News des Tages: AfD-Vorsitzender kritisiert von Storch nach Anschlag von Münster

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Cabrio-Bus kollidiert mit Ästen – zwei Touristen sterben auf Malta (21.36 Uhr)
  • Videoaufnahmen von Schuss auf Palästinenser sorgen für Empörung (20.36 Uhr)
  • Ermittler: Todesfahrer von Münster handelte in Suizidabsicht (19.25 Uhr)
  • Trump: Treffen mit Nordkoreas Kim bis Anfang Juni (18.02 Uhr)
  • Berlin: Wegen Anschlags Tatverdächtige sind wieder frei (16.00 Uhr)
  • US-Verteidigungsminister Mattis schließt Militärschlag gegen Assad-Regime nicht aus (15.41 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

+++ 21.27 Uhr: AfD-Vorsitzender kritisiert von Storch nach Anschlag von Münster +++

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat seine Parteikollegin Beatrix von Storch für deren Kommentare im Kurzbotschaftendienst Twitter nach der Amokfahrt in Münster kritisiert. “Ich bin kein Freund von Schnellschüssen in solchen Fällen”, sagte Meuthen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Die Gefahr sei, dass “man so nachvollziehbaren und vermeidbaren Zorn auf sich zieht”.

Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag hatte unmittelbar nach den ersten Meldungen über die Amokfahrt bei Twitter nahegelegt, ein Flüchtling sei für die Tat verantwortlich. Später legte sie nach, der Täter von Münster sei ein “Nachahmer” islamistischer Gewalttäter. Von Storch ist in der Vergangenheit wiederholt durch streitbare Tweets aufgefallen.

+++ 21.36 Uhr: Cabrio-Bus kollidiert mit Ästen – zwei Touristen sterben auf Malta +++

Zwei Touristen sind auf Malta ums Leben gekommen, als ein Cabrio-Doppeldeckerbus mit tief hängenden Baumästen kollidierte. Sechs weitere Touristen seien bei dem Unfall am Montag schwer verletzt worden, sagte der Gesundheitsminister des Inselstaats im Mittelmeer, Chris Fearne. Insgesamt wurden demnach 50 Menschen im Krankenhaus behandelt. Der Bus war zum Unfallzeitpunkt im malerisch am Meer gelegenen Ort Zurrieq unterwegs.

Die Polizei machte keine Angaben zur Herkunft der zwei Todesopfer. Nach Informationen des staatlichen Rundfunks handelt es sich um spanische und belgische Staatsangehörige. Drei der sechs Schwerverletzten sind der Polizei zufolge Briten – zwei Jungen im Alter von 6 und 8 Jahren sowie ein 44-jähriger Mann. Bei den anderen Schwerverletzten handele es sich um eine 31-Jährige Frau aus Deutschland, eine 72-jährige Italienierin sowie um einen 35-jährigen Mann, dessen Staatsangehörigkeit noch unklar sei. Der Fahrer soll ein 24-jähriger Malteser gewesen sein.

+++ 21.23 Uhr: Pferde springen in Gruppe auf Lokalterasse – sechs Verletzte +++

Bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche sind im pfälzischen Forst an der Weinstraße sechs Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Nach Mitteilung der Polizei vom Montag hatte sich das Unglück bereits am Sonntagnachmittag vor einer Waldgaststätte abgespielt, auf deren Terrasse reger Betrieb herrschte. Bei einem Wendemanöver vor dem Lokal seien die beiden Pferde der mit vier Personen besetzten Kutsche aus unbekannten Gründen durchgegangen. Sie rannten beziehungsweise sprangen in eine Menschengruppe, die auf Sitzbänken saß. Dabei wurden fünf Gäste verletzt, drei von ihnen schwer. Lebensgefahr bestehe nicht, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 20.36 Uhr: Videoaufnahmen von Schuss auf Palästinenser sorgen für Empörung +++

Ein Video, das den Schuss eines israelischen Scharfschützen auf einen Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen zeigen soll, sorgt für Empörung. Die Videoaufnahmen kursierten am Montag in sozialen Medien. In dem kurzen Film ist zu sehen, wie ein Soldat auf einen offenbar unbewaffneten Mann zielt und schießt. Der Mensch fällt zu Boden und Kameraden des israelischen Schützen reagieren mit Freudenschreien. ”Dieser Hurensohn”, ruft einer von ihnen auf Hebräisch.

+++ Hier geht es zum Bericht der “Times of Israel” mit dem Video +++

Es ist unklar, woher die Aufnahmen kommen und ob sie während der jüngsten Massenproteste an der Gaza-Grenze aufgenommen wurden. Auch was mit dem Palästinenser geschah, ist unklar. Die Aufnahmen zeigen, wie andere Menschen zu ihm rennen, um ihm zu helfen. Die israelische Armee teilte am Montag mit, das Video zeige offenbar einen Vorfall, der sich vor einigen Monaten ereignet habe. Man werde ihn gründlich untersuchen.

+++ 19.50 Uhr: Kolumbien will Nilpferde von Drogenbaronen Escobar in Zoos unterbringen +++

Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst vier afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seiner Hacienda Nápoles an – heute versetzen deren verwilderte Nachkommen die Menschen in der Region in Angst und Schrecken. Eine örtliche Umweltschutzorganisation will die Nilpferde nun in Zoos im Ausland unterbringen.

