-Man verbirgt, lebt bei seiner kranken Tante und muss sich um sie kümmern. Lee sagte, als er seinem Verleger die Geschichte vorgestellt habe, habe dieser gesagt: “Stan, das ist die schlechteste Idee, die ich je gehört habe.” Superhelden müssten erwachsen sein und dürften keine Probleme haben, argumentierte der Chef. Und außerdem hassten die Leute Spinnen und deswegen könne ein Superheld nicht “Spinnenmann” heißen.

+++ 10.51 Uhr: 50 Soldaten in der Türkei wegen Putschversuchs festgenommen +++

In der Türkei sind 50 weitere Angehörige der Luftwaffe wegen des Putschversuchs vom Juli 2016 festgenommen worden. Unter ihnen seien auch mehrere Kampfpiloten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. 16 weitere Soldaten der Luftwaffe würden von der Staatsanwaltschaft Eskisehir noch gesucht.

Für den Putschversuch wird die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen verantwortlich gemacht. Seitdem wurden mehr als 50.000 Menschen unter dem Verdacht inhaftiert, zu der verbotenen Bruderschaft Gülens zu gehören. Laut den letzten offiziellen Zahlen von Oktober waren darunter 7500 Militärangehörige, weitere 7500 Soldaten wurden entlassen.

+++ 10.45 Uhr: Unbekannter stößt U-Bahn-Fahrgast in Berlin ins Gleisbett +++

An einem Berliner U-Bahnhof hat ein Unbekannter einen 26 Jahre alten Mann unvermittelt ins Gleisbett gestoßen. Mehrere Menschen halfen dem Gestürzten wieder auf den Bahnsteig am Schöneberger Nollendorfplatz, wie die Polizei mitteilte. Verletzt habe sich der Mann bei dem Sturz am Mittwochabend nicht. Der Täter entkam. Er soll herumgeschrien haben, bevor er den 26-Jährigen stieß. Dieser war gerade aus einer U-Bahn ausgestiegen und der Zug aus dem Bahnhof gefahren.

Gewalt im öffentlichen Nahverkehr sorgt in Deutschland immer wieder für Entsetzen. Zuletzt hatte es in Berlin mehrere Fälle gegeben. Im Januar 2016 hatte ein psychisch kranker Mann eine 20-Jährige vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Die junge Frau war sofort tot.

+++ 10.35 Uhr: CSU fällt in Umfrage auf 37 Prozent +++

Der Machtkampf in der CSU wirkt sich verheerend auf ihr Ansehen bei den bayerischen Wählern aus: Die CSU ist in einer aktuellen Umfrage auf 37 Prozent abgesackt. Nur noch 21 Prozent der Befragten sagten, Ministerpräsident und Parteichef Horst Seehofer solle “vorerst in beiden Ämtern weitermachen” – 26 Prozent wollen dagegen, dass er beide Ämter sofort aufgibt. Bei der Umfrage des GMS-Instituts für “17:30 SAT.1 Bayern” sagten 83 Prozent, die CSU wirke auf sie derzeit “eher zerstritten” als einig und geschlossen. Nur noch 17 Prozent der Befragten wollen weiterhin eine Alleinregierung der CSU – 51 Prozent wünschen sich im Moment eine “CSU-geführte Staatsregierung mit Koalitionspartner”.

Die SPD kann von der Krise der bayerischen Regierungspartei nicht profitieren: Sie kommt in der Umfrage auf lediglich 15 Prozent. Die AfD dagegen verbessert sich weiter und kommt jetzt auf 14 Prozent. Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, würden 10 Prozent Grüne, 8 Prozent FDP und 7 Prozent die Freien Wähler wählen. Die Linke würde den Einzug in den Landtag mit 3 Prozent weiterhin nicht schaffen.

+++ 9.59 Uhr: Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,368 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November im Vergleich zum Vormonat um 20.000 auf 2,368 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 164.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,3 Prozent.

