News des Tages: Komiker Markus Maria Profitlich ist an Parkinson erkrankt

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Komiker Markus Maria Profitlich an Parkinson erkrankt (20.56 Uhr)
  • Star-DJ Avicii ist tot (19.45 Uhr)
  • Demokraten verklagen Russland, Trumps Wahlkampf-Team und Wikileaks wegen Verschwörung (18.20)
  • Porsche-Motorenchef in U-Haft (12.19 Uhr)
  • Mann stirbt bei Schusswechsel mit SEK-Beamten (11.26 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.58 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer eröffnet Friedensfest in Ostritz +++

Im ostsächsischen Ostritz hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein dreitägiges Friedensfest eröffnet. Kretschmer rief am Freitag zu Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit auf. Das Fest richtet sich gegen ein in der Kleinstadt am Wochenende geplantes rechtes Musikfestival. “Es ist richtig und wichtig, dass wir auch mit diesem Friedensfest ein deutliches Zeichen setzen für unsere Werte, gegen Extremismus und gegen die Feinde unserer Verfassung”, sagte Kretschmer laut Staatskanzlei in Dresden. “Wir dulden keine Nazis, weil wir aus der deutschen Geschichte gelernt haben.”

Kretschmer würdigte, dass so viele Menschen beim Friedensfest mitmachen würden und dass so viele es gemeinsam vorbereitet hätten. “Das zeigt, dass die Bürgergesellschaft hier lebendig und wehrhaft ist.”

+++ 20.56 Uhr: Komiker Markus Maria Profitlich an Parkinson erkrankt +++

Der Komiker Markus Maria Profitlich (58) ist an Parkinson erkrankt. “Ich habe mich entschieden, von Anfang an offen damit umzugehen und will keine Energie damit verschwenden, die Erkrankung zu verbergen”, sagte der Comedian dem “Kölner Stadt-Anzeiger” und der “Kölnischen Rundschau”. Er sei in seiner Arbeit nicht eingeschränkt und bereite ein neues Soloprogramm vor. “Ich habe weiterhin große Lust auf der Bühne, vor der Kamera und vor dem Mikrofon zu stehen.”

Profitlich ist vor allem aus den Fernseh-Shows “Mensch Markus” und “Die Wochenshow” bekannt. Anfang Mai startet seine neue Tour mit dem Titel “Schwer verrückt”. Dann steht der Komiker bis Ende des Jahres auf zahlreichen Bühnen in vielen deutschen Städten. 

+++ 20.24 Uhr: Türkische Lehrerin muss nach Friedensaufruf mit Baby ins Gefängnis +++

Mehr als zwei Jahre nach einem Friedensaufruf im Fernsehen muss eine türkische Lehrerin mit ihrem acht Monate alten Baby wegen Terrorpropaganda ins Gefängnis. Die regierungskritische Zeitung ”Birgün” berichtete am Freitag, die Lehrerin sei am Freitag ins Gefängnis in Diyarbakir überstellt worden.

Die Lehrerin aus der Kurdenmetropole Diyarbakir hatte im Januar 2016 in dem populären TV-Programm “Beyaz Show” angerufen und die Aufmerksamkeit auf den Konflikt in der Südosttürkei gelenkt, der im Westen kaum Beachtung findet. Zu der Zeit führte die türkische Armee eine Großoffensive gegen die als terroristisch eingestufte kurdische Arbeiterpartei PKK. Gefechte und Ausgangssperren waren an der Tagesordnung. Im vergangenen Jahr wurde die Lehrerin zu einer 15 monatigen Haftstrafe wegen Terrorpropaganda verurteilt. Die Strafe wurden wegen ihres neugeborenen Kindes zunächst aufgeschoben, ein Antrag auf weitere Haftaufschiebung wurde laut ”Birgün” jedoch abgewiesen.

+++ 19.45 Uhr: Star-DJ Avicii ist tot +++

Im Alter von 28 Jahren ist der schwedische Star-DJ Avicii gestorben. Der berühmte Elektromusiker, mit bürgerlichem Namen Tim Bergling, wurde im Golfstaat Oman tot aufgefunden, wie sein Agent am Freitag mitteilte. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht. Avicii zählt zu den erfolgreichsten DJs der Welt. 2012 und 2013 schaffte er es im Ranking des “DJ Magazine” jeweils auf den dritten Platz der besten DJs. Er arbeitete unter anderem mit Madonna, Coldplay und David Guetta zusammen.

NEON schaut fern_16.30

+++ 18.20 Uhr: US-Demokraten verklagen Russland und Trump-Team wegen Wahl 2016 +++

Unter dem Vorwurf einer Verschwörung zur Beeinflussung der Wahl 2016 ziehen die US-Demokraten gegen Russland, das Wahlkampf-Team Donald Trumps und WikiLeaks vor Gericht. Nach Angaben der “Washington Post” wurde in New York eine millionenschwere Klage vor einem Bundesgericht eingereicht.

Die Demokraten werfen den Angeklagten vor, die Wahl zugunsten des späteren Präsidenten Trump beeinflusst und Hillary Clinton aktiv geschadet zu haben. Unter den Beklagten ist auch der russische Militärgeheimdienst GRU.  

+++ 17.41 Uhr: Gericht bestätigt Alkoholverbot für Neonazi-Treffen in Ostritz +++

Festival in Ostritz_17.15Für das Neonazi-Festival im ostsächsischen Ostritz an diesem Wochenende gilt ein Alkoholverbot. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen wies eine Beschwerde des Veranstalters ab und bestätigte letztinstanzlich eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden. In dem veröffentlichten Beschluss vom Vortag begründete der 3. Senat die Entscheidung damit, dass “von einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch beabsichtigten Alkoholkonsum bei der Veranstaltung auszugehen sei”. Zu dem Festival auf einem Privatgelände werden bis zu 1000 Rechtsextreme aus Deutschland, Polen und Tschechien erwartet.

+++ 17.39 Uhr: Indien erwägt Einführung von Todesstrafe für Kinder-Vergewaltigung +++

Die indische Regierung erwägt die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern. Das Justizministerium habe den Obersten Gerichtshof darüber informiert, dass die Regierung eine entsprechende Änderung des Kinderschutzgesetzes “aktiv in Erwägung ziehe”, berichtete die Nachrichtenagentur Press Trust of India. Hintergrund sind Massenproteste nach den jüngsten brutalen Vergewaltigungen im Land.

+++ 17.29 Uhr: Jüdische Gemeinde initiiert Solidaritätsaktion “Berlin trägt Kippa” +++

Nach dem Angriff auf einen Kippa tragenden Israeli hat die Jüdische Gemeinde zu Berlin zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen. Ziel sei es, ein breites gesellschaftliches Bündnis zu mobilisieren, das sich dem Hass entgegenstellt, erklärte der Gemeinde-Vorsitzende Gideon Joffe. Die Gemeinde habe immer wieder davor gewarnt, in der Öffentlichkeit eine Kippa zu tragen. “Nun ist aber eine Situation entstanden, die wir nicht mehr bereit sind, widerstandlos hinzunehmen”, sagte Joffe.

Nach Angaben der Gemeinde wird Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf der Veranstaltung mit dem Titel “Berlin trägt Kippa” am Mittwochabend (25. April) vor dem Gemeindehaus sprechen. Zu den Rednern gehöre auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. 

+++ 17.20 Uhr: Gericht erlässt Ex-RAF-Terroristin Verena Becker Reststrafe +++

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat der ehemaligen RAF-Terroristin Verena Becker, 65, ihre Reststrafe von 430 Tagen erlassen. Das teilte das Gericht mit. Becker war 2012 wegen Beihilfe zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback zunächst zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. 2014 entschieden die Richter dann unter Anrechnung anderer Strafen, die Reststrafe von 430 Tagen für vier Jahre auf Bewährung auszusetzen. Diese Frist sei nun vorbei, und Becker habe sich in dieser Zeit nichts zuschulden kommen lassen, sagte ein Gerichtssprecher. Daher habe der 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts die Reststrafe erlassen. Dies erfolge in Übereinstimmung mit dem Generalbundesanwalt.

+++ 17.15 Uhr: Dirigent Christian Thielemann gibt offenbar Echo-Auszeichnung zurück +++

Der renommierte Dirigent Christian Thielemann gibt offenbar seinen Echo Klassik (von 2004) zurück. Das habe der 59-Jährige der “Bild”-Zeitung bestätigt. Damit sei er dem Entschluss seines Orchesters, “der Sächsischen Staatskapelle Dresden”, gefolgt. 

echo-kommentar 12.28Seinen Entschluss begründete er gegenüber dem Boulevardblatt so: „Ein Preis, der Verkaufszahlen über alles stellt und am Holocaust-Gedenktag einem Live-Auftritt stattgibt, der einer Verhöhnung von Opfern des Dritten Reiches gleichkommt, wird zu einem Symbol eines Zynismus, für den wir nicht stehen”, so der Dirigent in seinem Statement. “Kunstfreiheit und das künstlerische Mittel der Provokation entbinden zu keiner Zeit von Verantwortung und den Regeln des guten Geschmackes. Das betrifft die Künstler, hier jedoch auch die Verleiher des Echo-Preises.”

