News des Tages: Zahlreiche Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischer Armee

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick: 

  • Zahlreiche Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Armee in Israel (12.28 Uhr)
  • Freitagsgebete: Massives Polizeiaufgebot am Tempelberg in Jeruslaem (11.00 Uhr)
  • May und Juncker erzielen ersten Durchbruch bei Brexit-Verhandlungen (7.73 Uhr) 
  • Frost und Schneefälle auf deutschen Straßen (7.30 Uhr)
  • Zwei Jugendliche bei Schießerei an US-Schule getötet (3.37 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 12.41 Uhr: Tausende protestieren in Istanbul gegen Trumps Entscheidung +++

In Istanbul haben tausende Türken nach dem Freitagsgebet gegen die US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels protestiert. Die Demonstranten, die durch das konservative Viertel Fatih zogen, hielten Plakate mit der Aufschrift “Jerusalem ist unsere Ehre” und “Nieder mit Amerika, nieder mit Israel” hoch. Viele schwenkten palästinensische Flaggen, während sie Slogans gegen Israel und die USA riefen.

+++ 12.31 Uhr: Neuer will Jugendhäuser auch in München und Berlin +++

Manuel Neuer (31) will mit seiner Stiftung in weiteren deutschen Städten Jugendhäuser aufbauen. “Mein Ziel ist es, noch ein Haus in München zu eröffnen und später auch in Berlin”, sagte der Weltmeister und Torhüter des FC Bayern der “Bild”-Zeitung am Freitag. In Gelsenkirchen-Buer (NRW), der Heimatstadt des Fußball-Profis, betreibt seine “Manuel Neuer Kids Foundation” schon eine Einrichtung, in der Kinder von 6 bis 18 Jahren neben der Schule betreut werden.

“Wir geben gesundes Frühstück aus und Mittagessen an der Ganztagsschule”, erzählte der momentan verletzte Torhüter. “Wir bieten Hausaufgabenhilfe und Prüfungsvorbereitungen an. Es gibt Benimm-Kurse, Tanzkurse, DJ-Workshops…”. Die Kinder könnten zudem zwei Schulsporthallen nutzen. 

+++ 12.28 Uhr: Zahlreiche Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Armee +++

Nach den muslimischen Freitagsgebeten ist es zu zahlreichen Zusammenstößen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Tausende demonstrierten in Jerusalem, im Westjordanland und im Gazastreifen gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump.

“Heute, am 30. Jahrestag der ersten Intifada (Palästinenseraufstand), erhebt sich unser Volk in Ablehnung gegen die Erklärung von Trump”, sagte Achmad Bahar, ein führender Hamas-Vertreter, während der Gebete am Freitag in Gaza.

Palästinenser verbrannten im Westjordanland Reifen und warfen Steine und Flaschen auf israelische Soldaten. Es kam unter anderem zu Ausschreitungen in Bethlehem, Nablus, Hebron und Gaza im Gazastreifen. Allein in der Nähe von Nablus gab es mindestens 40 Verletzte, unter anderem durch den Einsatz von Tränengas und Gummimantelgeschossen, wie der Rettungsdienst Roter Halbmond mitteilte.

Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Dschasira setzten Sicherheitskräfte in Hebron auch scharfe Munition ein. Israelische Polizisten und Soldaten vertrieben Demonstranten am Damaskus-Tor, einem Zugang zur Jerusalemer Altstadt.

“Die Waffe des Widerstandes wird ein Gesetz für die Befreiung Palästinas bleiben, der Befreiung von Jerusalem und der Al-Aksa-Moschee”, sagte Bahar. “Jerusalem ist die Hauptstadt Palästinas und auch die Hauptstadt der Araber und Muslime.” 

+++ 12.20 Uhr: Baby irrtümlich für tot erklärt – Klinik in Indien wird Lizenz entzogen +++

Nachdem Ärzte eines Krankenhauses in Neu-Delhi ein Frühchen fälschlicherweise für tot erklärt haben, hat die indische Regierung der Klinik die Lizenz entzogen. Das Krankenhaus habe sich der verbrecherischen Fahrlässigkeit schuldig gemacht, teilte das Gesundheitsministerium mit. “Das ist das dritte Mal, dass dem Krankenhaus in den vergangenen drei Monaten ein schwerer Fehler unterlaufen ist”, sagte der Gesundheitsminister Satyendra Jain. 

