News des Tages: 80-jährige Schmugglerin mit 31 Kilo Kokain aufgeflogen

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 80-Jährige will 31 Kilogramm Kokain schmuggeln (10.30 Uhr)
  • Verdächtige Päckchen: Bonner Weihnachtsmarkt evakuiert (8.11 Uhr)
  • Polizei in den USA meldet Anschlagsverhinderung (2.04 Uhr)
  • Zahlreiche Verletzte bei Zugunglücken in Österreich und Spanien (1.50 Uhr)
  • Familiennachzug: Gericht macht Kindeswohl geltend (0.42 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages:

+++ 11.57 Uhr: Noch nie so viele erfolgreiche Geldautomatensprengungen wie 2017 +++

 In Deutschland sind noch nie zuvor so viele Geldautomaten erfolgreich gesprengt worden wie in diesem Jahr: In 138 Fällen gelang es den Tätern, so an die Geldkassetten mit Scheinen zu kommen, wie die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf eine Umfrage bei den Landeskriminalämtern berichtete. Im vergangenen Jahr sei dies nur in 128 Fällen gelungen. Erstmals überhaupt gab es demnach mehr geglückte als missglückte Sprengversuche. Die Gesamtzahl aller Sprengungen ist dem Bericht zufolge in diesem Jahr aber gesunken: Bis kurz vor Weihnachten wurden deutschlandweit 262 Geldautomaten gesprengt. 2016 gab es 318 Explosionen.

+++ 11.47 Uhr. Feuer in Londoner Zoo ausgebrochen +++

Im Zoo von London ist ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte am frühen Morgen mit zehn Löschfahrzeugen und 72 Einsatzkräften aus, um die Flammen zu bekämpfen, wie die Feuerwehr der britischen Hauptstadt mitteilte. Betroffen waren demnach ein Café und ein Laden in der Nähe des Streichelzoos. Ob Tiere zu Schaden kamen, war zunächst unklar.

Der Feuerwehr wurde den Angaben zufolge um kurz nach 06.00 Uhr alarmiert. Drei Viertel des Gebäudes des Adventure-Cafés und des dazugehörenden Ladens und auch die Hälfte des Daches hätten in Flammen gestanden, teilte die Feuerwehr mit. Nach etwa dreieinhalb Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehr werde aber noch den ganzen Vormittag vor Ort bleiben, um letzte Brandherde zu ersticken, erklärte die Feuerwehr. Die Brandursache war demnach zunächst unklar.

+++ 10.56 Uhr: “Spiegel”: Bundeswehr trainiert mit ADAC-Hubschraubern +++

Die Bundeswehr lässt ihre Piloten wegen des schlechten Zustands ihrer Hubschrauberflotte einem “Spiegel”-Bericht zufolge künftig auch in ADAC-Hubschraubern trainieren. Das Verteidigungsministerium habe am vergangenen Dienstag per Vertrag für rund 21 Millionen Euro 6500 Flugstunden beim Automobilclub eingekauft, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. 

F125 Rep 17.48Grund der Notmaßnahme sei: Sowohl die erst vor einigen Jahren eingeführten Militärhubschrauber vom Typ “Tiger” als auch der NH90 leiden unter technischen Ausfällen und stehen nicht oft genug für Ausbildungsflüge zur Verfügung.

+++ 10.50 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Zusammenarbeit von Union und AfD +++

 Zwei Drittel der Deutschen lehnen eine Zusammenarbeit von CDU/CSU und AfD ab: In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid, die das Magazin “Focus” veröffentlichte,  sprachen sich 66 Prozent gegen eine solche politische Kooperation aus, dafür sind 30 Prozent. Im Westen des Landes befürworten dies 27 Prozent, im Osten 41 Prozent. 