Seit dem Echo-Eklat um Kollegah und Farid Bang wird diskutiert, ob der Deutsch-Rap ein Antisemitismus-Problem hat. Zahlreiche Künstler – darunter Marius Müller-Westernhagen und Klaus Voomann – haben den Musikpreis zurückgegeben.Echo 2018 Reaktionen auf Campino-Rede_12.30

+++ 17.03 Uhr: Türkisches Parlament stimmt vorgezogenen Neuwahlen zu +++

Die Bundesregierung hat eine umfassende Aufklärung des Todes des russischen Investigativjournalisten Maxim Borodin angemahnt. Die Umstände von Borodins Tod müssten “transparent und restlos aufgeklärt werden”, erklärte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler. “Russland muss sicherstellen, dass unvoreingenommen in alle Richtungen ermittelt wird. Leider ist dies in der Vergangenheit nicht immer geschehen.”

Borodin war am Sonntag nach einem Sturz vom Balkon seiner Wohnung in der Stadt Jekaterinburg gestorben. Die Ermittler sprechen von einem “unglücklichen Vorfall”; es gibt demnach “kein Anzeichen dafür, dass ein Verbrechen begangen wurde”. Kofler erklärte, sie sei “besorgt” über den Umgang mit Borodins Tod. Demnach soll sich der Investigativjournalist vor seinem Tod bedroht gefühlt haben.

+++ 16.29 Uhr: Türkisches Parlament stimmt vorgezogenen Neuwahlen zu +++

Kommentar Türkei Erdogan 18.36Das türkische Parlament hat der Vorverlegung der Parlaments- und Präsidentschaftswahl auf den 24. Juni zugestimmt. 386 Abgeordnete der großen Nationalversammlung in Ankara stimmten für den Vorschlag der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP und der ultranationalistischen MHP. Das Parlament, in dem die AKP eine Mehrheit hat, hat 550 Sitze. Ursprünglich waren die Wahlen im November 2019 geplant. Die finale Festlegung des Wahltermins unterliegt der Wahlbehörde.

+++ 16.29 Uhr: Hamburgs Datenschutzbeauftragter leitet Verfahren gegen Facebook ein +++

Vor dem Hintergrund des Datenskandals bei Facebook hat Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar ein Bußgeldverfahren gegen den US-Konzern eingeleitet. Es müsse geprüft werden, ob Facebook die umfangreichen Daten auch von deutschen Nutzern so bereitgestellt habe, dass diese von App-Entwicklern automatisiert abgerufen werden konnten, sagte er. Wenn dem so sei, “wäre das eine Erhebung von Daten ohne Rechtsgrund, die unzulässig ist”. Bei einem solchen Verstoß drohe ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. Die Deutschlandzentrale des US-Konzerns sitzt in Hamburg.

Laut Caspar besteht noch Klärungsbedarf. Mit Schreiben von heute habe er Facebook über seinen Schritt informiert. “Jetzt haben wir angezeigt, dass wir ein Verfahren eingeleitet haben, dann muss es eine Anhörung geben.”Memes Zuckerberg_16.10

+++ 16.22 Uhr: Oberstleutnant bekommt Transatlantikkreuzfahrt als Umzugskosten erstattet +++

Ein hochrangiger Soldat bekommt eine Transatlantikkreuzfahrt mit als Umzugskosten erstattet. Das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen entschied in Münster, dem einstigen Militärattaché an der deutschen Botschaft in Washington müssten die Kosten von rund 3500 Euro komplett erstattet werden. Der Oberstleutnant hatte den Urlaub mit dem Umzug verbunden und war mit Frau und zwei kleinen Kindern auf der Queen Mary 2 nach Hause gefahren. Der Bund als Arbeitgeber hatte sich geweigert, für die Reise komplett aufzukommen. Er erstattete nur den Betrag, der angefallen wäre, wenn die Familie in der Economy Class zurückgeflogen wäre. Der Soldat zog vors Gericht.

Entgegen der Vorinstanz entschied das OVG, dass der Bund sich an den Kosten für die Business Class orientieren müsse. Dies gehe aus den gesetzlichen Regelungen für Umzüge von Bundeswehrsoldaten hervor. Für Flüge aus dem außereuropäischen Ausland nach Deutschland mit einer Flugdauer von über vier Stunden würden demnach die Kosten für Business oder eine vergleichbare Klasse erstattet. Der noch offene Betrag von rund 1860 Euro müssten dem Berufssoldaten voll erstattet werden. “Durch die Schiffsreise hat der Kläger dem Steuerzahler noch Geld gespart”, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Kosten für Business-Flüge hätten 5000 bis 6000 Euro gekostet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 16.03 Uhr: New Yorker Briefträger hortete 17 000 Briefe in Auto und Wohnung +++

Ein Briefträger in New York hat über Jahre rund 17.000 Briefe in seinem Auto, seiner Wohnung und seinem Schließfach gehortet. Er sei “überwältigt gewesen von der Menge an auszutragender Post” und habe sicherstellen wollen, die “wichtige Post” zuzustellen, zitierte die “New York Daily News” aus Gerichtsdokumenten. Mindestens einer der Briefe sei im Jahr 2005 frankiert worden, berichtete der TV-Sender NBC. Den Großteil der nicht zugestellten Post entdeckten Ermittler in mehr als 20 Posttaschen in seinem Auto. Bei einer Verurteilung droht dem 53 Jahre alten Mann eine mehrjährige Haftstrafe.

+++ 15.21 Uhr: Deutschland und Österreich wollen keine türkischen Wahlkampfauftritte +++

Die Regierungen in Berlin und Wien wollen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland und Österreich vor den türkischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Juni nicht zulassen. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte dem Rundfunksender Ö1, Auftritte türkischer Politiker in Österreich seien “unerwünscht”. Derartige “Einmischungen” der Türkei würden nicht länger zugelassen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin verwies auf eine im vergangenen Sommer ergangene Rundnote seines Ministeriums an sämtliche diplomatischen Auslandsvertretungen Deutschlands, wonach Auftritte ausländischer Politiker drei Monate vor Wahlen grundsätzlich nicht genehmigt würden. Diese Anweisung gelte nicht speziell für die Türkei, sondern für alle Staaten außerhalb der EU, sagte der Sprecher.

Vor dem umstrittenen Referendum über die Stärkung der Befugnisse von Präsident Recep Tayyip Erdogan im April 2017 hatte es heftigen Streit mit Ankara über Auftritte türkischer Politiker in Deutschland, Österreich und den Niederlanden gegeben. Nach Verboten solcher Auftritte durch lokale Behörden warf Erdogan Deutschland und den anderen Staaten “Nazi-Methoden” vor, was in Europa auf Unverständnis und scharfe Kritik stieß.

+++ 15.01 Uhr: Weiterer Palästinenser bei Unruhen im Gazastreifen getötet +++

Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze ist ein weiterer Palästinenser getötet worden. Der Mann sei erschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Man prüfe die Berichte, sagte eine Sprecherin der israelischen Armee. Bereits zuvor war ein Palästinenser nach Angaben des Ministeriums seinen Schussverletzungen erlegen. Damit steigt die Zahl der bei Massenprotesten an der Gaza-Grenze getöteten Palästinenser auf 37. Seit Ende März wurden zudem Hunderte durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt. Es ist der schlimmste Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg 2014.

Anlass für den “Marsch der Rückkehr” ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. Die Palästinenser sehen die Staatsgründung als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende von ihnen fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie pochen auf ein “Recht auf Rückkehr” in das heutige israelische Staatsgebiet. Israel lehnt dies ab.

+++ 14.54 Uhr: Erdogan wittert nach Abbruch von Istanbul-Derby “Verschwörung” +++

Nach den Krawallen beim Stadtderby der Fußballclubs Fenerbahce und Besiktas in Istanbul hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan von einer “Verschwörung” gesprochen. “Das ist mehr als Fußball-Terror. Da gibt es, ich muss offen sprechen, auch eine Verschwörung”, sagte Erdogan auf die Frage von Journalisten in Istanbul. “Hier hat natürlich jemand den Terror auf der Tribüne organisiert. Das ist nichts, was aus sich selbst heraus geschehen ist.” Details nannte Erdogan aber nicht.

Besiktas-Trainer Günes war im Pokalhalbfinal-Rückspiel der beiden Stadtrivalen in der zweiten Halbzeit von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt worden. Der mutmaßliche Haupttäter wurde festgenommen. Erdogan sagte weiter, der Angriff auf Günes sei “nicht zu akzeptieren” und es sei “nicht möglich, das zu verzeihen”.Istanbuler Derby abgebrochen 10.31

+++ 14.51 Uhr: Zu schnell geflogen: Ente in 30er-Zone geblitzt +++

Tierische Temposünder: Gleich zweimal hat eine Schweizer Radarfalle bei einer Ente zugeschnappt. Zuerst wurde in der Tempo-30-Zone der Gemeinde Köniz im Kanton Bern ein Tier mit 52 Stundenkilometern geknipst, wie die Gemeinde bei Facebook schreibt. “Die Ente kam aus Richtung Oberwangen”, hieß es von der Polizei. Nur drei Tage später flog erneut eine Ente mit ähnlicher Geschwindigkeit vor die Kamera. Ob es sich dabei um eine tierische Wiederholungstäterin handelt, konnten die Beamten nicht sagen. Außerdem sei unklar, “wohin die Buße wegen zu schnellem Fliegen gesendet werden soll”, scherzt die Gemeinde.Ente Facebook

+++ 14.38 Uhr: Veranstalter sagen Auftritt von Kollegah und Farid Bang in der Schweiz ab +++

Nach dem Echo-Eklat ist ein Auftritt der Rapper Kollegah und Farid Bang in der Schweiz von den Veranstaltern abgesagt worden. Die beiden Musiker hätten beim “Albanian Festival” in Schaffhausen Anfang Mai auftreten sollen. “Nach intensiven Gesprächen mit Behörden und Festivalpartnern, und nicht zuletzt auch aus Sicherheitsüberlegungen, hat sich das Organisationskomitee entschieden, auf diesen Konzertact zu verzichten”, heißt es in einer Stellungnahme des Kulturvereins “Alba”. Die Absage verursache für den Verein ein enormes Defizit und gefährde seine Existenz.