+++ 9.57 Uhr: Ungarns Polizei fasst drei syrische Geldboten von Schlepperbande +++

Die ungarische Polizei hat drei Syrer festgenommen, die als Geldboten für einen internationalen Schlepperring tätig gewesen sein sollen. Dabei beschlagnahmten die Beamten fast eine halbe Million Euro in bar. Die Aktion erfolgte auf Initiative der italienischen Behörden. Die Zugriffe waren bereits am Dienstag erfolgt, teilte die ungarische Polizei heute auf ihrer Webseite mit.

Außer Bargeld stellte die Polizei bei den Verdächtigen drei Kilo Goldschmuck sicher. Darüber hinaus wurden Bankkonten im Wert von 200.000 Euro gesperrt. Das Gericht in Mailand hatte 13 Personen zur Fahndung ausgeschrieben, die einer Bande angehören sollen, die mit Menschenschmuggel, Drogen- und Waffenhandel Geschäfte macht. Die drei in Ungarn festgenommenen Syrer sollen ihnen als Geldboten gedient haben.   

+++ 9.26 Uhr: Athen will Ägäisinseln entlasten – Migranten auf Festland gebracht +++

Um die völlig überfüllten Lager auf den Ostägäisinseln zu entlasten, hat das griechische Innenministerium rund 250 Flüchtlinge aufs Festland gebracht. Sie kamen an Bord einer Fähre aus der Insel Lesbos in der Hafenstadt Piräus an, wie Reporter griechischer Medien berichteten. “Es handelt sich um Menschen, die Schutz brauchen. Wir werden in den nächsten Tagen die Aktion intensivieren”, hatte am Vorabend der für die Migration zuständige Minister der staatlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA gesagt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen in den nächsten Tagen von den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos mindestens 3000 Flüchtlinge zum Festland gebracht werden. Es handele sich um Familien, alleinstehende Frauen, sowie Menschen mit erheblichen Gesundheitsproblemen und nicht um Menschen, die keine Chance haben, Asyl zu bekommen, hieß es aus Kreisen des Innenministeriums.

Auf den Inseln der Ostägäis sind die Flüchtlingslager restlos überfüllt. Allein auf Lesbos befinden sich mehr als 8500 Migranten, bei einer Aufnahmekapazität der Lager dort von 3500 Menschen. Die Lage hatte sich den vergangenen Tagen zugespitzt. Es kam zu Demonstrationen von Migranten auf Lesbos und anderen Inseln. Die Lokalbehörden hatten wiederholt erklärt, so könne es nicht weitergehen und vor unkontrollierbaren Zuständen gewarnt.

+++ 8.59 Uhr: Niederlande weisen US-Präsident Trump auf “Fakenews” hin +++

Die Niederlande haben Donald Trump auf “Fakenews” hingewiesen. Der US-Präsident hatte ein niederländisches Video auf Twitter weitergeleitet, auf dem ein holländischer Junge auf Krücken angeblich “von einem Muslim-Migranten” zusammengeschlagen wird. Die niederländische Botschaft in Washington teilte Trump via Twitter mit, dass das falsch sei. Der jugendliche Täter sei kein Migrant, sondern ein gebürtiger Niederländer und auch bestraft worden. “Fakten sind wichtig”, heißt es in dem Tweet.

Das Video mit dem Hinweis auf den angeblichen muslimischen Migranten-Hintergrund des Jungen hatte erst die britische rechtsextreme Politikerin Jayda Fransen verbreitet. Es war im Frühjahr zuerst auf einer niederländischen rechten Internet-Plattform gezeigt worden. Daraufhin hatte die Polizei einen 16-jährigen Jungen festgenommen. Er war zu einer Jugendstrafe verurteilt worden.30-Trump verschickt Tweets britischer Rechtsextremistin-5662981316001

