News des Tages: UN-Kommissar empfiehlt Duterte Besuch beim Psychiater

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • UN-Menschenrechtskommissar empfiehlt philippinischem Staatschef Duterte Besuch beim Psychiater (17.40 Uhr)
  • 125 deutsche Soldaten seit 2002 in Afghanistan verwundet (16.17 Uhr)
  • Preisschildchen umgeklebt – Bewährungsstrafe für Hausfrau (14.00 Uhr)
  • Deutsche Skifahrerin überlebt unter Lawine (12.37 Uhr)
  • Mississippi beschließt am Weltfrauentag strengstes Abtreibungsrecht der USA (7.59 Uhr)

Die wichtigsten Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.45 Uhr: Reus verlängert beim BVB +++

Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Dies teilte der Bundesligist mit. Der bisherige Vertrag des 28-Jährigen wäre 2019 ausgelaufen. “Seit 2012 trage ich das Trikot der Borussia. Ich bin glücklich und stolz, heute verkünden zu können, dass ich es auch weiterhin tragen werde.
Dortmund ist meine Heimat, der BVB ist mein Verein!”, erklärte Reus in einer Club-Mitteilung. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zeigte sich glücklich über die Verlängerung. Die besten Clubs der Welt hätten Reus in der Vergangenheit immer wieder Offerten gemacht.

+++ 17.40 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar empfiehlt philippinischem Staatschef Duterte Besuch beim Psychiater +++

UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad al-Hussein hat dem philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte eine Untersuchung beim Psychiater nahegelegt. Zeid äußerte sich am Freitag empört über Dutertes Beschimpfungen gegen Sonderermittler der Vereinten Nationen in dem südostasiatischen Land. “Es scheint, dass sich der Präsident der Philippinen einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen sollte”, sagte Zeid in Genf. Die Regierung in Manila wies Zeids Äußerungen umgehend als inakzeptabel zurück. Bereits am Donnerstag zuvor hatte Zeid vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf Duterte scharf angegriffen. Es sei “absolut skandalös”, dass sich ein Staatschef der “vulgärsten Sprache” gegenüber einem “hoch angesehenen” Berichterstatter bediene. Zeid verwies auf Berichte in der philippinischen Presse, wonach Duterte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, beschimpft und mit Ohrfeigen bedroht habe.

+++ 17.15 Uhr: Schwedens Baby-Prinzessin ist schon zu Hause +++

Sie trägt eine rosa Strickjacke und verzieht im Schlaf süß ein wenig den Mund: Wenige Stunden nach der Geburt hat Schwedens Königshaus das erste Bild vom neusten Nachwuchs veröffentlicht. Die kleine Baby-Prinzessin und ihre Mama, Prinzessin Madeleine (35), hätten das Krankenhaus schon verlassen, teilte der Palast am Freitag mit. Das Mädchen, das dritte Kind von Madeleine und ihrem Mann Christopher O’Neill, war in der Nacht zum Freitag um 00.41 Uhr auf die Welt gekommen. König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia reisten schwedischen Medien zufolge extra früher aus dem Winterurlaub ab, um die kleine Prinzessin zu begrüßen. “Wir freuen uns sehr darauf, das neue Familienmitglied kennenzulernen”, erklärten sie.

Schweden Royal Kids 17.42

+++ 16.54 Uhr: Can Dündar soll in der Türkei Prozess wegen Spionage gemacht werden +++

Dem im Exil in Deutschland lebenden Ex-Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung “Cumhuriyet” soll in der Türkei nun doch auch wegen Spionagevorwürfen der Prozess gemacht werden. Der Oberste Gerichtshof in Ankara hob ein früheres Urteil gegen Can Dündar auf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Der damalige Chefredakteur war im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, vom Vorwurf der Spionage aber freigesprochen worden. Der Oberste Gerichtshof befand nun, ein neues Verfahren gegen Dündar müsse um den Straftatbestand der Spionage ausgeweitet werden. 

+++ 16.33 Uhr: Tschentscher soll Hamburger Bürgermeister werden +++

Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) soll laut Medienberichten als Nachfolger von Olaf Scholz neuer Erster Bürgermeister werden. Das berichteten am Freitag die “Bild”-Zeitung und die Tageszeitung “Die Welt”. Nach dem Bericht der “Bild”-Zeitung hatte der lange favorisierte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel offenbar Bedenken geäußert, weil seine familiäre Situation mit drei kleinen Kindern einen derartigen Job schlecht zulasse. Dressel selbst war zunächst nicht zu erreichen. Ein Sprecher der Hamburger SPD kommentierte die Berichte zunächst ebenfalls nicht. Zuvor hatte Amtsinhaber Scholz erklärt, als Bundesfinanzminister und Vizekanzler nach Berlin zu wechseln.

+++ 16.25 Uhr: Nervengift kann im Fall Skripal Hinweis auf Herkunft liefern +++

Einem Experten zufolge könnte das beim Anschlag auf den russischen Ex-Spion in England verwendete Nervengift Hinweise auf die Herkunft des Stoffes liefern. Das sagte der Geschichtsprofessor und Experte für chemische Kampfstoffe und Waffen, Ulf Schmidt, von der Universität Kent.

Es gäbe eine wachsende Wahrscheinlichkeit, dass hinter dem Attentat ein staatlicher Akteur steckt, so Schmidt. Es scheine sich nicht um eine Substanz zu handeln “die irgendeine Gruppe, Terrorgruppe oder kriminelle Vereinigung in ihrer Gartenhütte herstellen kann.”

+++ 16.17 Uhr: 125 deutsche Soldaten seit 2002 in Afghanistan verwundet +++

Bei Gefechten mit islamistischen Extremisten und bei Anschlägen sind seit 2002 in Afghanistan 125 Bundeswehrsoldaten verwundet worden. Dies hat die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD mitgeteilt, wie der Bundestag am Freitag berichtete.
Darüber hinaus wurden 179 Soldaten anderweitig verletzt, etwa beim Sport oder bei Verkehrs- und Dienstunfällen. Aufgrund psychischer Schädigungen im Einsatz sind demnach 52 Soldaten aus dem Dienst ausgeschieden.

+++ 16.10 Uhr: Wirbel um Hausdurchsuchung beim Verfassungsschutz in Österreich +++

Eine Hausdurchsuchung beim österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs hat ein parlamentarisches Nachspiel. Die oppositionelle SPÖ kündigte am Freitag eine Sondersitzung des Nationalrats an, in der die Rolle der eingesetzten Polizeieinheit, die eigentlich für Straßenkriminalität zuständig ist, näher beleuchtet werden solle. “Offensichtlich haben hier der FPÖ nahestehende Kräfte im Innenministerium die Gelegenheit am Schopf gepackt und Tatsachen geschaffen – weit über den ursprünglichen Ermittlungsinhalt hinaus”, sagte SPÖ-Chef Christian Kern.

Nach Angaben der Zeitung “Der Standard” und des Magazins “Profil” sollen bei der Aktion auch Datenträger mit Erkenntnissen über das rechtsextreme Milieu beschlagnahmt worden sein, die mit den eigentlichen Vorwürfen gar nichts zu tun haben. Das von der FPÖ geleitete Innenministerium bestritt, dass solche Daten sichergestellt worden seien.