Die beiden Rapper waren in der vergangenen Woche mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Textzeilen wie “Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen” und “Mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow” hatten heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst.Echo 2018 Reaktionen auf Campino-Rede_12.30

+++ 14.31 Uhr: Putzmann will bei Polizei saubermachen – und landet in Zelle +++

Eigentlich wollte ein Putzmann in einer Polizeidienststelle nur seine Arbeit machen, doch stattdessen landete der 22-Jährige hinter Gittern. Denn bevor er gemeinsam mit seinem Kollegen in dem Gebäude im unterfränkischen Lohr am Main saubermachen durfte, wurden routinemäßig die Personalien überprüft, wie die Polizei mitteilte. Dabei kam heraus: Gegen den 22-Jährigen lag ein Haftbefehl vor, weil er nach einem Ladendiebstahl eine Geldstrafe von 150 Euro nicht bezahlt hatte. Also landete er zunächst in einer Zelle. Sein Chef erlöste den Mann schließlich, indem er die Strafe zahlte.

Auf der Dienststelle hätten die Beamten einen solchen Fall noch nicht erlebt: “Normalerweise geht keiner freiwillig zur Polizei, wenn ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt”, sagte ein Polizeisprecher dazu. Dass der 22-Jährige nichts von dem Haftbefehl wusste, konnte sich der Sprecher nicht vorstellen. “Üblicherweise bekommt man schon mit, dass ein Haftbefehl gegen einen vorliegt.” Das sei schließlich mit viel Schriftverkehr verbunden.

+++ 14.17 Uhr: Fast 13 Kilo Kokain unter Radkästen – Paar in U-Haft +++

Fast 13 Kilogramm Kokain haben Bundespolizisten bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn A61 bei Mönchengladbach-Rheydt entdeckt. Nach Polizeiangaben haben die Drogen einen Schwarzmarktwert von mehr als einer halben Million Euro. Die Polizei hatte das in Italien zugelassene Auto vergangenen Sonntag kontrolliert. Die beiden aus Rumänen stammenden Insassen gaben an, auf einer Rückfahrt von einem Verwandtenbesuch zu sein. Die Frau machte auf die Beamten jedoch einen sehr nervösen Eindruck, ihre Hände zitterten. Als die Polizisten an den vorderen Radkästen genauer hinsahen, entdeckten sie darin versteckt 14 Pakete Kokain im Gesamtgewicht von 12,7 Kilogramm. Der 52 Jahre alte Mann und die 29-jährige Frau sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

+++ 14.13 Uhr: Volltrunkener lässt Auto gegen Streifenwagen rollen +++

Bei einer Verkehrskontrolle in Baden-Württemberg hat ein volltrunkener Autofahrer seinen Wagen gegen einen Streifenwagen rollen lassen. Der 53-Jährige stieg in Freudenstadt völlig betrunken und torkelnd aus seinem Auto aus, wie die Beamten in Tuttlingen mitteilten. Da er weder die Handbremse angezogen noch einen Gang eingelegt hatte, setzte sich das Auto in Bewegung und prallte auf den Streifenwagen. Bei einem Alkoholtest pustete der Mann den Angaben zufolge fast drei Promille ins Testgerät. Damit war der Führerschein weg. Seinen Wagen holte ein Abschleppdienst.

+++ 14.03 Uhr: Deutscher in Thailand wegen vermeintlicher Bombendrohung festgenommen +++

Einem Deutschen drohen nach einer falschen Bombendrohung an Bord eines Flugzeuges in Thailand fünf Jahre Haft. Der 48-Jährige wurde am Flughafen der Stadt Loei im Norden des Landes festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Er verstecke eine Bombe in seinem Handgepäck, habe der Deutsche zu einem Flugbegleiter gesagt. Daraufhin sei Panik an Bord ausgebrochen. Kurz vor ihrem Start musste die Maschine evakuiert werden. Der deutsche Passagier sei wohl verärgert gewesen über die zweistündige Verspätung seines Fluges, sagte die Polizei. Eine Bombe sei nicht gefunden worden. Der Flug konnte eine Stunde nach dem Vorfall starten, allerdings ohne den Deutschen.

Bereits im Februar war ein 70 Jahre alter Deutscher in Bangkok festgenommen worden, weil er nach dem Einsteigen in einen Flieger auf das Gepäckfach über sich gezeigt und “Bumm” gerufen hatte. Es sei nur ein Scherz gewesen, hatte er später gesagt.

+++ 13.59 Uhr: Rechtsextremisten greifen Dunkelhäutige in Dortmund an +++

Rechtsextremisten haben in Dortmund drei dunkelhäutige Männer angegriffen. Sie traten und schlugen einen der Männer, als dieser bei der Flucht vor den Angreifern stolperte und stürzte, wie die Polizei mitteilte. Aus der rund zehnköpfigen Gruppe der polizeibekannten Angreifer aus der rechten Szene seien die Opfer zunächst rassistisch beleidigt worden. Dann habe einer der Rechten einen Absperrpfosten auf die Männer geworfen, diese aber verfehlt. Zeugen riefen die Polizei, die vier Hauptverdächtige im Alter von 18 bis 23 Jahren in Gewahrsam nahm. Zudem stellte sich heraus, dass gegen eine 20-Jährige aus der Gruppe ein Haftbefehl vorlag. Sie wurde festgenommen.

Das Geschehen spielte sich laut Polizei am Donnerstagabend am Dortmund-Ems-Kanal ab. Die drei angegriffenen Männer aus Dortmund im Alter von 23 bis 31 Jahren seien trotz allem unverletzt geblieben. Der 23-Jährige, der am Boden liegend geschlagen und getreten wurde, vermisste danach allerdings sein Mobiltelefon. Dies sei offenbar gestohlen worden.

+++ 13.52 Uhr: Wind pustet Papst-Kappe weg +++

Bei einem Besuch in Alessano im süditalienischen Apulien hat der Wind die weiße Kappe des Papstes davongetragen. Franziskus bemerkte den Verlust, fasste sich an den Kopf und blickte dem Pileolus noch hinterher, wie auf einem Foto zu sehen ist. Für solche Fälle gibt es eine zweite Kappe, wie eine Vatikan-Sprecherin auf Anfrage sagte. Die andere werde aber aufgesammelt, sollte ein Papst-Fan nicht schneller gewesen sein und sie sich genommen haben. Vergangenes Jahr brachte ein kleines Mädchen den Papst zum Lachen, als es sich kurzerhand die weiße Kappe schnappte. Der Pontifex merkte es – und setzte sie kurz darauf wieder auf.

+++ 13.29 Uhr: Weltkriegsbombe im Zentrum Berlins erfolgreich entschärft +++

Die in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. “Kurzer Knall – der Zünder wurde soeben abseits der Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt”, erklärte die Polizei. Während der Aktion war die Umgebung aus Sicherheitsgründen geräumt worden, schätzungsweise zehntausend Menschen waren betroffen. Auch der Hauptbahnhof wurde gesperrt. Es kam zu Behinderungen im Fern-, Regional- und Nahverkehr. In dem Evakuierungsgebiet lagen unter anderem auch Krankenhäuser, Altenheime, Bundesbehörden und Botschaften. Die Behörden hatten den Einsatz tagelang vorbereitet. Hunderte Polizisten sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren aktiv.Berlin 8.15

+++ 13.21 Uhr: 20 Tonnen Sprotten landen nach Unfall auf Acker +++

Ein Lastwagen mit 20 Tonnen Fisch ist auf der Bundesstraße 110 in Mecklenburg-Vorpommern umgekippt – die gesamte Ladung Sprotten landete auf einem Acker. Nach Angaben der Polizei in Anklam war der 45 Jahre alte Fahrer mit seinem Sattelschlepper nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Trockener Kommentar eines Polizeisprechers: “Die Fischbar ist geöffnet.”

+++ 13.10 Uhr: Militärschlag war laut Bundestags-Gutachten völkerrechtswidrig +++

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hat den von Deutschland unterstützten Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Syrien als völkerrechtswidrig eingestuft. “Der Einsatz militärischer Gewalt gegen einen Staat, um die Verletzung einer internationalen Konvention durch diesen Staat zu ahnden, stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar”, heißt es in einem elfseitigen Gutachten, das von der Linksfraktion in Auftrag gegeben wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin wird auch die rechtliche Begründung Großbritanniens für den Vergeltungsschlag als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz durch die Truppen von Präsident Baschar al-Assad als “nicht überzeugend” verworfen. Die Briten hatten argumentiert, dass das Völkerrecht in Ausnahmefällen Maßnahmen zulässt, um überwältigendes menschliches Leid zu verhindern.

