News des Tages: Mann fährt angetrunken in falscher Richtung und hat unangeschnalltes Kleinkind dabei

  • Erfinder Madsen akzeptiert Mord-Schuldspruch (13.24 Uhr)
  • Angetrunkener Geisterfahrer mit nicht angeschnalltem Kind gestoppt (12.26 Uhr)
  • Putin für vierte Amtszeit als russischer Präsident vereidigt (11.17 Uhr)
  • Scholz kritisiert Einstellungspraxis der Deutschen Post (3.47 Uhr)
  • Kandidatin für CIA-Spitze wollte Rückzieher machen (2.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 13.54 Uhr: Kreml: Putin schlägt Medwedew erneut als Regierungschef vor +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat erneut Dmitri Medwedew für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Putin habe der Duma, dem Unterhaus des Parlaments, die Kandidatur Medwedews zur Zustimmung vorgelegt, teilte der Kreml kurz nach der Vereidigung Putins mit. Medwedew war bereits von 2012 bis 2018 Ministerpräsident, von 2008 bis 2012 hatte er das Präsidentenamt inne.

+++ 13.24 Uhr: Erfinder Madsen akzeptiert Mord-Schuldspruch – Anfechtung lediglich wegen Länge der Strafe +++

Der wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte dänische Erfinder Peter Madsen will den Schuldspruch an sich nicht anfechten. Er gehe ausschließlich für eine mildere Strafe in Berufung, die “Schuld-Frage” bleibe unangetastet, teilte die Kopenhagener Staatsanwaltschaft mit. Damit akzeptiert der 47-Jährige die Verurteilung wegen Mordes. Bisher hatte er stets geleugnet, die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines U-Bootes vorsätzlich getötet zu haben. Er behauptete, die junge Frau sei durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen.

Das Kopenhagener Gericht hatte Madsens Erklärung als unglaubwürdig gewertet und ihn Ende April zu lebenslanger Haft verurteilt. Madsen hatte bereits angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen, aber keine Details genannt. Eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeutet in Dänemark im Durchschnitt rund 15 Jahre Gefängnis. Nach 12 Jahren kann eine Begnadigung beantragt werden. Nur wenige Gefangene bleiben tatsächlich bis zum Ende ihres Lebens hinter Gittern.

+++ 12.42 Uhr: NRW-Agrarministerin stellt Strafanzeigen wegen Bedrohungen im Netz +++

Nach Bedrohungen in sozialen Netzwerken hat die nordrhein-westfälische Agrarministerin Christina Schulze Föcking in fünf Fällen Strafanzeigen gestellt. Sie habe auch den polizeilichen Staatsschutz informiert, teilte die CDU-Politikerin in einer über ihr Landtagsbüro verschickten Erklärung mit. Ihre Familie sei im Zusammenhang mit inzwischen als haltlos eingestuften Vorwürfen gegen ihren Schweinemastbetrieb “wiederholt aggressiven Anfeindungen unter anderem in sozialen Netzwerken ausgesetzt” gewesen, schrieb die Ministerin. Das sei “bis hin zur Aufforderung, man möge meinem Leben ein Ende setzen” gegangen. “Ich werde mich gegen Hetze und Drohungen auch weiterhin juristisch zur Wehr setzen”, erklärte Schulze Föcking.

+++ 12.40 Uhr: Kassenärzte bestehen auf mehr Geld für mehr Sprechzeiten +++

Die Kassenärzte bestehen auf zusätzlichem Geld für die von der Politik geplante Ausweitung der Sprechzeiten für gesetzlich Versicherte. “Wer mehr bestellt, der muss auch mehr zahlen”, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, anlässlich der Vertreterversammlung in Erfurt. Wer ernsthaft glaube, dass Ärzte und Psychotherapeuten “für lau” fünf Stunden zusätzliche Sprechstunden ansetzten, der irre. Die große Koalition will die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25 Stunde pro Woche ausweiten, damit sie schneller an Termine kommen.

+++ 12.35 Uhr: Sechs Kinder in Indien von wilden Hunden zerfleischt +++

Wilde Hunde haben im Norden von Indien binnen weniger Tage sechs Kinder getötet. Sie zerfleischten die Opfer im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren bei mehreren Angriffen seit Donnerstag in ländlichen Gegenden des Bezirks Sitapur, wie die örtliche Polizei am Montag mitteilte. Am Sonntag sei zudem ein zehnjähriger Junge lebensgefährlich verletzt worden. Rudel von etwa acht wilden Hunden griffen in der Gegend gezielt Kinder an, sagte der Polizeichef des Bezirks, Anand Kulkarni. Die Zahl der Todesopfer seit vergangenem November liege nun bei mindestens zwölf. Die Polizei suche die Hunde unter anderem mit Drohnen.

