News des Tages: Stadt Hannover räumt Fehler nach tödlicher Beißattacke ein

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Stadt Hannover räumt Fehler nach tödlicher Beißattacke ein (20.08 Uhr)
  • Ermittlungen zu Nacktfoto-Montagen führen zu Eisverkäufer (17.31 Uhr)
  • Gewissheit: Hund “Chico” biss Mutter und Sohn tot (14.44 Uhr)
  • Puigdemont aus Gefängnis entlassen (13.57 Uhr)
  • 24 Jahre Haft für Südkoreas Ex-Präsidentin Park (8.59 Uhr)
  • China droht USA mit Gegenwehr “um jeden Preis” (7.26 Uhr)
  • Angst vor Einbrüchen ist rückläufig (4.46 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.42 Uhr: Facebook plant weitere Einschränkungen für Polit-Werbung +++

Facebook verschärft nach der Kontroverse um Propaganda aus Russland seine Regeln für Polit-Werbung. Wer sie schalten will, muss künftig Identität und Standort bestätigen. Bereits im vergangenen Oktober hatte Facebook dieses Verfahren für eindeutige Wahlwerbung eingeführt. Jetzt wird es auf Werbung mit politischem Hintergrund insgesamt ausgeweitet, wie das Online-Netzwerk am Freitag ankündigte. Dabei kann es sich beispielsweise um als Werbung verbreitete Botschaften zu kontroversen Themen wie Einwanderung oder Spannungen zwischen politischen und sozialen Gruppen handeln.

+++ 20.09 Uhr: Zwei türkische Soldaten bei Sprengstoffanschlag getötet +++

 Bei einem Sprengstoffanschlag in der osttürkischen Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak sind nach türkischen Militärangaben zwei Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Türkei machte militante Kurden für die Attacke verantwortlich. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat in den nordirakischen Kandil-Bergen ihr Hauptquartier. Sie gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation. Die türkische Armee hatte zuletzt immer wieder Luftangriffe gegen Stellungen der PKK im Nordirak geflogen.

+++ 20.08 Uhr: Hund war vor tödlicher Beißattacke bereits 2011 auffällig +++

Nach der tödlichen Hundeattacke in Hannover hat die Stadt Fehler eingeräumt: Der Hund Chico, der seine beiden Besitzer in Hannover totgebissen hat, ist den Behörden bereits 2011 aufgefallen. Nach einem Hinweis des Amtsgerichtes hätte das Tier damals begutachtet werden müssen, was aber unterblieben sei, teilte die Stadt am Freitag mit. Nach jetzigen Erkenntnissen hätte eine Begutachtung dazu geführt, dass dem Besitzer die Haltung des Tieres verboten worden wäre. Die genauen Umstände für dieses Versäumnis und mögliche Konsequenzen würden derzeit untersucht. Einzelheiten will die Stadt am Montag bekanntgeben.

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+++ 19.43 Uhr: Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist gegen Playoffs in der Bundesliga +++

Der FC Bayern München hat sich gegen die Einführung einer Playoff-Runde in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. “Jetzt einfach die Regeln ändern, nur weil die anderen nicht so leicht mitkommen, und damit sie wieder wettbewerbsfähig sind? Das kann es ja wohl nicht sein. Das wäre einfach total unfair”, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß in der “Süddeutschen Zeitung”
(Samstag-Ausgabe). Schließlich sei der FC Bayern nicht unrechtmäßig zu diesem Erfolg gekommen, “das kann man ja nun wirklich nicht behaupten”.

+++ 19.40 Uhr: Bewaffnete Banden töten Dutzende Menschen bei Überfällen in Nigeria +++

In der Zentralregion von Nigeria haben Bewaffnete bei mehreren Überfällen Dutzende Menschen getötet. In der Stadt Offa im Bundesstaat Kwara überfielen Bewaffnete eine Polizeistation und zwei Banken und erschossen dabei 15 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Neun der Getöteten seien Polizisten gewesen, sechs waren Zivilisten. Wer die Täter waren, war zunächst unklar. In der Region sind in letzter Zeit verstärkt bewaffnete Banden und Viehdiebe aktiv.

+++ 19.28 Uhr: SiebenTote und über tausend Verletzte bei neuen Gaza-Protesten +++

Bei neuen massiven Protesten an der Grenze zu Israel sind am Freitag im Gazastreifen mindestens sieben Palästinenser getötet und mehr als 1000 weitere verletzt worden. Ein Sprecher der palästinensischen Gesundheitsbehörde teilte mit, unter den Toten sei auch ein 16-Jähriger. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden. Etwa ein Drittel der Verletzten erlitten den Angaben zufolge Schussverletzungen, viele andere klagten über Beschwerden nach dem Einsatz von Tränengas. Auch palästinensische Journalisten sollen unter den Verletzten sein.

Insgesamt kamen beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 seit Karfreitag mindestens 29 Palästinenser ums Leben, mehr als 2500 wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer. Viele der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

+++ 19 Uhr: Orban bezeichnet Ungarns Parlamentswahl am Sonntag als “Schicksalswahl” +++

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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Parlamentswahl am Sonntag als “Schicksalswahl” bezeichnet. “Wieder will man uns die Heimat wegnehmen”, sagte der rechtsnationale Politiker bei der Abschlusskundgebung seiner Fidesz-Partei in Szekesfehervar 70 Kilometer südwestlich von Budapest. “Parteien, die fremden Interessen dienen, und Politiker, die in fremdem Sold stehen, wollen regieren und Ungarn zum Einwanderungsland machen”, rief Orban vot mehreren tausend Anhängern in der Krönungsstadt der mittelalterlichen ungarischen Könige.

Die “alchemistischen Labore” der EU, der UN und des US-Milliardärs George Soros würden bereits Pläne auskochen, um im Falle eines Wahlsiegs der Opposition “noch in diesem Jahr 10.000 Migranten in Ungarn anzusiedeln”, behauptete Orban. Nur er und ein von Fidesz dominiertes Parlament seien in der Lage, das zu verhindern.

+++ 18.55 Uhr: Mozarts Kindergeige reist nach China +++

Mozarts Kindergeige hat eine Reise nach China angetreten. Dort soll die siebenjährige Anna Cäcilia Pföß das Instrument am Sonntagabend bei einem Staatsbankett vor Präsident Xi Jinping und dem österreichischen Präsidenten Alexander Van der Bellen spielen. Das Mädchen und die Violine sind Teil einer rund 200-köpfigen Delegation, mit der Van der Bellen nach China reist.
Anna Cäcilia werde “als Musikbotschafterin” nach China reisen und Österreich als Kulturland repräsentieren, sagte Van der Bellen. Wolfgang Amadeus Mozarts Kindergeige entstand wahrscheinlich um 1740. bis 1820 gehörte sie seiner Schwester Maria Anna, genannt Nannerl. Seit 1896 gehört sie zur Sammlung der Stiftung Mozarteum Salzburg und ist normalerweise in Mozarts Geburtshaus ausgestellt.

+++ 18 Uhr: Angeblich 27 Zivilisten bei Luftangriffen auf syrische Stadt Duma getötet +++

Bei Luftangriffen auf die syrische Stadt Duma sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 27 Zivilisten getötet worden. Unter den Todesopfern seien fünf Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Laut der oppositionsnahen Organisation, deren Angaben für Medien kaum zu überprüfen sind, wurden die Angriffe von der syrischen und der russischen Luftwaffe geflogen.

