News des Tages: Erster Auftritt in China: 1000 Besucher trotzen Regen bei Tote-Hosen-Konzert

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Sächsische Polizei geht in Ostritz gegen Neonazis vor (16.08 Uhr)
  • Umfrage: 42 Prozent für CSU – SPD, Grüne und AfD gleichauf (13.58 Uhr)
  • Mitarbeiter von Hilfsorganisation im Jemen getötet (12.25 Uhr) 
  • Aulepp als Bremer SPD-Landeschefin bestätigt (12.25 Uhr) 
  • Grüne und AOK kritisieren Pläne Spahns für Krankenkassen (11.29 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 22.39 Uhr: Schüsse in saudischer Hauptstadt – angeblich Drohne abgeschossen +++

In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad haben Schüsse am Samstagabend für Aufregung gesorgt. Auf im Internet verbreiteten Videos waren laute Schüsse zu hören, die nahe des Königspalastes gefallen sein sollen. Die Polizei in Riad sprach in einer Stellungnahme von einer “nicht autorisierten” Drohne, die abgeschossen worden sei, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA auf ihrem offiziellen Twitter-Account berichtete.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte in den vergangenen Monaten eine Reihe von Reformen zur gesellschaftlichen Öffnung des Landes vorangetrieben. Erst am Mittwoch war das erste Kino des Landes nach mehr als 35 Jahren eingeweiht worden. Als letztes Land der Welt will die Ölmonarchie Frauen ab Juni auch im Königreich das Autofahren erlauben. Mithilfe seines Vaters König Salman versammelte er so zwar viele der überwiegend jungen Saudis hinter sich, machte sich aber unter den Konservativen und den Geistlichen auch einige Feinde. 

+++ 21.22 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Budapest gegen Regierung +++

Zehntausende Menschen haben am Samstagabend im Zentrum von Budapest gegen die rechtsnationale Regierung von Viktor Orban demonstriert. Die Menge skandierte “Wir sind die Mehrheit!” und “Demokratie!”. Die Redner riefen dazu auf, immer wieder auf die Straße zu gehen, wenn Orbans Regierung mit repressiven Gesetzen und Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft, unabhängige Medien oder kritische Mitbürger vorgeht. 

Es war die zweite Massenkundgebung in Folge, nachdem Orbans Fidesz-Partei bei den Wahlen am 8. April mit 49 Prozent der Stimmen eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit im Parlament gewonnnen hatte. Auch am Samstag vor einer Woche hatten Zehntausende in Budapest für die Demokratie demonstriert. Als eine der ersten Maßnahmen der neuen Volksvertretung hatte Orban die Annahme von Gesetzen angekündigt, die die Arbeit von Zivilorganisationen unmöglich machen sollen.

+++ 19.29 Uhr: Die Toten Hosen begeistern beim ersten Auftritt in China +++

Rhein-Rock im Reich der Mitte: Auch das schlechte Wetter in Peking konnte Campino und seinen Jungs die Laune nicht vermiesen. Die “Toten Hosen” waren umso motivierter – und wurden dafür gefeiert. Die Düsseldorfer traten auf dem “Yugong Yishan”-Musikfestival vor den Toren Pekings auf. Unweit der Großen Mauer bei Yanqing spielte die Gruppe als eine der Hauptattraktionen der zweitägigen Veranstaltung vor gut Tausend Zuschauern. Schlechtes Wetter mit Dauerregen und Wind beeinträchtigte den ersten Tag des Open-Air-Festivals. Campino war zunächst enttäuscht, fühlte sich von den Widrigkeiten aber umso mehr angespornt: “Zu sehen, wie viele Leute sich da den ganzen Tag in den Regen stellen und sich trotz der Umstände eine gute Zeit machen – das ist dann so ein Moment, da gehst du raus und willst dir zweimal soviel Mühe geben wie sonst”, sagte er nach dem Konzert.