+++ 10.40 Uhr: Lufthansa-Chef nennt Monopolvorwürfe absurd +++

Air Berlin – die Chronik_15.30Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat Monopolvorwürfe nach der Air-Berlin-Pleite scharf zurückgewiesen. “Uns alle möglichen Gemeinheiten zu unterstellen ist absurd. Das Wohl der Lufthansa hängt übrigens nicht an innerdeutschen Strecken, denn die machen weniger als fünf Prozent unseres Konzernumsatzes aus”, sagte Spohr der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Von einem Monopol könne keine Rede sein, denn innerdeutsch gebe es auch die Wettbewerber Bahn und den Fernbus. Zudem starte von Januar an der britische Billigflieger Easyjet auf vier innerdeutschen Strecken. “Für uns wird das ein härterer Wettbewerber, als Air Berlin es je war.”

+++ 10.30 Uhr: 80-Jährige will 31 Kilogramm Kokain schmuggeln +++

Beim größten je entdeckten Kokain-Schmuggel im Libanon ist eine 80-jährige Frau aufgeflogen. Die Venezolanerin habe versucht, 31 Kilogramm der Droge durch den Zoll des internationalen Flughafens von Beirut in das Land zu bringen, teilte Finanzminister Ali Hassan Khalil mit. Der Kokain-Fund in ihrem Gepäck sei der größte in der Geschichte des Landes. Die alte Frau war den Informationen zufolge am Freitag von Venezuela über Frankreich in die Hauptstadt des Mittelmeerlandes gereist.

Schwangere Drogenschmugglerin Zoomin 12.08

+++ 10.25 Uhr: Big Ben läutet wieder – vorübergehen +++

Das Londoner Wahrzeichen Big Ben läutet wieder. Nach längerer Pause sind die Glocken seit Samstagvormittag regelmäßig bis zum 1. Januar zu hören. Der 96 Meter hohe Uhrenturm des britischen Parlaments wird seit August vier Jahre lang aufwendig renoviert.

Das Geläut ist – bis auf wenige Ausnahmen zu besonderen Anlässen – bis zum Jahr 2021 ausgesetzt. Denn auch das Uhrwerk muss überholt werden. Außerdem würden die Bauarbeiter im Turm während der Glockenschläge ansonsten Hörschäden bekommen, hatten Experten erklärt.

+++ 10.14 Uhr: Polizei wirft Fahrer von Melbourne versuchten Mord vor +++

Der Autofahrer, der im australischen Melbourne in eine Menschenmenge gerast ist, muss sich vor Gericht wegen 18-fachen versuchten Mordes verantworten. Der 32-jährige gebürtige Afghane wurde einem Richter vorgeführt, wie die Polizei mitteilte.
Melbourne Auto MenschenmengeDem Mann wird zudem in einem Fall Gefährdung menschlichen Lebens zur Last gelegt. Eine Terror-Anklage gibt es derzeit nicht. Die Polizei hat die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen und schließt weitere Anklagepunkte nicht aus. Der Autofahrer war am Donnerstag nahe dem Bahnhof Flinders Station absichtlich in Fußgänger gefahren.

+++ 10.01 Uhr: Zahl der Morde in Mexiko auf höchsten Stand seit 20 Jahren +++

Die Gewalt der Drogenkartelle hat die Zahl der Morde in Mexiko auf einen neuen Höchststand getrieben. 23.101 Menschen wurden alleine in den ersten elf Monaten 2017 getötet, wie die mexikanischen Behörden mitteilten. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren. Alleine im November wurden 2212 Morde gemeldet, während im Oktober die Rekordzahl von 2380 Opfern verzeichnet wurde.

Bislang galt 2011 als das gewaltsamste Jahr in der jüngeren Geschichte des Landes. Damals wurden laut offizieller Statistik 22.409 Morde verübt. Mexiko leidet seit Jahren unter einem extrem gewalttätigen Drogenkrieg.

Die pompoesen Graeber der Drogenbosse 8.05

+++ 9.42 Uhr: Mindestens 32 Tote bei Busunglück in Indien +++ 

Bei einem Busunglück in Indien sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, stürzte der Bus im westlichen Bundesstaat Rajasthan von einer Brücke in einen Fluss. Nach Angaben von Überlebenden hatte der Fahrer bei einem Überholmanöver auf der Brücke die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

+++ 9.34 Uhr. Mindestens 133 Tote durch Tropensturm auf den Philippinen +++

 Bei schweren Unwettern auf den Philippinen sind merh als 130 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung mitteilte, wurden auf Mindanao, der zweitgrößten philippinischen Insel, beim Durchzug des Tropensturms “Tembin” mindestens 133 Menschen getötet, dutzende weitere wurden noch vermisst. Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden des Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus.