+++ 14.58 Uhr: Falschfahrerin verursacht drei Unfälle in Nordrhein-Westfalen +++

Nach einer schweren Unfallserie einer Falschfahrerin auf der Autobahn 59 bei Dinslaken wird gegen die Frau wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Die 44-Jährige war bei mehreren Zusammenstößen am frühen Freitagmorgen lebensgefährlich verletzt worden. Eine Frau und ein Mann in einem anderen Fahrzeug erlitten laut Polizei schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Insgesamt beschädigte die Frau auf ihrer rund 13 Kilometer langen Irrfahrt bei drei Unfällen mehrere Autos.

+++ 14.55 Uhr: Taxifahrer gewürgt – Frau wegen versuchten Mordes verurteilt +++

Weil sie einen Taxifahrer während der Fahrt mit einem Schal gewürgt hatte, ist eine 30-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Strafkammer am Landgericht München II sprach die Frau des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Nötigung schuldig. Sie muss zudem ihren Führerschein abgeben und kommt wegen ihrer Alkoholabhängigkeit in eine Entziehungsanstalt. Auch während der Tat im März 2017 in München war die Frau alkoholisiert gewesen. Die dreifache Mutter hatte das Taxi stoppen wollen und den Fahrer bei etwa 70 Stundenkilometern vom Rücksitz aus attackiert.

+++ 14.50 Uhr: Kleintransporter in Sachsen mit zwei Tonnen ungekühltem Dönerfleisch gestoppt +++

In Sachsen haben Zollbeamte einen Kleintransporter mit zwei Tonnen ungekühltem Dönerfleisch gestoppt. Bei einer Kontrolle auf einer Bundesstraße entdeckten die Zöllner am Donnerstagabend im Laderaum hundert Kisten mit gefrorenem Fleisch sowie lose Fleischblöcke, wie das Hauptzollamt Dresden am Freitag mitteilte. Da der Kleintransporter über keinerlei Kühlvorrichtung verfügte, war das Fleisch zum Teil bereits angetaut.

Die beiden Fahrer konnten zudem keinerlei Ladungs- oder Rechnungsunterlagen vorweisen. Nach eigenen Angaben hatten sie das Rindfleisch in einer Firma nahe der polnischen Grenze geladen und wollten es zur Weiterverarbeitung in einen Dönerbetrieb im Osterzgebirge bringen. Der Zoll schaltete das zuständige Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt ein.

+++ 14.40 Uhr: 8000 Euro Geldstrafe für Augsburgs Trainer Manuel Baum +++

Trainer Manuel Baum vom FC Augsburg muss eine Geldstrafe von 8000 Euro zahlen, weil er sich während des Bundesliga-Spiels gegen den VfB Stuttgart mehrfach unsportlich über den Schiedsrichter geäußert hat. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag. Baum war bei der 0:1-Heimniederlage seines Teams am 18. Februar eine Viertelstunde vor Spielende aus dem Innenraum verwiesen worden.

+++ 14.20 Uhr: Trampelte Deutscher Tochter zu Tode? – Prozess in der Schweiz +++

Weil er seine geistig behinderte Tochter bei einer angeblichen Dämonenaustreibung totgetrampelt haben soll, muss sich ein Deutscher (50) in der Schweiz vor Gericht verantworten. Zum Prozessbeginn in Frauenfeld präsentierte die Staatsanwaltschaft Videos, auf denen der Mann an einer lebensgroßen Strohpuppe demonstrierte, wie er die zierliche Frau (25) malträtierte. Dabei trat er der Puppe mit voller Wucht mehrfach in den Bauch. Die junge Frau starb laut Obduktion Anfang 2016 in Wagenhausen 20 Kilometer östlich von Schaffhausen an schweren inneren Verletzungen. Der Vater bezeichnete sein Vorgehen vor Gericht als “Massage”.

Die Anklage warf ihm zudem sexuelle Handlungen an der sterbenden oder bereits toten Tochter vor. Damit habe er sie reanimieren wollen, sagte der Mann aus dem Kreis Ravensburg. Hilfe für seine sterbende Tochter holte er nicht. 

+++ 14.05 Uhr: Offenbar Brandanschlag auf Moscheegebäude in Lauffen am Neckar +++

Am frühen Freitagmorgen ist offenbar ein Brandanschlag auf ein Moscheegebäude im baden-württembergischen Lauffen am Neckar verübt worden. Die Brandsätze, sogenannte Molotowcocktails, richteten zwar nur Sachschaden an, die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben aber wegen versuchten Mordes, weil sich der Imam zur Tatzeit in dem Gebäude aufhielt. Hinweise auf Täter lagen der Polizei zunächst nicht vor.

Ein oder mehrere bislang Unbekannte warfen die Brandsätze in ein Nebengebäude der Moschee, in dem sich laut Polizei Gemeinschafts- und Fortbildungsräume, aber auch Wohnräume des Imams befinden. In dem Gebäude kam es zu erheblichen Verrußungen, das aufflammende Feuer konnte gelöscht werden. Der Schaden wird auf etwa 5000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

+++ 14.00 Uhr: Preisschildchen umgeklebt – Bewährungsstrafe für Hausfrau +++

Sack mit mehr als 50 abgetrennten Händen gefunden_11.40Wegen des Abknibbelns und Umklebens von Preisschildchen ist eine 62 Jahre alte Hausfrau zu einem Monat Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Bonn befand sie der Urkundenfälschung für schuldig. Die Angeklagte hatte kurzerhand das Original-Etikett auf einem Wein-Kapselschneider über 10,99 Euro mit einem Sonderpreis von zwei Euro überklebt. Den selbst gemachten Dumpingpreis zahlte sie schließlich an der Kasse.

Wie das Gericht mitteilte, hatte ein Detektiv die gelernte Anwaltsgehilfin bei der Manipulation jedoch beobachtet und auf dem Parkplatz gestellt. Die Angeklagte ist nicht das erste Mal mit dem Umetikettieren von Waren aufgeflogen: Bereits zwei Mal wurde sie deswegen zu Geldstrafen über 2000 Euro verurteilt.

Eine erneute Geldstrafe, so die Strafrichterin, kam bei der Wiederholungstäterin nicht mehr in Frage. Als Bewährungsauflage muss sie jetzt 300 Euro in Raten an den Verein “Ärzte ohne Grenzen” zahlen. Falls sie in den nächsten zwei Jahren rückfällig werden sollte, muss sie die Haftstrafe auch antreten.

+++ 13.40 Uhr: Polizei entdeckt 22 Flüchtlinge bei Prag in Lieferwagen +++

Die tschechische Polizei hat eine internationale Schleuserbande ausgehoben. 22 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und der Türkei seien am Prager Stadtrand in einem Lieferwagen entdeckt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Unter ihnen seien vier Kinder und eine hochschwangere Frau, die nun ärztlich behandelt werde. Ziel der Flüchtlinge sei Deutschland gewesen.

Drei mutmaßliche Schleuser aus der Türkei seien festgenommen worden.
Ihnen drohe im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler sollen sie in der Vergangenheit bereits auf sechs Fahrten rund hundert Menschen nach Deutschland gebracht haben. Von jeder Person sollen sie zwischen 2000 und 8000 Euro genommen haben.

+++ 13.35 Uhr: Stromausfall in Amsterdam: Reichsmuseum evakuiert +++

09-Dax stagniert – US-Arbeitsmarktdaten im Blick-5748314514001Eine große Stromstörung hat das öffentliche Leben in Amsterdam für mehrere Stunden am Freitag stark behindert. Im Zentrum der niederländischen Hauptstadt fuhren die Straßenbahnen nicht, das Reichsmuseum musste evakuiert werden. Die weltberühmte Sammlung holländischer Meister, darunter Rembrandts “Nachtwache” war nicht in Gefahr, wie eine Sprecherin des Museums mitteilte. Etwa 1500 Besucher mussten das Museum verlassen. Auch andere Museen wurden zunächst geschlossen. Etwa 30 000 Haushalte hatten keinen Strom. 

