News des Tages: Felseninsel Mont-Saint-Michel nach Drohung evakuiert

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Drei Tote bei Schießerei in der US-Stadt Nashville (12.59 Uhr)
  • Selbstmordanschlag auf Zentrum für Wählerregistrierung in Kabul  (9.12 Uhr)
  • Polizei: Frankfurt am Main wieder Hauptstadt bei Straftaten (8.19 Uhr)
  • Ältester Mensch der Welt mit 117 Jahren gestorben (5.38 Uhr)
  • Dutzende Leichen in Massengrab im syrischen Raka entdeckt (3.08 Uhr)
  • Schäuble fordert europäisches Asylrecht (0.06 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 12.59 Uhr: Drei Tote bei Schießerei in US-Stadt Nashville +++

Bei einer Schießerei im US-Bundesstaat Tennessee sind in der Nacht zu Sonntag drei Menschen getötet worden. Dies teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Gewalttat ereignete sich in Nashville, der Hauptstadt des südöstlichen Bundesstaates, in einem Restaurant der Kette Waffle House. Wie “ABC News” berichtet, sind vier weitere Menschen verletzt worden. Sie sollen sich in einem kritischen Zustand befinden. Besonders skurril: Der flüchtige Verdächtige soll nur mit einer grünen Jacke bekleidet, ansonsten aber nackt gewesen sein. Die Polizei fahndet im Zusammenhang mit der Schießerei nach einem 29-Jährigen aus dem Bundesstaat Illinois. Der Wagen, mit dem der Schütze vor das Restaurant fuhr, ist laut Polizei auf seinen Namen gemeldet. 

Tweet Polizei Nashville

Polizei Suchaufruf

+++ 12.37 Uhr: Scholz: SPD soll wieder stärkste Kraft in Deutschland werden +++

Der scheidende kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz hat seine Partei aufgefordert, selbstbewusst um die Mehrheit der Wähler zu kämpfen. “Dass wir uns wieder zutrauen, dieses Land zu regieren, und dass wir wieder stärkste Partei werden, das muss das Ziel sein, das wir alle gemeinsam verfolgen”, sagte Scholz am Sonntag beim Bundesparteitag in Wiesbaden, der erstmals in der SPD-Geschichte eine Vorsitzende wählen sollte. Kandidatinnen sind die Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles und die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange. Dass erstmals in der mehr als 150-jährigen SPD-Geschichte eine Frau Vorsitzende werde, sei “ein Fortschritt, der lange fällig war”, sagte Scholz. Es sei ein “historischer Moment”. 

+++ 11.55 Uhr: Unbekannter droht – Felseninsel Mont-Saint-Michel evakuiert +++

Die bei Touristen beliebte Felseninsel Mont-Saint-Michel in der Normandie ist vorsorglich evakuiert worden. Polizisten riegelten das Unesco-Kulturerbe am Sonntag ab, nachdem ein Unbekannter Sicherheitskräfte bedroht hatte, wie französische Medien berichteten. “Im Gespräch mit einem Café-Besitzer stieß der Mann ziemlich präzise Drohungen gegen Sicherheitskräfte aus”, sagte der örtliche Verwaltungschef dem Sender FranceInfo. Ob der Mann eine Waffe bei sich hatte, war zunächst unbekannt. Man durchsuche die Insel nun Haus für Haus, möglicherweise habe der Verdächtige die Insel aber bereits mit den Touristen verlassen. Die Sicherheitskräfte in Frankreich sind nach einer Serie von Terroranschlägen mit mehr als 230 Toten in den Jahren 2015 und 2016 in besonders hoher Alarmbereitschaft.

+++ 11.14 Uhr: Randalierer sorgen für Chaos nach Fußballparty in Magdeburg +++

Nach dem Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die 2. Fußball-Bundesliga ist es auf der Kneipenmeile der Stadt zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Rund 150 Vermummte warfen Steine und Flaschen auf Polizisten und Feuerwehrleute und beschimpften die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Außerdem brannten auf offener Straße verschiedene Gegenstände und Müll. Die Chaoten zerstörten Teile der installierten Videotechnik am zentral gelegenen Hasselbachplatz. Die Polizei setzte Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein, um Dutzende vermummte Randalierer zurückzudrängen. Mehrere von ihnen wurden festgenommen. Erst am späten Samstagabend kehrte in der Innenstadt wieder Ruhe ein. Das Ausmaß der Zerstörungswut war aber auch am Sonntag noch sichtbar und die Stadt mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Bevor die Stimmung umschlug, hatten mehr als 22.000 Fans im Stadion und rund 2500 Menschen auf dem Hasselbachplatz laut Polizei friedlich den Aufstieg ihrer Mannschaft gefeiert. Der 1. FC Magdeburg hatte am Samstagnachmittag zu Hause mit 2:0 (2:0) gegen Fortuna Köln gewonnen und ist damit in der kommenden Saison sicher in der 2. Liga dabei. Auch der SC Paderborn machte durch einen 3:0 (3:0)-Sieg gegen Unterhaching den Aufstieg perfekt.

