News des Tages: Anschlag in Münster: Täter ist “psychisch auffälliger” Deutscher – wohl kein islamistisches Motiv

Die Ereignisse von Münster im Kurz-Überblick, Stand 23.30 Uhr:

Ein Kleintransporter ist in Münster in die voll besetzte Außenterasse eines Altstadt-Lokals gerast. Dabei wurden zwei Menschen getötet und 20 verletzt, sechs davon schwer. Der mutmaßliche Täter hat sich nach Polizeiangaben erschossen. Es handelt sich laut Behörden um einen Deutschen. Weitere offiziell bestätigte Informationen über den Täter gibt es bislang nicht.

Laut übereinstimmenden Medienberichten heißt der Täter Jens R., war der Polizei als “psychisch auffällig” bekannt und stammt aus dem Sauerland. Ein Sondereinsatzkommando soll die Wohnung von Jens R.,  die ganz in der Nähe des Tatorts in Münster liegt, durchsucht haben. Dabei sollen die Sicherheitskräfte ein Sturmgewehr und sprengfähiges Material sichergestellt haben. Das Motiv für die Attacke liegt noch im Dunkeln. Nach “Spiegel”-Informationen war R. den Behörden nicht als Extremist bekannt und pflegte wohl auch keine entsprechenden Kontakte. Er soll bereits einen Suizidversuch unternommen haben. Der “Tagesspiegel” berichtet hingegen, dass R. möglicherweise Kontakte in rechtsextreme Kreise hatte.

Zahlreiche Politiker und Prominente sprachen den Verletzten und den Hinterbliebenen der getöteten Opfer ihr Beileid aus.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 23.24 Uhr: Ministerpräsident Laschet wird am Sonntag in Münster erwartet +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will am Sonntag nach Münster reisen, um sich nach der tödlichen Amokfahrt ein Bild von der Lage zu machen. Laschet werde sich vor Ort informieren und den Helfern in Münster seinen Dank zum Ausdruck bringen, sagte ein Sprecher. Der Regierungschef wird demnach am späten Vormittag in Münster erwartet. Zuvor hatte die “Rheinische Post” über den Besuch Laschets berichtet.

+++ 23.22 Uhr: Putin spricht sein Beileid aus +++

Nach der Amokfahrt in Münster hat der russische Präsident Wladimir Putin sein Beileid ausgesprochen. In einem Telegramm an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel drückte er seine Anteilnahme aus und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. 

+++ 22.47 Uhr: Gedenkgottesdienst am Sonntagabend im Dom in Münster +++

Nach dem tödlichen Zwischenfall von Münster soll es am Sonntagabend einen Gedenkgottesdienst im Paulus-Dom geben. Der Münsteraner Bischof Felix Genn leitet den ökumenischen Gottesdienst, der um 19.30 Uhr beginnen soll, wie Bistumssprecher Stephan Kronenburg sagte. “Wir laden jeden ein, der ein Bedürfnis hat.”

+++ 22.17 Uhr: Identität der beiden Opfer von Münster ist noch unklar +++

Nach dem blutigen Zwischenfall von Münster war die Identität der beiden getöteten Opfer am Abend zunächst weiter unklar. Die Polizei konnte keine Angaben machen, wer die beiden Toten seien. Sie habe dazu keine Informationen, sagte eine Sprecherin.

Münster Anschlag+++ 21.50 Uhr: Polizei prüft angeblich rechtsextremistischen Hintergrund +++

Laut Berliner “Tagesspiegel” soll sich der Attentäter nach Polizeinformationen möglicherweise in rechtsextremen Kreisen bewegt haben. Offizielle Informationen über den Täter gibt es aber nach wie vor nicht, außer dass es sich um einen “psychisch auffälligen” Deutschen handelt. 

+++ 21.37 Uhr: Laut Medien bereitet Polizei Sprengung eines verdächtigen Gegenstandes im Kleinbus vor +++

Wie n-tv berichtet, ist der Tatort in der Altstadt von Münster weiter weiträumig abgesperrt. Demnach bereitet die Polizei eine Sprengung vor. Im Kleinbus, mit dem der Täter in das Lokal gerast war, soll sich ein verdächtiger Gegenstand befinden. Es soll sich möglicherweise um eine Sprengstoff oder eine Bombe handeln.

Das Restaurant “Großer Kiepenkerl, das Ziel des Anschlags war, teilt auf seiner Facebook-Seite mit: 

+++ 21.28 Uhr: Täter-Wohnung wird durchsucht +++ 

“Spiegel online” berichtet, dass eine Wohnung nur wenige Kilometer vom Anschlagsort entfernt von einem Sondereinsatzkommando der Polizei durchsucht worden sei. Dafür mussten Anwohner ihre Häuser verlassen. Bei der Wohnung soll es sich um die Meldeadresse des mutmaßlichen Täters handeln. Gegen 20 Uhr war aus der Wohnung ein lauter Knall zu vernehmen, möglicherweise nahmen die Ermittler eine sogenannte kontrollierte Sprengung eines Gegenstands vor. Danach gingen mehrere weitere Ermittler in die Wohnung. Der Einsatz, der auch von drei großen Feuerwehrwagen begleitet wurde, zog sich noch bis in die Nacht hinein.

+++ 20.48 Uhr: Erdogan greift nach Anschlag von Münster Macron an +++

 Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat anscheinend den tödlichen Vorfall in Münster für einen verbalen Angriff auf den französischen Amtskollegen Emmanuel Macron genutzt. “Da, Ihr seht doch, was die Terroristen in Deutschland machen, oder?”, sagte Erdogan am Samstag im westtürkischen Denizli nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. “Das wird auch in Frankreich geschehen. Ihr werdet sinken, solange der Westen diese Terroristen nährt.”

+++ 20.46 Uhr: Betreuungsstelle für Anwohner eingerichtet +++

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass im Münsteraner Stadttheater inzwischen eine Aufnahme- und Betreuungsstelle für die Anwohner der Innenstadt eingerichtet worden sei. Sie dürfen ihre Häuser und Wohnungen in der Sperrzone nicht betreten, weil die Polizei dort offenbar immer noch das Auto des Täters untersuche. Die Vorstellung, die für den heutigen Abend angesetzt ist, falle aus.

+++ 20.41 Uhr: Macron spricht Deutschland Mitgefühl aus +++ 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Opfern und Angehörigen der Bluttat in Münster sein Beileid ausgesprochen. Alle seine Gedanken seien bei den Opfern, schrieb er am Samstagabend auf Twitter. “Frankreich teilt das Leid Deutschlands.” Kurz zuvor war in der nordrhein-westfälischen Stadt ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, es gab mehrere Verletzte und Tote. Die Ermittler gingen zunächst nicht von einem Terroranschlag aus.

Eine ähnliche Tat hatte im Juli 2016 im südfranzösischen Nizza 86 Todesopfer gefordert. Zudem wurden mehr als 200 Menschen verletzt, als ein 31-Jähriger am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge raste. Der IS reklamierte die Tat für sich.

+++ 20.36 Uhr: Laut NRW-Innenminister Reul gibt es insgesamt drei Tote +++

 Entgegen ersten Informationen sind bei dem Zwischenfall in Münster insgesamt drei Menschen ums Leben gekommen.
Es handele sich um zwei Opfer und den Täter, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). “Es sind in der Summe drei.” Zuvor hatte das Bundesinnenministerium von insgesamt vier Toten gesprochen.

