News des Tages: Türkischer Kampfjet stürzt bei Trainingsflug ab

Die wichtigsten Meldungen im Kurzüberblick:

  • Erneut zahlreiche Tote bei Luftangriff auf syrische Rebellenprovinz (19.52 Uhr)
  • Rechtsmediziner haben Zweifel an Version von U-Boot-Bauer Madsen (16.00 Uhr)
  • USA nehmen EU vorläufig von Strafzöllen aus (15.47 Uhr)
  • Bewährung kassiert: Kölner Raser müssen in Haft (13.58 Uhr)
  • Mikrowelle verfehlt Polizisten nur knapp (12.10 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.02 Uhr: Saudi-Arabien erhält weitere Patrouillenboote aus Deutschland +++

Ungeachtet der Beteiligung Saudi-Arabiens am Jemen-Krieg hat die Bundesregierung die Lieferung von acht Patrouillenbooten an das Königreich genehmigt. Das teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur und dem ZDF vorliegt. Die Boote werden auf der Lürssen-Werft in Wismar gebaut.

Union und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen auf einen Exportstopp für alle Länder verständigt, die “unmittelbar” am Jemen-Krieg beteiligt sind. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bereits erteilte Vorgenehmigungen in den Koalitionsvertrag eingebaut.

+++ 19.52 Uhr: Türkischer Kampfjet stürzt bei Trainingsflug ab +++

In der zentralanatolischen Provinz Nevsehir ist ein F-16-Kampfjet der türkischen Armee abgestürzt. Die Streitkräfte teilten mit, das Kampfflugzeug sei zu Trainingszwecken unterwegs gewesen. Zum Schicksal der Besatzung und zur Absturzursache machte die Armee keine Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Rettungskräfte seien zum Absturzort im Distrikt Gülsehir geschickt worden.

+++ 19.41 Uhr: Erneut zahlreiche Tote bei Luftangriff auf syrische Rebellenprovinz +++

Den dritten Tag in Folge sind bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenprovinz Idlib zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Wahrscheinlich russische Flugzeuge hätten den Ort Harim im Nordwesten des Bürgerkriegslandes angegriffen und dabei mindestens 28 Menschen getötet, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstagabend. Unter ihnen seien elf Kinder. Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete von 30 Toten. Insgesamt zwei Luftangriffe hätten einen Markt getroffen, sagte ein Sprecher. Dutzende Menschen seien verletzt worden. 

+++ 18.42 Uhr: Mladic legt Berufung ein +++

Der ehemalige bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic hat Berufung gegen seine Verurteilung durch das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag eingelegt. Der als “Schlächter von Bosnien” bekannt gewordene Mladic forderte, dass “alle falschen Urteile” zurückgenommen oder verworfen werden sollten. Das UN-Tribunal hatte den 74-Jährigen im November wegen Völkermords und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt.
Das Gericht befand Mladic wegen seiner Verbrechen während des Bosnienkrieges (1992-1995) schuldig, in dessen Verlauf rund 100.000 Menschen getötet und 2,2 Millionen Menschen in die Flucht getrieben wurden. Den Tatbestand des Völkermordes sah das UN-Tribunal wegen Mladics Verantwortung für das Massaker von Srebrenica von 1995 sowie der Belagerung von Sarajevo erfüllt. Wegen der von ihm in bosnischen Dörfern begangenen Verbrechen wurde er nicht verurteilt. Aus diesem Grund legte die Staatsanwaltschaft ebenfalls Berufung ein.

+++ 17.59 Uhr: Trump will Strafzölle gegen chinesische Produkte +++

US-Präsident Donald Trump will Strafzölle auf eine Reihe von chinesischen Produkten verhängen. Die neuen Tarife beträfen Importe im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro), sagte Trump in Washington. Ein entsprechendes Memorandum wollte Trump direkt nach dieser Ankündigung unterzeichnen.

+++ 17.56 Uhr: Internationale Experten dürfen Blut von Skripal und Tochter untersuchen +++

Internationale Chemiewaffenexperten dürfen Blutproben des vergifteten russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und von dessen Tochter Julia untersuchen. Ein britischer Richter erteilte der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die entsprechende Erlaubnis. Es sei “rechtmäßig”, dass Ärzte den beiden Blut abnähmen, um dieses sowie “Kopien ärztlicher Notizen” der OPCW zur Verfügung zu stellen, urteilte Richter David Williams.

+++ 17.09 Uhr: Neuer slowakischer Regierungschef Pellegrini vereidigt +++

Peter Pellegrini ist als neuer slowakischer Regierungschef vereidigt worden. In einer Zeremonie in Bratislava legten Pellegerini und seine Minister im Beisein von Staatspräsident Andrej Kiska ihren Amtseid ab. Kiska ermahnte Pellegrini, das verloren gegangene Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Die Umbildung der Regierung war nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Robert Fico nötig geworden. Dieser hatte vergangene Woche im Zuge des Skandals um die Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und nach Anti-Korruptions-Protesten seinen Rücktritt eingereicht und seinen Stellvertreter Pellegrini mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Forderung vieler Slowaken nach Neuwahlen hatte Fico zurückgewiesen.     

+++ 17.05 Uhr: Tajani lädt Zuckerberg wegen Datenaffäre ins Europaparlament +++

Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll wegen des Skandals um den Missbrauch der Daten von Dutzenden Millionen Nutzern durch die Firma Cambridge Analytica im Europaparlament befragt werden. Er habe Zuckerberg eingeladen, sagte EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani. Es wäre ein “großer Fehler”, sollte sich Zuckerberg dagegen entscheiden, sagte Tajani weiter. “Wir wollen wissen, ob während der US-Wahlen und des Brexit-Referendums Daten benutzt wurden, um Meinungen von Bürgern zu beeinflussen.” Facebook Zuckerberg redet_13.20

+++ 16.50 Uhr: Ärger wegen britischen Reisepässen +++

Die neuen blauen Reisepässe der Briten sollen nach dem Brexit ausgerechnet von einem Unternehmen in der Europäischen Union hergestellt werden. Die Regierung in London hatte die Abschaffung der burgundroten EU-Pässe im Land als Meilenstein auf dem Weg zur Selbstbestimmung nach der Trennung von Brüssel gefeiert. Jetzt sollen die neuen Pässe nach britischen Medienberichten von der französisch-niederländischen Firma Gemalto produziert werden – und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich von einem heimischen Unternehmen. Das brachte die Befürworter des EU-Ausstiegs im Parlament auf die Palme. Sie forderten Aufklärung. Brexit Pässe

+++ 16.45 Uhr: Tödliche Brandstiftung – Neun Jahre Haft für Rentnerin +++

Eine Rentnerin aus Sachsen hat nach Überzeugung von Richtern in ihrem Mehrfamilienhaus mehrfach Feuer gelegt, nachdem ein Asylbewerber eingezogen war. Dabei starb eine 85 Jahre alte Nachbarin. Das Landgericht Chemnitz verurteilte die Brandstifterin zu neun Jahren Haft. Die 70-Jährige hatte im Laufe des Prozesses zugegeben, selbst Zettel geschrieben zu haben, die nach den Bränden den Verdacht auf Ausländer lenken sollte.  

+++ 16.00 Uhr: Rechtsmediziner haben Zweifel an Aussage von U-Boot-Bauer Madsen +++

Im Mordprozess gegen den dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen hat die Rechtsmedizin Zweifel an dessen Darstellung vom grausigen Tod einer Journalistin. Einige Stichwunden deuteten darauf hin, dass Kim Wall möglicherweise noch am Leben gewesen sei, als Madsen auf sie eingestochen habe, sagte die Rechtsmedizinerin Christina Jacobsen. Madsen hatte ausgesagt, die Journalistin sei erstickt. Er habe ihre Leiche erst sieben Stunden später zerteilt, um sie über Bord werfen zu können. Die genaue Todesursache konnten die Rechtsmediziner nicht feststellen, weil die Leichenteile zu lang im Wasser gelegen hatten. Die von Madsen gelieferte Erklärung, Kim Wall sei möglicherweise an einer Kohlenmonoxidvergiftung im U-Boot gestorben, konnten die Mediziner nicht bestätigen. Peter Madsen Kim Wall erster Prozesstag 22.48

+++ 15.57 Uhr: Die 50+1-Regel bleibt +++

Die 36 deutschen Fußball-Profivereine haben sich auf ihrer Mitgliederversammlung mehrheitlich für eine Beibehaltung der 50+1-Regel und damit gegen eine Öffnung für Investoren entschieden. Ein entsprechender Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli wurde in Frankfurt angenommen.

+++ 15.44 Uhr: EU und andere Länder vorläufig von amerikanischen Strafzöllen ausgenommen +++

Die EU soll nach Angaben der US-Regierung von den geplanten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorläufig befreit bleiben. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte bei einer Anhörung im Kongress, die Europäische Union werde ebenso wie mehrere andere Länder vorläufig von den neuen Tarifen ausgenommen. Die Strafzölle sollen am Freitag in Kraft treten. Trump und Mercedes 18.50

+++ 15.41 Uhr: Gericht verhängt Haftstrafen für Explosion von Shisha-Bar +++

Für die Explosion in einer Shisha-Bar in Gießen mit mehreren Verletzten sind vier Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach das geständige Quartett schuldig, für das Feuer und die Explosion im August 2017 verantwortlich zu sein. Motiv soll ein versuchter Versicherungsbetrug des Inhabers der Bar gewesen sein, der seine drei Kumpel gegen Geld mit der Ausführung der Tat beauftragt hatte. Das Lokal und ein angrenzendes Wohnhaus wurden schwer beschädigt, mehrere Bewohner sowie einer der Angeklagten wurden verletzt. Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen vier und achteinhalb Jahren, zudem eine Jugendstrafe auf Bewährung.

+++ 15.30 Uhr: Österreichs Parlament kippt Rauchverbot in Gastronomie +++

In Österreichs Restaurants und Bars darf weiterhin geraucht werden. Die Regierung aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ hat das geplante generelle Rauchverbot in der Gastronomie wieder aufgehoben. Damit ist es weiterhin den Gastronomen überlassen, das Rauchen zu verbieten oder zu erlauben. Der Abstimmung war eine hitzige Debatte vorausgegangen. “Heute verraten Sie das Schützenwerteste in diesem Land, nämlich die Gesundheit unserer Kinder”, sagte die Gesundheitssprecherin der Sozialdemokraten, Pamela Rendi-Wagner. Eigentlich wäre das Rauchen in der Alpenrepublik ab Mai nicht mehr geduldet gewesen.