+++ 17.31 Uhr: Ermittlungen zu Nacktfoto-Montagen führen zu Eisverkäufer +++

Bei ihren Ermittlungen zu Nacktfoto-Montagen im Internet hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen zwei Verdächtige im Visier. Bei der Wohnungsdurchsuchung eines Eisverkäufers fanden Beamte belastende Datenträger, wie die Wuppertaler Polizei mitteilte. Der 59-Jährige soll jedoch nicht der Haupttäter sein. Drahtzieher der pornografischen Montagen und der Veröffentlichung im Internet sei offenbar ein 63-Jähriger, der im Ausland lebt, hieß es.
Dafür spreche auch die Auswertung der Daten.

Dutzende Frauen aus Remscheid hatten in den vergangenen Tagen im Internet pornografische Fotos entdeckt, auf die ihre Gesichter montiert waren. Mehr als 90 Frauen erstatteten bis Freitag Anzeige. Das jüngste Opfer soll 14 Jahre alt gewesen sein.

Die Fotos waren laut Polizei zum Teil aus sozialen Netzwerken genommen worden, einige wurden jedoch offenbar aus einem Eiswagen heraus gemacht. Mehrere Frauen hatten auf den verdächtigen Verkäufer hingewiesen. Der Eiswagen sei mittlerweile abgemeldet und verschrottet, hieß es.

+++ 16.16 Uhr: Trump nimmt nicht an Medien-Gala-Dinner teil +++

US-Präsident Donald Trump wird auch in diesem Jahr nicht an einem traditionsreichen Medien-Galadinner teilnehmen. Die Vereinigung der im Weißen Haus akkreditierten Korrespondenten teilte mit, die Galaveranstaltung am 28. April in Washington werde wie im Vorjahr ohne den Präsidenten stattfinden. Trumps Verhältnis zu den allermeisten Medien ist sehr schlecht. Der Präsident werde Mitglieder seiner Regierung aber “aktiv darin unterstützen”, an dem Abendessen teilzunehmen, erklärte die White House Correspondents Association. Trumps Sprecherin Sarah Sanders werde die Regierung am Ehrentisch vertreten. 2017 war Trump dem Dinner als erster US-Präsident seit 36 Jahren ferngeblieben. Üblicherweise halten Präsidenten, wenn sie zur Selbstironie fähig sind, eine launige Rede und werden von einem Comedian auf den Arm genommen.

+++ 15.00 Uhr: Facebook will Betroffene über Datenweitergabe am Montag informieren +++

Facebook will seine Nutzer weltweit ab Montag über die mögliche Weitergabe ihrer Daten an Dritte informieren. “Wir werden es jedem mitteilen, dessen Daten von Cambridge Analytica betroffen sein könnten”, sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in einem Interview mit der Nachrichtenagentur “Bloomberg”.  Die Information soll ganz oben im Newsfeed von Facebook auftauchen. Auch alle Apps, mit denen Nutzer auf Facebook verbunden sind, sollen dort in einer eigenen Mitteilung zu sehen sein. Es soll eine einfache Möglichkeit geben, diese Apps zu löschen, kündigte Sandberg an.

+++ 14.49 Uhr: Sergej Skripal geht es laut Ärzten besser +++

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Mehr als einen Monat nach dem Giftanschlag geht es dem ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal deutlich besser. Das berichteten seine Ärzte in der südenglischen Kleinstadt Salisbury. Er sei nicht mehr in kritischem Zustand.

+++ 14.44 Uhr: Gewissheit: Hund “Chico” biss Mutter und Sohn tot +++

Die beiden Opfer der Hundeattacke in Hannover, der 27-jährige Hundehalter und dessen Mutter, wurden von dem Tier totgebissen. Dies habe die Obduktion der Leichen ergeben, teilte die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt mit. Das Tier hatte den 27-Jährigen und die 52-Jährige in deren Wohnung am Dienstag attackiert und tödlich verletzt. Der Hund ”Chico” befinde sich noch in einem Tierheim und werde nun eingeschläfert, sagte ein Sprecher der Stadt Hannover gegenüber der “Bild”-Zeitung.

Der Polizei zufolge hatte eine Angehörige am Dienstagabend durch ein Fenster der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einen Toten gesehen und den Notruf gewählt. Feuerwehrleute fingen zunächst den Staffordshire-Terrier ein, bevor Rettungskräfte die Räume betraten. Dort fanden sie die Toten.

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+++ 14.42 Uhr: Toter bei Gaza-Protesten +++

Bei massiven Protesten an der Grenze zu Israel ist  im Gazastreifen ein Palästinenser getötet worden. Der 29-jährige sei bei Konfrontationen nahe Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets erschossen worden, teilte ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums mit. Rund 40 weitere Palästinenser wurden den Angaben zufolge verletzt, fünf davon lebensgefährlich. Tausende Palästinenser waren nach Angaben der israelischen Armee an Ausschreitungen entlang der Grenze beteiligt. Viele verbrannten Autoreifen und schleuderten Steine in Richtung Israel.

+++ 14.42 Uhr: USA verhängen weitere Sanktionen gegen Russland +++

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Die USA haben neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Betroffen seien nicht weniger als 38 russische Firmen und Einzelpersonen, erklärten hohe Regierungsvertreter  in Washington. Die Maßnahmen seien nicht von einem einzelnen Ereignis ausgelöst worden. “Sie gründen sich auf das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt”, hieß es. Die Sanktionen seien sorgfältig mit europäischen Alliierten abgestimmt worden. Bereits Mitte März hatte die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen 19 Personen und fünf Organisationen aus Russland bekannt gegeben.

+++ 14.14 Uhr Steuer auf zuckerhaltige Softdrinks in Großbritannien eingeführt +++

Im Kampf gegen Übergewicht und Karies hat Großbritannien eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt. Sie sieht Abgaben von 18 Pence (knapp 21 Cent) pro Liter auf Getränke vor, die fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, bei über acht Gramm sind es 24 Pence. Großbritannien folgt damit ähnlichen Modellen in Frankreich, Norwegen und Mexiko. “Unsere Teenager konsumieren jährlich im Schnitt fast eine Badewanne voll zuckerhaltiger Getränke”, erklärte der britische Minister für öffentliche Gesundheit, Steve Brine. Das trage zu dem beunruhigenden Trend zum Übergewicht bei. Die Abgabe werde dabei helfen, den Zuckerkonsum zu senken.

+++ 13.57 Uhr: Puigdemont aus Gefängnis entlassen +++

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont ist unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Er verließ die Justizvollzugsanstalt Neumünster, darf Deutschland aber nicht verlassen. Die Generalstaatsanwaltschaft von Schleswig-Holstein hatte seine Freilassung angeordnet. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hatte eine Auslieferung Puigdemonts an Spanien wegen des Vorwurfs der Untreue zwar gebilligt, den damit verbundenen Haftbefehl gegen Auflagen, darunter die Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 75.000 Euro, aber ausgesetzt.

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+++ 13.26 Uhr: China drängt EU zum “gemeinsamen Handeln” im Handelsstreit mit den USA +++

Im Handelsstreit mit den USA hat China die Europäische Union zum “gemeinsamen Handeln” gedrängt. China und die EU seien dafür verantwortlich, dass die “multilaterale Handelsordnung respektiert” werde, erklärte Chinas EU-Botschafter Zhang Ming am Freitag in Brüssel. Beide Seiten müssten daher eine “klare Haltung” gegen Protektionismus einnehmen, fuhr er fort und reagierte damit auf jüngste Strafzoll-Androhungen aus den USA.