+++ 20.24 Uhr: Münsteraner Bischof ruft zum Gebet auf +++

Der Münsteraner Bischof hat die Menschen nach dem blutigen Zwischenfall in der Altstadt zum Innehalten aufgerufen. “Ich lade alle Menschen im Bistum Münster ein, sich heute miteinander im Gebet für die Opfer zu verbinden”, sagte Felix Genn am Samstagabend. ”In meinen Gedanken und Gebeten bin ich bei den Opfern und ihren Familien.”

+++ 20.19 Uhr: Jens Spahn ist von Nachricht aus Heimat “tief getroffen +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Opfern von Münster sein Beileid ausgesprochen. “Die schreckliche Nachricht aus meiner Heimat hat mich tief getroffen”, sagte der aus dem Westmünsterland stammende CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. “Den Angehörigen der Opfer gilt mein aufrichtiges Mitgefühl. Den Rettungskräften, Sanitätern und Ärzten sowie allen Kräften vor Ort danke ich für ihren Einsatz.”

Den Ermittlungen zufolge war ein Mann mit einem Kleinwagen in eine Menschengruppe gefahren, es gab Tote und Verletzte. Nach Polizeiangaben erschoss sich der mutmaßliche Täter im Wagen. 

+++ 19.54 Uhr: Polizei untersucht den Kleintransporter +++

Aktuell soll die Polizei laut Informationen des Nachrichtensenders n-tv den Kleinbus durchsuchen, mit dem der Attentäter in eine Menschenmenge gerast ist. Es habe demnach ein Draht aus dem VW-Campingbus geragt. Deshalb gebe es den Verdacht, dass sich noch Sprengstoff in dem Fahrzeug befinde.

VW Bulli

+++ 19.48 Uhr: Attentäter soll Jens R. heißen +++

Wie die “Süddeutsche Zeitung”, “NDR” und “WDR” erfahren haben, soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen namens Jens R. handeln. Er wurde 1969 geboren und soll in den Jahren 2014 und 2016 psychisch auffällig gewesen sein. Es gibt keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

+++ 19.36: Steinmeier spricht Opfern und Angehörigen Beileid aus +++

Nach der Kleintransporter-Attacke in Münster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von einer “schweren Gewalttat” gesprochen und den Betroffenen sein Beileid bekundet. “Die Meldungen, die uns aus Münster erreichen, sind entsetzlich”, erklärte Steinmeier in Berlin. “Wir müssen von einer schweren Gewalttat ausgehen.”

Steinmeier fügte hinzu: “Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und den Angehörigen – mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben und in tiefer Sorge sind.” Der Bundespräsident dankte “allen Ordnungs- und Rettungskräften im Einsatz”.

+++ 19.16 Uhr: Polizei prüft Zeugenhinweise auf mögliche Täter in Münster +++

Nach der tödlichen Attacke mit einem Kleintransporter in Münster prüft die Polizei Hinweise auf mögliche weitere Täter. “Es liegen Zeugenhinweise vor, dass möglicherweise aus diesem Fahrzeug noch Täter geflüchtet sind”, sagte ein Polizeisprecher in Münster. “Dahingehend dauern die Ermittlungen noch an, uns liegen noch keine tiefergründigen Erkenntnisse vor.”

+++ 18.55 Uhr: Polizei in Münster richtet Zeugentelefon ein +++

18.55 Uhr: Laut “Süddeutscher Zeitung” soll die Tat keinen terroristischen Hintergrund haben +++

Sie Süddeutsche Zeitung schreibt: “Es soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen handeln, der psychisch auffällig war. Offenbar liegt kein terroristischer Hintergrund vor. Die Wohnung des Täters wird derzeit nach Sprengstoff durchsucht.”

+++ 18.54 Uhr: Polizei war wegen Kurden-Demo zum Tatzeitpunkt zahlreich in der Innenstadt vertreten +++

“Spiegel online” berichtet, dass zum Tatzeitpunkt viele Polizisten in der Münsteraner Innenstadt unterwegs gewesen seien, weil eine Demonstration von Kurden angekündigt worden war. Diese seien gleich zum Tatort geeilt, als der Kleintransporter in eine Menschengruppe gelenkt wurde, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Demonstration sei für 15.30 Uhr angekündigt gewesen, der Vorfall ereignete sich etwa zur gleichen Zeit. Es gebe bislang keine Informationen, ob ein Zusammenhang zwischen der Demonstration und dem Zwischenfall bestehen könnte.

FB Axel Prahl

+++ 18.25 Uhr: Sicherheitsbehörden des Bundes in engem Austausch mit Behörden in NRW +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer: “Mit Bestürzung habe ich von dem schrecklichen Vorfall in Münster erfahren. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden. Die Polizei in Münster und in ganz NRW arbeitet jetzt mit Hochtouren an der Aufklärung des Sachverhaltes. Die Sicherheitsbehörden des Bundes stehen in engem Austausch mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen”, ließ er über Twitter verbreiten.

+++ 18.07 Uhr: Hintergründe sind laut Bürgermeister noch völlig unklar +++

Die Hintergründe des tödlichen Zwischenfalls in Münster sind nach Angaben von Oberbürgermeister Markus Lewe noch unklar. “Ganz Münster trauert über dieses schreckliche Ereignis. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten. Den Verletzten wünschen wir schnelle und baldige Genesung”, sagte Lewe am Samstag vor Journalisten. Er dankte den Einsätzkräften für ihre Arbeit.

Bei dem Vorfall in Münster starben laut Bundesinnenministerium nach jetzigem Informationsstand vier Menschen. Darunter sei auch der mutmaßliche Täter, der einen Kleintransporter in eine Menschenmenge in der historischen Altstadt gelenkt haben soll.

+++ 18.04 Uhr: Verdächtiger Gegenstand im Tatfahrzeug von Münster +++

In dem Kleinlastwagen, der in Münster in eine Menschenmenge gesteuert wurde, hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden. Fotos vom Tatort Münster

+++ 17.59 Uhr: Andrea Nahles zeigt sich erschüttert +++

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat sich an die Angehörigen und Opfer von Münster gewandt. “Ich bin erschüttert über die Nachrichten, die uns aus Münster erreichen”, erklärte sie am Samstag. In der Stadt war ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, die Polizei spricht von etwa 30 Verletzten und vier Toten. Darunter soll auch der mutmaßliche Täter sein. Nahles sei mit ihren Gedanken bei den Opfern und Angehörigen. “Ich hoffe, dass unsere Behörden schnell Klarheit über die Hintergründe dieses Vorfalls gewinnen können und wünsche den Einsatzleuten vor Ort viel Kraft für ihre Arbeit”, so die designierte SPD-Vorsitzende.

Polizisten Münster

+++ 17.49 Uhr: Bundesinnenministerium bestätigt mindestens vier Tote +++

Bei dem Vorfall in Münster sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach jetzigem Informationsstand vier Menschen gestorben. Darunter sei auch der mutmaßlicher Täter, der einen Kleintransporter in eine Menschenmenge gelenkt haben soll. Zu weiteren Details konnte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nichts sagen.

+++ 17.49 Uhr: Polizei will sich nicht zu Spekulationen über weitere Täter äußern +++ 

Die Polizei Münster bezeichnet Berichte über einen weiteren Täter, der noch auf der Flucht sein könnte, als Spekulation. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Mehrere Medien berichteten, die Einsatzkräfte suchten in Münster nach einem zweiten Täter. Auf Twitter schrieb die Polizei: “Bitte unterlasst die Spekulationen.” Und: ”Das Verbreiten von Gerüchten hilft uns nicht.”Münster – Auto rast in Restaurant

+++ 17.34 Uhr: Attentat im Taditionslokal “Kiepenkerl” +++

Der Anschlag ereignete sich im Traditionslokal “Kiepenkerl” in Münster. Der “Kiepenkerl” ist ein Wahrzeichen der gut 300. 000 Einwohner zählenden Stadt. Die beiden umliegenden Traditionslokale heißen Großer Kiepenkerl und Kleiner Kiepenkerl. Der Platz inmitten enger Altstadtgassen ist ein beliebter Treffpunkt. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien, im Winter gibt es ein Weihnachtsdorf. Der “Kiepenkerl” befindet sich seit 1896 auf dem Spiekerhof – eine Männerfigur mit Tragekorb, Pfeife, Knotenstock und Leinenkittel. Das Denkmal wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, originalgetreu wieder hergestellt und 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht.

