News des Tages: Geiselnahme in französischem Supermarkt: Situation “ernst” – Super-U-Mitarbeiter offenbar tot

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Geiselnahme im südfranzösischen Trebes – Mann bekennt sich zum IS (12.53 Uhr)
  • Unbekannte stellen Grabkerzen vor Merkels Wahlkreisbüro (08.35 Uhr)
  • US-Senat verabschiedet Haushaltsgesetz (05.57 Uhr)
  • Mehr als 150 Wale an Australiens Westküste gestrandet (04.32 Uhr) 
  • Hamilton klar Schnellster beim Formel-1-Trainingsauftakt (04.02 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 12.55 Uhr: Weiterer Tatort? Polizist in der Nähe beim Joggen angeschossen +++

In Carcassonne, wenige Kilometer von Trebes entfernt, wurde am Freitag zudem ein Polizist verletzt, als ein Unbekannter das Feuer auf Beamte eröffnete, die gerade vom Jogging zurückkamen. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, war zunächst unklar.

+++ 12.48 Uhr: Polizei: Mindestens zwei Tote +++

 Bei der Geiselnahme in einem Supermarkt in der Stadt Trèbes in Südfrankreich sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Mit weiteren Opfern werde gerechnet, erklärte die Polizei am Freitag. Es sei noch nicht bekannt, ob es sich um einen oder zwei Geiselnehmer handele.

+++ 12.40 Uhr: “Figaro”: Ein Supermarktmitarbeiter gestorben +++

Nach Informationen des “Figaro” soll ein Supermarktmitarbeiter bei der Geiselnahme gestorben sein. Laut dem Bürgermeister von Trebes sei der Geiselnehmer aktuell allein mit einem Polizisten im Gebäude.

+++ 12.30 Uhr: Offenbar mindestens ein Toter bei Geiselnahme +++

Bei der Geiselnahme in einem südfranzösischen Supermarkt gibt es offenbar mindestens einen Toten. Das berichten französische Medien. Demnach sollen mehrere Personen von Kugeln getroffen worden sein. “Wir haben leider die Vermutung, dass es Tote gibt, aber momentan können wir keine Rettungssanitäter hereinschicken, um das zu prüfen”, sagte Jean-Valery Letterman, der den Polizei-Einsatz leitet, der AFP. Polizeiangaben zufolge sollen acht Menschen in Geiselhaft sein. Der Täter hat sich offenbar zum IS bekannt.

Frankreich Trebes Polizei

+++ 12.17 Uhr: Premierminister: Situation in Südfrankreich ist “ernst” +++

Die Geiselnahme im südfranzösischen Trebes dauert weiter an. Die Polizei versucht, die Situation zu lösen, berichten französische Medien wie der “Figaro”. Frankreichs Premierminister Edouard Philippe bezeichnet die Situation als “ernst”.

+++ 11.53 Uhr: Polizist in Südfrankreich angeschossen – Geiselnahme in Supermarkt +++

Bei einer Schießerei in Südfrankreich ist nach Behördenangaben ein Polizist verletzt worden. Demnach ereignete sich der Vorfall in Carcassonne. Unterdessen nahm im nahe gelegenen Ort Trèbes ein bewaffneter Mann in einem Supermarkt Geiseln, Schüsse fielen. Der Mann soll sich zum IS bekannt haben. Noch ist demnach aber unklar, was genau passiert ist. Das Pariser Innenministerium meldete auf Twitter einen laufenden Polizeieinsatz und kündigte weitere Informationen an.

+++ 11.00 Uhr: EU-Gipfel fordert dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen +++

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben von US-Präsident Donald Trump eine “permanente Ausnahme” bei den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium gefordert. Sie nahmen bei ihrem Gipfel in Brüssel “zur Kenntnis”, dass europäische Produkte vorläufig ausgenommen sind, heißt es in einer Erklärung. Der Gipfel droht dabei weiter mit “verhältnismäßigen” Gegenmaßnahmen der EU, sollten die Ausnahmen für die EU nicht weiter verlängert werden.

