Gewaltwelle: Mehr als 30 Tote – Drogenkartelle halten Mexiko in blutiger Geiselhaft

In einer Gewaltwelle sind in dem an die USA angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Chihuahua binnen weniger Stunden mindestens 31 Menschen getötet worden. Einige Opfer wiesen Folterspuren auf. Nach lokalen Medienberichten wurden allein in der berüchtigten Grenzstadt Ciudad Juárez 21 Menschen getötet, darunter vier Frauen und ein Kind. Der Sicherheitschef von Ciudad Juárez, Ricardo Realivázquez, sagte, die meisten der getöteten Menschen hätten einen Bezug zum Sinaloa-Drogenkartell, das sich im Kampf um Einflussphären mit dem Juárez-Kartell bekriege.

Behörden schieben Schuld auf Kartelle 

Es kommt in der Region immer wieder zu Racheakten, bei denen auch Familienangehörige von Kartellmitgliedern brutal hingerichtet werden. “Diese Zunahme an Morden bedeutet keinen Kontrollverlust im Sicherheitsbereich, sondern ist Resultat eines Konfliktes zwischen kriminellen Gruppen”, betonte Bürgermeister Armando Cabada.

Drogenboss Nunez verhaftet 7.50h Auch im Südosten des Landes liefern sich die Kartelle tödliche Auseinandersetzungen. In der Stadt Tlacotlalpan im Bundesstaat Veracruz wurden Donnerstag auf der Motorhaube eines abgestellten Taxis fünf abgetrennte Köpfe entdeckt. Beigefügt war auch eine Drohbotschaft des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, wie aus dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Polizeibericht hervorgeht.

Ist die Verhaftung von El Chapo Schuld?

Die mächtige Drogenbande ist in der Gegend in einen erbitterten Kampf mit dem Kartell Los Zetas verwickelt. Die Kartelle kämpfen demnach um die Kontrolle im lukrativen Geschäft des Treibstoff-Diebstahls in dem Gebiet. Die staatliche Ölgesellschaft Pemex kostete der Diebstahl seit 2010 nach eigenen Angaben 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro). In den vergangenen Monaten nahm die Drogengewalt in Mexiko weiter zu.

Heaven’s Angels-Biker wollen nur Gutes 14.48

2017 war das tödlichste jemals registrierte Jahr in dem Konflikt. Zwischen Januar und November wurden mehr als 23.000 Morde begangen. Als ein Grund werden Kartellkriege vermutet, nachdem mit der Auslieferung des Drogenbosses El Chapo an die USA ein Machtvakuum entstanden war.

 

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