+++ 17.34 Uhr: Bundesregierung gedenkt der Opfer +++

Die Bundesregierung hat den Opfern von Münster und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. Dort war ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, die Polizei spricht von etwa 30 Verletzten und mehreren Toten. “Furchtbare Nachrichten aus Münster”, schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Samstag auf Twitter. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.” Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. “Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären”, schrieb sie.

+++ 16.30 Uhr: Fahrzeug rast in Münster in Menschengruppe – mehrere Tote +++

In Münster sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr. Das teilte die Polizei über Twitter mit. “Es gibt Tote und Verletzte”, hieß es dort. Das Fahrzeug habe eine kleinere Gruppe Menschen erfasst, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Der Täter habe sich danach selbst getötet, teilte die Polizei mit. Die Lage sei weiter unübersichtlich, hieß es bei Twitter. Und weiter: “Bitte keine Spekulationen.” Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. “Bitte den Bereich um den Kiepenkerl meiden. Wir sind vor Ort.” Wenig später ergänzte sie: ”Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.”

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, die Bundesregierung sei informiert. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Zu Detailfragen gab es zunächst keine Informationen.

Die “Westfälischen Nachrichten” berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass ein Auto in eine Gruppe sitzender Personen gefahren sei. Drei Menschen seien ums Leben gekommen – unter ihnen sei auch der Fahrer des Wagens. Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzwagen der Polizei seien in der Innenstadt unterwegs.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.

Münster Anschlag

++ 15.36 Uhr: Kopfüber in den Schnee – Britischer Snowboarder in Alpen erstickt +++

Ein britischer Snowboarder ist in den französischen Alpen kopfüber in den Schnee gefallen und erstickt. Der 23-Jährige habe bis zur Brust im schweren Frühlingsschnee gesteckt, sagte ein Beamter der französischen Hochgebirgs-Gendarmerie. Der junge Mann konnte sich nicht mehr befreien und starb. Andere Skifahrer auf der nur rund 20 Meter entfernten Piste im Skigebiet Méribel entdeckten den Verunglückten und gruben ihn aus. Versuche der dazugerufenen Rettungskräfte, den Briten wiederzubeleben, scheiterten. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag.

+++ 15.29 Uhr: Jugendliche verprügeln Badegast nach Streit +++

Vier Jugendliche haben einen Mann nach einem Streit in einem Freizeitbad in Baden-Württemberg krankenhausreif geprügelt. Der 58-Jährige wurde schwer verletzt, wie die Polizei Tuttlingen mitteilte. Die Täter sollen auch dann noch auf ihr Opfer eingetreten haben, als es am Boden lag. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann sich am Freitagabend darüber beschwert, dass die 16 bis 18 Jahre alten Jugendlichen im Bad zu laut Ball spielten und vom Beckenrand sprangen. Ein Bademeister versuchte demnach zu schlichten – doch die Verdächtigen griffen den 58-Jährigen später vor dem Badehaus an. Eine Kamera hatte sie zuvor beim Verlassen des Gebäudes gefilmt. Nach der Tat flohen die Jugendlichen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

+++ 15.19 Uhr: Vater in Japan hielt psychisch kranken Sohn 20 Jahre lang in Käfig +++

Ein Mann in Japan soll seinen psychisch kranken Sohn 20 Jahre lang in einem kleinen Käfig gehalten haben. Der 73-Jährige sei in der Stadt Sanda festgenommen worden und habe ein Geständnis abgelegt, berichteten japanische Medien. Der Sender NHK zitierte den Vater mit den Worten: “Ich habe meinen Sohn mehr als 20 Jahre lang im Käfig wohnen lassen, weil er psychische Probleme hat und aufbegehrt hat.” Der Käfig war Berichten zufolge nur einen Meter hoch und 1,80 Meter breit. Er befand sich in einer Hütte neben dem Haus des Vaters. Dieser habe angegeben, den Sohn mit Essen versorgt und ihm jeden zweiten Tag ein Bad ermöglicht zu haben. Dem NHK-Bericht zufolge wurde der Sohn in eine Betreuungseinrichtung gebracht. Sein Zustand sei stabil, allerdings leide er an einer Rückenkrümmung.

+++ 15.06 Uhr: Spahn schickt Grußwort zum Treffen der Werte-Union +++

Ein Grußwort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist beim Treffen Unions-interner Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel mit viel Beifall aufgenommen worden. Der Chef der konservativen Werte-Union, Alexander Mitsch, verlas das Schreiben im badischen Schwetzingen. Die Union brauche Kreise wie die Werte-Union und die Besinnung auf einen klugen liberalen Konservatismus, betont Spahn in dem Grußwort. “Wenn wir reden und handeln in einer Haltung, die breite, sich bürgerlich fühlende Schichten zuletzt oft schmerzlich vermisst haben, dann können wir die AfD überflüssig machen.” Mitsch sagte, die Werte-Union habe Spahn nicht zu dem Treffen eingeladen, “weil das Format lange feststand”. Aber die Gruppierung habe den Minister um ein Grußwort gebeten. “Das kam dann.” 

+++ 14.55 Uhr: 18 Jahre alter französischer Nachwuchsfußballer stirbt unerwartet +++

Der französische Fußballverein Le Havre Athletic Club trauert um einen seiner Nachwuchsspieler. Der 18 Jahre alte Verteidiger Samba Diop sei am Freitagabend völlig unerwartet gestorben, teilte der Verein mit. Woran der im nordfranzösischen Le Havre geborene Spieler starb, ist unklar. Ein für heute Nachmittag angesetztes Zweitligaspiel zwischen Le Havre und Reims wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie die französische Fußballliga LFP mitteilte. Bei allen Erst- und Zweitligaspielen an diesem Wochenende soll des jungen Spielers gedacht werden.

+++ 14.49 Uhr: 30-Jähriger durchbricht Leitplanken auf Autobahn – und schläft ein +++

Nach einem Unfall auf der Autobahn hat ein betrunkener Fiat-Fahrer erst einmal ein Nickerchen gemacht. Der 30-Jährige durchbrach nach Polizeiangaben in der Nacht mit seinem Auto die Leitplanken der Ausfahrt Sömmerda Süd in Thüringen und kam im Gebüsch dahinter zum Stehen. Statt die Polizei zu rufen, habe sich der Mann unter einer Decke auf dem Fahrersitz schlafen gelegt. Die Beamten wurden den Angaben zufolge auf das Fahrzeug aufmerksam, weil eine Warnweste und ein Kennzeichen im Gebüsch reflektierten. Der schlafende Fahrzeugführer sei daraufhin geweckt und kontrolliert worden. Die Polizisten hätten einen Wert von 1,77 Promille festgestellt. Dem Fiat-Fahrer drohe nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, sein Führerschein sei eingezogen worden.