+++ 13.30 Uhr: Fußgänger erfriert im Bayerischen Wald +++

Ein 75 Jahre alter Mann ist in Sankt Englmar im Bayerischen Wald gestürzt und erfroren. Wanderer hatten den Senior leblos in einem Wald gefunden und den Rettungsdienst gerufen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Eine Obduktion der am Samstag entdeckten Leiche ergab, dass der Rentner an Unterkühlung starb. Hinweise auf eine Straftat gibt es den Angaben nach nicht. Der Mann war wohl hingefallen und alleine nicht mehr hochgekommen.Saarland-Connection_13.40

+++ 13.25 Uhr: Lehrer werden in Sachsen künftig verbeamtet +++

Angesichts des dramatischen Lehrermangels will Sachsen Pädagogen künftig verbeamten. Der Vorwurf, dass andere Bundesländer für Lehrer bessere finanzielle Konditionen anbieten als Sachsen, “gilt nicht mehr”, erklärte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Freitag in Dresden. In Sachsen hat sich der Lehrermangel in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der neu eingestellten Lehrkräfte Seiteneinsteiger, die sich berufsbegleitend qualifizieren.

+++ 13.18 Uhr: Rohreiniger auf Spielplätze gestreut – Täter muss in Psychiatrie +++

Ein 53-Jähriger, der in Aachen fünf Kinder auf Spielplätzen mit ausgestreutem Rohrreiniger verletzt hat, muss laut Gerichtsentscheidung in die Psychiatrie. Die Aachener Richter gingen am Freitag von einer “erheblichen Gefährlichkeit” des psychisch kranken Mannes aus. Er habe in seiner Wahnvorstellung gehandelt, von den kleinen Kindern “existenziell bedroht” zu werden, und sei schuldunfähig.

+++ 13.11 Uhr: Merkel sieht US-Strafzölle “mit Sorge” und ruft zum Dialog auf +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium “mit Sorge”. Die Bundesregierung unterstütze die EU-Kommission dabei, sich in dem Streit an die Welthandelsorganisation zu wenden, aber auch den Dialog zu suchen, sagte Merkel am Freitag in München und fügte hinzu: “Ich glaube, dass der Gesprächskanal gepflegt werden sollte.”

+++ 12.47 Uhr: Nach Astori-Tod: Neue Daten für abgesagte Spiele in Serie A +++

Die wegen des plötzlichen Todes von Florenz-Kapitän Davide Astori abgesagten Fußballspiele in der italienischen Serie A werden am 3. und 4. April nachgeholt. Unter anderem die Partie Udinese gegen den AC Florenz, vor der der Nationalspieler vergangenen Sonntag gestorben war, soll nun am 3. April gespielt werden. Nach dem Tod Astoris wurden die Spiele der ersten Liga kurzfristig abgesagt.

Ein Termin für das ausgefallene Derby zwischen Inter und AC Mailand muss noch gefunden werden, teilte die Serie A am Freitag weiter mit.
Sollte der AC Mailand trotz des 0:2 gegen den FC Arsenal im Hinspiel noch ins Viertelfinale der Europa League einziehen, stünde das Hinspiel in diesem Wettbewerb am 5. April an. 

+++ 12.40 Uhr: Gemeinderätin fühlt sich belästigt – Maler muss Werke verhüllen +++

Nach Kritik von Gemeindevertreterinnen muss ein Maler seine im Heikendorfer Rathaus aufgehängten Frauenbilder für die Dauer von Sitzungen verhüllen. Eine Frau habe sich durch die Bilder “sexistisch belästigt” gefühlt, eine andere “durchaus Unmut”
geäußert, sagte der Heikendorfer Bürgermeister Alexander Orth der Deutschen Presse-Agentur. Der betroffene Künstler Kai Piepgras sagte der dpa: “Das erinnert mich sehr an Kunstzensur.” Zuvor hatten die “Kieler Nachrichten” berichtet.

+++ 12.37 Uhr: Deutsche Skifahrerin überlebt 40 Minuten unter Lawine +++

Eine Skifahrerin aus Baden-Württemberg hat in Österreich 40 Minuten unter einer Lawine überlebt. Die 37-Jährige kam dank glücklicher Zufälle mit einer Unterkühlung davon, wie die Polizei in Vorarlberg berichtete. “Sie war nach ihrer Rettung ganz weiß im Gesicht und hat sofort stark zu atmen und zu schreien begonnen. Sie hatte ein Mordsglück”, sagte ein Polizeisprecher. Vorfälle wie diese bedeuten laut Experten für den Verunglückten meist den Tod. Dabei konnte die Bergung der Frau aus den Schneemassen wegen unzureichender Ausrüstung ihres Skilehrers erst verzögert beginnen.

+++ 12.26 Uhr: Griechische Fischer treffen im Meer auf schwimmende Wildschweine +++

Auf dem Meer sind griechische Fischer zwei schwimmenden Wildschweinen begegnet. Mehrere Nachrichtenportale und Fernsehsender berichteten übereinstimmend von einer Rettungsaktion rund zwei Seemeilen westlich der Halbinsel Peloponnes. “Wir wollten unseren Augen nicht glauben”, sagte einer der Fischer und zeigte ein Video von den im Meer verirrten und augenscheinlich verstörten Tieren. Wie es sich herausstellte, waren die Tiere aus einer Farm ausgebrochen und von streunenden Hunden verfolgt worden. Um sich zu retten, hatten sie sich in die Fluten geworfen und sich von der Küste entfernt.

+++ 12.24 Uhr: Beschuss gefährdet Hilfstransport in Syrien +++

Andauernder Beschuss bedroht im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta bei Damaskus einen internationalen Hilfskonvoi. Trotz Sicherheitsbeteuerungen der Konfliktparteien, darunter auch Russland, werde die Gegend um die umkämpfte Stadt Duma in Ost-Ghuta weiter beschossen, sagte der UN-Hilfenkoordinator Ali al-Satari am Freitag.

Der Hilfskonvoi der Vereinten Nationen, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Syrischen Roten Halbmondes hatte seine Hilfslieferungen in das Gebiet nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus am Freitagmorgen fortgesetzt. Anfang der Woche musste die Verteilung von Hilfsgütern abgebrochen werden. 

+++ 12.15 Uhr: Scholz zum Abschied aus Hamburg: Es war mir einen große Ehre” +++

Der scheidende Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat seine Amtszeit als die “spannendsten und auch schönsten Jahre meines bisherigen politischen Lebens” bezeichnet. “Es war mir eine große Ehre, meine Kraft und meine politische Energie für Sie einsetzen zu dürfen”, hieß es am Freitagmorgen in einem auf Twitter und auf seiner Homepage veröffentlichen Abschiedsschreiben an die Hamburger Bürger. “Mich hat diese Aufgabe sehr erfüllt und ich habe gern für Sie und meine Heimatstadt Hamburg gearbeitet.”

+++ 12.05 Uhr: Bayerischer Zoll fängt Pakete mit Schlangengiftsalbe ab +++

Der Zoll hat in Bayern zwei Pakete mit Schlangengiftsalbe abgefangen. Es habe sich um Postsendungen aus Vietnam gehandelt, berichtete das Hauptzollamt München. Der Inhalt war als Rheumaarznei deklariert, enthielt aber Salben mit dem Gift der unter Artenschutz stehenden Königskobra.