Nach Auffassung der Bundestags-Wissenschaftler waren die Voraussetzungen dafür nicht gegeben. Es sei unter anderem fraglich, “ob die Militärschläge wirklich geeignet sind, weiteres Leid zu verhindern, insbesondere mit Blick auf die mutmaßlich künftigen Opfer des Syrien-Konflikts”, heißt es in dem Gutachten.  

+++ 13.04 Uhr: Ai Weiwei verteidigt Selfie mit AfD-Fraktionschefin Weidel +++

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat sein Selfie mit der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel verteidigt. Weidel habe ihn in einem Restaurant höflich um ein gemeinsames Foto gebeten, und er habe es gemacht, erklärte Ai auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

“Obwohl ihre Ansichten völlig gegensätzlich zu meinen sind, hat niemand das Recht, über sie persönlich zu richten”, so der Menschenrechtsaktivist. Weidel sei eine demokratisch gewählte Politikerin, es stehe ihr zu, ihre politische Meinung frei zu äußern.
“Ich glaube nicht, dass gegensätzliche politische Anschauungen oder Werte ein Hindernis für Kommunikation sein sollten. Ich kämpfe dafür, diese Grenzen einzureißen.” weidel trifft ai wei wei 16.46

+++ 13.00 Uhr: Jogger findet verkohlte Leiche in römischem Park +++

Ein Jogger hat in Rom bei seiner morgendlichen Runde einen grausigen Fund gemacht. Der Mann entdeckte im Park Tre Fontane im südlichen Stadtteil Eur eine verkohlte Frauenleiche, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Vorfall werde als Mord behandelt, hieß es. Bei dem Opfer handle es sich um eine 49-Jährige, die nicht als vermisst gemeldet war. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa trug die Frau keine Schuhe. Ihr Körper soll noch gebrannt haben, als der Jogger sie gegen 7.30 Uhr fand.

+++ 12.57 Uhr: Palästinenser erliegt Verletzungen bei Unruhen im Gazastreifen +++

Bei erneuten Unruhen im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Palästinenser getötet worden. Der Mann erlag seinen Schussverletzungen, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mitteilte. Er sei behindert gewesen. Gemeinsam mit zwei anderen Menschen sei er von Schüssen israelischer Soldaten nahe der Grenze getroffen worden. Eine Sprecherin der israelischen Armee hatte zuvor gesagt, ihr sei nichts von dem Vorfall bekannt.

+++ 12.55 Uhr: Besucher eines chinesischen Zoos töten Känguru durch Steinwürfe +++

Besucher eines chinesischen Zoos haben ein Kängeru mit Ziegelsteinen und Betonbrocken beworfen und das Tier dadurch getötet. Ein weiteres Känguru in dem Zoo in der südöstlichen Stadt Fuzhou wurde leicht verletzt, wie der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV am Donnerstag auf seiner Website berichtete. Die Besucher hätten die australischen Beuteltiere beworfen, um sie zum Hüpfen zu animieren.

Das zwölf Jahre alte Känguruweibchen war dem Bericht zufolge bereits Ende Februar durch die Geschosse schwer verwundet worden. Fernsehbilder zeigten einen zerschmetterten und fast abgetrennten Fuß des Kängurus. Dieses starb einer tierärtzlichen Untersuchung zufolge einige Tage nach dem Vorfall an einem Nierenriss. Mehrere Wochen später kam es laut dem Bericht zu einem weiteren Zwischenfall in dem Zoo: Besucher warfen demnach mit Gegenständen nach einem fünfjährigen männlichen Känguru, das dabei leicht verletzt worden sei.

+++ 12.45 Uhr: Ex-Dezernatsleiter: Abbruch der Amri-Beobachtung war Fehler +++

Ein hochrangiger Berliner Kriminalpolizist hat Fehler bei der Beobachtung des späteren islamistischen Attentäters Anis Amri im Jahr 2016 eingeräumt. Amri sei zwar im Frühling und Frühsommer observiert worden, sagte der frühere Leiter des für die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus zuständigen LKA-Dezernats am Freitag im Berliner Amri-Untersuchungsausschuss. Dann habe man die intensive Beobachtung aber beendet, weil es keine Erkenntnisse für terroristische Pläne und zu wenig Observationsteams gegeben habe.

“Das war ein Fehler, dass er dann später nicht mehr observiert wurde. Den hätte man sich wieder genauer anschauen müssen. Aber er hatte nicht mehr die hohe Priorität wie andere.” Man habe Amri im Herbst 2016 mehr als Drogenhändler eingestuft und zunehmend weniger als potenziellen Terroristen. Daher sei er aus dem Fokus gerückt. Das sei eine “Fehlentscheidung” gewesen, sagte der Kriminalpolizist. “Das kann man nicht schönreden”, da hätte mehr passieren müssen. 

+++ 12.40 Uhr: Tod im Freizeitpark – Kein neuer Prozess gegen Aufseher +++

Der Unfalltod eines Mädchens im “Holiday Park” von Haßloch (Pfalz) hat für zwei damals und heute in leitender Funktion tätige Männer keine strafrechtlichen Konsequenzen. Das Pfälzische Oberlandesgericht in Zweibrücken verwarf am Freitag die Revision der Kindeseltern und der Staatsanwaltschaft gegen ein Urteil des Landgerichts Frankenthal vom Juli 2017.

Das Landgericht hatte in einem Berufungsverfahren den Freispruch des Amtsgerichts Neustadt/Weinstraße für die beiden Angeklagten bestätigt. Das Frankenthaler Urteil sei frei von Rechtsfehlern, sagte nun der Vorsitzende Richter beim Pfälzischen Oberlandesgericht, Ernst-Friedrich Wilhelm. Andernfalls hätte seine Kammer das Urteil aufheben und zur Neuverhandlung an das Landgericht zurückverweisen können. Gegen die Entscheidung des Pfälzischen Oberlandesgerichts gibt es keine Rechtsmittel.

+++ 12.30 Uhr: Lawrow: Moskau könnte Luftabwehr S-300 an Syrien liefern +++

Nach den westlichen Luftangriffen auf Syrien sieht sich Russland nicht mehr an die Zusage gebunden, der Regierung in Damaskus kein Flugabwehrsystem S-300 zu liefern. Das sagte Außenminister Sergej Lawrow der staatlichen Agentur Ria Nowosti. “Wir hatten das vor etwa zehn Jahren versprochen auf Bitten bestimmter Partner.” Damit habe eine angebliche Destabilisierung verhindert werden sollen. “Jetzt stehen wir moralisch nicht mehr in der Pflicht”, zitierte die Agentur den Minister am Freitag in Moskau. 

+++ 12.22 Uhr: Udo Lindenberg schreibt auf Bierdeckeln sein neues Album +++

Udo Lindenberg will im kommenden Jahr und damit drei Jahre nach seinem Nummer-1-Album “Stärker als die Zeit” wieder eine neue CD veröffentlichen. “Es entstehen jetzt gerade neue Songs”, sagte der 71-Jährige der “Stuttgarter Zeitung” und den “Stuttgarter Nachrichten”. Die Lieder schreibe er unter anderem “auf Bierdeckeln”. Thema des Albums solle seine eigene Erfolgsgeschichte der vergangenen zehn Jahre werden. “Ich bin ein Glücksvogel mit gutem Schutzengel und gutem Genieblitzableiter, der mir die Blitze zuleitet, die ich dann abfange vom Himmel mit blanker, bloßer Hand”, sagte Lindenberg. Er spüre “eine Art Auserkorenheit”.Udo Lindenberg kehrt 2019 auf Deutschlands Bühnen zurück

+++ 12.19 Uhr: Porsche-Verantwortlicher wegen Dieselskandals in U-Haft +++

Im Zusammenhang mit dem Dieselabgasskandal ist ein leitender Verantwortlicher von Porsche in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Sprecher des Autobauers sagte, dass Konzernchef Oliver Blume die Belegschaft entsprechend informiert habe. Nach Informationen der “Bild am Sonntag”, die zuvor über die Verhaftung berichtet hatte, handelt es sich bei dem Festgenommenen um Motorenchef Jörg Kerner.

+++ 11.53 Uhr: Auf traumhaftes Sommerwetter folgen Gewitter und Temperatursturz +++

Am Wochenende können Sonnenliebhaber noch mal ordentlich auftanken, bevor am Montag Gewitter aufziehen. Sommerliche Temperaturen, blauen Himmel und Sonne satt sagt der Deutsche Wetterdienst voraus. Der 2012 in Kitzingen und Bad Mergentheim aufgestellte Aprilrekord von 32,9 Grad wird nach Einschätzung der Wetterforscher zwar nicht geknackt. Im Süden Deutschlands dürfte aber die 30-Grad-Marke am Sonntag erneut überschritten werden, meinte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Am Montag unterbrechen Gewitter und ein kräftiger Temperatursturz erstmal die Grillsaison in Deutschland. Vor allem im Norden wird es nach DWD-Angaben ab Montag bei Höchstwerten um die 13 Grad und Regenschauern richtig ungemütlich. “Jede Hochdruckphase geht einmal zu Ende”, sagte der DWD-Meteorologe. Schon in der Nacht zum Montag ziehen die ersten Schauer und Gewitter auf. Auch südlich des Mains regnet es teilweise kräftig, südlich der Donau gibt es sogar teils kräftige Gewitter. Trocken bleibt es nur in einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg. Die Temperaturen gehen am Dienstag auf Werte zwischen 10 Grad an der See und 20 Grad im Süden zurück.20-Das Wetter in Deutschland am 20. April 2018-5773643472001

+++ 11.26 Uhr: Mann stirbt bei Schusswechsel mit SEK-Beamten +++

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos haben bei einem Schusswechsel in Langenfeld in Nordrhein-Westfalen einen Mann getötet. Der 38-Jährige schoss nach Angaben der Ermittler auf die Polizisten, als sie seine Wohnung stürmten. Die SEK-Beamten erwiderten demnach das Feuer. Dabei wurde der Mann getroffen und schwer verletzt. Er starb wenig später in einem Krankenhaus.

