News des Tages: Echo-Eklat: Helene Fischer äußert sich zu Farid Bang und Kollegah

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Haftbefehl gegen mutmaßlichen antisemitischen Schläger (20.45 Uhr)
  • BMG stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang (18.14 Uhr)
  • Erstes Urteil im Missbrauchsfall bei Freiburg: Zehn Jahre Haft (15.19 Uhr)
  • Díaz-Canel zum neuen kubanischen Präsidenten gewählt (15.14 Uhr)
  • Attacke in Passau: Verdächtige geben Schläge zu (12.28 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.18 Uhr: Scholz hält nach Treffen mit US-Vizepräsident Lösung im Handelsstreit für möglich +++

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence zuversichtlich gezeigt, dass die Europäische Union dauerhaft von US-Strafzöllen ausgenommen bleiben könnte. “Ich glaube, dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, eine gute Lösung zu finden”, sagte der Bundesfinanzminister am Donnerstag in Washington nach dem Treffen. Sein Eindruck habe sich verfestigt, “dass hier in den Vereinigten Staaten verstanden wird, dass in Handelsfragen die Europäische Union als Einheit handelt.” 

Bis zum 1. Mai ist die EU ausgenommen von erhöhten Zöllen auf Stahl und Aluminium, mit denen US-Präsident Donald Trump die heimische Industrie schützen will, die unter der Preiskonkurrenz insbesondere durch China leidet. In der EU wird befürchtet, dass es bei gegenseitigen Strafzöllen nur Verlierer gibt und durch das Abschotten heimischer Märkte und ein Einbrechen des Exports viele Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. Der “Geist der transatlantischen Partnerschaft” sei sehr deutlich geworden, so Scholz, der sich wegen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington aufhält.

Die USA und Europa hätten gemeinsame Vorstellungen, “die uns miteinander verbinden.” Er sei überzeugt, dass die Dialogoffensive zu guten Ergebnissen führen könne. Am 27. April wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Weißen Haus mit US-Präsident Trump zusammenkommen. Es wird ihr zweiter Besuch nach der Amtsübernahme Trumps sein.

+++ 22.51 Uhr: Muslimin darf nach verweigerten Handschlag nicht Französin werden +++

Einer algerischen Muslimin ist zu Recht die französische Staatsbürgerschaft verweigert worden, weil sie bei der Zeremonie zu ihrer Einbürgerung den Handschlag mit Männern verweigert hatte: Dieses Urteil fällte höchste französische Verwaltungsgericht. Die Pariser Richter wiesen damit in letzter Instanz die Berufung der Frau zurück.

Die mit einem Franzosen verheiratete Algerierin sollte eigentlich im Juni 2016 eingebürgert werden. Bei der Einbürgerungszeremonie im Departement Isère weigerte sie sich dann aber, dem zuständigen Beamten und einem Lokalpolitiker die Hand zu geben. Sie berief sich auf ihren “religiösen Glauben”, der ihr verbiete, fremde Männer zu berühren.

+++ 20.45 Uhr: Haftbefehl gegen mutmaßlichen antisemitischen Schläger +++

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend mit. Der 19-Jährige befindet sich laut Polizei in Untersuchungshaft. “Er hat sich zur Sache nicht eingelassen.” Der Beschuldigte hatte sich zuvor der Polizei gestellt. Der mutmaßliche Täter ist ein Flüchtling aus Syrien, der seit 2015 in Deutschland ist.

+++ 20.04 Uhr: Helene Fischer fand Rapper-Auftritt beschämend +++

Nach dem Eklat um die Echo-Auszeichnung für ein als judenfeindlich kritisiertes Rap-Album von Kollegah und Farid Bang schaltet sich auch Echo-Rekordgewinnerin Helene Fischer ein. Sie habe es “unangemessen und beschämend” gefunden, “die beiden bei der Preisverleihung auf der Bühne in dieser Art “performen” zu sehen”, schrieb die Schlagersängerin am Donnerstagabend bei Facebook.

Dieser Musikpreis sei jahrelang ein Publikumspreis gewesen, auf den man stolz sein konnte. Sie habe sich über jeden einzelnen sehr gefreut, schrieb die 17-fache Preisträgerin: “Trotzdem finde ich, hätte man vorher überlegen sollen, ob man Gewalt, Hass und Wut eine solch große Präsenz im Fernsehen geben muss. Ich nehme an, dass ihr mir zustimmt, wenn ich hier sage: Nein.” 

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+++ 19.52 Uhr: Russland meldet Fund deutscher Chlorbehälter im syrischen Duma +++

Am Ort des mutmaßlichen Giftgasangriffs in Syrien sind nach russischen Angaben Chemikalien aus deutscher und britischer Produktion gefunden worden. Syrische Regierungstruppen seien in der früheren Rebellenregion Ost-Ghuta auf “Chlorbehälter” aus Deutschland und auf Rauchgranaten aus Großbritannien gestoßen, teilte das russische Außenministerium am Donnerstag in Moskau mit. Zudem kündigte Russland an, ein Video mit einem angeblichen Opferdarsteller im UN-Sicherheitsrat präsentieren zu wollen.
Welche Schlüsse aus den angeblichen Chemiefunden zu ziehen seien, ließ Außenamtssprecherin Maria Sacharowa offen. Der Vorwurf der “Inszenierung” des mutmaßlichen Chlorgasangriff in Duma am 7. April wird allerdings seit Tagen von russischen Stellen erhoben. Die Rebellen wollten so die syrische Armee in Misskredit bringen, hieß es.

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+++ 19.42 Uhr: Seltenes Treffen von russischem Generalstabschef und Nato-Kommandeur +++

Bei einem seltenen Spitzentreffen haben sich der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow und der Kommandeur der Nato-Truppen in Europa, Curtis Scaparrotti, ausgetauscht. Bei dem Gespräch in Aserbaidschans Hauptstadt Baku hätten die beiden unter anderem über vertrauensstärkende Maßnahmen und die Vermeidung von Vorfällen zwischen beiden Seiten beraten, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Demnach wurde auch “die Bedeutung einer Kooperation im Kampf gegen den internationalen Terrorismus” in Syrien betont.

+++ 18.42 Uhr. Haftbefehl gegen mutmaßlichen Schläger nach Angriff auf Israeli +++

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen Israeli in Berlin ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen worden. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Der 19-Jährige befinde sich in Untersuchungshaft. “Er hat sich zur Sache nicht eingelassen”, betonte der Sprecher. Der Beschuldigte hatte sich der Polizei gestellt. 

+++ 18.29 Uhr: Iranische Polizistinnen verprügeln Frau wegen Kleidung +++

Iranische Polizistinnen haben eine junge Frau in Teheran verprügelt, weil sie ihrer Ansicht nach nicht “islamisch” gekleidet war. Ein in den sozialen Medien veröffentlichtes Handyvideo von dem Vorfall sorgte landesweit für große Empörung. Die junge Frau hatte sich der Festnahme widersetzt und gegen die Vorgehensweise der Sittenpolizei protestiert. Daraufhin verprügelten die Polizistinnen die Frau und schleppten sie mit Gewalt zum Polizeiauto. Offenbar hatte die junge Frau das Kopftuch nicht so getragen wie von den Polizistinnen gewollt, da Haare zu sehen waren.    