+++ 10.56 Uhr: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen deutschen mutmaßlichen Taliban-Berater +++

Im Fall des in Afghanistan festgenommenen deutschen mutmaßlichen Militärberaters der Taliban hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Dies sagte eine Sprecherin der Behörde der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht des Südwestrundfunks (SWR). Ermittelt wird demnach wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung. Weitere Angaben machte die Sprecherin nicht.

Die afghanischen Behörden hatten Anfang März mitgeteilt, den Deutschen festgenommen zu haben, der als Militärberater für die radikalislamischen Taliban gearbeitet haben soll. Er wurde demnach bei einem Einsatz afghanischer Spezialeinheiten in der südlichen Unruheprovinz Helmand gefasst

+++ 09.57 Uhr: Weißer Ring will nach Belästigungsvorwürfen Anwaltskosten für Opfer zahlen +++

Im Fall der mutmaßlichen sexuellen Belästigung durch einen ehrenamtlichen Mitarbeiter in Lübeck will der Weiße Ring den betroffenen Frauen einen Anwalt bezahlen. Das sagte die Bundeschefin der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, Roswitha Müller-Piepenkötter, der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Der Weiße Ring wolle “umfassend helfen”, eben auch in möglichen Schadenersatzprozessen.

Einem 73-jährigen ehrenamtlichen Berater in der Stadt in Schleswig-Holstein wird vorgeworfen, mehrere Frauen sexuell belästigt zu haben. Es liegen laut Medienberichten mehrere entsprechende Anzeigen vor. Der Mann wehrt sich demnach juristisch gegen die nach seinen Angaben haltlosen Vorwürfe.

“Es war ein Vertreter des Weißen Rings in Lübeck, der hilfesuchende Frauen in Beratungsgesprächen sexuell belästigt haben soll – deshalb wollen wir umfassend helfen”, sagte Müller-Piepenkötter. Einen vergleichbaren Fall habe es seit der Gründung der Organisation im Jahr 1976 noch nicht gegeben.

+++ 09.56 Uhr: Bei Schießerei in US-Schule verletzte 16-Jährige hirntot +++

Eine bei einer Schießerei an einer US-High School schwer verletzte 16-Jährige ist nach den Worten ihrer Familie hirntot. Die Geräte, die Jaelynn Willey bislang am Leben erhielten, sollten abgeschaltet werden, sagten Willeys Eltern. Ein Ex-Freund hatte der 16-Jährigen am Dienstag an ihrer Schule im Bundesstaat Maryland in den Kopf geschossen und einen weiteren Schüler angeschossen. Der Angreifer wurde schließlich von einem Polizisten erschossen.Maryland Schusswaffenvorfall ZF Dienstag 19.40

+++ 09.56 Uhr: Gericht: Kein Unfallversicherungsschutz auf dem Weg vom Arzt zum Betrieb +++

Erleidet ein Arbeitnehmer nach einem einstündigen Arztbesuch während der Arbeitszeit auf dem Rückweg zum Betrieb einen Verkehrsunfall, liegt kein Arbeitsunfall vor. Dies entschied das Sozialgericht Dortmund, wie das Gericht mitteilte. Im vorliegenden Fall war der Kläger bei einem Verkehrsunfall auf dem Rückweg zu seiner Arbeitsstätte nach dem Besuch eines Orthopäden verletzt worden. (Az.: S 36 U 131/17)

Die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung des Unfalls als entschädigungspflichtigen Arbeitsunfall ab, weil der Weg zum Arzt und zurück eine “unversicherte private Tätigkeit” darstelle. Die Klage des Arbeitnehmers gegen diese Entscheidung wies das Dortmunder Sozialgericht nun als unbegründet ab: Der Kläger sei nicht auf einem mit seiner versicherten Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Betriebsweg verunglückt.

+++ 09.39 Uhr: Diebe stehlen hunderte Eier aus niedersächsischem Hofladen +++

Kurz vor Ostern haben unbekannte Diebe hunderte Eier aus einem Hofladen im niedersächsischen Schapen gestohlen. Wie die Polizei in Lingen mitteilte, hatten die insgesamt 540 Eier einen Gesamtwert von etwa 92 Euro. Die Beamten suchen mögliche Zeugen.