Der Handel mit den Tieren und allen aus ihnen hergestellten Produkte unterliegt Beschränkungen gemäß internationalen Schutzabkommen, wie der Zoll erklärte. Die Empfängerinnen hätten keine artenschutzrechtlichen Dokumente vorweisen können. Daher seien die Sendungen in der vergangenen Woche im Zollamt von Garching-Hochbrück beschlagnahmt worden.

+++ 12.00 Uhr: Islamischer Staat reklamiert Kabul-Anschlag auf Schiiten für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ein Selbstmordattentat auf Schiiten in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit mindestens neun Toten für sich reklamiert. Der IS bekannte sich über eine Botschaft im Internet zur Tat, in der es hieß, der Attentäter habe mehr als 200 Menschen getötet. Das Bekenntnis konnte unabhängig nicht verifiziert werden. Der Mann hatte sich um kurz nach 11.00 Uhr morgens Ortszeit nahe einer Versammlung zum 23. Todestag eines prominenten Führers der schiitischen Hasara-Gemeinschaft, Abdul Ali Masari, im Westen Kabuls in die Luft gesprengt.Groko Bundesminister Posten Minister Regierung Große Koalition Ämter Ministerposten 20.45

+++ 11.58 Uhr: Bundesregierung: Strafzölle der USA sind rechtswidrig +++

Die Bundesregierung hat die von US-Präsident Donald Trump verhängten Schutzzölle als “rechtswidrig” bezeichnet. Die Maßnahme habe nichts mit der nationalen Sicherheit der USA zu tun, sondern dienten rein wirtschaftlichen Interessen, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin. Sie seien mit WTO-Recht nicht vereinbar. Die EU werde eine gemeinsame, deutliche Antwort finden. “Wir sind dabei, die Antwort zu finden.” Eine “Eskalationsspirale” könne allen schaden. “Zölle treffen in erster Linie die Verbraucher.”

+++ 11.55 Uhr: Säureanschlag von Haan: Ermittler starten Plakataktion +++

Mit einer Plakataktion wollen die Ermittler den Säure-Anschlag auf den Finanzvorstand der RWE-Tochter Innogy in Haan bei Düsseldorf aufklären. Dies teilte die Polizei in Düsseldorf mit. Die Fahnder suchen damit Zeugen, die am vergangenen Sonntagmorgen in der Nähe des Tatorts waren. Bislang hätten weder der Manager noch seine Familie konkrete Hinweise auf die Täter geben können.

Die Mord-Kommission “Säure” ermittelt in alle Richtungen. Die Spurenauswertung dauert an. Der Manager war bereits vor sechs Jahren überfallen worden. Damals wurde er zusammengeschlagen. Die Tat geschah ebenfalls an einem Sonntagmorgen auf einem abgeschiedenen Fußweg, sie konnte nicht aufgeklärt werden.  

+++ 11.45 Uhr: IC prallt nahe Köln gegen Baum und kann nicht weiterfahren +++

Ein IC ist in der Nähe von Köln gegen einen Baum geprallt und hat seine Fahrt aufgrund des Schadens nicht fortsetzen können. Menschen wurden bei dem Aufprall nicht verletzt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Aufgrund der Schäden an Zug und Oberleitungen musste die Strecke zwischen Opladen und Leichlingen für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Dies hatte Beeinträchtigungen für den Fernverkehr über Wuppertal zur Folge. Der “Kölner Stadt-Anzeiger” hatte zunächst über den Vorfall berichtet.

+++ 11.35 Uhr: Frida Kahlos Familie droht Barbie-Hersteller Mattel mit Klage +++

Die Familie der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo hat dem Barbiepuppen-Hersteller Mattel vorgeworfen, die Bildrechte an der verstorbenen Malerin gestohlen zu haben. Der Spielzeugkonzern habe nicht die “Befugnis, das Bild von Frida Kahlo zu nutzen”, heißt es in einer Stellungnahme, in der die Familie “notwendige Maßnahmen” androht. Die neue Frida-Kahlo-Puppe von Mattel stelle zudem nicht das dar, wofür die Künstlerin stehe, sagte Kahlos Großnichte Mara Romeo.

Mattel hatte angekündigt, dass die vor allem für ihre Selbstporträts berühmte Künstlerin Teil der neuen Barbie-Kollektion “Inspirierende Frauen” sein würde. Andere Vorbilder für die Kollektion sind etwa die Flugpionierin Amelia Earhart oder die afro-amerikanische Mathematikerin Katherine Johnson.

+++ 11.30 Uhr: Anklage gegen weitere Klinikmitarbeiterin wegen Mordserie von Niels H. zugelassen +++

Wegen der Mordserie des früheren Krankenpflegers Niels H. muss sich eine weitere Krankenhausmitarbeiterin vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht im niedersächsischen Oldenburg gab nach eigenen Angaben vom Freitag einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft statt und ließ die vom Landgericht der Stadt zunächst abgelehnte Anklage wegen Totschlags durch Unterlassen gegen die Frau zu. Sie war zum Zeitpunkt einiger Taten stellvertretende Stationsleiterin.

Die Frau muss sich demnach künftig zusammen mit zwei 2005 ebenfalls am Klinikum Delmenhorst beschäftigten Ärzten und dem damaligen Leiter der Intensivstation in einem Prozess verantworten. Dort soll H. einen Großteil der ihm insgesamt zur Last gelegten etwa hundert Morde begangen haben. Anders als die Vorinstanz sahen die Richter am Oberlandesgericht nun auch bei ihr “hinreichenden Tatverdacht” für ein Verfahren.

+++ 11.25 Uhr: Drei Tote und mehrere Verletzte bei Fabrikbrand in Westindien +++

Bei einem Feuer in einer Chemiefabrik nördlich der indischen Großstadt Mumbai sind mindestens drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Der Knall war in einem Umkreis von zehn Kilometern zu hören. Nach Polizeiangaben entstand der Brand in der Stadt Boisar als Folge einer starken Explosion. “Das Feuer sprang auf fünf weitere Fabriken in der Nähe über”, sagte Polizeichef Prakash Birajdar am Freitag. Feuerwehrleute brachten den Brand unter Kontrolle. Häuser und Gebäude in der Nähe wurden erschüttert. Die Polizei vermutet, dass sich die Explosion in einer Kesselanlage ereignete. Wie genau es dazu kommen konnte, wird nun untersucht.

+++ 11.20 Uhr: Bauernpräsident warnt vor Eskalation des Handelskonflikts mit den USA +++

Der Deutsche Bauernverband hat vor einer Eskalation des Handelskonflikts mit den USA gewarnt. “Die Politik ist gefordert, selbstbewusst zu verhandeln, aber der Konflikt darf nicht eskalieren”, sagte der Präsident des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. “Falls notwendig, müssen trotzdem Gegenmaßnahmen erfolgen.”

Rukwied zeigte sich angesichts der Entwicklungen beunruhigt. Ein Handelskrieg wäre “fatal” für Europa und hätte negative Auswirkungen auch auf die USA. “Die Politik ist gefordert, aber nicht unter dem Ansatz, Trump nachzugeben. Sondern sie muss selbstbewusst verhandeln, der Konflikt darf nicht eskalieren. Die Option von Gegenmaßnahmen muss offen gehalten werden.”