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+++ 17.09 Uhr: Experte: Nordkorea könnte Waffeninspekteure ins Land lassen +++

Der Nordkorea-Experte Rüdiger Frank hat den von Pjöngjang verkündeten Atom- und Raketenteststopp als Zeichen der Entspannung gewertet, aber vor zu großem Optimismus gewarnt. “Nordkorea will eine erfolgreiche Exportwirtschaft aufbauen und muss deshalb die Sanktionen loswerden”, sagte Frank der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (F.A.S.). Pjöngjang strebe außerdem Wirtschaftshilfe an. Im Gegenzug könnte es internationale Inspekteure ins Land lassen. Der Wissenschaftler glaubt jedoch nicht, “dass Nordkorea seine Atomwaffen so schnell aufgeben wird”. Diese seien “die Lebensversicherung des Regimes”. Dessen grundsätzliche Linie in den bevorstehenden Verhandlungen mit den Nachbarstaaten und den USA beschrieb der Experte so: “Nordkorea will weder einseitig von China noch von Amerika abhängig sein.” Die derzeitige Annäherung könne rasch vorüber sein, sollten die wechselseitigen Erwartungen enttäuscht werden.

Frank lehrt an der Universität Wien und hält sich den Angaben zufolge seit Jahrzehnten regelmäßig in Nordkorea auf, wo er zu DDR-Zeiten studiert hat.

+++ 16.08 Uhr: Sächsische Polizei geht in Ostritz gegen Neonazis vor +++

Beim Rechtsrockfestival im ostsächsischen Ostritz ist die Polizei am Samstag gegen Neonazis mit verbotenen Aufschriften auf der Kleidung vorgegangen. Es seien “unter anderem Ordner mit markanten T-Shirts festgestellt worden”, erklärten die Beamten. Diese trügen die Aufschrift “Sicherheitsdienst Arische Bruderschaft” und zeigten zwei gekreuzte Stabhandgranaten. Die Staatsanwaltschaft in Görlitz sehe den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllt, erklärte die Polizei. Das dortige Amtsgericht habe einen richterlichen Beschluss “zur Beschlagnahme der T-Shirts und Plakate beziehungsweise Banner mit derartigen Aufdrucken” ausgestellt. Den Beschluss setzten Polizisten nun vor Ort um. Gegen die Träger der Shirts würden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In Ostritz direkt an der Grenze zu Polen treffen sich seit Freitag Rechtsextreme zu einem Rechtsrockfestival unter dem Namen “Schild und Schwert”. Es treten unter anderem Bands der militanten rechten Musikszene auf. Die Initiative “Rechts rockt nicht” protestiert gegen die Veranstaltung, zudem gibt es ein Friedensfest. Die Lage vor Ort blieb seit Freitag zuvor weitgehend ruhig.

+++ 15.28 Uhr: Russland: Chemiewaffen-Inspekteure sind unterwegs nach Duma +++

Chemiewaffen-Experten der OPCW sind nach Angaben des russischen Außenministeriums nach tagelangem Warten zur ihrer Inspektion der Stadt Duma in Syrien aufgebrochen. Russland erwarte eine “maximal unvoreingenommene Untersuchung” der Ereignisse vom 7. April in Duma, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Nach westlicher Auffassung hatte die syrische Armee damals Giftgas über der von Regierungsgegnern gehaltenen Stadt abgeworfen. Die Experten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hatten wegen Sicherheitsproblemen tagelang auf den Einsatz warten müssen. Der Westen vermutete die Verantwortung dafür bei der syrischen Regierung und ihrer Schutzmacht Russland.

+++ 14.26 Uhr: Zwei Drachenboote in China gekentert: Elf Tote und sechs Vermisste +++

Bei einem Bootsunglück in dem Touristenort Guilin in Südchina sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen werden noch vermisst. Das Unglück passierte am Samstag beim Training für die jährlichen Rennen zum Drachenbootfest. Zwei Boote seien auf dem Fluss Taohuajiang gekentert. Rund 60 Paddler seien ins Wasser gefallen. Zwei seien ins Krankenhaus gebracht worden und in stabilem Zustand. Die Rettungsarbeiten dauerten noch an. Dorfbewohner in Dunmu hätten das Training organisiert, ohne die Polizei vorher zu informieren. Zwei seien festgenommen worden, berichtete die Agentur. Die Rennen der schmuckvollen Boote mit ihren Paddlern und dem Trommler, der den Takt vorgibt, sind sehr beliebt.