+++ 18.14 Uhr: Musikunternehmen BMG stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang +++

Das Musikunternehmen BMG hat laut der Zeitung “Frankfurter Allgemeine” die Zusammenarbeit mit den beiden Rappern Kollegah und Farid Bang vorerst gestoppt. “Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen”, sagte Vorstandschef Hartwig Masuch. Das Bertelsmann-Tochterunternehmen BMG hatte in Kooperation mit zwei Musiklabels das umstrittene Album “Jung Brutal Gutaussehend 3″ der beiden Künstler veröffentlicht.

+++ 17.51 Uhr: Scholz warnt beim IWF: Gewaltige Konsequenzen durch Brexit +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht große Herausforderungen für die finanzielle Stabilität der Europäischen Union durch das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU. Die Größe der Konsequenzen des Brexits werde vielfach noch unterschätzt, sagte Scholz bei einer Diskussionsrunde des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der US-Hauptstadt Washington. In diesem und im nächsten Jahr müssten die notwendigen Schritte für eine noch engere Zusammenarbeit gerade der Euroländer gegangen werden.

Infolge des Ausscheidens des Vereinigten Königreichs werden auf Deutschland zusätzliche Milliardenzahlungen zukommen. Die Europäer streben auch eine Vertiefung der Bankenunion an, um gemeinsam noch besser gegen mögliche künftige Schieflagen von Instituten gewappnet zu sein. Diskussionsbedarf gibt es vor allem bei der geplanten grenzübergreifenden Absicherung von Spareinlagen. Scholz sieht bei diesem Thema noch viele ungeklärte Fragen. Deutsche Banken warnen vor erheblichen Risiken, wenn Deutschland künftig für Schieflagen von Geldhäusern in anderen europäischen Ländern mithaften müsste.

+++ 17.47 Uhr: Affäre Wendt: Sonderermittler sehen Verantwortung im Ministerium +++

Bestnoten, Beförderung und Top-Gehalt ohne Arbeit: In der Affäre um den Polizeigewerkschafter Rainer Wendt sehen Sonderermittler zahlreiche Versäumnisse des Innenministeriums in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus dem Abschlussbericht hervor, den Landes-Innenminister Herbert Reul (CDU) im Fachausschuss des Landtags in Düsseldorf vorgestellt hat. Die Versäumnisse betreffen mehrere Regierungen.

Wendt hatte demnach bis zu seiner Pensionierung im Februar 2017 elf Jahre lang “keinen Dienst verrichtet”. Dafür habe es keine Rechtsgrundlage gegeben, stellten die Ermittler fest. Dass der frühere Landes- und noch amtierende Bundeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) 2010 auch noch befördert worden sei, sei rechtswidrig gewesen. Ein Regressverfahren komme aber nicht in Betracht. Dem Innenministerium sei mindestens ein Organisationsversagen vorzuwerfen.

+++ 17.35 Uhr: Drei belgische Firmen wegen Chemieexport nach Syrien unter Verdacht +++

Wegen des Exports von waffenfähigen Chemikalien nach Syrien ist in Belgien ein Strafverfahren gegen drei Firmen eröffnet worden. Dies bestätigte Außenminister Didier Reynders den Sendern Bel RTL und RTBF. Der Zoll habe die Justiz eingeschaltet.
Falls Gesetzesverstöße entdeckt würden, werde es Strafen geben, sagte Reynders.

Er reagierte damit auf einen Bericht des Magazins “Knack” und der Organisation “Syrian Archive”. Demnach exportierten belgische Unternehmen trotz der Verhängung von EU-Sanktionen gegen Syrien 2013 in den Folgejahren bis 2016 insgesamt 96 Tonnen Isopropanol in das Bürgerkriegsland. Dies gilt als Grundstoff des chemischen Kampfstoffs Sarin, der mehrfach in dem Konflikt eingesetzt worden sein soll.17-Russland: Keine Beweise für Giftgaseinsatz in Syrien-5771932411001

Außenminister Reynders sagte, nicht die Presse oder die Opposition hätten den Fall aufgedeckt, sondern belgische Behörden. Belgien sei Vorreiter beim Kampf gegen chemische Waffen und werde dies bleiben. Nach Angaben der belgischen Zollverwaltung sollen die drei Firmen mit “fehlerhaften Zollerklärungen” gearbeitet haben, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.  

+++ 17.29 Uhr: Ex-Nationalspieler Effenberg bestreitet Management-Programm +++

Der frühere Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat ein Management-Studium an der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) in Montabaur aufgenommen. Wie das Nachrichtenportal t-online.de berichtet, durchläuft der Ex-Coach des SC Paderborn bei dem eineinhalbjährigen Programm bis September 2019 zehn verschiedene Module, die jeweils vier bis fünf Tage dauern.

Inhalt der Ausbildung, die eigentlich Bank-Vorständen und Managern vorbehalten ist, sind Führungsqualitäten im Bankenwesen. “Während einer Karriere hast du immer wieder mit Vermögensberatung und Geldanlagen zu tun, bekommst da sehr viel mit. Für mich ist das ein Grund gewesen, zu sagen: Ich möchte in dem Bereich noch mehr Verständnis haben, die Materie auch im Detail durchblicken und in die Tiefe gehen”, sagte Effenberg dem Nachrichtenportal. Doch der 49 Jahre alte Ex-Auswahlspieler unterstrich zugleich, dass er mit dem Sport verbunden bleibe. “Das heißt jetzt nicht, dass ich weggehe vom Trainer. Ich habe den Trainerschein und lege das definitiv nicht zur Seite.” 

+++ 17.19 Uhr: Nach Razzia im Rotlichtmilieau: Fünf Verdächtige in Untersuchungshaft +++

Zwangsprostitution 21.45Nach der Zerschlagung eines bundesweiten Prostitutionsnetzwerks sitzen fünf Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ihnen werde gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern, Zwangsprostitution, Zuhälterei und das Vorenthalten von Arbeitsentgelten vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt. Nachdem zunächst drei Beschuldigte in Untersuchungshaft geschickt wurden, kamen am Nachmittag nach der Vorführung bei einem Haftrichter noch zwei weitere hinzu. Im Fall der Hauptbeschuldigten, einem deutsch-thailändischen Ehepaar aus Siegen, war am Donnerstagnachmittag noch keine Entscheidung verkündet worden. Es geht um einen 62-jährigen Mann und seine 59 Jahre alte Frau.

Bei der Großrazzia im Rotlichtmilieu hatten am Mittwochmorgen mehr als 1500 Bundespolizisten 62 Orte in zwölf Bundesländern durchsucht. Im Fokus standen Menschenhandel und Zwangsprostitution von vorrangig transsexuellen Prostituierten aus Thailand.

+++ 17.06 Uhr: 100 Festnahmen bei Demonstrationen gegen Regierung in Armenien +++

Bei Demonstrationen in Armenien gegen den neuen Ministerpräsidenten Sersch Sargsjan sind nach Polizeiangaben etwa 100 Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Lage am Regierungsgebäude in der Hauptstadt Eriwan war gespannt, wie Augenzeugen berichteten.