Die Tat ereignete sich in der Zeit von Dienstagabend bis Mittwochmorgen, eine genauere Uhrzeit ist nicht bekannt. Die gestohlenen Eier tragen den Erzeugercode 1-DE0350521 und können gegebenenfalls darüber identifiziert werden.

+++09.38 Uhr: Seehofer: Spaltung ist “ideologischer Teilchenbeschleuniger” +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat eine Politik zur Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung angekündigt. Er wolle noch vor der Sommerpause Kabinettsbeschlüsse zu den wichtigsten Vorhaben herbeiführen, kündigte der CSU-Politiker im Bundestag an. Thematisch nannte er flächendeckende Sicherheit, gesteuerte und begrenzte Migration sowie einen integrativen sozialen Frieden. Spaltung und Polarisierung seien “ideologische Teilchenbeschleuniger”. Deshalb sei es sein Ziel, “gesellschaftlicher Polarisierung entgegenzuwirken, Gruppen zusammenzuführen” und “Politik für die Menschen in unserem Land” zu machen. Allerdings gelte für ihn “dort, wo Grenzen überschritten, Regeln missachtet oder Gesetze gebrochen werden null Toleranz”.

Seehofer hatte kurz nach seinem Amtsantritt mit der Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, aber die in Deutschland lebende Muslime schon, eine Debatte losgetreten. Kritiker werfen ihm vor, damit die Gesellschaft zu spalten.

+++ 09.24 Uhr: Baubranche erhält mehr Aufträge +++

Deutschlands Bauunternehmen haben auch zu Jahresfang mehr Aufträge erhalten. Die Bestellungen stiegen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um preisbereinigt 4,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber Dezember verringerte sich der Auftragseingang dagegen deutlich um 12,8 Prozent. Die Wiesbadener Behörde wies allerdings darauf hin, dass das Plus zum Jahresende 2017 besonders kräftig ausgefallen sei. Im Dreimonatsvergleich stieg das Volumen von November 2017 bis Januar 2018 gegenüber August bis Oktober 2017 um 13,6 Prozent.

+++ 09.17 Uhr: Altenpfleger soll einen Patienten mit Überdosis getötet haben +++

Ein Altenpfleger soll einen Patienten in Hessen mit einer Überdosis Medikamente getötet haben. Der 44-Jährige habe die Tat gestanden und sitze in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Darmstadt mit. Gegen ihn werde wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Die Behörden prüfen, ob der Pfleger für weitere Todesfälle verantwortlich sein könnte.

Der 63 Jahre alte und schwer kranke Rentner war nach Angaben der Behörden vor einer Woche in einem Pflegeheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg gestorben. Aufgrund eines Hinweises habe die Polizei zur Todesursache ermittelt. Eine Obduktion ergab Hinweise darauf, dass der Mann eine Überdosis Medikamente bekommen hatte. Bei seiner Festnahme am Mittwoch habe der Pfleger die Tat gestanden.

+++ 08.41 Uhr: Venezuela streicht drei Nullen seiner Währung +++

Venezuela streicht angesichts einer galoppierenden Inflation drei Nullen seiner Währung. Präsident Nicolás Maduro kündigte neue Zahlungsmittel des Bolívar an. Die neuen Scheine sollen am 4. Juni in Umlauf kommen. An der hohen Inflation kann eine solche Operation indes nichts ändern, sofern sie nicht mit einer echten Währungsreform verbunden ist. Nach Angaben des von der Opposition geführten Parlaments gab es 2017 in Venezuela eine Preissteigerung von 2618 Prozent.

Die jetzt noch gültigen Scheine gehen bis zu einem Höchstwert von 100.000 Bolívares. Diese Scheine sollen von einem Nominalwert von 100 Bolívares ersetzt werden. Es werden außerdem Scheine von 500 neuen Bolívares eingeführt, die nach dem offiziellen Wechselkurs 11,30 US-Dollar entsprechen. Auf dem Schwarzmarkt könnte man hierfür aktuell nur 2,10 US-Dollar erhalten.