Magdeburg Polizei

+++ 10.24 Uhr: Armenische Polizei nimmt Oppositionsführer Paschinjan fest +++

Nach tagelangen Protesten in Armenien hat die Polizei den Oppositionsführer Nikol Paschinjan am Sonntag festgenommen. Das teilte der Abgeordnete Sasun Mikaeljan vor Journalisten mit, bevor er selbst abgeführt wurde. Paschinjan war zuvor kurz mit dem umstrittenen Regierungschef und ehemaligen Präsidenten Sersch Sarkissjan zusammengetroffen und hatte diesen vor laufenden Kameras zum Rücktritt aufgefordert.

News des Tages 21.4.

+++ 9.38 Uhr: Iran: Ex-Staatsanwalt nach wochenlanger Flucht verhaftet +++

Der umstrittene ehemalige iranische Staatsanwalt Saeid Mortasawi ist nach wochenlanger Flucht verhaftet worden. Nach Angaben von Mizan, dem Nachrichtenportal der iranischen Justiz, wurde er am Sonntag ins Gefängnis gebracht. Mizan gab nicht an, wo sich Mortasawi in den letzten Wochen versteckt hatte. Der enge Vertraute von Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad war im vergangenen Jahr zu zwei Jahren Gefängnis und 135 Peitschenhieben verurteilt worden. Außerdem darf er lebenslang nicht mehr als Jurist arbeiten. Ihm wurden Amtsmissbrauch und Veruntreuung in Milliardenhöhe vorgeworfen. Zudem soll er am Tod von drei politischen Gefangenen beteiligt gewesen sein. Als Staatsanwalt hatte er auch andere Oppositionelle strafrechtlich verfolgt und mehrfach reformorientierte Tageszeitungen schließen lassen.

+++ 9.12 Uhr: Selbstmordanschlag auf Zentrum für Wählerregistrierung in Kabul +++

Bei einem Selbstmordanschlag sind in Kabul mindestens zwölf Menschen getötet worden. Weitere 57 Personen seien am Sonntag verletzt worden, als eine Bombe an einer Ausgabestelle für Personaldokumente explodiert sei, sagte der Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums. In dem Ausgabezentrum können Bürger Ausweise beantragen, die sie für die Teilnahme an Parlaments- und Provinzwahlen im Oktober benötigen. Der mit einer Sprengstoffweste ausgestattete Angreifer sei zu Fuß zu der Ausweisstelle in einem schiitischen Stadtteil im Westen der afghanischen Hauptstadt gekommen, berichtete ein Sprecher des Innenministeriums. Die Taliban stünden nicht hinter dem Anschlag, erklärte der Sprecher der radikalen Islamisten, Zabihullah Mudschahed, über Twitter.

+++ 8.19 Uhr: Polizei: Frankfurt am Main wieder Hauptstadt bei Straftaten +++

Frankfurt am Main liegt bei den erfassten Straftaten deutschlandweit wieder auf Platz eins. Dort wurden im vergangenen Jahr 14 864 Straftaten pro 100 000 Einwohner erfasst, wie aus der jüngsten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgeht, die der “Welt am Sonntag” vorliegt. Auf Frankfurt folgen Hannover (14.616 Straftaten) und knapp dahinter Berlin (14 558). Im Vorjahr hatte Berlin noch auf dem ersten Platz gelegen, davor jahrelang Frankfurt. Insgesamt wurden alle 39 Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern ausgewertet. Dresden liege mit 14.330 Straftaten auf Platz vier, schreibt die Zeitung. Die sächsische Landeshauptstadt habe damit Leipzig überholt, das bei der Kriminalität nun auf Platz fünf liege (13.900 Taten) . Die sicherste Stadt der Republik bleibt wie schon in den Vorjahren München mit 6627 registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner.
Zweitsicherste ist Augsburg (7217 Taten). Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will die Zahlen offiziell am 8. Mai in Berlin vorstellen.

+++ 7.51 Uhr: Bauern klagen über langsames Internet +++

Immer mehr Bauern in Deutschland klagen über ein langsames Internet. Nach einer repräsentativen Umfrage im aktuellen Konjunkturbarometer des Bauernverbandes sind 77 Prozent der Landwirte mit ihrem Zugang zum Netz nicht zufrieden. Ein Jahr zuvor waren es 67 Prozent. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, forderte die Bundesregierung zu mehr Tempo beim Breitbandausbau auf: “Das Ziel der Regierung ist, bis 2025 flächendeckend ein gigabitfähiges Netz ausgebaut zu haben. Das ist nicht ambitioniert genug. So verlieren wir Zeit, und wir vergeben Chancen.”