Vor dem Einsatz vom Donnerstagabend hatten Zeugen die Polizei informiert, dass der später Getötete vom Balkon seiner Wohnung Schüsse abfeuerte. Am Einsatzort sahen die Polizisten, dass der Mann auf dem Balkon einen schwarzen Gegenstand in der Hand hielt. Nachdem Versuche einer Kontaktaufnahme mit dem 38-Jährigen gescheitert waren, stürmten die Einsatzkräfte die Wohnung. Dabei kam es zu dem tödlichen Schusswechsel. Zur Klärung des genauen Abläufe setzte die ermittelnde Polizei in Wuppertal eine Sonderkommission ein.

+++ 11.13 Uhr: Verdächtiger nach Überfall auf 17-Jährige in Essen festgenommen +++

Nach dem Überfall auf eine 17-Jährige in der Essener Innenstadt gibt es eine erste Festnahme. “Wir haben einen Tatverdächtigen”, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler seien “ziemlich sicher”, dass der Festgenommene an dem Überfall beteiligt gewesen sei. Er sei einer der beiden Männer, die auf dem Foto und dem Video zu sehen sind, mit denen die Polizei nach den Tätern sucht.

Die junge Frau war am Freitag vergangener Woche an einer U-Bahn-Haltestelle überfallen worden. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Täter der 17-Jährigen mit einem Gegenstand auf den Kopf schlägt. Laut Polizei handelte es sich um eine Glasflasche.

+++ 11.06 Uhr: Erneut Kinder in Indien vergewaltigt und ermordet +++

In Indien sorgen erneut Sexualmorde an Kindern für Entsetzen. Ein neunjähriges Mädchen wurde in der Nacht im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh erwürgt aufgefunden, nachdem es mutmaßlich vergewaltigt worden war. Im selben Bezirk war am Vortag die Leiche einer vergewaltigten Siebenjährigen gefunden worden. Und am Mittwoch wurde ein elfjähriges Mädchen im ostindischen Bundesstaat Chattisgarh vergewaltigt und mit einem Stein erschlagen. Entsprechende Medienberichte bestätigten die zuständigen Polizeistellen. Alle drei Kinder wurden demnach von ihren Mördern von Hochzeitsfeiern weggelockt.

Vorige Woche hatte es in mehreren indischen Städten Proteste wegen eines brutalen Verbrechens an einer Achtjährigen aus einer Gemeinde muslimischer Nomaden gegeben. Sie war im Januar laut Polizei aus ihrem Dorf im mehrheitlich muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir entführt, eine Woche lang von einer Gruppe Hindus vergewaltigt und dann ermordet worden. Der Fall hatte auch für Aufsehen gesorgt, weil radikale Hindus mit Protesten die Freilassung der acht mutmaßlichen Täter forderten und das Einreichen der Klagen gegen sie zu verhindern versuchten. Wegen dieses Falls und eines weiteren, bei dem ein Lokalabgeordneter der hindu-nationalistischen Regierungspartei BJP eine 16-Jährige vergewaltigt und die Polizei nichts unternommen haben soll, geriet Premierminister Narendra Modi auch international in die Kritik.

+++ 11.04 Uhr: Wenger hört nach mehr als 20 Jahren als Arsenal-Trainer auf +++

Arsène Wenger hört nach fast 22 Jahren als Trainer des FC Arsenal am Ende dieser Saison auf. “Nach genauen Überlegungen und Diskussionen mit dem Verein habe ich das Gefühl, dass es die richtige Zeit ist, um am Ende der Saison zurückzutreten”, erklärte der 68 Jahre alte Franzose in einer Mitteilung des englischen Fußball-Erstligisten. Wenger ist seit 1996 Arsenal-Trainer, er wurde mit dem Club drei Mal englischer Meister und sieben Mal Pokalsieger. “Ich bin dankbar dafür, dass ich das Privileg haben durfte, diesem Verein so viele unvergessliche Jahre zu dienen”, wurde Wenger weiter zitiert.

Über einen Nachfolger ist noch nichts bekannt. Zuletzt wurde auch der frühere Dortmunder Bundesliga-Coach Thomas Tuchel beim Verein der deutschen Profis Mesut Özil, Per Mertesacker und Shkodran Mustafi gehandelt. Tuchel soll nach Medienberichten jedoch zum französischen Meister Paris Saint-Germain wechseln.

+++ 10.58 Uhr: Norwegens Straßenverwaltung warnt vor Sex im Kreisverkehr +++

Norwegens Abiturienten feiern das Ende ihrer Schulzeit besonders wild und zügellos – so sehr, dass sich die Behörden nun zu einer ungewöhnlichen Mahnung genötigt sahen: Bitte kein Sex im Kreisverkehr – das sei gefährlich, denn Autofahrer könnten überrascht und abgelenkt werden “und ganz vergessen, dass sie Auto fahren”, warnte die Straßenverwaltung des Landes.

Wochenlang fahren Norwegens Abiturienten – Russer genannt – jedes Frühjahr in rot und blau lackierten Mini-Bussen, mit roten und blauen Latzhosen und Mützen, durch die Städte. Laute Musik und Alkohol dürfen nicht fehlen. Für ihre Party-Zeit stellen sich die Schüler teilweise rund 100 Mutproben, die oft auch noch in der Zeitung veröffentlicht werden. Auf der Liste im Ort Ringsaker stand diesmal: geschützter Sex auf allen drei Kreisverkehren im Ort. Und: nackt über eine Brücke laufen. Er wolle kein Spielverderber sein, betonte der Leiter der Straßenverwaltung. “Aber, liebe Russer, es gibt 97 andere Mutproben, die ihr erfüllen könnt.” 

+++ 10.53 Uhr: Mattel darf Frida Kahlo nicht mehr als Barbie vermarkten +++

Der US-Spielzeugkonzern Mattel hat sich mit der Vermarktung der mexikanischen Malerin Frida Kahlo als Barbiepuppe Ärger eingehandelt. Ein mexikanisches Gericht untersagte den Verkauf der Puppe mit der Kahlo-typischen dunklen Haarpracht. Kahlos Nachkommen hatten nach Angaben ihres Anwalts gegen Mattel geklagt, weil der Konzern eine Puppe der Malerin ohne die Zustimmung ihrer Familie ins Programm genommen habe. Das Gericht hob dem Anwalt zufolge hervor, dass allein Kahlos Nachfahren die Rechte an ihrem Bild besäßen. Der Verkauf der Puppe müsse sofort gestoppt werden. Gegen das Urteil ist noch Berufung möglich. Die Angehörigen wollen nun bis zu einem rechtskräftigen Urteil in Mexiko warten und dann in den USA eine ähnliche Klage einreichen.

Auch andere Kritiker hatten sich daran gestört, dass ausgerechnet Frida Kahlo, die gegen die traditionelle Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern aufbegehrt habe, als Plastik-Barbie vermarktet werde. Frida Kahlo lebte von 1907 bis 1954 und wird zu den wichtigsten Malern des 20. Jahrhunderts gezählt. Bekannt sind insbesondere ihre Selbstporträts, auf denen sie sich blumengeschmückt und mit farbenfroher, traditioneller mexikanischer Kleidung darstellt.

+++ 10.48 Uhr: Wer Sternschnuppen sehen will, muss am Sonntag früh aufstehen +++

Sternschnuppen-Freunde sollten vor allem am frühen Sonntag den Nachthimmel im Blick behalten. Dann ist der Sternschnuppenstrom der Lyriden voraussichtlich am besten zu sehen. “In der Nacht zum Sonntag ist es überall in Deutschland weitgehend klar”, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Zwar wird am Montag erst das Maximum des Stroms erreicht, der Sonntag ist nach Ansicht von Astronomen für Beobachter aber nahezu genauso gut. Und am Montagfrüh ist der Himmel vielerorts bedeckt, im Norden regnet es sogar. “Die Beobachtungschancen sind dann noch im Süden und Osten am besten”, so Ruppert.

+++ 10.47 Uhr: Verfassungshüter legen in Eklat um NPD-Auftrittsverbot in Wetzlar nach +++

Das Bundesverfassungsgericht hat im Eklat um die Missachtung seiner Anordnung zur Vermietung der Stadthalle im hessischen Wetzlar an die NPD nachgelegt. Die Kommunalaufsicht solle sicherstellen, dass Kommunen Entscheidungen aus Karlsruhe künftig befolgten, regte das Gericht nach eigenen Angaben in einem Schreiben an den zuständigen Regierungspräsidenten an. Um “künftigen Überforderungen von Kommunen” vorzubeugen, sollten Städte und Gemeinden die Ablehnung einer Hallenvergabe mitteilen müssen oder dabei durch “synchrones Monitoring” überwacht werden, hieß es weiter.