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+++ 12.55 Uhr: DFB-Gericht annuliert Platzverweis von Freiburgs Petersen +++

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Platzverweis gegen Nils Petersen annulliert und der Berufung des Freiburger Stürmers stattgegeben. Wie der DFB  mitteilte, hat das Bundesgericht die erste Gelbe Karte gegen den Angreifer in der 64. Minute des Bundesligaspiels am vergangenen Samstag beim FC Schalke 04 (0:2) für unwirksam erklärt und damit gleichzeitig die darauf mitbegründete Gelb-Rote Karte (67. Minute) aufgehoben. Petersen ist nun im Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg spielberechtigt.

“Die erste Gelbe Karte gegen Nils Petersen in der 64. Minute wurde nicht ordnungsgemäß erteilt. Daher hat sie mangels Kundgabe auch keine Wirkung erlangt”, erklärte Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts. “Die Gelbe Karte wurde in seinem Rücken gezeigt.” Es sei nach Ansicht des Bundesgerichts unstrittig, dass der Schiedsrichter den Spieler ordnungsgemäß verwarnen wollte, Nils Petersen dies aber nicht wahrgenommen habe. “Damit wurde die Gelbe Karte nicht rechtswirksam. Eine solche ‘stille Verwarnung’ kann keine Grundlage für einen späteren Platzverweis sein”, sagte Späth.

Streich wettert gegen Karten für Petersen 19.20h

+++ 12.38 Uhr: Anschlag auf Moscheeverein in Ulm: sieben Festnahmen +++

Knapp drei Wochen nach dem offenbar politisch motivierten Brandanschlag auf einen Moscheeverein in Ulm sitzen nun sieben Verdächtigte in Untersuchungshaft. Motiv für die Tat dürfte die türkische Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien gewesen sein, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei in Ulm  mit. Vier Verdächtige waren bereits in der vergangenen Woche festgenommen worden, drei weitere mutmaßlich an dem Anschlag beteiligte Männer kurdischer Abstammung nahmen die Ermittler am Donnerstag fest. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um sechs Syrer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren und einen 34-jährigen türkischen Staatsangehörigen. Gegen sie wird wegen Mordversuchs und versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt. Den Behörden zufolge gestand einer der Männer die Tat, die anderen schweigen bislang zu den Vorwürfen.

+++ 12.37 Uhr: Kinder verursachen mit Ostereiern Schaden von 1500 Euro +++

Vier Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren haben in Bayern ihre Ostereier vom Balkon einer Wohnung im ersten Stock auf ein geparktes Auto geworfen, statt die hartgekochten Eier zu essen. Dabei entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von 1500 Euro. Der Besitzer des Autos hatte die Polizei informiert, nachdem er den Schaden im oberpfälzischen Amberg entdeckt hatte.

+++ 12.32 Uhr: Zeitung: Gift vom Skripal-Anschlag kommt aus russischem Schichany +++

Das bei dem Anschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal verwendete Gift stammt einem Bericht zufolge aus einer russischen Militärforschungsanlage in Schichany. Dort seien kleinere Mengen des Nervengifts Nowitschok gelagert worden, berichtete die britische Zeitung “The Times”. Die Einrichtung liegt im Gebiet Saratow an der Wolga. Geheimdienstinformationen wiesen klar auf Schichany hin, sagte der britische Chemiewaffen-Experte Hamish de Bretton-Gordon der Zeitung.

Die dort gelagerten Mengen seien ausreichend für Attentate, aber zu gering für militärische Einsätze gewesen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass das Gift aus anderen Laboratorien der früheren Sowjetunion stamme, etwa aus der Ukraine oder aus Usbekistan. Der Kreml wies den Bericht zurück. “Alle Standorte, an denen Chemiewaffen gelagert wurden, sind bekannt. Schichany gehört nicht dazu”, sagte Michail Babitsch, der Kremlvertreter im Föderationskreis Wolga, der Agentur Interfax.

+++ 12.17 Uhr: Staatsanwaltschaft ordnet sofortige Freilassung Puigdemonts an +++

Die Generalstaatsanwaltschaft von Schleswig-Holstein hat die sofortige Freilassung des früheren katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont aus dem Gewahrsam angeordnet. Die Entlassung des 55-Jährigen nach zehn Tagen sei gegenüber der Justizvollzugsanstalt Neumünster verfügt worden, erklärte die Behörde.

Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hatte eine Auslieferung Puigdemonts an Spanien gestern Abend wegen des Vorwurfs der Untreue zwar gebilligt, den damit verbundenen Haftbefehl gegen Auflagen, darunter die Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 75.000 Euro, aber ausgesetzt.Pressestimmen Puigdemont 7.41

+++ 12.09 Uhr: Karlsruhe verhandelt im Mai über Rundfunkbeitrag +++

Das Bundesverfassungsgericht prüft am 16. und 17. Mai die Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrags. Der zweitägigen Verhandlung in Karlsruhe liegen vier Verfassungsbeschwerden zugrunde. Die Beschwerdeführer betrachten den Beitrag als Steuer und sprechen den Ländern, die den Beitrag im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag geregelt haben, die Gesetzgebungskompetenz ab. Außerdem rügen sie Verstöße gegen den allgemeinen Gleichheitssatz. Der Beitrag sei verfassungswidrig, weil er unabhängig vom Vorhandensein von Empfangsgeräten erhoben werde. So würden bei einer Erhebung pro Wohnung unabhängig von der Zahl der dort lebenden Menschen Ein-Personen-Haushalte gegenüber Mehr-Personen-Haushalten benachteiligt. Ungerechtfertigt sei darüberhinaus dass der Beitrag auch für Zweitwohnungen anfalle, obwohl die Beitragszahler nicht gleichzeitig in mehreren Wohnungen Fernsehen und Radio nutzen könnten.

+++ 12.07 Uhr: Russische Behörde will Messengerdienst Telegram verbieten lassen +++

Die russische Regulierungsbehörde für Telekommunikation will vor Gericht den verschlüsselten Messengerdienst Telegram verbieten lassen. Die Klage enthalte die Forderung, den Zugang zu Telegram auf russischem Gebiet “einzuschränken”, teilte Roskomnadsor mit. Die Behörde reagierte damit auf Telegrams Weigerung, Angaben zur Entschlüsselung von Telegram-Nachrichten an den russischen Inlandsgeheimdienst FSB zu liefern. Die Regulierungsbehörde hatte dem Messengerdienst am 20. März dazu zwei Wochen Zeit gegeben. Gemäß der Anti-Terror-Gesetze von 2016 müssen seit Jahresbeginn alle Daten russischer Telekommunikationsnutzer gespeichert werden. Unternehmen müssen dem FSB bei Bedarf Daten über die Interaktionen ihrer Nutzer zur Verfügung stellen.

Telegram wurde von dem Russen Pawel Durow gegründet und wird wegen seiner Vertraulichkeit von vielen geschätzt. Durow reagierte auf das Vorgehen von Roskomnadsor via Twitter: “Die Drohungen, Telegram zu blockieren, wenn es nicht die persönlichen Daten seiner Nutzer liefert, werden keine Ergebnisse bringen. Telegram wird die Freiheit und Vertraulichkeit verteidigen”, versicherte er. Telegram-Anwalt Pawel Tschikow hatte zuvor erklärt, die Forderungen der Regulierungsbehörde seien in technischer Hinsicht schlicht “nicht umsetzbar”. Das Verschlüsselungssystem sei so kompliziert und sicher, dass das Unternehmen zu manchen Daten selbst keinen Zugang habe.