+++ 11.05 Uhr: Hilfskonvoi erreicht syrische Rebellenenklave Ost-Ghuta +++

Ein Hilfskonvoi mit Lebensmitteln hat die umkämpfte syrische Rebellenenklave Ost-Ghuta erreicht. “Sie sind drinnen”, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) über die 13 Lastwagen. Der Konvoi hätte bereits am Donnerstag in das vor den Toren der Hauptstadt Damaskus gelegene Ost-Ghuta fahren sollen. Die Fahrt wurde aber wegen der anhaltenden heftigen Kämpfe verschoben.

In Ost-Ghuta leben seit 2013 knapp 400.000 Menschen im Belagerungszustand. Mitte Februar startete die von Russland unterstützte syrische Regierung Luftangriffe auf die Rebellenenklave. Seitdem wurden nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 930 Zivilisten getötet. Die Beobachtungsstelle erklärte nun, die Nacht auf Freitag sei die ruhigste Nacht seit mehr als einer Woche gewesen.

+++ 11.02 Uhr: Russland weist Spekulationen über Rolle in Nervengiftattacke zurück +++

Tihange Jodtabletten_13.15Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Spekulationen, Moskau habe eine Rolle in der Nervengiftattacke auf einen früheren russisch-britischen Doppelagenten und dessen Tochter gespielt, als “Propaganda” zurückgewiesen. Es habe bislang keine Beweise oder Fakten gegeben, sagte Lawrow in Äthiopien.

Die Spekulationen zielten darauf ab, “Spannungen zu erhöhen”. Wenn es ein ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit bei den Ermittlungen gebe, sei Russland bereit dazu. Allerdings solle man nicht mit “unbegründeten Anschuldigungen” zu den Medien rennen, sagte der Außenminister.

+++ 10.50 Uhr: Wegen Ausnahmezustand: Bundespräsident sagt Reise nach Sri Lanka ab +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine für Ende März geplante Reise nach Sri Lanka abgesagt. Eine Sprecherin begründete die Absage am Freitag mit der Ausrufung des Ausnahmezustands in dem südasiatischen Land.

Der Bundespräsident wollte vom 21. bis 28. März nach Indien und Sri Lanka reisen. Nun besucht er nur Indien und kehrt zwei Tage früher von der Reise zurück.

+++ 10.40 Uhr: Elefanten bei Poloturnier misshandelt: Pfleger entlassen +++

Wegen der Misshandlung von Elefanten bei einem großen Poloturnier in Bangkok sind mehrere Pfleger entlassen worden. Die sogenannten Mahouts wurden nach Angaben der Organisatoren gefeuert, weil sie die Tiere am Rande des Turniers mit scharfkantigen Stangen geschlagen hatten. Die Misshandlung wurde durch Aufnahmen bekannt, die die Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hinter den Kulissen gemacht hatte. 

+++ 10.29 Uhr: Lidl will erstmals mehr als eine Milliarde Euro im Netz umsetzen +++

Die Discounterkette Lidl peilt in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro im Internetgeschäft an. Die Relevanz des Onlinehandels für Lidl wachse, sagte Digitalchef Thorsten Reichle dem “Handelsblatt” (Freitagsausgabe). “Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir, im Vergleich zum Vorjahr, mehr als 50 Prozent gewachsen – und dieses Wachstum wollen wir fortführen.”

Laut “Handelsblatt” erzielte der Discounter im vergangenen Jahr im Onlinegeschäft international bereits einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Zum Vergleich: Lidls Gesamtumsatz betrug nach den aktuellsten Zahlen 2015 mehr als 38 Milliarden Euro. Nun will der Konzern weitere Webshops in anderen europäischen Ländern eröffnen. Dort vertreibt Lidl etwa Reisen, Wein und Blumen.

+++ 10.25 Uhr: EU-Kommissarin: Journalistenmord guter Fall für Europa-Staatsanwalt +++

Ticker: SPD-Ministerliste_8.50Die Ermordung des Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak in der Slowakei wäre nach Ansicht der EU-Justizkommissarin Vera Jourova ein symbolischer Fall für die in der Gründung befindende europäische Staatsanwaltschaft. Voraussetzung wäre jedoch die Bestätigung, dass in dem Fall tatsächlich EU-Geld missbraucht worden sei, sagte sie am Freitag am Rande eines Treffens der EU-Justizminister in Brüssel. Dies sei noch nicht bewiesen. Zugleich betonte Jourova, dass die von 20 EU-Staaten gestützte Behörde erst 2020 ihre Arbeit aufnehmen und nicht rückwirkend tätig sein werde.  

+++ 10.23 Uhr: Rheinland-Pfälzer sehen erwartete Wahl von Nahles zur SPD-Chefin skeptisch +++

Die Bürger in Rheinland-Pfalz sehen die erwartete Übernahme des SPD-Parteivorsitzes durch die aus dem Land stammende Politikerin Andrea Nahles mehrheitlich skeptisch. Wie eine am Donnerstag in Mainz veröffentlichte Umfrage für den Südwestrundfunk ergab, glauben 47 Prozent der Befragten nicht, dass Nahles die SPD einen und nach vorn bringen kann. 39 Prozent trauen ihr dies hingegen zu.

Der Wechsel der rheinland-pfälzischen CDU-Chefin Julia Klöckner in das Amt der Bundeslandwirtschaftsministerin wird von einer Mehrheit in ihrem Heimatland begrüßt. 54 Prozent der Befragten befürworteten den Schritt laut der Erhebung. Nicht gut finden ihn 29 Prozent. Telefonisch befragt wurden vom Institut Infratest dimap 1.003 wahlberechtigte Bürger in Rheinland-Pfalz.

+++ 10.20 Uhr: Bitcoin verliert binnen einer Woche ein Viertel an Wert +++

Angesichts der zunehmenden Regulierung durch Behörden weltweit geraten Kryptowährungen immer mehr unter Druck. Der Wert einer Einheit der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin fiel am Freitag auf führenden Handelsplattformen wie Bitstamp unter 9000 US-Dollar. Allein diese Woche hat der Bitcoin damit gut ein Viertel seines Werts verloren. Auch andere Kryptowährungen wie Ripple oder Litecoin gaben deutlich nach.

Ein hartes Vorgehen von Behörden in Japan und den USA gegen Kryptobörsen sorgt für einen Abwärtssog. Japanische Finanzaufseher wiesen am Donnerstag zwei Handelsplätze an, für einen Monat den Betrieb einzustellen. Weitere Börsen belegten sie mit Strafen. Zudem forderten sie die große Kryptobörse Coincheck auf, ihr Vorgehen gegen Geldwäsche zu verschärfen. Ferner musste die Handelsplattform Binance wegen eines Hackerangriffs zeitweise den Handel einstellen.

+++ 10.09 Uhr: Plädoyers im Mordprozess gegen Hussein K. doch öffentlich +++

Die Plädoyers im Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Landgericht Freiburg werden anders als geplant doch öffentlich gehalten. Der Angeklagte widersprach am Freitag auf Anraten seines Verteidigers dem vom Gericht vorgesehenen Ausschluss der Öffentlichkeit und machte so öffentliche Plädoyers möglich, wie die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk erläuterte.

Hätte er nicht widersprochen, wäre die Öffentlichkeit laut der Richterin ausgeschlossen worden, weil Teile des Prozesses bereits nichtöffentlich waren und in solchen Fällen laut Gesetz und Rechtsprechung auch nichtöffentlich plädiert werden müsse.  