Der Wetzlarer Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) hatte sich über Monate geweigert, der NPD die Stadthalle zu vermieten, und war damit vor Gericht in allen Instanzen gescheitert. Zuletzt entschied das Bundesverfassungsgericht am 24. März zugunsten der NPD, doch Wagner ignorierte auch diesen Richterspruch. Karlsruhe reagierte darauf scharf und forderte von der Kommunalaufsichtsbehörde Aufklärung des Vorfalls. Wie die Verfassungshüter nun mitteilten, bestanden demnach bei der Stadt “offensichtlich Fehlvorstellungen über die Bindungskraft richterlicher Entscheidungen und den noch verbleibenden Spielraum für eigenes Handeln”. Medienberichten zufolge soll die NPD den Oberbürgermeister der Stadt mittlerweile wegen Verdachts der Nötigung angezeigt haben.

+++ 10.39 Uhr: Prozess zum Mordfall Johanna in Gießen eröffnet +++

Tatverdächtiger Mordfall Johanna 19.10Im hessischen Gießen hat am Vormittag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der kleinen Johanna begonnen. Zum Auftakt des Verfahrens vor dem Landgericht sollte nur die Anklage verlesen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 42-Jährigen aus Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis vor, im Jahr 1999 das damals acht Jahre alte Mädchen missbraucht und getötet zu haben. Jahrelang hatte die Polizei erfolglos nach dem Täter gesucht. Erst Ermittlungen in einem anderen Missbrauchsfall und neue Analyseverfahren führten zu dem jetzt 42-Jährigen – er wurde im vorigen Oktober festgenommen.

+++ 10.38 Uhr: Trump nimmt “aus Respekt” nicht an Barbara Bushs Trauerfeier teil +++

Nach dem Tod der früheren First Lady Barbara Bush wird US-Präsident Donald Trump “aus Respekt vor der Bush-Familie und den anwesenden Freunden” nicht an ihrer Trauerfeier teilnehmen. Damit sollen auch Beeinträchtigungen durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden, berichteten US-Medien unter Berufung auf das Weiße Haus. Stattdessen werde Trumps Frau Melania dem Gedenkgottesdienst beiwohnen, hieß es. Am Mittwoch hatte Trump der Bush-Familie sein Beileid ausgesprochen und die ehemalige First Lady als “wundervolle Person” und “eine Größe im amerikanischen Leben” gewürdigt.

Barbara Bush, die Frau des ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush und Mutter des späteren Präsidenten George W. Bush war am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Die Bushs waren 73 Jahre verheiratet. Das Ehepaar hatte sechs Kinder, von denen eines im Alter von drei Jahren starb. Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident.18-First Lady & Mother: Barbara Bush ist tot-5772374511001

+++ 10.36 Uhr: Rekordzahl getöteter Wölfe in Norwegen +++

In Norwegen sind in diesem Winter so viele Wölfe getötet worden wie nie zuvor. Jäger hätten 30 Tiere geschossen, teilte das Umweltministerium mit. Grund für die Rekordzahl sei die erhöhte Quote: Die norwegische Regierung hatte für diesen Winter 42 Wölfe zum Abschuss freigegeben, davon 16 auch am Rand einer Schutzzone an der norwegisch-schwedischen Grenze. Die Jagdsaison ist seit dem 31. März beendet. Im Winter 2016/17 wurden laut Ministerium etwas mehr als 100 Wölfe in Norwegen gemeldet, eine große Mehrheit davon in der Schutzzone an der Grenze zu Schweden. Im Nachbarland Schweden wurden in diesem Winter 48 Wölfe getötet.

Wölfe sind in Skandinavien geschützt. Ihr Bestand wird aber kontrolliert, weil sie jedes Jahr auch mehrere Hundert Schafe reißen. In Deutschland darf der Wolf als geschützte Art in der Regel nicht geschossen werden – das Bundesnaturschutzgesetz lässt jedoch Ausnahmen zu, etwa wenn ein Problemwolf ganze Herden reißt oder dem Menschen zu nahe kommt.Wolf in Deutschland 13.17

+++ 10.33 Uhr: Verdacht auf weitreichenden Korruptionsskandal im Bamf +++

Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt es offenbar einen Korruptionsverdacht. Eine leitende Mitarbeiterin der Behörde soll an der Außenstelle Bremen in mehr als 1200 Fällen Asyl gewährt haben, obwohl die Voraussetzungen nicht vorlagen, berichteten die “Süddeutsche Zeitung”, NDR und Radio Bremen. Die Staatsanwaltschaft Bremen bestätigte demnach Ermittlungen gegen die Frau, drei Rechtsanwälte und einen Dolmetscher. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der Verdächtigen um die bisherige Leiterin der Bamf-Außenstelle, sie sei inzwischen vom Dienst suspendiert worden. Sie habe offenbar mit drei Anwälten aus Niedersachsen zusammengearbeitet, die ihr systematisch Asylbewerber zugeführt hätten. Diese kamen auch aus anderen Bundesländern. Viele der Antragsteller sollen Jesiden gewesen sein.

Dem Bericht zufolge ist aber noch nicht klar, ob und wie die Beamtin und die Anwälte Geld verdienten. Die Bamf-Mitarbeiterin habe zumindest Zuwendungen etwa in Form von Restauranteinladungen erhalten. Der Verdacht der Staatsanwaltschaft laute auf Bestechlichkeit und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung.

+++ 10.24 Uhr: Bürgermeister Müller verspricht zusätzlichen Feiertag für Berlin +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat den Hauptstädtern einen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Aussicht gestellt. “Die Frage ist nicht so sehr, ob wir einen solchen Feiertag bekommen, sondern eher welchen”, sagte der SPD-Politiker der “Welt”. Möglich wäre aus seiner Sicht etwa der 17. Juni, also der Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, der 8. Mai als Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur oder der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag. “Es muss ein Tag sein, der eine politische Relevanz in unserer Geschichte hat”, so Müller.

Berlin gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten arbeitsfreien Feiertagen. Aktuell sind es 9, Bayern hingegen hat 13 Feiertage, Baden-Württemberg 12. Die Debatte wurde zuletzt durch einen Vorstoß der norddeutschen Länder bundesweit angestoßen: Geplant und teilweise schon beschlossen ist die Einführung eines arbeitsfreien Feiertags am Reformationstag in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Bisher war der Reformationstag lediglich in den ostdeutschen Ländern außer Berlin ein gesetzlicher Feiertag – im Vorjahr zum 500. Reformationsjubiläum einmalig bundesweit.Streit um neue Feiertage im Norden_16.50

+++ 10.02 Uhr: Süd- und Nordkorea öffnen Hotline zwischen ihren Staatschefs +++

Vor ihrem dritten Gipfeltreffen haben Süd- und Nordkorea erstmals eine direkte Telefonverbindung zwischen den Staatschefs beider Länder gelegt. Über die Leitung sollen sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un austauschen können. Heute sei die Hotline zwischen Moons Büros und dem Büro Kims in Pjöngjang getestet worden, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Beide wollen sich am Freitag nächster Woche im Grenzort Panmunjom treffen. Moon will mit Kim über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms und die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel sprechen. 

+++ 9.47 Uhr: Baskische Separatistenorganisation Eta bittet Opfer um Vergebung +++

Wenige Wochen vor ihrer geplanten Auflösung hat sich die baskische Untergrundorganisation Eta in einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt und um Vergebung für die blutigen Anschläge der Vergangenheit gebeten. “Infolge von Fehlern oder falschen Entscheidungen hat die Eta auch Opfer getroffen, die nicht direkt am Konflikt beteiligt waren”, hieß es in der Erklärung, die von der baskischen Zeitung “Gara” veröffentlicht wurde. “Wir wissen, dass unsere Handlungen auch Bürgern und Bürgerinnen Schaden zugefügt haben, die keinerlei Verantwortung hatten. (…) Diese Menschen und ihre Familien bitten wir um Verzeihung.” Der Eta (Euskadi Ta Askatasuna – Baskenland und Freiheit) sei klar, dass diese Worte das Geschehene nicht auslöschen und den Schmerz lindern könnten. “Wir sagen dies mit Respekt, ohne neuen Kummer verursachen zu wollen.” Die Mitteilung sorgte in Spanien für großes Aufsehen.

Die vor 59 Jahren gegründete Eta hatte in Spanien jahrzehntelang einen blutigen Kampf für ein unabhängiges Baskenland geführt. Bei Anschlägen kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.

+++ 9.39 Uhr: Nervengift in Salisbury möglicherweise noch gefährlich +++

Experten des britischen Umweltministeriums zufolge könnten sich weiterhin gefährliche Mengen des Nervengifts Nowitschok an bestimmten Orten in Salisbury befinden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Informationsveranstaltung für Bürger gestern Abend. Am 4. März waren der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der englischen Kleinstadt bewusstlos aufgefunden worden. Den britischen Behörden zufolge wurden die beiden mit einer geringen Menge des Nervengifts Nowitschok in flüssiger Form vergiftet. Spuren davon wurden an verschiedenen Orten entdeckt, die der 66-Jährige und seine 33-jährige Tochter besucht hatten. Die höchste Konzentration wurde am Wohnhaus des Ex-Spions festgestellt. Es könne aber noch weitere “Hotspots” an “sehr bestimmten Plätzen” innerhalb dieser Orte geben, sagte ein Experte PA zufolge.

