News des Tages: 40-Jähriger stirbt in Polizeigewahrsam in NRW

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 40-Jähriger stirbt in Polizeigewahrsam in NRW (14.55 Uhr)
  • Feuer im Trump-Tower ausgebrochen (13.38 Uhr)
  • Angeklagter gesteht Anschlag auf BVB (9.52 Uhr)
  • Brennender Öltanker vor China droht zu explodieren (9.12 Uhr)
  • Peter kandidiert nicht mehr als Grünen-Chefin (8.06 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.26 Uhr: US-Vizepräsident besucht am 20. Januar den Nahen Osten +++

Anderthalb Monate nach der umstrittenen Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump reist sein Stellvertreter Mike Pence in den Nahen Osten. Der Vize-Präsident starte seine Reise am 20. Januar, teilte ein US-Vertreter in Washington mit. Sie werde ihn nach Ägypten, Jordanien und Israel führen. Ursprünglich hatte Pence die Region bereits Anfang Dezember besuchen wollen. Die Reise wurde aber wegen der Spannungen aufgeschoben, die Trumps Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels ausgelöst hatte.

+++ 17.41 Uhr: Autofahrer tötet 20 Schafe +++

Ein Autofahrer ist auf einer Straße in Schwaben in eine Herde Schafe gefahren und hat dabei 20 Tiere getötet. Schäfer hatten das Vieh von einer Weide auf eine Straße bei Harburg im bayerischen Landkreis Donau-Ries getrieben und die rund 800 Tiere mit zwei Fahrzeugen abgesichert, wie die Polizei mitteilte. Der 43-jährige Autofahrer bemerkte die Schafe dennoch zu spät und fuhr in die Herde. Er erlitt einen Schock. Am Wagen entstand Totalschaden.

+++ 17.35 Uhr: Umstrittener Berliner Grundschullehrer suspendiert +++

Der umstrittene Berliner Grundschullehrer Nikolai N. ist bis auf weiteres vom Unterricht freigestellt. Das berichtet der Berliner “Tagesspiegel” unter Berufung auf die Leitung der Vineta-Grundschule, an der N. bislang unterrichtete.

Der Pädagoge betreibt auf der Videoplattform Youtube einen Kanal, auf dem er rechte Verschwörungstheorien verbreitet. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung hatte nach Bekanntwerden der Videos Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung erstattet.

Verschwöungstheoretiker Berlin Grundschule 13.46

+++ 17.09 Uhr: 2017 teuerstes Katastrophenjahr der US-Geschichte +++

2017 war das teuerste Katastrophenjahr in der US-Geschichte. Durch eine Reihe von Stürmen und Bränden hätten sich Schäden in Höhe von 306 Milliarden Dollar (254 Milliarden Euro) angehäuft, teilte die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) mit. Bislang war 2005 mit den Hurrikanes “Katrina”, “Wilma” und “Rita” das Jahr mit den höchsten Schäden gewesen.

+++ 16.15 Uhr: Angriff auf Flüchtlinge in Cottbus – Staatsschutz ermittelt +++

Mehrere Unbekannte sollen in eine Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg eingedrungen sein und Bewohner verletzt haben. Der Staatsschutz ermittelt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Es gehe um gefährliche Körperverletzung, und es müsse auch geprüft werden, ob ein fremdenfeindliches Motiv hinter dem Angriff in dem Cottbuser Heim stecke. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche am 1. Januar.

Nach Angaben der Polizei ging bei den Einsatzkräften gegen 02.10 Uhr ein Notruf vom Wachschutz der betroffenen Unterkunft ein. Mehrere Deutsche sollen dort zuvor geklingelt und die Wachschutzmitarbeiter geöffnet haben. Als dann keiner eingetreten sei, hätten Mitarbeiter an der Tür nachgesehen. Dann hätten vier Männer und zwei Frauen die Unterkunft gestürmt und seien auf mehrere Flüchtlinge losgegangen. 08-Kölner bleiben trotz Hochwasser gelassen-5705050463001

+++ 16.09 Uhr: Feuer in New Yorker Trump Tower +++

Auf dem Dach des Trump Tower in New York, dem privaten Wohnsitz von US-Präsident Donald Trump und seiner Familie, hat ein Feuer gebrannt. Ein Mensch wurde schwer verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte.

Nach Angaben von Trumps Sohn Eric, der die Geschäfte des Vaters seit dessen Präsidentschaft mit Bruder Don führt, brach das Feuer in einem Kühlturm auf dem Dach aus. Die Feuerwehr habe innerhalb von Minuten reagiert und ausgezeichnete Arbeit geleistet, schrieb Eric Trump auf Twitter. 

Laut Polizei wurde der Trump Tower nicht evakuiert. Präsident Trump befand sich zur Zeit des Feuers nicht in dem Gebäude an der Fifth Avenue in New York.

+++ 16.08 Uhr: Ausnahmezustand in der Türkei soll verlängert werden +++

Der Ausnahmezustand in der Türkei soll zum sechsten Mal seit dem Putschversuch vom Juli 2016 verlängert werden. Das Kabinett habe eine erneute Verlängerung empfohlen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Bekir Bozdag in der Hauptstadt Ankara. Das Parlament muss noch zustimmen. Dort hat die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Mehrheit.

+++ 15.26 Uhr: 23 Verletzte bei Busunglück in Italien +++

Ein Bus mit 50 Schülern an Bord ist in Norditalien von der Straße abgekommen und auf die Seite gekippt. 23 Kinder wurden bei dem Unfall in der Gemeinde Castellucchio in der Lombardei verletzt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Es gebe aber keine Schwerverletzten. Die Kinder seien auf dem Nachhauseweg gewesen, als das Unglück passierte. Medienberichten zufolge könnte der Busfahrer einen Anfall erlitten haben.08-Groko-Sondierer: Spitzensteuersatz soll später greifen-5704974996001

+++ 15.21 Uhr: GroKo-Sondierer rücken offenbar von Klimaziel ab +++

Die Unterhändler von Union und SPD wollen das deutsche Klimaschutzziel einer Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 offiziell aufgeben. Stattdessen soll mit einem Maßnahmenpaket erreicht werden, dass die Lücke zu diesem Ziel so weit wie möglich geschlossen werden kann. Das sieht nach Informationen der Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen in Berlin die Einigung der Sondierungsgruppe “Energie, Klimaschutz, Umwelt” vor.
Der Kompromiss sei aber noch nicht von den Partei- und Fraktionschefs abgesegnet. Zuerst hatte das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) über das ihm vorliegende Ergebnispapier berichtet.

+++ 15.20 Uhr: Einbrecher stürzt bei Flucht ab +++

Einem Einbrecher in Frankfurt ist die filmreife Flucht über ein Fallrohr gründlich misslungen. Der Mann stürzte aus dem zweiten Stock ab und zog sich Knochenbrüche zu. Nach Angaben der Polizei hatte der 27-Jährige am Freitagabend bei einem Einbruch in ein Bürohaus die Alarmanlage ausgelöst. In Panik stieg er aus dem Fenster, um am Fallrohr nach unten zu klettern. Dieses riss jedoch aus der Verankerung und beförderte den betrunkenen Mann in die Tiefe.