Stark bewaffnete Polizeikräfte riegelten das Gebäude gegen die Demonstranten ab. Ex-Präsident Sargsjan, der sich am Dienstag vom Parlament zum Regierungschef hatte wählen lassen, kam mit gepanzerten Fahrzeugen zu seiner ersten Kabinettssitzung. Die Proteste mehrerer Tausend Menschen in der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus dauern seit Tagen an. Dabei geht es nicht nur um den neuen Posten mit erweiterter Macht für Sargsjan. Junge Armenier sind enttäuscht über die schlechte wirtschaftliche Lage ihres Landes.

+++ 16.53 Uhr: Verkehrsminister billigen Vorschlag zum begleiteten Fahren mit 16 +++

Die Verkehrsminister der Länder haben einen Vorschlag gebilligt, wonach Jugendliche schon mit 16 begleitet Auto fahren dürften. Den Vorstoß hatten Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemacht. Der Kieler Staatssekretär für Verkehr, Thilo Rohlfs, erklärte bei der Frühjahrskonferenz der Minister in Nürnberg: “Begleitetes Fahren ab 16 Jahren rückt ein Stück näher.” Dafür müsse allerdings noch die EU-Kommission überzeugt werden. Bislang gelte in der EU für den Autoführerschein das Mindestalter 17. Laut Rohlfs wird der EU-Führerschein-Ausschuss im Herbst zu dem Thema tagen.

+++ 16.50 Uhr: Kleinflugzeug in Nordirland abgestürzt – zwei Tote befürchtet +++

Ein Kleinflugzeug ist in der Nähe der nordirischen Hauptstadt Belfast abgestürzt. Das teilte die Polizei in dem britischen Landesteil per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Über Tote oder Verletzte gab es zunächst keine gesicherten Informationen. Dem Bericht eines lokalen Radiosenders zufolge könnte es aber zwei Todesopfer gegeben haben.

Medienberichten zufolge soll es sich um ein Flugzeug vom Typ Cessna gehandelt haben. Das Unglück soll sich um die Mittagszeit ereignet haben. Die Absturzstelle liegt in der Nähe des Belfaster Flughafens. Der Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt, teilte der International Belfast Airport mit. Die verunglückte Maschine sei nicht von dem Flughafen gestartet oder dorthin unterwegs gewesen.

+++ 16.38 Uhr: Deutschland sagt EU Aufnahme von 10.200 Flüchtlingen aus Krisenregionen zu +++

Deutschland wird im Rahmen eines EU-Programms 10.200 schutzbedürftige Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten aufnehmen. Diese Zahl habe die Bundesregierung der EU-Kommission für dieses und das kommende Jahr zugesagt, teilte das Bundesinnenministerium in Berlin mit. Deutschland nimmt zusammen mit Frankreich damit die meisten Flüchtlinge auf. Insgesamt soll über das EU-Programm mindestens 50.000 Menschen Schutz gewährt werden.

Das Bundesinnenministerium verwies darauf, dass aus der Türkei in einem regelmäßigen Verfahren syrische Schutzbedürftige aufgenommen würden. “Zudem bereitet die Bundesregierung aktuell die Aufnahme von 300 schutzbedürftigen Personen vor, die aus libyschen Gefängnissen kommen”, hieß es weiter. Die Flüchtlinge würden nach einer Übergangszeit von zwei Wochen im Grenzdurchgangslager Friedland anhand des sogenannten Königsteiner Schlüssels auf die Bundesländer verteilt.

+++ 16.24 Uhr: Reul: Kein rechtsextremer Hintergrund bei Amokfahrt von Münster +++

Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden schließen einen rechtsextremistischen Hintergrund der Amokfahrt von Münster aus. Das berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Nachrichtendienste hätten keinerlei Kontakte des Täters zu rechtsextremistischen Organisationen oder Hinweise auf entsprechende Texte bei ihm gefunden.09-Innenminister Seehofer warnt vor weiteren Anschlägen in Deutschland-5766831383001

Am 7. April war ein 48-Jähriger mit einem Campingbus in eine Menschenmenge in der Münsteraner Innenstadt gerast. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, über 20 wurden verletzt. Anschließend erschoss sich der Mann. “Das hat viel mit seinem eigenen Leben zu tun und Schuldzuweisungen, warum das so verlaufen ist. Ein Gefühl von Verschwörung stand im Raum”, sagte Reul. Ein Schreiben des Amokfahrers an den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Münster werde noch ausgewertet.

+++ 15.50 Uhr: Auch Russland legt bei WTO Beschwerde gegen US-Stahlzölle ein +++

Nach China, der EU und anderen Ländern hat auch Russland bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde gegen die US-Zölle auf Stahl und Aluminium eingelegt. Moskau argumentiert, Washington mache zwar seine nationale Sicherheit geltend, im Grunde handele es sich aber um Schutzzölle, wie aus einem bei der WTO veröffentlichten Schreiben hervorgeht. Russland verlangt nun Gespräche mit den USA. Man halte sich alle weiteren Optionen offen.

Gemäß den WTO-Regeln sind unter bestimmten Auflagen “Ausgleichsmaßnahmen” möglich, wenn ein Land Schutzzölle verhängt. Das können Zölle im gleichen Umfang auf Exportprodukte des Handelspartners sein. Die EU behält sich vor, solche Zölle zum Beispiel auf amerikanischen Whiskey und Motorräder zu erheben.

+++ 15.27 Uhr: Priester verspielt mehr als 500.000 Euro an Kirchengeldern in Italien +++

Ein italienischer Priester hat mehr als eine halbe Million Euro an Geldern seiner Kirchengemeinde in Glückspielen verprasst. Dies berichteten italienische Medien unter Berufung auf die örtliche Katholische Kirche. Der 48-Jährige hat sich demnach der Unterschlagung schuldig bekannt und dafür eine zweijährige Haftstrafe ausgehandelt.

Als Teil der Vereinbarung musste er versprechen, das Geld schrittweise zurückzuzahlen. Außerdem unterzieht er sich einer Spielsucht-Therapie – mit dem Segen der Kirche. Der Mann habe Unterstützung sowohl im Gebet als auch im Willen gefunden, bald zur Arbeit als Pfarrer zurückzukehren, hieß es in einer Mitteilung des Bistums Treviso. Bereits im Oktober 2016 hatte er das Amt als Pfarrer in Spinea bei Venedig niedergelegt. Damals erklärte die örtliche Kirchengemeinde, dass er unter Erschöpfungserscheinungen leide. 

+++ 15.23 Uhr: Antisemitischer Gürtelschläger stellt sich offenbar der Polizei +++

Nach dem erneuten antisemitischen Übergriff in Berlin hat sich ein 19-jähriger Tatverdächtiger bei der Polizei gestellt. Er suchte am Donnerstagmittag im Beisein seiner Rechtsanwältin die Berliner Polizei auf, wie die Ermittler in der Hauptstadt mitteilten. Unter anderem aufgrund von Zeugenhinweisen nach der Attacke vom Dienstagabend wurde der 19-Jährige demnach als tatverdächtig ermittelt.