+++ 11.58 Uhr: Taliban schließen viele Schulen in zwei afghanischen Provinzen +++

Die radikalislamischen Taliban haben nach offiziellen Angaben in Ost- und Nordafghanistan viele Schulen geschlossen. Allein in einem Bezirk der Ostprovinz Logar, Tscharch, seien derzeit 30 Schulen zu, bestätigte Provinzsprecher Salim Saleh. Damit hätten allein in Tscharch mehr als 11.000 Kinder, darunter mehr als 2000 Mädchen, keinen Zugang zu Bildung mehr. Stammesältere verhandelten seit Tagen mit den Taliban über die Wiedereröffnung, sagte Saleh. Die geschlossenen Schulen seien eine Reaktion auf die Tötung eines hohen Talibankommandeurs sowie fünf seiner Kämpfer durch Regierung am vergangenen Samstag gewesen.

Berichte über anhaltende Schulschließungen durch die Taliban kommen aber auch aus dem nordafghanischen Kundus, wo bis 2013 noch die Bundeswehr stationiert war. Laut Radio Free Europe soll dort fast die Hälfte der mehr als 500 Schulen nicht funktionsfähig sein. Laut zwei Provinzratsmitgliedern haben die Taliban Schulen in den von ihnen kontrollierten Gebieten geschlossen, weil sie die Einführung eines neuen Gehaltsystems verhindern wollen. Neu an dem System ist, dass Lehrer ihr Gehalt nicht in bar, sondern auf ihr Bankkonto überwiesen bekommen. Das soll helfen, Korruption zu minimieren. Das System habe aber den Taliban nicht gefallen, hieß es.

+++ 11.54 Uhr: Farid Bang und Kollegah bleiben für Echo nominiert +++

Die wegen einer Textzeile scharf kritisierten Rapper Farid Bang und Kollegah bleiben für den Musikpreis Echo nominiert. Wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte, entschied das der unabhängige Ethikbeirat mehrheitlich. In dem fraglichen Song werde die künstlerische Freiheit nicht so wesentlich übertreten, dass ein Ausschluss der beiden Musiker gerechtfertigt wäre, hieß es. Allerdings handele es sich um einen Grenzfall. Die Echos werden am kommenden Donnerstag (12. April) in Berlin verliehen. Die umstrittene Textzeile lautet: “Mein Körper definierter als vom Auschwitzinsassen”.Kollegah hat Stress wegen Ausschwitz-Aussage

+++ 11.43 Uhr: Astronomen entdecken schwer auffindbare Sternleiche +++

Erstmals haben Astronomen einen bestimmten Typ von Neutronenstern außerhalb unserer Milchstraße entdeckt – einen stellaren Leichnam, der als sehr schwer auffindbar gilt. Das Objekt befindet sich in der sogenannten Kleinen Magellanschen Wolke, einer unserer nächsten Nachbargalaxien, rund 200.000 Lichtjahre entfernt, wie die Europäische Südsternwarte ESO in Garching mitteilte. Die Forscher konnten den toten und von Licht umgebenen Stern in der Kleinen Magellanschen Wolke unter anderem mithilfe des Very Large Telescope der ESO in Chile und des Röntgenweltraumteleskops Chandra identifizieren. Der stellare Leichnam ist in Gasfilamente eingebettet, die von einer 2000 Jahre alten Supernovaexplosion zurückgelassen wurden.

Neutronensterne gelten als Überreste von Supernovaexplosionen, in denen massereiche Sterne ihr Leben beenden. Zu den Besonderheiten der nun entdeckte Sternleiche zählt, dass sie nicht Bestandteil eines Mehrfachsternsystems ist – sondern allein, also isoliert steht. Auch weist sie lediglich ein schwaches Magnetfeld auf – im Gegensatz zu den sogenannten Pulsaren, bei denen es sich um stark magnetische, rotierende Neutronensterne handelt. Typischerweise kaum zehn Kilometer im Durchmesser und doch schwerer als unsere Sonne, werden isolierte Neutronensterne mit schwachen Magnetfeldern im ganzen Universum vermutet. Aber sie sind schwer zu finden, weil sie nur bei Röntgenwellenlängen leuchten.

+++ 11.35 Uhr: Deutscher nach Unfall mit Radfahrer-Gruppe auf Mallorca gestorben +++

Ein deutscher Radfahrer, der auf Mallorca von einem Auto angefahren wurde, ist seinen Verletzungen erlegen. Der Mann sei in einer Klinik in Manacor gestorben, teilte die Verkehrsbehörde auf Twitter mit. Bei dem Unfall waren gestern Vormittag in der Nähe von Capdepera im Nordosten der spanischen Urlaubsinsel acht weitere Fahrer der deutschen Gruppe verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Zum Todesopfer sind bislang keine weiteren Informationen bekannt.

Das Unfallfahrzeug wurde nach Polizeiangaben von einer Spanierin gesteuert. Sie steht unter Drogenverdacht. Von Medien zitierte Augenzeugen versicherten, die 30-Jährige habe zu keinem Zeitpunkt gebremst und sei auf einer Landstraße mit ihrem SUV auf gerader Strecke mit voller Geschwindigkeit in die Gruppe gerast.Mallorca Frau rast in Gruppe deutscher Touristen_11.50

+++ 11.19 Uhr: Ermittlungen nach Fund von enthaupteter Katze +++

Der Fall einer enthaupteten und aufgeschlitzten Katze beschäftigt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Wie die Beamten in Neubrandenburg mitteilten, meldete sich vor einer Woche ein Zeuge, der das Tier in einer Tragetasche an einem See gefunden hatte. Ein bislang Unbekannter habe die Katze mit rötlichem Fell enthauptet und ihr den Bauch aufgeschnitten. Zusammen mit dem benutzten Messer habe der Täter das Tier dann in die Tasche gesteckt und diese in den See geworfen, erklärte die Polizei. Die Beamten ermitteln wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

+++ 11.06 Uhr: IC-Lokführer lässt Zugchefin am Gleis stehen +++

Der Lokführer eines Intercitys hat in Plochingen bei Stuttgart seine Zugchefin am Gleis vergessen. Der Zug habe am Donnerstag am nächsten Halt in Göppingen eine halbe Stunde auf die leitende Zugbegleiterin warten müssen, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Zugbegleiterin entschuldigte sich demnach per Durchsage für die Verspätung. Der Zug war schon in Plochingen verspätet abgefahren. Insgesamt kam der IC rund eine Stunde zu spät in München an.

Dem Sprecher zufolge kommt es in seltenen Fällen vor, dass Zugbegleiter unfreiwillig am Gleis stehen bleiben. Um als letzter vor der Abfahrt in den Zug steigen zu können, müssen die Begleiter die Tür, durch die sie einsteigen, per Schlüssel blockieren. Wenn sie das vergessen, schließen sie sich quasi aus, erklärte der Sprecher. Das sei meistens der Grund für die vergessenen Zugbegleiter. Was in diesem Fall die Ursache war, konnte zunächst nicht geklärt werden. Die Frau soll der “Bild”-Zeitung zufolge mit einer Regionalbahn nach Göppingen gefahren und dort in ihren Zug gestiegen sein.

+++ 10.57 Uhr: Schlägerei um Plätze im Skilift endet mit drei Verletzten +++

Ein Streit um Plätze in einem Skilift in Österreich ist derart eskaliert, dass drei Menschen verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei war eine Gruppe von sieben Schülern aus Großbritannien am Donnerstag mit einem Vater (51) und seinem Sohn (16) aus dem bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck beim Anstellen im Tal in Obertauern verbal aneinander geraten. “Es ging darum, wer als Erster einsteigen darf”, sagte eine Sprecherin. Während der Bergfahrt erhitzten sich die Gemüter weiter. Beim Ausstieg schlugen alle mit Fäusten und Skistöcken aufeinander ein. Einem Skilehrer und einem Begleiter der Schüler gelang es schließlich, die aufgebrachten Wintersportler zu trennen. Der 16-Jährige wurde am schwersten verletzt – er erlitt einen Unterarmbruch.