+++ 15.10 Uhr: Trump-Enthüllungsbuch erscheint auf Deutsch +++

Das Enthüllungsbuch “Fire and Fury” des Journalisten Michael Wolff über das Weiße Haus unter Donald Trump soll am 19.Februar in der deutschen Ausgabe im Rowohlt Verlag erscheinen. An der Übersetzung werde derzeit gearbeitet, teilte der Verlag in Hamburg mit. Das Buch war am Freitag in den USA veröffentlicht worden und hat seitdem hohe Wellen geschlagen.

Enthüllungsbuch Fire and Jury – Inside The Trump White House 21.06

+++ 15.02 Uhr: Olympische Winterspiele: IOC hält Tür für Nordkorea offen +++

Das Internationale Olympische Komitee will nach den politischen Gesprächen über eine Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen in Südkorea sehr schnell über die konkrete Umsetzung beraten. “Die Aufgabe des IOC ist es, die Teilnahme aller qualifizierten Athleten jederzeit sicherzustellen, ungeachtet aller politischen Spannungen und Unterschiede”, teilte ein IOC-Sprecher mit. Am Dienstag verhandeln Südkorea und Nordkorea bei den ersten Gesprächen der beiden Länder seit zwei Jahren über die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Spielen in Pyeongchang, die am 9. Februar eröffnet werden.

+++ 14.55 Uhr: 40-Jähriger stirbt in Polizeigewahrsam +++

In einer Gewahrsamszelle der Polizei im nordrhein-westfälischen Gummersbach ist ein 40-jähriger Mann aus Wiehl tot aufgefunden worden. Der erheblich alkoholisierte Mann war am Sonntagnachmittag nach einem Polizeieinsatz zur Ausnüchterung und zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Gewahrsam eingeliefert worden, wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei im Oberbergischen Kreis mitteilten.

Asylbewerber Oury Jalloh wurde vermutlich in Dessauer Zelle umgebracht_13.10Im Zuge regelmäßiger Kontrollen wurde der 40-Jährige demnach am Montag um 07.25 Uhr tot in der Zelle gefunden. Hinweise auf einen Suizid oder auf offensichtliche Gewalteinwirkung lagen den Behörden zufolge nicht vor. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Polizei in Köln. Zur Klärung der Todesursache ordnete das Kölner Amtsgericht die Obduktion der Leiche an.

+++ 14.53 Uhr: Zweijähriger im Schlafanzug geht allein auf Morgenspaziergang +++

Ein Zweijähriger ist in Bayern ganz allein zu einem Morgenspaziergang aufgebrochen – im Schlafanzug. Bei sechs Grad Celsius war der Junge in Landshut nur mit Socken unterwegs und hatte bereits eine größere Straße überquert, wie die Polizei jetzt mitteilte. Das Kind fiel schließlich einem Passanten auf, der die Polizei alarmierte. Die Suche nach den Eltern des Kleinen blieb zunächst erfolglos. Als er in ein Kinderkrankenhaus gebracht worden war, ging allerdings eine Suchmeldung der Eltern bei der Polizei ein. Die Familie aus dem Landkreis Regen war in Landshut zu Besuch. Der Kleine war am frühen Samstag unbemerkt aus der Wohnung gelaufen.

+++ 14.25 Uhr: Deutscher Pilot in Finnland von Flugzeugtür erschlagen +++

Ein deutscher Pilot ist in Kittilä im finnischen Lappland von einer Flugzeugtür erschlagen worden. Der 50-Jährige habe die Tür des Privatjets öffnen wollen, als sie ihm mit großer Wucht entgegengekommen sei, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörde Otkes der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann war sofort tot.
Teile der Tür flogen bis zu zehn Meter weit. Passagiere waren zu dem Zeitpunkt nicht in der Nähe des Flugzeugs. “Das war ein tragischer Unfall”, sagte der Sprecher. Nun werde das System untersucht, das den Kabinendruck regelt. Möglicherweise sei der Druck im Flugzeug so hoch gewesen, dass die Tür beim Öffnen regelrecht nach außen explodiert sei.

Das Unglück ereignete sich bereits am Donnerstag. Zur Untersuchung zieht die Behörde Spezialisten aus den USA heran, wo die Maschine vom Typ Golfstream G 150 gebaut wurde. “Wir müssen herausfinden, ob es ein Risiko gibt, dass so etwas wieder passiert”, sagte der Sprecher. Das Flugzeug war in Österreich registriert, wurde laut Otkes aber von einer deutschen Firma betrieben.

+++ 14.11 Uhr: May ernennt neuen Vorsitzenden der Konservativen Partei +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat einen neuen Vorsitzenden ihrer Konservativen Partei ernannt. Der stellvertretende Einwanderungsminister Brandon Lewis wurde im Zuge einer erwarteten Kabinettsumbildung zum Nachfolger von Patrick McLoughlin berufen, wie ihr Büro mitteilte. Lewis erhielt wie zuvor McLoughlin das Amt eines Ministers ohne Geschäftsbereich.

+++ 13.54 Uhr: AfD-Schiedsgericht lehnt Ausschluss von Björn Höcke ab +++

Der Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke muss vorerst nicht mit seinem Ausschluss aus der AfD rechnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr, hat das Thüringer Landesschiedsgericht vergangene Woche den Antrag des Bundesvorstandes abgelehnt, Höckes Mitgliedschaft wegen seiner umstrittenen Dresdner Rede vom Januar 2017 zu beenden. Ein schriftliches Urteil liege allerdings noch nicht vor, hieß es.

Der alte Bundesvorstand unter der früheren AfD-Chefin Frauke Petry hatte seinen Antrag sowohl mit Höckes Ruf nach einer “erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad” begründet als auch mit seiner Kritik an angeblichen Karrieristen in der Partei. Mit Alexander Gauland und Jörg Meuthen stehen seit Anfang Dezember jedoch zwei Männer an der Parteispitze, die Höcke unterstützen. Ob sich im neuen Vorstand eine Mehrheit dafür findet, den Fall noch vor das Bundesschiedsgericht zu tragen, ist ungewiss. Auch ob sich der Bundesvorstand bereits in seiner nächsten Sitzung am 19. Januar mit dieser Frage befassen wird, steht noch nicht fest. 

+++ 13.50 Uhr: 28-Jähriger soll mit Laserpointer auf Flugzeuge bei Stuttgart gezielt haben +++

Mit einem Laserpointer hat ein 28-Jähriger aus dem baden-württembergischen Schönaich nach Polizeierkenntnissen auf Flugzeuge über dem Stuttgarter Flughafen gezielt. Einem Anwohner fiel der Laserstrahl am späten Samstagnachmittag auf, wie die Polizei jetzt in Ludwigsburg mitteilte. Nach dem Alarmruf des Anwohners wurden Polizeibeamte demnach später selbst Zeugen, wie der Laserstrahl mehrfach auf die Cockpitscheibe einer landenden Passagiermaschine traf.

Laut Polizei blieben die beiden Piloten unverletzt – die mit 70 Passagieren besetzte Maschine setzte sicher auf dem Stuttgarter Airport auf. Im Dachgeschoss eines Schönaicher Hauses machten die Beamten schließlich den Tatverdächtigen ausfindig. Er muss nun mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr rechnen.