+++ 11.56 Uhr: Rund 50 Gefährder in diesem Jahr aus Deutschland abgeschoben +++ 

In diesem Jahr sind nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) rund 50 sogenannte Gefährder aus Deutschland abgeschoben worden. Dies seien deutlich mehr als 2016, als es lediglich Abschiebungen im einstelligen Bereich gegeben habe, sagte de Maizière zum Abschluss der Innenministerkonferenz (IMK) in Leipzig. Der Umgang mit sogenannten Gefährdern war ein Thema auf der zweitägigen Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern.

+++ 11.50 Uhr: Becker kritisiert Fernsehsender und fordert mehr Sport-Vielfalt +++

Der frühere Weltklasse-Tennisspieler Boris Becker hat mehr Sportarten-Vielfalt im Fernsehen gefordert. “Es gibt genügend Sportarten, die es verdient hätten, live bei den Öffentlich-Rechtlichen oder den Privaten übertragen zu werden”, sagte Becker im Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland).

Eine Übersättigung im TV von gerade populären Sportarten sei nie gut. Becker sieht auch darin den Niedergang des Tennis nach der erfolgreichen Ära von ihm oder Steffi Graf bei den Frauen begründet. ”Das Loch kam nicht, weil keiner mehr so gut war, sondern weil keiner mehr Tennis sehen konnte”, sagte Becker dem RND.

+++ 11.41 Uhr: Drogentoter liegt sieben Stunden unentdeckt in Zugtoilette +++

Ein 28-Jähriger ist in der Zugtoilette eines zwischen Basel und Offenburg hin und her fahrenden Regionalzugs an einer Überdosis gestorben und erst nach sieben Stunden entdeckt worden. Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung gebe es nicht, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Freiburg. Dass hinter der Tür der Toilette, die sich wegen der Leiche nur einen Spalt breit öffnen ließ, ein Toter lag, habe niemand ahnen können. “Jeder, der eine Toilettentür öffnen will, zieht sich ja sofort zurück, wenn sie sich nicht öffnen lässt”, sagte sie. Die “Badische Zeitung” hatte zuvor über den Fall berichtet, der sich schon Ende November ereignete.

Laut Polizei war der Mann ein polizeibekannter Drogenabhängiger. Der Sprecherin zufolge hatte er sich auf der Toilette Heroin gespritzt. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht. 

+++ 11.40 Uhr: Totes Neugeborenes auf Feld in Sachsen gefunden +++

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen im sächsischen Niederau suchen die Behörden nach der Mutter. Staatsanwaltschaft und Polizei baten in Dresden um Hinweise auf Vorgänge, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnten. Ein Lehrling hatte den toten Jungen am Donnerstag bei der Reparatur eines Zauns auf einem Feld nahe der Ortschaft im Kreis Meißen gefunden.

Nach Angaben der Ermittler suchten Einsatzkräfte daraufhin mit großem Aufwand die Umgebung ab, weil nicht auszuschließen war, dass sich auch die Mutter in einer hilflosen Lage befand. Dabei kamen auch Suchhunde und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

+++ 11.00 Uhr: Israel bereitet sich auf palästinensische Gewaltwelle vor +++

Aus Sorge vor Ausschreitungen nach den muslimischen Freitagsgebeten setzt die israelische Polizei zusätzliche Hundertschaften in Jerusalem ein. Es gebe keine Altersbeschränkungen für Muslime, die an der Al-Aksa-Moschee in der Altstadt beten wollten, sagte ein Sprecher der Polizei. Aus Protest gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA hat die radikal-islamische Hamas zum Beginn eines neuen Palästinenseraufstands (Intifada) für Freitag aufgerufen.

Bei Konfrontationen in Ramallah, Hebron, Bethlehem und am Rande des Gazastreifens wurden am Donnerstag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 80 Palästinenser verletzt.  