+++ 10.02 Uhr: Slowakischer Innenminister der Justizbehinderung verdächtigt +++

Der slowakische Innenminister Robert Kalinak wird in einer Bestechungsaffäre der Justizbehinderung verdächtigt. Sonderstaatsanwalt Vasil Spirko kündigte Strafanzeige gegen Kalinak und gegen hochrangige Mitglieder der Polizei an. Spirko war während seiner Untersuchungen in der Affäre der Zeugeneinschüchterung beschuldigt worden, die Vorwürfe wurden dann aber fallengelassen.

Laut einer von Spirko wiedergegebenen Zeugenaussage haben Kalinak und der ehemalige Finanzminister Jan Pociatek ein System aufgebaut, durch das sie wiederholt geheime Provisionen bei Ausschreibungen für IT-Ausrüstung und -Dienstleistungen im Innenministerium in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro erhalten haben sollen. Spirko leitete die Ermittlungen, als er des Fehlverhaltens beschuldigt wurde.

Der Innenminister wies die Vorwürfe gegen ihn am Donnerstag als “absurd” zurück. Der slowakische Präsident Andrej Kiska nannte sie nach Worten seines Sprechers jedoch “äußerst schlimm”.

+++ 9.50 Uhr: Box-Legende Manny Pacquiao will wieder in den Ring +++

Die philippinische Boxlegende Manny Pacquiao will zurück auf den WM-Thron. Der 39-Jährige beabsichtigt nach Angaben seiner Agentur MP Promotions, gegen den Argentinier Lucas Matthysse anzutreten. Der Kampf werde am 24. Juni in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur stattfinden, heißt es. Pacquiao hatte im vergangenen Jahr seinen WM-Titel der WBO im Weltergewicht überraschend durch eine Punktniederlage gegen den Australier Jeff Horn verloren. 

Trump will Kim treffen

+++ 9.25 Uhr: Südkorea will USA um Ausnahmen bei Strafzöllen bitten +++

Südkorea will die USA um Ausnahmen bei den verhängten Strafzöllen bitten und im Fall einer Zurückweisung die Welthandelsorganisation (WTO) einschalten. Südkoreas Handelsminister Paik Un Gyu bedauerte die von US-Präsident Donald Trump auf den Weg gebrachten Zölle auf Stahl und Aluminium am Freitag. Sollten diese Maßnahmen wie geplant in Kraft treten, wäre das ein “schwerer Schlag” für Südkoreas Stahlexporte in die USA.

Das südkoreanische Handelsministerium erklärte, rasch Kontakt mit der US-Seite aufnehmen zu wollen, um Washington um reduzierte Zölle oder eine komplette Ausnahme für Südkorea zu bitten. Wenn das nicht erfolgreich sei, werde das Land eine Beschwerde bei der WTO prüfen, möglicherweise gemeinsam mit anderen betroffenen Ländern. Südkorea ist derzeit der drittgrößte Stahlversorger der USA nach Kanada und Brasilien.09-Das Wetter in Deutschland am 9. März 2018-5748185155001

+++ 9.20 Uhr: Unbekannter erbeutet mit Betrugsmasche 150.000 Euro auf einen Schlag +++

Mit der sogenannten CEO-Betrugsmasche hat ein Unbekannter einem Unternehmen in Baden-Württemberg auf einen Schlag 150.000 Euro gestohlen. Wie die Polizei in Mannheim mitteilte, täuschte der Täter Ende Februar einer Angestellten einer Immobiliengesellschaft vor, Geschäftsführer der Firma zu sein. Dazu habe er die E-Mailadresse des Geschäftsführers nachgeahmt und der Angestellten vorgetäuscht, der wahre Firmenchef zu sein.

Zunächst habe sich der Täter per E-Mail über Kontostände informiert, erklärte die Polizei. Später habe er die Angestellte angewiesen, zwei Überweisungen von den Geschäftskonten auf Konten im Ausland zu tätigen. Diese habe daraufhin mehr als 150.000 Euro ins Ausland überwiesen. Erst durch einen Kontakt der Angestellten mit dem wahren Geschäftsführer sei der Betrug aufgefallen. Die Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei in Heidelberg.

+++ 9.02 Uhr: 14-Jährige in Berlin getötet: Polizei ermittelt im Umfeld +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 14-Jährigen in Berlin ermittelt die Polizei im Umfeld des Mädchens. In Medienberichten wurde spekuliert, dass es sich um eine Beziehungstat handeln könnte. “Die Mordkommission ermittelt in alle Richtungen”, sagte eine Polizeisprecherin dazu. Die Jugendliche wurde von ihrer Mutter am Mittwochabend in der gemeinsamen Wohnung in Berlin-Alt-Hohenschönhausen tot gefunden. Eine Obduktion in der Rechtsmedizin bestätigte am Donnerstag den Verdacht eines Gewaltverbrechens. Nähere Infos gab es zunächst nicht.

+++ 8.57 Uhr: Mindestens ein Toter bei Anschlag nahe schiitischer Moschee in Kabul +++

Bei einem Anschlag in der Nähe einer schiitischen Moschee ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens ein Mensch getötet worden. Das bestätigte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministerium, Wahidullah Madschroh. Mindestens fünf Menschen seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Sender TV berichtete von mindestens fünf Toten. Nach Hinweisen auf sozialen Medien könnte die Zahl der Opfer weiter zu steigen. Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat 2017 zahlreiche Anschläge auf schiitische Moscheen und Versammlungen verübt.

+++ 8.40 Uhr: Razzia in drei Bundesländern wegen gewaltsamer Zusammenstöße nach Fußballspiel +++

Etwa drei Monate nach Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Fußballfans am Rande einer Partie in Bremen hat die Polizei eine Großrazzia in drei Bundesländern gestartet. Die Durchsuchungen in insgesamt 39 Objekten in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen diene der Suche nach Beweismitteln, teilten die Beamten in der Hansestadt mit.

Demnach geht es um einen Angriff von Angehörigen der Bremer Ultraszene auf mutmaßliche Mitglieder der Hooliganszene, die sich in einem Lokal in der Bremer Innenstadt versammelt hatten. Der Vorfall ereignete sich im Dezember nach einem Spiel der Fußballbundesligisten SV Werder Bremen und 1. FSV Mainz 05. Demnach begingen dabei beide Gruppen Gewalttaten.

+++ 8.32 Uhr: Marder löst Blackout aus – Menschen kurzzeitig eingeschlossen +++

Ein Marder hat einen Kurzschluss in einem Umspannwerk ausgelöst und damit die nächtliche Stromversorgung in Teilen von Saarbrücken lahmgelegt. Nach sieben Minuten habe es aber schon wieder Strom gegeben, sagte eine Stadtwerke-Sprecherin am Freitag.

Die Polizei musste nach eigenen Angaben zweimal wegen des Stromausfalls ausrücken: Alarmanlagen von zwei Banken seien wegen der Stromunterbrechung ausgelöst worden. In einer Filiale seien dabei Menschen kurzzeitig eingeschlossen gewesen. Die Tür habe sich aber noch vor Eintreffen der Polizei öffnen lassen. Laut Stadtwerke-Sprecherin Reimann fanden Mitarbeiter den Marder in dem Umspannwerk – tot.

+++ 8.24 Uhr: Sack mit mehr als 50 abgetrennten Händen in Sibirien entdeckt +++

An einem Flussufer in Sibirien sind über 50 abgetrennte Hände in einem Sack gefunden worden. Ermittler in der Großstadt Chabarowsk rund 8000 Kilometer östlich von Moskau seien einem Hinweis gefolgt und dann auf den geheimnisvollen Beutel gestoßen, meldeten russische Agenturen.