+++ 13.47 Uhr: Neuer Stecknadel-Fund in Supermarkt +++

In einem Supermarkt in Baden ist erneut eine Stecknadel entdeckt worden. Diesmal fand sich der spitze Gegenstand in einem Geschäft in Schutterwald bei Offenburg in der Verpackung von Suppengrün, wie die Polizei mitteilte. Einer Kundin, die die Ware am Freitag gekauft hatte, fiel die Nadel beim Auspacken entgegen. Im Gegensatz zu vorangegangenen Funden in Kaufland-Niederlassungen in Offenburg und Kehl war diesmal eine andere Unternehmensgruppe betroffen. Um welche es sich dabei handelte, wollte die Polizei vorerst nicht sagen.

Wieder Stecknadeln in Lebensmitteln gefunden, 16.30Seit Dezember waren mehrere solcher Fälle bekanntgeworden, zuerst in Offenburg. Dort fanden Kunden bislang sechs Mal Stecknadeln im selben Kaufland-Markt – unter anderem in abgepackten Backwaren wie Bagel oder Toastbrot sowie in einem Wurst-Snack. Vergangenen Dienstag wurde in Kehl in einem weiteren Markt der Kette eine Nadel in einem abgepackten Kuchenstück gefunden – allerdings sah diese anders aus, als die in Offenburg gefundenen.

+++ 13.38 Uhr: Feuer im Trump-Tower ausgebrochen +++

Im New Yorker Trump-Tower ist ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr sei vor Ort, berichtet unter anderem der US-Sender CBS. Aufnahmen von TV-Sendern zeigen rund ein Dutzend Feuerwehrleute auf dem Dach des Wolkenkratzers und weißen Rauch, der aus einer Öffnung aufstieg. Verletzt wurde niemand und das Gebäude wurde nicht evakuiert, wie die Polizei mitteilte. Laut dem Sender ABC soll der Brand wohl an einem Schaltkasten im Gebäude ausgebrochen sein. Wodurch er hervorgerufen wurde, sei unklar. Zwei Verletzte bei Brand im Trump-Tower in New York

Der Trump Tower ist der private Wohnsitz von Donald Trump und seiner Familie. Der US-Präsident befindet sich zurzeit aber nicht in dem Gebäude an der Fifth Avenue in New York. Der gebürtige New Yorker war zu seiner Vereidigung vor rund einem Jahr ins Weiße Haus in Washington umgezogen, seine Frau Melania und Sohn Barron folgten im Sommer.

+++ 13.33 Uhr: Toter bei Lkw-Karambolage auf A2 +++

Bei einer Karambolage von drei schweren Lastwagen ist auf der Autobahn 2 in Niedersachsen ein Fahrer ums Leben gekommen. Der Mann hatte zwischen den Ausfahrten Hämelerwald und Lehrte-Ost einen Stau übersehen und war mit seinem Sattelzug auf einen anderen Lastwagen aufgefahren, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug auf einen dritten Sattelzug geschoben. Der Mann am Steuer des zweiten Lasters wurde schwer verletzt. Die A2 zwischen Braunschweig und Hannover wurde gesperrt, der Verkehr staute sich auf zehn Kilometern Länge.

Immer wieder kommt es auf der stark befahrenen Ost-West-Autobahn zu Karambolagen von Lkw, insbesondere weil die Gespanne mit zu wenig Abstand hintereinander herfahren und bei Stau und stockendem Verkehr nicht mehr rechtzeitig stoppen können. 

+++ 13.20 Uhr: Regierungspartei in Nordzypern gewinnt Parlamentswahl +++

Bei der Parlamentswahl in der Türkischen Republik Nordzypern ist die regierende Nationale Einheitspartei (UDP) von Ministerpräsident Hüyesin Özgürgün stärkste Kraft geworden. Die Partei erhielt laut dem vorläufigen Endergebnis bei der Wahl am Sonntag 36 Prozent der Stimmen, wird aber einen Koalitionspartner finden müssen. Sie kommt auf 21 Abgeordnete und verfehlte damit die absolute Mehrheit der 50 Sitze.

+++ 13 Uhr: Bürger vertrauen vor allem Bundespräsident und Bürgermeistern +++

Die Menschen in Deutschland vertrauen auf politischer Ebene einer Umfrage zufolge zurzeit am ehesten dem Bundespräsidenten. Laut dem RTL/n-tv-Trendbarometer gaben 79 Prozent der Befragten an, dem Staatsoberhaupt – also aktuell Frank-Walter Steinmeier – großes oder sogar sehr großes Vertrauen entgegenzubringen. Im Vergleich zu 2014 sei dieser Wert um 8 Prozentpunkte gestiegen, hieß es.

Außerdem verlassen sich die Menschen demnach hauptsächlich auf Politiker, die ihnen örtlich nah sind: 54 Prozent gaben in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, Bürgermeister oder Oberbürgermeister für vertrauenswürdig zu halten. An Vertrauen verloren hat hingegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Nur noch 50 Prozent gaben an, dass sie Merkel aktuell ihr Vertrauen entgegenbrächten – 2014 waren es noch 64 Prozent gewesen.

+++ 12.48 Uhr: Freiburger Mordprozess: Handy-Daten stützen Vorwurf gegen Hussein K. +++

Im Freiburger Sexualmord-Prozess sehen die Ermittler den Tatvorwurf gegen den Flüchtling Hussein K. nach Auswertung von dessen Handy-Daten als erhärtet an. Die auf dem Mobiltelefon gespeicherten Standort- und Bewegungsdaten belegten, dass Hussein K. in der Tatnacht am Tatort gewesen sei, sagte ein Experte der Kriminalpolizei vor dem Landgericht Freiburg. Er habe sich dort rund eine Stunde und 45 Minuten aufgehalten und damit länger als bislang vermutet. Erst am frühen Morgen habe er sich entfernt. 

+++ 12.36 Uhr: Lufthansa will mehr als 8000 neue Mitarbeiter einstellen +++

Die Lufthansa will auch in diesem Jahr Tausende neue Mitarbeiter einstellen. Vor allem Flugbegleiter sind gesucht. Rund die Hälfte der gut 8000 geplanten Neueinstellungen entfallen auf das Kabinenpersonal. Alleine etwa 2500 Stewards und Stewardessen will Deutschlands größte Fluggesellschaft an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München einstellen, wie Lufthansa in Frankfurt mitteilte. Insgesamt sind es mehr als 4000. 

+++ 12.26 Uhr: Zahl der Toten nach Flüchtlingsdrama im Mittelmeer steigt auf 64 +++

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots im Mittelmeer ist die Zahl der Toten auf 64 gestiegen. Dies schrieb ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) auf Twitter. In ersten Berichten war die Rede von mindestens acht Toten und Dutzenden Vermissten gewesen. Am Wochenende war ein mit Migranten besetztes Schlauchboot untergegangen. 86 Menschen konnten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa von der italienischen Küstenwache und Marine gerettet werden, darunter auch zahlreiche Kinder und Frauen. Von IOM befragte Überlebende hatten gesagt, dass 150 Menschen an Bord des Schlauchboots waren. 

