Newsticker zu Münster: Amokfahrer hinterließ Lebensbeichte per Email

Die Ereignisse von Münster im Kurz-Überblick:

Ein Kleintransporter ist am Samstagnachmittag in Münster in die voll besetzte Außenterasse eines Altstadt-Lokals gerast. Dabei wurden nach Angaben der Polizei eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann getötet. Der Täter, den die Polizei als 48-Jährigen aus Münster identifizierte, erschoss sich anschließend in dem Wagen. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Das Bundeskriminalamt schaltete ein Website für Zeugenhinweise frei. Unter der Adresse www.bka-hinweisportal.de können Videos oder Fotos hochgeladen werden. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat keinen terroristischen oder islamistischen Hintergrund hat. Der mutmaßliche Täter war der Polizei bereits wegen mehrerer kleiner Delikte bekannt. Es habe drei Verfahren in Münster gegeben und eines in Arnsberg aus den Jahren 2015 und 2016 – sie seien alle eingestellt worden, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin von Münster, Elke Adomeit. Es ging damals um eine Bedrohung, Sachbeschädigung, eine Verkehrsunfallflucht und Betrug.

+++ 18.19 Uhr: Amokfahrer schrieb Abschiedsmail und äußerte Selbstmord-Gedanken +++

Der Amokfahrer von Münster ist nach Angaben der Polizei bereits mit suizidalen Gedanken aufgefallen, er war zudem in Kontakt mit dem Gesundheitsamt in Münster. Der 48-Jährige habe sich Ende März mit einer E-Mail unter anderem an einen Nachbarn gewandt, teilte die Polizei am Sonntag mit. “Aus dem Inhalt ergaben sich vage Hinweise auf suizidale Gedanken, aber keinerlei Anhaltspunkte für die Gefährdung anderer Personen.” 

Münster Jens R. 14.50Nach Informationen von WDR, NDR und “Süddeutscher Zeitung” soll der Mann in dem Schreiben an Bekannte aufgearbeitet haben, was in seinem Leben schiefgelaufen sei und wer daran Schuld trage. In der Wohnung des 48-Jährigen im sächsischen Pirna sei außerdem ein älteres, 18-seitiges Schreiben entdeckt worden. Darin verarbeite der spätere Amokfahrer Kindheitserlebnisse und frühe, von ihm als demütigend empfundene Erfahrungen. Dazu zählten laut WDR, NDR und “Süddeutscher Zeitung” gravierende Problemen mit seinen Eltern, Schuldkomplexe, nervliche Zerrüttung und wiederkehrende psychische Zusammenbrüche.

Die Polizei bestätigte den Fund des Schreibens nicht. Sie teilte aber mit, dass Polizisten wegen der Mail die Wohnungen des Mannes in Sachsen und Münster aufgesucht, den Mann aber nicht angetroffen hätten. Es sei nun wichtig, “ein möglichst umfassendes Bild über das Verhalten des Täters in den Vorwochen zu erhalten”. So hofften die Ermittler auf eine Spur bei der Suche nach einem Motiv für die Tat.

+++ 17.34: Massive Kritik an AfD-Politikerin Beatrix von Storch +++

Mit neuen islamfeindlichen Äußerungen hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch nach der Amokfahrt eines 48-jährigen Deutschen am Samstag in Münster scharfe Kritik auf sich gezogen. SPD-Vizechef Ralf Stegner bezeichnete die im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreiteten Einlassungen dort als “ekelhaft” und “widerlich”. Von Storch hatte unmittelbar nach den ersten Meldungen über die Amokfahrt den Satz “Wir schaffen das” von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Flüchtlingszuzug zitiert und damit nahegelegt, ein Flüchtling sei für die Tat verantwortlich.

Am Sonntagmorgen legte von Storch nach und nannte den Täter von Münster einen “Nachahmer” islamistischer Gewalttäter. “Ein Nachahmer islamischen Terrors schlägt zu – und die Verharmlosungs- und Islam-ist-Vielfaltsapologeten jubilieren.” Dieser Jubel sei “der Beweis, dass alle die geleugnete Gefahr genau sehen – der Islam wird wieder zuschlagen”. Die Frage sei “nicht ob, sondern wann”.

Bei Twitter sorgte die Vizechefin der AfD-Fraktion im Bundestag mit ihren Äußerungen für breite Kritik und Empörung. “Es gibt Menschen, die sind nicht integrierbar – und Beatrix von Storch gehört mit Sicherheit dazu”, schrieb etwa der Kabarettist Dieter Nuhr in dem Kurzbotschaftendienst.