Zunächst wurde über gruselige Verbrechen spekuliert: Die Hände könnten etwa als Strafe für Diebstahl abgehackt worden sein. Doch die russische Ermittlungsbehörde schloss einen kriminellen Hintergrund rasch aus, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Es handle sich um 26 bis 28 Handpaare. Diese seien zuvor von der Gerichtsmedizin untersucht worden, um Informationen über nicht identifizierte Leichen zu sammeln, teilten die Ermittler der Agentur Ria Nowosti zufolge mit.  

+++ 7.59 Uhr: Mississippi beschließt am Weltfrauentag strengstes Abtreibungsrecht der USA +++

Der US-Bundesstaat Mississippi hat just am Weltfrauentag das strengste Abtreibungsrecht des Landes beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag für ein Gesetz, das einen Schwangerschaftsabbruch nach der 15. Woche verbietet. Bislang war eine Abtreibung bis zur 20. Schwangerschaftswoche möglich. Ausnahmen sind bei gesundheitlichen Gefahren für die Mutter oder bei schweren Hirnproblemen des Fötus möglich, nicht aber bei Inzest oder Vergewaltigung.

Der Gouverneur des konservativen südlichen Bundesstaats, der Republikaner Phil Bryant, muss das Gesetz noch unterzeichnen. Er hat bereits angekündigt, dies zu tun. Mississippi liegt im sogenannten “Bibelgürtel”, dem sehr stark christlich geprägten Südosten der USA.

+++ 7.50 Uhr: Polizeieinsatz auf der ITB: Wachkräfte bedrängen Israel-Stand +++

Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin ist die Polizei zum Schutz des Israel-Standes vor pöbelnden Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma ausgerückt. Das bestätigte  eine Polizeisprecherin. Zuvor hatte “Der Tagesspiegel” über den Vorfall berichtet. Drei Männer einer bei der Messe eingesetzten Wachfirma zogen der Polizei zufolge lautstark zum Israel-Stand und riefen “Free Palestine” (Freiheit für Palästina). Zum Schutz vor weiteren Übergriffen sei die Polizei alarmiert worden. Die Beamten stellten die Identität der Männer fest und verwiesen sie des Hauses.

+++ 7.20 Uhr: Räuber als Kontrolleure getarnt – Tote bei Überfall auf Philippinen +++

Bei einem Überfall auf ein Kreditinstitut auf den Philippinen sind vier Männer von der Polizei erschossen worden. Die mutmaßlichen Angreifer wurden nach Angaben der Behörden in einem Schusswechsel getötet, nachdem sie in der Stadt Iba – etwa 130 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila – in das Gebäude der Firma eingedrungen waren. Einem fünften Mann soll die Flucht gelungen sein.

Die Bande hatte sich nach offiziellen Angaben als Mitarbeiter einer Kontrollbehörde ausgegeben, um in das Gebäude der Firma namens Lucky 55 Lending zu gelangen. Dort sammelten die Räuber dann mit Waffengewalt Schmuck, Bargeld und auch persönliche Wertgegenstände der Mitarbeiter ein. Die Polizei traf nach eigenen Angaben am Tatort ein, als sich die Bande gerade mit dem Auto des Firmenbesitzers auf die Flucht machen wollte.

+++ 6.50 Uhr: Neues Amtsenthebungsverfahren gegen Perus Präsident Kuczynski +++

In Peru versucht die Opposition erneut, Präsident Pedro Pablo Kuczynski zu entmachten. Oppositionsabgeordnete brachten am Donnerstag einen Antrag auf Amtsenthebung im Parlament ein. Sie werfen Kuczynski vor, wiederholt über seine Beziehungen mit dem umstrittenen brasilianischen Baukonzern Odebrecht gelogen zu haben.

Im Dezember war bereits ein ähnlicher Antrag gescheitert. Wann das Parlament sich mit dem Antrag befassen wird, ist nicht bekannt. Der 79-jährige Kuczynski, der Geschäftsbeziehungen zu Odebrecht zugegeben hat, weist die Korruptionsvorwürfe zurück. Odebrecht ist in Korruptionsskandale in ganz Lateinamerika verwickelt und soll Hunderte Millionen Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben. 

+++ 6.45 Uhr: Bericht: Obama in Gesprächen mit Netflix über eigene Show +++

Trump trifft Kim_6.20Der ehemalige US-Präsident Barack Obama befindet sich laut einem Bericht der “New York Times” in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Netflix über eine eigene Show. Eine solche Serie könnte ihm über den weltgrößten Streamingdienst und dessen 118 Millionen Abonnenten eine globale Plattform verschaffen, berichtete die Zeitung. Sie beruft sich auf Teilnehmer an den Verhandlungen, die allerdings noch nicht abgeschlossen seien.

Obama wolle mit der geplanten Show nicht direkt auf die Politik seines Nachfolgers Donald Trump reagieren, schreibt die “New York Times” weiter. Themen könnten allerdings maßgeblich die Felder sein, die Obama auch als Präsident am Herzen gelegen hätten, etwa Gesundheitspolitik, Einwanderung oder das Wahlrecht. Auch seine Frau Michelle Obama solle teilnehmen.

+++ 6.38 Uhr: Obdachloser von Auto überrollt und tödlich verletzt +++

Ein 57 Jahre alter Mann ist in Saarbrücken von einem Auto erfasst worden und gestorben – bei dem Opfer handele es sich um einen Obdachlosen, sagte ein Polizeisprecher. Am Steuer des Unfallwagens habe ein 77 Jahre alter Mann gesessen. Er erlitt bei dem Unfall am Donnerstagabend einen Schock, blieb ansonsten aber unverletzt.

Der 57-jährige Obdachlose sei aus bisher nicht bekannten Gründen auf die Straße gegangen oder gefallen. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Wie genau der Unfall passierte und ob er vermeidbar war, werde nun von einem Gutachter untersucht.Deutschland-Ticker KW10_7.50

+++ 6.35 Uhr. 17 Tote bei Taliban-Angriff auf Sicherheitskräfte in Nordafghanistan +++

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf mehrere Sicherheitsposten der afghanischen Polizei und Armee sind in Nordafghanistan 17 Menschen getötet worden. Der amtierende Polizeichef der Provinz Tachar, Nisamuddin Ghori, sagte am Freitagmorgen, die Taliban hätten die Posten im Bezirk Chwascha Ghar angegriffen und in mehrstündigen Gefechten zehn Polizisten und sieben Soldaten getötet. Die Taliban hätten die vier Posten am Donnerstagabend kurzfristig erobert. Erst um vier Uhr morgens seien die Kämpfe geendet. Überfälle der Taliban auf Armee und Polizei gibt es mittlerweile mehrmals wöchentlich.

+++ 6.30 Uhr: USA bieten Millionen für Hinweise auf drei pakistanische Terroristen +++

Das US-Außenministerium hat für Informationen über drei hochrangige pakistanische Terroristen Belohnungen in Millionenhöhe ausgesetzt. Bis zu fünf Millionen Dollar soll es für Hinweise zum Aufenthaltsort des Chefs der pakistanischen radikalislamischen Taliban, Mullah Fazlullah, geben, heißt es in einer in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Stellungnahme. Fazlullah ist unter anderem verantwortlich für das Attentat auf die Schülerin und spätere Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai.