+++ 10.34 Uhr: Dutzende Palästinenser verbrennen nahe Gaza-Grenze Autoreifen +++

Im Gazastreifen haben Dutzende Palästinenser nahe der Grenze zu Israel mit dem Verbrennen von Autoreifen begonnen. Bei Protesten sollen Tausende Reifen verbrannt werden, um eine “Rauchwand” zu erzeugen. Ziel ist es, Scharfschützen auf israelischer Seite die Sicht zu erschweren. Israels Armee wirft der Hamas vor, sie wolle im Schutz der Rauchschwaden Anschläge an der Grenze verüben. Die palästinensischen Aktivisten trugen beim Verbrennen der Reifen Mundschutz. Israel hat vor schweren Schäden für Gesundheit und Umwelt durch die Aktion gewarnt. Das Verbrennen von Autoreifen setzt Schadstoffe frei. Die Hamas hatte vor einer Woche den “Marsch der Rückkehr” gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 sind bisher 22 Palästinenser ums Leben gekommen. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer – die meisten der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

Anlass der Proteste ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser sehen sie als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende Palästinenser fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie pochen auf ein “Recht auf Rückkehr”. Israel lehnt dies ab. Die Hamas wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft. Sie bestreitet das Existenzrecht Israels und fordert die gewaltsame Errichtung eines islamischen Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan.

+++ 10.12 Uhr: US-Regierung genehmigt Verkauf von Artilleriesystemen an Saudi-Arabien +++

Saudischer Kronprinz Porträt_16.40Die USA haben den Verkauf von Artilleriesystemen an Saudi-Arabien im Umfang von 1,31 Milliarden Dollar (1,07 Milliarden Euro) genehmigt. Es gehe um die Lieferung von 180 Haubitzen vom Typ M109A5/A6 sowie Ausrüstung, um diese in das Artilleriesystem Paladin umzubauen, teilte das US-Außenministerium mit. Saudi-Arabien trage maßgeblich “zu politischer Stabilität und wirtschaftlichem Fortschritt im Nahen Osten bei”, hieß es weiter. Bei einem Besuch in Saudi-Arabien im vergangenen Jahr hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, das Königreich werde von den USA Militärausrüstung im Wert von 110 Milliarden Dollar (90 Milliarden Euro) erwerben. Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman schließt derzeit eine dreiwöchige USA-Reise ab.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen vorgeht. Menschenrechtsaktivisten werfen der Koalition Kriegsverbrechen vor, auch die Uno zeigte sich über den Tod von Zivilisten bei den Luftangriffen besorgt.

+++ 9.26 Uhr: Acht Festnahmen wegen mutmaßlichen Inzests und Kindesmissbrauchs in Australien +++

Die Polizei in Australien hat nach langwierigen Ermittlungen acht Menschen wegen des Verdachts auf Inzest und Kindesmissbrauch festgenommen. In drei Einsätzen seien vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen 29 und 51 Jahren gefasst worden, teilte die Polizei im Bundesstaat New South Wales mit, in dem die Verbrechen begangen worden sein sollen. Den Festgenommenen werden unter anderem Geschlechtsverkehr mit Kindern unter zehn Jahren, Inzest, sittenwidriges Verhalten, Körperverletzung und Meineid vorgeworfen. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen.

Nach Angaben lokaler Medien handelt es sich um Mitglieder einer Familie, bei der Behörden bereits vor Jahren ein Dutzend vernachlässigter Kinder gefunden hätten. Die Zeitung “Daily Telegraph” berichtete, dass ein Mann mit seiner Schwester Kinder gezeugt haben soll, die er später vergewaltigte. Jüngere Kinder seien demnach von ihren älteren Geschwistern missbraucht worden.

+++ 9.24 Uhr: Haustiere des vergifteten Doppelagenten Skripal sind tot +++

Die Haustiere des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal – eine Katze und zwei Meerschweinchen – sind der britischen Regierung zufolge tot. Als ein Tierarzt Zugang zum Grundstück Skripals bekommen habe, “waren zwei Meerschweinchen leider gestorben”, sagte eine Sprecherin des  Umweltministeriums. Eine Katze in “erschöpftem Zustand” sei ebenfalls gefunden und auf Entscheidung eines Tierarztes hin eingeschläfert worden. Die Zeitung “The Sun” berichtete unter Berufung auf ungenannte Regierungsquellen, Skripals Katze mit Namen “Nash Van Drake” sei in das nahe gelegene Forschungszentrum Porton Down gebracht und dort eingeschläfert worden. Die Überreste der drei Tiere seien eingeäschert worden. Moskau hatte in dieser Woche, einen Monat nach dem Giftanschlag, Besorgnis über das Schicksal der Haustiere geäußert. “Warum hat die britische Seite das noch nicht angesprochen?”, fragte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums am Mittwoch.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im englischen Salisbury vergiftet worden und fielen daraufhin ins Koma. Sergej Skripal befindet sich weiter in kritischem Zustand, seiner Tochter geht es besser. Die britische Anti-Terror-Polizei erklärte, die Skripals seien zu Hause mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. Die britische Regierung macht Moskau für den Giftanschlag verantwortlich. Russland weist jede Verantwortung zurück.

+++ 9.20 Uhr: Heroin mit Schulbus ausgeliefert – Fahrer festgenommen +++

Ein Schulbusfahrer soll im US-Bundesstaat Connecticut das Fahrzeug zum Heroinhandel genutzt haben. Der 29-Jährige sei festgenommen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Polizei der Stadt Stratford. Eine auf Drogenbekämpfung spezialisierte Polizeieinheit habe demnach bei ihren Ermittlungen mehrmals beobachtet, wie der Mann den Schulbus dazu genutzt haben soll, um Heroin zu verkaufen und auszuliefern. Es gebe laut Polizei aber keine Hinweise darauf, dass bei den Fahrten Kinder im Bus waren. Bei einer Durchsuchung seines Hauses fanden Ermittler knapp 200 Gramm Heroin.

+++ 9.19 Uhr: Experten warnen vor Missbrauch von Arbeitnehmerdaten +++

Experten haben vor einem Missbrauch von Kommunikationsdaten in Unternehmen durch den Arbeitgeber gewarnt. Entsprechende Analysesoftware gebe es bereits zu kaufen, schreiben die Autoren einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach können die Anwendungen analysieren, welcher Kollege mit wem und wie kommuniziert und so das soziale Gefüge in der Firma für den Arbeitgeber transparent machen. Das könnte dieser zum Beispiel für Personalentscheidungen missbrauchen.

Datenschutzrechtlich seien einer solchen Analyse zwar enge Grenzen gesetzt – das geltende Recht müsse aber auch durchgesetzt werden, so die Autoren. Ihrer Ansicht nach dürfen Unternehmen keine Kommunikationsdaten auf Vorrat speichern und auswerten. Sie empfehlen Betriebsräten und Beschäftigten aber, den Arbeitgeber aufzufordern, sich an diese restriktive Sichtweise zu halten und Missbrauch gegebenenfalls den Behörden zu melden. Mit dem neuen europäischen Datenschutzrecht, das ab Mai gilt, können Gesetzesverstöße mit hohen Geldbußen bestraft werden.