+++ 12.16 Uhr: Angetrunkener Geisterfahrer mit nicht angeschnalltem Kind gestoppt +++

Einen angetrunkenen Geisterfahrer mit nicht angeschnalltem Kleinkind auf der Rückbank hat die Polizei bei Unna aus dem Verkehr gezogen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der 34-Jährige Mann aus Eschweiler bei Aachen in der Nacht zu Samstag auf der autobahnähnlichen L679 am Kreuz Unna-Ost mit seinem Auto gewendet und war in falscher Richtung weitergefahren. Die Polizei lotste den verirrten Fahrer auf einen nahegelegenen Parkplatz. An Bord waren neben drei Beifahrerinnen auch ein zweijähriges Kind, das völlig ungesichert auf dem Schoss einer der Frauen saß. Angesprochen auf sein gefährliches Verhalten sagte er, sich auf die Anweisungen seines Navis verlassen zu haben. Ein Alkoholtest ergab, dass er getrunken hatte.

+++ 12.15 Uhr: Messerattacke in Den Haag – Polizei spricht von verwirrtem Täter +++

Nach einer Messerattacke mit drei Schwerverletzten in Den Haag geht die niederländische Polizei davon aus, dass der Täter psychisch gestört ist. Der 31-jährige Mann sei “bei Polizei und Hilfsinstanzen als verwirrt” bekannt, teilte die Polizei am Montag in Den Haag mit. “Die Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen der Tat laufen noch.” Nach Berichten niederländischer Medien soll es sich bei dem Mann um einen syrischen Flüchtling handeln. Das bestätigte die Polizei nicht. 

Der Mann hatte am Samstag offenbar willkürlich auf einem Platz in Den Haag drei Menschen mit einem Messer angegriffen. Sie wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, sollen aber außer Lebensgefahr sein. Der Angreifer war von Polizeieinheiten niedergeschossen worden. Er wird ebenfalls im Krankenhaus behandelt und dort vernommen. 

+++ 12.04 Uhr: Kreml kündigt Reise Merkels nach Sotschi an +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am 18. Mai zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Sotschi. Das kündigte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in Moskau an, wie die Agentur Tass meldete. Wenige Minuten zuvor hatte Putin im Kreml den Eid für eine vierte Amtszeit abgelegt. Merkel war zuletzt 2017 in Russland gewesen.

+++ 11.36 Uhr: Cambridge Analytica speicherte Facebook-Daten bis 2017 +++

Die inzwischen insolvente Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hatte Informationen über die betroffenen Facebook-User laut einem Zeitungsbericht trotz mehrfacher Aufforderung nicht gelöscht. Erst im April 2017 – also 16 Monate nach der ersten Ermahnung durch Facebook und weit über den US-Wahlkampf hinaus – bestätigte das umstrittene Unternehmen, dass es keine “abgeleiteten Daten” von Facebook mehr aufbewahre. Das berichtet der britische “Guardian”. Im März war bekanntgeworden, dass sich Cambridge Analytica unerlaubt Zugang zu Daten von Millionen Facebook-Profilen verschafft hatte. Facebook hatte das Unternehmen seit Dezember 2015 immer wieder zur Löschung der Informationen aufgerufen. Laut dem “Guardian”-Artikel seien wohl Rohdaten entfernt worden, nicht aber die daraus abgeleiteten – und fürs Microtargeting wichtige – Analysen und Vorhersagemodelle.

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+++ 11.31 Uhr: Zweijährige auf Straße geworfen – Mutter psychisch krank? +++

Eine 32-jährige Frau, die laut Polizei ihre zwei Jahre alte Tochter in Stuttgart vom Gehweg auf die Straße geworfen hat, ist möglicherweise psychisch krank. Es gebe Hinweise auf psychische Auffälligkeiten, sagte ein Polizeisprecher. Das Kleinkind hatte am vergangenen Freitag bei dem Aufprall auf die Fahrbahn schwere Kopfverletzungen erlitten. Das Mädchen sei aber auf dem Weg der Besserung, wie es weiter hieß. Die Frau, die laut Polizei aus Nigeria kommt und sich im Asylverfahren befindet, sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen Verdachts der versuchten Tötung ermittelt. Sie soll das Kind vor einem Lebensmittelgeschäft in die Höhe gehoben und dann zu Boden geworfen haben. Die Polizei hatte sie noch am Tatort festgenommen.