“Wir haben in den vergangenen Jahren Anstrengungen unternommen, sie in andere Länder zu bringen. Es gibt Zoos im Ausland, die Interesse haben”, zitierte die Zeitung “El Tiempo” den Biologen David Echeverry. Gespräche gebe es mit Peru, Uruguay, Mexiko und Ecuador. Nachdem Escobar 1993 von Sicherheitskräften erschossen worden war, verfiel die Hacienda Nápoles. Die Nilpferde zogen in die umliegenden Wälder und pflanzten sich fort. Die Tiere zerstören immer wieder Felder und bringen Menschen in Gefahr. Zwar seien einige Flusspferde bereits sterilisiert worden, allerdings sei unklar, wie viele Exemplare in der Region leben, sagte Echeverry.

+++ 19.25 Uhr: Ermittler: Todesfahrer von Münster handelte in Suizidabsicht +++

Im Fall der Todesfahrt von Münster zeigen sich die Ermittler überzeugt davon, dass der Täter in Suizidabsicht handelte. “Nach der bisherigen Analyse und Auswertung der vorliegenden Dokumente, Spuren und Aussagen sind die Ermittlungsbehörden sicher, dass der 48-Jährige in Suizidabsicht handelte”, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt zu den bisherigen Ergebnissen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des ledigen und kinderlosen Mannes sei unter anderem ein über einen Balken gelegtes Hanfseil mit Henkersknoten gefunden worden. Dieses Seil sei ein “eindeutiger Hinweis”.

08-Keine Hinweise auf politisches Motiv für Tat in Münster-5766482584001Für die Suizidabsicht spreche auch die Tatsache, dass sich der Mann unmittelbar nach dem Stillstand des Fahrzeugs erschossen hat. Im Magazin der im ehemaligen Jugoslawien hergestellten Pistole hätten sich noch weitere Patronen befunden. “Offensichtlich wollte sich der Täter nach der Todesfahrt direkt selber richten”, erklärte der Leiter der Ermittlungskommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll, in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. “Bei einer Gesamtschau der Indizien sind wir uns sicher, der Täter handelte in Suizidabsicht.”

Diese eindeutige Suizidabsicht habe der Mann entgegen anderslautender Berichte im Zeitraum vor der Tat weder dargelegt noch gegenüber Dritten geäußert. Der 48 Jahre alte Jens R. hatte am Samstag seinen Campingbus in eine Menschenmenge gesteuert und zwei Menschen mit in den Tod gerissen, bevor er sich erschoss.

+++ 18.59 Uhr: In Menschengruppe gefahren – Verdächtiger bleibt auf freiem Fuß +++

Cottbus: Mann fährt in MenschenmengeDer mutmaßliche Fahrer des Geländewagens, der in Cottbus auf einem Fußweg in eine Menschengruppe gefahren ist, bleibt auf freiem Fuß. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gebe es keine Anhaltspunkte für ein versuchtes Tötungsdelikt, teilte die Staatsanwaltschaft Cottbus mit. Es mangele an Haftgründen.
Die Ermittlungen dauerten aber an.

Zunächst würden eine Reihe von Zeugen vernommen und gesicherte Spuren ausgewertet. Gegen den 25-Jährigen wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung ermittelt. Der Mann, der laut Ermittler keine Fahrerlaubnis besitzt, hatte sich Samstagnachmittag bei der Polizei gemeldet. Am Freitagabend war er laut Behörden vom Unfallort geflüchtet. Bei dem Vorfall wurde nach Polizeiangaben mindestens ein 31 Jahre alter Mann verletzt.

+++ 18.48 Uhr: Verdi kündigt Warnstreiks bei der Telekom an +++

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom hat die Arbeitnehmerseite für diesen Dienstag weitere Warnstreiks angekündigt. Bundesweit betroffen ist vor allem der Kundenservice der Telekom, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. “Es ist damit zu rechnen, dass sich die Arbeitsniederlegungen auf die Servicequalität der Telekom niederschlagen”, teilte Verdi-Streikleiter Peter Praikow mit. Zuletzt hatten sich nach Gewerkschaftsangaben insgesamt rund 10.000 Beschäftigte an bundesweiten Warnstreikaktionen beteiligt.

Die Tarifverhandlungen werden am Mittwoch und Donnerstag in Euskirchen fortgesetzt. Es handelt sich laut Verdi um den letzten vereinbarten Verhandlungstermin. “Wir erwarten ein deutlich verbessertes Angebot”, hieß es.

+++ 18.33 Uhr: Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef: Es haperte bei der Geschwindigkeit +++

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, hat Kritik am abgesetzten Vorstandschef John Cryan geübt. Es habe “bei der Geschwindigkeit, wie der Vorstand Entscheidungen trifft und deren Umsetzung durchsetzt”, gehapert, sagte Achleitner der “Frankfurter Allgemeine Zeitung”. Achleitner machte sein Urteil unter anderem an der Entwicklung des Aktienkurses fest: Habe dieser vor einem Jahr noch bei 17 Euro gelegen, sei er vergangene Woche unter 11 Euro gerutscht.

Chefkontrolleur Achleitner verteidigte seine eigene Rolle bei der Entwicklung des Geldhauses: “Die strategische und operative Verantwortung liegt beim Vorstand. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, zu beaufsichtigen und, ob die Strategie umgesetzt wird, Rat zu geben und gegebenenfalls personelle Konsequenzen zu ziehen. Und hier hat der Aufsichtsrat dem Vorstand und natürlich auch dem Vorsitzenden John Cryan frühzeitig die notwendigen Fragen gestellt.” Zum neuen Vorstandschef Christian Sewing, einem Eigengewächs der Deutschen Bank, sagte Achleitner, dieser kenne die Bank “wie kaum ein anderer”.