+++ 6.20 Uhr: Australien entschädigt Opfer sexuellen Missbrauchs +++

In Australien sollen Opfer sexuellen Missbrauchs vom Staat bis zu 150 000 australische Dollar (etwa 94 000 Euro) Entschädigung bekommen. Die beiden größten Bundesstaaten New South Wales und Victoria kündigten an, von Juli an Geld an Frauen und Männer auszuzahlen, die als Kinder durch Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen missbraucht wurden. Dort sind etwa 14 000 Menschen betroffen. Insgesamt geht es dabei in Australien jedoch um mehrere zehntausend Fälle aus den Jahren 1960 bis 2015.

Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull forderte Kirchen, Verbände, Vereine und andere Institutionen auf, sich an den Ausgleichszahlungen zu beteiligen. Turnbull sprach von einem historischen Moment für alle Menschen, die unter solch “brutaler und bösartiger Gewalt” gelitten hätten. Das Vorhaben geht auf die Empfehlungen einer Kommission zurück, die nach jahrelangen Untersuchungen Ende 2017 ihren Abschlussbericht vorgelegt hatte.

+++ 6.10 Uhr: Grüne fordern Bundesregierung zum Einsatz gegen Fusion von Bayer und Monsanto auf +++

08-Bewegender Abschied von Davide Astori-5747809902001Die Grünen fordern die künftige Bundesregierung auf, sich bei der Europäischen Kommission gegen den Zusammenschluss des deutschen Chemieunternehmens Bayer mit dem US-Saatgutkonzern Monsanto einzusetzen. “Wenn sich Bayer Monsanto einverleibt, hätte das fatale Folgen – vom Acker bis zum Teller”, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, der Nachrichtenagentur AFP. Jetzt sei eine der letzten Chancen gegenzusteuern.

Die Wettbewerbshüter der Kommission wollen bis zum 5. April entscheiden, ob sie dem 56-Milliarden-Euro-Geschäft zustimmen werden oder nicht. Bereits am Freitag soll es nach Informationen der Grünen eine Sitzung von Vertretern der nationalen Kartellbehörden geben. Dort könne auch die Bundesregierung eine Stellungnahme abgeben. Deshalb schrieben Hofreiter und die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Katharina Dröge, einen Brief an die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und ihren designierten Nachfolger Peter Altmeier (CDU). Darin warnen sie, dass nach der Fusion nur noch vier Unternehmen zwei Drittel des globalen Marktes für Saatgut und Pestizide kontrollieren würden.

+++ 5.05 Uhr: Diakonie fordert Regierung zu grundlegender Pflegereform auf +++

Die Diakonie Deutschland fordert von der neuen Bundesregierung grundlegende Verbesserungen in der Altenpflege. ”Das ist ein Gradmesser für die Humanität unserer Gesellschaft”, sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Lilie begrüßte die von Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag versprochene ”Konzertierte Aktion Pflege”. Allerdings seien die als Sofortprogramm angekündigten 8000 neuen Pflegefachkräfte zu wenig. 

Lilie sagte, in Deutschland gebe es einen Akutbedarf an 60 000 neuen Stellen. ”Da reden wir über Milliarden und nicht über 400 Millionen Euro, die den 8000 neuen Stellen entsprechen.” Angehörige müssten spürbar entlastet werden, und Verbesserungen dürften nicht in erster Linie zu finanziellen Lasten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen, forderte Lilie. Nötig sei eine großzügigere und fundierte Personalbemessung in den Einrichtungen.

+++ 4.10 Uhr: Japanische Notenbank hält an ultralockerer Geldpolitik fest +++

Japans Zentralbank setzt ihre ultralockere Geldpolitik unverändert fort. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) nach Abschluss zweitägiger Beratungen. In Marktkreisen war dieser Entschluss allgemein erwartet worden. Hintergrund ist die nach wie vor schwache Preisentwicklung. Von ihrem angestrebten Inflationsziel von zwei Prozent ist die Zentralbank noch immer weit entfernt. Seit Februar 2016 gilt in Japan ein negativer Zinssatz von minus 0,1 Prozent. Damit sollen Banken davon abgehalten werden, Geld bei der BoJ zu parken, statt es als Kredite für Investitionen zu vergeben.

+++ 2.40 Uhr: Experte: Russland hofft auf Bundesregierung als Vermittler +++

Russland erhofft sich von der neuen Bundesregierung mit dem SPD-Politiker Heiko Maas als Außenminister nach Einschätzung eines Experten eine Vermittlerrolle im Konflikt mit dem Westen. “Berlin könnte in der EU und der Nato der Partner sein, der versucht Moskau zu verstehen”, sagte der Politologe Wladislaw Below der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Vor allem der Ukraine-Konflikt und die Vorwürfe der USA, Russland habe sich in die Präsidentenwahl 2016 eingemischt, belasten das Verhältnis zwischen Moskau und dem Westen.

+++ 1.14 Uhr: Breitbandausbau kommt nur langsam voran +++

Der Ausbau des schnellen Internets in Deutschland kommt nur langsam voran. Von den dafür bereitgestellten 1,56 Milliarden Euro wurden zwischen 2015 und 2017 nur 27,7 Millionen Euro ausgegeben. Das geht aus der Antwort einer Berichtsanforderung der Grünen aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hervor, über die die “Frankfurter Rundschau” berichtet.

Die Grünen im Bundestag warfen dem früheren Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Versagen vor. “Alexander Dobrindt ist nicht nur als Verkehrsminister, er ist auch als Digitalminister auf ganzer Linie gescheitert”, sagte der Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler dem Blatt. “Für ihn ist das Internet Neuland geblieben.”

+++ 1.00 Uhr: JU-Chef: Flüchtlinge sollten vor allem Sachleistungen erhalten +++

Flüchtlinge sollen nach Ansicht des Junge-Union-Vorsitzenden Paul Ziemiak zukünftig vor allem Sachleistungen statt Geld erhalten. Solange das Asylverfahren noch geprüft werde und Flüchtlinge in Aufnahmezentren lebten, “finde ich Sachleistungen richtig”, sagte Ziemiak am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner”. Der Staat solle Unterkunft und Verpflegung bereitstellen, “aber möglichst wenig Anreize schaffen, dass Mittel ungebunden ausgegeben” würden.

“Es gehört zur Wahrheit, dass Menschen zu uns kommen und natürlich einen Teil des Geldes zurück in ihre Heimat schicken”, sagte der JU-Chef. “Und dann kommt es zu Situationen, wo am Ende des Monats zu wenig überbleibt. Daran können wir kein Interesse haben.” 

+++ 0.19 Uhr: Bundesregierung kann Syrien-Hilfe nicht genau aufschlüsseln +++

Die Bundesregierung kann nicht genau aufschlüsseln, welcher Anteil ihrer Hilfsgelder für Syrien in von der Regierung kontrollierte Regionen fließt. Das geht laut “Bild” aus einer schriftlichen Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, erklärte demnach auf Anfrage, eine genaue Bezifferung des deutschen Anteils an humanitären Hilfsmaßnahmen in regimekontrollierten Gebieten sei nicht möglich. Die Grünen-Politikerin Franziska Brantner sagte dem Blatt, die Antwort sei nicht akzeptabel. “Wenn sie die Infos nicht hat, muss sie sie besorgen. Es kann ja schließlich nicht sein, dass sie nicht weiß, wo das Geld landet.”Seltsames Objekt auf Google Maps entdeckt 18.58

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