+++ 08.36 Uhr: Karliczek will Grundgesetzänderung für Digitalpakt Schule noch vor der Sommerpause +++

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die für den Digitalpakt Schule notwendige Grundgesetzänderung noch vor der Sommerpause auf den Weg bringen. “Das ist das drängendste Thema”, sagte Karliczek der “Rheinischen Post”. “Wir sollten es noch vor der Sommerpause angehen.” Es gebe schon eine “erste Verständigung” mit den Ländern, wie der Digitalpakt Schule organisiert werden könne.

+++ 08.35 Uhr: Unbekannte stellen Grabkerzen vor Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Merkel +++

Unbekannte haben vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund 14 Grabkerzen aufgestellt. Außerdem sei mit gelber Kreide die Frage “Der Islam gehört zu Deutschland?” auf den Gehweg geschrieben worden, teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg mit. Dazu seien auch noch Rosen und Bilder vor dem Büro aufgestellt worden.

Die Kriminalpolizei sicherte die Gegenstände und nahm die Ermittlungen auf. Den Polizeiangaben zufolge hatten Zeugen auf die Szenerie aufmerksam gemacht.

+++ 07.34 Uhr: Explosion in indischer Feuerwerksfabrik – Mindestens fünf Tote  +++

Eine Explosion in einer illegalen Feuerwerksfabrik in Indien hat mindestens fünf Menschen getötet – unter ihnen drei Kinder im Alter von weniger als zwei Jahren. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, als die Fabrik in einem Privathaus im nordöstlichen Bundesstaat Bihar in der Nacht in die Luft ging, wie die örtliche Polizei mitteilte. Fünf weitere Häuser wurden demnach schwer beschädigt. Die Feuerwehr brauchte zwei Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die Explosionsursache stand zunächst nicht fest.

Illegale Feuerwerksfabriken sind in Indien keine Seltenheit, und es kommt immer wieder zu Unfällen. Bei einem ähnlichen Vorfall starben im vergangenen Juni im zentralindischen Madhya Pradesh 25 Menschen.

+++ 07.16 Uhr: Polizeischüsse auf Schwarzen lösen Proteste in USA aus +++

Hunderte Demonstranten haben gegen die tödlichen Polizeischüsse auf einen unbewaffneten Afroamerikaner im US-Bundesstaat Kalifornien protestiert. Dies berichteten US-Medien. Sie versammelten sich zunächst im Rathaus in der Stadt Sacramento. Danach blockierten sie eine Schnellstraße und den Eingang zu einem Stadion, wo ein NBA-Basketballspiel stattfand. Polizisten hatten am Sonntag 20 Schüsse auf den 22-Jährigen abgegeben. Sie hielten ihn angeblich für bewaffnet. Neben seiner Leiche wurde jedoch nur ein weißes iPhone gefunden.Polizei Sacramento erschießt Unbewaffneten 13.45

+++ 05.57 Uhr: US-Senat verabschiedet Haushaltsgesetz +++

Nach dem Repräsentantenhaus hat auch der US-Senat in Washington das Haushaltsgesetz verabschiedet und damit eine erneute Haushaltssperre in den USA vermieden. In der Nacht stimmten 65 Senatoren für den Etatentwurf und 32 dagegen. Das Gesetz kann nun von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.

+++ 05.19 Uhr: Trump nimmt EU-Länder offiziell von erhöhten Zöllen auf Stahl und Aluminium aus +++

US-Präsident Donald Trump hat die Länder der Europäischen Union offiziell von den seit Freitag geltenden Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte ausgenommen. Die Befreiung auch für die Länder Argentinien, Brasilien, Australien, Südkorea sowie für die US-Nachbarn Mexiko und Kanada sei zunächst bis 1. Mai befristet, teilte das Weiße Haus mit. Die Mitteilung wurde acht Minuten vor Inkrafttreten der Zölle versandt. 