+++ 14.50 Uhr: Brandenburger Dorf Alwine nun doch verkauft +++

Das Brandenburger Örtchen Alwine hat einen neuen Käufer gefunden. Der Kaufvertrag sei bereits unter Dach und Fach, sagte ein Mitarbeiter des Berliner Auktionshauses Karhausen. Anfang Dezember hatte ein Käufer unter großer bundesweiter Aufmerksamkeit die einsame Siedlung im südwestlichen Zipfel Brandenburgs zunächst für 140.000 Euro ersteigert, später aber einen Rückzieher gemacht und dafür gesundheitliche Gründe genannt.

Das Startgebot für die heruntergewirtschaftete, zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück gehörende Siedlung mit ihrem guten Dutzend Bewohnern hatte damals bei 120.000 Euro gelegen. Allerdings gab es bei der Auktion keinen weiteren Interessenten.

teaser alwine

+++ 13.58 Uhr: Kölner Raser: Gericht kassiert Bewährungsstrafen +++

Nach dem Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln müssen zwei Raser nun doch ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht urteilte, dass die bereits verhängten Freiheitsstrafen gegen die 24 und 25 Jahre alten Männer nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Eine andere Kammer des Gerichts hatte die Angeklagten zuvor wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) monierte die Aussetzung zur Bewährung und hob das Urteil teilweise auf.

Die beiden in Deutschland geborenen Türken hatten sich 2015 ein Rennen geliefert. Einer der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und rammte die 19 Jahre alte Radfahrerin. Die Studentin starb. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

+++ 13.42 Uhr: CSU-Europapolitiker Weber: Sanktionen gegen Russland nicht ausschließen +++

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber schließt neue Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf einen Ex-Agenten in Großbritannien nicht aus. “Wir haben einen nicht erklärten modernen Krieg Russlands gegen die Europäische Union”, sagte Weber unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Russland wolle eine Destabilisierung, darauf dürfe nicht mit Naivität reagiert werden, sondern mit Stärke. 

Der Fall des vergifteten ehemaligen Doppelagenten Agenten Sergej Skripal werde mit im Zentrum der Diskussionen auf dem Gipfel stehen, sagte der Fraktionsvorsitzende der konservativen EVP im Europaparlament. Mit einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs über etwaige weitere Sanktionen gegen Russland rechne er aber noch nicht.

teaser skripal

+++ 13.40 Uhr: Diebe entkommen mit 48-Tonnen-Kran +++

Wie entkommt man unerkannt mit einem 48 Tonnen schweren, roten Autokran? Dieben ist dieses Kunststück in Stuttgart offensichtlich gelungen: In der Nacht zum Montag stahlen sie den Kran von einem Firmengelände und entkamen darin offensichtlich über mehrere Hundert Kilometer, ohne gefasst zu werden.

Bestätigt sei inzwischen eine Sichtung am Mittwochmorgen auf einer Bundesstraße bei Herzberg im Harz (Niedersachsen), sagte der Geschäftsführer von Paule Schwertransporte, Rainer Schmid. Am Morgen sei außerdem ein Hinweis aus der Gegend um Erfurt eingegangen, den die Kriminalpolizei nun prüfe. Seitens der Polizei in Stuttgart gab es auf Anfrage keine Bestätigung für die mutmaßlichen Sichtungen, man kommentiere die laufende Fahndung nicht.

+++ 13.36 Uhr: Babys in Gefriertruhe: Mutter legt Geständnis ab +++

Der Prozess um zwei tot in einem Tiefkühlschrank gefundene Neugeborene vor dem Landgericht Halle hat mit einem Geständnis der Mutter begonnen. Die 46-Jährige habe die Taten eingeräumt, sagte ein Gerichtssprecher. Die beiden toten Babys waren im Januar in der Wohnung der Angeklagten in Benndorf gefunden worden, nachdem von ihrem ehemaligen Lebensgefährten ein entsprechender Hinweis gekommen war.

Der Anklage zufolge soll die Frau 2004 nach einer heimlichen Schwangerschaft in ihrer damaligen Wohnung in Helbra ein Mädchen zur Welt gebracht haben. Unmittelbar nach der Geburt soll sie das Baby in eine Plastiktüte gesteckt und dann in einen Tiefkühlschrank gelegt haben. Auf ähnliche Weise ging sie demnach vor, nachdem sie 2008 einen Jungen zur Welt gebracht hatte.

+++ 13.29 Uhr: Simbabwe: Präsident begnadigt 3000 Häftlinge +++

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat die Haftentlassung von mindestens 3000 Häftlingen angeordnet, um die überfüllten Gefängnisse des Landes zu entlasten. Begnadigt werden sämtliche weiblichen Strafgefangenen außer solchen, die zu lebenslanger Haft verurteilt sind, wie die Strafvollzugsbehörden des Landes am Donnerstag mitteilte. Auch todkranke oder behinderte Häftlinge und alle Gefängnisinsassen über 60 Jahren sowie Jugendliche sollen demnach freikommen.

Mit der Amnestie soll die Zahl der Häftlinge in Simbabwes Gefängnissen auf rund 17.000 gesenkt werden. Zusätzlich zu der Amnestie soll die Todesstrafe für alle Häftlinge, die bereits seit mindestens zehn Jahren im Todestrakt sitzen, in lebenslange Haft umgewandelt werden. Mngangagwa gilt als entschiedener Gegner der Todesstrafe.

+++ 13.06 Uhr: Den Haag: Mann stürzt von Tribüne ins Parlament +++

Das niederländische Parlament ist durch einen tragischen Zwischenfall aufgeschreckt worden: Während einer Sitzung stürzte ein Mann von der Zuschauertribüne. Nach Medienberichten handelte es sich um einen Suizidversuch. Sanitäter waren schnell zur Stelle, der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Unklar blieb zunächst, wie es dem Mann geht.Hinweis Suizid

+++ 12.48 Uhr: Wien: Mann auf Friedhof fast von Drohne erschlagen +++

Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein 71-jähriger Mann fast von einer abstürzenden Drohne getroffen worden. Wie die Polizei berichtete, schlug der drei Kilogramm schwere Flugkörper knapp neben dem Mann auf den Boden auf. Als Lenker der Drohne ermittelten die Beamten einen 24-Jährigen, der wohl wegen einer Windböe die Kontrolle über das Gerät verloren hatte. Drohnen von über 250 Gramm müssen in Österreich von der Luftverkehrsbehörde Austro Control genehmigt werden. Für sie muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der 24-Jährige hatte weder eine Lizenz noch eine Versicherung. Er wurde wegen Verwaltungsverstößen und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

+++ 12.22 Uhr: Streit um Rettungsgasse: Autofahrer schlägt anderem Seitenfenster ein +++

In einem Stau auf der Autobahn 5 in Hessen sind zwei Männer wegen der Bildung einer Rettungsgasse mächtig aneinandergeraten. In dem Streit am Morgen bei Bad Homburg war der eine darüber erzürnt, dass der andere die Gasse nicht frei hielt. Er schlug ihm im Zorn kurzerhand die Seitenscheibe des Wagens ein, wie die Polizei in Frankfurt mitteilte. Beamten gelang es schließlich zu schlichten. Verletzt wurde niemand, auch eine Anzeige sei noch nicht gestellt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Der Stau hatte sich gebildet, nachdem ein Kleinlaster auf einen bremsenden Lastwagen aufgefahren war. Dabei wurden beide Fahrer leicht verletzt. Weil sich Fahrzeugteile auf der Autobahn verteilten, musste die A5 zwischen dem Kreuz Bad Homburg und dem Nordwestkreuz Frankfurt in Richtung Süden etwa eineinhalb Stunden lang gesperrt werden.

+++ 12.10 Uhr: Berlin: Mikrowelle aus dem dritten Stock verfehlt Polizisten nur knapp +++

Mit einer Mikrowelle hat ein Unbekannter in Berlin zwei Polizisten beworfen. Die Fahnder konnten sich nur mit einem Sprung auf die Seite vor dem Wurf aus dem dritten Stock retten, wie die Polizei mitteilte. Eigentlich waren die Beamten am späten Mittwochabend zu einer Schlägerei in eine Wohnung im Stadtteil Wedding gerufen worden. Die Polizistin und ihr Kollege sicherten gerade den Hinterhof, als die Mikrowelle den Angaben zufolge etwa einen halben Meter neben ihnen aufschlug. Beide blieben unverletzt.
Wer das Haushaltsgerät warf und ob es aus der Wohnung mit dem Streit stammte, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

+++ 12.09 Uhr: Wegen Schweinepest: Dänemark will Grenzzaun bauen +++

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, prüft Dänemark den Bau eines Zauns entlang der deutsch-dänischen Grenze. Das teilte das dänische Umwelt- und Lebensmittelministerium am Donnerstag mit. Die Afrikanische Schweinepest kursiert derzeit in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont. Tschechien hat bereits im vergangenen Jahr einen kilometerlangen Elektrozaun entlang eines Ansteckungsgebiets errichtet.

Der Zaun soll nach dem Willen der Regierung entlang der knapp 70 Kilometer langen Grenze errichtet werden und eineinhalb Meter hoch sein. An Wegen sollen Tore installiert werden. Der Grenzverkehr auf der Straße werde nicht beeinträchtigt, versicherte das Ministerium. Der Bau des Zauns muss vom Parlament genehmigt werden. Die konservativ-liberale Regierungskoalition bekommt in ihrem Vorhaben Unterstützung von der Dänischen Volkspartei.

+++ 12.05 Uhr: Wirtschaftsforscher: Deutschland erwarten ab 2020 magere Jahre +++

Gegenwärtig läuft die deutsche Wirtschaft auf Hochtouren, doch am Horizont zeichnet sich nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) mittelfristig schon ein deutlicher Rückgang ab. “Mit dem Eintritt in die 20er Jahre werden nicht nur demografisch bedingt die Wachstumskräfte dauerhaft schwächer, sondern es beginnt dann wohl auch der konjunkturelle Abstieg”, sagte Prof. Stefan Kooths, Leiter des IfW-Prognosezentrums, in Kiel. “Je nachdem, wie stark die Übertreibungen im Boom ausfallen, kann es auch ein Absturz werden.”