+++ 18.29 Uhr: Mexiko stellt gesamte Kooperation mit den USA auf den Prüfstand +++

Donald Trump Ticker_8.50Angesichts des eskalierenden Konflikts um Grenzschutz und Migration stellt Mexiko die gesamte Zusammenarbeit mit den USA auf den Prüfstand. Präsident Enrique Peña Nieto wies alle Ministerien an, ihre bestehenden Kooperationsprogramme mit den Vereinigten Staaten zu überprüfen. Die Nachbarn arbeiten in vielen Bereichen wie beispielsweise im Kampf gegen die organisierte Kriminalität eng zusammen.

US-Präsident Donald Trump hatte Mexiko zuletzt vorgeworfen, nichts gegen die illegale Einwanderung von Mittelamerikanern in die USA zu unternehmen. Weil der Bau der Grenzmauer nicht vorangeht, ordnete er zudem den Einsatz der Nationalgarde an der Grenze zu Mexiko an. Peña Nieto zeigte sich gesprächsbereit, forderte allerdings auch einen respektvollen Umgang ein.

+++ 18.22 Uhr: Österreicher beim Gleitschirmfliegen in Portugal tödlich verunglückt +++

Beim Gleitschirmfliegen in Portugal ist ein Österreicher tödlich verunglückt. Zwei weitere Österreicher wurden nach Behördenangaben nach dem Unfall südlich von Lissabon vermisst. Wie die portugiesische Schifffahrtsbehörde mitteilte, war eine Frau mit ihrem Gleitschirm ins Meer gestürzt. Ihre beiden Begleiter versuchten demnach, die Frau zu retten. Einer der Männer, ein 45-jähriger Österreicher, starb nach Angaben der Rettungskräfte schließlich an einem Strand. Nach der Frau und dem zweiten Mann wurde noch gesucht.

+++ 18.06 Uhr: Trump kündigt “bedeutende Entscheidung” zu Syrien an +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat US-Präsident Donald Trump eine schnelle Entscheidung über eine Reaktion seiner Regierung in Aussicht gestellt. Man werde in den nächsten 24 bis 48 Stunden eine “bedeutende Entscheidung” treffen, sagte Trump am Rande einer Kabinettssitzung.

Nach Angaben von Aktivisten sollen bei dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Region Ost-Ghuta mehr als 150 Menschen getötet und rund 1000 verletzt worden sein. Trump verurteilte den gemeldeten Angriff. Es sei “barbarisch” gewesen. Trump hatte dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad bereits gedroht und am Wochenende getwittert, das “Tier Assad” werde einen hohen Preis zahlen.

+++ 18.02 Uhr: Trump: Treffen mit Nordkoreas Kim bis Anfang Juni +++

US-Präsident Donald Trump will sich nach eigener Aussage bis spätestens Anfang Juni mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen. Trump nannte den neuen Termin in Washington. Bisher hatte das Weiße Haus ein Treffen im Mai in Aussicht gestellt. Am Wochenende war deutlich geworden, dass Nordkorea offenbar eine wichtige Hürde für einen solchen Gipfel aus dem Weg geräumt hat und Gesprächen über einen völligen Abbau atomarer Kapazitäten auf der koreanischen Halbinsel zustimmen will.

+++ 17.52 Uhr: Anwalt von Brasiliens Ex-Präsident Lula hofft auf baldige Freilassung +++

Lula Brasilien Grünes Licht für Inhaftierung 8.10Der Anwalt des wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilten brasilianischen Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva setzt auf eine baldige Freilassung seines Mandanten. “Wir hoffen, in der nahen Zukunft die Inhaftierung rückgängig machen zu können”, sagte sein Anwalt Cristiano Zanin Martins, nachdem er Lula am Sonntag in seiner Zelle besucht hatte.

Nach tagelangem juristischem Tauziehen hatte sich der frühere Staatschef am Wochenende der Polizei gestellt und war ins Polizeihauptquartier von Curitiba im Süden des Landes gebracht worden. “Es geht ihm gut, aber er ist empört über die Situation”, sagte Lulas Anwalt Zanin. “Die Haftstrafe wurde ohne rechtliche Grundlage verhängt.” Der 72-Jährige soll in den Skandal um Schmiergelder bei Auftragsvergaben an den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras verwickelt sein. Unter anderem soll er von einem Bauunternehmen die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen haben. Lula weist die Vorwürfe zurück.

+++ 17.20 Uhr: Laudamotion beendet Zusammenarbeit mit Condor und Thomas Cook +++

Nach dem Einstieg von Ryanair beendet Niki Laudas neue Fluglinie Laudamotion die Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Tochter-Fluggesellschaft Condor. Alle Maßnahmen für einen reibungslosen Übergang seien getroffen worden, teilte Laudamotion in Wien mit. Die Kooperation mit Condor habe der Gesellschaft ermöglicht, sich innerhalb kürzester Zeit operationell aufzubauen, erklärte Lauda. Flüge können künftig über die Homepage von Ryanair oder Laudamotion selbst gebucht werden.

Laudamotion ist die Nachfolge-Airline der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki. Thomas Cook hatte dem Ex-Rennfahrer und Luftfahrtunternehmer Lauda beim Neustart geholfen, indem Condor die Vermarktung großer Flugkontingente im Umfang von etwa acht Flugzeugen für Laudamotion übernahm. Lauda hatte die einst von ihm gegründete Niki im Januar aus der Insolvenzmasse zurückgekauft und unter dem Namen Laudamotion neu an den Start gebracht.