Neben Neujahr und dem Mondfest gehört das Drachenbootfest zu den drei wichtigsten Feiertagen in China. Es wird in diesem Jahr am 18. Juni begangen. Schon Monate vorher bereiten sich die Mannschaften vor.

Youtube Video

+++ 13.58 Uhr: Umfrage: 42 Prozent für CSU – SPD, Grüne und AfD gleichauf +++

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Bayern hat die CSU einer neuen Umfrage zufolge an Zustimmung gewonnen. 42 Prozent der Befragten würden den Christsozialen ihre Stimme geben, wenn schon am Sonntag Wahl wäre. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der “Bild”-Zeitung (Samstag) hervor. Das sind zwar zwei Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Umfrage im Dezember – jedoch hätte die CSU damit ihre absolute Mehrheit im Landtag verloren.

Wer nach der CSU zweitstärkste Kraft im bayerischen Landtag würde, ist demnach völlig offen: Die SPD verliert zwei Punkte und fällt auf 13 Prozent. Damit liegt die Partei gleichauf mit Grünen und AfD, die im Vergleich zum Dezember jeweils einen Punkt zugelegt haben. Freie Wähler und Linke verlieren je einen Punkt und könnten mit 6 beziehungsweise 3 Prozent rechnen. Die FDP liegt weiterhin bei 7 Prozent. 

+++ 12.55 Uhr: Mitarbeiter von Hilfsorganisation im Jemen getötet +++

Ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC) ist nach einem Feuergefecht im Bürgerkriegsland Jemen getötet worden. “Ich bin schockiert, empört und tief betrübt über die Ermordung meines Kollegen und Freundes Hanna Lahud heute in Tais, Jemen”, schrieb der ICRC-Nahost-Direktor Robert Mardini am Samstag auf Twitter. Militärkreise berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass Unbekannte im umkämpften Tais im Südwesten des Landes ein Fahrzeug der Hilfsorganisation beschossen und dabei den Libanesen getötet hätten.  

+++ 12.25 Uhr: Aulepp als Bremer SPD-Landeschefin bestätigt +++

Die 47-jährige Juristin Sascha Karolin Aulepp ist für zwei Jahre als Vorsitzende des Bremer SPD bestätigt worden. Sie erhielt am Samstag beim SPD-Landesparteitag 134 von 151 Stimmen und kam damit auf 88,74 Prozent. Auf den einzigen Gegenkandidaten, den früheren Chef des Vulkan-Werften-Verbundes, Friedrich Hennemann (82), entfielen lediglich neun Stimmen. Es gab acht Enthaltungen. Aulepp ist Bürgerschaftsabgeordnete und seit 2016 Vorsitzende der Bremer SPD, die in dem Bundesland in dritter Legislaturperiode mit den Grünen regiert. Im Mai 2019 sind Bürgerschaftswahlen in Bremen.

+++ 12.20 Uhr: Tauber Hund bewacht vermisste Dreijährige in Wildnis +++

Weil er ein dreijähriges Mädchen während einer Nacht allein in der Wildnis beschützt hat, ist in Australien ein tauber und fast blinder Hund zum Ehren-Polizeihund ernannt worden. “So ein guter Junge, Max!”, schrieb die Polizei des Bundesstaates Queensland am Samstag im Online-Netzwerk Facebook an den Hund gerichtet. Der schon 17 Jahre alte Australische Treibhund war die Nacht über bei dem Mädchen geblieben und hatte am nächsten Tag die Angehörigen zu dem Kind geführt. Die dreijährige Aurora sei auf dem Anwesen ihrer Großeltern in Queensland allein mit Max ins Buschland gelaufen, berichtete der Lebensgefährte von Auroras Großmutter, Kelly Benston. Die regnerische Nacht über sei der Hund bei dem Mädchen geblieben. Rettungskräfte suchten die Gegend zu Fuß und aus der Luft ab. Schließlich hörte die Großmutter etwa zwei Kilometer von ihrem Haus entfernt Auroras Stimme und fand Max, der sie zu dem Mädchen führte. Aurora trug von der Nacht in der Wildnis nur ein paar kleinere Kratzer davon. Weil Max bis zu Auroras Rettung auf sie aufgepasst habe, werde er nun zum “Ehren-Polizeihund” erklärt, schrieb die Polizei zu einem Foto des gefleckten Hundes. Der Koordinator der Rettungskräfte, Ian Phipps, sagte dem australischen Sender ABC, die Gegend rund um das Haus der Großmutter sei “ein sehr unwirtliches Gebiet”. Aurora habe Glück gehabt, dass Max dort draußen so treu auf sie aufgepasst habe.