+++ 8.21 Uhr: Eine Tote und drei Schwerstverletzte bei Verkehrsunfall in Baden-Württemberg +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall nach einem Überholmanöver sind gestern Abend in Baden-Württemberg eine Frau getötet und drei Männer schwerst verletzt worden. Auf einer Kreisstraße bei Ergenzingen hatte eine 22-jährige Autofahrerin ein Fahrzeug überholt und dabei nach ersten Erkenntnissen einen entgegenkommenden Pkw übersehen, wie die Polizei heute in Reutlingen mitteilte. Beide Pkw stießen frontal zusammen. Dabei zog sich die 22-Jährige tödliche Verletzungen zu. Drei Insassen des entgegenkommenden Wagens – der 24-jährige Fahrer und seine 20- und 28-jährigen Mitfahrer – wurden mit schwersten Verletzungen in Kliniken gebracht.

+++ 8.18 Uhr: Tausende Touristen verlassen Bali +++

Nach der Wiederinbetriebnahme des internationalen Flughafens auf Bali haben tausende Touristen die von einem Vulkanausbruch bedrohte Ferieninsel verlassen. Seit der Flughafen wieder geöffnet sei, normalisierten sich “die Dinge schrittweise”, sagte Flughafensprecher Israwadi. Mehr als 4500 Menschen seien inzwischen ausgeflogen worden.

Der internationale Flughafen von Bali war am Montag wegen einer riesigen Aschewolke aus dem Vulkan Agung geschlossen worden. Hunderte Flüge wurden gestrichen, mehr als 120.000 Urlauber saßen deswegen auf der Insel fest. Gestern wurde der Flugverkehr vorerst wieder aufgenommen, weil die Vulkanasche zunächst in eine andere Richtung geweht wurde. Zwar seint der Vulkan weniger Asche und Rauch auszustoßen, Experten mahnen aber zur Vorsicht. Ein größerer Ausbruch könne jederzeit erfolgen, hieß es.

+++ 7.11 Uhr: US-Tüftler plant Raketenflug für kommende Woche +++

Der US-Amerikaner Mike Hughes hält an seinen Plänen für einen riskanten Flug in einer selbstgebauten Rakete offenbar fest. Das Experiment könne nun möglicherweise am kommenden Montag stattfinden, wie der Sender Fox 5 berichtete. Zur Vorbereitung werde er “eine Menge Wasser” trinken, sagte der 61-Jährige dem Sender. Der Tüftler und Stuntman hat seine selbstgebastelte Rakete auf einem Privatgrundstück in dem kleinen Ort Amboy in der kalifornischen Mojave-Wüste aufgebaut. Den ursprünglich für den 25. November geplanten Start hatte er verschieben müssen. Ihm fehlte unter anderem die Genehmigung von der zuständigen US-Behörde für den Abschuss auf einem staatlichen Grundstück. Auf privatem Boden sei das nicht nötig, glaubt der Tüftler.

US-bastler will mit selbstgebauter Rakete beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist_16.15Hughes will mit seinem Flug über die Wüste nachweisen, dass die Erde eine Scheibe sei, wie er auf seiner Facebookseite schreibt. Das aus Altteilen zusammenbaute Flugobjekt könnte nach seinen Worten auf bis zu 600 Metern Höhe steigen und rund 500 Meilen pro Stunde (fast 800 Kilometer pro Stunde) schnell werden. Bei seinem letzten Experiment ähnlicher Art in Arizona hatte er derart schwere Verletzungen erlitten, dass er mehrere Wochen lang nur mit Gehhilfen unterwegs sein konnte.

+++ 6.01 Uhr: Vulkan auf Bali spuckt Asche zwei Kilometer hoch in die Luft +++

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali spuckt der Vulkan Agung inzwischen Asche mehr als zwei Kilometer hoch in die Atmosphäre. Die nationale Katastrophenschutzbehörde berichtete von zahlreichen kleineren Eruptionen. Ob daraus ein heftiger Ausbruch wird, weiß weiterhin niemand. Rund um den mehr als 3000 Meter hohen Berg im Osten der Insel gilt seit Beginn der Woche die höchste Alarmstufe. Trotzdem halten sich immer noch viele Anwohner in der Gegend auf, die eigentlich Sperrzone ist.