+++ 12.18 Uhr: Verbraucher wollen wieder mehr sparen +++

Nach dem Kaufrausch der Weihnachtszeit setzen die Verbraucher wieder mehr aufs Sparen. Wie der Einzelhandelsverband HDE mitteilte, wollen sich die meisten Konsumenten in den kommenden drei Monaten “etwas zurückhalten” und im Gegenzug ihre Sparbemühungen erhöhen. Dennoch lag die Kaufneigung laut HDE-Konsumbarometer leicht höher als vor einem Jahr. Grund dafür sei die gute Arbeitsmarktlage. Für das Konsumbarometer werden monatlich 2000 Menschen im Auftrag des HDE nach ihrer finanziellen Situation und ihren Neigungen gefragt, Anschaffungen zu tätigen oder zu Sparen. 

+++ 12.08 Uhr: Bekiffter 21-Jähriger bringt Polizei auf seine Spur +++

Im Drogenrausch hat ein 21-Jähriger die Polizei gerufen, weil er sich als Einbruchsopfer wähnte – und handelte sich Ermittlungen wegen Drogenbesitzes ein. Den Beamten zufolgwählte der junge Mann am frühen Morgen den Notruf, um einen vermeintlichen Einbruch in Haslach in Baden-Württemberg zu melden. Die Ermittler fanden zwar keine Einbruchsspuren – dafür aber eine offene Tüte Marihuana. “Dass der augenscheinlich unter dem Einfluss des Rauschgifts stehende Anrufer den Beamten anschließend noch die Auskunft erteilte, dass sich unter seinem Bett eine zusätzliche Tasche mit weiterem Betäubungsmittel befand, wurde ihm letztlich vollends zum Verhängnis”, so die Polizei.

+++ 12.02 Uhr: Boateng steht nach rassistischen Beleidigungen Juventus-Star bei +++

Fußball-Profi Kevin-Prince Boateng hat sich mit dem französischen Nationalspieler Blaise Matuidi von Juventus Turin solidarisiert, der am Wochenende während des Auswärtsspiels bei Cagliari Calcio in der italienischen Liga von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden war. “Genug ist genug!!!”, schrieb Boateng bei Twitter. “Ich stehe an deiner Seite, Blaise Matuidi, wir müssen stark bleiben und Rassismus JETZT bekämpfen!!!” Der Spieler von Eintracht Frankfurt tritt seit Jahren gegen Rassismus ein. 2013 hielt der 30-Jährige Sohn eines ghanaischen Vaters und einer deutschen Mutter am internationalen Tag gegen Rassismus eine Rede vor den Vereinten Nationen. Die Uno hatte ihn dazu eingeladen, weil Boateng zuvor noch als Spieler des AC Mailand nach rassistischen Rufen gegnerischer Fans den Platz verlassen hatte.Matuidi hatte am Sonntag auf seiner Facebookseite öffentlich gemacht, dass er während des Spiels in Cagliari von Zuschauern rassistisch beleidigt worden war. Die gleiche Erfahrung musste der 30 Jahre alte Franzose bereits am 30. Dezember während des Spiels bei Hellas Verona machen. Hellas wurde vom italienischen Verband zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt.

+++ 11.50 Uhr: BBC-Journalistin gibt Führungsposition aus Protest gegen Lohnlücke auf +++

Aus Protest gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen beim britischen Sender BBC ist die Journalistin Carrie Gracie von der Position als Büroleiterin in China zurückgetreten. Gracie machte den Schritt heute öffentlich; der Sender selbst berichtete breit darüber. Er versicherte zudem, es gebe keine “systematische Benachteiligung von Frauen” bei der BBC. Gracie sagte, Grund für ihren Rücktritt sei eine “Vertrauenskrise”, die im Sommer mit der Veröffentlichung der Gehälter der BBC-Führungsriege begonnen habe. Die Veröffentlichung habe eine “unhaltbare” Lücke in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen gezeigt, die den gleichen Job machten. Das Vertrauen der Belegschaft sei zerstört. In den letzten Monaten hätten sich bis zu 200 Frauen bei der BBC über ungleiche Bezahlung beschwert. Mehr als 130 BBC-Journalistinnen erklärten sich mit Gracie solidarisch.

Die BBC musste im Juli erstmals in ihrer Geschichte die Jahresgehälter ihrer Topverdiener veröffentlichen. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft legte eine Liste mit 200 Namen von Führungskräften, Moderatoren und Schauspielern vor, die zuletzt ein Jahresgehalt von mehr als 150.000 Pfund (rund 170.000 Euro) erhielten. Zwei Drittel davon waren Männer. BBC-Generaldirektor Tony Hall erklärte damals, dass es bei der Gleichberechtigung noch “mehr zu tun” gebe. 

+++ 11.38 Uhr: Universität Malmö nach Drohbrief geschlossen +++

Die Universität im südschwedischen Malmö ist wegen eines Drohbriefes geschlossen worden. Alle Studenten würden gebeten, von zu Hause zu arbeiten, teilte die Hochschule mit. Sie hatte bereits Ende Dezember eine E-Mail mit einer im Detail nicht veröffentlichten Drohung erhalten. Darin sei ausdrücklich der 8. Januar genannt worden. Die Glaubwürdigkeit der E-Mail sei noch nicht verifiziert, die Schließung sei eine Sicherheitsmaßnahme, teilte die Universität mit. Für heute angesetzte Prüfungen wurden verschoben. Morgen soll die Hochschule unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen. An der Universität Malmö sind etwa 24.000 Studenten eingeschrieben.

+++ 11.24 Uhr: Fünf Tote bei Feuer in indischer Bar +++

Bei einem Brand in einer Bar in der indischen Großstadt Bengaluru (früher Bangalore) sind fünf Männer ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelte es sich um Angestellte der Kneipe, die dort schliefen, als das Feuer in der Nacht ausbrach, wie die Polizei mitteilte. Die Flammen wurden gelöscht, die Brandursache ist unklar. Laut Polizei wird untersucht, ob fehlende Brandschutzvorkehrungen eine Rolle spielten.

Nur zehn Tage zuvor hatte ein Brand in einem Dachrestaurant in der Metropole Mumbai (früher Bombay) 14 Menschen getötet. In dem Fall wird gegen die Besitzer des Lokals wegen des Verdachts ermittelt, gegen Brandschutzvorschriften verstoßen zu haben. In Indien kommt es häufig vor, dass Angestellte gastronomischer Betriebe an ihrem Arbeitsort wohnen oder übernachten.

+++ 10.45 Uhr: Irans Präsident Ruhani zeigt Verständnis für Demonstranten +++ 

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat Verständnis für die regimekritischen Proteste im Land gezeigt. “Wir müssen ganz einfach die Tatsache akzeptieren, dass das Volk das letzte Wort hat”, sagte Ruhani. Es gebe unter Politikern “keine Heiligen” und daher sei kein Politiker vor Kritik geschützt. Konstruktive Kritik sei auch nützlich für die politische Führung. “Die Menschen haben ein legitimes Recht, von uns zu fordern, dass wir sie sehen und hören und ihren Forderungen nachgehen”, sagte Ruhani. Daher sollten auch die Politiker nicht vor der Kritik der Menschen weglaufen.