+++ 10.48 Uhr: Angeklagter Hussein K. soll laut Vater bereits 33 sein +++

Der im Mordprozess Freiburg vor der Jugendkammer angeklagte Flüchtling Hussein K. ist nach Angaben seines Vaters weitaus älter als angegeben. Ein amtliches Dokument gebe als Geburtsdatum den 29. Januar 1984 an, teilte die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk am Freitag am Landgericht mit. Das habe der im Iran lebende Vater des Angeklagten dem Gericht in einem Telefonat mitgeteilt. Hussein K. wäre demnach 33 Jahre alt, zur Tatzeit vor knapp 14 Monaten wäre er 32 Jahre alt gewesen. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 17 Jahre gewesen alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er aber zu, beim Alter gelogen zu haben. Ein konkretes Alter nannte er nicht, Dokumente gebe es nicht.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, im Oktober vergangenen Jahres in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Ein Urteil soll es im nächsten Frühjahr geben. Die Frage des Alters hat Auswirkungen auf die Höhe der Strafe: Es geht um die Frage, ob in dem Fall Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht gilt.

+++ 10.41 Uhr: Eisbärenbaby in Berliner Tierpark geboren +++

Für den Berliner Tierpark heißt es nun Daumendrücken: Ein Dreivierteljahr nach dem plötzlichen Tod von Eisbärenbaby Fritz hat seine Mutter Tonja (8) wieder winzigen Nachwuchs bekommen. Sie brachte am Donnerstag zwei Jungtiere zur Welt, von denen allerdings nur noch eines am Leben ist, wie der Tierpark im Osten der Hauptstadt am Freitag mitteilte. Es ist etwa meerschweinchengroß und hat noch kein typisch flauschiges Fell.

Das zweite Baby kam nach Tierpark-Angaben tot zur Welt. Es sei inzwischen nicht mehr auf den Kamerabildern aus der Wurfhöhle zu sehen. Das deutet darauf hin, dass das Muttertier es – wie bei Eisbären in solchen Fällen üblich – gefressen hat.

Auch das zweite Junge, dessen Geschlecht noch unklar ist, hat eine kritische Phase vor sich. “In den ersten 10 Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch”, erklärte Tierpark- und Zoo-Direktor Andreas Knieriem.

+++ 10.18 Uhr: Jamaika-Aus ist das Wort des Jahres +++

“Jamaika-Aus” ist zum Wort des Jahres 2017 gekürt worden. Der Begriff stehe nicht nur für die schwierige Regierungsbildung, sondern sei auch sprachlich interessant, erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden.
Auf dem zweiten Platz landete “Ehe für alle”, dahinter “#MeToo”. In die Liste schaffen es Begriffe, die nach dem Urteil der Sprachexperten für 2017 gesellschaftlich und politisch besonders relevant sind. Die Häufigkeit der Wörter ist weniger entscheidend.

+++ 9.52 Uhr: SPD setzt Parteitag mit Rede von Nahles fort +++

Mit einer Rede von Bundestags-Fraktionschefin Andrea Nahles hat die SPD am Freitag ihren Bundesparteitag fortgesetzt. Nahles beklagte vor den Delegierten in Berlin die Spaltung der Gesellschaft in Deutschland und Europa. Selbstkritisch fügte sie hinzu, die SPD habe trotz vieler Initiativen im Wahlkampf nicht hinreichend deutlich machen können, “was wir genau tun wollen, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken”.

+++ 9.38 Uhr: Video von Kaninchen-Retter im Kalifornischen Buschfeuer wird zum Viral-Hit +++

Ein Mann bewegt sich verzweifelt am Rande eines Flammeninfernos, um ein kleines Kaninchen zu retten: Die Aufnahme dieser Aktion in Kalifornien wird gerade zum Internet-Hit. Das Video entstand den Angaben nach zufällig, gefilmt von einem Fotografen des lokalen TV-Nachrichtensenders KABC: Es zeigt einen jungen Mann in Kapuzenpulli und kurzen Hosen vor einer lichterloh brennenden Buschlandschaft. Dort hatte er das kleine Tier in den Flammen entdeckt.