Max

+++ 11.29 Uhr: Grüne und AOK kritisieren Pläne Spahns für Krankenkassen +++

Die Grünen im Bundestag und die AOK haben die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Reform der Krankenkassenfinanzen kritisiert. Spahns Gesetzentwurf, der die Rückkehr zur Beitragsparität zum Jahreswechsel und eine Entlastung von 6,9 Milliarden Euro für die Versicherten vorsieht, führe “zu einem Beitragsjojo, der für die Versicherten kaum was bringt”, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Maria Klein-Schmeink, in Berlin. Spahn will die Beitragszahler entlasten, indem er die Krankenkassen zwingt, hohe Finanzrücklagen abzubauen. Zudem soll der bislang allein von den Versicherten zu entrichtende Zusatzbeitrag künftig wieder zur Hälfte von den Arbeitgebern übernommen werden. Derzeit liegt der Zusatzbeitrag durchschnittlich bei 1,0 Prozent. Der allgemeine Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent bleibt durch das Vorhaben des Gesundheitsministers unverändert.

News Nachrichten Ticker 20.4

+++ 10.35 Uhr: Marsischer Braunbär bei Fangaktion in italienischem Nationalpark verendet +++

In einem italienischen Nationalpark ist ein Exemplar einer vom Aussterben bedrohten Bärenart verendet, nachdem Biologen das Tier betäubt hatten. Der Marsische Braunbär, eine Unterart des Braunbären in den italienischen Apenninen, sei in der Nacht zu Donnerstag in einer röhrenförmigen Falle gefangen und betäubt worden, teilte die Leitung des Nationalparks Abruzzen, Latium und Molise am Freitag mit. In der Folge habe das junge Männchen an Atemproblemen gelitten und sei schließlich verendet. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären. Italienische Medien berichteten, die Biologen hätten eigentlich einen anderen Bären einfangen wollen, der in der Region Probleme gemacht habe. Die Umweltorganisation WWF Italien erklärte, der Tod des Marsischen Braunbären sei “ein sehr schwerwiegender Verlust”. Von dieser Unterart des Braunbären, die in der Gebirgskette der Apeninnen lebt, gebe es nur noch rund 50 Exemplare. Die Regeln für das Einfangen von Wildtieren müssten nun auf den Prüfstand, forderten die Tierschützer. 2014 war bereits die Bärin Daniza in der norditalienischen Region Trentino verendet, nachdem sie betäubt worden war.

++++ 9.42 Uhr: New Yorks Bürgermeister untersagt Autoverkehr im Central Park vollständig +++

Aus dem New Yorker Central Park werden Autos demnächst verbannt. Wie Bürgermeister Bill de Blasio am Freitag (Ortszeit) mitteilte, tritt das Fahrverbot am 27. Juni in Kraft – pünktlich zu Beginn der Sommerferien in New York. Der Norden des riesigen Parks im Herzen von Manhattan ist schon seit längerem für den Autoverkehr gesperrt, auf drei Wegen im Süden des Parks dürfen aber bislang noch Autos fahren. “Unsere Parks sind für Menschen, nicht für Autos”, begründete de Blasio das Fahrverbot. Mehr als ein Jahrhundert lang hätten Autos Teile des Parks “in eine Autobahn” verwandelt. “Heute machen wir das rückgängig.” Die Sicherheit von “Millionen Eltern, Kindern und Besuchern” im Central Park gehe vor, erklärte di Blasio. Die vier Unterführungen, die den Park queren, bleiben aber für Autos offen. Im Januar hatte der Bürgermeister bereits den Autoverkehr auf dem Rundweg des Prospect Park in Brooklyn untersagt.