Pressestimmen Iran-Proteste_11.10An den Protesten waren nach Ruhanis Einschätzung hauptsächlich Jugendliche beteiligt. “Wir können der neuen Generation nicht einen bestimmten Lebensstil aufdrängen”, sagte er mit Bezug auf die strengen islamischen Vorschriften im Land. Auch könne man technologische Mittel wie das Internet nicht einfach für die neue Generation blockieren, nur weil sie auch irgendwo schädlich sein können. “Genauso wie man ein Buch nicht verbieten kann, nur weil man den kritischen Inhalt nicht mag”, so der Kleriker.

+++ 10.44 Uhr: AfD mahnt Abgeordneten Maier für rassistischen Tweet ab +++

Wegen eines rassistischen Kommentars über Noah Becker hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier von seiner Partei einen Rüffel kassiert. Mit einem Parteiausschlussverfahren muss der sächsische Politiker aber nicht rechnen. Nach Angaben aus der AfD beschloss der Bundesvorstand einstimmig, eine Abmahnung auszusprechen. Maier wurde außerdem aufgefordert, bei der Auswahl und Führung seiner Mitarbeiter in Zukunft mehr Sorgfalt walten zu lassen.

Von Maiers Twitter-Account war Anfang Januar über Noah Becker der Satz gepostet worden: “Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären.” Der Kommentar bezog sich auf ein Interview. In diesem hatte Noah Becker erklärt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine “weiße Stadt”. Er selbst sei wegen seiner braunen Hautfarbe schon attackiert worden. Maiers Kommentar wurde später gelöscht. Der AfD-Abgeordnete erklärte, der Tweet sei von einem Mitarbeiter abgesetzt worden. Er selbst wolle sich bei Becker entschuldigen. Noah Becker hat inzwischen Strafanzeige gegen Maier erstattet.Boris und Noah Becker

+++ 10.37 Uhr: Istanbuler Prozess zu Anschlag auf deutsche Touristen vertagt +++

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Hintermänner des Anschlags auf eine deutsche Reisegruppe im Januar 2016 vor der Blauen Moschee in Istanbul ist erneut vertagt worden. Der Vorsitzende Richter erklärte, das Verfahren gehe am 24. Januar weiter, da er noch mehr Zeit brauche, um die Beweise zu prüfen. Eigentlich war für heute ein Urteil erwartet worden.

Vor Gericht müssen sich vier junge Syrer verantworten, die den Attentäter Nabil Fadli bei der Vorbereitung des Anschlags, bei dem zwölf deutsche Touristen getötet worden waren, unterstützt haben sollen. Sie bestritten die Vorwürfe und forderten ihren Freispruch. Ein Anwalt der Angeklagten erklärte, es gebe zu wenig Beweise für eine Verurteilung. Fadli sprengte sich am Morgen des 12. Januar 2016 inmitten einer deutschen Reisegruppe in die Luft. Die türkische Reiseleiterin konnte gerade noch eine Warnung rufen, doch riss der Attentäter zwölf Menschen mit in den Tod. Hinweise, dass Fadli gezielt Deutsche angriff, gibt es nicht.

+++ 10.06 Uhr: Feuerwehr rettet Reh aus Rheinfluten +++

Das Hochwasser hat am Niederrhein auch ein kleines Reh in arge Schwierigkeiten gebracht: Das Tier stand in Voerde nahe Wesel am Samstag etwa 30 Meter vom Ufer entfernt “bewegungs- und hilflos auf den im Hochwasser versunkenen Rheinwiesen”, wie die örtliche Feuerwehr heute mitteilte. Es wurde offenbar vom steigenden Rheinpegel überrascht und konnte nicht mehr allein zurück zum Ufer. Ein mit Leinen gesicherter Feuerwehrtrupp in Wathosen machte sich daraufhin auf den Weg zu dem Reh, das bis zum Hals im Wasser stand. Das Tier habe zunächst noch völlig verängstigt einen Fluchtversuch unternommen, sich aber nach wenigen Metern “ohne jegliche Gegenwehr” retten lassen. Die Feuerwehr übergab das stark unterkühlte Tier schließlich “einer sach- und fachkundigen Person zur weiteren Betreuung”.

+++ 9.55 Uhr: Justiz fordert Höchststrafe für Anführer der Proteste im Iran +++

Der Vizechef der iranischen Justiz hat die Höchststrafe für Anführer der regimekritischen Proteste im Land gefordert. “Sicherlich erwartet diejenigen, die die Unruhen gegen das Establishment organisiert und geführt haben, die Höchststrafe”, sagte Hamid Schahriari nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Im Iran gilt das Todesurteil als Höchststrafe.

Staatsmedien berichteten, die Anführer der Proteste seien entweder Mitglieder der Oppositionsgruppe Volksmudschaheddin oder Monarchisten gewesen. Einige Sicherheitskreise sprechen auch von einer Beteiligung des amerikanischen Geheimdienstes. Der CIA-Direktor Mike Pompeo hat jede Verwicklung des US-Geheimdienstes in die Proteste im Iran zurückgewiesen. Schahriari machte keine Angaben zur Anzahl der Festgenommenen, aber die Rede ist von 1000 bis 1800 Menschen. Bei den Unruhen der letzten Tage wurden 18 Demonstranten getötet, zwei kamen während der Proteste in einem Unfall ums Leben.08-Geständnis nach Anschlag auf BVB-Bus-5704897281001

+++ 9.52 Uhr: Angeklagter gesteht Anschlag auf BVB, bestreitet aber Tötungsplan +++

BVB-Anschlag: Erster Prozesstag 17.42Im Prozess um den Splitterbombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat der Angeklagte die Tat gestanden, aber jede Tötungsabsicht bestritten. “Ich bedauere mein Verhalten zutiefst”, sagte der 28-jährige Sergej W. vor dem Dortmunder Schwurgericht. Er habe einen Anschlag vortäuschen wollen und dafür die Sprengvorrichtungen “extra so konzipiert, dass keine Personenschäden zu erwarten waren”. Die Staatsanwaltschaft hat den Deutschen mit russischen Wurzeln unter anderem wegen 28-fachen versuchten Mordes angeklagt. Laut Anklage wettete W. mit Optionsscheinen auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie.