Die Kieler Forscher sind alarmiert, weil die deutsche Wirtschaft stärker wächst als die Grundlagen des Wirtschaftens, das sind die Zahl der Arbeitskräfte, der Kapitalstock und die Produktivität. Schon 2017 habe die Produktion um ein Prozent über dem Produktionspotenzial gelegen. Die Wirtschaftsforscher sprechen dann von Überauslastung, die gegenwärtig von Jahr zu Jahr zunimmt. “Damit nimmt auch der Gegenwind für die Konjunktur zu”, sagte Kooths. “Mit der steigenden Überauslastung steigt die Fallhöhe für die deutsche Wirtschaft.”

+++ 11.58 Uhr: Jülich: Granaten-Explosion verletzt zwei Teenager +++

Durch die Explosion einer Granate sind in Jülich bei Aachen zwei Teenager verletzt worden, einer von ihnen schwer. Nach Polizeiangaben hatten die 18 und 19 Jahre alten jungen Männer die Granate in einem Wald gefunden. Wie es am Mittwoch genau zu dem Unfall kam, war nach Angaben einer Polizeisprecherin zunächst nicht bekannt. Die Verletzten seien noch nicht befragt worden, die medizinische Versorgung sei erst einmal wichtiger. Der WDR hatte über die Explosion berichtet.

+++ 11.54 Uhr: Indien: Elf Mal lebenslang für Lynchmord an Fleischhändler +++

Wegen eines Lynchmords sind in Indien elf selbst ernannte Kuhbeschützer zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die radikalen Hindus hatten im vergangenen Juni einen muslimischen Fleischhändler zu Tode geprügelt, weil sie ihn verdächtigten, Rindfleisch zu transportieren. Das Urteil am Mittwoch im ostindischen Ramgarh sei landesweit das erste gegen Kuhbeschützer, erklärte der örtliche Polizeichef Rajesh Kumar.

Die Kuh gilt Hindus, die in Indien rund 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen, als heilig. Das Schlachten von Kühen ist in den meisten Bundesstaaten des Landes verboten. Immer wieder greifen Mobs Menschen an, die sie verdächtigen, Kühe zum Schlachten zu führen oder ihr Fleisch zu essen. Die Opfer sind meistens Muslime oder Dalits – die früher “Unberührbare” genannten Angehörigen der untersten Schicht im Kastensystem. Solche Vorfälle kommen häufiger vor, seit die hindu-nationalistische Partei BJP im Jahr 2014 an die Regierung kam.

+++ 11.38 Uhr: Tschechien: Sechs Tote bei Explosion in Chemiefabrik +++

Bei einer Explosion in einem Chemiewerk in Tschechien sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Zwei Arbeiter seien schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das Firmengelände liegt in der Stadt Kralupy nad Vlatvou, rund 25 Kilometer nordwestlich von Prag. Warum es zu der Explosion kam, war zunächst nicht bekannt.

Zu der Explosion sei es in der Raffinerie der Firma Unipetrol gekommen, bestätigte ein Firmensprecher im tschechischen Rundfunk. Nach ersten Angaben explodierte ein Behälter mit Chemikalien.

+++ 11.36 Uhr: Australien: Zwei Touristen sterben bei Hubschrauber-Absturz +++

Bei einem Hubschrauberunglück am berühmten Great Barrier Reef in Australien sind zwei Urlauber ums Leben gekommen. Die beiden 79 und 65 Jahre alten Touristen aus den USA starben nach Polizeiangaben am Mittwochabend, als ein Ausflugs-Helikopter nahe einem Ponton in dem Riff verunglückte.

Anderen Touristen gelang es laut einem Bericht der Zeitung “Brisbane Courier Mail” zwar, das Paar aus dem Meer zu ziehen. Wiederbelebungsversuche unter telefonischer Anleitung durch den eine Flugstunde entfernten nächstgelegenen Rettungsposten schlugen jedoch fehl. Zwei weitere Passagiere des Hubschraubers sowie der Pilot überlebten mit leichten Verletzungen. Die Absturzursache war zunächst unklar.

+++ 11.27 Uhr: Syrien: Wohl mindestens 19 Tote bei Luftangriffen auf Ost-Ghuta +++

Bei Luftangriffen auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 40 Menschen seien unter anderem in dem Ort Samalka verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auch syrische Oppositionsmedien berichteten über die Angriffe und zahlreiche Opfer.

Das von der Regierung belagerte Gebiet Ost-Ghuta erlebt seit Wochen die schwerste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als sieben Jahren. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge starben seit Mitte Februar mehr als 1500 Zivilisten.

+++ 11.22 Uhr: Freiburg: Verteidiger von Hussein K. kündigt Revision an +++

Der Pflichtverteidiger des im Mordprozess angeklagten Hussein K. wird gegen das Urteil des Landgerichts Freiburg Revision einlegen. Sein Mandant habe ihn damit beauftragt, sagte Sebastian Glathe nach dem Richterspruch der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass Hussein K. bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen sei. Der junge Mann habe Alkohol und Drogen in erheblichem Umfang zu sich genommen. Das Gericht hatte dies in seinem Urteil jedoch verneint und volle Schuldfähigkeit attestiert. Er werde die Urteilsbegründung daher gründlich prüfen, sagte Glathe. Dazu diene die Revision.

+++ 11.19 Uhr: “Zwei Stämme”: Gericht erklärt Sorgerechts-Entzug für legal +++

Der teilweise Entzug des Sorgerechts von Mitgliedern der Sekte “Zwölf Stämme” für ihre Kinder in Bayern hat nicht gegen die Menschenrechte verstoßen. Das urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Das Risiko einer systematischen und regelmäßigen körperlichen Züchtigung von Kindern könne es rechtfertigen, die Kinder in Obhut zu nehmen, teilte das Gericht mit. Vier betroffene Elternpaare hatten gegen Deutschland geklagt.

Im Jahr 2013 hatte die Polizei rund 40 Kinder aus den beiden früheren bayerischen Gemeinschaften der “Zwölf Stämme” in Klosterzimmern und Wörnitz geholt. Zuvor war bekannt geworden, dass Prügelstrafen bei der aus den USA stammenden Sekte zu den üblichen Erziehungsmethoden zählen. Die Gruppe beruft sich auf die Bibel und sieht Rutenschläge als angemessene Strafe für Kinder bis etwa 14 Jahre an.

+++ 11.17 Uhr: Deutsche Bahn steigert Fahrgastzahlen, Umsatz und Gewinn +++

Trotz Problemen mit der Pünktlichkeit sind im vorigen Jahr so viele Menschen wie nie zuvor mit Fernzügen der Deutschen Bahn gefahren. Der bundeseigene Konzern zählte rund 142 Millionen Fahrten, das sind 2,3 Prozent mehr als 2016. Der bundeseigene Konzern erzielte einen Rekordumsatz von 42,7 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent) und legte auch beim Gewinn zu. “2017 war wirtschaftlich ein gutes Jahr für die Bahn”, sagte Vorstandschef Richard Lutz am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Treiber des Geschäfts seien neben dem Fernverkehr die Auslandssparten DB Arriva und DB Schenker gewesen, die mittlerweile fast die Hälfte des Umsatzes machten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 1,69 Milliarden nach 1,46 Milliarden Euro im Vorjahr. Unterm Strich stand ein Gewinn von 765 Millionen Euro nach 716 Millionen im Jahr zuvor (plus 7 Prozent).

Die Pünktlichkeitsquote der Bahn sank im Fernverkehr um 0,4 Punkte auf 78,5 Prozent. “Das ärgert uns”, denn Ziel sei ein Sprung nach oben. In diesem Jahr liegt die Zielmarke bei 82 Prozent.

+++ 11.08 Uhr: Polizei findet Video-Geständnis des Bombenlegers von Texas +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Bombenlegers von Texas hat die Polizei ein 25-minütiges Video-Geständnis auf dessen Handy gefunden. “Es ist der Aufschrei eines sehr verstörten jungen Mannes, der über Herausforderungen in seinem Leben spricht, die ihn zu diesem Punkt geführt haben”, sagte der Polizeichef der texanischen Hauptstadt Austin, Brian Manley. Das Video gebe allerdings keine Hinweise auf die Motive des 23-Jährigen. Der Tatverdächtige war zuvor von der Polizei in einem Vorort von Austin aufgespürt worden. Bevor er festgenommen werden konnte, sprengte er sich in einem Auto in die Luft.Austin Bomber tot_11.40

+++ 11.04 Uhr: Polizei: Mann schickte Zehntausende Droh-Mails an britische Schulen +++

Ein 19-Jähriger soll in Zehntausenden E-Mails mit Bomben-Explosionen an britischen Schulen gedroht haben. Die Polizei nahm den Mann in Watford nordwestlich von London fest. Die E-Mails hatten zur Schließung Hunderter Schulen geführt.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde NCA (National Crime Agency) ging von dem 19-Jährigen keine ernsthafte Gefahr aus. Dennoch nehme man den Fall sehr ernst. Dem mutmaßlichen Täter wird unter anderem Erpressung vorgeworfen. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wollte die NCA keine weiteren Details zu dem Fall nennen.

+++ 10.57 Uhr: Slowakei hat neue Regierung – Krise wegen Journalisten-Mordes +++

Einen Monat nach dem Mord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak hat die Slowakei eine neue Regierung. Staatspräsident Andrej Kiska vereidigte den 42-jährigen Sozialdemokraten Peter Pellegrini als neuen Regierungschef und ernannte das von diesem vorgeschlagene Kabinett einer Dreiparteienkoalition. Die meisten Minister behielt der bisherige Vizeregierungschef für Investitionen und Informatisierung aus der Vorgängerregierung des nach wochenlangen Straßenprotesten zurückgetretenen Langzeitpremiers Robert Fico.

Nach dem noch nicht aufgeklärten Doppelmord an Kuciak und seiner Verlobten Ende Februar hatten wochenlang Zehntausende Menschen gegen Ficos Regierung protestiert. Der ermordete Kuciak hatte Kontakte von Regierungsmitarbeitern zur italienischen Mafia und anderen zwielichtigen Geschäftsleuten untersucht. Am 25. Februar fand man ihn und seine Verlobte tot in ihrem Haus. Die beiden 27-Jährigen waren nach Polizeiangaben drei Tage zuvor im Stil einer Hinrichtung erschossen worden.