Der Mann soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin noch am Donnerstag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden, wie die Polizei weiter mitteilte. Aus einer Gruppe von drei Männern waren auf einer Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg zwei 21 und 24 Jahre alte Männer attackiert worden, wobei ein Opfer durch Schläge mit einem Gürtel leicht verletzt wurde. Diese Schläge soll der 19-Jährige ausgeführt haben. Die Angegriffenen trugen Kippas, die traditionelle Kopfbedeckung von Menschen jüdischen Glaubens.Antisemitische Attacke in Berlin 19.20

+++ 15.19 Uhr: Erstes Urteil im Missbrauchsfall bei Freiburg: Zehn Jahre Haft +++

Im ersten Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Jungen im Raum Freiburg ist ein 41 Jahre alter Deutscher zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Freiburg Sicherungsverwahrung an.

+++ 15.14 Uhr: Díaz-Canel zum neuen kubanischen Präsidenten gewählt +++

Miguel Díaz-Canel wird neuer Staatspräsident von Kuba. Das Parlament in Havanna wählte den bisherigen Vizepräsidenten zum Nachfolger von Präsident Raúl Castro, wie die Staatsmedien meldeten. Damit endet nach rund sechs Jahrzehnten die Ära Castro.

+++ 14.42 Uhr: Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen IS-Anhängerin Safia S. +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil gegen die jugendliche IS-Sympathisantin Safia S. wegen versuchten Mordes und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung bestätigt. Das Mädchen, das im Februar 2016 einen Polizisten in Hannover mit einem Messerstich in den Hals lebensgefährlich verletzt hatte, habe “im Auftrag” der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt und mit der Miliz “die konkrete Tat abgesprochen”, urteilte der BGH in Karlsruhe. Die damals 16-jährige S. war im Januar 2017 vom Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt worden, ihre Revision verwarf der BGH nun.

+++ 14.33 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Süden des Iran +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat den Süden des Iran erschüttert. Das Beben ereignete sich nach Angaben der Erdbebenwarte der Universität Teheran in der Region von Buschehr, wo sich Irans einziges Atomkraftwerk befindet. Wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Betreiber meldete, wurde das von Russland gebaute Atomkraftwerk aber nicht beschädigt.

Laut Rettungskräften gab es auch keine Opfer bei dem Beben, dessen Epizentrum in der dünnbesiedelten Region Kaki lag. Der Iran liegt auf mehreren tektonischen Bruchlinien und wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Erst in November verwüstete ein Erdstoß der Stärke 7,3 Teile der westlichen Provinz Kermanschah, dabei kamen mehr als 620 Menschen ums Leben.

+++ 14.26 Uhr: Brüssel fordert Aufklärung des Journalisten-Mords auf Malta +++

Ein halbes Jahr nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta hat die EU-Kommission eine lückenlose Aufklärung gefordert. Die zuständigen Behörden müssten die Ermittlungen so lange fortsetzen, bis die Verantwortlichen des Verbrechens gefunden und der Gerechtigkeit Genüge getan sei, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. “Die Kommission erwartet eine unabhängige und gründliche Untersuchung von Daphne Caruana Galizias Ermordung.”

Der Autorenverband Pen International hatte zuvor die schleppende Aufklärung des Verbrechens kritisiert. In einem offenen Brief beklagte der Autorenverband, die Ermittlungen genügten nicht den internationalen Ansprüchen “von Unabhängigkeit, Unbefangenheit und Effektivität”.

Die regierungskritische Journalistin war am 16. Oktober mit einer Autobombe auf der Mittelmeerinsel getötet worden. In einem Recherchekonsortium führen internationale Journalisten ihre Geschichten nun weiter. “The Daphne Project” auf der Plattform forbiddenstories.org unterstützen auch “Süddeutsche Zeitung”, NDR, WDR und “Die Zeit”.

+++ 14.07 Uhr: Merkel: Bündnis mit den USA ist “großer Schatz” +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel will bei ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche auch die schwierigen Themen klar ansprechen. “Wir haben eine Zeit, in der es auch Differenzen gibt”, sagte die CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit dem französischen Präsident Emmanuel Macron in Berlin. Sie betonte aber auch, dass sie trotz aller Meinungsverschiedenheiten fest zum transatlantischen Bündnis stehe. Es sei ein “großer Schatz, den ich auch hegen und pflegen möchte”.18-Merkel verurteilt antisemitischen Angriff in Berlin-5772638307001

Merkel reist Ende nächster Woche zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt Trumps im Januar 2017 nach Washington. Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Es gibt weitreichende Meinungsverschiedenheiten in den Bereichen Freihandel, Klimaschutz, Umgang mit internationalen Vereinbarungen und Organisationen. Macron wird in der kommenden Woche – wenige Tage vor Merkel – ebenfalls in Washington erwartet.

+++ 14.06 Uhr: AfD: “Berghain”-Antrag ist zurückgezogen +++

Der Antrag der AfD gegen den Berliner Club “Berghain” ist zurückgezogen worden. Das sagte der Sprecher des AfD-Landesverbands, Ronald Gläser, der Deutschen Presse-Agentur. “Die AfD ist keine Verbotspartei.” Zuvor hatte ein Antrag im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg für Wirbel gesorgt, der den Club mit Blick auf Sex und Drogen attackiert hatte. Antragsstellerin war Sibylle Schmidt (parteilos), die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bezirksparlament. Die AfD hat in dem Bezirk 3 der 55 Sitze.

+++ 13.57 Uhr: Juncker will mit EU-Parlament über Folgen von Selmayr-Affäre sprechen +++

Selmayrgate Brüssel 12.58Nach der Rüge wegen der umstrittenen Beförderung seines Vertrauten Martin Selmayr bietet EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dem EU-Parlament Gespräche über mögliche Konsequenzen an. Juncker sei bereit, persönlich am geplanten Runden Tisch zur Änderung der Berufungsregeln teilzunehmen, sagte sein Sprecher Margaritis Schinas in Brüssel.

Das Europaparlament hatte am Mittwoch deutliche Kritik an der undurchsichtigen Blitzbeförderung Selmayrs zum höchsten Beamten der EU-Kommission geübt. Selmayr wird seinen neuen Posten als Generalsekretär aber aller Voraussicht nach behalten. Ziel der Gespräche aller EU-Institutionen am Runden Tisch soll eine Änderung der Regeln sein, damit sich Ähnliches nicht wiederholt.

+++ 13.52 Uhr: Aktivisten: Dutzende Tote bei IS-Überraschungsangriff im Osten Syriens +++

Bei einem Überraschungsangriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens sind laut Aktivisten dutzende Menschen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bei dem Angriff auf die Stadt Majadin in der Provinz Deir Essor seien 25 Kämpfer der Regierungstruppen und 13 Dschihadisten getötet worden. Ein Militärvertreter bestritt, dass es einen Angriff auf Armeestellungen gegeben habe.