+++ 17.05 Uhr: Frankreich: Justiz ermittelt wegen Tod von Rad-Profi Goolaerts +++

Die französische Justiz hat nach dem Tod von Radfahrer Michael Goolaerts beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix eine Untersuchung eingeleitet. Der 23 Jahre alte Belgier hatte bei dem Rennen am Sonntag für mehrere Minuten einen Herzstillstand erlitten und war von den Rennärzten zunächst reanimiert worden, bevor er am Abend im Krankenhaus starb. Nach Informationen der französischen Zeitung “L’Équipe” hatte wohl der Herzstillstand den Sturz Goolaerts ausgelöst. Um die Todesursache zu klären, werde in den kommenden Tagen eine Autopsie durchgeführt, sagte der zuständige Staatsanwalt der Gemeinde Cambrai der Nachrichtenagentur AP.

+++ 17.03 Uhr: Indien: Mindestens 30 Tote bei Busunglück +++

Bei einem Busunglück in Nordindien sind nach Polizeiangaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter 27 Kinder. Ein Schulbus sei im Bundesstaat Himachal Pradesh in eine 60 Meter tiefe Schlucht gestürzt, sagte ein lokaler Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP. Neben 27 Schülern seien dabei zwei Lehrer und der Fahrer getötet worden.

+++ 16.37 Uhr: Bericht: Thomas Tuchel bekommt Zwei-Jahres-Vertrag bei PSG +++

Thomas Tuchel wird nach Informationen des Sportbuzzer neuer Trainer bei Paris Saint-Germain. Der 44-Jährige, der lange auch als möglicher Nachfolger von Jupp Heynckes als Coach des FC Bayern München gehandelt worden war, erhalte beim französischen Spitzenclub einen Zweijahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr. Tuchel habe die Verantwortlichen beim Starensemble um 222-Millionen-Euro-Mann Neymar, den Franzosen Kylian Mbappé und Fußball-Weltmeister Julian Draxler in diversen Gesprächen von seinem Plan überzeugt. Der Wechsel zur kommenden Saison sei nun fix, schreibt das Internetportal.

Tuchel soll auf Unai Emery folgen. Der Spanier steht mit Paris kurz vor dem Gewinn der französischen Meisterschaft, holte einmal den nationalen Pokal und gewann zweimal den Ligapokal. In der Champions League schieden die Hauptstädter jedoch bereits im Achtelfinale gegen Real Madrid aus – der Angriff auf Europas wichtigsten Titel im Vereinsfußball scheiterte erneut schon früh. 

+++ 16.25 Uhr: Frankreich: Polizistin bei Anti-Terror-Fahndung festgenommen +++

Fast zwei Jahre nach dem tödlichen islamistischen Terroranschlag auf einen französischen Polizisten und seine Lebensgefährtin haben Spezial-Fahnder sechs Menschen in Gewahrsam genommen. Unter ihnen seien eine Polizeibeamtin und ihre Tochter, bestätigte eine mit der Sache vertraute Person der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Präzise Vorwürfe gegen die Verdächtigen wurden nicht mitgeteilt. Es solle nun festgestellt werden, welche mögliche Rolle sie bei den Morden spielten, hieß es lediglich.

Der Polizist und seine Lebensgefährtin waren im Juni 2016 in Magnanville westlich von Paris von einem Mann erstochen worden. Die Polizei erschoss den 25 Jahre alten Täter, der sich vorher zur Terrormiliz Islamischer Staat bekannt hatte. 

+++ 16.00 Uhr: Berlin: Wegen Anschlags Tatverdächtige sind wieder frei +++

Die wegen möglicher Angriffspläne auf den Berliner Halbmarathon festgenommenen Tatverdächtigen sind wieder auf freien Fuß. Dies teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt mit. Die sechs Verdächtigen im Alter von 18 bis 21 Jahren waren am Sonntag festgenommen worden, nachdem es den Behörden zufolge “vereinzelte Hinweise” auf die Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit der Sportveranstaltung gegeben hatte.

+++ 15.41 Uhr: Mattis schließt militärische Schritte gegen Assad-Regierung nicht aus +++

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat US-Verteidigungsminister James Mattis militärische Schritte gegen die syrische Regierung nicht ausgeschlossen. Er schließe zu diesem Zeitpunkt nichts aus, sagte Mattis auf eine entsprechende Frage eines Journalisten. Nach Angaben von Aktivisten sollen bei dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Region Ost-Ghuta mehr als 150 Menschen getötet und rund 1000 verletzt worden sein. Mattis sagte, die USA wollten den Vorfall gemeinsam mit Verbündeten und Partnern thematisieren.

Der mutmaßliche Giftgaseinsatz setzt den Westen unter Druck. US-Präsident Donald Trump hatte dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad bereits gedroht und am Wochenende getwittert, das “Tier Assad” werde einen hohen Preis zahlen.

+++ 15.17 Uhr: Apple-Mitgründer Steve Wozniak verschwindet von Facebook +++

Apple-Mitgründer Steve Wozniak kehrt Facebook als nächster prominenter Nutzer im Nachgang des Datenskandals den Rücken. Facebook mache seine Gewinne mit den Daten der Mitglieder, aber diese bekämen nichts von den Profiten zu sehen, schrieb Wozniak (67) in einer E-Mail an die Zeitung “USA Today”. Er selbst sei bei Durchsicht seiner eigenen Datenschutz-Einstellungen erstaunt darüber gewesen, wie viele Anzeigenkategorien und Werbetreibende er einzeln aus der Liste streichen musste. Unter den bisherigen prominenten Facebook-Aussteigern nach dem Datenskandal sind die Sängerin Cher und der Schauspieler Will Ferrell.