+++ 10.43 Uhr: Mutmaßlicher IS-Helfer von Spezialkräften in Baden-Württemberg festgenommen +++

Spezialkräfte der Bundespolizei haben in Baden-Württemberg einen mutmaßlichen Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Demnach soll der 32-Jährige unter Aliasnamen Accounts in sozialen Netzwerken, Konten im Kurzbotschaftendienst Twitter sowie E-Mailadressen eingerichtet haben. Diese benutzten aus Deutschland stammende IS-Anhänger im Irak und in Syrien.

+++ 09.40 Uhr: Lebenslang für Hussein K. nach Mord an Studentin in Freiburg +++

Im Prozess um die Vergewaltigung und Ermordung einer 19-jährigen Studentin in Freiburg ist der Flüchtling Hussein K. zur Höchststrafe verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Freiburg verhängten eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem ordneten sie Sicherungsverwahrung an. Die Zuschauer im Gerichtssaal applaudierten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Oktober 2016 die Studentin Maria L. nachts vom Fahrrad gestoßen, vergewaltigt und ermordet hat. Sie ertrank nach der Vergewaltigung im Wasser des Flusses Dreisam.

Hussein K. wurde nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der als angeblich minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommene Mann hatte anfangs behauptet, zur Tatzeit erst 17 gewesen zu sein, später aber eingeräumt, über sein Alter gelogen zu haben. Mehreren Gutachten zufolge war er mindestens 22 Jahre alt.Fall Hussein K. – die Chronik_6.50

+++ 09.20 Uhr: Als Taschenlampen getarnt – 100 Laserzielvorrichtungen beschlagnahmt +++

Vermeintliche Taschenlampen aus China haben sich im Hamburger Hafen als Laserzielvorrichtungen für Waffen entpuppt. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, beschlagnahmte der Zoll die 100 Geräte bereits vor zwei Wochen. Die sichergestellten Geräte können bei Waffen anmontiert werden. “Solche Vorrichtungen fallen in der Deutschland unter das Waffengesetz und sind verboten”, erklärte eine Sprecherin des Hauptzollamts Hamburg-Hafen.

+++ 09.19 Uhr: Studie: 3,3 Milliarden Menschen weltweit leben in autokratischen Staaten +++

Rund 3,3 Milliarden Menschen weltweit leben laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in autokratischen Staaten. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Untersuchung, wie die Stiftung mitteilte. Demnach beschnitten 40 Regierungen weltweit in den vergangenen zwei Jahren den Rechtsstaat, während 50 Staatsführungen politische Freiheiten einschränkten. Wesentliche Ursache sei die fehlende Dialogbereitschaft vieler Regierungen bei innerstaatlichen Konflikten.

Die Autoren kritisieren besonders die ungarische und die türkische Regierung dafür, politische Freiheitsrechte zu beschneiden, um die eigene Macht auszubauen. Dabei seien diese selbst durch Proteste von Bürgern und gesellschaftliche Polarisierung an die Macht gekommen. “Auf lange Sicht führt die Herrschaft durch Zwang statt Dialog immer in eine Sackgasse”, erklärte der Stiftungsvorsitzende Aart de Geus.

+++ 08.12 Uhr: Ivanovic postet neues Baby-Foto +++

Ex-Tennisspielerin Ana Ivanovic (30) hat sich mit einem Foto ihres kleines Sohnes für die zahlreichen Glückwünsche zu dessen Geburt bedankt. Die Ehefrau von Fußballspieler Bastian Schweinsteiger (33) postete bei Instagram ein Bild, auf dem das Baby ihren Zeigefinger mit seiner kleinen Hand umgreift. “Vielen Dank euch allen für die lieben Worte und die Segenswünsche”, schrieb die ehemalige Weltranglistenerste aus Serbien dazu. “Wir sind alle glücklich, gesund und von so viel Liebe umgeben”.Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger_8.45

+++ 8.09 Uhr: Requiem für Kardinal Karl Lehmann in Berlin +++

Mit einem Requiem in Berlin haben Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Bundesregierung und des Bundestags Abschied vom Mainzer Kardinal Karl Lehmann genommen. An dem Gottesdienst in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale am Donnerstagmorgen nahm unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil. Lehmann war am 11. März im Alter von 81 Jahren gestorben und am Mittwoch im Mainzer Dom beigesetzt worden. Er prägte die katholische Kirche in Deutschland maßgeblich, unter anderem über zwei Jahrzehnte hinweg als Vorsitzender der Bischofskonferenz.

11-”Ein Mann des Dialogs” – Kardinal Lehmann ist tot-5749267305001

+++ 8.06 Uhr: Nicolas Sarkozy erhebt in Korruptionsskandal Vorwurf der “Verleumdung” +++

Im Korruptionsskandal um den französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy hat der frühere Staatschef der Justiz Verleumdung und einen Mangel an Beweisen vorgeworfen. Seit 2011 werde ihm durch “diese Verleumdung das Leben zur Hölle gemacht”, heißt es in einer Erklärung Sarkozys, welche die Zeitung “Le Figaro” am Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Es gebe keine “greifbaren Beweise”, welche die Vorwürfe stützten.

+++ 6.44 Uhr: Flüchtlingsaktivisten: Nächster Abschiebeflug nach Kabul am Montag +++

Bund und Länder planen für abgelehnte afghanische Asylbewerber offenbar wieder einen Abschiebeflug nach Kabul. Der Flug solle am Montag am Flughafen Halle-Leipzig starten, meldete der meist gut informierte Bayerische Flüchtlingsrat in der Nacht auf Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Afghanische Quellen in Kabul konnten für eine Bestätigung zunächst nicht erreicht werden. Afghanistan steht wegen der Feierlichkeiten rund um das afghanische Neujahr am 21. März für mehrere Tage still.

+++ 5.12 Uhr: Deutsche Urlauberin bei Klettertour in Neuseeland getötet +++

Bei einer Klettertour durch einen Wasserfall in Neuseeland ist eine deutsche Urlauberin ums Leben gekommen. Die etwa 35 Jahre alte Frau stürzte in einem Nationalpark auf der Südinsel des Pazifikstaats 100 Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Vermutet wird, dass sie auf dem glitschigen Boden den Halt verlor.

+++ 3.37 Uhr: Grüne fordern Veto des Bundes gegen Millionen-Zahlung der Bahn an Grube +++

Vor der heutigen Bilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bahn haben die Grünen ein Veto der Bundesregierung gegen die Millionen-Abfindung für Ex-Bahnchef Rüdiger Grube gefordert. Die “horrende Millionen-Abfindung” an Grube sei “fernab von jeder Realität”, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der “Rheinischen Post”.

Deutsche Bahn Rüdiger Grube

Solche Millionenzahlungen dürften nicht an der Bundesregierung vorbei entschieden werden, kritisierte Hofreiter. “Die Bahn ist zu 100 Prozent Staatseigentum, deswegen muss der Bund über ein Veto im Aufsichtsrat solche Zahlungen auch verhindern können.” Laut dem Geschäftsbericht der Bahn hatte Grube 2,3 Millionen Euro Abfindung erhalten, obwohl er nach dem Beginn einer neuen Vertragslaufzeit Anfang 2017 nur 30 Tage im Amt gewesen war.

Grube war von 2009 bis Anfang 2017 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Seit August 2017 arbeitet der 66-Jährige bei der US-Investmentbank Lazard.

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+++ 2.27 Uhr: Mehr als 4400 Flüge in USA wegen Schneesturms gestrichen +++

Der vierte Schneesturm binnen drei Wochen hat den Nordosten der USA erneut mit einer weißen Schneedecke überzogen. Landesweit wurden am Mittwoch (Ortszeit) mehr als 4400 Flüge gestrichen, davon allein 2200 an den New Yorker Flughäfen, wie die Website Flightradar meldete. Zahlreiche Schulen und Bundesbehörden blieben geschlossen.

Am New Yorker Flughafen JFK, dem Hauptzielflughafen für Reisende aus dem Ausland, fielen etwas mehr als die Hälfte der Flüge aus. Am internationalen Flughafen Newark im angrenzenden Bundesstaat New Jersey wurden mehr als 70 Prozent der Flüge annulliert. In der Hauptstadt Washington wurden laut FlightAware 40 Prozent der Flüge am Reagan National Airport gestrichen.

+++ 1.59 Uhr: Serena Williams scheitert in Miami in erster Runde +++

Die vor gut einem halben Jahr Mutter gewordene Serena Williams ist auf der WTA-Tour auch bei ihrem zweiten Start früh gescheitert. Beim Turnier in Miami verlor die 23-malige Grand-Slam-Siegerin in der ersten Runde deutlich in zwei Sätzen mit 3:6 und 2:6 gegen die Japanerin Naomi Osaka. Diese hatte erst in der vergangenen Woche überraschend das Turnier in Indian Wells gewonnen. 

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+++ 1.42 Uhr: US-Kongress einig über Bundeshaushalt 2018 +++

Führende Vertreter von Republikanern und Demokraten im US-Kongress haben eine Einigung über den Bundesetat bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres erzielt. Nach wochenlangen Beratungen legten die republikanischen Verhandlungsführer am Mittwochabend ein umfassendes Haushaltsgesetz vor. Der Kongress muss den Gesetzestext bis Freitagnacht verabschieden, um eine Finanzsperre für die Bundesbehörden zu verhindern.

+++ 0.50 Uhr: Niederländische Grüne stärkste Partei in zwei Großstädten bei Kommunalwahl +++

Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden ist die grüne Partei GroenLinks stärkste Partei in den beiden größten Städten Amsterdam und Utrecht geworden. “Ich bin sehr stolz, das sind historische Ergebnisse für unsere Partei”, sagte der Parteichef der Grünen, Jesse Klaver, am Mittwochabend vor Parteianhängern. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,7 Prozent und damit etwas höher als 2014 (45,1 Prozent). Endgültige Ergebnisse wurden erst am Donnerstag erwartet.

Die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA) und die sozialliberale D66 verzeichneten in den meisten größeren Städten Stimmenverluste, während die rechtsliberale VVD von Ministerpräsident Mark Rutte in einigen Kommunen Stimmen hinzugewinnen konnte.

Die Freiheitspartei (Partij voor de Vrijheid, PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders, die vor der Wahl bereits in den Stadträten von Den Haag und Almere vertreten war, zog nun auch in die Stadträte von Rotterdam und Utrecht ein und gewann vier Sitze in Emmen und drei in Enschede. Die konkurrierende Rechtsaußenpartei Forum für Demokratie von Thierry Baudet sicherte sich erstmals zwei Sitze in Amsterdam.