Anstatt sich selbst vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen, verlässt er an der berühmten Panoramastraße Highway 1 im Norden von Los Angeles sein Auto und springt erregt am Straßenrand auf und ab. Schließlich geht er in die Hocke und fängt das Kaninchen ein. ”Der junge Mann ist mein Held”, kommentierte ein Nutzer auf Twitter. Die Identität des Kaninchen-Retters war zunächst nicht bekannt.

+++ 8.37 Uhr: Abbas wird Pence angeblich nicht treffen +++

Nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA wird Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Angaben von Fatah-Vertretern US-Vizepräsident Mike Pence nicht wie geplant in Bethlehem treffen. “Dieses Treffen wird nicht stattfinden”, sagte der ehemalige Sicherheitschef Dschibril Radschub am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview. “Ich sage, im Namen der Fatah, dass wir keinerlei US-Vertreter in den Palästinensergebieten treffen werden.” Eine Bestätigung dafür von Abbas’ Büro gab es am Freitag zunächst nicht.

Pence habe Abbas am 19. Dezember in Bethlehem treffen wollen, sagte Radschub. Nach Medienberichten kommt Pence von 17. bis zum 19.
Dezember ins Heilige Land, um mit Vertretern Israels und der Palästinenser zu sprechen. Radschub forderte zudem alle arabischen Staaten auf, keine US-Vertreter zu treffen.

+++ 9.32 Uhr: Tusk warnt Briten vor den schwierigsten Herausforderungen in Brexit-Verhandlungen +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die britische Regierung davor gewarnt, die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen zu unterschätzen. Auch wenn er zufrieden mit der Einigung zum ersten Verhandlungsabschnitt sei, stehe “die schwierigste Herausforderung noch bevor”, sagte Tusk. Die EU brauche nun “mehr Klarheit” bezüglich der britischen Vorstellungen über die künftigen Beziehungen und stelle Bedingungen für eine von London gewünschte Übergangsphase nach dem Brexit.

+++ 8.42 Uhr: DHL-Paket mit Süßigkeiten ruft Kampfmittelräumdienst auf den Plan +++

Eine Süßigkeiten-Sendung hat im saarländischen Namborn Experten des Kampfmittelräumdienstes beschäftigt. Der Empfänger des Pakets hatte am Donnerstagabend die Polizei gerufen, weil er die Absenderadresse nicht zuordnen konnte und eine Verbindung zur Erpressung des Paketdienstleisters DHL für möglich hielt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums des saarländischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. “Es war eine Fehlzustellung.” In dem Paket entdeckten Sprengstoffexperten des Kampfmittelräumdienstes schließlich Süßigkeiten.

Ein unbekannter Erpresser hatte Anfang November Paketbomben an einen Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) und vergangenen Freitag an eine Apotheke in Potsdam geschickt. In einem verschlüsselten Schreiben wurde DHL zur Zahlung einer Geldsumme in Höhe von mehreren Millionen Euro aufgefordert. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Vorsicht im Umgang mit verdächtigen Sendungen auf. Seither mehren sich vor allem im Raum Berlin-Brandenburg die Fehlalarme. Im Saarland sei es der erste Fehlalarm wegen eines Pakets seit der DHL-Erpressung gewesen, sagte der Sprecher. 

+++ 8.37 Uhr: 

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+++ 07.53 Uhr: EU-Kommission empfiehlt zweite Phase der Brexit-Gespräche +++

Großbritannien und die Europäische Union haben bei ihren Brexit-Gesprächen einen ersten Durchbruch erzielt. Dies teilte am Freitagmorgen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der britischen Premierministerin Theresa May mit. “Es wurden genügend Fortschritte erzielt, damit wir jetzt in die zweite Phase der Verhandlungen eintreten können”, sagte Juncker.

Die EU hatte eine Einigung bei drei Topthemen zur Bedingung für Verhandlungen über die künftigen Beziehungen beider Seiten gemacht, die Großbritannien so rasch wie möglich klären will. Schon am Montag waren Kommissionschef Juncker und die britische Premierministerin May kurz vor einem Kompromiss, der aber dann doch nicht zustande gekommen war.