+++ 9.15 Uhr: Neonazi-Festival: Polizei registriert keine größeren Zwischenfälle +++

Der erste Tag des Neonazi-Festivals “Schild & Schwert” im ostsächsischen Ostritz ist ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Bei Kontrollen von Teilnehmern stellten die Beamten jeweils zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz fest, teilte die Polizeidirektion Görlitz in der Nacht mit. In jeweils drei Fällen ging es um das Verwenden von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen sowie um einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

Bei einem Termin mit Journalisten auf dem Festival-Gelände sei ein Kameramann von einer 40 Jahre alten Frau attackiert worden. Laut Polizei wurde das Mikrofon der Kamera dabei beschädigt. Die Polizei widersprach Twitter-Meldungen, wonach die von einem Linke-Politiker angemeldete Gegenveranstaltung “Rechts rockt nicht” wegen einer hohen Gefährdungslage abgebrochen wurde. Sie habe regulär gegen 22 Uhr geendet.

+++ 8.45 Uhr: Mindestens zehn Tote bei gewaltsamen Protesten gegen Rentenreform in Nicaragua +++

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen im Zuge der Proteste gegen die Rentenreform in Nicaragua sind zehn Menschen getötet worden. Am Donnerstag und Freitag habe es insgesamt mindestens zehn Tote gegeben, teilte Vizepräsidentin Rosario Murillo in Managua mit. Es habe “Zusammenrottungen” und “Besetzungen” von Demonstranten gegeben, die den “Frieden und die Eintracht” im Land zerstören wollten, kritisierte Murillo, die mit Staatschef Daniel Ortega verheiratet ist. Bereits am Mittwoch waren in dem zentralamerikanischen Land nach offiziellen Angaben drei Menschen – zwei junge Demonstranten und ein Polizist – getötet worden. In der Hauptstadt Managua und in benachbarten Städten gab es am Freitag den dritten Tag in Folge Proteste gegen die Rentenreform. Sie sieht vor, dass die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für die Rentenversicherungen steigen, zugleich aber die Renten um fünf Prozent gekürzt werden.

+++ 8.15 Uhr: Zeitung: Polizei erschoss im vergangenen Jahr 15 Menschen +++

Polizisten haben nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr 15 Menschen bei Einsätzen in Deutschland erschossen. Das gehe aus einer Umfrage unter den Innenministerien und Polizeibehörden der Bundesländer hervor, berichtete die “Neue Osnabrücker Zeitung” (Samstag). 40 weitere Menschen seien verletzt worden. Meistens hätten die Beamten aus Notwehr oder zur Nothilfe gehandelt – weil sie ihr eigenes Leben retten oder Menschen in Lebensgefahr helfen mussten, hieß es von der Zeitung. Die genannten Zahlen liegen etwas höher als im Jahr 2016. Damals hatten Polizisten 11 Menschen erschossen und 28 verletzt, wie aus Zahlen der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht. Zahlen für 2017 konnte man dort zuletzt noch nicht vorlegen.

+++ 8.12 Uhr: Journalist: Macron will Trump zu Staatsbesuch Eiche schenken +++

Wenn der französische Präsident Emmanuel Macron kommende Woche zu seinem Staatsbesuch in Washington eintrifft, wird er nach Angaben eines US-Journalisten eine Pflanze im Gepäck haben: Macron wolle US-Präsident Donald Trump den Setzling einer Eiche aus Nordfrankreich schenken, sagte ein Journalist des TV-Senders Fox News, Chris Wallace, am Freitag nach einem Interview mit Macron. “Er sagte, er hoffe, dass er auf dem Gelände des Weißen Hauses eingepflanzt wird, um die anhaltende Freundschaft (zwischen den USA und Frankreich) zu symbolisieren”, sagte Wallace. Fox News will das Gespräch mit Macron am Sonntag ausstrahlen. Der französische Staatschef trifft am Montag zu einem dreitägigen Besuch in den USA ein. Neben einem Treffen mit Trump steht unter anderem eine Rede vor dem US-Kongress auf dem Programm. Trump und First Lady Melania wollen den französischen Präsidenten und dessen Ehefrau Brigitte zudem zu einem “privaten Abendessen” nach Mount Vernon einladen, das Anwesen des ersten Präsidenten der USA, George Washington, im Bundesstaat Virginia. Die bei Touristen beliebte Sehenswürdigkeit wird daher für einige Stunden für die Öffentlichkeit gesperrt.