Bei dem Anschlag am 11. April waren insgesamt drei Splitterbomben gezündet worden, als der Mannschaftsbus des BVB gerade am Teamhotel zum Champions-League-Spiel gegen AS Monaco abfuhr. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma, Abwehrspieler Marc Bartra wurde im Inneren des Busses schwer am Arm verletzt.Götze Verlobung

+++ 9.46 Uhr: Zwei US-Glückspilze gewinnen insgesamt über eine Milliarde Dollar beim Lotto +++

Zwei Glückspilze haben in den USA binnen weniger Tage insgesamt über eine Milliarde Dollar (830 Millionen Euro) im Lotto gewonnen. Ein Spieler gewann 560 Millionen Dollar bei der Powerball Lotterie in der Kleinstadt Merrimack in New Hampshire. Zwei Tage zuvor hatte bereits ein anderer Spieler in der Kleinstadt Port Richey in Florida 450 Millionen Dollar bei der Lotterie Mega Millions gewonnen. Die Lotterie-Betreiber rieten den Siegern, mit ihren Gewinnen vorsichtig umzugehen. Statt bereits Pläne für den Kauf einer Luxus-Yacht oder einer Villa zu schmieden, sollten sie sich erst einmal Gedanken darüber machen, was sie sonst noch alles mit dem Geld anfangen könnten und einen Rechtsanwalt und Finanzberater aufzusuchen bevor sie den Gewinn für sich beanspruchen.

Der Lotto-Gewinner hat ein Jahr Zeit sich zu melden. Er kann sich das Geld entweder in einem Rutsch auszahlen lassen – bekommt dann allerdings nur 358,5 Millionen Dollar. Oder er erhält den vollen Gewinn verteilt auf 30 Jahresraten. Der Laden, der das Glückslos verkaufte, bekommt 75.000 Dollar Provision. In Florida beträgt die Meldefrist 180 Tage, bei ähnlichen Auszahlungsmöglichkeiten. Der 7-Eleven-Laden, der das Los verkaufte, bekommt 100.000 Dollar.

+++ 9.44 Uhr: Aktivisten besetzen Kirche vor Abriss +++

Bei einer Protest-Aktion gegen die Braunkohle sind Greenpeace-Aktivisten in eine frühere Kirche eingedrungen. Das imposante Gebäude soll für den Braunkohletagebau Garzweiler, der südlich von Mönchengladbach liegt, abgerissen werden. Tagebaubetreiber RWE Power hatte angekündigt, am Vormittag mit den Abrissarbeiten an der früheren Kirche in Erkelenz-Immerath beginnen zu wollen. Das Gebäude ist ein Wahrzeichen in der Region und wird wegen seiner imposanten Erscheinung im Volksmund Immerather Dom genannt.

Greenpeace fordert nach eigenen Angaben mit der Aktion einen schrittweisen sozialverträglichen Kohleausstieg bis 2030. Außerdem fordert die Organisation einen Stopp der Abrissarbeiten, bis die kommende Bundesregierung über die künftige deutsche Energiepolitik entschieden habe. Das frühere Kirchengebäude ist seit 2013 entwidmet und damit kein Gotteshaus mehr. Notwendig wird der Abriss nach Angaben von RWE Power wegen des nahenden Braunkohletagebaus Garzweiler.

+++ 9.34 Uhr: Hund buddelt alte Granate aus +++

Ein Hund hat in Thüringen eine alte Granate ausgebuddelt. Beim Spaziergang mit seinem Herrchen förderte er am Sonntag nahe Schwarzburg einen etwa zehn Zentimeter langen runden und rostigen Gegenstand zu Tage, wie die Polizei in Saalfeld heute mitteilte. Der Hundehalter verständigte daraufhin die Polizei. Spezialisten vom Munitionsbergungsdienst entsorgten den verdächtigen Gegenstand. Es handelte sich demnach um einen Teil einer alten Sprenggranate.

+++ 9.25 Uhr: AfD verliert nach Von-Storch-Tweets an Zuspruch +++

Nach der islamfeindlichen und polizeikritischen Twitter-Botschaft der AfD-Politikerin Beatrix von Storch büßt ihre Partei einer Umfrage zufolge an Zuspruch ein. Im RTL/n-tv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa verlor die AfD zwei Prozentpunkte. Aktuell kommt sie demnach auf zehn Prozent. Bei der Bundestagswahl erreichte sie 12,6 Prozent. “Offenbar hat der Konflikt der AfD mit der Polizei – mit der Institution also, der die Deutschen das größte Vertrauen entgegenbringen – der Partei geschadet”, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Von Storch hatte sich auf Twitter darüber aufgeregt, dass die Kölner Polizei ihre Informationen zu den Neujahrsfeiern in mehreren Sprachen, darunter Arabisch, verbreitet hatte. Die Politikerin sprach dabei von “barbarischen muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden”. Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die AfD-Politikerin. Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft den Fall.02-Staatsanwaltschaft Volksverhetzung AfD-Politikerinnen

+++ 9.21 Uhr: Dax nimmt zum Wochenstart Rekordhoch ins Visier  +++

Mit Kurs auf ein Rekordhoch ist der Dax in die zweite Handelswoche des Jahres gestartet. Die guten konjunkturellen Perspektiven weltweit sorgen weiter für Rückenwind. Der Dax stieg im frühen Handel um 0,49 Prozent auf 13.384,37 Punkte. In der ersten Handelswoche des Jahres hatte er bereits um gut 3 Prozent zugelegt. Analyst Christian Schmidt von der Helaba schrieb in einem Marktkommentar von einer “beeindruckenden Aufwärtsbewegung”, in deren Verlauf der Dax zuletzt etliche Widerstände überwunden habe. Händler und Analysten sehen nun das Rekordhoch vom 7. November vergangenen Jahres bei 13 525,56 Punkten in unmittelbare Reichweite rücken.

+++ 9.18 Uhr: Bauern befürchten Ausbruch von Afrikanischer Schweinepest +++

In der Landwirtschaft wächst die Angst vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. “Die Seuche kommt näher”, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, der “Süddeutschen Zeitung”. Die Tierseuche breitet sich seit einigen Jahren über Russland und das Baltikum in Richtung Westeuropa aus. Für Menschen ist sie aber nicht ansteckend.
Die Folgen eines Ausbruchs wären immens, warnte Krüsken: Breite sich der Erreger in Deutschland aus, drohe ein “wirtschaftlich katastrophales Szenario”. Die möglichen Schäden für die deutsche Landwirtschaft liegen laut Krüsken “bei zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr”. Rechne man die Kosten für die Seuchenbekämpfung und die gesamte Ernährungsbranche hinzu, lande man schnell in “zweistelliger Milliardenhöhe”. Nach den jüngsten Infektionsfällen in Zlin südlich von Prag in Tschechien und der Region Warschau in Polen spricht auch das Bundeslandwirtschaftsministerium von einem “hohen Infektionsdruck”. Wildschweine gelten als wichtiger Übertragungsweg.

+++ 9.12 Uhr: Brennender Öltanker vor China droht zu explodieren +++

Der iranische Öltanker, der am Samstag vor der chinesischen Küste in Brand geraten war, droht in die Luft zu gehen. Der Tanker drohe “zu explodieren oder zu sinken”, teilte das chinesische Verkehrsministerium mit. Bisher gebe kein Lebenszeichen von der Besatzung auf dem brennenden Schiff. Beim Versuch, zu den 30 Iranern und zwei Bangladeschern an Bord zu gelangen, seien den Rettungskräften giftige Rauchwolken entgegengeschlagen, erklärte das Ministerium. Auch 36 Stunden nach dem Ausbruch des Brandes auf dem unter panamaischer Flagge fahrenden, 274 Meter langen Schiff “Sanchi” loderte ein riesiges Feuer an Bord und auf dem umgebenden Wasser. Der Tanker hatte 136.000 Tonnen Öl geladen.