Wozniak entschied zugleich, seinen Facebook-Account lediglich zu deaktivieren, aber nicht komplett zu löschen – auch damit sich niemand anders den Profilnamen “stevewoz” schnappen könne. Diese Abkürzung nutzt Wozniak auch bei Twitter. Unterdessen war bei Facebook weiterhin ein vom Online-Netzwerk verifiziertes Profil unter dem Namen “SteveWozniak” aktiv, das allerdings nur zwei Beiträge aufwies.

+++ 15.09 Uhr: Belästigungsvorwürfe: WDR stellt Korrespondenten frei +++

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat einen ehemaligen Auslandskorrespondenten nach neuen Vorwürfen wegen sexueller Belästigung bis auf weiteres freigestellt. Das bestätigte am Montag Unternehmenssprecherin Ingrid Schmitz. Zuvor hatten darüber unter anderem “Bild”-Zeitung und “Tagesspiegel” berichtet. Den Fall ins Rollen gebracht gemeinsame Recherchen von stern und Correctiv.

WDR-Intendant Tom Buhrow betonte: “Wir gehen im WDR respektvoll miteinander um, Übergriffe und Machtmissbrauch – in welcher Form auch immer – dulde ich nicht.” Buhrow habe nun die hauseigene Revisionsabteilung mit der Überprüfung und Aufarbeitung der Vorwürfe beauftragt, sagte Schmitz.

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+++ 15.03 Uhr: NRW-Innenminister: Noch kein konkretes Motiv wegen Münster +++

Nach der Amokfahrt von Münster gibt es noch keine Hinweise auf das konkrete Motiv. Es sei noch unklar, warum der Tatverdächtige am Samstag mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren sei, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. Nach bisherigem Ermittungsstand sei der Mann psychisch krank gewesen und habe keinerlei politische Motivation gehabt. Die Sicherheitsbehörden würden für die Ermittlungen noch viel Zeit benötigen. Der Minister bat die Öffentlichkeit um Geduld. Zwar gebe es einen Anspruch auf gründliche Informationen, es gebe aber auch einen Anspruch auf gründliche Ermittlungen, betonte Reul.

+++ 14.46 Uhr: Wuppertal: Unbekannte attackieren Parteibüros +++

Mit Steinen und Farbbehältern haben Unbekannte drei Parteibüros in Wuppertal attackiert. Bei den Geschäftsstellen der CDU, SPD und FDP seien in der vergangenen Nacht Schaufensterscheiben eingeworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem schleuderten die Täter mit Farbe gefüllte Flaschen gegen die Büros. Die Polizei vermutet, dass hinter den Angriffen dieselben Täter stecken. Anwohner hätten bei einer Attacke dunkel gekleidete Menschen weglaufen sehen.
Weitere Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht, sagte die Sprecherin.

+++ 14.26 Uhr: Indonesien: Mehr als 60 Tote durch gepanschten Alkohol +++

In Indonesien sind mehr als 60 Menschen nach dem Konsum von illegal hergestelltem Alkohol gestorben. Dutzende weitere Opfer mussten ins Krankenhaus, wie die Behörden mitteilten. Bei Razzien in mehreren Städten nahm die Polizei zahlreiche Verkäufer der selbst hergestellten Alkoholika fest.

Indonesien ist das Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung. Im Islam ist das Trinken von Alkohol zwar verboten, viele Indonesier praktizieren aber eine moderate Form der Religion. In großen Städten wird auch Alkohol verkauft. Jedoch sind alkoholische Getränke hoch besteuert und daher teuer. Im Jahr 2016 starben auf Java 36 Menschen an illegal hergestelltem Alkohol.

+++ 14.14 Uhr: Christian Streich: Freiburg-Trainer muss saftige Strafe zahlen +++

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg muss nach seinem Wutausbruch während des Bundesliga-Spiels beim FC Schalke 04 eine Geldstrafe von 15.000 Euro zahlen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Streich hatte während der Partie am 31. März lautstark gegen die mittlerweile annullierte Gelb-Rote Karte für den Freiburger Stürmer Nils Petersen protestiert und war daraufhin von Schiedsrichter Tobias Stieler auf die Tribüne geschickt worden. Der 52-Jährige räumte sein Fehlverhalten bereits kurz nach der 0:2-Niederlage in diesem Spiel ein und akzeptierte auch das Urteil des DFB-Sportgerichtes umgehend.

+++ 14.03 Uhr: DWD sagt Aprilwetter voraus +++

Nach dem ersten Vorgeschmack auf den Sommer muss sich Deutschland wieder auf Aprilwetter einstellen. Die nächsten Tage werden wechselhaft, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraussagte. Örtlich kann es heftige Regenschauer geben. Immerhin: Teilweise ist es sehr mild.

Ein Tief soll am Dienstag im Südwesten teilweise für Schauer sorgen. Gewitter, Starkregen und sogar Hagel seien im Verlaufe des Tages möglich, so die Meteorologen. Unwetterartige Niederschläge mit erheblichen Regenmengen könnten nicht ausgeschlossen werden. 14 bis 17 Grad vom Saarland bis zum Bodensee erwarten die Experten. In der Nordhälfte sollen es bis zu 24 Grad werden. Erst in der Nacht zu Mittwoch zögen auch im Norden Schauer auf.