Fall Hussein K. – die Chronik_6.50

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Die wichtigsten Meldungen im Kurzüberblick:

  • Erneut zahlreiche Tote bei Luftangriff auf syrische Rebellenprovinz (19.52 Uhr)
  • Rechtsmediziner haben Zweifel an Version von U-Boot-Bauer Madsen (16.00 Uhr)
  • USA nehmen EU vorläufig von Strafzöllen aus (15.47 Uhr)
  • Bewährung kassiert: Kölner Raser müssen in Haft (13.58 Uhr)
  • Mikrowelle verfehlt Polizisten nur knapp (12.10 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.02 Uhr: Saudi-Arabien erhält weitere Patrouillenboote aus Deutschland +++

Ungeachtet der Beteiligung Saudi-Arabiens am Jemen-Krieg hat die Bundesregierung die Lieferung von acht Patrouillenbooten an das Königreich genehmigt. Das teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur und dem ZDF vorliegt. Die Boote werden auf der Lürssen-Werft in Wismar gebaut.

Union und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen auf einen Exportstopp für alle Länder verständigt, die “unmittelbar” am Jemen-Krieg beteiligt sind. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bereits erteilte Vorgenehmigungen in den Koalitionsvertrag eingebaut.

+++ 19.52 Uhr: Türkischer Kampfjet stürzt bei Trainingsflug ab +++

In der zentralanatolischen Provinz Nevsehir ist ein F-16-Kampfjet der türkischen Armee abgestürzt. Die Streitkräfte teilten mit, das Kampfflugzeug sei zu Trainingszwecken unterwegs gewesen. Zum Schicksal der Besatzung und zur Absturzursache machte die Armee keine Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Rettungskräfte seien zum Absturzort im Distrikt Gülsehir geschickt worden.

+++ 19.41 Uhr: Erneut zahlreiche Tote bei Luftangriff auf syrische Rebellenprovinz +++

Den dritten Tag in Folge sind bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenprovinz Idlib zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Wahrscheinlich russische Flugzeuge hätten den Ort Harim im Nordwesten des Bürgerkriegslandes angegriffen und dabei mindestens 28 Menschen getötet, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstagabend. Unter ihnen seien elf Kinder. Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete von 30 Toten. Insgesamt zwei Luftangriffe hätten einen Markt getroffen, sagte ein Sprecher. Dutzende Menschen seien verletzt worden. 

+++ 18.42 Uhr: Mladic legt Berufung ein +++

Der ehemalige bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic hat Berufung gegen seine Verurteilung durch das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag eingelegt. Der als “Schlächter von Bosnien” bekannt gewordene Mladic forderte, dass “alle falschen Urteile” zurückgenommen oder verworfen werden sollten. Das UN-Tribunal hatte den 74-Jährigen im November wegen Völkermords und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt.
Das Gericht befand Mladic wegen seiner Verbrechen während des Bosnienkrieges (1992-1995) schuldig, in dessen Verlauf rund 100.000 Menschen getötet und 2,2 Millionen Menschen in die Flucht getrieben wurden. Den Tatbestand des Völkermordes sah das UN-Tribunal wegen Mladics Verantwortung für das Massaker von Srebrenica von 1995 sowie der Belagerung von Sarajevo erfüllt. Wegen der von ihm in bosnischen Dörfern begangenen Verbrechen wurde er nicht verurteilt. Aus diesem Grund legte die Staatsanwaltschaft ebenfalls Berufung ein.

+++ 17.59 Uhr: Trump will Strafzölle gegen chinesische Produkte +++

US-Präsident Donald Trump will Strafzölle auf eine Reihe von chinesischen Produkten verhängen. Die neuen Tarife beträfen Importe im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro), sagte Trump in Washington. Ein entsprechendes Memorandum wollte Trump direkt nach dieser Ankündigung unterzeichnen.

+++ 17.56 Uhr: Internationale Experten dürfen Blut von Skripal und Tochter untersuchen +++

Internationale Chemiewaffenexperten dürfen Blutproben des vergifteten russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und von dessen Tochter Julia untersuchen. Ein britischer Richter erteilte der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die entsprechende Erlaubnis. Es sei “rechtmäßig”, dass Ärzte den beiden Blut abnähmen, um dieses sowie “Kopien ärztlicher Notizen” der OPCW zur Verfügung zu stellen, urteilte Richter David Williams.

+++ 17.09 Uhr: Neuer slowakischer Regierungschef Pellegrini vereidigt +++

Peter Pellegrini ist als neuer slowakischer Regierungschef vereidigt worden. In einer Zeremonie in Bratislava legten Pellegerini und seine Minister im Beisein von Staatspräsident Andrej Kiska ihren Amtseid ab. Kiska ermahnte Pellegrini, das verloren gegangene Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Die Umbildung der Regierung war nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Robert Fico nötig geworden. Dieser hatte vergangene Woche im Zuge des Skandals um die Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und nach Anti-Korruptions-Protesten seinen Rücktritt eingereicht und seinen Stellvertreter Pellegrini mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Forderung vieler Slowaken nach Neuwahlen hatte Fico zurückgewiesen.     

+++ 17.05 Uhr: Tajani lädt Zuckerberg wegen Datenaffäre ins Europaparlament +++

Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll wegen des Skandals um den Missbrauch der Daten von Dutzenden Millionen Nutzern durch die Firma Cambridge Analytica im Europaparlament befragt werden. Er habe Zuckerberg eingeladen, sagte EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani. Es wäre ein “großer Fehler”, sollte sich Zuckerberg dagegen entscheiden, sagte Tajani weiter. “Wir wollen wissen, ob während der US-Wahlen und des Brexit-Referendums Daten benutzt wurden, um Meinungen von Bürgern zu beeinflussen.” Facebook Zuckerberg redet_13.20

+++ 16.50 Uhr: Ärger wegen britischen Reisepässen +++

Die neuen blauen Reisepässe der Briten sollen nach dem Brexit ausgerechnet von einem Unternehmen in der Europäischen Union hergestellt werden. Die Regierung in London hatte die Abschaffung der burgundroten EU-Pässe im Land als Meilenstein auf dem Weg zur Selbstbestimmung nach der Trennung von Brüssel gefeiert. Jetzt sollen die neuen Pässe nach britischen Medienberichten von der französisch-niederländischen Firma Gemalto produziert werden – und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich von einem heimischen Unternehmen. Das brachte die Befürworter des EU-Ausstiegs im Parlament auf die Palme. Sie forderten Aufklärung. Brexit Pässe

+++ 16.45 Uhr: Tödliche Brandstiftung – Neun Jahre Haft für Rentnerin +++

Eine Rentnerin aus Sachsen hat nach Überzeugung von Richtern in ihrem Mehrfamilienhaus mehrfach Feuer gelegt, nachdem ein Asylbewerber eingezogen war. Dabei starb eine 85 Jahre alte Nachbarin. Das Landgericht Chemnitz verurteilte die Brandstifterin zu neun Jahren Haft. Die 70-Jährige hatte im Laufe des Prozesses zugegeben, selbst Zettel geschrieben zu haben, die nach den Bränden den Verdacht auf Ausländer lenken sollte.  

+++ 16.00 Uhr: Rechtsmediziner haben Zweifel an Aussage von U-Boot-Bauer Madsen +++

Im Mordprozess gegen den dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen hat die Rechtsmedizin Zweifel an dessen Darstellung vom grausigen Tod einer Journalistin. Einige Stichwunden deuteten darauf hin, dass Kim Wall möglicherweise noch am Leben gewesen sei, als Madsen auf sie eingestochen habe, sagte die Rechtsmedizinerin Christina Jacobsen. Madsen hatte ausgesagt, die Journalistin sei erstickt. Er habe ihre Leiche erst sieben Stunden später zerteilt, um sie über Bord werfen zu können. Die genaue Todesursache konnten die Rechtsmediziner nicht feststellen, weil die Leichenteile zu lang im Wasser gelegen hatten. Die von Madsen gelieferte Erklärung, Kim Wall sei möglicherweise an einer Kohlenmonoxidvergiftung im U-Boot gestorben, konnten die Mediziner nicht bestätigen. Peter Madsen Kim Wall erster Prozesstag 22.48

+++ 15.57 Uhr: Die 50+1-Regel bleibt +++

Die 36 deutschen Fußball-Profivereine haben sich auf ihrer Mitgliederversammlung mehrheitlich für eine Beibehaltung der 50+1-Regel und damit gegen eine Öffnung für Investoren entschieden. Ein entsprechender Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli wurde in Frankfurt angenommen.

+++ 15.44 Uhr: EU und andere Länder vorläufig von amerikanischen Strafzöllen ausgenommen +++

Die EU soll nach Angaben der US-Regierung von den geplanten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorläufig befreit bleiben. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte bei einer Anhörung im Kongress, die Europäische Union werde ebenso wie mehrere andere Länder vorläufig von den neuen Tarifen ausgenommen. Die Strafzölle sollen am Freitag in Kraft treten. Trump und Mercedes 18.50

+++ 15.41 Uhr: Gericht verhängt Haftstrafen für Explosion von Shisha-Bar +++

Für die Explosion in einer Shisha-Bar in Gießen mit mehreren Verletzten sind vier Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach das geständige Quartett schuldig, für das Feuer und die Explosion im August 2017 verantwortlich zu sein. Motiv soll ein versuchter Versicherungsbetrug des Inhabers der Bar gewesen sein, der seine drei Kumpel gegen Geld mit der Ausführung der Tat beauftragt hatte. Das Lokal und ein angrenzendes Wohnhaus wurden schwer beschädigt, mehrere Bewohner sowie einer der Angeklagten wurden verletzt. Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen vier und achteinhalb Jahren, zudem eine Jugendstrafe auf Bewährung.

+++ 15.30 Uhr: Österreichs Parlament kippt Rauchverbot in Gastronomie +++

In Österreichs Restaurants und Bars darf weiterhin geraucht werden. Die Regierung aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ hat das geplante generelle Rauchverbot in der Gastronomie wieder aufgehoben. Damit ist es weiterhin den Gastronomen überlassen, das Rauchen zu verbieten oder zu erlauben. Der Abstimmung war eine hitzige Debatte vorausgegangen. “Heute verraten Sie das Schützenwerteste in diesem Land, nämlich die Gesundheit unserer Kinder”, sagte die Gesundheitssprecherin der Sozialdemokraten, Pamela Rendi-Wagner. Eigentlich wäre das Rauchen in der Alpenrepublik ab Mai nicht mehr geduldet gewesen.