+++ 15.31 Uhr: Türkei drückt Familien Beileid aus +++

Die Türkei hat den Familien der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. “Wir wünschen denjenigen, die ihre Angehörigen verloren haben, Kraft und Stärke und denjenigen, die bei dem schrecklichen Angriff in Münster, Deutschland, verletzt wurden, schnelle Genesung”, teilte das Außenministerium in Ankara mit. “Wir sprechen Deutschland und seinem Volk an diesem schwierigen Tag unser Beileid aus.” Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge übermittelte Ministerpräsident Binali Yildirim Bundeskanzlerin Angela Merkel zudem sein Beileid.

Noch gestern hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Angriff von Münster dazu genutzt, um Frankreich Terrorunterstützung vorzuwerfen. Ohne den Vorfall konkret zu nennen hatte Erdogan im westtürkischen Denizli gesagt: “Da, Ihr seht doch, was die Terroristen in Deutschland machen, oder? Das wird auch in Frankreich geschehen. Ihr werdet sinken, solange der Westen diese Terroristen nährt.”

+++ 13.44 Uhr: Laschet sagt Opfern Hilfe zu +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat den Opfern und ihren Angehörigen die Unterstützung des Landes zugesichert. Es sei nun wichtig, “nicht nur den Täter, sondern auch die Opfer, die allzu oft vergessen werden, in den Blick” zu nehmen, sagte der CDU-Politiker in Münster. Daher werde die Landesopferschutzbeauftragte Elisabeth Auchter-Mainz ab Montag den Betroffenen vor Ort zur Seite stehen.

+++ 13.35 Uhr: Gaststätten am Kiepenkerl wollen sich Zeit nehmen +++

Die beiden von der Amokfahrt unmittelbar betroffenen Gaststätten am Kiepenkerl wollen sich mit der Rückkehr zum normalen Alltag Zeit lassen. “Der Betrieb ruht im Moment – und zwar so lange, bis die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen: Wir trauen uns das wieder zu, wir können die Arbeit hier wieder aufnehmen”, sagte Martin Stracke, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Kiepenkerlviertel. Anwohner und Geschäftsleute könnten kaum fassen, was gestern passiert sei. “Wir hoffen, dass das Viertel zur Normalität zurückfindet – aber wir sind sicher, das wird passieren.”

+++ 13.27 Uhr: Täter von Münster war Polizei bekannt +++

Der Amokfahrer war der Polizei bereits wegen kleinerer Delikte bekannt. Es habe drei Verfahren in Münster gegeben und eines in Arnsberg, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin von Münster, Elke Adomeit. Die Verfahren stammten demnach aus den Jahren 2015 und 2016 und seien alle eingestellt worden. Es ging damals um eine Bedrohung, Sachbeschädigung, eine Verkehrsunfallflucht und Betrug. Man müsse den Sachverhalt der Verfahren noch aufklären. “Aber auf den ersten Blick haben wir hier keine Anhaltspunkte auf eine stärkere kriminelle Intensität, die wir bei dem Täter feststellen konnten”, sagte Adomeit. Es gebe weiterhin keine Hinweise auf einen politisch motivierten Hintergrund oder weitere Täter.

+++ 13.14 Uhr: Bislang keine Hinweise auf politischen Hintergrund +++

Nach der Durchsuchung der vier Wohnungen des Amokfahrers gibt es der Polizei zufolge keine Hinweise auf ein politisches Tatmotiv. “Wir haben seit gestern Nachmittag in der ganzen Nacht die Wohnungen des Täters durchsucht”, sagte Polizeipräsident von Münster, Hajo Kuhlisch. Zwei davon lägen in Ostdeutschland, zwei in Münster. “Die erste, doch schon etwas intensivere Durchsicht hat keinerlei Hinweise auf einen politischen Hintergrund ergeben.” Die Ermittler gingen daher davon aus, “dass die Motive und Ursachen in dem Täter selber liegen”.

Das sei ein vorläufiger Stand, betonte Kuhlisch. Etwas endgültig auszuschließen dauere länger. Auch die Durchsuchung von Fahrzeugen und eines Containers hätten keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund ergeben.

+++ 12.58 Uhr: Amokfahrer laut Reul höchstwahrscheinlich deutscher Einzeltäter +++

Nordrhein-Westfalens Innenministers Herbert Reul hat die bisherigen Informationen zum Täter von Münster bekräftigt. Der mutmaßliche Amokfahrer sei “mit hoher Wahrscheinlichkeit” ein aus Deutschland stammender Einzeltäter und kein Flüchtling, sagte Reul in Münster. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gebe es für die Tat keinen islamistischen Hintergrund. Es gebe “eine Menge Erkenntnisse”, dass das Motiv in der Person des Täters liege. Allerdings würden die Ermittlungen dazu noch Stunden und Tage dauern. “Wir sind noch lange nicht am Ende. Es ist die Stunde der Ermittler”, sagte der CDU-Politiker.