Die Behörden haben inzwischen mit der Dekontamination von neun Orten in Salisbury begonnen – darunter sind zwei Notaufnahmen, eine Polizeistation und zwei Lokale. Die aufwendigen Arbeiten könnten Monate dauern, hatte es geheißen.10-Krankenhaus: Julia Skripal entlassen-5767567900001

+++ 9.34 Uhr: Deutsche Bank überweist aus Versehen 28 Milliarden Euro +++

Deutsche Bank Verlust_12.50Bei der Deutschen Bank knirscht es derzeit nicht nur in der Vorstandsetage. Im täglichen Geschäft hat das größte deutsche Geldhaus vor Ostern aus Versehen 28 Milliarden Euro überwiesen, wie ein Unternehmenssprecher in Frankfurt bestätigte. Das Geld ging auf ein Konto der Deutschen Bank bei der Terminbörse Eurex und nicht an einen Kunden. Ursprünglich sollte eine weit geringere Summe auf das Konto fließen, deren Höhe der Sprecher aber nicht nennen wollte. Ein Schaden sei nicht entstanden, da die Buchung nach wenigen Minuten rückgängig gemacht worden sei. Man habe die Gründe für den Fehler überprüft und Schritte eingeleitet, um zu vermeiden, dass so etwas noch einmal passiert. Der Fehler ereignete sich in den letzten Tagen des ausgeschiedenen Vorstandschef John Cryan.

+++ 9.29 Uhr: Polizei räumt von Studenten besetztes Pariser Unigebäude +++

Die französische Polizei hat ein aus Protest gegen eine Hochschulreform besetztes Universitätsgebäude in Paris geräumt. Die rund 100 Besetzer hätten das Tolbiac-Zentrum im Südosten der französischen Hauptstadt am frühen Morgen ruhig verlassen, teilte die Polizeipräfektur mit. Das Gebäude war seit Ende März blockiert worden. “Der Rechtsstaat wird überall wieder hergestellt werden”, erklärte Innenminister Gérard Collomb auf Twitter. Nach Darstellung der Polizei gab es keine größeren Zwischenfälle, allerdings meldete sie zahlreiche Schäden an dem Gebäude. Eine Person sei wegen “Beleidigung und Rebellion” festgenommen worden.

Französische Studenten protestieren gegen neue Zugangsregeln, die die Regierung durchgesetzt hat. Universitäten können nun unter bestimmten Bedingungen Bewerber abweisen. Kritiker sehen darin eine “Selektion” und die Gefahr neuer Elitenbildung. Mehrere Hochschulgebäude wurden besetzt – kurzzeitig auch die Pariser Sorbonne-Universität, die bei den berühmten Studentenprotesten im Jahr 1968 einer der Hauptschauplätze war.

+++ 9.27 Uhr: Bahn will mit längeren Zügen Zwangsräumungen überfüllter ICE stoppen +++

Die Deutsche Bahn will mit längeren Zügen auf Zwangsräumungen im Fernverkehr reagieren. Auf besonders frequentierten Strecken sollten künftig längere Züge zum Einsatz kommen, kündigte Bahnchef Richard Lutz im Gespräch mit dem “Handelsblatt” an. “Dann hätten mehr als 900 Fahrgäste in einem solchen Zug Platz”, sagte er. Zu Zwangsräumungen überfüllter Züge komme es “im Fernverkehr im Durchschnitt ein halbes Dutzend Mal pro Woche”. “Wir wollen noch stärker als bisher Auto und Flugzeug angreifen”, sagte Lutz der Zeitung. Im Frühsommer werde die Bahn dazu ein Konzept präsentieren. Demnach ist der Kauf weiterer ICE-Züge für knapp eine Milliarde Euro geplant.

+++ 8.49 Uhr: Israel warnt Palästinenser vor Annäherung an Grenzzaun +++

Vor den erwarteten Freitagsprotesten im Gazastreifen hat die israelische Armee die palästinensische Bevölkerung davor gewarnt, sich dem Grenzzaun zu nähern. Ein Armeeflugzeug warf am Morgen Flugblätter über dem Küstengebiet ab, wie die Armee mitteilte. “Ihr beteiligt Euch an gewaltsamen Unruhen”, heiße es darin. “Die Hamas Terrororganisation nutzt Euch aus, um Terroranschläge zu verüben.” Die Armee versuche, die Verluste zu begrenzen, werde aber keine Beschädigung der israelischen Sicherheitseinrichtungen dulden.

Bei Massenprotesten an der Gaza-Grenze sind seit Ende März 35 Palästinenser getötet und Hunderte durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden. Es ist der schlimmste Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg 2014. Anlass für den “Marsch der Rückkehr” ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. Die Palästinenser sehen die Staatsgründung als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende von ihnen fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie pochen auf ein “Recht auf Rückkehr” in das heutige israelische Staatsgebiet. Israel lehnt dies ab.

+++ 8.42 Uhr: Natalie Portman sagt Reise zum “jüdischen Nobelpreis” ab +++

Hollywoodstar Natalie Portman (36) hat ihre Reise zu einer Preisverleihung in Jerusalem nach Veranstalterangaben “aus politischen Gründen” abgesagt. “Die jüngsten Ereignisse in Israel hat sie als extrem bedauerlich empfunden, und sie fühlt sich nicht wohl dabei, an einer öffentlichen Veranstaltung in Israel teilzunehmen”, zitierte die Genesis-Stiftung in New York Portmans Management. Die in Israel geborene Portman sollte Ende Juni mit dem Genesis-Preis 2018 ausgezeichnet werden, der auch als “jüdischer Nobelpreis” bezeichnet wird. Er wird laut Veranstalter an Leute vergeben, die durch ihre Leistung inspirieren und sich für jüdische Menschen und Werte engagieren. Das Preisgeld von einer Million Dollar (862.000 Euro) sollte auf Portmans Wunsch dem Kampf für Frauenrechte zugute kommen.

Die Veranstalter wollen die Gala in Jerusalem nun absagen. Sie respektierten das Recht, öffentlich der Politik der israelischen Regierung zu widersprechen, fänden es aber traurig, dass die Oscar-Preisträgerin (“Black Swan”) der Zeremonie “aus politischen Gründen” fernbleibe. “Wir fürchten, dass Frau Portmans Entscheidung unsere karitative Initiative politisiert. Wir haben in den vergangenen fünf Jahren alles getan, dies zu vermeiden.”

+++ 8.24 Uhr: Vorbereitungen für Bombenentschärfung in Berlin gestartet +++

In Berlin haben die Vorbereitungen für die Entschärfung einer britischen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Am Morgen sammelten sich die ersten Einsatzkräfte im Sperrgebiet in der Nähe des Hauptbahnhofs, wie ein Polizeisprecher schilderte. Der 500-Kilo-Blindgänger ist einer von vielen Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg in der Hauptstadt. Von 9 Uhr an richtet die Polizei im Radius von 800 Metern um den Fundort auf einer Baustelle eine Sicherheitszone ein. Etwa 10.000 Anwohner müssen vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Bei einem reibungslosen Ablauf der Evakuierung gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass die Entschärfung der Fliegerbombe gegen 12 Uhr beginnen kann. Wegen der Entschärfung halten am Berliner Hauptbahnhof nach Angaben der Deutschen Bahn ab 10 Uhr keine Züge mehr, ab 11.30 Uhr werde der Zugverkehr bis voraussichtlich 13 Uhr vollständig eingestellt.Bombenentschärfung Berlin 10.41

+++ 8.21 Uhr: Zwei Polizisten in Restaurant in Florida erschossen +++

Zwei Polizisten sind in einem Restaurant im US-Bundesstaat Florida erschossen worden. Die Beamten befanden sich gestern (Ortszeit) in dem Restaurant im Zentrum der Stadt Trenton, als ein Angreifer durch die Schaufensterscheiben auf sie schoss, wie die örtliche Polizei mitteilte. Hinzugerufene Sicherheitskräfte fanden demnach die beiden Polizisten und den mutmaßlichen Angreifer tot auf. Seine Leiche lag demnach vor dem Restaurant. Die Gründe für die Tat sind noch offen. Die Behörden leiteten nach eigenen Angaben Ermittlungen ein, um die Motivation des Angreifers zu klären. Außerdem soll geklärt werden, wie der Angreifer gestorben ist.

US-Präsident Donald Trump sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Floridas Gouverneur Rick Scott betonte, dass es in dem Bundesstaat “null Toleranz” für Gewalt gebe, insbesondere gegen Polizisten.

+++ 8.18 Uhr: Wirtschaftsweiser fordert deutliche Steuersenkungen +++

Angesichts der boomenden deutschen Konjunktur fordert der Chef der Wirtschaftsweisen eine Änderung der Haushaltspolitik und spürbare Steuersenkungen. Die Steuerquote sei derzeit auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung, schreibt Christoph Schmidt in einem Beitrag für das Magazin “Focus”. “Daher ist es problematisch, dass die Bundesregierung neuen Ausgaben höhere Priorität einräumt als der längst fälligen Entlastung der Bürger.”