+++ 14.50 Uhr: Brandenburger Dorf Alwine nun doch verkauft +++

Das Brandenburger Örtchen Alwine hat einen neuen Käufer gefunden. Der Kaufvertrag sei bereits unter Dach und Fach, sagte ein Mitarbeiter des Berliner Auktionshauses Karhausen. Anfang Dezember hatte ein Käufer unter großer bundesweiter Aufmerksamkeit die einsame Siedlung im südwestlichen Zipfel Brandenburgs zunächst für 140.000 Euro ersteigert, später aber einen Rückzieher gemacht und dafür gesundheitliche Gründe genannt.

Das Startgebot für die heruntergewirtschaftete, zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück gehörende Siedlung mit ihrem guten Dutzend Bewohnern hatte damals bei 120.000 Euro gelegen. Allerdings gab es bei der Auktion keinen weiteren Interessenten.

teaser alwine

+++ 13.58 Uhr: Kölner Raser: Gericht kassiert Bewährungsstrafen +++

Nach dem Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln müssen zwei Raser nun doch ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht urteilte, dass die bereits verhängten Freiheitsstrafen gegen die 24 und 25 Jahre alten Männer nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Eine andere Kammer des Gerichts hatte die Angeklagten zuvor wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) monierte die Aussetzung zur Bewährung und hob das Urteil teilweise auf.

Die beiden in Deutschland geborenen Türken hatten sich 2015 ein Rennen geliefert. Einer der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und rammte die 19 Jahre alte Radfahrerin. Die Studentin starb. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

+++ 13.42 Uhr: CSU-Europapolitiker Weber: Sanktionen gegen Russland nicht ausschließen +++

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber schließt neue Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf einen Ex-Agenten in Großbritannien nicht aus. “Wir haben einen nicht erklärten modernen Krieg Russlands gegen die Europäische Union”, sagte Weber unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Russland wolle eine Destabilisierung, darauf dürfe nicht mit Naivität reagiert werden, sondern mit Stärke. 

Der Fall des vergifteten ehemaligen Doppelagenten Agenten Sergej Skripal werde mit im Zentrum der Diskussionen auf dem Gipfel stehen, sagte der Fraktionsvorsitzende der konservativen EVP im Europaparlament. Mit einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs über etwaige weitere Sanktionen gegen Russland rechne er aber noch nicht.

teaser skripal

+++ 13.40 Uhr: Diebe entkommen mit 48-Tonnen-Kran +++

Wie entkommt man unerkannt mit einem 48 Tonnen schweren, roten Autokran? Dieben ist dieses Kunststück in Stuttgart offensichtlich gelungen: In der Nacht zum Montag stahlen sie den Kran von einem Firmengelände und entkamen darin offensichtlich über mehrere Hundert Kilometer, ohne gefasst zu werden.

Bestätigt sei inzwischen eine Sichtung am Mittwochmorgen auf einer Bundesstraße bei Herzberg im Harz (Niedersachsen), sagte der Geschäftsführer von Paule Schwertransporte, Rainer Schmid. Am Morgen sei außerdem ein Hinweis aus der Gegend um Erfurt eingegangen, den die Kriminalpolizei nun prüfe. Seitens der Polizei in Stuttgart gab es auf Anfrage keine Bestätigung für die mutmaßlichen Sichtungen, man kommentiere die laufende Fahndung nicht.

+++ 13.36 Uhr: Babys in Gefriertruhe: Mutter legt Geständnis ab +++

Der Prozess um zwei tot in einem Tiefkühlschrank gefundene Neugeborene vor dem Landgericht Halle hat mit einem Geständnis der Mutter begonnen. Die 46-Jährige habe die Taten eingeräumt, sagte ein Gerichtssprecher. Die beiden toten Babys waren im Januar in der Wohnung der Angeklagten in Benndorf gefunden worden, nachdem von ihrem ehemaligen Lebensgefährten ein entsprechender Hinweis gekommen war.

Der Anklage zufolge soll die Frau 2004 nach einer heimlichen Schwangerschaft in ihrer damaligen Wohnung in Helbra ein Mädchen zur Welt gebracht haben. Unmittelbar nach der Geburt soll sie das Baby in eine Plastiktüte gesteckt und dann in einen Tiefkühlschrank gelegt haben. Auf ähnliche Weise ging sie demnach vor, nachdem sie 2008 einen Jungen zur Welt gebracht hatte.

+++ 13.29 Uhr: Simbabwe: Präsident begnadigt 3000 Häftlinge +++

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat die Haftentlassung von mindestens 3000 Häftlingen angeordnet, um die überfüllten Gefängnisse des Landes zu entlasten. Begnadigt werden sämtliche weiblichen Strafgefangenen außer solchen, die zu lebenslanger Haft verurteilt sind, wie die Strafvollzugsbehörden des Landes am Donnerstag mitteilte. Auch todkranke oder behinderte Häftlinge und alle Gefängnisinsassen über 60 Jahren sowie Jugendliche sollen demnach freikommen.

Mit der Amnestie soll die Zahl der Häftlinge in Simbabwes Gefängnissen auf rund 17.000 gesenkt werden. Zusätzlich zu der Amnestie soll die Todesstrafe für alle Häftlinge, die bereits seit mindestens zehn Jahren im Todestrakt sitzen, in lebenslange Haft umgewandelt werden. Mngangagwa gilt als entschiedener Gegner der Todesstrafe.

+++ 13.06 Uhr: Den Haag: Mann stürzt von Tribüne ins Parlament +++

Das niederländische Parlament ist durch einen tragischen Zwischenfall aufgeschreckt worden: Während einer Sitzung stürzte ein Mann von der Zuschauertribüne. Nach Medienberichten handelte es sich um einen Suizidversuch. Sanitäter waren schnell zur Stelle, der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Unklar blieb zunächst, wie es dem Mann geht.Hinweis Suizid

+++ 12.48 Uhr: Wien: Mann auf Friedhof fast von Drohne erschlagen +++

Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein 71-jähriger Mann fast von einer abstürzenden Drohne getroffen worden. Wie die Polizei berichtete, schlug der drei Kilogramm schwere Flugkörper knapp neben dem Mann auf den Boden auf. Als Lenker der Drohne ermittelten die Beamten einen 24-Jährigen, der wohl wegen einer Windböe die Kontrolle über das Gerät verloren hatte. Drohnen von über 250 Gramm müssen in Österreich von der Luftverkehrsbehörde Austro Control genehmigt werden. Für sie muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der 24-Jährige hatte weder eine Lizenz noch eine Versicherung. Er wurde wegen Verwaltungsverstößen und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

+++ 12.22 Uhr: Streit um Rettungsgasse: Autofahrer schlägt anderem Seitenfenster ein +++

In einem Stau auf der Autobahn 5 in Hessen sind zwei Männer wegen der Bildung einer Rettungsgasse mächtig aneinandergeraten. In dem Streit am Morgen bei Bad Homburg war der eine darüber erzürnt, dass der andere die Gasse nicht frei hielt. Er schlug ihm im Zorn kurzerhand die Seitenscheibe des Wagens ein, wie die Polizei in Frankfurt mitteilte. Beamten gelang es schließlich zu schlichten. Verletzt wurde niemand, auch eine Anzeige sei noch nicht gestellt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Der Stau hatte sich gebildet, nachdem ein Kleinlaster auf einen bremsenden Lastwagen aufgefahren war. Dabei wurden beide Fahrer leicht verletzt. Weil sich Fahrzeugteile auf der Autobahn verteilten, musste die A5 zwischen dem Kreuz Bad Homburg und dem Nordwestkreuz Frankfurt in Richtung Süden etwa eineinhalb Stunden lang gesperrt werden.

+++ 12.10 Uhr: Berlin: Mikrowelle aus dem dritten Stock verfehlt Polizisten nur knapp +++

Mit einer Mikrowelle hat ein Unbekannter in Berlin zwei Polizisten beworfen. Die Fahnder konnten sich nur mit einem Sprung auf die Seite vor dem Wurf aus dem dritten Stock retten, wie die Polizei mitteilte. Eigentlich waren die Beamten am späten Mittwochabend zu einer Schlägerei in eine Wohnung im Stadtteil Wedding gerufen worden. Die Polizistin und ihr Kollege sicherten gerade den Hinterhof, als die Mikrowelle den Angaben zufolge etwa einen halben Meter neben ihnen aufschlug. Beide blieben unverletzt.
Wer das Haushaltsgerät warf und ob es aus der Wohnung mit dem Streit stammte, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

+++ 12.09 Uhr: Wegen Schweinepest: Dänemark will Grenzzaun bauen +++

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, prüft Dänemark den Bau eines Zauns entlang der deutsch-dänischen Grenze. Das teilte das dänische Umwelt- und Lebensmittelministerium am Donnerstag mit. Die Afrikanische Schweinepest kursiert derzeit in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont. Tschechien hat bereits im vergangenen Jahr einen kilometerlangen Elektrozaun entlang eines Ansteckungsgebiets errichtet.

Der Zaun soll nach dem Willen der Regierung entlang der knapp 70 Kilometer langen Grenze errichtet werden und eineinhalb Meter hoch sein. An Wegen sollen Tore installiert werden. Der Grenzverkehr auf der Straße werde nicht beeinträchtigt, versicherte das Ministerium. Der Bau des Zauns muss vom Parlament genehmigt werden. Die konservativ-liberale Regierungskoalition bekommt in ihrem Vorhaben Unterstützung von der Dänischen Volkspartei.

+++ 12.05 Uhr: Wirtschaftsforscher: Deutschland erwarten ab 2020 magere Jahre +++

Gegenwärtig läuft die deutsche Wirtschaft auf Hochtouren, doch am Horizont zeichnet sich nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) mittelfristig schon ein deutlicher Rückgang ab. “Mit dem Eintritt in die 20er Jahre werden nicht nur demografisch bedingt die Wachstumskräfte dauerhaft schwächer, sondern es beginnt dann wohl auch der konjunkturelle Abstieg”, sagte Prof. Stefan Kooths, Leiter des IfW-Prognosezentrums, in Kiel. “Je nachdem, wie stark die Übertreibungen im Boom ausfallen, kann es auch ein Absturz werden.”