+++ 7.35 Uhr: Umfrage: Gut jeder Zweite will Fahrrad-Führerschein +++

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge dafür, dass Fahrradfahrer eine Art Führerschein machen sollten. 52 Prozent der Befragten sprachen sich bei der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/n-tv-Trendbarometer für einen solchen Führerschein aus, der Kenntnisse von Verkehrsregeln sowie die Tauglichkeit von Radfahrern im Straßenverkehr überprüft und bescheinigt. 47 Prozent waren dagegen. Forsa zufolge befürworteten mehrheitlich Frauen sowie jüngere Leute zwischen 18 und 29 Jahren sowie Befragte ab 60 Jahren einen Fahrrad-Führerschein. Männer und Befragte zwischen 30 und 59 Jahren seien mehrheitlich dagegen.

+++ 6.25 Uhr: Kriminalität an Schulen nimmt nach jahrelangem Rückgang wieder zu +++

Nach jahrelangem Rückgang nimmt die Kriminalität an Schulen in Deutschland wieder zu. Etliche Bundesländer haben für 2017 einen teils spürbaren Anstieg von Kriminalität und Gewalt registriert, wie aus den Statistiken der Landeskriminalämter hervorgeht. Zu den Gründen für eine Zunahme gibt es noch keine Erklärung. Bundesweite Zahlen will das Bundeskriminalamt in einigen Wochen vorlegen. Unverändert ist die große Mehrzahl der Täter männlich und deutsch. Der Anstieg der Schulstraftaten geht nach Angaben des Landeskriminalamtes Niedersachsen auch einher mit einem Anstieg der gesamten Jugendkriminalität im Jahr 2017.

+++ 4.38 Uhr: Zwangspause für Hunderte Flugzeuge nach Triebwerksexplosion +++

Nach dem tödlichen Zwischenfall an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Southwest Airlines sollen nun Hunderte Flugzeuge mit Triebwerken des gleichen Typs für Inspektionen am Boden bleiben. Eine entsprechende Anweisung gab die US-Flugaufsichtsbehörde FAA am Freitag heraus. Demnach sollen die Turbinenschaufeln baugleicher Triebwerke binnen 20 Tagen überprüft werden. Nach Schätzungen des Herstellers seien 352 Triebwerke in den USA und 681 weltweit betroffen, teilte die FAA mit.

Am Dienstag war das linke Triebwerk einer Boeing 737 von Southwest Airlines auf dem Weg von New York nach Dallas in knapp 10.000 Metern Flughöhe explosionsartig zerborsten. Splitter schossen durch ein Fenster, Sauerstoffmasken fielen aus der Kabinendecke, eine Frau wurde fast aus dem Fenster gerissen und tödlich verletzt. Die Maschine mit 144 Passagieren und fünf Crewmitgliedern an Bord musste schließlich eine Sicherheitslandung in Philadelphia hinlegen. Die Verkehrsaufsichtsbehörde NTSB nahm Untersuchungen zu dem Vorfall auf.

Southwest Airlines Pilotin Funk

+++ 4.12 Uhr: Sportwagen von Daniel Craig für fast eine halbe Million Dollar versteigert +++

Ein Sportwagen von James-Bond-Schauspieler Daniel Craig ist am Freitag in New York für fast eine halbe Million Dollar versteigert worden. Der Zuschlag ging an einen Bieter, dem der Aston Martin aus einer limitierten Auflage 468.500 Dollar (381.000 Euro) wert war. Craig tauchte persönlich als Überraschungsgast im Auktionshaus Christie’s auf, um die Bieter anzufeuern. Der Erlös ist für einen wohltätigen Zweck bestimmt. Der Wagen ist Teil einer limitierten Auflage von 100 Stück, die der britische Autobauer zu seinem hundertjährigen Jubiläum 2014 herstellte. Er hat eine Höchstgeschwindigkeit von 295 Stundenkilometern. Der Erlös aus der Auktion geht an die von Craig und seiner Ehefrau Rachel Weisz unterstützte Wohltätigkeitsorganisation The Opportunity Network, die sich für Berufsbildungschancen für Jugendliche einsetzt.