Dem DWD zufolge bleibt das Wetter auch in den folgenden Tagen wechselhaft – im Osten sind am Mittwoch Gewitter möglich, dafür soll es wieder vereinzelt Sonne in der Südhälfte bei 16 bis 22 Grad geben. Im Norden und im Bergland sind 10 bis 14 Grad zu erwarten.

+++ 13.46 Uhr: Lufthansa streicht wegen Streiks am Dienstag 800 Flüge +++

Wegen des Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an vier deutschen Flughäfen streicht die Lufthansa am Dienstag mehr als 800 Flüge. Davon sind rund 90.000 Fluggäste betroffen, wie die Fluggesellschaft in Frankfurt am Main mitteilte. Am Dienstag soll es Arbeitsniederlegungen an den Flughäfen in Frankfurt am Main, München, Köln und Bremen geben.

+++ 13.36 Uhr: USA: Dutzende Schüler bei Busunglück verletzt +++

Bei einem Busunglück in den USA sind Dutzende Schüler verletzt worden. Von den 44 Businsassen seien zwei schwer verletzt worden, fünf hätten leichte und die übrigen geringe Verletzungen davon getragen, sagt ein Polizeisprecher nach dem Unglück am Sonntag. Insgesamt waren 38 Schüler im Alter zwischen 16 und 18 unter den Fahrgästen. Der Bus war auf dem Weg vom Flughafen John F. Kennedy zurück nach Long Island. Auf Fotos war das aufgerissene Dach des Busses zu sehen, der vermutlich gegen eine Überführung gefahren war. Die Schüler kamen von einer Reise nach Osteuropa zurück.

+++ 12.25 Uhr: Dortmund: Mutter steht wegen toter Babys vor Gericht +++

Wegen des Todes ihrer beiden Säuglinge muss sich eine Mutter vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Als die Leichen im September 2012 nach einem Wohnungsbrand von der Feuerwehr gefunden wurden, waren die beiden Mädchen bereits mehrere Monate tot. Die Staatsanwaltschaft wirft der 35-Jährigen Aussetzung und Verletzung der Fürsorgepflicht vor.

Die Frau soll regelmäßig arbeiten gegangen sein und die Kinder in dieser Zeit nicht mit Nahrung versorgt haben. “Ich kam von der Arbeit, da war die Kleine tot”, zitierte ein Polizeibeamter die Frau aus einer Vernehmung zum Tod eines der beiden Mädchen. “Ich konnte sie nicht begraben, deshalb habe ich sie einfach liegen lassen.” Das Schwurgericht geht schon jetzt davon aus, dass auch eine Verurteilung wegen Totschlags durch Unterlassen möglich ist. Die Angeklagte sagte bislang nicht aus. 

+++ 11.29 Uhr: Hagen: Autofahrer nach 20 Jahren ohne Führerschein erwischt +++

Mehr als 20 Jahre ist ein Mann unerkannt ohne Führerschein Auto gefahren – nun wurde ihm eine Trunkenheitsfahrt zum Verhängnis. Wie die Polizei im nordrhein-westfälischen Hagen am Montag mitteilte, rollte der 55-Jährige am Sonntag beim Ausparken einem anderen Mann über den Fuß. Der Verkehrssünder habe das 50 Jahre alte Unfallopfer zwar noch gebeten, nicht die Polizei zu rufen. Dieses sei dem Wunsch aber nicht nachgekommen.

Mit den Worten “Butter bei die Fische, ich habe seit 1997 keinen Führerschein mehr”, machte der Fahrer dem Polizeibericht zufolge gegenüber der Streife reinen Tisch. Bei einer Blutprobe sei zudem ein Alkoholgehalt von knapp 0,7 Promille festgestellt worden. Dem Verkehrssünder sei noch vor Ort der Autoschlüssel abgenommen worden. Außerdem erwarte ihn eine Anzeige.

+++ 11.22 Uhr: Berlin: Puigdemont muss sich wöchentlich bei der Polizei melden +++

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat erreicht, dass die Auflagen für seine Haftverschonung in seinem Sinn geändert werden. Sein Antrag, sich statt bei der Polizei in Neumünster jetzt einmal wöchentlich in Berlin melden zu dürfen, wurde vom Oberlandesgericht Schleswig-Holstein genehmigt, wie eine Gerichtssprecherin in Schleswig der Deutschen Presse-Agentur sagte. Puigdemont hatte am Samstag angekündigt, bis zum Ende des juristischen Verfahrens in Berlin wohnen zu wollen.

+++ 11.15 Uhr: Berlin: Mutmaßliche Islamisten kommen wohl nicht in U-Haft +++

Die während des Berliner Halbmarathons festgenommenen mutmaßlichen Islamisten kommen wahrscheinlich nicht in Untersuchungshaft. Es werde wohl kein Haftantrag gestellt, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Durchsuchungen sei nichts Verdächtiges gefunden worden, weder Waffen noch Sprengstoff. Es habe einen Anfangsverdacht wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegeben. Ein “Gefährdungsmoment” habe man nicht ausschließen können. “Wir sind wachsam und wenn es einen Anfangsverdacht gibt, werden wir tätig.”

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Ein Terroranschlag auf den Halbmarathon war nach Erkenntnissen der Polizei aber nicht geplant. Ob die Hinweise, die zu dem Verdacht führten, aus dem Umfeld der mutmaßlichen Islamisten kamen, aus der Staatsschutzabteilung der Polizei, von Geheimdiensten und abgehörten Telefongesprächen oder Chats, war auch zu Wochenbeginn noch nicht klar.