Zuvor hatte bereits der Handelsbeauftragte Trumps, Robert Lighthizer, vor einem Ausschuss des US-Senats erklärt, dass die Zölle für die EU-Länder und einige weitere Nationen zunächst nicht gelten sollen. Wie das Weiße Haus weiter mitteilte, solle nun weiter verhandelt werden. Es müssten langfristige Alternativen entwickelt werden, die der nationalen Sicherheit der USA gerecht würden. Trump werde am 1. Mai weitere Entscheidungen treffen. Die USA würden mit der EU in Namen aller ihrer Mitgliedsländer verhandeln.

+++ 04.32 Uhr: Mehr als 150 Wale an Australiens Westküste gestrandet +++

An Australiens Westküste sind mehr als 150 Wale gestrandet. Die Tiere – die meisten davon sogenannte Kurzflossen-Grindwale – wurden in einer Bucht namens Hamelin Bay an Land getrieben, etwa 300 Kilometer südlich der Großstadt Perth, wie die Fischereibehörden mitteilten. Mehr als die Hälfte von ihnen war bereits tot. Aus Sorge, dass die Kadaver Haie anlocken, erklärten die Behörden den Strand zum Sperrgebiet. Zudem wurde entlang der dortigen Küste Hai-Alarm ausgelöst.

Warum die Wale strandeten, war zunächst nicht bekannt. Helfer versuchten, die noch lebenden Tiere wieder ins Wasser zurück zu bugsieren und zu retten. Die Wale waren von Fischern entdeckt worden, die gerade aufs Meer hinausfahren wollten. Kurzflossen-Grindwale (auch Indische Grindwale genannt) werden in der Regel etwa fünf bis sieben Meter lang. Sie wiegen bis zu drei Tonnen. Im Unterschied zum Gewöhnlichen Grindwal, der kältere Regionen bevorzugt, sind sie in verhältnismäßig warmen Gewässern zu finden.

+++ 04.08 Uhr: 13 Tote bei Hochhaus-Brand in Ho-Chi-Minh-Stadt +++

Bei einem Großbrand in einem Hochhaus sind in der vietnamesischen Millionenmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 14 Bewohner mussten mit teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Das Feuer brach kurz nach Mitternacht aus zunächst ungeklärter Ursache in der Tiefgarage des 20-stöckigen Gebäudes aus, wie staatliche Medien berichteten. In dem Wohnkomplex namens Carina Plaza leben mehr als 700 Familien.

Das Internet-Nachrichtenportal Vnexpress meldete unter Berufung auf die Polizei, dass es in der Tiefgarage eine Explosion gegeben habe. Mehrere Menschen sprangen in ihrer Verzweiflung aus dem Hochhaus. Die Feuerwehr gelang es erst nach mehreren Stunden, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

+++ 04.04 Uhr: Nach Urteil zu Hussein K.: Innenminister fordert EU-Strafregister +++

Nach dem Urteil im Mordprozess um den Flüchtling Hussein K. fordert Baden-Württembergs Innenminister ein zentrales EU-Strafregister. “Man kann es niemandem vermitteln, dass ein angeblich minderjähriger Flüchtling, der eine solche Straftat begangen hat und dann seinen Meldeauflagen nicht nachkommt, nicht zur internationalen Fahndung ausgeschrieben wird”, sagte Thomas Strobl (CDU) der “Augsburger Allgemeinen”. “Wäre das geschehen, wäre der mutmaßliche Täter aufgefallen.” Für den Sexualmord an der Studentin war Hussein K. am Donnerstag vom Landgericht Freiburg zur Höchststrafe verurteilt worden.KORR Hussein K._17.00

+++ 04.02 Uhr: Hamilton klar Schnellster beim Formel-1-Trainingsauftakt +++

Lewis Hamilton hat zum Auftakt der neuen Formel-1-Saison die erste Trainingsbestzeit aufgestellt. Der 32 Jahre alte Titelverteidiger aus Großbritannien verwies im Mercedes in 1:24,026 Minuten seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas (28) mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf den zweiten Platz.

Hamiltons deutscher WM-Herausforderer Sebastian Vettel kam in den ersten anderthalb Trainingsstunden auf dem Kurs im Albert Park von Melbourne nicht über den fünften Platz hinaus. Der 30 Jahre alte Ferrari-Pilot wies einen Rückstand von 0,969 Sekunden auf Hamilton auf.