+++ 6.27 Uhr: Iran will bei US-Ausstieg aus Atomdeal Urananreicherung “energisch” fortsetzen +++

Der Iran hat gedroht, bei einem Ausstieg der USA aus dem 2015 geschlossenen internationalen Atomabkommen die Urananreicherung “energisch” wiederaufnehmen zu wollen. Zudem würden weitere “drastische Maßnahmen” erwägt, sagte Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif Reportern in New York. Er versicherte, dass der Iran nicht nach einer Atombombe strebe. Die “wahrscheinliche” Antwort auf einen Rückzug der USA aus dem Deal sei aber die erneute Urananreicherung. US-Präsident Donald Trump hat gedroht, das Atomabkommen aufzukündigen, wenn es nicht bis zum 12. Mai verschärft wird und neue Einschränkungen für das iranische Raketenprogramm vereinbart werden. Teheran hat jegliche Nachverhandlungen abgelehnt. Der Iran hatte sich im Atomabkommen dazu verpflichtet, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug wurden wegen des iranischen Atomprogramms verhängte Strafmaßnahmen schrittweise aufgehoben. Die Anreicherung von Uran ist eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung von Atomwaffen.

+++ 5.38 Uhr: Ältester Mensch der Welt mit 117 Jahren gestorben +++

Als sie geboren wurde, war Deutschland noch ein Kaiserreich und der Erste Weltkrieg ein undenkbares Szenario: Nach einem 117 Jahre langen Leben ist die als ältester Mensch der Welt geltende Japanerin Nabi Tajima gestorben. Der örtliche Behördenvertreter Susumu Yoshiyuki sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, Tajima sei tags zuvor in einem Krankenhaus auf der südjapanischen Insel Kikai eines natürlichen Todes gestorben. Sie hatte sich seit Januar zur medizinischen Behandlung in der Klinik befunden. Tajima wurde am 4. August 1900 geboren und soll Berichten zufolge mehr als 160 Nachkommen haben. Im September 2017 stieg sie nach dem Tod der damals ebenfalls 117 Jahre alten Jamaikanerin Violet Brown zur ältesten lebenden Person auf.

 +++ 4.23 Uhr: Protest auf Knien: Amnesty zeichnet umstrittenen US-Footballstar aus +++

Auf Knien gegen Polizeigewalt und soziale Diskriminierung: Für seinen weltweit beachteten Protest gegen gesellschaftliche Missstände ist der US-Footballspieler Colin Kaepernick mit der höchsten Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International geehrt worden. Kaepernick wurde am Samstagabend in Amsterdam der Titel als “Botschafter des Gewissens” verliehen. Zur Begründung hieß es, der inzwischen vertragslose NFL-Profi habe sich trotz massiver Widerstände gegen Rassismus eingesetzt und damit viele Menschen inspiriert. Am 14. August 2016 hatte Kaepernick, damals noch erfolgreicher Quarterback der San Francisco 49ers, als erster NFL-Profi während des Abspielens der US-Nationalhymne gekniet. Er wollte damit ein Zeichen setzen gegen Ungleichheit, Rassismus, Polizeigewalt gegen Schwarze – und trat eine regelrechte Welle los. Viele Sportler auch außerhalb des American Footballs schlossen sich an, auf dem Höhepunkt der Proteste waren es allein etwa 200 Football-Profis.

Donald Trump vs. NFL und NBA 16.15

+++ 3.45 Uhr: Weitere Tote nach Drachenboot-Unfall in China geborgen +++

Nach dem schweren Unglück mit zwei Drachenbooten im chinesischen Touristenort Guilin ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Sechs zunächst vermisste Paddler konnten nur noch tot geborgen werden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Das Unglück hatte sich am Samstagnachmittag beim Training für die jährlichen Rennen zum Drachenbootfest in dem südchinesischen Ort ereignet. Die zwei etwa 18 Meter langen Boote kenterten laut Xinhua auf dem Fluss Taohuajiang. Rund 60 Paddler fielen demnach ins Wasser, die meisten konnten jedoch gerettet werden oder selbst ans Ufer schwimmen.