Reul dankte wie zuvor Seehofer den Medien für ihre zurückhaltene Berichterstattung. Sie seien den Bitten der Polizei, über Fakten zu berichten und nicht zu spekulieren, nachgekommen. Der NRW-Minister verwies darauf, dass zum Zeitpunkt der Tat ein Streifenwagen der Polizei ganz in der Nähe gewesen sei. Das zeige: “Polizei vor Ort ist nicht ganz wertlos, sondern extrem wertvoll.” Dennoch werde es eine absolute Sicherheit auf Plätzen und Straßen, in Zügen und Flugzeugen nicht geben.

+++ 12.50 Uhr: +++ Seehofer nennt Amokfahrt “feiges und brutales Verbrechen” +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Opfern und den Angehörigen die “Solidarität und Anteilnahme” der Bundesregierung überbracht. “Dieses feige und brutale Verbrechen hat uns alle sehr betroffen gemacht”, sagte er in Münster. Er hoffe inständig und bete dafür, dass die Verletzten wieder gesund werden. Der CSU-Politiker lobte die Polizei und die Rettungskräfte, die “absolut professionell gearbeitet” hätten. Den Medien dankte er dafür, dass sie in ihrer Berichterstattung nicht über den Täter und seine möglichen Motive spekuliert hätten. Sie hätten sich alle “sehr verantwortlich verhalten”. Der Vorfall zeige erneut, dass es leider keine absolute Sicherheit gebe. Es gebe im Moment starke Hinweise, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt habe und kein Bezug zur Terrorszene bestehe, sagte Seehofer. Es werde aber weiter in alle Richtungen ermittelt.

+++ 12.37 Uhr: Laschet und Seehofer legen am Tatort Blumen nieder +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat in Münster sein Mitgefühl mit den Opfern der Todesfahrt im Stadtzentrum ausgedrückt. Der Samstag sei “ein schrecklicher, ein trauriger Tag für die Menschen in Münster” gewesen, aber auch für ganz Nordrhein-Westfalen und Deutschland, sagte der CDU-Politiker in der Nähe des Tatorts. Er lobte die Besonnenheit und Solidarität der Bevölkerung und kritisierte diejenigen Nutzer sozialer Netzwerke, die dort kurz nach der Tat “das Hetzen” begonnen hätten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Laschet hatten am Tatort gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) der Opfer gedacht und weiße Rosen und Lilien niedergelegt.Münster Gedenken Tweet

+++ 11.06 Uhr: Keine Hinweise auf Mittäter +++

Die Polizei sucht nicht nach weiteren Tätern. Es gebe keine Hinweise, dass noch weitere Verdächtige an dem Verbrechen beteiligt waren – man gehe von der Tat eines Einzeltäters aus, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei war zunächst Zeugenaussagen nachgegangen, wonach noch zwei Menschen aus dem Auto gesprungen und geflüchtet sein sollten.

+++ 10.41 Uhr: Zentralrat der Muslime beklagt “Doppelstandards” in Debatte +++

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat “Doppelstandards” bei der Einordnung von Gewalttaten wie der Amokfahrt in Münster kritisiert. “Deutsche Täter sind psychisch gestört – muslimische ‘islamistische’ Terroristen?”, fragte Zentralratschef Aiman Mazyek auf Twitter. “Mit diesem unsäglichen Doppelstandarddiskurs brauchen wir uns nicht wundern, warum Islamphobie stets weiter steigt.” Damit werde “das Geschäft der Extremisten und Terroristen” betrieben.Muslime Tweet

+++ 10.34 Uhr: Weil spricht Angehörigen und Opfern von Münster sein Beileid aus +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen. “Meine Gedanken sind bei den Todesopfern, unter denen sich auch eine Frau aus dem Landkreis Lüneburg befindet, und ihren Angehörigen”, sagte der SPD-Politiker. “Ich denke an die vielen Verletzten und hoffe, dass sie alle wieder gesund werden und dieses schreckliche Erlebnis verwinden können.” Neben der 51-jährigen aus dem Kreis Lüneburg in Niedersachsen kam auch ein 65-Jähriger aus dem Kreis Borken ums Leben.

+++ 10.21 Uhr: Absperrungen weitgehend aufgehoben +++

Die Polizei hat die Absperrungen in der Altstadt weitgehend aufgehoben. Lediglich der unmittelbare Tatort an der Kiepenkerl-Statue unweit des Doms ist durch Gitter weiter gesperrt. Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen nannte die Polizei am Morgen weiter nicht. Auch zu Berichten über angebliche Kontakte des Täters in die rechtsextreme Szene wollte sich eine Polizeisprecherin vor Ort mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. “Es wird in alle Richtungen ermittelt.”Münster Zusammenfassung

+++ 9.38 Uhr: Behörden danken Münsteranern für ihre Hilfsbereitschaft +++

Nach der Amokfahrt haben sich die Behörden bei den Menschen für ihre Hilfsbereitschaft bedankt. Am Universitätsklinikum waren am Samstagabend innerhalb von Minuten rund 300 Menschen dem Aufruf zum Blutspenden gefolgt – viel mehr, als die Klinik bewältigen konnte. Unter anderem hatte der Münsteraner “Tatort”-Ermittler Axel Prahl in sozialen Netzwerken aufgerufen, sich zum Blutspenden zu melden. “Das ist beispiellos, wie die Münsteraner da gehandelt haben”, sagte eine Kliniksprecherin heute Morgen.