+++ 13.51 Uhr: Macron: Souveränität Europas wird von Weltordnung getestet +++

Europa steht aus Sicht von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an einer Wegscheide. “Wir leben in einem Moment des europäischen Abenteuers, das wirklich einzigartig ist”, sagte er am Rande eines Treffens mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Die gemeinsame Souveränität Europas werde von der Weltordnung getestet und auf den Prüfstand gestellt. Macron nannte Handelsherausforderungen sowie große technologische und klimatische Umbrüche. “Auch innerhalb unserer Staaten entstehen Zweifel und entstehen stark nationalistische Visionen.” Der Moment sei absolut entscheidend für die Zukunft Europas. Merkel wollte am Donnerstag mit Macron unter anderem über die Stärkung der Eurozone sprechen. Gegen Macrons weitreichende Reformpläne gibt es in Berlin vor allem in der Unionsfraktion Bedenken.17-Macron mahnt bei EU-Reformen zur Eile-5771833240001

+++ 13.34 Uhr: Ungarn: Terrorurteil gegen Rechtsextremisten Budahazy aufgehoben +++

Das Budapester Berufungsgericht hat das Terrorurteil gegen den Rechtsextremisten György Budahazy aufgehoben und zugleich ein neues Verfahren angeordnet. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Donnerstag.

Budahazy war im August 2016 wegen diverser Bombenanschläge, bei denen niemand verletzt wurde, zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Die Anschläge in der Zeit zwischen 2007 und 2009 hatten Politikern der damaligen Mitte-Links-Regierung gegolten. 14 Mitangeklagte erhielten Strafen zwischen fünf und zwölf Jahren, zwei weitere Bewährungsstrafen. Auch diese Urteile hob das Berufungsgericht auf.

+++ 13.22 Uhr: Papst Franziskus zitiert Kardinal Marx nach Rom +++

Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, im Streit um die Kommunion für evangelische Christen nach Rom zitiert. Marx habe der “der Wunsch des Heiligen Vaters erreicht, wonach dieser vorschlägt, in der Sache ein Gespräch in Rom zu führen”, erklärte die Bischofskonferenz in Bonn. Diesen Wunsch des Papsts begrüße der Kardinal ausdrücklich.

Der Streit dreht sich um einen Beschluss der deutschen Bischöfe vom Februar, laut dem bei Ehepaaren mit verschiedener Konfession künftig in Einzelfällen auch der protestantische Partner die Kommunion empfangen darf. Wegen dieses von ihnen abgelehnten Beschlusses wandten sich mehrere deutsche Bischöfe an den Papst. Die Bischofskonferenz bestritt am Donnerstag, dass die umstrittene Handreichung im Vatikan oder vom Papst abgelehnt worden sei.

+++ 13.08 Uhr: Habeck gibt Ministeramt am 31. August ab +++

Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck gibt sein Amt als Kieler Umweltminister am 31. August ab. Dieses Datum für den seit Januar feststehenden Schritt nannte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Vor seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Grünen im Januar hatte die Partei die Satzung so geändert, dass Habeck, 48, maximal acht Monate lang sowohl Parteichef als auch Minister sein kann. Die Ämtertrennung gehört zu den Grundprinzipien der Grünen. Als Habecks Nachfolger auf dem Ministerposten in Kiel steht der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht bereit. Der 35-Jährige wird das Amt am 1. September antreten.

+++ 13.06 Uhr: Kindesmissbrauch in rund 280 Fällen – Ex-Horterzieher vor Gericht +++

Nach siebenjähriger Flucht steht ein ehemaliger Horterzieher wegen Kindesmissbrauchs in mehr als 280 Fällen vor dem Berliner Landgericht. Dem 54-Jährigen werden sexuelle Übergriffe auf drei Jungen in der Zeit von 1991 bis 2010 vorgeworfen. Die Schüler seien sechs bis zwölf Jahre alt gewesen. Laut Anklage soll der Mann einen der Jungen in 281 Fällen missbraucht haben. Im mutmaßlichen Tatzeitraum von 1991 bis 1997 sei er Erzieher des Schülers im Rahmen der Hortbetreuung in einer Kindertagesstätte in Berlin gewesen. Im August 2008 soll sich der Angeklagte in seiner Wohnung an einem zehnjährigen Jungen vergangen haben. Im Mai 2010 sei es zu einem Übergriff auf einen Elfjährigen gekommen, den der Angeklagte in seiner damaligen Funktion als Computerlehrer kennengelernt habe. Zudem habe der Mann Kinderpornografie besessen.

Der ehemalige Erzieher hatte sich den Angaben zufolge nach einer Anzeige der Mutter des Elfjährigen im Sommer 2010 ins Ausland abgesetzt. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Mai 2017 habe sich er in Bulgarien gestellt. Seit zwei Monaten befindet sich der Angeklagte auf freiem Fuß. Das Berliner Kammergericht hatte den Haftbefehl aufgehoben, weil es zu Verfahrensverzögerungen durch die Staatsanwaltschaft gekommen sei. Der Prozess wird am 8. Mai fortgesetzt.

+++ 12.58 Uhr: Echo-Debatte: Plattenfirma kündigt Kampagne gegen Antisemitismus an +++

Wegen der Debatte um den Echo für ein als judenfeindlich kritisiertes Rap-Album will die Plattenfirma BMG eine Kampagne gegen Antisemitismus starten. Die Musikrechte-Tochter des Medienunternehmens Bertelsmann schiebt das Projekt mit rund 100.000 Euro an, wie BMG in Berlin mitteilte. “Gemeinsam mit sachverständigen Organisationen sollen Projekte zur Bekämpfung der besorgniserregenden Entwicklung an Schulen ausgesucht werden.” Der Schwerpunkt dabei soll in Berlin liegen.

BMG hatte in Kooperation mit den Musik-Labels Banger Musik und Alpha Music Empire der Rapper Farid Bang und Kollegah das umstrittene Album “Jung, Brutal, Gutaussehend 3″ veröffentlicht. Die Musiker waren letzte Woche für das Werk mit dem Musikpreis “Echo” ausgezeichnet worden. Textzeilen wie “Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen” und “Mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow” hatten heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst. In einer Stellungnahme hatte sich BMG hinter die Künstler gestellt. “Wir nehmen Künstler und künstlerische Freiheit ernst, und wir sagen unseren Künstlern nicht, was ihre Texte enthalten sollten und was nicht”, hieß es am Mittwoch. “Zweifellos haben einige Songtexte auf JBG3 viele Menschen zutiefst verletzt. Andererseits waren viele Menschen ganz klar nicht so sehr verletzt, insofern, dass es zu einem der meistverkauften Alben des vergangenen Jahres in Deutschland wurde.”Echo 2018 Reaktionen auf Campino-Rede_12.30

+++ 12.56 Uhr: “Bieyoncé” amüsiert Bieber-Fans bei Instagram +++

15: Beyoncé bringt die Band wieder zusammen – spoton_article_695938Justin Bieber (24) ist offensichtlich ein großer Fan von Beyoncé (36): Der kanadische Popstar postete eine Fotomontage bei Instagram, die sein Gesicht auf dem Körper der US-Sängerin zeigt. Die Kunstfigur hat Beyoncés lange blonde Mähne. Daneben schrieb er: “Ihr müsst alle meine Schwester Rachel Bieber kennenlernen.” Biebers eigene Fans reagierten überwiegend amüsiert. Ein Instagram-Nutzer nannte die Montage “Bieyoncé”, ein anderer “Justine”, wieder ein anderer schrieb nur “wunderschön”. Ein weiterer Kommentar richtete sich direkt an den Sänger: “Du bist ein Idiot …
natürlich auf eine gute Art und Weise.”