+++ 11.06 Uhr: Bayern: Polizei blitzt Motorradfahrer mit 221 km/h +++

Mit Tempo 221 ist ein Motorradfahrer auf einer Bundesstraße im bayerischen Schwaben geblitzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Motorradfahrer am Samstag auf der B16 bei Asbach-Bäumenheim unterwegs – erlaubt waren wie üblich 100 Kilometer pro Stunde. Der Mann sei drei Stunden zuvor an der gleichen Messstelle bereits mit 159 Stundenkilometern erwischt worden. Ihm werde deswegen vorsätzliches Handeln unterstellt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Identität des Mannes muss noch ermittelt werden. Bekannt seien bislang nur die Halterdaten der Sportmaschine, sagte der Sprecher. Der Raser sei auf den Aufnahmen gut zu erkennen. Den Mann erwarte ein Bußgeld von weit mehr als 1000 Euro sowie ein Fahrverbot von mindestens drei Monaten.

+++ 10.56 Uhr: Ruder-Olympiasiegerin Brigitte Ahrenholz ist tot +++

Die ehemalige Ruder-Olympiasiegerin Brigitte Ahrenholz ist tot aufgefunden worden. Die Leiche der 65-Jährigen wurde am Samstag im Zernsee nahe des brandenburgischen Werder entdeckt, wie der Sprecher der Polizeidirektion West, Jens Kneip, sagte. Zuerst hatte die “Märkische Allgemeine” berichtet.

Ein Spaziergänger habe die tote Frau am Samstag im Schilfgürtel entdeckt, sagte Kneip. Die Todesursache sei noch ungeklärt, es gebe jedoch keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Die 65-Jährige war Anfang März als vermisst gemeldet worden. Ahrenholz hatte 1976 mit ihrem Team für die DDR bei den Olympischen Spielen in Montreal im Ruder-Achter Gold gewonnen.Zernsee

+++ 10.47 Uhr: 20 Jahre nach Mord an Johanna: Prozess beginnt bald +++

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der kleinen Johanna wird am 20. April beginnen. Das teilte das Landgericht Gießen mit. Bislang hat die Schwurgerichtskammer 13 Verhandlungstage vorgesehen. Läuft alles wie geplant, könnte im August das Urteil gesprochen werden. Der Angeklagte aus Friedrichsdorf soll im Jahr 1999 die damals acht Jahre alte Johanna aus Ranstadt in der Wetterau in sein Auto gezerrt, missbraucht und getötet haben. Die Polizei war ihm im vergangen Jahr auf die Spur genommen. Der Mann sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft.

+++ 10.19 Uhr: Münster: Noch zwei Verletzte in Lebensgefahr +++

Nach der Amokfahrt mit insgesamt drei Toten in Münster schweben laut Polizei noch zwei der Verletzten in Lebensgefahr. Insgesamt waren bei der blutigen Tat am Samstagnachmittag etwa 20 Menschen verletzt worden. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann wurden getötet.

Der 48 Jahre alte Täter hatte sich nach der Amokfahrt mit einem Campingbus in der Münsteraner Innenstadt in seinem Fahrzeug erschossen. Woher er die Waffe hatte, war zunächst unklar. “Er hatte keinen Waffenschein. Es war keine ordnungsgemäß erworbene Waffe”, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montagmorgen dem Sender WDR 5. Die Polizei untersuchte am Montag weiter die Hintergründe und das Motiv.08-Keine Hinweise auf politisches Motiv für Tat in Münster-5766482584001

+++ 10.14 Uhr: Verdi kündigt Streiks an vier deutschen Flughäfen an +++

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag Warnstreiks an vier Flughäfen in Deutschland angekündigt. Zu Arbeitsniederlegungen soll es in Frankfurt am Main, München, Köln und Bremen kommen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Verdi will damit vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst Druck machen.

+++ 9.48 Uhr: Sinsheim: Paar wegen Sex in Schwimmbad-Umkleide vor Gericht +++

Ein Paar, das Sex in der Umkleidekabine eines Schwimmbads gehabt haben soll, steht in Sinsheim vor Gericht. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts sagte, ist es einer von mehreren Fällen in der “Badewelt” in Sinsheim – einer Anlage mit Schwimmbecken und Saunen. Die “Badewelt” wirft mehreren Paaren vor, Sex in einer Umkleidekabine gehabt zu haben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Dem Gerichtssprecher zufolge sind es bisher etwa zehn verschiedene Verfahren. Der Fall aus dem Dezember 2017 ist der erste, der am Amtsgericht verhandelt wird. Das Landgericht Heidelberg hatte die Fälle wegen geringen Streitwerts dorthin verwiesen. Es geht etwa um die Forderung nach Unterlassung und vorgerichtliche Anwaltskosten, die die “Badewelt” zurückhaben will, die zuvor ein Hausverbot ausgesprochen hatte. Wann eine Entscheidung verkündet wird, war zunächst offen.

+++ 9.33 Uhr: Russland und Syrien machen Israel für Luftangriff verantwortlich +++

Russland und Syrien machen das israelische Militär für den Luftangriff auf die syrische Militärbasis in Homs verantwortlich.
Zwei israelische Kampfjets vom Typ F-15 hätten in der Nacht zum Montag aus dem libanesischen Luftraum heraus acht Raketen auf den Flugplatz T4 abgefeuert, teilte das Verteidigungsministerium den Agenturen Tass und Interfax zufolge in Moskau mit. Die syrische Luftabwehr habe fünf der Raketen abgefangen. Die drei anderen hätten den westlichen Teil des Geländes getroffen, hieß es. Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, israelische Jets hätten mehrere Raketen auf Syrien abgeschossen.