Auch die Polizei lobte die Münsteraner. “Alle haben sich vorbildlich verhalten und den Tatortbereich sehr schnell verlassen”, erklärte Einsatzleiter Martin Fischer. Hilfreich sei auch, dass Zeugen der Polizei ihre Beobachtungen meldeten.Reaktion des “Tatort”-Teams auf Münster 10.13

+++ 9.35 Uhr: Sonntägliche Ruhe im Stadtzentrum +++

Einen Tag nach der Amokfahrt herrschte in der Innenstadt am Morgen sonntägliche Ruhe. Wie üblich an einem Sonntagmorgen kehrten die letzen feiernden Studenten aus den Kneipen zurück. Die meisten Straßen waren aber menschenleer. Der Tatort vor der Traditionsgaststätte “Großer Kiepenkerl” ist weiter abgesperrt, so dass dort auch noch keine Blumen niedergelegt werden können.

+++ 9.33 Uhr: Mehrere Notoperationen nach Amokfahrt +++

In der Uniklinik von Münster hat es nach der Amokfahrt mehrere Notoperationen gegeben. Insgesamt würden vier Schwerstverletzte behandelt, sagte eine Sprecherin am Morgen. Die Klinik habe nach der Amokfahrt mit mehr als 20 Verletzen am Samstagnachmittag sofort alle verfügbaren Mitarbeiter informiert. 250 Ärzte und Pfleger seien in kürzester Zeit einsatzbereit gewesen, teilte die Klinik mit.

+++ 9.01 Uhr: Polizei bittet keine Bilder im Netz zu verbreiten +++

Die Polizei hat auf Twitter darum gebeten, keine Bilder oder Videos im Netz zu verbreiten. Vorhandene Bilddateien sollten bitte im Hinweisportal des Bundeskriminalamtes hochgeladen werden:  keine Bilder oder Videos im Netz verbreiten. Vorhandene Bilddateien bitte im Hinweisportal des Bundeskriminalamtes hochgeladen werden: www.bka-hinweisportal.de

+++ 8.16 Uhr: Einsatzkräfte danken Bürgern für Unterstützung +++

Polizei Dank+++ 7.52 Uhr: Zustand der lebensgefährlich verletzten Opfer ist unverändert +++

Der Zustand der lebensgefährlich verletzten Opfer der Amokfahrt hat sich nach Angaben der Polizei über Nacht nicht verändert. Es gebe keine weiteren Todesfälle, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Wie viele der insgesamt mehr als 20 Opfer in Lebensgefahr schweben, sagt die Polizei weiterhin nicht. 

+++ 7.22 Uhr: Tatfahrzeug abgeschleppt +++

Das Tatfahrzeug des Amokfahrers ist am Morgen abgeschleppt worden. Der Campingbus wurde auf einen Abschleppwagen geladen und weggefahren.

+++ 4.26 Uhr: Polizei lobt Verhalten der Bürger +++

Die Polizei hat das besonnene Verhalten der Menschen in Münster unmittelbar nach der Amokfahrt mit Toten und Verletzten gelobt. “Die Polizei konnte die notwendigen Maßnahmen schnell und reibungslos treffen”, erklärte der Einsatzleiter, Polizeidirektor Martin Fischer. “Alle haben sich vorbildlich verhalten und den Tatortbereich sehr schnell verlassen.”

Die Polizei Münster habe Unterstützung aus ganz Nordrhein-Westfalen angefordert, um die Tat rasch aufzuklären.Münster – Auto rast in Restaurant

+++ 4.14 Uhr: Sturmgewehr bei Amokfahrer war nicht echt +++

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Amokfahrers haben die Einsatzkräfte kein brauchbares Sturmgewehr vom Typ AK47 gefunden. Die Beamten hätten nur eine Dekorationswaffe und Feuerwerkskörper gefunden, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. Spezialisten hätten aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür aufgesprengt, bevor die Beamten die Räume hätten untersuchen können. Gestern Abend waren in Münster wiederholt Explosionsgeräusche zu hören gewesen.

Wie es weiter hieß, hatten sich die Einsatzkräfte auch dem Campingbus mit großer Vorsicht genähert, da Beamte Drähte sahen, die ins nicht einsehbare Fahrzeuginnere führten. Experten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf hätten dann ausgiebig das Fahrzeug auf mögliche Gefahren untersucht, bis sie Entwarnung hätten geben können. Ermittler hätten dann im Wagen die Waffe, mit der sich der Täter erschossen habe, sowie eine Schreckschusswaffe und rund ein Dutzend Feuerwerkskörper gefunden.