+++ 12.51 Uhr: Deutschland gewährt in EU am weitaus häufigsten Asyl +++

Deutschland hat im vergangenen Jahr mehr Menschen Asyl oder einen anderen Schutzstatus gewährt als alle anderen 27 EU-Staaten zusammen. 60 Prozent der positiven Entscheidungen in der Europäischen Union seien in der Bundesrepublik getroffen worden, teilte das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Das waren 325 400 von insgesamt 538 000. Es folgen mit weitem Abstand Frankreich mit 40.600 und Italien mit 35.100 positiven Schutzbescheiden.

EU-weit ging die Zahl der neuen Anerkennungen von Schutzsuchenden im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent zurück. Die meisten von ihnen kamen aus drei Krisenstaaten: 33 Prozent aus Syrien, 19 Prozent aus Afghanistan und 12 Prozent aus dem Irak. Von den Personen, denen in der EU der Schutzstatus zuerkannt wurde, erhielt jeder zweite Flüchtlingsstatus; 189.000 erhielten subsidiären Schutz und 77.500 eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen. 

+++ 12.49 Uhr: Roboter baut in neun Minuten Ikea-Stuhl zusammen +++

Wissenschaftler der Technischen Universität von Nanyang im Stadtstaat Singapur haben einen Roboter entwickelt, der in rund neun Minuten einen Holzstuhl von Ikea zusammenbauen kann. Der Roboter braucht exakt acht Minuten und 55 Sekunden. Er fotografiert zunächst die auf dem Boden ausgebreiteten Einzelteile mit einer 3D-Kamera, packt dann mit zwei Greifarmen die Holzteile und Schrauben und setzt alles zusammen. “Für einen Roboter ist es viel komplexer, einen Ikea-Stuhl zusammenzubauen, als es erst einmal aussieht”, sagte Projektleiter Pham Quang Cuong. Die Aufgabe müsse in viele verschiedene Schritte unterteilt werden. Programmiert werden müsse etwa, dass der Roboter die verschiedenen Bauteile identifizieren kann, dass er die Kraft dosiere, mit der er die Teile aufhebt, oder dass die beiden Arme sich nicht behindern dürfen.

Die Wissenschaftler wollen ihren Roboter nun weiterentwickeln – er soll auch andere Möbelstücke zusammenbauen, eine Bauanleitung lesen oder ein fertiges Produkt beurteilen können. Sie arbeiten bereits mit Unternehmen aus der Auto- und Luftfahrtindustrie zusammen – dort könnte der Roboter am Band arbeiten.

+++ 12:28 Uhr: Drei Verdächtige geben nach tödlicher Attacke in Passau Schläge zu +++

Nach der tödlichen Attacke gegen einen 15-Jährigen in Passau haben drei der fünf festgenommenen Tatverdächtigen Schläge auf das Opfer zugegeben. Ein weiterer der mutmaßlichen Angreifer bestreite die Tat, der andere schweige, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau, Walter Feiler, am Donnerstag auf Anfrage. Da die Aussagen der zumindest zum Teil geständigen drei Angreifer aber nicht zusammenpassten, müsse deren Wahrheitsgehalt nun geprüft werden.

+++ 12:06 Uhr: Wolf ist in den Niederlanden angekommen +++

Der Wolf ist in den Niederlanden angekommen. Er ist von Niedersachsen aus in das Nachbarland vorgedrungen. Nach etlichen Sichtungen in den vergangenen Monaten ergaben Untersuchungen, dass Wölfe für zwölf totgebissene Schafe an einem Märzwochenende in der Provinz Drenthe verantwortlich sind. Wie niederländische Medien berichteten ist unklar, ob es sich um einen oder mehrere Wölfe handelte. Noch untersucht werden zehn weitere vor kurzem in den Provinzen Drenthe und Groningen gerissene Schafe. Die Halter können zwar wie in Niedersachsen eine Entschädigung beantragen, sorgen sich aber dennoch wegen der Rückkehr des Wolfs.

Wolf in Deutschland

+++ 11:56 Uhr: Parlamentarisches Nachspiel für Söder wegen Verkaufs von GBW-Wohnungen +++

Der Verkauf von 32.000 Wohnungen der GBW-Gruppe hat für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kurz vor der bayerischen Landtagswahl ein parlamentarisches Nachspiel. SPD, Grüne und Freie Wähler im bayerischen Landtag verständigten sich auf einen Fragenkatalog für einen Untersuchungsausschuss, der noch in der kommende Woche eingesetzt werden soll, wie die Fraktionen am Donnerstag in München mitteilten. Sie werfen Söder vor, als damals verantwortlicher Finanzminister beim Verkauf der Wohnungen gelogen zu haben.

+++ 11:36 Uhr: Konstanzer Bürgermeister kritisiert Inszenierung von “Mein Kampf” +++

Die geplante Verwendung von Hakenkreuz-Symbolen während einer Theateraufführung von George Taboris Farce “Mein Kampf” in Konstanz stößt beim Kulturbürgermeister der Stadt auf Kritik. “Die Aktion ist offenbar durch die Kunstfreiheit gedeckt, der Intendant ist ausgewiesener Jurist. Aber hier werden Grenzen in verantwortungsloser Weise überschritten, die auch im Namen der Kunst nicht überschritten werden dürfen”, sagte Andreas Osner.

“Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn Besucher aus dem rechten Spektrum die Aufführung okkupieren und die Inszenierung mit den nationalsozialistischen Armbinden für sich ausschlachten”, sagte Osner weiter. Die Freikarten-Idee hat bereits für viel Kritik gesorgt.

Das Theater will Besuchern, die sich verpflichten, während der Vorstellung im Saal ein Hakenkreuz-Symbol zu tragen, freien Eintritt gewähren. Inszeniert wird das Stück von Regisseur Serdar Somuncu, die Premiere ist am Freitag (20. April).

Festival in Ostritz_17.15

+++ 11:34 Uhr: London kündigt Verbot von Strohhalmen und Wattestäbchen aus Kunststoff an

Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung bis Ende des Jahres Strohhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen aus Kunststoff verbieten. Ein entsprechendes Gesetz kündigte Umweltminister Michael Gove am Donnerstag im Rundfunksender BBC an. Das Verbot sei angesichts der Verschmutzung vor allem der Weltmeere von “globaler Dringlichkeit”. In Großbritannien werden jedes Jahr 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme weggeworfen.

Adieu PappbecherDas Gesetz soll Wegwerfartikel aus Plastik reduzieren, wie die Regierung weiter mitteilte. Es werde aber Ausnahmen geben, etwa im medizinischen Bereich.

Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. So plant die Regierung ein Pfandsystem für Plastikflaschen. Zudem sollen Kunden künftig in allen Läden für Plastiktüten zahlen – bislang gilt dies nur für große Geschäfte. Dort kosten Plastiktüten fünf Pence (5,7 Cent) das Stück.