+++ 9.01 Uhr: Vermisster Angler tot aus Ostsee geborgen +++

Der seit gestern vermisste Angler ist tot aus der Ostsee geborgen worden. Die Leiche des 56-Jährigen wurde am frühen Morgen östlich des Leuchtturms Dahmeshöved in der Lübecker Bucht im Kreis Ostholstein gefunden, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte. In der Nacht war eine Suche mit neun Schiffen und Booten, zwei Hubschraubern und einem Flugzeug bei starkem Wellengang erfolglos geblieben. Die Familie des Mannes hatte ihn gestern Abend als vermisst gemeldet. Der erfahrene Angler war mit einem Schlauchboot am Donnerstagmittag in See gestochen.

+++ 8.59 Uhr: Südkoreas Ex-Präsidentin Park zu 24 Jahren Haft verurteilt +++

Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye ist wegen Korruption und Machtmissbrauchs zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem müsse sie 18 Milliarden Won (knapp 14 Millionen Euro) Strafe zahlen, sagte Richter Kim Se Yoon in Seoul in der live übertragenen Urteilsverkündung. Park habe Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern gezwungen und dazu “illegal ihre präsidialen Befugnisse genutzt”. Der Richter führte aus, die Unternehmen seien gezwungen worden, große Geldsummen an Stiftungen zu zahlen, die von Parks langjähriger Vertrauten Choi Soon Sil kontrolliert wurden. Laut Anklage handelte es sich um die Konzerne Samsung, Lotte und SK. Die Anklage hatte 30 Jahre Haft für die 66-Jährige sowie eine Geldstrafe in Höhe von 118,5 Milliarden Won gefordert.

Park war im Dezember 2016 wegen des weitverzweigten Korruptionsskandals vom Parlament abgesetzt worden. Im Februar wurde Parks Vertraute Choi wegen der Korruptionsaffäre zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Live-Übertragung der Verkündung der Gerichtsentscheidung bedeutet eine Premiere für das Justizwesen in Südkorea. Möglich wurde dies, nachdem das Oberste Gericht des Landes 2017 eine entsprechende Änderung der Strafprozessordnung veranlasste.

+++ 8.41 Uhr: Ex-Darts-Weltmeister Eric Bristow stirbt an Herzinfarkt +++

Der frühere Darts-Weltmeister Eric Bristow ist tot. Der 60-Jährige erlitt im Rahmen der Darts Premier League in Liverpool gestern Abend einen Herzinfarkt und starb, wie ein Sprecher des  Weltverbandes PDC bestätigte. Bristow hatte in den 80er-Jahren fünfmal den WM-Titel gewonnen und galt als größter Förderer von Rekord-Weltmeister Phil Taylor. Zuletzt arbeitete der Engländer als Experte im Fernsehen.

Die Nachricht von Bristows Tod verbreitete sich noch am Abend in der Echo Arena in Liverpool, woraufhin die Fans das Lied vom “Bristow Wonderland” anstimmten und des früheren Weltmeisters mit Schildern “Eric Bristow Legend” gedachten. “Er war Darts, er hat mir so viel bedeutet. Ich kann es nicht glauben”, schrieb der Niederländer Raymond van Barneveld.

+++ 8.31 Uhr: Belgien lässt drei gesuchte Katalanen auf freiem Fuß +++

Drei von Spanien mit europäischem Haftbefehl gesuchte katalanische Politiker bleiben in Belgien auf freiem Fuß. Die drei hätten sich bei der Polizei gemeldet, seien angehört, aber unter Auflagen wieder freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Über das Auslieferungsbegehren Spaniens werde nun ein Gericht befinden. Termine wurden noch nicht genannt. Es handelt sich um die ehemalige katalanische Ministerin Meritxell Serret und ihre beiden Kollegen Antoni Comin und Lluis Puig, die sich nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien gemeinsam mit dem ehemaligen Regierungschef Carles Puigdemont nach Belgien abgesetzt hatten. Puigdemont war auf Reisen vor wenigen Tagen in Deutschland festgenommen worden. Gestern hatte das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht aber ebenfalls entschieden, ihn unter Auflagen freizulassen.Pressestimmen Puigdemont 7.41

+++ 7.58 Uhr: Arctic Monkeys kündigen nach fast fünf Jahren neues Album an +++

Die britische Rockband Arctic Monkeys hat nach fast fünf Jahren Wartezeit die Veröffentlichung eines neuen Albums angekündigt. Das von Fans lang erwartete Werk soll den Titel “Tranquility Base Hotel & Casino” tragen und am 11. Mai erscheinen, wie die Musiker aus dem englischen Sheffield auf ihrer Webseite ankündigten. Dazu stellten sie die Titel der elf Songs des Albums und ein kurzes Video, in dem lediglich eine futuristisch wirkende Installation zu sehen ist. Im Hintergrund laufen synthetische Klänge, die dann einem Gitarrenriff weichen.

Der Nachfolger von “AM” aus dem Jahr 2013 wurde den Angaben zufolge von Frontmann Alex Turner und James Ford produziert. Das Album kann ab jetzt vorbestellt werden. Im Mai kommt die Band für zwei Konzerte nach Berlin, die allerdings schon ausverkauft sind. Ende Juni werden die Arctic Monkeys dann bei den Festivals Southside und Hurricane in Deutschland erwartet.

+++ 7.26 Uhr: China droht im Handelsstreit mit den USA mit Gegenwehr “um jeden Preis” +++

China kontert US-StrafzölleAuf die Androhung weiterer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump hat die chinesische Regierung mit einer Kampfansage reagiert. Wenn die USA trotz der chinesischen und internationalen Kritik bei ihrem “Handelsprotektionismus” blieben, sei “China bereit, um jeden Preis bis zum Ende zu gehen”, erklärte das chinesische Handelsministerium in Peking. Zuvor hatte Trump mitgeteilt, er lasse weitere Strafzölle in Milliardenumfang prüfen.

+++ 7.00 Uhr: Zwei Blauhelme bei Angriff auf UN-Basis in Mali getötet +++

Bei einem Anschlag auf eine UN-Basis in Mali sind zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Zehn weitere wurden bei dem Angriff im Ort Adjelhoc im Osten des Landes verletzt, wie die UN-Mission zur Überwachung eines Friedensabkommens in Mali (Minusma) mitteilte. Gestern Abend seien die UN-Soldaten mit Mörsern beschossen worden, einige davon sollen das Lager getroffen haben, hieß es. Die Sicherheitsmaßnahmen auf der Basis seien daraufhin sofort verstärkt worden. Minusmas Interimschef Koen Davidse verurteilte den Anschlag aufs Schärfste und sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Deutschland beteiligt sich mit rund 1000 Soldaten seit Beginn der Mission 2013 am UN-Einsatz zur Stabilisierung Malis. Der etwa 7000 Kilometer lange und bis zu 800 Kilometer breite Streifen am südlichen Rand der Sahara ist ein Rückzugsgebiet für Terroristen, Menschenschmuggler und andere Kriminelle.

+++ 6.23 Uhr: Abzug von Rebellen aus Ost-Ghuta ausgesetzt +++

Der Abzug von Rebellen aus Duma in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghuta ist vorerst gestoppt worden. Grund dafür seien Meinungsverschiedenheiten zwischen der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam und den russischen Unterhändlern, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) und staatliche Medien berichteten. Zuvor waren Hunderte von Oppositionskämpfern und Zivilisten aus Ost-Ghuta in den Norden des Landes geflohen. Duma, nahe der Hauptstadt Damaskus, ist die letzte von Rebellen kontrollierte Stadt in der Region.