+++ 8.11 Uhr:: Verdächtige Päckchen: Bonner Weihnachtsmarkt evakuiert +++

Wegen mehrerer verdächtiger Päckchen ist am späten Freitagabend der Bonner Weihnachtsmarkt teilweise geräumt worden – am Ende stellten sich die Umschläge als Drogenlieferung heraus. Das teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. 

Zeugen hatten die Beamten alarmiert, weil sie an der Hauptpost in der Nähe des Weihnachtsmarktes einen Mann beobachtet hatten. Er habe mehrere dicke Umschläge in einen Briefkasten geworfen, dabei habe er sein Gesicht in einem Kapuzenpullover weitestgehend verborgen und Einweghandschuhe getragen. Die Polizei räumte daraufhin gegen 22 Uhr den Weihnachtsmarkt in diesem Bereich.

Erst gegen 2.45 Uhr in der Nacht war endgültig klar, dass es ein Fehlalarm war. Die verdächtige Substanz sei offensichtlich Rauschgift. Zwar liefen noch chemische Analysen und die Polizei ermittele in alle Richtungen. Jedoch sei von einer Drogenlieferung auszugehen, so die Polizei.

Potsdam

+++ 7.42 Uhr: Miss-America-Chef nach sexistischen Äußerungen suspendiert +++ 

Der Belästigungsskandal in den USA hat nun auch den Schönheitswettbewerb Miss America erreicht: Der Veranstalter suspendierte seinen Chef Sam Haskell, weil dieser sich in E-Mails beleidigend über ehemalige Gewinnerinnen des Wettbewerbs geäußert hatte. 49 frühere Miss Americas hatten zuvor in einem offenen Brief den Rücktritt des gesamten Führungsteams wegen sexistischer Sprüche gefordert.
 Mit dem offenen Brief reagierten die Frauen auf die Veröffentlichung interner E-Mails der Wettbewerbs-Organisatoren in der Internetzeitung “Huffington Post” am Donnerstag. Frühere Siegerinnen der Wahl wurden darin mit vulgären Begriffen belegt, die Männer machten sich über ihr Gewicht oder ihr Sexualleben lustig, Miss-America-Chef Haskell bezeichnete unter anderem eine frühere Gewinnerin als “ein Stück Müll”.

+++ 5.35 Uhr: Bundesanwaltschaft: Zahl der Terrorverfahren hat sich verfünffacht +++

Die Zahl der Terrorverfahren beim Generalbundesanwalt hat 2017 enorm zugenommen. In diesem Jahr seien rund 1200 Verfahren wegen Terrorismusverdachts neu eingeleitet worden, davon etwa 1000 mit islamistischem Hintergrund, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Nachrichtenagentur DPA in Karlsruhe. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr fast verfünffacht: 2016 waren es rund 250 Fälle gewesen, davon etwa 200 aus dem Islamismus-Bereich. 

+++ 5.04 Uhr: Rund 15.000 Menschen in Deutschland vermisst +++ 

Die Zahl der in Deutschland vermisst gemeldeten Menschen ist im laufenden Jahr auf vergleichsweise hohem Niveau geblieben. Zum Stichtag 1. Oktober waren es 14.903, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren zwar etwas weniger als zu dem Zeitpunkt im Vorjahr, als 15.700 Vermisste gezählt worden waren. Die Zahl liegt aber weiter deutlich über dem Wert von Anfang Oktober 2015. Damals waren es bundesweit lediglich etwa 9900 Vermisste.  