+++ 9:33 Uhr: Razzia in Rotlichtmilieu – Drei Verdächtige in Untersuchungshaft +++

Nach der Zerschlagung eines bundesweiten Prostitutions-Netzwerks sitzen drei Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ihnen werde die gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern sowie Zwangsprostitution, Zuhälterei und das Vorenthalten von Arbeitsentgelten vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Bei vier weiteren Verdächtigen werde am Donnerstag der Haftrichter entscheiden, ob sie in Haft kommen. Darunter seien auch die Hauptbeschuldigten, ein deutsch-thailändisches Ehepaar aus Siegen in Nordrhein-Westfalen.

Zwangsprostitution 21.45Bei der Großrazzia im Rotlichtmilieu hatten mehr als 1500 Bundespolizisten am Mittwochmorgen 62 Orte in zwölf Bundesländern durchsucht. Im Fokus der Beamten standen vor allem Menschenhandel und Zwangsprostitution von vorrangig transsexuellen Prostituierten aus Thailand. Dabei sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft 81 Menschen mit illegalem Aufenthaltstitel entdeckt worden.

+++ 9:21 Uhr: Deutsch-syrischer Islamist Sammar im Norden Syriens festgenommen +++

Der deutsch-syrische Islamist Mohammed Haidar Sammar ist nach kurdischen Angaben im Norden Syriens festgesetzt worden. Sammar soll der Hamburger Zelle um Mohammed Atta, einem der Attentäter vom 11. September 2001, eng verbunden gewesen sein. Zuletzt soll er sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

Er werde von kurdischen Sicherheitsdiensten in deren Hauptquartier in Rakkka verhört, sagte ein Militärsprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein hochrangiger Vertreter der Kurdenmiliz YPG berichtete, Sammar sei vor einigen Tagen nach längerer Observation im Norden Syriens festgenommen worden. Zunächst hatte die “Bild”-Zeitung (Donnerstag) über die Festnahme beichtet.

+++ 9:17 Uhr: Korallen vor australischer Küste im Jahr 2016 massenhaft abgestorben +++

Die Korallen im Great Barrier Reef vor der Küste Australiens sind im Jahr 2016 einem Bericht zufolge massenhaft abgestorben. Rund 30 Prozent der Korallen in dem Riff seien der Hitzewelle zwischen März und November 2016 zum Opfer gefallen, heißt es in einer am Donnerstag in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlichten Studie. Die tödliche Korallenbleiche war demnach zwischen 2016 und 2017 so umfangreich wie nie zuvor.

Muell in der Karibik 17.00Ohne drastische Maßnahmen zum Schutz des Riffs würden die Korallen nicht überleben können, sagte einer der Autoren der Studie, Terry Hughes von der australischen James Cook University, der Nachrichtenagentur AFP. Da sich manche Korallenarten den steigenden Meerestemperaturen besser anpassen könnten als andere, verändere sich das gesamte Ökosystem des Riffs, von dem viele andere Meeresbewohner abhängen.

+++ 8:40 Uhr: Mutmaßlicher Terrorhelfer arbeitet für AfD-Bundestagsabgeordneten +++

Jan Nolte AfDEin mutmaßlicher Komplize des terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. arbeitet für den AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Nolte. Das bestätigte der AfD-Verteidigungspolitiker “Zeit Online”. Dem Bericht zufolge verschickte der mutmaßliche Terrorhelfer Oberleutnant Maximilian T. im Februar im Auftrag Noltes von einem der Bundestagsaccounts des Abgeordneten eine E-Mail als “persönlicher Referent”.

Gegen T. ermittelt nach wie vor die Bundesanwaltschaft. Er wird verdächtigt, gemeinsam mit Franco A. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Unter dieser Formulierung verfolgt die Bundesanwaltschaft Fälle, in denen es mutmaßlich um Terrorismus geht.

12: Anklage gegen Bundeswehroffizier Franco A wegen Anschlagsplanung erhoben – 8f72ee1000ed13eaDer Bundeswehroffizier Franco A. soll sich als syrischer Flüchtling ausgegeben und unter dieser Tarnung Anschläge vorbereitet haben. T. gilt als ein mutmaßlicher Komplize, bestreitet aber die Vorwürfe.

Nolte teilte “Zeit Online” mit, T. habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Er kenne ihn als “differenzierten und besonnenen jungen Menschen”, erklärte der AfD-Abgeordnete. “Ich bin überzeugt davon, dass er unschuldig ist.” Darüber hinaus habe er von Anfang klargestellt, dass das Arbeitsverhältnis sofort beendet wäre, sollte sich einer der Vorwürfe als wahr erweisen.

+++ 8:16 Uhr: Waffe gefunden: Dreijährige in USA schießt auf schwangere Mutter +++

In den USA hat ein dreijähriges Mädchen seine schwangere Mutter mit einer Schusswaffe schwer verletzt. Das Mädchen hatte die Waffe im Auto gefunden, wie der Sender ABC7 unter Berufung auf die Polizei meldete.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag auf einem Parkplatz in Merrillville im Bundesstaat Indiana. Der Partner der Frau hatte den Berichten zufolge die geladene Handfeuerwaffe auf der Mittelkonsole des Wagens liegen lassen und ging in einen Laden. Die Mutter, die Dreijährige sowie ein einjähriger Junge warteten im Auto. Das Mädchen ergriff demnach die Waffe und feuerte einen Schuss ab, der die Mutter in die Brust traf.

+++ 6:19 Uhr: Seeleute streiken - Keine Fähren in der Ägäis bis Freitag +++

Griechische Seeleute haben am Donnerstag schon den zweiten Tag in Folge den Fährverkehr in Griechenland lahmgelegt. Die meisten Fähren in der Ägäis und im Ionischen Meer blieben in den Häfen, wie die Küstenwache am Donnerstagmorgen mitteilte. Die Fähren sollen nach Angaben der Seeleutegewerkschaft (PNO) erst am Freitagmorgen um 6.00 Uhr Ortszeit (05.00 MESZ) wieder auslaufen.

Die Seeleute protestieren gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Kurz- und Schwarzarbeit sowie gegen den Einsatz von Fähren aus anderen Staaten im Inlandsverkehr.

+++ 6:18 Uhr: Bundestagsvizepräsident fordert mehr Engagement gegen Antisemitismus +++

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) hat den jüngsten antisemitischen Angriff in Berlin scharf verurteilt. “Das Judentum gehört zu Deutschland. Wer das nicht akzeptiert, hat hier nichts verloren”, sagte Oppermann der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Donnerstag. “Es muss klar sein: Für Antisemitismus gibt es keinen Platz in Deutschland”, betonte er.

Drei Unbekannte hatten laut Polizei zwei Kippa tragende junge Männer auf einer Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg attackiert, wobei ein Opfer durch Schläge mit einem Gürtel leicht verletzt wurde.