+++ 14.27 Uhr: Hunderte Gefährder beantragen offenbar in Deutschland Asyl +++

Fast ein Viertel der gefährlichsten Extremisten in Deutschland sind offenbar Asylbewerber. Der “Spiegel” berichtete unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae, dass das Bundeskriminalamt rund 1560 Männer und Frauen als “Gefährder” oder “relevante Personen” in der Extremistenszene einstufe. Von ihnen hätten 362 einen Antrag auf Asyl gestellt. Die hohe Zahl sei auch “auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen”, schreibt die Regierung demnach in ihrer Antwort mit Blick auf Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat. Thomae forderte konsequentere Abschiebungen. “Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt”, sagte er.

+++ 14.21 Uhr: Mann fährt in Cottbus mit Geländewagen in Menschengruppe +++

Ein Mann ist in Cottbus mit einem Geländewagen in eine Gruppe von etwa zehn Menschen auf einem Fußweg gefahren. Ob es sich bei dem Vorfall am Freitagabend um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, konnte die Polizei heute noch nicht sagen. Der Fahrer des Geländewagens entkam mit dem Fahrzeug. Ein 31-Jähriger wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, er war laut Polizei aber nicht in Lebensgefahr. Ein 21-Jähriger, der am Bein verletzt wurde, verweigerte die Behandlung und wollte bei Bedarf selbst zum Arzt gehen. Die Polizei sicherte Spuren.

Bei dem Fahrer könnte es sich laut Polizei um einen 25-Jährigen handeln, der zuvor am Freitagnachmittag mit einem Alkoholwert von 1,17 Promille Polizisten beleidigt und rechtsgerichtete Parolen gerufen hatte. Eine Fahndung nach dem Mann blieb zunächst ergebnislos. Ermittlungen ergaben, dass es in der Umgebung vor dem Vorfall eine Prügelei gegeben haben soll. Ob zwischen den Ereignissen ein Zusammenhang besteht, wird noch geprüft.

+++ 14.16 Uhr: Opa lässt Sechsjährigen Trecker fahren – Zwillingsbruder überrollt +++

Ein sechs Jahre alter Junge durfte in Österreich Traktor fahren und hat dabei seinen Zwillingsbruder überrollt. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Kind bei dem Unfall am Freitag schwer verletzt. Der 60 Jahre alte Großvater hatte den Sechsjährigen in Fehring in der Südoststeiermark auf einem Wiesengrundstück ans Steuer des Traktors gelassen. Der Opa saß auf dem Beifahrersitz, der Zwillingsbruder in der Frontladerschaufel, die etwa einen halben Meter angehoben war. Als der Sechsjährige kurz vom Gaspedal ging, bremste das Gefährt abrupt ab und sein Bruder fiel aus der Schaufel. Gleichzeitig trat der Junge am Steuer aber wieder aufs Gaspedal, der Traktor machte einen Satz nach vorne und der am Boden liegende Zwilling wurde vom Vorderrad überfahren.

+++ 13.39 Uhr: Große finanzielle Unregelmäßigkeiten bei Niedersachsen-AfD +++

Eine Sonderkassenprüfung des Notvorstands der Niedersachsen-AfD hat laut dem Prüfer erhebliche Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen des Ex-Landesvorstands ergeben. Für die Jahre 2013 bis 2017 gebe es Ausgaben von 27.333 Euro ohne Belege oder Rechnungen, sagte Bundesrechnungsprüfer Christian Waldheim in Braunschweig auf dem Landesparteitag. “Ich hätte den Vorstandsmitgliedern für diese Jahre keine Empfehlung zur Entlastung ausgesprochen.” In vielen Fällen seien Übernachtungs- und Bewirtungskosten in vierstelliger Höhe geltend gemacht worden, ohne dass es dafür Vorstandesbeschlüsse gegeben habe. Mehrfach habe sich der damalige Landeschef Paul Hampel Vorschüsse für Reisekosten in erheblicher Höhe auszahlen lassen – ebenfalls ohne Vorstandsbeschluss. Nachdem die Landesspitze 2016 den Betrag von 2000 Euro für die Anschaffung eines Lkw für eine Roadshow genehmigt habe, sei ein Lastwagen für 14.000 Euro gekauft worden. Hampel bestritt die Vorwürfe. Alle Abrechnungen seien korrekt gewesen. Es habe einen Beschluss gegeben, wonach der Landesschatzmeister und der Vorsitzende Beträge bis zu 3000 Euro ohne Beschlussvorlage hätten ausgeben dürfen.

Der AfD-Bundesvorstand hatte im Januar den gesamten Landesvorstand entmachtet, nachdem ein Konflikt zwischen Gegnern und Anhängern von Landeschef Hampel eskaliert war. Die Niedersachsen-AfD will in Braunschweig einen neuen Landesvorstand wählen. Auch Hampel will erneut kandidieren.  

+++ 13.36 Uhr: Haupt-Startbahn am Flughafen Köln/Bonn wegen Drohne gesperrt +++

Ein Hobbypilot ist mit seiner Drohne am Flughafen Köln/Bonn den Maschinen so nah gekommen, dass die große Start- und Landebahn mehrmals gesperrt werden musste. Ein Lufthansaflug aus München sei wegen der Sperrung gestern Abend schließlich nach Düsseldorf umgeleitet worden, sagte ein Flughafensprecher heute. Von dem Drohnenpiloten fehlt nach Angaben der Polizei auch noch jede Spur.

Private Drohnen sind für die Flughäfen längst zum Problem geworden. In Nordrhein-Westfalen gab es im vergangenen Jahr nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) 15 Zwischenfälle. Bundesweit gab es 70 Behinderungen durch Drohnen an Flughäfen. In Köln/Bonn wurden vier Drohnen gesichtet, in Düsseldorf acht. Auf den Radarschirmen der Fluglotsen sind die kleinen Drohnen nicht sichtbar. Trotzdem könnte ein Zusammenstoß für ein Flugzeug laut DFS durchaus gefährlich sein.02-Hindernis Hauswand – Post-Drohne kommt nicht weit-5762286429001

+++ 13.34 Uhr: Nach Hundeattacke in Hannover - Einbruchsversuch in Chicos Tierheim +++

Kampfhund-Expertin_17.00Nach der tödlichen Beißattacke auf seine Besitzer haben Unbekannte versucht, in das Tierheim Hannover einzubrechen, in dem auch Staffordshire-Terrier-Mischling Chico untergebracht ist. Ein Polizeisprecher sagte, ein Zusammenhang zwischen dem Vorfall und einem möglichen Befreiungsversuch militanter Tierschützer sei reine Spekulation Chico soll auf Anordnung der Stadt eingeschläfert werden. Die Einbrecher haben in der Nacht dem Sprecher zufolge einen Zaun des Tierheims überwunden. Anschließend versuchten sie eine Zugangstür aufzuhebeln, hinter der sich mehrere Zwinger befinden. In einem davon sei auch Chico untergebracht gewesen. Die Unbekannten schafften es allerdings nicht, die Tür aufzuhebeln. Tierschützer wollen mit einer Petition verhindern, dass der Hund eingeschläfert wird, und fordern eine neue Chance für den ihn. “Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!” heißt es in einem Internet-Aufruf. Bis Samstagmittag hatte die Online-Petition mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt.

Chico hatte am Dienstag seine 52 Jahre alte Besitzerin und ihren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Die Stadt Hannover räumte gestern ein, dass der Hund den Behörden bereits 2011 aufgefallen sei. Eine angeordnete Begutachtung sei damals unterblieben.

+++ 13.22 Uhr: Rajoy will Justizentscheidungen im Fall Puigdemont respektieren +++

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat angekündigt, alle juristischen Entscheidungen im Fall des katalanischen Separatistenchefs Carles Puigdemont zu respektieren. “Ich habe immer gesagt und wiederhole jetzt, dass die Justizentscheidungen zu achten und zu befolgen sind”, sagte Rajoy auf dem Parteitag seiner konservativen Volkspartei (PP) in Sevilla.

Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein hat den spanischen Hauptvorwurf der Rebellion fallengelassen und Puigdemont unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. “Ich habe darüber noch nicht mit (Bundeskanzlerin Angela) Merkel gesprochen und habe das auch nicht vor”, betonte Rajoy auf Fragen von Journalisten. Über dieses Thema müssten nun allein die zuständigen Gerichte in Spanien und Deutschland entscheiden.

+++ 12.53 Uhr: Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär verteidigt Kritik an Union +++

Der Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, Manuel Hagel, sieht die Kritik von Konservativen aus CDU und CSU als wichtigen Beitrag zur Diskussion über den Kurs der Union. “Wenn wir keine Antwort darauf haben, was liberal und konservativ heißt, machen wir uns überflüssig”, sagte er in Schwetzingen.

Merkel-Kritiker fordern mit “konservativem Manifest” Kursschwenk in der Union_11.30Hagel war in der nordbadischen Stadt Gastredner beim Treffen der Werte-Union. Der Zusammenschluss aus konservativen Vertretern beider Parteien will dabei ein “Konservatives Manifest” verabschieden, in dem unter anderem ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft gefordert wird. Hagel unterstützte diese Forderung. “Der Doppelpass ist ein Integrationshindernis. Der Doppelpass ist wie Petersilie auf dem Schnitzel: beides ist überflüssig”, sagte der 29-Jährige. Auch der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

+++ 12.47 Uhr: Puigdemont will sich vorübergehend in Berlin niederlassen +++

Carles Puigdemont BerlinDer katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont will vorerst in Berlin bleiben. Einen Tag nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis in Neumünster sagte der frühere katalanische Regionalpräsident, Berlin sei nun sein Wohnsitz “bis zum Ende dieses Prozesses”. Die spanische Zentralregierung rief er zu Dialogbereitschaft und “Respekt für die Demokratie” auf. “Ich glaube, das Land braucht jemanden, der als Vermittler auftritt”, sagte er und nannte als Möglichkeit Staaten oder internationale Organisationen. Der Konflikt müsse mit “politischen Werkzeugen” gelöst werden. Nötig und dem Gesetz entsprechend sei auch die Bildung einer Regionalregierung Kataloniens.

Nach knapp zwei Wochen in der Justizvollzugsanstalt Neumünster war der von der spanischen Justiz verfolgte Puigdemont gestern unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Der 55-Jährige war am 25. März in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl Spaniens.07-Puigdemont will bis zu Justiz-Entscheid in Deutschland bleiben-5766166171001

+++ 12.20 Uhr: Bundeswehr soll wegen Anschlagsgefahr Radmuttern kontrollieren +++

Der Militärische Abschirmdienst befürchtet laut “Spiegel” angesichts der türkischen Militäroperation gegen Kurden in Syrien Angriffe auf die Bundeswehr in Deutschland. “Es muss angenommen werden, dass es zu weiteren Anschlägen, unter anderem gegen Fahrzeuge der Bundeswehr, kommen kann”, zitiert das Magazin aus einem internen Sicherheitshinweis des MAD. Die Soldaten wurden demnach angewiesen, vor Fahrtantritt den Sitz der Radmuttern zu kontrollieren und bei Dienstreisen Parkhäuser zu nutzen. Bei Reparaturen außerhalb von Kasernen sollten Bundeswehrautos auf dem Gelände der Werkstätten “stets in einem umzäunten Bereich, möglichst in einer Halle und nie in vorderster Reihe” geparkt werden.

Im niedersächsischen Soltau hatte es am 13. März einen Brandanschlag auf zwei Lastwagen der Bundeswehr gegeben. In einem Bekennerschreiben, das der linksextremen Szene zugerechnet wird, war von einem “direkten Eingriff in die deutsch-türkische Kriegsmaschinerie” die Rede, da die türkische Armee auch hunderte Fahrzeuge aus ehemaligen Bundeswehrbeständen einsetze.

+++ 11.53 Uhr: Großbritannien lässt Skripal-Cousine nicht ins Land +++

Der Cousine der vergifteten Julia Skripal ist die Einreise nach Großbritannien verweigert worden. Der Antrag von Viktoria Skripal auf ein Besuchervisum sei abgelehnt worden, bestätigte das Innenministerium in London. “Der Antrag hat die Einreisebestimmungen nicht erfüllt.” Einen konkreten Grund für die Ablehnung nannte das Ministerium auf Anfrage aber nicht. Die Cousine spielt eine sehr undurchsichtige Rolle. Nach einem BBC-Bericht befürchtet London, dass Viktoria Skripal vom Kreml instrumentalisiert und als Pfand genutzt wird. Sie gab russischen und britischen Medien Interviews, in denen sie die Angaben Großbritanniens zum Anschlag anzweifelte. Sie behauptete unter anderem, dass ihre Verwandten Opfer einer Fischvergiftung geworden seien. Das russische Staatsfernsehen veröffentlichte einen angeblichen Mitschnitt eines Telefonats zwischen ihr und Julia Skripal. Die Authentizität ist nicht geklärt.

Die russische Botschaft in London kritisierte die Ablehnung des Visums für die Verwandte scharf. Julia und Sergej Skripal würden weiterhin vor der Öffentlichkeit, den Medien und Diplomaten versteckt gehalten, teilte die Botschaft mit. “Die sture Weigerung (Londons), zu kooperieren, Transparenz zu liefern und zahlreiche Fragen zu beantworten, zeigt, dass Großbritannien etwas zu verbergen hat.” Julia und ihr Vater, der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal, waren nach britischen Angaben mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden.Die Skripal-Affäre – Chronik der Ungereimtheiten 10.04 Uhr

+++ 11.49 Uhr: Familie und Freunde nehmen Abschied von getöteter Schülerin in Berlin +++

Familienangehörige, Freunde und viele weitere Trauernde haben in Berlin Abschied von der 14 Jahre alten getöteten Schülerin Keira genommen. In und vor der Kapelle auf dem Friedhof St. Andreas – St. Markus in Alt-Hohenschönhausen fanden sich am Morgen schätzungsweise 200 Menschen ein, die der Trauerfeier und Beisetzung beiwohnen wollten. Wegen des großen Andrangs wurde die Zeremonie über zwei Video-Monitore nach draußen übertragen. Außer Familienangehörigen kamen zahlreiche Schüler mit ihren Eltern sowie Lehrer. Viele hielten Blumen in der Hand.

Wie der Tod einer 14-Jährigen für rechte Hetze 17.38Der Tod der Schülerin sorgte bundesweit für Entsetzen. Vor genau einem Monat war die 14-Jährige umgebracht worden. Ein 15-jähriger deutscher Mitschüler hat gestanden, sie am 7. März erstochen zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen von einer schon länger geplanten Tat aus, das Motiv sei aber noch nicht ganz klar. Die Mutter hatte ihre blutüberströmte Tochter in der gemeinsamen Wohnung gefunden. Mediziner schafften es nicht mehr, die 14-Jährige zu retten.

+++ 10.50 Uhr: Justizministerin Barley begrüßt Puigdemonts Freilassung +++

Pressestimmen Puigdemont 7.41Bundesjustizministerin Katarina Barley hat die Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberlandesgerichts zur vorläufigen Freilassung des früheren katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont als “absolut richtig” bezeichnet. Spanien müsse nun darlegen, warum sich Puigdemont einer Untreue schuldig gemacht haben soll, sagte die SPD-Politikerin in der “Süddeutschen Zeitung”. “Das wird nicht einfach sein.” Sonst werde der Haftbefehl aufgehoben, “dann ist Puigdemont ein freier Mann in einem freien Land – nämlich in der Bundesrepublik”.