+++ 3.08 Uhr: Dutzende Leichen in Massengrab im syrischen Raka entdeckt +++

In einem Massengrab in der ehemaligen Hochburg des “Islamischen Staates” (IS) im syrischen Raka sind dutzende Leichen von Dschihadisten und Zivilisten gefunden worden. Beinahe 50 Körper seien bereits geborgen worden, erklärte ein hochrangiger Behördenvertreter der Stadt. Das Grab wurde unter einem Fußballfeld in der Nähe eines Krankenhauses entdeckt, in dem IS-Einheiten sich kurz vor ihrem Abzug verschanzt hatten. Nach Angaben des Behördenvertreters könnten sich bis zu 200 Leichen in dem Massengrab befinden. “Es war offenbar der einzig verfügbare Platz für Bestattungen, die in Eile erledigt wurden”, fügte er hinzu. Einige Körper würden die Kriegsnamen der Dschihadisten getragen, während andere lediglich mit Vornamen versehen seien. In den vergangenen Monaten wurden in Syrien und dem Irak wiederholt Massengräber in ehemals vom IS besetzten Regionen gefunden. Im Februar hatte die syrische Armee in der Provinz Raka in Nordsyrien die Überreste von 34 Menschen entdeckt, die von den Dschihadisten getötet worden waren. Raka war bis zur Eroberung der Stadt durch die mit den USA verbündeten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Oktober 2017 die De-facto-Hauptstadt des IS.

+++ 2.30 Uhr: Weltbank bekommt mehr Geld in die Hand +++

Die Weltbank bekommt für die Finanzierung von Entwicklungsprojekten deutlich mehr Geld in die Hand. Die Mitgliedstaaten stimmten am Samstag bei ihrer Frühjahrstagung in Washington für eine Kapitalaufstockung um 13 Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro), wie die Weltbank mitteilte. Ausschlaggebend war dabei die Zustimmung der USA, die sich zuvor noch einer Etaterhöhung widersetzt hatten. Die Kapitalaufstockung geht mit einer Änderung der Regeln für die Kreditvergabe einher. Die Hilfen für “Gebiete, die am stärksten auf Finanzierung angewiesen sind”, sollten verstärkt werden, hieß es in der Mitteilung des Entwicklungskomitees der Weltbank, in dem die 189 Mitgliedstaaten vertreten sind. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sprach von einer “historischen Vereinbarung”. Die Mitglieder hätten damit ihr “erneuertes Vertrauen in die globale Kooperation” zum Ausdruck gebracht.

+++ 1.15 Uhr: MLS: Schweinsteiger gewinnt mit Chicago gegen New York +++

Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat mit Chicago Fire in der nordamerikanischen MLS den zweiten Saisonsieg gefeiert. Das Team aus Illinois konnte sich am Samstag (Ortszeit) gegen die New York Red Bulls mit 2:1 (1:0) durchsetzen. Aleksander Katai (30. Minute) erzielte mit einem Volley aus knapp 16 Metern den Führungstreffer für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Nemanja Nikolic (69.) per Foulelfmeter auf 2:0. Für den Torschützenkönig der vergangenen Saison war es der fünfte Treffer im sechsten Spiel. Bradley Wright-Phillips verkürzte in der 81. Minute auf 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Der 33-jährige Schweinsteiger spielte vor 18 784 Zuschauern durch.

+++ 0.10 Uhr: Schäuble will Wahlrechtsänderung noch in diesem Jahr angehen +++

Angesichts der Rekordzahl von Abgeordneten will Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble noch in diesem Jahr einen Vorschlag für die Verkleinerung des Parlaments vorlegen. “Die Wahlrechtsreform wird nicht auf die lange Bank geschoben”, sagte der CDU-Politiker der “Welt am Sonntag”. Alle Fraktionen hätten seinem Vorschlag zugestimmt, noch in diesem Jahr gemeinsam zu einem Reformvorschlag zu kommen.Um mögliche Widerstände der Abgeordneten zu umgehen, schlägt Schäuble allerdings vor, die Reform erst für die übernächste Legislaturperiode anzuwenden: “Da bei jeder Bundestagswahl erfahrungsgemäß etwa ein Drittel der Parlamentarier ausgetauscht werden, wäre die Mehrheit der aktuellen Abgeordneten nicht mehr betroffen. Das könnte ihnen die Zustimmung erleichtern.”

+++ 0.06 Uhr: Schäuble fordert europäisches Asylrecht – “Das muss kommen” +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält auch die Einigung auf ein gemeinsames Asylrecht in Europa für unerlässlich. “Das muss kommen, denn das brauchen wir: einheitliche Verfahren, einheitliche Leistungen”, so der CDU-Politiker. Vorher mache auch eine Umverteilung per Quote keinen Sinn. “Denn dann wandern die nach Polen Verteilten sehr schnell nach Deutschland zurück.” Bis dahin müsse man akzeptieren, dass Europa auch eine große Verschiedenheit bedeute. “Polen hat andere Erfahrung als wir gemacht und geht anders an die Dinge heran. Das müssen wir respektieren.”

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