+++3.08 Uhr: Zwei deutsche Urlauber bei Busunglück in Peru gestorben +++

Bei einem Busunglück in Peru sind am Freitag zwei deutsche Urlauber ums Leben gekommen und zwölf weitere Menschen verletzt worden. Bei den Verletzten handelte es sich um zehn deutsche Touristen und zwei peruanische Besatzungsmitglieder, wie die Polizei mitteilte. Der Kleinbus stürzte den Angaben zufolge am Nachmittag (Ortszeit) auf einer Straße in den Anden im Süden des Landes einen 20 Meter tiefen Abgrund hinunter. Der Bus war den Angaben zufolge auf dem Weg von Arequipa nach Chivay, einer 3600 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Stadt in dem bei Touristen beliebten Colca-Tal. Die zwölf Verletzten wurden laut Polizei in ein Krankenhaus in Arequipa gebracht.

Peru Busunfall

+++ 2.30 Uhr: Scholz: Nahles bekommt klare Zustimmung bei Parteitag +++

Der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz rechnet damit, dass Andrea Nahles am Sonntag in Wiesbaden mit einer klaren Mehrheit zur neuen Parteichefin gewählt wird. “Ich bin sehr optimistisch, dass Andrea Nahles ein gutes Votum auf dem Parteitag bekommen wird”, sagte Scholz am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Dort beriet der Vizekanzler und Bundesfinanzminister unter anderem über die anstehenden Reformen in der Euro-Zone und warb bei US-Vizepräsident Mike Pence für einen Verzicht auf Strafzölle gegen die EU-Staaten.

+++ 1.15 Uhr: Bericht: BAMF beendet Zusammenarbeit mit zahlreichen Dolmetschern +++

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat nach “Bild”-Informationen neben dem mutmaßlichen Korruptionsskandal von Bremen auch Probleme mit der Vertrauenswürdigkeit von Dolmetschern. So habe die Behörde allein im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit 30 Dolmetschern “aufgrund von Verletzungen gegen den Verhaltenskodex” beendet, berichtet das Blatt (Samstag) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag. In vielen Fällen hätten “mehrere kumulierte Verstöße” zur Beendigung der Zusammenarbeit geführt. Zudem seien 2017 und 2018 insgesamt 2100 weitere Dolmetscher vor allem wegen fachlicher Mängel “von weiteren Einsätzen für das BAMF ausgenommen” worden, heißt es in dem Bericht.

+++ 0.05 Uhr: Agentur: Nordkorea verkündet Aussetzung seiner Atom- und Raketentests +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben von Staatsmedien die Aussetzung der Atom- und Raketentests seines Landes angekündigt. Zudem solle der Betrieb einer nuklearen Testanlage eingestellt werden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf die amtliche nordkoreanische Agentur KCNA. Ab dem 21. April werde Nordkorea seine Atomtests und den Abschuss von Interkontinentalraketen einstellen, heißt es. “Der Norden wird eine Atomtestanlage im Norden des Landes schließen, um seinen Willen zu demonstrieren, die Atomtests auszusetzen.” Demnach handelt es sich um das Testgelände in Punggye Ri. Kim sagte laut KCNA, Nordkorea habe erfolgreich Atomwaffen entwickelt. Die Atomtestanlage habe damit “ihre Aufgabe erfüllt”. Nordkorea sei nun ein mächtiges Land, “die gesamte Partei und das gesamte Land sollten sich nun auf die Entwicklung der sozialistischen Wirtschaft konzentrieren”, sagte er. Dies sei die neue Strategie der Partei. Zuvor war die Doktrin gewesen, Militär und Wirtschaft zeitgleich zu entwickeln. Nordkorea hatte in den vergangenen Jahren sein Atom- und Raketenprogramm massiv vorangetrieben und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Die UNO, die USA, die EU und andere hatten mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, sogar das Verhältnis zum wichtigsten Verbündeten China kühlte sich deutlich ab. Im vergangenen Jahr nahm Nordkorea seinen sechsten und bislang stärksten Atomtest vor und testete zudem Raketen, die US-Staatsgebiet treffen könnten. Seit November gab es keine Tests mehr.
 

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