Chronologie Maddie McCann_15UhrDie starke Zunahme von 2015 auf 2016 hatte das BKA mit der gestiegenen Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in dieser Statistik begründet. Das Minus um rund 800 Vermisste von 2016 und 2017 sei angesichts der absoluten Zahlen nicht signifikant und könne nicht auf einen bestimmten Grund zurückgeführt werden, sagte eine BKA-Sprecherin. “Die Zahlen sind nur eine Momentaufnahme”, sagte sie. Teilweise schwankten die Werte pro Tag um 150 bis 200 Meldungen. “Dazu gehört der Vermisste, der seit 30 Jahren gesucht wird und der, der seit zehn Minuten vermisst wird”, erklärte die BKA-Sprecherin.

+++ 4.31 Uhr: “Thomas-Feuer” das größte in der Geschichte Kaliforniens +++

abgebranntes Haus_10.40Das seit knapp drei Wochen wütende Buschfeuer in Kalifornien hat sich zum größten in der Geschichte des US-Bundesstaates entwickelt. Die Flammen des sogenannten Thomas-Feuers in den Bezirken Ventura und Santa Barbara nördlich von Los Angeles haben mittlerweile eine Fläche von 273 400 Acres (1106 Quadratkilometern) erreicht, wie die kalifornische Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr hatte zuletzt langsam die Oberhand über den seit Anfang Dezember wütenden Flächenbrand nahe Santa Barbara gewonnen. Das Feuer sei zu 65 Prozent eingedämmt, hieß es . Die Ursache für den Brand wird noch untersucht.

Der bisher größte registrierte Flächenbrand in Kalifornien (seit Aufzeichnungen im Jahr 1932) vernichtete im Oktober 2003 im Bezirk San Diego eine Fläche von mehr als 1105 Quadratkilometern.  

+++ 4.17 Uhr: USA wollen offenbar Waffen an Ukraine liefern +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant offenbar Waffenlieferungen an die Ukraine. Man habe entschieden, die Ukraine mit “verbesserten Verteidigungskapazitäten” auszurüsten, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert un Washington. Damit wolle man die Bemühungen des Landes unterstützen, die eigene Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen sowie weitere Aggressionen zu verhindern.

Laut einem Bericht des Senders ABC News plant die US-Regierung die Lieferung von Panzerabwehrraketen. Ein Sprecher des Außenministeriums wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern und verwies auf die Stellungnahme Nauerts. Der Schritt dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland weiter verschärfen.  

18-Machtkampf in der Ukraine-5685912881001

+++ 4.12 Uhr: Hunderte Häftlinge dank Weihnachtsamnestie frei +++ 

Dank der in den meisten Bundesländern üblichen Weihnachtsamnestie haben wieder mehrere Hundert Häftlinge etwas früher das Gefängnis verlassen dürfen. Im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen wurden mit Stand Ende November 631 Strafgefangene vorzeitig entlassen, wie es aus dem Justizministerium in Düsseldorf hieß.

Die Bundesländer entscheiden selbst darüber, ob Gefangenen anlässlich des Weihnachtsfestes einige Tage erlassen werden. In NRW etwa gilt die Regelung für Insassen, deren Haft ohnehin nur bis zum 6. Januar gedauert hätte und die sich gut geführt haben. Sexualstraftäter und Kapitalverbrecher wie etwa Mörder sind davon ausgenommen. Ende August gab es in deutschen Gefängnissen insgesamt mehr als 64 000 Insassen.

+++ 3.09 Uhr.: USA-Astronaut McCandless gestorben +++

Der US-Astronaut Bruce McCandless ist tot. Das teilte die Raumfahrtagentur Nasa mit. Laut der Nasa war McCandless bereits am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Astronaut habe als erster Mensch bei einem Weltraumspaziergang frei im All geschwebt. Während der Apollo-11-Mission, dem ersten bemannten Flug zum Mond 1969, war er laut Nasa im Missionskontrollzentrum für die Kommunikation mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin zuständig.

+++ 2.04 Uhr: Polizei in den USA meldet Anschlagsverhinderung +++

Durch den Einsatz verdeckter Ermittler hat die US-Bundespolizei FBI nach eigenen Angaben einen schweren Anschlag an den Weihnachtstagen vereitelt. Sie nahm einen 26-jährigen Dschihadisten fest, der bei einem Terroranschlag auf ein beliebtes Ausflugsziel in San Francisco Zivilisten töten wollte, wie es in einer Erklärung hieß. Der Mann habe seine Pläne einem verdeckten FBI-Ermittler gestanden, der sich als Vertreter der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausgegeben habe.