+++ 9.17 Uhr: Fünf Verletzte bei Erdbeben in Japan +++

Bei einem Erdbeben in Japan sind fünf Menschen leicht verletzt worden. An Gebäuden und Straßen seien Schäden entstanden Schäden, berichteten Medien. Die japanische Wetterbehörde gab die Stärke des Bebens mit 6,1 an. Der US-Erdbebenwarte zufolge hatte der Erdstoß eine Stärke von 5,6. 

+++ 8.51 Uhr: Nach Bootstour vermisster 31-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern tot geborgen +++

Ein nach einer Bootstour in Mecklenburg-Vorpommern vermisster 31-Jähriger ist nach fast zwei Tagen tot aus dem Wasser geborgen worden. Wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte, wurde der Mann am Sonntagnachmittag gefunden. Er war seit Freitagabend vermisst worden. Nach Polizeiangaben hatte sich eine vierköpfige Gruppe mit einem Boot auf den Kastorfer See begeben. Die Beteiligten waren alkoholisiert, ihr Boot kenterte. Drei Mitfahrer im Alter von 28, 30 und 53 Jahren konnten sich ans Ufer retten. Nach dem 31-Jährigen wurde unter anderem mit einem Hubschrauber gesucht.

+++ 7.39 Uhr: 14 Tote bei Angriff auf syrischen Militärflughafen +++

Bei dem Angriff auf einen syrischen Militärflughafen sind nach Angaben von Aktivisten 14 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch iranische Kämpfer, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zuvor hatten syrische Staatsmedien berichtet, mehrere Geschosse hätten in der Nacht den Flughafen Taifur im Zentrum des Landes getroffen.

+++ 6.38 Uhr: Orban feiert nach Parlamentswahl in Ungarn “historischen Sieg” +++

Nach der Parlamentswahl in Ungarn hat der rechtsnationale Regierungschef Viktor Orban von einem “historischen Sieg” seiner Fidesz-Partei gesprochen. Das Wahlergebnis gebe den Ungarn “die Möglichkeit, sich zu verteidigen und Ungarn zu verteidigen”, sagte Orban vor fahnenschwenkenden Anhängern. Orbans Fidesz-Partei gewann die Wahl klar: Nach Auszählung von 93,3 Prozent der Stimmen kam die Regierungspartei auf rund 49 Prozent. Damit kann Orban eine dritte Amtszeit in Folge regieren. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei 68,8 Prozent.

Orban regiert seit 2010 in Ungarn; er fährt einen nationalistischen und einwanderungsfeindlichen Kurs. Kritiker werfen ihm zudem vor, rechtsstaatliche Grundsätze auszuhebeln.09-Orban gewinnt Parlamentswahl in Ungarn deutlich-5766731771001

+++ 6.23 Uhr:  Seehofer plant Pass-Entzug für Dschihadisten +++

Das Bundesinnenministerium will Dschihadisten mit einem Doppelpass die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Das sei “ein vordringliches Ziel”, er rechne mit einem Gesetzentwurf “auf jeden Fall im ersten Jahr der Regierung”, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer (CSU), den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Aufgrund der hohen Zugänge plane Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) überdies, neben Marokko, Tunesien und Algerien auch Armenien, insbesondere aber Georgien zum “sicheren Herkunftsstaat” zu deklarieren, um Asylanträge schneller bearbeiten zu können. 

+++ 6.09 Uhr: Israels Luftwaffe greift Hamas-Ziel im Gazastreifen an +++

Israelische Kampfjets haben in der Nacht erneut im Gazastreifen angegriffen. Die Armee teilte mit, es sei eine militärische Einrichtung der in dem Palästinensergebiet herrschenden Hamas bombardiert worden. Damit habe die Luftwaffe auf ein Vordringen militanter Palästinenser auf israelisches Gebiet am Sonntag reagiert. Sie hätten dort Sprengsätze gelegt.

Seit Karfreitag sind bei dem schlimmsten Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg 2014 mehr als 30 Palästinenser getötet und rund 2800 verletzt worden, die meisten davon durch Tränengas. Am Freitag wurde bei Massenprotesten an Israels Grenze zum Gazastreifen auch ein 30-jähriger palästinensischer Fotojournalist getötet. Presseverbände fordern eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. Die israelische Armee teilte mit, man prüfe die Umstände seines Todes.

+++ 5.57 Uhr: Mammut-Baustelle im Rheinland gestartet – bundesweite Auswirkungen +++

Auf der bundesweit wichtigen Bahn-Strecke zwischen Köln und Düsseldorf ist seit dem frühen Montagmorgen eine Mammut-Baustelle in Betrieb. Die Fernbahngleise zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath sind für sechs Wochen komplett gesperrt.
Lediglich die S-Bahngleise für den regionalen Verkehr stehen noch zur Verfügung. Auf den Fernverkehr hat die Sperrung große Auswirkungen: So fährt die Hälfte der täglich 160 Fernzüge den Düsseldorfer Hauptbahnhof in dieser Zeit nicht mehr an.

Der Grund für die Sperrung auf dem Fernbahngleis sind umfangreiche Sanierungsarbeiten, die bis zum 19. Mai andauern sollen. In dieser Zeit werden rund 43 Kilometer Schienen und 22 Kilometer Kabel ausgetauscht, 36.000 Schwellen und 26 000 Tonnen Schotter ersetzt. Insgesamt investiert die Bahn nach eigenen Angaben 11,5 Millionen Euro.

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