Antisemitische Attacke in Berlin 19.20

+++ 5:19 Uhr: Nasa-Weltraumteleskop “Tess” zur Planetensuche gestartet +++

Das Weltraumteleskop “Tess” ist zur Planetensuche ins All gestartet. “Tess” (Transiting Exoplanet Survey Satellite) habe in der Nacht zum Donnerstag erfolgreich an Bord einer “Falcon 9″-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Rund zwei Monate nach dem Start soll der Planetenjäger “Tess” in seiner Umlaufbahn angekommen sein und Daten senden. Die rund 200 Millionen Dollar teure Mission ist erstmal auf etwa zwei Jahre angelegt.

+++ 5:09 Uhr: Bericht: Länder wollen höhere Bußgelder für Raser +++

Die Bundesländer setzen sich für höhere Bußgelder für Raser, Drängler und Falschparker ein, die mit ihrem Verhalten andere in Gefahr bringen. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die am Donnerstag in Nürnberg beginnende Verkehrsministerkonferenz hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag) vorliegt. Demnach verlangen die Länder von der Bundesregierung, dass entsprechende Verstöße “empfindlich sanktioniert werden”. Ziel solle sein, “die erforderliche abschreckende Wirkung der Sanktionen zu entfalten”.

+++ 5:07 Uhr: Hofreiter: Macrons Besuch ist eine “europapolitische Bewährungsprobe” für Merkel +++

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sieht in dem Besuch von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine “europapolitische Bewährungsprobe” für Kanzlerin Angela Merkel (CDU). “Diese Regierung ist mit einem pro-europäischen Versprechen angetreten, doch alle Zeichen stehen derzeit auf Blockade”, sagte Hofreiter der Nachrichtenagentur AFP. Macron ist am Donnerstag in Berlin zu Gast, um für seine Ideen für eine EU-Reform zu werben.

+++ 5:06 Uhr: Spahn: Kann mir nicht vorstellen, meine Eltern selbst zu pflegen +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich nach eigenen Worten nicht vorstellen, seine Eltern selbst zu pflegen. “Meine Eltern würden es auch nicht erwarten, dass ich meinen Beruf aufgebe, um sie zu pflegen”, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der ARD-Sendung “Maischberger”. Der auch für Pflege zuständige Minister ergänzte: “Ich würde so oft wie möglich versuchen, zuhause zu sein und mitzuhelfen.” Alle würden in ihren Familien das Thema weit wegschieben – “meistens, bis es zu spät ist”. Er habe das Gespräch hierüber mit seinen Eltern erst gesucht, als er vor Jahren in einer Talksendung darauf angesprochen worden sei, erzählte Spahn.

TV-Kritik Maischberger_6.10

+++ 4:50 Uhr: Mehr Senioren hinter Gittern +++

In einer zunehmend alternden Gesellschaft nimmt auch die Zahl der Senioren hinter Gittern zu. “Mehrere Bundesländer haben bereits auf die demografische Entwicklung im Justizvollzug reagiert und entsprechende Haftplätze vorgesehen, die pflegebedürftigen oder betreuungsintensiven Inhaftierten im höheren Alter vorbehalten sind”, sagt der Vorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, René Müller. 

+++ 4:34 Uhr: Israel setzt Feiern zum Gründungsjubiläum fort +++

Mit einer großen Flugshow setzen die Israelis an diesem Donnerstag die Feiern zum 70. Unabhängigkeitstag des jüdischen Staates fort. An der Flugshow nehmen erstmals auch Luftwaffen anderer Länder teil. Die Feierlichkeiten, die am Mittwochabend begannen, sollen 70 Stunden dauern und bis Samstagabend gehen. Während des Sabbats von Freitagabend an gibt es eine Ruhepause.

Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 ausgerufen. Staatsgründer David Ben Gurion verlas in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung. Israel feiert sein 70. Jubiläum allerdings nach dem hebräischen Kalender, deshalb beginnen die Feierlichkeiten schon am Abend des 18. April.

+++ 4:02 Uhr: Kubas Parlament wählt Nachfolger von Präsident Castro +++

Staffelübergabe an Kubas Staatsspitze: Das Parlament in Havanna hat am Mittwoch einen neuen Präsidenten gewählt. Der Nachfolger von Raúl Castro wird aber erst am Donnerstag bekannt gegeben. Alles deutet auf den bisherigen Vizepräsidenten Miguel Díaz-Canel hin. Erstmals seit fast sechs Jahrzehnten wird der starke Mann auf der sozialistischen Karibikinsel dann nicht mehr Castro heißen.

+++ 3:12 Uhr: Ex-Kinderfrau in den USA der Tötung zweier Kinder für schuldig befunden +++

In den USA ist eine ehemalige Kinderfrau für schuldig befunden worden, zwei ihr anvertraute Kinder erstochen zu haben. Nach zweitägigen Beratungen befanden die zwölf Geschworenen in New York die 55-jährige Yoselyn Ortega für schuldig, im Oktober 2012 ein sechsjähriges Mädchen und einen zweijährigen Jungen mit einem Küchenmesser im Badezimmer der elterlichen Wohnung in Manhattan getötet zu haben.

Ortega dürfte nun den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen. Das Strafmaß soll am 14. Mai verkündet werden.

New York Nanny

+++ 2:43 Uhr: Moskauer Gericht verlängert Hausarrest von Regisseur Serebrennikow +++

Ein Gericht in Moskau hat am Mittwoch den Hausarrest des regierungskritischen Regisseurs Kirill Serebrennikow verlängert. Der Richter habe entschieden, dass der Arrest bis zum 19. Juli verlängert werde, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Serebrennikow wird in einem umstrittenen Verfahren vorgeworfen, zwischen 2011 und 2014 fast eine Million Euro öffentliches Geld veruntreut zu haben. Ihm drohen zehn Jahre Haft. Der Film- und Theaterregisseur, der mehrmals am berühmten Bolschoi-Theater inszenierte, bezeichnete die Vorwürfe als “absurd”. 

+++ 2:28 Uhr: Baumarkt brennt ab – Großeinsatz der Feuerwehr +++

Bei einem Baumarkt-Brand im hessischen Limburg haben Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen gekämpft. Doch das Gebäude wurde in der Nacht zum Donnerstag vollständig zerstört. Der Schaden könnte in die Millionenhöhe gehen, sagte ein Polizeisprecher. Verletzte oder Vermisste gab es zunächst keine. Noch am frühen Donnerstagmorgen kämpften etwa 170 Feuerwehrleute und Katastrophenschützer des Technischen Hilfswerks gegen die weiter lodernden Flammen. Weitere Einsatzkräfte waren auf dem Weg. Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

+++ 0:37 Uhr:  Trump geht von Treffen mit Kim Jong Un aus++

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, in den kommenden Wochen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu treffen. “Es ist ein historischer Moment, und möglicherweise sogar mehr als das, wenn es denn klappt”, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) vor Medien in seinem Domizil in Mar-a-lago (Florida) nach einem Treffen mit Japans Regierungschef Shinzo Abe.

Er hoffe, dass Süd- und Nordkoreaner in Sicherheit, Frieden und Wohlstand zusammenleben könnten, sagte Trump. Es werde alles dafür getan, um sein Treffen mit Kim zu einem “weltweiten Erfolg” zu machen. Ein Treffen Trumps und Kims steht seit einigen Wochen für Ende Mai im Raum.

17-Medien-Rummel um Stormy Daniels-16.10

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