Bis zuletzt umstritten war in der ersten Verhandlungsphase, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können. Irland pochte auf eine schriftliche Zusage Großbritanniens, dass es keine feste Grenze auf der irischen Insel geben werde.

Eine am vergangenen Wochenende ausgehandelte Kompromissformel war zunächst auf Widerstand der nordirischen Partei DUP gestoßen, auf deren Stimmen May im britischen Parlament angewiesen ist. In tagelangen Gesprächen wurden diese Bedenken offenbar ausgeräumt.

Bewegung hatte es schon vorher bei den beiden anderen Topthemen gegeben: Bei den künftigen Rechten der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und bei der Schlussrechnung Großbritanniens für die während der EU-Mitgliedschaft gemeinsam eingegangenen Finanzverpflichtungen.  

+++ 7.30 Uhr: Wetterdienst warnt vor glatten Straßen +++

Autofahrer müssen sich heute fast überall in Deutschland auf rutschige Straßen einstellen. Vor allem im Bergland erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) gefährlichen Frost und Schneefälle. “Wer zu Hause bleiben kann, sollte zu Hause bleiben – oder sich für seine Fahrt zur Arbeit viel Zeit nehmen”, warnte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach. Die Schneefallgrenze liegt den Angaben zufolge örtlich bei nur 200 Metern. Während am Freitag in den tiefen Lagen nur rund zwei bis drei Zentimeter Neuschnee fallen, schneit es in den Alpen und den Mittelgebirgen längere Zeit. Dabei pendeln die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nur an der Nordsee werden fünf bis acht Grad erreicht. Dort regnet es hauptsächlich. 

+++ 06.06 Uhr: Empörung im Irak über Gesetzentwurf zur Zulassung von “Kinderehen” +++

Im Irak sorgt ein Gesetzentwurf für Empörung, der islamischen Geistlichen erlauben soll, Mädchen schon in der Pubertät zu verheiraten. Die Vereinten Nationen und ausländische Regierungen warnen, dass damit die rechtliche Stellung von Frauen weiter geschwächt würde. Manche Kritiker sehen in der Initiative gar eine Lizenz zur “Vergewaltigung von Kindern”, die den Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) würdig wäre.
Der Entwurf zur Änderung des Personenstandrechts von 1959 war Ende Oktober von konservativen schiitischen Abgeordneten eingebracht worden. Gemäß dem geltenden Gesetz liegt das Heiratsalter im Irak bei 18 Jahren, während das Recht zum Schließen der Ehe den Standesbeamten vorbehalten ist. Mit der geplanten Reform würden aber künftig religiöse Rechtsgelehrte entscheiden können, wer heiraten darf.

+++ 04.35 Uhr: Buschfeuer in Kalifornien – Entwarnung im Promi-Viertel Bel Air +++

Tausende Feuerwehrleute kämpften gegen sechs größere Brände in Südkalifornien an. Heftige Winde breiteten die Flammen teilweise weiter aus, doch an anderer Stelle konnten die Helfer die Feuersbrunst weiter eindämmen. Ein Buschfeuer am Rand des Promi-Viertels Bel Air war zu 30 Prozent unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sechs Häuser seien abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden, hieß es. Mehrere Tausend Menschen hatten dort ihre Villen räumen müssen. 07: Buschfeuer in Kalifornien Zehntausende müssen fliehen – 518ce97468fe277a

+++ 04.29 Uhr: Amazon entwirft Damenunterwäsche +++

Der US-Internetkonzern Amazon entwirft jetzt Damenunterwäsche: Seit einigen Tagen ist das firmeneigene Label Iris & Lilly am Start, wie Deutschland-Chef Ralf Kleber in München berichtete. Das Thema Eigenmarke sei für viele Modefirmen alltäglich – “für uns ein großer Schritt”. 

+++ 03.27 Uhr: Zwei Jugendliche bei Schießerei an US-Schule getötet +++

Bei einer Schießerei an einer Schule im US-Bundesstaat New Mexico sind zwei Jugendliche getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, starb auch der mutmaßliche Angreifer. Bezirks-Sheriff Ken Christesen wies Berichte über mehrere Verletzte zurück. Örtliche Medien hatten zuvor gemeldet, dass es 15 Verletzte gegeben habe. Das Motiv und die genaueren Umstände des Angriffs in der Stadt Aztec waren zunächst noch unklar.