+++ 10.48 Uhr: Überlebender des Schulmassakers in Florida will kein Held sein +++

Ein Überlebender des Schulmassakers in Florida, der mehrere Mitschüler gerettet hat, will nicht als Held bezeichnet werden. “Ich werde ‘Iron Man’ (Mann aus Eisen) genannt. Das bin ich nicht. Ich bin nur ein 15-Jähriger, der fünfmal angeschossen wurde”, erklärte Anthony Borges in einer nahe Miami von seinem Anwalt Alex Arreaza verlesenen Stellungnahme. Er wisse nicht, warum er überlebt habe, aber “ich werde Ihnen sagen, dass meine Familie und ich den Rest unseres Lebens darauf verwenden werden, dass so etwas nie wieder passiert.” Borges war am 14. Februar in der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland vom Schützen Nikolas Cruz in beide Beine und den Rücken geschossen worden. Trotz seiner Verletzungen schaffte der Teenager es, eine Tür zu schließen, so dass Cruz nicht in das Zimmer gelangen konnte, in dem etwa 20 Schüler sich versteckt hielten. Dabei wurde Borges zwei weitere Male angeschossen. Er sitzt nach neun Operationen und sieben Wochen im Krankenhaus derzeit im Rollstuhl.

Arreaza kündigte eine Klage gegen den Polizeichef des Bezirks Broward, Scott Israel, sowie den Leiter der Schulverwaltung Robert Runcie, den Schützen Nikolas Cruz und die Nachlassverwalter von Cruz’ Mutter an. Die Familie erhoffe sich wenig Ergebnisse von Demonstrationen wie dem “Marsch für unser Leben” Ende März in Washington, sagte Arreaza. Stattdessen habe sie “entschieden, ihr Vertrauen in das amerikanische Justizsystem zu setzen”.25-Marsch für unsere Leben: Emma Gonzalez schweigt 6 Minuten 20-5757804440001

+++ 10.43 Uhr: Luftangriffe auf syrische Stadt Duma gehen laut Aktivisten weiter +++

Die Luftangriffe auf die syrische Stadt Duma sind heute nach Angaben von Aktivisten und Bewohnern fortgesetzt worden. Drei Kampfflugzeuge und zwei Hubschrauber seien in der Luft, sagte Rettungshelfer Firas al-Dumi der Nachrichtenagentur AFP am Morgen. Daneben gebe es auch Artillerieangriffe der syrischen Armee, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien, deren Angaben für Medien kaum zu überprüfen sind, hatte gestern von mindestens 40 toten Zivilisten bei Angriffen auf Duma berichtet. Demnach wurden die Luftangriffe von der syrischen und der russischen Luftwaffe geflogen. Es handelte sich um die ersten Luftangriffe auf Duma seit zehn Tagen.

Kontrolliert wird die Stadt von der islamistischen Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, die von dort immer wieder die Hauptstadt beschießt. Während andere Rebellengruppen nach einer wochenlangen Armeeoffensive ihren Abzug aus Ost-Ghuta akzeptierten, weigert sich ein Teil von Dschaisch al-Islam, Duma zu verlassen.

+++ 10.02 Uhr: Mann klettert bei Ehestreit auf Baum und muss gerettet werden +++

Während eines Streits mit seiner Ehefrau ist ein 47-Jähriger in Wörth am Rhein bis in 15 Meter Höhe auf einen Baum geklettert. Von dort wollte er am Freitagabend zunächst nicht mehr herunterkommen, wie die Polizei heute mitteilte. Als ihn die Einsatzkräfte nach rund zwei Stunden doch zum Herunterklettern bewegen konnte, verließen den Mann nach wenigen Metern die Kräfte. Polizei und Feuerwehr mussten ihn im Korb einer Drehleiter auf den Boden zurückholen.

Anschließend sei der erschöpfte 47-Jährige in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Seine Ehefrau habe sich so aufgeregt, dass sie den Ort des Geschehens noch während des Rettungseinsatzes verließ. Zeugen hatten die Einsatzkräfte alarmiert.

+++ 9.17 Uhr: 14 Menschen sterben bei Busunglück in Kanada +++

Bei einem Busunfall in Kanada sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Zeitung “The Globe and Mail” berichtete, dass in dem Bus Mitglieder eines Junior-Eishockey-Teams saßen. Der Bus der Humboldt Broncos sei nahe dem Ort Tisdale in der Provinz Saskatchewan am Freitag (Ortszeit) von einem Sattelschlepper gerammt worden. Das Blatt schrieb unter Berufung auf die Polizei weiter, dass in dem Bus insgesamt 28 Menschen waren. Die Mannschaft sei auf dem Weg zu einem Spiel gewesen. Saskatchewans Premierminister Scott Moe äußerte auf Twitter seine Anteilnahme: ”Worte können den Verlust, den wir heute Nacht fühlen, nicht beschreiben.”Kanada Tweet

+++ 8.48 Uhr: Reisen in Krisengebiete auf Staatskosten - Bundestag lässt AfD abblitzen +++

Die Bundestagsfraktion der AfD ist laut “Spiegel” mit dem Versuch gescheitert, Reisen in Krisengebiete wie Syrien oder den Irak als Dienstreisen anerkennen zu lassen. Der Bundestag unterstütze keine Reisen “in völkerrechtlich von der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkannte Gebiete” oder Länder, für die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes bestünden, zitiert das Nachrichtenmagazin aus einem Schreiben aus dem Sekretariat des Auswärtigen Ausschusses an den AfD-Abgeordneten Waldemar Herdt. Sein Antrag für eine Delegationsreise nach Syrien sowie auf die Krim sei nicht genehmigungsfähig.

Zuletzt hatten AfD-Politiker ihre Reisen nach Syrien und in den Irak als privat eingestuft. Die Anerkennung als Dienstreise würde bedeuten, dass sie nicht mehr die Kosten tragen müssten. An der umstrittenen Syrien-Reise hatten sich Anfang März neben Landtagsangeordneten auch vier AfD-Bundestagsabgeordnete beteiligt. Das Auswärtige Amt warnt dagegen vor Reisen nach Syrien. 

+++ 8.39 Uhr: Puigdemont will Pressekonferenz in Berlin geben +++

Einen Tag nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis in Neumünster will der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont am Mittag (12 Uhr) eine Pressekonferenz in Berlin geben. Das kündigte ein Vertreter der katalanischen Separatistenorganisation ANC auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an. Auf der Twitterseite Puigdemont hatte es schon am Freitag geheißen, dass er sich nach der Freilassung auf den Weg nach Berlin begeben werde.Puigdemont wie geht es weiter_15.10

+++ 8.10 Uhr: Palästinenser melden neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze +++

Die Zahl der bei den Protesten an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf neun gestiegen. Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, 1354 weitere Menschen seien am Vortag im Grenzbereich des Gazasteifens verletzt worden. Unter den Toten seien auch ein 16-Jähriger und ein palästinensischer Journalist, hieß es. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden. 491 Menschen erlitten den Angaben zufolge Schussverletzungen, viele andere klagten über Beschwerden nach dem Einsatz von Tränengas. Insgesamt kamen seit Karfreitag beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 mindestens 31 Palästinenser ums Leben, mehr als 2800 wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer. Viele der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

Nach Angaben der israelischen Armee waren am Freitag rund 20.000 Palästinenser an Protesten und Ausschreitungen entlang der Grenze beteiligt. Sie setzten an vielen Orten Autoreifen in Brand. Es habe zahlreiche Versuche gegeben, im Schutz der Rauchschwaden den Grenzzaun zu beschädigen und Sprengsätze zu legen, teilte die Armee mit.