Statt auf Entlastung und Innovationen zu setzen, zeige der Koalitionsvertrag, dass die Bundesregierung die Überschüsse “lieber mit vollen Händen ausgeben” wolle. Der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage kritisierte unter anderem das geplante Baukindergeld. “Diese Maßnahme dürfte vor allem Mitnahmeeffekte erzeugen und die Immobilienpreise weiter anheizen.” Auch die geplante Mütterrente II lehnte Schmidt als teuer und wirkungslos ab. Er zeigte sich zudem skeptisch, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in den kommenden Jahren Etats ohne neue Schulden vorlegen werde. Es sei angesichts der geplanten Ausgaben “fraglich”, ob die schwarze Null eingehalten werden könne.

+++ 7.58 Uhr: Deutsche hetzen Hunde auf zwei Eritreer und schlagen sie +++

In Friedland in Mecklenburg-Vorpommern soll eine Gruppe Deutscher ihre Hunde auf zwei Flüchtlinge aus Eritrea gehetzt haben. Außerdem sollen aus der Gruppe heraus zwei Tatverdächtige die beiden Angriffsopfer mit Faustschlägen an den Kopf traktiert haben, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte. Die Attacke sollen die betrunkenen Tatverdächtigen mit ausländerfeindlichen Parolen begleitet haben. Auch als die Polizei schon vor Ort war, hätten einige aus der Gruppe die Eritreer rassistisch beleidigt.
Den Polizeiangaben zufolge fühlten sich die sechs Tatverdächtigen allein durch die Anwesenheit der beiden Eritreer provoziert. Diese seien auf Fahrrädern an der am Mühlenteich in Friedland zechenden Gruppe vorbei gefahren. Dabei sollen die Tatverdächtigen ihre Hunde so aufgehetzt haben, dass sie die Radfahrer verfolgten. Vier der Tatverdächtigen seien dann hinter den beiden Flüchtlingen her gerannt, worauf die Faustschläge gefolgt seien. Die von den verschreckten Flüchtlingen abgelegten Fahrräder seien von einem der Tatverdächtigen in den Teich geworfen worden. Die Angriffsopfer seien bei der Attacke leicht verletzt worden.

+++ 7.57 Uhr: Iran will Russisch als Schulfach einführen +++

Die Islamische Republik Iran will demnächst die russische Sprache als Schulfach einführen. “Wir wollen den exklusiven Status der englischen Sprache brechen und neue Sprachen wie Russisch in unser Schulsystem einführen”, sagte Bildungsminister Mohamed Bothaei bei einem Treffen mit Mitgliedern des Bildungsausschusses des russischen Parlamentes in Moskau. Im Gegenzug könnte Russland die persische Sprache als Schulfach einführen, erklärte Bothaei nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

Der Vorschlag, Russisch ins Schulsystems der Islamischen Republik einzuführen, wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Aber besonders nach dem Syrienkonflikt, wo Teheran und Moskau den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützen, pflegen die beiden Länder sehr enge Beziehungen. Für Beobachter ist dies jedoch eine nicht unbedingt gewollte, sondern mehr eine strategisch bedingte Partnerschaft. Anders als die USA und Europa, ist Russland bei Iranern nicht beliebt.

+++ 7.15 Uhr: Zugunglück in Salzburg: bis zu 40 Verletzte +++

Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof von Salzburg sind am Morgen nach Medienberichten Dutzende Menschen verletzt worden. Betroffen seien 35 bis 40 Menschen, Schwerverletzte gebe es aber nicht, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Bahn- und Polizeisprecher. Zwei Personenzüge seien zusammengestoßen, schrieb der Sender Antenne Salzburg auf Twitter. Wie es weiter hieß, war ein Triebwagen auf einen sogenannten Railjet aufgefahren, der von Zürich nach Wien unterwegs war. Laut Nachrichtenseite Salzburg24 herrschte für Rettungskräfte Großeinsatz auf dem Bahnhof. Über die Unglücksursache könne man zurzeit noch keine Angaben machen, sagten die Sprecher nach APA-Angaben.

+++ 6.45 Uhr: 83-Jähriger in den USA hingerichtet +++

Im US-Bundesstaat Alabama ist ein 83-jähriger Mann hingerichtet worden. Walter Leroy Moody sei wegen Mordes an einem Bundesrichter im Jahr 1989 hingerichtet worden, teilte das Büro des Gouverneurs von Alabama, Kay Ivey, am Donnerstag mit. Moody ist der älteste Mensch, der seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den 70er Jahren in den USA exekutiert wurde. Moody hatte den Behördenangaben zufolge 1989 einen Bundesrichter mit einer Rohrbombe getötet und dessen Frau verletzt. Auch ein Anwalt aus dem Bundesstaat Georgia wurde durch eine Rohrbombe Moodys getötet. Moody war 1990 festgenommen und 1997 zum Tode verurteilt worden.

+++ 5.15 Uhr: Pentagon bestätigt: Deutscher Dschihadist in Syrien festgesetzt +++

Das US-Verteidigungsministerium hat die Festsetzung des deutschen Dschihadisten Mohammed Haydar Zammar in Syrien bestätigt. “Wir können bestätigen, dass Mohammed Haydar Zammar, ein syrischstämmiger deutscher Staatsbürger, vor mehr als einem Monat von SDF-Partnern gefangengenommen wurde”, erklärte ein Pentagon-Sprecher am Donnerstag mit Blick auf die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Die aus arabischen und Kurdenkämpfern bestehende Truppe wird von den USA im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt.

+++ 5 Uhr: Länder müssen Millionen für Einsätze beim Fußball zahlen +++

Bei den Ländern Norddeutschlands fallen einem Zeitungsbericht zufolge für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele Kosten von mehreren Millionen Euro an. Wie die “Neue Osnabrücker Zeitung” (Freitag) berichtet, meldete das Innenministerium von Niedersachsen für die Saisons 2015/16 und 2016/17 Ausgaben von etwa 16,35 Millionen Euro bei Spielen in den ersten drei Ligen, dem DFB-Pokal, Länderspielen oder internationalen Wettbewerben. In Bremen summierten sich die Kosten nach Angaben der dortigen Behörden auf insgesamt 4,6 Millionen Euro. Unter Berufung auf Sicherheitskreise in Hamburg schrieb das Blatt, in der Hansestadt seien 5,81 Millionen Euro angefallen.Diese Fußballvereine machen das meiste Geld_17.10

+++ 3.45 Uhr: Weniger Asylbewerber aus Westbalkanländern +++

Seit der Einstufung als “sichere Herkunftsländer” vor einigen Jahren kommen deutlich weniger Asylbewerber aus den Westbalkanstaaten nach Deutschland. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dennoch fanden ähnliche viele oder sogar mehr Menschen von dort im vergangenen Jahr Schutz in Deutschland. Deutschland hatte Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien im Herbst 2014 als sogenannte sichere Herkunftsländer eingestuft, nachdem die Zahl der Asylsuchenden von dort sprunghaft gestiegen war. Albanien, Kosovo und Montenegro folgten knapp ein Jahr später. Bei solchen Ländern wird angenommen, dass Menschen dort nicht verfolgt werden. Ihre Asylanträge können also leichter abgewiesen werden.

+++ 2.45 Uhr: Sekundenschlaf: 200.000 Euro Schaden an Luxussportwagen +++

Nur einen Sekundenschlaf brauchte es, und der Luxussportwagen einer 54-Jährigen war ein Schrotthaufen. Das Gefährt aus britischer Produktion krachte in das Heck eines Sattelzugs auf der Autobahn 48 bei Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Nur durch Zufall sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei nach dem Unfall am Donnerstagabend mit. Jedoch entstand an dem 650-PS-Boliden ein Schaden von etwa 200 000 Euro. Der Schaden am Sattelauflieger hielt sich indessen mit etwa 3000 Euro in Grenzen.

+++ 1.15 Uhr: Rudy Giuliani kommt an Bord von Trumps Anwaltsteam +++

Rudy Giuliani (73), Ex-Bürgermeister von New York und Trump-Fan, soll das Anwaltsteam des US-Präsidenten in der Russlandaffäre verstärken. Er tue das, weil er hoffe, “zum Wohle des Landes” ein Ende der Russland-Untersuchungen erreichen zu können, zitierte die “Washington Post” Giuliani in der Nacht zum Freitag aus einem Interview. Er habe außerdem größten Respekt für den Präsidenten und für FBI-Sonderermittler Robert Mueller, sagte Giuliani.

+++ 00.20 Uhr: Scholz setzt sich bei Besuch im Weißen Haus für Handelskompromiss ein +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich bei Gesprächen im Weißen Haus für eine Entschärfung des transatlantischen Handelskonflikts eingesetzt. Der Vizekanzler zeigte sich am Donnerstag in Washington nach einem Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence überzeugt, dass auch die US-Regierung an einer Beilegung des Streits interessiert sei: “Ich glaube, dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, eine gute Lösung zu finden.” Von den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium, die US-Präsident Donald Trump im März verhängt hatte, ist die EU im Unterschied zu China zwar vorläufig befreit. Doch gilt diese Ausnahmeregelung nur bis zum 1. Mai. Die US-Regierung verhandelt derzeit mit der EU über einen Kompromiss in dem Handelsstreit. Die Europäer streben an, dauerhaft von den Strafzöllen befreit zu bleiben. Scholz sagte beim Verlassen des Weißen Hauses, nach seinem Eindruck habe die US-Regierung verstanden, “dass in Handelsfragen die Europäische Union als Einheit handelt”. Dies werde dazu beitragen, “dass wir zu guten Lösungen kommen werden”. 

+++ Die Nachrichten des Tages vom 19.4.2018 lesen Sie hier. +++ 

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