+++ 3.54 Uhr: Bundeskriminalamt schaltet Hinweisportal zur Amokfahrt von Münster +++

Nach der Amokfahrt von Münster hat das Bundeskriminalamt im Internet für Zeugen ein Hinweisportal eingerichtet. Unter der Adresse – www.bka-hinweisportal.de – könnten Videos oder Fotos, die im Zusammenhang mit der Tat stehen, hochgeladen werden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Nach Angaben der Polizei laufen inzwischen viele Hinweise ein.

“Allein die Tatortaufnahme wird viel Zeit in Anspruch nehmen”, erklärte der Einsatzleiter, Polizeidirektor Martin Fischer, zum Stand der Untersuchungen. “Wir brauchen Zeit, die Spuren auszuwerten und die Ergebnisse der Ermittlungen zusammenzuführen.” Auch heute sei deshalb mit Behinderungen in Münsters Innenstadt zu rechnen.

+++ 3.39 Uhr: Polizei identifiziert Todesopfer +++

Die Polizei hat die beiden Todesopfer der Amokfahrt identifiziert. Staatsanwaltschaft und Polizei Münster teilten in einer gemeinsamen Presseerklärung mit, es handele sich um eine Frau aus dem Kreis Lüneburg und einen Mann aus dem Kreis Borken. Zudem bestätigten die Behörden, dass der Fahrer des silbergrauen Campingbusses sich nach der Tat im Wagen erschoss. Das Motiv des Mannes sei weiter unklar.

“Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem Fahrer vermutlich um einen 48-jährigen Mann aus Münster”, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Bislang liegen keine Hinweise auf einen möglichen Hintergrund für die Tat vor. Die Ermittlungen werden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt.” 

+++ 1.29 Uhr: Trump verurteilt “feige Attacke auf unschuldige Menschen” in Münster +++

US-Präsident Donald Trump hat die Tat in Münster scharf verurteilt. “Auch wenn die deutschen Behörden noch kein Motiv für diese feige Attacke auf unschuldige Menschen genannt haben, verurteilen wir sie dennoch”, sagte Trump laut einer Mitteilung aus dem Weißen Haus. Die US-Regierung sage Deutschland jede nötige Hilfe zu.

Trump drückte auch sein Bedauern für die Opfer aus. “Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien derer, die getötet wurden. Den Verletzten wünschen wir eine vollständige Genesung”, so der US-Präsident.

+++ 0.45 Uhr: Kardinal Marx “zutiefst bestürzt” +++

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat sich tief betroffen über die Ereignisse in Münster gezeigt. “Die Nachricht darüber, dass in Münster ein Fahrer in eine Menschengruppe raste und Menschen getötet und weitere teils schwer verletzt hat, bestürzt mich zutiefst”, sagte Marx. Seine Gebete und die aller Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz “gelten den Toten und allen Betroffenen”, so der Katholik.

+++ 0.06 Uhr: Seehofer will heute nach Münster kommen +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich heute in Münster über den Stand der Ermittlungen nach der Amokfahrt mit Toten und Verletzten informieren. Das teilte das Ministerium in Berlin mit. Seehofer hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass die Sicherheitsbehörden des Bundes in engem Austausch mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen stünden.

———— Die Ereignisse am Samstag ————-

+++ 23.24 Uhr: Ministerpräsident Laschet wird am Sonntag in Münster erwartet +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will am Sonntag nach Münster reisen, um sich nach der tödlichen Amokfahrt ein Bild von der Lage zu machen. Laschet werde sich vor Ort informieren und den Helfern in Münster seinen Dank zum Ausdruck bringen, sagte ein Sprecher. Der Regierungschef wird demnach am späten Vormittag in Münster erwartet. Zuvor hatte die “Rheinische Post” über den Besuch Laschets berichtet.

+++ 23.22 Uhr: Putin spricht sein Beileid aus +++

Nach der Amokfahrt in Münster hat der russische Präsident Wladimir Putin sein Beileid ausgesprochen. In einem Telegramm an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel drückte er seine Anteilnahme aus und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. 

+++ 22.47 Uhr: Gedenkgottesdienst am Sonntagabend im Dom in Münster +++

Nach dem tödlichen Zwischenfall von Münster soll es am Sonntagabend einen Gedenkgottesdienst im Paulus-Dom geben. Der Münsteraner Bischof Felix Genn leitet den ökumenischen Gottesdienst, der um 19.30 Uhr beginnen soll, wie Bistumssprecher Stephan Kronenburg sagte. “Wir laden jeden ein, der ein Bedürfnis hat.”