Dem festgenommenen Everitt Aaron J. drohen nun 20 Jahre Haft. Als Anschlagsziel habe er den Pier 39 in San Francisco ausgewählt, eine bei Ausflüglern beliebten Uferpromenade. Er habe eine Explosion auslösen wollen und dann Zivilisten wahllos mit Schusswaffen oder einem Fahrzeug töten wollen, sagte der verdeckte FBI-Ermittler laut seiner Behörde aus.

+++ 1.50 Uhr: Zahlreiche Verletzte bei Zugunglücken in Österreich und Spanien +++

Bei Zugunglücken in Österreich und Spanien sind kurz vor Weihnachten Dutzende Menschen verletzt worden. Zwölf Menschen zogen sich bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe von Wien leichte bis mittelschwere Verletzungen zu, wie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Rote Kreuz am späten Freitagabend mitteilten. 30 bis 50 weitere Fahrgäste seien unverletzt geblieben. Die Züge waren nach ersten Ermittlungen in gleicher Richtung unterwegs gewesen und im Bahnhofsbereich des Ortes Kritzendorf seitlich aneinandergeraten. Über die Unfallursache konnte ein Sprecher der Polizei Niederösterreich zunächst keine Angaben machen.

19-Mindestens drei Tote nach Zugunglück in den USA-5687021582001In Alcalá de Henares nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wurden ebenfalls am Freitag bei einem Zugunglück zwei Menschen schwer verletzt. Knapp 40 weitere Passagiere seien wegen leichterer und mittelschwerer Verletzungen wie Prellungen und Schock behandelt worden, teilten lokale Behörden mit. Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag, als eine doppelstöckige S-Bahn am Endbahnhof nicht rechtzeitig bremsen konnte und gegen einen Sicherheitsprellbock am Bahnsteigende krachte. Die genaueren Hintergründe des Unfalls waren vorerst noch unklar.

+++ 0.42 Uhr: Familiennnachzug: Gericht macht Kindeswohl geltend +++

Ein richtungsweisendes Urteil zum Familiennachzug von Flüchtlingen ist nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios überraschend rechtskräftig geworden. Demnach fordert das Berliner Verwaltungsgericht das Auswärtige Amt auf, einem inzwischen 16-jährigen syrischen Flüchtling mit einer schweren Traumatisierung den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zu ermöglichen, obwohl ihm nur der subsidiäre, also eingeschränkte Schutz zuerkannt worden war.

Für diese Gruppe von Flüchtlingen ist der Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt. Als Begründung nannten die Richter demnach das Kindeswohl. Das Auswärtige Amt hatte laut Bericht eine bereits eingereichte Berufung zurückgezogen.

+++ 10.21 Uhr: Nahles kritisiert Zustand der SPD +++

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles ist unzufrieden mit dem Zustand ihrer Partei. In einem Interview mit dem “Spiegel” warnte Nahles die Genossen davor, die eigene Lage schönzureden und sich vor Regierungsverantwortung zu drücken. “Manche folgen dieser Sehnsucht nach einer bequemen Nische, in der die SPD machen kann, was sie will”, kritisierte sie. “Diese Sehnsucht habe ich auch mal geteilt, bis ich gemerkt habe, dass es so nicht funktioniert.”

Nahles übte Kritik am innerparteilichen Diskurs: “Ich habe auf unserem letzten Parteitag gesessen und gedacht: Die SPD muss schwer aufpassen, dass sie ihre eigene Identität noch durchbuchstabieren kann.” Es helfe nicht, nur Maximalpositionen zu besetzen. Die SPD müsse auch ein Angebot an Leistungsträger machen. “Zu den Genen unserer Partei gehört neben der Solidarität auch, dass wir uns an Arbeit und Leistung orientieren und nicht nur an staatlicher Umverteilung wie die Linkspartei”, sagte Nahles.

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