Am 1. April hatte sich die syrische Rebellengruppe Dschaisch al-Islam in einem Abkommen mit Russland auf einen Abzug geeinigt. Tags darauf begannen Kämpfer in Duma mit dem Abzug aus Ost-Ghuta. Seit Regierungstruppen Mitte Februar Luftangriffe in der Region gestartet hatten, haben sie den größten Teil des Gebiets durch eine Mischung aus Bodenangriffen und von Russland vermittelten Abzugsabkommen zurückerobern können. Zuvor hatten rund 400.000 Menschen in Ost-Ghuta gelebt.

+++ 5.55 Uhr: Heftiger Regen in Kalifornien erwartet  – Yosemite-Park wird gesperrt +++

Der berühmte Yosemite-Nationalpark in Kalifornien wird wegen möglicher Überschwemmungen für Besucher gesperrt. Nach Mitteilung der Parkverwaltung werden alle Ausflügler angewiesen, ab heute Nachmittag (Ortszeit) den Talbereich des Parks zu räumen. Ein drohendes Sturmtief mit starken Regenfällen ist der Grund für die ungewöhnliche Warnung. Die Behörden befürchten, dass die Flüsse im Yosemite Valley über die Ufer treten. Zeltplätze und Unterkünfte in dem Tal bleiben am Wochenende geschlossen. Das für seine steilen Granitwände und Wasserfälle bekannte Yosemite-Tal lockt jährlich mehr als drei Millionen Besucher an. Für Nordkalifornien hat die Wetterbehörde eine Flutwarnung herausgegeben. Die warmen Regenfällen könnten auch in der Gebirgsregion Sierra Nevada zu einer Schneeschmelze führen.

+++ 5.01 Uhr: Millionenentschädigung für US-Familie nach Bettwanzenplage +++

Eine Familie in Kalifornien, deren Kleinkinder in der Mietwohnung über Monate hinweg von Bettwanzen gebissen wurden, hat eine Millionenentschädigung zugesprochen bekommen. Wie die Zeitschrift “People” berichtete, muss der Eigentümer des Appartementhauses in Inglewood bei Los Angeles nach dem Urteil von Geschworenen knapp 1,6 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) zahlen.

Im Sommer 2012 hatten die Eltern roten Ausschlag und Schwellungen auf dem Körper ihres damals drei Jahre alten Jungen entdeckt. Auch ihre wenige Monate alte Tochter sei von Bettwanzen gebissen worden. Erst nach zahlreichen Beschwerden hätte die Hausverwaltung den verseuchten Teppichboden entfernt, gaben die Eltern an. Sie hätten nicht genug Geld gehabt, um aus der Wohnung auszuziehen. Fast vier Monate mussten sie mit dem Ungeziefer leben. Der jetzt achtjährige Junge habe heute noch Narben am ganzen Körper, sagte die Mutter laut “People.com”. Er habe am meisten unter dem extremen Juckreiz gelitten. “Er hatte ständig blutige Arme und Beine”, beschrieb die Frau die Verletzungen. Die Familie habe viel durchgemacht, sagte ihr Anwalt Brian Virag. Die Narben des Sohnes seien eine “ständige Erinnerung” an die Folgen des schweren Wanzenbefalls.

+++ 4.46 Uhr: Angst vor Einbrüchen ist rückläufig +++

Die Angst vor Einbrüchen hat im Vergleich zur Sorge vor anderen Straftaten in Deutschland abgenommen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 20 Prozent, sie hätten am meisten Angst vor Einbrüchen. In einer im Dezember 2015 durchgeführten YouGov-Umfrage hatten das noch 26 Prozent der Befragten gesagt. Die Zahl der Wohnungseinbrüche war 2016 nach jahrelangem Anstieg erstmals wieder gesunken. Für 2017 deutet sich abermals ein Rückgang an. Das Bundeskriminalamt und die Versicherer hatten bereits Ende 2017 signalisiert, dass die Einbruchszahlen erneut zurückgegangen sein dürften. Die bundesweite Kriminalstatistik für das vergangene Jahr wurde noch nicht veröffentlicht.

Die Angst vor Terror rangiert YouGov zufolge weiterhin auf Platz eins. Auf die Frage, wovor sie in puncto Kriminalität am meisten Angst hätten, nannten 25 Prozent der Befragten den Terrorismus – Ende 2015 waren es 27 Prozent. Damals lag die Anschlagsserie in Paris mit 130 Toten unter anderem bei einem Konzert im Bataclan-Theater erst wenige Wochen zurück.

+++ 4.19 Uhr: CSU droht im Streit um Familiennachzug mit Ende der Koalition +++

Im Streit um den Familiennachzug von Flüchtlingen droht die CSU den Sozialdemokraten mit der Koalitionsfrage. Was Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plane, entspreche “genau dem, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde”, sagte Unionfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) der “Augsburger Allgemeinen”. “Wenn die SPD da nicht mitmachen würde, wäre die Große Koalition am Ende”, betonte der CSU-Politiker. Das könne er sich aber nicht vorstellen, fügte Nüßlein hinzu. “Hier geht es schließlich nicht um irgendeinen beliebigen Punkt, sondern um einen Kernbestandteil des Koalitionspapiers.”

In der Großen Koalition war zuletzt ein neuer Streit über den Familiennachzug entbrannt. Grund hierfür ist der von Seehofer vorgelegte Gesetzentwurf zum Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutz. Er sieht vor, den Nachzug an strenge Kriterien zu knüpfen.

+++ 4.06 Uhr: Umfrage sieht absolute Mehrheit für CSU in Reichweite +++

Für die CSU mit dem neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder rückt nach einer neuen Umfrage die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl im Herbst in Reichweite. Drei Wochen nach der Vereidigung des neuen Regierungschefs kommt die Partei in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Tageszeitung “Augsburger Allgemeine” auf 44,5 Prozent. Der Zuwachs von 3,1 Prozent im Vergleich zum März könnte damit hauchdünn zu einer absoluten Mehrheit im Landtag reichen oder zu einem Patt führen.

Weder die FDP (4,2 Prozent) noch die Linke (2,8 Prozent) würden der Umfrage zufolge den Einzug ins bayerische Parlament schaffen, vier Prozent der Wähler würden sich nach aktuellem Stand für sonstige Parteien entscheiden. Stärkste Oppositionspartei bliebe die SPD mit 14,8 Prozent, vor der AfD mit 11,9 und den Grünen mit 11,3 Prozent. Die Freien Wähler wären der Umfrage zufolge mit 6,4 Prozent sicher im Landtag vertreten.

+++ 4.04 Uhr: Warmes Wetter – massiver Pollenflug bei Birken beginnt +++

Der rasante Temperaturanstieg mit dem Aufblühen der Natur könnte einigen Allergikern drei harte Leidenswochen bescheren. “Wir rechnen in wenigen Tagen in ganz Deutschland mit einem massiven Pollenflug bei der Birke”, sagt Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin. Durch die kalten Wochen im Februar und März habe sich die Blüte verzögert. Nun aber sei mit einer kleinen Explosion zu rechnen. “Und zwar bei allen Birken gleichzeitig, egal ob an sonnigen oder schattigen Standorten”, ergänzt Dümmel. Auf natürliche Weise könne Allergikern nur viel Regen helfen. “Danach sieht es aber in der nächsten Woche nicht aus.”Das hilft gegen Heuschnupfen Tipps für Allergiker 17h

+++ 3.50 Uhr: Immer mehr muslimische Bestattungen in Deutschland +++

 Immer mehr Muslime werden in Deutschland bestattet. So fanden in Berlin im Jahr 2016 insgesamt 333 Menschen auf muslimischen Grabfeldern die letzte Ruhe, wie eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zehn Jahre zuvor waren es noch 177 gewesen, wie die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr auf Anfrage mitteilte. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. Auch in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen stiegen die Zahlen in den vergangenen Jahren an. “In vielen Bundesländern blicken wir auf eine positive Entwicklung, die es Muslime in Deutschland ermöglicht, bestattet zur werden”, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Die Bestattung nach islamischem Ritus bei gleichzeitiger Einhaltung der deutschen Gesetze sei ein “starkes Zeichen” dafür, dass Muslime und der Islam zu Deutschland gehörten.