+++ 22.17 Uhr: Identität der beiden Opfer von Münster ist noch unklar +++

Nach dem blutigen Zwischenfall von Münster war die Identität der beiden getöteten Opfer am Abend zunächst weiter unklar. Die Polizei konnte keine Angaben machen, wer die beiden Toten seien. Sie habe dazu keine Informationen, sagte eine Sprecherin.

Münster Anschlag+++ 21.50 Uhr: Polizei prüft angeblich rechtsextremistischen Hintergrund +++

Laut Berliner “Tagesspiegel” soll sich der Attentäter nach Polizeinformationen möglicherweise in rechtsextremen Kreisen bewegt haben. Offizielle Informationen über den Täter gibt es aber nach wie vor nicht, außer dass es sich um einen “psychisch auffälligen” Deutschen handelt. 

+++ 21.37 Uhr: Laut Medien bereitet Polizei Sprengung eines verdächtigen Gegenstandes im Kleinbus vor +++

Wie n-tv berichtet, ist der Tatort in der Altstadt von Münster weiter weiträumig abgesperrt. Demnach bereitet die Polizei eine Sprengung vor. Im Kleinbus, mit dem der Täter in das Lokal gerast war, soll sich ein verdächtiger Gegenstand befinden. Es soll sich möglicherweise um eine Sprengstoff oder eine Bombe handeln.

Das Restaurant “Großer Kiepenkerl, das Ziel des Anschlags war, teilt auf seiner Facebook-Seite mit: 

+++ 21.28 Uhr: Täter-Wohnung wird durchsucht +++ 

“Spiegel online” berichtet, dass eine Wohnung nur wenige Kilometer vom Anschlagsort entfernt von einem Sondereinsatzkommando der Polizei durchsucht worden sei. Dafür mussten Anwohner ihre Häuser verlassen. Bei der Wohnung soll es sich um die Meldeadresse des mutmaßlichen Täters handeln. Gegen 20 Uhr war aus der Wohnung ein lauter Knall zu vernehmen, möglicherweise nahmen die Ermittler eine sogenannte kontrollierte Sprengung eines Gegenstands vor. Danach gingen mehrere weitere Ermittler in die Wohnung. Der Einsatz, der auch von drei großen Feuerwehrwagen begleitet wurde, zog sich noch bis in die Nacht hinein.

+++ 20.48 Uhr: Erdogan greift nach Anschlag von Münster Macron an +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat anscheinend den tödlichen Vorfall in Münster für einen verbalen Angriff auf den französischen Amtskollegen Emmanuel Macron genutzt. “Da, Ihr seht doch, was die Terroristen in Deutschland machen, oder?”, sagte Erdogan im westtürkischen Denizli nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. “Das wird auch in Frankreich geschehen. Ihr werdet sinken, solange der Westen diese Terroristen nährt.”

+++ 20.46 Uhr: Betreuungsstelle für Anwohner eingerichtet +++

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass im Münsteraner Stadttheater inzwischen eine Aufnahme- und Betreuungsstelle für die Anwohner der Innenstadt eingerichtet worden sei. Sie dürfen ihre Häuser und Wohnungen in der Sperrzone nicht betreten, weil die Polizei dort offenbar immer noch das Auto des Täters untersuche. Die Vorstellung, die für den heutigen Abend angesetzt ist, falle aus.

+++ 20.41 Uhr: Macron spricht Deutschland Mitgefühl aus +++ 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Opfern und Angehörigen der Bluttat in Münster sein Beileid ausgesprochen. Alle seine Gedanken seien bei den Opfern, schrieb er am Samstagabend auf Twitter. “Frankreich teilt das Leid Deutschlands.” Kurz zuvor war in der nordrhein-westfälischen Stadt ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, es gab mehrere Verletzte und Tote. Die Ermittler gingen zunächst nicht von einem Terroranschlag aus.

Eine ähnliche Tat hatte im Juli 2016 im südfranzösischen Nizza 86 Todesopfer gefordert. Zudem wurden mehr als 200 Menschen verletzt, als ein 31-Jähriger am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge raste. Der IS reklamierte die Tat für sich.

+++ 20.36 Uhr: Laut NRW-Innenminister Reul gibt es insgesamt drei Tote +++

 Entgegen ersten Informationen sind bei dem Zwischenfall in Münster insgesamt drei Menschen ums Leben gekommen.
Es handele sich um zwei Opfer und den Täter, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). “Es sind in der Summe drei.” Zuvor hatte das Bundesinnenministerium von insgesamt vier Toten gesprochen.

+++ 20.24 Uhr: Münsteraner Bischof ruft zum Gebet auf +++

Der Münsteraner Bischof hat die Menschen nach dem blutigen Zwischenfall in der Altstadt zum Innehalten aufgerufen. “Ich lade alle Menschen im Bistum Münster ein, sich heute miteinander im Gebet für die Opfer zu verbinden”, sagte Felix Genn am Samstagabend. ”In meinen Gedanken und Gebeten bin ich bei den Opfern und ihren Familien.”