Zehn von China entsandte Schiffe sowie “viele Fischerboote” würden bei der laufenden Rettungsaktion helfen, hieß es aus dem chinesischen Verkehrsministerium. Auch ein Schiff der südkoreanischen Küstenwache sei vor Ort. Ein US-Marineflugzeug hatte am Sonntag eine großes Gebiet nach möglichen Überlebenden abgesucht, bevor es zurück zur Kadena-Luftwaffenbasis in Japan flog.

+++ 8.06 Uhr: Simone Peter kandidiert nicht mehr als Grünen-Chefin +++

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter wird nicht wieder für den Parteivorsitz kandidieren. Sie wolle sich der Erneuerung der Parteispitze nicht verschließen, schrieb die 52-Jährige in einem Brief an die Grünen, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mit der Kandidatur der niedersächsischen Grünen-Politikerin Anja Piel, über die die “Hannoverschen Allgemeine Zeitung” heute berichtet, sei “weiter Bewegung” in die Kandidatenfrage gekommen, “die mich wiederum bewogen hat, den Platz frei zu machen”, schrieb Peter. Sie ist seit 2013 Grünen-Vorsitzende. Im Oktober hatte sie noch angekündigt, sich beim Parteitag Ende Januar erneut zur Wahl zu stellen.

+++ 8.02 Uhr: Wiederholtes Impfen schützt Ältere laut Studie vor schwerer Grippe +++

Wiederholte Grippeimpfungen können ältere Menschen speziell vor einem schweren Verlauf der Erkrankung und vor Krankenhauseinweisungen schützen. Das zumindest legt eine spanische Studie nahe, die im “Canadian Medical Association Journal” veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten die Wirksamkeit mehrfacher Impfungen bei Menschen ab 65 Jahren, die in den Wintern 2013/14 und 2014/15 wegen leichter oder schwerer Grippe in 20 spanische Krankenhäuser kamen. Bei Erkrankten mit mindestens vier Impfungen in Jahresfolge war der Schutz vor einer leichten Grippe im Mittel um 30 Prozent höher als bei Ungeimpften und vor einem tödlichen Verlauf sogar um 70 Prozent.

Der Nutzen wiederholter Impfungen wird seit Jahren erforscht, aber die Aussagen sind uneinheitlich. Da es mehrere Erregerstämme gibt und das Virus sich stetig verändert, müssen die Impfstoffe jährlich angepasst werden und wirken nicht immer optimal.

+++ 7.58 Uhr: Fraktionsspitzen von Union und SPD setzen Sondierung fort +++

Die Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD haben am Morgen die Sondierungen zur Regierungsbildung fortgesetzt. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) und seine Kollegin von der SPD, Andrea Nahles, trafen sich bereits kurz nach 7 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale in Berlin. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sollte dazukommen. Details über die Themen wurden zunächst nicht bekannt. Für den Vormittag haben sich die Parteichefs von CDU, SPD und CSU, Kanzlerin Angela Merkel, Martin Schulz und Horst Seehofer, zu einer Dreier-Runde zum Thema Europa verabredet. Auch verschiedene Arbeitsgruppen wollten weiter nach Lösungen für strittigen Themen suchen.

+++ 5.34 Uhr: Pegelstände am Rhein steigen durch Hochwasser weiter +++

Die Pegelstände entlang des Rheins sind in der Nacht weiter gestiegen. In Köln lag die Marke um 5 Uhr morgens bei 8,71 Metern, wie das Hochwassermeldezentrum Rhein in Mainz angab. In der Domstadt ist das Flussbett besonders eng. In Düsseldorf kletterte das Wasser den Angaben zufolge auf 8,18 Meter. Im Laufe des Tages werden in den Metropolen die Höchststände des Hochwassers erwartet, in Köln mit etwas unter 9 Meter und in Düsseldorf mit etwa 8,30 Meter. Der Pegel in Bonn zeigte am frühen Morgen laut Hochwassermeldezentrum einen Stand von 8,17 Meter. Nach den erwarteten Höchstständen sollen die Pegelstände begünstigt durch die Wetterbesserung wieder fallen.

+++ 5.12 Uhr: ”Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” gewinnt Top-Golden-Globe +++

Der Independent-Film “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” unter der Regie des Iren Martin McDonagh hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Der Kriminalfilm holte drei weitere Trophäen, unter anderem für Hauptdarstellerin Frances McDormand. In der Sparte beste Filmkomödie siegte die Tragikomödie “Lady Bird” von Regisseurin Greta Gerwig.

+++ 5.06 Uhr: Zahl der vermissten Flüchtlingskinder sinkt +++

Die Zahl der jungen Flüchtlinge, die in Deutschland als vermisst gemeldet sind, geht weiter zurück. Wie die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamtes berichtet, gelten derzeit noch 5288 Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind, als vermisst. Anfang 2017 waren es noch 8340. Grund für den Rückgang ist dem Bericht zufolge, dass viele Kinder wieder aufgetaucht sind und Doppelregistrierungen aufgeklärt werden konnten.

Die meisten Vermisstenfälle seien harmlos und hätten keinen kriminellen Hintergrund, erklärte das BKA dem Bericht zufolge. Viele junge Flüchtlinge reisten einfach weiter zu ihrer Familie oder zu Freunden, ohne sich in der Aufnahmeeinrichtung abzumelden. Betreuer und Jugendämter geben dann eine Vermisstenanzeige auf, die Namen bleiben in der Fahndungsdatenbank stehen.

+++ 3.47 Uhr: Fatih Akins “Aus dem Nichts” gewinnt Golden Globe +++

Golden Globe Aus dem Nichts Diane Kruger 6.35Das deutsche NSU-Drama “Aus dem Nichts” von Regisseur Fatih Akin hat den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse bei der 75. Golden-Globe-Gala in Beverly Hills bekannt. “Aus dem Nichts” mit Hauptdarstellerin Diane Kruger ist in diesem Jahr auch der deutsche Oscar-Kandidat. Akins Thriller erzählt von einem Anschlag in Hamburg, bei dem ein Kurde und dessen Sohn ums Leben kommen. Für ihre Rolle als verzweifelte Ehefrau, die die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen will, hatte Kruger im vorigen Jahr den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes gewonnen.

Es war die erste Golden-Globe-Nominierung für den 44-jährigen Akin, Sohn türkischer Einwanderer. Vor einem Jahr war “Toni Erdmann” im Rennen um die Goldene Weltkugel, die Tragikomödie von Maren Ade ging bei der Verleihung in Beverly Hills aber leer aus. Der letzte Film vor “Aus dem Nichts”, der den Auslands-Globe nach Deutschland holte, war 2010 das Schwarz-Weiß-Drama “Das weiße Band” von Regisseur Michael Haneke.