+++ 3.22 Uhr: Rettungskräfte suchen nach Angler auf stürmischer Ostsee +++

Auf der stürmischen Ostsee wird ein Angler vermisst. Ein großes Aufgebot an Rettungskräften suchte in der Nacht nach dem Mann. Der 56-Jährige sei mit einem Schlauchboot gestern Nachmittag bei Dahme im Kreis Ostholstein in See gestochen und nicht wiedergekommen, teilte die Polizei in Lübeck am frühen Morgen mit. Stunden nach Einbruch der Dunkelheit meldete seine Familie den erfahrenen Angler bei starkem Wellengang und Wind als vermisst.

Nach Angaben der Rettungskräfte gestaltete sich die Suche aufgrund des Wetters als sehr schwierig. Neun Schiffe, darunter Seenotkreuzer, Polizeiboote und ein Fischerboot sowie zwei Hubschrauber waren im Einsatz. Die Suche dauerte zunächst bis in den Morgen an.

+++ 3.19 Uhr: Ariane-5-Rakete bringt Satelliten ins All +++

Eine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten ins All befördert. Die Rakete hob vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab und brachte Satelliten für einen japanischen und einen britischen Kommunikationsanbieter in die Umlaufbahn. Im Januar hatte es beim Start einer Ariane-5-Rakete Probleme gegeben. Nach dem Abheben der Trägerrakete mit zwei Satelliten vom Weltraumbahnhof Kourou verlor die Bodenstation vorübergehend den Kontakt. Die Ariane-Rakete platzierte die Satelliten daraufhin zwar in der Erdumlaufbahn – allerdings nicht an der richtigen Stelle.

+++ 2.58 Uhr: Blackrock verspricht nach Schulmassaker waffenfreie Investmentfonds +++ 

#ClearBackpacks in Parkland_17.10Nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida hat der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock neue Investmentfonds unter Ausschluss von Herstellern und Händlern von zivilen Schusswaffen angekündigt. Damit reagiere man auf die Wünsche seiner Kunden, teilte Blackrock in New York mit. Neben einer Reihe neuer Anlageprodukte sollen künftig auch einige bestehende Investmentfonds Waffenhersteller und -händler ausschließen. Dadurch könnten US-Einzelhandelsgrößen wie Walmart oder Dick’s Sporting Goods aus einigen Portfolios fliegen. 

Bislang hatte Blackrock mit solchen Investments keine Probleme, die New Yorker Firma ist einer der größten Aktionäre führender Waffenschmieden wie Sturm Ruger oder der Smith-&-Wesson-Mutter American Outdoor Brands. Mit zuletzt rund 6,3 Billionen Dollar an Anlegergeldern ist Blackrock der größte Vermögensverwalter der Welt.

+++ 1.06 Uhr: Trump droht mit weiteren Strafzöllen gegen China +++ 

China kontert US-StrafzölleUS-Präsident Donald Trump hat seinen Handelsbeauftragten angewiesen, zusätzliche Strafzölle in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar auf Importe aus China zu prüfen. Er begründete dies mit “unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas”. Der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer solle untersuchen, ob zusätzliche Zölle angemessen seien, hieß es in einer Erklärung Trumps. Falls dies der Fall sein sollte, solle er die entsprechenden Produkte identifizieren, auf die die Zölle verhängt werden sollen.

Der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften über US-amerikanische Vorwürfe des Technologiediebstahls durch China war am Mittwoch offen ausgebrochen. Nachdem die USA 25-prozentige Strafzölle auf Importe aus China in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar angekündigt hatten, konterte China als Vergeltung umgehend mit eigenen Strafabgaben in gleicher Höhe auf Importe aus den USA. Die Eskalation weckte Sorgen über negative Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. 

+++ 0.32 Uhr: Trump will von Zahlung an Pornostar Stormy Daniels nichts gewusst haben +++

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten nichts von der Zahlung seines Anwalts an die Pornodarstellerin Stormy Daniels gewusst. Als er von Journalisten gefragt wurde, ob er über die Zahlung informiert gewesen sei, sagte Trump: “Nein”. Er wisse auch nicht, woher das Geld gestammt habe. Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, sagt, dass sie 2006 Sex mit Donald Trump hatte – kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet das.

Trump Kommentar Stormy Daniels 7.52Sein Anwalt Michael Cohen hat zugegeben, Clifford im November 2016 rund eine Woche vor der Präsidentenwahl 130.000 Dollar aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Er erklärte, dass die Trump Organisation oder Trumps Wahlkampflager weder direkt noch indirekt an der Zahlung beteiligt gewesen seien oder ihn dafür entschädigt hätten. Die Zahlung erfolgte laut Medienberichten über eine Scheinfirma, die Cohen zuvor gegründet hatte. Nach Cliffords Darstellung handelte es sich um Schweigegeld.

+++ 0.19 Uhr: Sohn von Sean Penn und Robin Wright festgenommen +++

Hopper Penn, der Sohn von Oscar-Preisträger Sean Penn (“Milk”) und Robin Wright (“House of Cards”), ist wegen Drogenbesitzes festgenommen worden. Wie “E! News” unter Berufung auf die Polizei im US-Staat Nebraska berichtete, wurden Penn (24) und seine 26-jährige Begleiterin am Vortag nach einer Verkehrskontrolle in Gewahrsam genommen. Die Polizei habe in dem Auto des Paares Marihuana, Amphetamintabletten und psychoaktive Pilze gefunden, hieß es. Der Internetdienst TMZ.com postete Polizeifotos des Paares aus dem Bezirksgefängnis in Hamilton County.

Penn und Wright hatten sich 2010 nach 13-jähriger Ehe getrennt. Sohn Hopper und die ältere Tochter Dylan (26), die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet, wuchsen in einem kleinen Ort nördlich von San Francisco auf.

+++ 0.12 Uhr: Unionsinterne Kritiker wollen Merkel mit Manifest unter Druck setzen +++

Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel aus der Union wollen nach einem Medienbericht mit einem “Konservativen Manifest”
den Druck auf eine Abkehr vom CDU-Kurs der Mitte erhöhen. In dem Entwurf der vor einem Jahr gegründeten “Werte-Union” – eines Zusammenschlusses konservativer CDU- und CSU-Mitglieder – heißt es, Ehe und Familie und das Leitbild Vater-Mutter-Kinder seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft, wie die “Rheinische Post” berichtet. Ferner müssten rechte, linke und islamistische Extremisten kompromisslos bekämpft, die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft, die Wehrpflicht wieder eingeführt und Arbeitnehmer von Sozialabgaben entlastet werden. Das Papier soll bei der Bundesversammlung der “Werte-Union an diesem Samstag im baden-württembergischen Schwetzingen verabschiedet werden.

Der CDU-Vizevorsitzende Thomas Strobl sagte, die Partei lebe immer von ihren drei Wurzeln – der sozialen, der liberalen und der konservativen. Die CDU starte gerade einen umfassenden Prozess für ein neues Grundsatzprogramm. “Hier dürfen und sollen sich alle in der Partei einbringen. Da gilt: Nicht meckern, sondern machen”, sagte der baden-württembergische Landeschef.

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