Der internationale Flughafen der Insel ist seit gestern wieder geöffnet. Allerdings wird es Tage dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert hat. Nach Angaben eines Flughafensprechers gab es zunächst nur etwa 20 Starts und Landungen. Normalerweise werden über den Flughafen in der Nähe der Insel-Hauptstadt Denpasar pro Tag etwa 400 Flüge abgewickelt.Vulkan _13.40

+++ 5.05 Uhr: Paar aus Delmenhorst schmückt Haus mit 55.000 Lichtern +++

Mit rund 55.000 Lichtern hat ein Ehepaar im niedersächsischen Delmenhorst sein Haus und Grundstück geschmückt. “Es gibt nicht einen Baum oder Busch, der nicht beleuchtet ist”, sagte Sven Borchart. Eingeschaltet werden soll das Lichtermeer am 1. Advent – bei einer Glühweinparty, zu der das Ehepaar bis zu 700 Gäste erwartet. Das Fest hat inzwischen Tradition, denn Martina und Sven Borchart schmücken ihr Haus zum 16. Mal. “Es hat mit fünf Lichterketten und drei Litern Glühwein angefangen. Jetzt sind wir bei 55.000 Lichtern und 150 Litern Glühwein”, sagte Sven Borchart.

Den großen Andrang nutzen sie für einen guten Zweck und sammeln Spenden für ein Projekt, das therapeutisches Reiten für behinderte Kinder anbietet. Im vergangenen Jahr kamen laut Borchart 3000 Euro an Spenden zusammen. Für das Lichtermeer auf dem Grundstück hat das Paar tief in die eigene Tasche gegriffen. “Ich schätze, es hat den Wert eines Mittelklassewagens, was hier verbaut ist”, sagt Borchart. Er rechnet in diesem Jahr mit Stromkosten von 700 bis 800 Euro. Beim Fest am 1. Advent wird das Paar finanziell unterstützt. Ein örtlicher Supermarkt spendiert den Glühwein.

+++ 3.54 Uhr: Spanische Polizei beschlagnahmt 331 Kilogramm Heroin +++

Bei einem ihrer größten Drogenfunde hat die spanische Polizei 331 Kilogramm Heroin beschlagnahmt. Die Drogen hätten einen Schätzwert von 120 Millionen Euro, wie Innenminister Juan Ignacio Zoido mitteilte. Das Gros der Drogen wurde demnach unter einer Zementladung auf einem Schiff entdeckt, das aus der Türkei kommend im Hafen von Barcelona angelegt hatte. Den Rest fanden Beamte in den Wohnungen von vier Verdächtigen, die im Laufe des Einsatzes gefasst wurden.

Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Spanier, einen Ecuadorianer und zwei Männer von der Dominikanischen Republik im Alter zwischen 30 und 45 Jahren. Ihnen werden Drogenhandel, Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