+++ 02.57 Uhr: Vergleich vor Gericht: Einigung nach Tod von “Star Trek”-Star Yelchin +++

Knapp zwei Jahre nach dem tragischen Tod des “Star Trek”-Schauspielers Anton Yelchin haben sich dessen Eltern mit dem Autohersteller Fiat Chrysler geeinigt. Wie US-Medien übereinstimmend berichteten, wurden Einzelheiten über den Vergleich vor einem Gericht in Los Angeles aber nicht bekannt. Yelchins Sprecherin Jennifer Allen teilte der US-Zeitschrift “People” mit, dass die Mittel aus dem Vergleich an die Anton-Yelchin-Stiftung gehen sollten, die junge Künstler unterstützt. Zudem soll eine Dokumentation über das Leben des Schauspielers gedreht werden.

Fiat Chrysler bestätigte die Einigung. Die Höhe des Vergleichs werde nicht genannt, hieß es in einer Mitteilung des Autobauers.

Der 27-jährige Yelchin war im Juni 2016 bei einem tragischen Unfall von seinem eigenen Auto erdrückt worden. Der in der Hauseinfahrt geparkte Wagen war losgerollt und hatte den Schauspieler gegen einen Zaun gedrückt. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zu 1,1 Millionen Wagen von Fiat Chrysler zählte, die kurz zuvor wegen Sicherheitsrisiken zurückgerufen worden waren. Yelchins Eltern gingen mit einer Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen das Unternehmen vor.Yelchin

+++ 01.53 Uhr: Polen beziffert Reparationsforderungen an Deutschland auf 440 Milliarden Euro +++

Den polnischen Opfern Hitler-Deutschlands stehen nach Angaben aus Warschau individuelle Entschädigungen in Höhe von insgesamt 440 Milliarden Euro (543 Milliarden Dollar) zu. Diese Zahl nannte der Vorsitzende des vom Parlament eingesetzten Ausschusses für die Reparationsforderungen, Arkadiusz Mularczyk,. Er verwies vor den Abgeordneten auf eine Studie aus dem Jahr 1990 wonach es in Polen “13,32 Millionen direkte Opfer von Nazi-Deutschland” gab.

Die Bundesregierung lehnt die Forderungen ab und verweist darauf, dass Polen 1953 “verbindlich und mit Wirkung für ganz Deutschland” auf weitere Reparationszahlungen verzichtet und dies in späteren Jahren mehrfach bestätigt habe. Die polnische Seite stellt die Gültigkeit der Erklärung von 1953 in Frage und argumentiert, die damalige Führung in Warschau habe auf sowjetischen Druck hin gehandelt.

+++ 01.39 Uhr: EU ruft Botschafter in Moskau für Konsultationen zurück +++

Wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien ruft die EU ihren Botschafter aus Moskau für Konsultationen zurück nach Brüssel. Das bestätigte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte nach Beratungen des EU-Gipfels. Die Staats- und Regierungschefs verschärften auch mit einer Gipfelerklärung den Ton gegenüber Russland. Man stimme mit der britischen Regierung darin überein, dass Russland mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verantwortung für den Anschlag in Salisbury trage und dass es keine plausible alternative Erklärung gebe, heißt es.

+++ 00.14 Uhr: “Bild”: 210 Verfahren wegen sexueller Übergriffe in Ministerien +++

Auch in Ministerien und Behörden des Bundes beklagen Mitarbeiter sexuelle Belästigung. Seit dem Jahr 2010 gab es dort 210 Disziplinarverfahren gegen Beamte wegen “sittlicher Verfehlungen”. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Frage der Grünen hervor, die der “Bild”-Zeitung vorliegt. Bei den sittlichen Verfehlungen handele es sich um sexuelle Belästigung und Übergriffe in und außerhalb des Dienstes. Die MeToo-Debatte sei damit auch in der Regierung angekommen, sagte Ulle Schauws, frauenpolitische Sprecherin der Grünen der Zeitung.16-Merkel fordert von Russland Aufklärung nach Giftanschlag-5752760696001

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