+++ 3.42 Uhr: Jugendlicher stirbt vermutlich an Kohlenmonoxid-Vergiftung +++

Ein 14-Jähriger ist am Sonntagabend in Mülheim an der Ruhr vermutlich an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Angehörige hätten ihn bewusstlos im Haus gefunden, sagte eine Polizeisprecherin in der Ruhrgebietsstadt. Rettungskräfte hätten ihn ins Freie gebracht und versucht zu reanimieren, aber nicht mehr retten können. Zwei Sanitäter wurden laut Feuerwehr nach dem Einsatz wegen einer Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ein Messgerät habe Kohlenmonoxid angezeigt, das nach ersten Ermittlungen aus einer Gastherme ausgetreten sei, sagte ein Sprecher der Polizei in Essen am frühen Morgen. Man gehe davon aus, dass das Gas zum Tod des Jungen geführt habe. Vier weitere Bewohner des Hauses seien wegen hoher Kohlenmonoxid-Werte ebenfalls in eine Klinik gebracht worden, sagte ein Feuerwehr-Sprecher am Abend. Auch er ging davon aus, dass der Fall im Zusammenhang mit einer defekten Gastherme steht. 

Kohlenmonoxid kann beispielsweise durch eine defekte Gasheizung, einen verstopften Schornstein, einen falsch betriebenen Kamin oder glimmende Kohle in Innenräumen entstehen. Das Gas ist geruchlos, es kann innerhalb kurzer Zeit tödlich sein.

+++ 3.04 Uhr: Pompeo bestreitet CIA-Verwicklung in Proteste im Iran +++

Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, Mike Pompeo, hat jede Verwicklung seiner Behörde in die Proteste im Iran bestritten. “Das ist falsch. Das ist das iranische Volk”, hob Pompeo im US-Sender Fox News hervor. Er reagierte damit auf Vertreter der iranischen Führung und Justiz, die den USA und insbesondere dem CIA vorgeworfen hatten, die Proteste im Iran angeheizt zu haben.
Pompeo hob hervor, dass die iranische Bevölkerung selbst mit den Demonstrationen begonnen habe, um bessere Lebensbedingungen zu verlangen und um “mit dem theokratischen System zu brechen, unter dem sie seit 1979 leben”. Er ging auch davon aus, dass die Proteste weitergehen werden. Die Demonstrationen seien “nicht vorbei”.

+++ 2.09 Uhr: Schuss auf Fahrzeug auf der A4 nahe Düren +++

Schuss auf der A4In der Nähe von Düren in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntagabend ein Auto auf der Autobahn beschossen worden. Es sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei in der Nacht mit. Nähere Einzelheiten wollte sie zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ko-Vorsitzende der Linken-Fraktion im Hamburger Parlament, Cansu Özdemir, sprach von einem “Mordanschlag”. Während der Fahrt sei auf den Ex-St.-Pauli-Spieler und Kapitän des kurdischen Sportvereins Amed Spor, Deniz Naki, geschossen worden, schrieb sie im Onlinedienst Twitter.
Naki war im vergangenen April in der Türkei wegen angeblicher “Terrorpropaganda” zu 18 Monaten und 22 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Deutsch-Türke kurdischer Abstammung, dem vorgeworfen worden war, in den sozialen Medien für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geworben zu haben, wies den Vorwurf stets zurück. Er hatte allerdings das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte gegen PKK-Anhänger im Südosten der Türkei kritisiert.

+++ 1.50 Uhr: Mutmaßlich aus Berlin entführter Vietnamese in Hanoi vor Gericht +++

In Vietnams Hauptstadt Hanoi hat der Korruptionsprozess gegen einen mutmaßlich aus Deutschland nach Vietnam entführten Geschäftsmann begonnen. Dem ehemaligen kommunistischen Funktionär Trinh Xuan Thanh wird vorgeworfen, sich als Chef eines staatlichen Baukonzerns persönlich bereichert zu haben. Bei einer Verurteilung droht dem 52-Jährigen die Todesstrafe. Vietnam gehört zu den wenigen Ländern auf der Welt, in denen auch auf Korruption die Todesstrafe steht. Seit Juni 2011 wurden dort mehr als 430 Menschen hingerichtet.

Der Fall hatte Schlagzeilen gemacht, weil Thanh vergangenen Sommer unter rätselhaften Umständen aus Berlin verschwand, wo er sich um Asyl bemüht hatte. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass er vom vietnamesischen Geheimdienst entführt wurde. Vietnam behauptet, dass er freiwillig zurückgekehrt sei. Das südostasiatische Land ist einer der wenigen kommunistischen Ein-Parteien-Staaten, die es heute noch gibt.

+++ 1.34 Uhr: Grünen-Politikerin Anja Piel kandidiert für Parteivorsitz +++

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Anja Piel, will für den Bundesvorsitz ihrer Partei kandieren. Das teilte sie der “Hannoverschen Allgemeine Zeitung” mit. Die Grünen wählen auf ihrem Parteitag Ende Januar in Hannover eine neue Doppelspitze. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck will dabei Parteichef Cem Özdemir ablösen, der nicht wieder antritt. Um den zweiten Chefposten konkurrierten bisher die derzeitige Vorsitzende Simone Peter vom linken Parteiflügel und die Bundestagsabgeordnete Baerbock aus Brandenburg, die wie Habeck zum Realo-Flügel zählt. Piel wird dem linken Flügel zugerechnet.

+++ 0.41 Uhr: Warnstreiks der IG Metall haben begonnen +++

Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall eine erste große Warnstreikwelle gestartet. Bereits unmittelbar nach Mitternacht legten Mitarbeiter einer Firma im fränkischen Aschaffenburg die Arbeit für kurze Zeit nieder. Nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers waren 35 Mitarbeiter des Betriebs sowie 30 Arbeiter aus anderen Firmen beteiligt. Sie wollten für 45 Minuten streiken.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

+++ 0.30 Uhr: Moody-Blues-Sänger Ray Thomas gestorben +++

Der britische Rockmusiker Ray Thomas, Sänger, Flötist und Mitbegründer der Moody Blues, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Plattenfirma Cherry Red Records and Esoteric Recordings, wie die Nachrichtenagentur PA und andere britische Medien berichteten. Thomas sei bereits am Donnerstag in seinem Haus in Surrey gestorben. Er erlag einem Krebsleiden. Die Moody Blues waren in den 1960er-Jahren vor allem mit ihrer Rockballade “Nights in White Satin” berühmt geworden.

+++ 0.05 Uhr: Offenbar Rückkehr von mehr als 100 Dschihadisten-Kindern erwartet +++

Die Bundesregierung vermutet, dass mehr als 100 Kinder von aus Deutschland ausgereisten Anhängern der Terrormiliz IS in die Heimat zurückkehren könnten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der “Welt” vorliegt. Danach verfügt die Regierung “derzeit über Informationen, die eine niedrige dreistellige Anzahl von Minderjährigen erwarten lassen, wobei der Großteil im Baby- beziehungsweise Kleinkindalter sein dürfte”.

Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic kritisierte diese Angaben als unzureichend. Die Bundesregierung berufe sich auf vage Informationen, ohne sich selber eine Faktenbasis zu schaffen. Dabei benötige man dringend fundierte Erkenntnisse, damit eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelingen könne. Mihalic forderte ein bundesweites Präventionsnetzwerk. Radikalisierung müsse bekämpft werden, “bevor sie sich in konkreten Anschlägen entlädt”, mahnte sie.

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