+++ 20.19 Uhr: Jens Spahn ist von Nachricht aus Heimat “tief getroffen +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Opfern von Münster sein Beileid ausgesprochen. “Die schreckliche Nachricht aus meiner Heimat hat mich tief getroffen”, sagte der aus dem Westmünsterland stammende CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. “Den Angehörigen der Opfer gilt mein aufrichtiges Mitgefühl. Den Rettungskräften, Sanitätern und Ärzten sowie allen Kräften vor Ort danke ich für ihren Einsatz.”

Den Ermittlungen zufolge war ein Mann mit einem Kleinwagen in eine Menschengruppe gefahren, es gab Tote und Verletzte. Nach Polizeiangaben erschoss sich der mutmaßliche Täter im Wagen. 

+++ 19.54 Uhr: Polizei untersucht den Kleintransporter +++

Aktuell soll die Polizei laut Informationen des Nachrichtensenders n-tv den Kleinbus durchsuchen, mit dem der Attentäter in eine Menschenmenge gerast ist. Es habe demnach ein Draht aus dem VW-Campingbus geragt. Deshalb gebe es den Verdacht, dass sich noch Sprengstoff in dem Fahrzeug befinde.

VW Bulli

+++ 19.48 Uhr: Attentäter soll Jens R. heißen +++

Wie die “Süddeutsche Zeitung”, “NDR” und “WDR” erfahren haben, soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen namens Jens R. handeln. Er wurde 1969 geboren und soll in den Jahren 2014 und 2016 psychisch auffällig gewesen sein. Es gibt keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

+++ 19.36: Steinmeier spricht Opfern und Angehörigen Beileid aus +++

Nach der Kleintransporter-Attacke in Münster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von einer “schweren Gewalttat” gesprochen und den Betroffenen sein Beileid bekundet. “Die Meldungen, die uns aus Münster erreichen, sind entsetzlich”, erklärte Steinmeier in Berlin. “Wir müssen von einer schweren Gewalttat ausgehen.”

Steinmeier fügte hinzu: “Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und den Angehörigen – mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben und in tiefer Sorge sind.” Der Bundespräsident dankte “allen Ordnungs- und Rettungskräften im Einsatz”.

+++ 19.16 Uhr: Polizei prüft Zeugenhinweise auf mögliche Täter in Münster +++

Nach der tödlichen Attacke mit einem Kleintransporter in Münster prüft die Polizei Hinweise auf mögliche weitere Täter. “Es liegen Zeugenhinweise vor, dass möglicherweise aus diesem Fahrzeug noch Täter geflüchtet sind”, sagte ein Polizeisprecher in Münster. “Dahingehend dauern die Ermittlungen noch an, uns liegen noch keine tiefergründigen Erkenntnisse vor.”

+++ 18.55 Uhr: Polizei in Münster richtet Zeugentelefon ein +++

18.55 Uhr: Laut “Süddeutscher Zeitung” soll die Tat keinen terroristischen Hintergrund haben +++

Sie Süddeutsche Zeitung schreibt: “Es soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen handeln, der psychisch auffällig war. Offenbar liegt kein terroristischer Hintergrund vor. Die Wohnung des Täters wird derzeit nach Sprengstoff durchsucht.”

+++ 18.54 Uhr: Polizei war wegen Kurden-Demo zum Tatzeitpunkt zahlreich in der Innenstadt vertreten +++

“Spiegel online” berichtet, dass zum Tatzeitpunkt viele Polizisten in der Münsteraner Innenstadt unterwegs gewesen seien, weil eine Demonstration von Kurden angekündigt worden war. Diese seien gleich zum Tatort geeilt, als der Kleintransporter in eine Menschengruppe gelenkt wurde, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Demonstration sei für 15.30 Uhr angekündigt gewesen, der Vorfall ereignete sich etwa zur gleichen Zeit. Es gebe bislang keine Informationen, ob ein Zusammenhang zwischen der Demonstration und dem Zwischenfall bestehen könnte.

FB Axel Prahl

+++ 18.25 Uhr: Sicherheitsbehörden des Bundes in engem Austausch mit Behörden in NRW +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer: “Mit Bestürzung habe ich von dem schrecklichen Vorfall in Münster erfahren. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden. Die Polizei in Münster und in ganz NRW arbeitet jetzt mit Hochtouren an der Aufklärung des Sachverhaltes. Die Sicherheitsbehörden des Bundes stehen in engem Austausch mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen”, ließ er über Twitter verbreiten.