+++ 8.04 Uhr: Deutschlands Staatsverschuldung sinkt 2019 offenbar unter 60 Prozent +++

Die Staatsverschuldung in Deutschlands sinkt nach “Spiegel”-Informationen schneller als erwartet. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechne damit, dass der Schuldenstand schon 2019 mit etwas mehr als 58 Prozent unter die im Stabilitätspakt vorgeschriebene Marke von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinke, berichtet das Magazin unter Berufung auf das neue Stabilitätsprogramm der Bundesregierung, das am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll. Der Stabilitätspakt soll die Verschuldung der EU-Staaten begrenzen.

Dieses Jahr liegt der Schuldenstand in Deutschland mit 61 Prozent noch über der Schwelle. Kürzlich rechnete die Bundesregierung noch damit, dass die Vorgabe des Stabilitätspakts erst 2020 erreicht wird. Jetzt wird dem Bericht zufolge erwartet, dass der Schuldenstand im Jahr 2020 auf knapp unter 56 Prozent sinken wird, 2021 soll er 53 Prozent erreichen. Zurückzuführen sei die Entwicklung auf hohe Steuereinnahmen, aber auch darauf, dass die staatlichen Bankenabwicklungsfonds aus der Finanzkrise immer mehr ihrer Verbindlichkeiten abbauen.

+++ 7.04 Uhr: Live dabei – Meghans und Harrys Hochzeit im Fernsehen +++

Meghan Harry 17.43Wenn Prinz Harry und Meghan Markle am 19. Mai heiraten, interessiert das auch viele Fernsehzuschauer in Deutschland. Denn auch wer nicht nach London reisen kann, hat die Chance live dabei zu sein: Das ZDF übernimmt für die Öffentlich-Rechtlichen die Live-Berichterstattung und überträgt nach derzeitigem Planungsstand von 11 bis 14.55 Uhr die Feierlichkeiten aus Windsor unter dem Titel “Harry & Meghan – Die Traumhochzeit”. Durch die Sendung führen nach Angaben des Senders ZDF-Royal-Moderator Norbert Lehmann, Königshaus-Expertin Julia Melchior und die ZDF-London-Korrespondentin Diana Zimmermann.

Ebenfalls live aus Windsor sendet RTL ab 12 Uhr drei Stunden lang “Harry & Meghan – Hochzeit aus Liebe”. Dabei präsentieren Frauke Ludowig und Guido Maria Kretschmer die Traumhochzeit aus Schloss Windsor. Royal-Experte Michael Begasse unterstützt sie mit Insider-Wissen aus der Welt des englischen Königshauses. Entertainer Ross Anthony vervollständigt das Team nach RTL-Angaben als Reporter. Außerdem seien Live-Schalten nach Florida zur Halbschwester von Meghan Markle geplant.

+++ 6.19 Uhr: Brasiliens Ex-Präsident Lula stemmt sich weiter gegen Inhaftierung +++

Lula Brasilien Grünes Licht für Inhaftierung 8.10Brasiliens ehemaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat eine Frist zum Haftantritt verstreichen lassen und sich mit Anhängern ins Gewerkschaftshaus in São Bernardo do Campo zurückgezogen. Seine Anwälte schöpften die letzte Berufungsmöglichkeit gegen den Haftbefehl aus und riefen das Oberste Bundesgericht an, um eine Inhaftierung doch noch abzuwenden. Gleichzeitig verhandelten sie nach Angaben von Lulas Parteifreunden mit der Polizei über die Bedingungen einer Festnahme.

Der zu zwölf Jahren Haft verurteilte 72-Jährige hatte Freitagabend (22 Uhr MESZ) eine gerichtlich gesetzte Frist verstreichen lassen, sich freiwillig der Polizei in Curitiba zu stellen. Vor dem Gewerkschaftshaus versammelten sich hunderte Anhänger Lulas, um ihn vor einer Festnahme zu schützen.

+++ 6.14 Uhr ”Leo” bringt den Frühling – viel Sonne am Wochenende +++

Erst Frost, dann Sonnenschein: Deutschland steht ein strahlender Frühlingstag bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, zeigt sich nach frostigem Start im Süden und Osten ab Mittag der Frühling mit viel Sonne, blauem Himmel und Temperaturen um die 20 Gard – in manchen Regionen auch deutlich darüber. Dazu weht hier und da ein schwacher Wind. Für das schöne Wochenendwetter sorgen Hoch “Leo”, das sich langsam Richtung Osteuropa verlagere, und Tief “Isabeau” über dem Atlantik. Zwischen beiden komme sehr milde Luft nach Deutschland.

+++ 5.10 Uhr: Republikanischer Abgeordneter zückt geladene Waffe bei Diskussionsrunde +++

#ClearBackpacks in Parkland_17.10Ein US-Kongressabgeordneter hat bei einer Diskussionsrunde mit Waffengegnern eine geladene Pistole gezückt. Er habe die Waffe auf den Tisch gelegt, um sein Argument zu unterstreichen, dass Waffen nur gefährlich seien, wenn sie in falsche Hände gelangten, sagte der Republikaner Ralph Norman der Zeitung “The Post and Courier”. “Waffen sind nicht das Problem”, betonte er. Die ausufernde Waffengewalt sei vielmehr auf psychische Probleme und “einen Mangel an Moral” zurückzuführen. Zugleich hob Norman sein Recht auf Selbstverteidigung hervor. Ihm werde es nicht wie der Ex-Kongressabgeordneten Gabby Giffords ergehen, sagte er. Die Demokratin war 2011 lebensgefährlich verletzt worden, als ihr ein Attentäter aus nächster Nähe in den Kopf schoss. Nach dem Anschlag startete sie eine Kampagne für schärfere Waffengesetze. “Wer mich erschießen will, der sollte gut zielen, denn sonst schieße ich zurück”, sagte Norman.

Giffords kämpft gegen Waffenlo… USA (1951739)Giffords Ehemann Mark Kelly reagierte empört auf die Äußerungen des 64-Jährigen aus South Carolina. Er bezeichnete Norman als einen “Extremisten”, der wie die Lobbyorganisation NRA auf Einschüchterung setzte und Angst verbreite. Der Kongress müsse endlich strengere Waffengesetze verschieden, forderte Kelly.

+++ 5.06 Uhr: Nahles wirft Seehofer und Spahn “Eigenprofilierung” vor +++

SPD-Fraktionchefin Andrea Nahles hat sich unzufrieden mit dem Start der Großen Koalition gezeigt und die Minister Horst Seehofer (CSU) und Jens Spahn (CDU) scharf attackiert. Diesen gehe es “viel zu sehr um Eigenprofilierung”, sagte die designierte SPD-Vorsitzende den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. “So kann es nicht weitergehen”. 

Spahn zur inneren Sicherheit FAQSeehofer hatte mit seinem Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, ein hitzige Debatte entfacht. SPD-Kritik gibt es auch an seinem Gesetzentwurf zum Familiennachzug von Flüchtlingen. Spahn hatte mit scharfen Äußerungen zu Schwangerschaftsabbrüchen und mit seiner Forderung nach mehr “Recht und Ordnung” für Wirbel gesorgt. An seine Adresse sagte Nahles: “Und bevor der Gesundheitsminister Spahn in oberschlauen Interviews die innenpolitischen Zustände in Deutschland schlechtredet – das Innenressort besetzt übrigens seit 13 Jahren die Union -, sollte er sich um seinen eigentlichen Job kümmern. Mitarbeiter, die große Reden schwingen, aber ihre Arbeit nicht erledigen, nerven die Kollegen und bekommen im wahren Leben Ärger mit dem Chef.”OP-Schwester schreibt Brief an Jens Spahn

+++ 5.00 Uhr: Drogenbeauftragte will erneut Tabak-Außenwerbung verbieten lassen +++

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler will einen neuen Anlauf für ein Verbot der Außenwerbung für Tabakerzeugnisse nehmen – obwohl dies in der vergangenen Wahlperiode gescheitert ist und sich auch nicht im neuen Koalitionsvertrag findet. Sie werde in dieser Sache nicht lockerlassen, sagte die CSU-Politikerin der “Passauer Neuen Presse”.