+++ 02.31 Uhr: Polens Regierungschefin Szydlo tritt ab – Morawiecki wird Nachfolger +++

Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo ist zurückgetreten und hat damit den Weg für den Finanz-und Wirtschaftsminister Mateusz Morawiecki an die Spitze der Regierung frei gemacht. Der 49-Jährige Ex-Banker gilt als Vertrauter des PiS-Parteivorsitzenden Jaroslaw Kaczynski (68), des eigentlichen “starken Mannes” in der polnischen Führung. Die PiS wolle, dass Szydlo in der Regierung Morawiecki eine wichtige Rolle spiele, sagte Mazurek. “Die Personen ändern sich, aber unser Programm nicht.” Inoffiziell verlautete, Szydlo solle Stellvertreterin ihres bisherigen Superministers für Wirtschaft und Finanzen werden und ein Fachressort übernehmen. Das könne im Zuge einer Kabinettsumbildung im Januar geschehen. Die Regierungsumbildung 2018 könnte möglicherweise umfassendere Reformen des politischen Systems Polens vorbereiten. Polens Regierungschefin Szydlo tritt ab – Morawiecki wird Nachfolger 23.00

+++ 01.04 Uhr: Haftbefehl gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner +++

Die argentinische Justiz hat Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erlassen. Sie wird wegen mutmaßlicher Behinderung der Ermittlungen und Vaterlandsverrats im Zusammenhang mit einem Attentat gegen das jüdische Gemeindehaus Amia im Jahr 1994 angeklagt, bei dem 85 Menschen starben. Richter Claudio Bonadío ordnete einen Prozess gegen die ehemalige Staatschefin (2007-2015) an. Kirchner beschuldigte ihren Nachfolger Mauricio Macri, hinter der Strafverfolgung zu stehen, die sie als “politische Verfolgung”
bezeichnete.

+++ 00.32 Uhr: US-Kongress vermeidet “Shutdown” +++

Verrutscht Donald Trump bei dieser Rede das Gebiss_17.40Die US-Regierung hat einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte aus Geldmangel abgewendet. Abgeordnetenhaus und Senat verabschiedeten einen Gesetzestext, der den Bundeshaushalt bis zum 22. Dezember mit ausreichend Geld versorgt. Bis dahin muss eine längerfristige Lösung gefunden werden.
Die Demokraten wollen ihre Zustimmung unter anderem an eine Lösung für die Situation von Nachkommen einst illegaler Zuwanderer knüpfen. Ein Teil der Republikaner pocht auf eine Ausgabendeckelung für alles außer Rüstung, die Demokraten wollen steigende Rüstungsausgaben nur dann mittragen, wenn auch die anderen Ausgaben gleichermaßen steigen. 

+++ 00.20 Uhr: Bürger glauben nicht an Frieden zwischen Seehofer und Söder +++

Die zur Schau gestellte neue Eintracht zwischen den bisherigen CSU-Kontrahenten Horst Seehofer und Markus Söder ist der Mehrzahl der Bürger in Deutschland suspekt. 57 Prozent der Menschen glauben nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des “Focus”, dass der Friede zwischen den beiden bayerischen Politikern nicht halten wird.
Nur 25 Prozent sind optimistisch, dass wechselseitige Unmutsbekundungen der Vergangenheit angehören. Söder soll Seehofer im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten beerben. Pressestimmen CSU, 6.25

+++ 00.06 Uhr: Zwei Tote bei Unfall mit Kleinlaster in der Oberpfalz +++

Bei einem Auffahrunfall auf der A6 sind zwei Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Fahrer eines Kleinlasters am Donnerstagabend bei Nabburg (Landkreis Schwandorf, Bayern) auf einen Sattelzug auf. Der Kleinlaster fing Feuer. Beim Eintreffen der Polizei konnten beide Insassen nur noch tot geborgen werden. Video

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