Die Kieler Forscher sind alarmiert, weil die deutsche Wirtschaft stärker wächst als die Grundlagen des Wirtschaftens, das sind die Zahl der Arbeitskräfte, der Kapitalstock und die Produktivität. Schon 2017 habe die Produktion um ein Prozent über dem Produktionspotenzial gelegen. Die Wirtschaftsforscher sprechen dann von Überauslastung, die gegenwärtig von Jahr zu Jahr zunimmt. “Damit nimmt auch der Gegenwind für die Konjunktur zu”, sagte Kooths. “Mit der steigenden Überauslastung steigt die Fallhöhe für die deutsche Wirtschaft.”

+++ 11.58 Uhr: Jülich: Granaten-Explosion verletzt zwei Teenager +++

Durch die Explosion einer Granate sind in Jülich bei Aachen zwei Teenager verletzt worden, einer von ihnen schwer. Nach Polizeiangaben hatten die 18 und 19 Jahre alten jungen Männer die Granate in einem Wald gefunden. Wie es am Mittwoch genau zu dem Unfall kam, war nach Angaben einer Polizeisprecherin zunächst nicht bekannt. Die Verletzten seien noch nicht befragt worden, die medizinische Versorgung sei erst einmal wichtiger. Der WDR hatte über die Explosion berichtet.

+++ 11.54 Uhr: Indien: Elf Mal lebenslang für Lynchmord an Fleischhändler +++

Wegen eines Lynchmords sind in Indien elf selbst ernannte Kuhbeschützer zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die radikalen Hindus hatten im vergangenen Juni einen muslimischen Fleischhändler zu Tode geprügelt, weil sie ihn verdächtigten, Rindfleisch zu transportieren. Das Urteil am Mittwoch im ostindischen Ramgarh sei landesweit das erste gegen Kuhbeschützer, erklärte der örtliche Polizeichef Rajesh Kumar.

Die Kuh gilt Hindus, die in Indien rund 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen, als heilig. Das Schlachten von Kühen ist in den meisten Bundesstaaten des Landes verboten. Immer wieder greifen Mobs Menschen an, die sie verdächtigen, Kühe zum Schlachten zu führen oder ihr Fleisch zu essen. Die Opfer sind meistens Muslime oder Dalits – die früher “Unberührbare” genannten Angehörigen der untersten Schicht im Kastensystem. Solche Vorfälle kommen häufiger vor, seit die hindu-nationalistische Partei BJP im Jahr 2014 an die Regierung kam.

+++ 11.38 Uhr: Tschechien: Sechs Tote bei Explosion in Chemiefabrik +++

Bei einer Explosion in einem Chemiewerk in Tschechien sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Zwei Arbeiter seien schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das Firmengelände liegt in der Stadt Kralupy nad Vlatvou, rund 25 Kilometer nordwestlich von Prag. Warum es zu der Explosion kam, war zunächst nicht bekannt.

Zu der Explosion sei es in der Raffinerie der Firma Unipetrol gekommen, bestätigte ein Firmensprecher im tschechischen Rundfunk. Nach ersten Angaben explodierte ein Behälter mit Chemikalien.

+++ 11.36 Uhr: Australien: Zwei Touristen sterben bei Hubschrauber-Absturz +++

Bei einem Hubschrauberunglück am berühmten Great Barrier Reef in Australien sind zwei Urlauber ums Leben gekommen. Die beiden 79 und 65 Jahre alten Touristen aus den USA starben nach Polizeiangaben am Mittwochabend, als ein Ausflugs-Helikopter nahe einem Ponton in dem Riff verunglückte.

Anderen Touristen gelang es laut einem Bericht der Zeitung “Brisbane Courier Mail” zwar, das Paar aus dem Meer zu ziehen. Wiederbelebungsversuche unter telefonischer Anleitung durch den eine Flugstunde entfernten nächstgelegenen Rettungsposten schlugen jedoch fehl. Zwei weitere Passagiere des Hubschraubers sowie der Pilot überlebten mit leichten Verletzungen. Die Absturzursache war zunächst unklar.

+++ 11.27 Uhr: Syrien: Wohl mindestens 19 Tote bei Luftangriffen auf Ost-Ghuta +++

Bei Luftangriffen auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 40 Menschen seien unter anderem in dem Ort Samalka verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auch syrische Oppositionsmedien berichteten über die Angriffe und zahlreiche Opfer.

Das von der Regierung belagerte Gebiet Ost-Ghuta erlebt seit Wochen die schwerste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als sieben Jahren. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge starben seit Mitte Februar mehr als 1500 Zivilisten.

+++ 11.22 Uhr: Freiburg: Verteidiger von Hussein K. kündigt Revision an +++

Der Pflichtverteidiger des im Mordprozess angeklagten Hussein K. wird gegen das Urteil des Landgerichts Freiburg Revision einlegen. Sein Mandant habe ihn damit beauftragt, sagte Sebastian Glathe nach dem Richterspruch der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass Hussein K. bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen sei. Der junge Mann habe Alkohol und Drogen in erheblichem Umfang zu sich genommen. Das Gericht hatte dies in seinem Urteil jedoch verneint und volle Schuldfähigkeit attestiert. Er werde die Urteilsbegründung daher gründlich prüfen, sagte Glathe. Dazu diene die Revision.

+++ 11.19 Uhr: “Zwei Stämme”: Gericht erklärt Sorgerechts-Entzug für legal +++

Der teilweise Entzug des Sorgerechts von Mitgliedern der Sekte “Zwölf Stämme” für ihre Kinder in Bayern hat nicht gegen die Menschenrechte verstoßen. Das urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Das Risiko einer systematischen und regelmäßigen körperlichen Züchtigung von Kindern könne es rechtfertigen, die Kinder in Obhut zu nehmen, teilte das Gericht mit. Vier betroffene Elternpaare hatten gegen Deutschland geklagt.

Im Jahr 2013 hatte die Polizei rund 40 Kinder aus den beiden früheren bayerischen Gemeinschaften der “Zwölf Stämme” in Klosterzimmern und Wörnitz geholt. Zuvor war bekannt geworden, dass Prügelstrafen bei der aus den USA stammenden Sekte zu den üblichen Erziehungsmethoden zählen. Die Gruppe beruft sich auf die Bibel und sieht Rutenschläge als angemessene Strafe für Kinder bis etwa 14 Jahre an.

+++ 11.17 Uhr: Deutsche Bahn steigert Fahrgastzahlen, Umsatz und Gewinn +++

Trotz Problemen mit der Pünktlichkeit sind im vorigen Jahr so viele Menschen wie nie zuvor mit Fernzügen der Deutschen Bahn gefahren. Der bundeseigene Konzern zählte rund 142 Millionen Fahrten, das sind 2,3 Prozent mehr als 2016. Der bundeseigene Konzern erzielte einen Rekordumsatz von 42,7 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent) und legte auch beim Gewinn zu. “2017 war wirtschaftlich ein gutes Jahr für die Bahn”, sagte Vorstandschef Richard Lutz am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Treiber des Geschäfts seien neben dem Fernverkehr die Auslandssparten DB Arriva und DB Schenker gewesen, die mittlerweile fast die Hälfte des Umsatzes machten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 1,69 Milliarden nach 1,46 Milliarden Euro im Vorjahr. Unterm Strich stand ein Gewinn von 765 Millionen Euro nach 716 Millionen im Jahr zuvor (plus 7 Prozent).

Die Pünktlichkeitsquote der Bahn sank im Fernverkehr um 0,4 Punkte auf 78,5 Prozent. “Das ärgert uns”, denn Ziel sei ein Sprung nach oben. In diesem Jahr liegt die Zielmarke bei 82 Prozent.

+++ 11.08 Uhr: Polizei findet Video-Geständnis des Bombenlegers von Texas +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Bombenlegers von Texas hat die Polizei ein 25-minütiges Video-Geständnis auf dessen Handy gefunden. “Es ist der Aufschrei eines sehr verstörten jungen Mannes, der über Herausforderungen in seinem Leben spricht, die ihn zu diesem Punkt geführt haben”, sagte der Polizeichef der texanischen Hauptstadt Austin, Brian Manley. Das Video gebe allerdings keine Hinweise auf die Motive des 23-Jährigen. Der Tatverdächtige war zuvor von der Polizei in einem Vorort von Austin aufgespürt worden. Bevor er festgenommen werden konnte, sprengte er sich in einem Auto in die Luft.Austin Bomber tot_11.40

+++ 11.04 Uhr: Polizei: Mann schickte Zehntausende Droh-Mails an britische Schulen +++

Ein 19-Jähriger soll in Zehntausenden E-Mails mit Bomben-Explosionen an britischen Schulen gedroht haben. Die Polizei nahm den Mann in Watford nordwestlich von London fest. Die E-Mails hatten zur Schließung Hunderter Schulen geführt.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde NCA (National Crime Agency) ging von dem 19-Jährigen keine ernsthafte Gefahr aus. Dennoch nehme man den Fall sehr ernst. Dem mutmaßlichen Täter wird unter anderem Erpressung vorgeworfen. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wollte die NCA keine weiteren Details zu dem Fall nennen.

+++ 10.57 Uhr: Slowakei hat neue Regierung – Krise wegen Journalisten-Mordes +++

Einen Monat nach dem Mord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak hat die Slowakei eine neue Regierung. Staatspräsident Andrej Kiska vereidigte den 42-jährigen Sozialdemokraten Peter Pellegrini als neuen Regierungschef und ernannte das von diesem vorgeschlagene Kabinett einer Dreiparteienkoalition. Die meisten Minister behielt der bisherige Vizeregierungschef für Investitionen und Informatisierung aus der Vorgängerregierung des nach wochenlangen Straßenprotesten zurückgetretenen Langzeitpremiers Robert Fico.

Nach dem noch nicht aufgeklärten Doppelmord an Kuciak und seiner Verlobten Ende Februar hatten wochenlang Zehntausende Menschen gegen Ficos Regierung protestiert. Der ermordete Kuciak hatte Kontakte von Regierungsmitarbeitern zur italienischen Mafia und anderen zwielichtigen Geschäftsleuten untersucht. Am 25. Februar fand man ihn und seine Verlobte tot in ihrem Haus. Die beiden 27-Jährigen waren nach Polizeiangaben drei Tage zuvor im Stil einer Hinrichtung erschossen worden.