In der vergangenen Legislaturperiode hatte sich das Kabinett auf einen Gesetzentwurf geeinigt, nach dem Zigarettenwerbung auf Plakatwänden, Litfaßsäulen und im Kino von Juli 2020 an verboten werden sollte. Das Gesetz wurde aber nie beschlossen. Vor allem die Unionsfraktion sperrte sich dagegen. Laut “Spiegel” setzte die Union auch durch, dass im neuen Koalitionsvertrag der ursprünglich vorgesehene Satz “Wir werden das Tabak-Außenwerbeverbot umsetzen” gestrichen wurde.

+++ 3.47 Uhr: Trump will illegale Einwanderer länger festhalten +++ 

US-Präsident Donald Trump hat seine Regierung angewiesen, Maßnahmen zur Beendigung moderater Haftzeiten für illegale Einwanderer einzuleiten. Bei der derzeit geltenden Regelungen des “catch and release” handle es sich um ein “gefährliches Verfahren”, bei dem Ausländer, die die Einwanderungsgesetze der USA verletzt hätten, bereits kurz nach ihrer Festnahme wieder ins Land entlassen würden, heißt es in einer in Washington veröffentlichten Anordnung Trumps. Konkrete Schritte, wie das Memorandum umgesetzt werden soll, nannte er nicht.

“Die Sicherheit des amerikanischen Volkes ist die höchste Priorität des Präsidenten”, heißt es weiter. “Er wird sein Versprechen halten, unser Land zu schützen und sicherzustellen, dass unsere Gesetze respektiert werden.” Zugleich rief Trump Abgeordnete der Demokraten dazu auf, ihre Abwehrhaltung gegen eine Sicherung der Grenzen aufzugeben. Trump macht seit Tagen Stimmung gegen Einwanderer. Zuletzt hatte der US-Präsident seine Regierung am Mittwoch angewiesen, Mitglieder der Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko zu schicken.FAQ: Trumps martialische Geste – Mexiko_11.10

+++ 3.31 Uhr: Arnold Schwarzenegger nach Herz-OP aus Klinik entlassen +++ 

Gut eine Woche nach einer Notoperation am offenen Herzen ist Actionstar Arnold Schwarzenegger aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien erhole sich nun zu Hause von dem Eingriff, teilte sein Sprecher Daniel Ketchell mit. Schwarzenegger habe die Klinik in Los Angeles am Freitagnachmittag verlassen können und sei bester Stimmung.

03: Nach Herz-OP twittert er: “Ich bin zurück” – spoton_article_695037Der 70-jährige Hollywoodstar hatte sich vergangenen Donnerstag einer Notoperation unterziehen müssen, als es bei einem Eingriff zum Austausch einer Herzklappe zu Komplikationen kam. Der aus Österreich stammende frühere Mister Universe hatte sich bereits vor 21 Jahren einer Herzoperation unterzogen. Damals ließ er sich eine Herzklappe ersetzen.

+++ 2.50 Uhr: 90210″-Schauspielerin Jennie Garth vor drittem Ehe-Aus  +++

Die aus der TV-Serie “Beverly Hills, 90210″ bekannte Schauspielerin Jennie Garth (46) steht vor dem dritten Ehe-Aus. Nach US-Medienberichten hat ihr Mann, Schauspieler Dave Abrams (36), vor Gericht in Los Angeles die Scheidung eingereicht. Der Zeitschrift “Us Weekly” zufolge gab er in dem Antrag an, dass sich das Paar bereits Ende August 2017 getrennt habe. Im vorigen November sagte eine Sprecherin der Schauspielerin, dass sie an ihrer Ehe arbeiten würden. Sie hatten sich im Juli 2015 das Jawort gegeben.

2013 war die zweite, langjährige Ehe von Garth mit dem Schauspieler Peter Facinelli in die Brüche gegangen. Sie haben drei Mädchen im Alter von elf bis 20 Jahren. Mit ihren Töchtern hatte Garth diese Woche ihren 46. Geburtstag gefeiert. “Sie bedeuten mir alles”, schrieb die Schauspielerin auf Instagram zu einem gemeinsamen Foto. Garth wurde in den 1990er-Jahren mit der Rolle der Kelly Taylor in der Serie “Beverly Hills, 90210″ bekannt und spielte seitdem in zahlreichen Filmen und Serien mit.

+++ 2.04 Uhr: 2018 schon Milliardenschäden durch Naturkatastrophen in den USA +++

Naturkatastrophen haben in den USA alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 schon mehr als drei Milliarden Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro) Schäden verursacht. Drei Ereignisse alleine hatten jeweils Schäden von mehr als einer Milliarde Dollar zur Folge, wie die US-Wetterbehörde NOAA mitteilte. Dabei handele es sich um einen Sturm im Südosten des Landes und zwei Schneestürme im Zentrum und an der Ostküste. Mindestens 34 Menschen seien bei den drei Ereignissen ums Leben gekommen.

Zwischen 1980 und 2017 habe es im Mittel sechs folgenschwere Naturkatastrophen jährlich in den USA gegeben, zwischen 2013 und 2017 habe der Durchschnitt aber bei 11,6 gelegen. 2017 war nach Angaben der NOAA das bislang teuerste Katastrophenjahr in den USA. Hurrikane, Tornados, verheerende Waldbrände, Überflutungen, Dürre und andere Ereignisse führten zu Rekordschäden in Gesamthöhe von 306 Milliarden Dollar.

+++ 0.07 Uhr: Bundestagsabgeordnete planen Rauchverbot in Autos mit Kindern +++

Angesichts des österreichischen Rauchverbots in Autos mit Kindern planen Bundestagsabgeordnete eine entsprechende Initiative für Deutschland. Er werde sie im Rahmen eines fraktionsübergreifenden Nichtraucherfrühstücks vorschlagen, sagte der SPD-Abgeordnete Lothar Binding der “Saarbrücker Zeitung”. Der CDU-Parlamentarier Rudolf Henke kündigte Unterstützung an. “Viele Leute brauchen offenbar ordnungspolitische Vorgaben, damit sie ihre eigenen Kinder schützen”, sagte er. Der Gesundheitsschutz habe einen höheren Stellenwert als “Freiheit zur Ignoranz”.

Ab dem 1. Mai gilt in Österreich ein Rauchverbot im Auto bei Fahrten mit Minderjährigen. Das Verbot gelte neben dem Fahrer auch für alle Mitreisenden, teilte der ADAC mit. Bei einem Verstoß werden dem Autoclub zufolge bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig.

+++ 0.05 Uhr: Regierung gibt offenbar Millionen für Werbung in sozialen Netzen aus +++

Die Bundesregierung gibt nach einem Bericht der “Bild”-Zeitung inzwischen Millionenbeträge für Werbung in den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und Twitter aus. Die Mittel hierfür seien im vergangenen Jahr auf rund 5 Millionen Euro gestiegen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Antwort der Regierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag. Im Wahljahr 2013, in dem soziale Netzwerke noch eine viel geringere Rolle spielten, habe die Bundesregierung gerade einmal rund 157.000 Euro dafür ausgegeben.

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