+++ 3.23 Uhr: 48 Militärs aus Diktaturzeit in Argentinien verurteilt +++

 Im größten Prozess der argentinischen Geschichte sind 48 ehemalige Militärs wegen Menschenrechtsverletzungen zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. 29 von ihnen erhielten lebenslange Haftstrafen, weitere 19 Angeklagte müssen zwischen 8 und 25 Jahre absitzen, wie ein Gericht in Buenos Aires verkündete. Sie wurden für die Verschleppung, Folterung und in den meisten Fällen auch Ermordung von 789 Menschen während der Militärdiktatur 1976-1983 schuldig befunden. Sechs der 54 Angeklagten wurden freigesprochen, unter ihnen der ehemalige Schatzsekretär der Diktatur, Juan Alemann. Zehn der Schuldigen waren schon in früheren Prozessen wegen anderer Menschenrechtsverletzungen zu Haftstrafen verurteilt worden, unter ihnen der ehemalige Marineoffizier Alfredo Astiz. Er wurde jetzt für die Verschleppung im Jahr 1977 der damals 17-jährigen Schwedin Dagmar Hagelin zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der fünfjährige Prozess befasste sich mit Menschenrechtsverletzungen in der berüchtigten Mechanikschule der Marine (ESMA), dem größten Konzentrationslager der Militärdiktatur, in dem über 4000 Menschen getötet wurden. Unter den Opfern der Verurteilten waren auch zwei französische Nonnen. Acht weitere Opfer waren betäubt aus Flugzeugen in den La-Plata-Fluss abgeworfen worden.

+++ 2.16 Uhr: Trump greift May nach Streit um islamfeindliche Videos an +++

Nach der Kritik Londons an der Weiterverbreitung islamfeindlicher Videos durch US-Präsident Donald Trump hat dieser die britische Premierministerin Theresa May angegriffen. May solle sich nicht auf ihn konzentrieren, sondern auf den “zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus” im Vereinigten Königreich, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor hatte ein Sprecher Mays Trump scharf kritisiert, nachdem dieser kommentarlos drei islamophobe Videos geteilt hatte, die auch von der rechtsextremistischen Gruppierung Britain First verbreitet und mit islamfeindlichen Texten unterlegt worden waren. “Es ist falsch vom US-Präsidenten, das getan zu haben”, sagte Mays Sprecher. Britain First versuche, die britische Gesellschaft durch den Gebrauch “hasserfüllter Erzählungen” zu spalten.

+++ 1.50 Uhr: Fluglinie gibt aus Versehen Tausenden Piloten weihnachtsfrei +++

Die Fluggesellschaft American Airlines (AA) hat wegen eines Computerfehlers aus Versehen viel zu vielen Piloten in der Weihnachtszeit frei gegeben. In der Konsequenz seien Tausende Flüge von Annullierung bedroht, erklärte die AA-Pilotengewerkschaft. Demnach habe die Fluglinie “bedeutende Löcher” in der Planung eingestanden, es gehe um 15.000 Flüge zwischen dem 17. und 31. Dezember, schrieb die “Dallas Morning News”.

AA erklärte auf Twitter, man wisse, wie wichtig Reisen in der Weihnachtszeit seien, und werde sich bemühen, die Ausfälle so gering wie möglich zu halten. Berichten zufolge bietet AA Piloten 150 Prozent ihrer Bezüge an, wenn sie Flüge übernehmen, die auszufallen drohen.

+++ 1.06 Uhr: US-Abgeordnete müssen Seminare gegen sexuelle Übergriffe absolvieren +++

Das US-Repräsentantenhaus hat für alle Mandatsträger und ihre Mitarbeiter ein verbindliches Training zur Vermeidung sexueller Übergriffe beschlossen. Die Abgeordneten verabschiedeten einstimmig eine entsprechende Resolution, die in ähnlicher Form bereits einstimmig vom Senat beschlossen worden war. Ab 2018 sollen alle 435 Mitglieder des Abgeordnetenhauses und tausende Mitarbeiter sowie Praktikanten obligatorische Seminare absolvieren.

“Wir können diese Art des Verhaltens nicht tolerieren und wir werden es nicht tolerieren”, erklärte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, der Republikaner Paul Ryan. Im US-Kongress soll es zahlreiche Fälle von sexuellen Übergriffen gegeben haben. Seit 1997 wurden allein im Abgeordnetenhaus in 264 Fällen außergerichtliche Einigungen getroffen.