+++ 10.43 Uhr: Mutmaßlicher IS-Helfer von Spezialkräften in Baden-Württemberg festgenommen +++

Spezialkräfte der Bundespolizei haben in Baden-Württemberg einen mutmaßlichen Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Demnach soll der 32-Jährige unter Aliasnamen Accounts in sozialen Netzwerken, Konten im Kurzbotschaftendienst Twitter sowie E-Mailadressen eingerichtet haben. Diese benutzten aus Deutschland stammende IS-Anhänger im Irak und in Syrien.

+++ 09.40 Uhr: Lebenslang für Hussein K. nach Mord an Studentin in Freiburg +++

Im Prozess um die Vergewaltigung und Ermordung einer 19-jährigen Studentin in Freiburg ist der Flüchtling Hussein K. zur Höchststrafe verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Freiburg verhängten eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem ordneten sie Sicherungsverwahrung an. Die Zuschauer im Gerichtssaal applaudierten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Oktober 2016 die Studentin Maria L. nachts vom Fahrrad gestoßen, vergewaltigt und ermordet hat. Sie ertrank nach der Vergewaltigung im Wasser des Flusses Dreisam.

Hussein K. wurde nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der als angeblich minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommene Mann hatte anfangs behauptet, zur Tatzeit erst 17 gewesen zu sein, später aber eingeräumt, über sein Alter gelogen zu haben. Mehreren Gutachten zufolge war er mindestens 22 Jahre alt.Fall Hussein K. – die Chronik_6.50

+++ 09.20 Uhr: Als Taschenlampen getarnt – 100 Laserzielvorrichtungen beschlagnahmt +++

Vermeintliche Taschenlampen aus China haben sich im Hamburger Hafen als Laserzielvorrichtungen für Waffen entpuppt. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, beschlagnahmte der Zoll die 100 Geräte bereits vor zwei Wochen. Die sichergestellten Geräte können bei Waffen anmontiert werden. “Solche Vorrichtungen fallen in der Deutschland unter das Waffengesetz und sind verboten”, erklärte eine Sprecherin des Hauptzollamts Hamburg-Hafen.

+++ 09.19 Uhr: Studie: 3,3 Milliarden Menschen weltweit leben in autokratischen Staaten +++

Rund 3,3 Milliarden Menschen weltweit leben laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in autokratischen Staaten. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Untersuchung, wie die Stiftung mitteilte. Demnach beschnitten 40 Regierungen weltweit in den vergangenen zwei Jahren den Rechtsstaat, während 50 Staatsführungen politische Freiheiten einschränkten. Wesentliche Ursache sei die fehlende Dialogbereitschaft vieler Regierungen bei innerstaatlichen Konflikten.

Die Autoren kritisieren besonders die ungarische und die türkische Regierung dafür, politische Freiheitsrechte zu beschneiden, um die eigene Macht auszubauen. Dabei seien diese selbst durch Proteste von Bürgern und gesellschaftliche Polarisierung an die Macht gekommen. “Auf lange Sicht führt die Herrschaft durch Zwang statt Dialog immer in eine Sackgasse”, erklärte der Stiftungsvorsitzende Aart de Geus.

+++ 08.12 Uhr: Ivanovic postet neues Baby-Foto +++

Ex-Tennisspielerin Ana Ivanovic (30) hat sich mit einem Foto ihres kleines Sohnes für die zahlreichen Glückwünsche zu dessen Geburt bedankt. Die Ehefrau von Fußballspieler Bastian Schweinsteiger (33) postete bei Instagram ein Bild, auf dem das Baby ihren Zeigefinger mit seiner kleinen Hand umgreift. “Vielen Dank euch allen für die lieben Worte und die Segenswünsche”, schrieb die ehemalige Weltranglistenerste aus Serbien dazu. “Wir sind alle glücklich, gesund und von so viel Liebe umgeben”.Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger_8.45

+++ 8.09 Uhr: Requiem für Kardinal Karl Lehmann in Berlin +++

Mit einem Requiem in Berlin haben Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Bundesregierung und des Bundestags Abschied vom Mainzer Kardinal Karl Lehmann genommen. An dem Gottesdienst in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale am Donnerstagmorgen nahm unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil. Lehmann war am 11. März im Alter von 81 Jahren gestorben und am Mittwoch im Mainzer Dom beigesetzt worden. Er prägte die katholische Kirche in Deutschland maßgeblich, unter anderem über zwei Jahrzehnte hinweg als Vorsitzender der Bischofskonferenz.

11-”Ein Mann des Dialogs” – Kardinal Lehmann ist tot-5749267305001

+++ 8.06 Uhr: Nicolas Sarkozy erhebt in Korruptionsskandal Vorwurf der “Verleumdung” +++

Im Korruptionsskandal um den französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy hat der frühere Staatschef der Justiz Verleumdung und einen Mangel an Beweisen vorgeworfen. Seit 2011 werde ihm durch “diese Verleumdung das Leben zur Hölle gemacht”, heißt es in einer Erklärung Sarkozys, welche die Zeitung “Le Figaro” am Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Es gebe keine “greifbaren Beweise”, welche die Vorwürfe stützten.

+++ 6.44 Uhr: Flüchtlingsaktivisten: Nächster Abschiebeflug nach Kabul am Montag +++

Bund und Länder planen für abgelehnte afghanische Asylbewerber offenbar wieder einen Abschiebeflug nach Kabul. Der Flug solle am Montag am Flughafen Halle-Leipzig starten, meldete der meist gut informierte Bayerische Flüchtlingsrat in der Nacht auf Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Afghanische Quellen in Kabul konnten für eine Bestätigung zunächst nicht erreicht werden. Afghanistan steht wegen der Feierlichkeiten rund um das afghanische Neujahr am 21. März für mehrere Tage still.

+++ 5.12 Uhr: Deutsche Urlauberin bei Klettertour in Neuseeland getötet +++

Bei einer Klettertour durch einen Wasserfall in Neuseeland ist eine deutsche Urlauberin ums Leben gekommen. Die etwa 35 Jahre alte Frau stürzte in einem Nationalpark auf der Südinsel des Pazifikstaats 100 Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Vermutet wird, dass sie auf dem glitschigen Boden den Halt verlor.

+++ 3.37 Uhr: Grüne fordern Veto des Bundes gegen Millionen-Zahlung der Bahn an Grube +++

Vor der heutigen Bilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bahn haben die Grünen ein Veto der Bundesregierung gegen die Millionen-Abfindung für Ex-Bahnchef Rüdiger Grube gefordert. Die “horrende Millionen-Abfindung” an Grube sei “fernab von jeder Realität”, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der “Rheinischen Post”.

Deutsche Bahn Rüdiger Grube

Solche Millionenzahlungen dürften nicht an der Bundesregierung vorbei entschieden werden, kritisierte Hofreiter. “Die Bahn ist zu 100 Prozent Staatseigentum, deswegen muss der Bund über ein Veto im Aufsichtsrat solche Zahlungen auch verhindern können.” Laut dem Geschäftsbericht der Bahn hatte Grube 2,3 Millionen Euro Abfindung erhalten, obwohl er nach dem Beginn einer neuen Vertragslaufzeit Anfang 2017 nur 30 Tage im Amt gewesen war.

Grube war von 2009 bis Anfang 2017 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Seit August 2017 arbeitet der 66-Jährige bei der US-Investmentbank Lazard.

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+++ 2.27 Uhr: Mehr als 4400 Flüge in USA wegen Schneesturms gestrichen +++

Der vierte Schneesturm binnen drei Wochen hat den Nordosten der USA erneut mit einer weißen Schneedecke überzogen. Landesweit wurden am Mittwoch (Ortszeit) mehr als 4400 Flüge gestrichen, davon allein 2200 an den New Yorker Flughäfen, wie die Website Flightradar meldete. Zahlreiche Schulen und Bundesbehörden blieben geschlossen.

Am New Yorker Flughafen JFK, dem Hauptzielflughafen für Reisende aus dem Ausland, fielen etwas mehr als die Hälfte der Flüge aus. Am internationalen Flughafen Newark im angrenzenden Bundesstaat New Jersey wurden mehr als 70 Prozent der Flüge annulliert. In der Hauptstadt Washington wurden laut FlightAware 40 Prozent der Flüge am Reagan National Airport gestrichen.

+++ 1.59 Uhr: Serena Williams scheitert in Miami in erster Runde +++

Die vor gut einem halben Jahr Mutter gewordene Serena Williams ist auf der WTA-Tour auch bei ihrem zweiten Start früh gescheitert. Beim Turnier in Miami verlor die 23-malige Grand-Slam-Siegerin in der ersten Runde deutlich in zwei Sätzen mit 3:6 und 2:6 gegen die Japanerin Naomi Osaka. Diese hatte erst in der vergangenen Woche überraschend das Turnier in Indian Wells gewonnen. 

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+++ 1.42 Uhr: US-Kongress einig über Bundeshaushalt 2018 +++

Führende Vertreter von Republikanern und Demokraten im US-Kongress haben eine Einigung über den Bundesetat bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres erzielt. Nach wochenlangen Beratungen legten die republikanischen Verhandlungsführer am Mittwochabend ein umfassendes Haushaltsgesetz vor. Der Kongress muss den Gesetzestext bis Freitagnacht verabschieden, um eine Finanzsperre für die Bundesbehörden zu verhindern.

+++ 0.50 Uhr: Niederländische Grüne stärkste Partei in zwei Großstädten bei Kommunalwahl +++

Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden ist die grüne Partei GroenLinks stärkste Partei in den beiden größten Städten Amsterdam und Utrecht geworden. “Ich bin sehr stolz, das sind historische Ergebnisse für unsere Partei”, sagte der Parteichef der Grünen, Jesse Klaver, am Mittwochabend vor Parteianhängern. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,7 Prozent und damit etwas höher als 2014 (45,1 Prozent). Endgültige Ergebnisse wurden erst am Donnerstag erwartet.

Die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA) und die sozialliberale D66 verzeichneten in den meisten größeren Städten Stimmenverluste, während die rechtsliberale VVD von Ministerpräsident Mark Rutte in einigen Kommunen Stimmen hinzugewinnen konnte.

Die Freiheitspartei (Partij voor de Vrijheid, PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders, die vor der Wahl bereits in den Stadträten von Den Haag und Almere vertreten war, zog nun auch in die Stadträte von Rotterdam und Utrecht ein und gewann vier Sitze in Emmen und drei in Enschede. Die konkurrierende Rechtsaußenpartei Forum für Demokratie von Thierry Baudet sicherte sich erstmals zwei Sitze in Amsterdam.

Fall Hussein K. – die Chronik_6.50

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