+++ 18.07 Uhr: Hintergründe laut Bürgermeister noch völlig unklar +++

Die Hintergründe des tödlichen Zwischenfalls in Münster sind nach Angaben von Oberbürgermeister Markus Lewe noch unklar. “Ganz Münster trauert über dieses schreckliche Ereignis. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten. Den Verletzten wünschen wir schnelle und baldige Genesung”, sagte Lewe am Samstag vor Journalisten. Er dankte den Einsätzkräften für ihre Arbeit.

Bei dem Vorfall in Münster starben laut Bundesinnenministerium nach jetzigem Informationsstand vier Menschen. Darunter sei auch der mutmaßliche Täter, der einen Kleintransporter in eine Menschenmenge in der historischen Altstadt gelenkt haben soll.

+++ 18.04 Uhr: Verdächtiger Gegenstand im Tatfahrzeug von Münster +++

In dem Kleinlastwagen, der in Münster in eine Menschenmenge gesteuert wurde, hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden. Fotos vom Tatort Münster

+++ 17.59 Uhr: Andrea Nahles zeigt sich erschüttert +++

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat sich an die Angehörigen und Opfer von Münster gewandt. “Ich bin erschüttert über die Nachrichten, die uns aus Münster erreichen”, erklärte sie am Samstag. In der Stadt war ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, die Polizei spricht von etwa 30 Verletzten und vier Toten. Darunter soll auch der mutmaßliche Täter sein. Nahles sei mit ihren Gedanken bei den Opfern und Angehörigen. “Ich hoffe, dass unsere Behörden schnell Klarheit über die Hintergründe dieses Vorfalls gewinnen können und wünsche den Einsatzleuten vor Ort viel Kraft für ihre Arbeit”, so die designierte SPD-Vorsitzende.

Polizisten Münster

+++ 17.49 Uhr: Bundesinnenministerium bestätigt mindestens vier Tote +++

Bei dem Vorfall in Münster sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach jetzigem Informationsstand vier Menschen gestorben. Darunter sei auch der mutmaßlicher Täter, der einen Kleintransporter in eine Menschenmenge gelenkt haben soll. Zu weiteren Details konnte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nichts sagen.

+++ 17.49 Uhr: Polizei will sich nicht zu Spekulationen über weitere Täter äußern +++ 

Die Polizei Münster bezeichnet Berichte über einen weiteren Täter, der noch auf der Flucht sein könnte, als Spekulation. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Mehrere Medien berichteten, die Einsatzkräfte suchten in Münster nach einem zweiten Täter. Auf Twitter schrieb die Polizei: “Bitte unterlasst die Spekulationen.” Und: ”Das Verbreiten von Gerüchten hilft uns nicht.”Münster – Auto rast in Restaurant

+++ 17.34 Uhr: Attentat im Taditionslokal “Kiepenkerl” +++

Der Anschlag ereignete sich im Traditionslokal “Kiepenkerl” in Münster. Der “Kiepenkerl” ist ein Wahrzeichen der gut 300. 000 Einwohner zählenden Stadt. Die beiden umliegenden Traditionslokale heißen Großer Kiepenkerl und Kleiner Kiepenkerl. Der Platz inmitten enger Altstadtgassen ist ein beliebter Treffpunkt. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien, im Winter gibt es ein Weihnachtsdorf. Der “Kiepenkerl” befindet sich seit 1896 auf dem Spiekerhof – eine Männerfigur mit Tragekorb, Pfeife, Knotenstock und Leinenkittel. Das Denkmal wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, originalgetreu wieder hergestellt und 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht.

+++ 17.34 Uhr: Bundesregierung gedenkt der Opfer +++

Die Bundesregierung hat den Opfern von Münster und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. Dort war ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, die Polizei spricht von etwa 30 Verletzten und mehreren Toten. “Furchtbare Nachrichten aus Münster”, schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Samstag auf Twitter. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.” Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. “Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären”, schrieb sie.

+++ 16.30 Uhr: Fahrzeug rast in Münster in Menschengruppe – mehrere Tote +++

In Münster sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr. Das teilte die Polizei über Twitter mit. “Es gibt Tote und Verletzte”, hieß es dort. Das Fahrzeug habe eine kleinere Gruppe Menschen erfasst, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Der Täter habe sich danach selbst getötet, teilte die Polizei mit. Die Lage sei weiter unübersichtlich, hieß es bei Twitter. Und weiter: “Bitte keine Spekulationen.” Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. “Bitte den Bereich um den Kiepenkerl meiden. Wir sind vor Ort.” Wenig später ergänzte sie: ”Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.”

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, die Bundesregierung sei informiert. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Zu Detailfragen gab es zunächst keine Informationen.

Die “Westfälischen Nachrichten” berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass ein Auto in eine Gruppe sitzender Personen gefahren sei. Drei Menschen seien ums Leben gekommen – unter ihnen sei auch der Fahrer des Wagens. Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzwagen der Polizei seien in der Innenstadt unterwegs.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.

Münster Anschlag

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