+++ 0.27 Uhr: Schleyers Sohn kann Ex-Terroristin Maier-Witt nicht vergeben +++

Jörg Schleyer, jüngster Sohn des vor 40 Jahren von der RAF ermordeteten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, kann der Ex-Terroristin Silke Maier-Witt trotz ihrer Entschuldigung nicht verzeihen. “Frau Witt hat sich mir gegenüber in Skopje anständig verhalten. Aber einen fünffachen Mord kann ich ihr nicht vergeben. Für die Lossprechung von Sünden bin ich der falsche Ansprechpartner”, sagte Schleyer der “Bild”-Zeitung nach einem Treffen mit Maier-Witt vergangene Woche in der mazedonischen Hauptstadt.

Silke Meyer Witt entschuldigt sich bei Schleyers Sohn 12-12Zuvor hatte “Bild” berichtet, Maier-Witt habe Schleyer bei dem Treffen um Verzeihung gebeten. Die 67-Jährige war wegen Beteiligung an der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Bei der Entführung hatte die RAF den Fahrer und drei Leibwächter Schleyers erschossen. Bis heute ist ungeklärt, wer Schleyer nach sechs Wochen Geiselhaft erschossen hat. “Die Ex-Terroristin war sehr glaubwürdig. Zum Kerngeschehen hat sie nach meinem Eindruck mir alles Wesentliche berichtet”, so Jörg Schleyer. Dennoch: “Unser Kampf um die Wahrheit geht weiter. Wir suchen noch immer nach Details zur Todesstunde unseres geliebten Vaters.” 

+++ 0.05 Uhr: Verlorene Kamera filmt ihren eigenen Untergang +++

Kamera nach langer Reise angeschwemmt 10.05Eine wasserdichte Kamera, die anscheinend ihren eigenen Untergang an der britischen Küste gefilmt hat und wohl mehr als 800 Kilometer weit durchs Meer bis Deutschland getrieben ist, ist bei Facebook ein kleiner Hit. Nach wahrscheinlich zwei Monaten in der Nordsee landete die Kamera an der Küste Schleswig-Holsteins auf der Hallig Süderoog. Die Finder suchen den Besitzer. Der Gag: Man weiß, wie die Reise in England losging. Ein elf Minuten langes Filmchen auf der Speicherkarte zeigt verwackelte Aufnahmen von einem Strandurlaub eines kleinen Jungen am 1. September 2017. Irgendwann interessiert sich das Kind mehr für seinen Wassereimer als für die Kamera, die vom Boden aus noch einige Minuten das Strandleben aufzeichnet, wie auf den Bildern zu sehen ist. Dann kommt die Flut und reißt die Kamera ins Wasser. Minutenlang wirbelt der Zuschauer mit ihr durch die Unterwasserwelt.

Um den Jungen zu finden, haben die Hallig-Bewohner Nele Wree und Holger Spreer aus Süderoog das Video ins Internet gestellt. Mehr als 30.000 Mal wurde es angeklickt. Englische Seenotretter haben mittlerweile entdeckt, dass der noch unbekannte Junge die Kamera in der Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire verloren haben muss. Mit einer Simulation konnten Experten der Seenotleitung Bremen das bestätigen.

+++ 0.04 Uhr: USA fordern alle Länder auf, Beziehungen zu Nordkorea abzubrechen +++

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest sollen alle Länder ihre diplomatischen und Handelsbeziehungen mit Pjöngjang beenden. Das forderte die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, der am Mittwoch über die Lage beriet. Sie berichtete zudem, dass US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping gefordert habe, China solle sämtliche Öllieferungen an Nordkorea stoppen.

Zugleich warnte die US-Diplomatin, “im Falle eines Kriegs” werde die Führung in Nordkorea “vollkommen zerstört” werden. Mit seinem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete habe Nordkorea sich für “die Aggression entschieden” statt für einen friedlichen Prozess, sagte Haley. “Das Verhalten Nordkoreas ist immer weniger tolerierbar.” Trump hatte bereits bei seinem ersten Auftritt vor der Uno im September Nordkorea mit der “völligen Zerstörung” gedroht.Rakete_19.20

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