+++ 11.24 Uhr: Deutsche Neuwagen sind seit 1990 um zwölf Zentimeter breiter geworden +++

Die Neuwagen in Deutschland werden immer breiter und bekommen zunehmend Platzprobleme in Parkhäusern und an Baustellen. Laut einer Auswertung des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg wuchsen die Autos seit 1990 um zwölf Zentimeter in die Breite. Waren Neuwagen 1990 im Schnitt 1,68 Meter breit, waren es im vergangenen Jahr 1,80 Meter. Die Berechnung von Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer beruht auf der Zahl der Neuzulassungen der verschiedenen Automodelle und ihrer jeweiligen Breite. Demnach werden die Autos seit fast 30 Jahren kontinuierlich breiter – mit Ausnahme des Jahres der Abwrackprämie, 2009, als überwiegend Kleinwagen gekauft wurden. Wenn sich der Trend fortsetzt, werden Neuwagen im Jahr 2025 mehr als 1,83 Meter breit sein, rechnet Dudenhöffer vor. Das sorgt dafür, dass es in Parkhäusern immer enger wird. Die Mindestbreite eines Parkplatzes liegt bei 2,30 Metern. Weil manche Autos mehr Platz brauchen, schlägt der Auto-Experte vor, ab einer bestimmten Breite mehr fürs Parkticket zu verlangen. 

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+++ 11.17 Uhr: Putin für vierte Amtszeit als russischer Präsident vereidigt +++

Wladimir Putin ist zum vierten Mal als Präsident Russlands vereidigt worden. “Ich betrachte es als meine Aufgabe und als meinen Lebenssinn, mein Möglichstes für Russland zu geben, in der Gegenwart und in der Zukunft”, sagte Putin, nachdem er bei einer Zeremonie im Kreml den Amtseid abgelegt hatte. Putin hatte die Präsidentenwahl im März mit mehr als 76 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Überschattet wurde die Amtseinführung von der Gewalt, mit der die russische Polizei am Samstag Kundgebungen von Regierungsgegnern aufgelöst hatte. Landesweit waren etwa 1600 Anhänger des Oppositionellen Alexej Nawalny festgenommen worden. Die meisten wurden wieder freigelassen. Doch das Bürgerrechtsportal OVD-Info zählte am Montag immer noch Dutzende Demonstranten in Gewahrsam.

+++ 11.10 Uhr: Heizölpreise steigen auf höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren +++

Der Preis für Heizöl hat in Deutschland seinen höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren erreicht. Am Montag mussten die Kunden im bundesweiten Durchschnitt rund 68 Euro für 100 Liter bezahlen (inklusive Mehrwertsteuer), wie aus verschiedenen Internet-Preisportalen hervorgeht. Ähnlich teuer war Heizöl zuletzt im November 2014. Damals lag der Preis während eines Großteils des Jahres bei rund 80 Euro, ehe im Herbst eine Abwärtsbewegung einsetzte, die am Ende auf weniger als 60 Euro führte. In den vergangenen drei Monaten ist Heizöl in Deutschland damit um rund 10 Euro je 100 Liter teurer geworden. Hintergrund sind steigende Preise für den Grundstoff Rohöl. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montag mehr als 75 Dollar und damit ebenfalls so viel wie im November 2014.

+++ 11.06 Uhr: Neue Absatz-Bestmarke für Mercedes-Benz +++

Die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz hat zum Jahresstart so viele Autos verkauft wie noch nie. Von Januar bis April setzten die Stuttgarter insgesamt 786.862 Fahrzeuge ab – ein Bestwert für diesen Zeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Allein im April legte die Marke mit dem Stern um 6,6 Prozent zu. Vor allem SUVs waren gefragt, hier stieg der Absatz um 14 Prozent auf mehr als 68 000 Fahrzeuge. Stärkster Wachstumsmarkt für Mercedes-Benz ist derzeit der Raum Asien-Pazifik und dort besonders China: Von Januar bis April wurden über 227.000 Wagen in der Volksrepublik verkauft, das entspricht einem Plus von 20 Prozent.

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+++ 11.05 Uhr: Messerstiche auf 17-Jährige – Täter war wahrscheinlich volljährig +++

Der Afghane, der kurz vor Weihnachten in Darmstadt ein 17-jähriges Mädchen mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt hat, war wahrscheinlich bereits 18 Jahre alt. Zu diesem Ergebnis sei die Rechtsmedizin in einem Gutachten gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann in Darmstadt und bestätigte damit Medienberichte. Die Gutachter gingen von einem Mindestalter von 16,1 Jahren aus. Das Alter spielt aus rechtlichen Gründen eine Rolle. Der Beschuldigte werde voraussichtlich vor einer Jugendstrafkammer angeklagt, ob die Öffentlichkeit dann teilweise oder ganz ausgeschlossen werde, entscheide die Kammer. Noch hat die Staatsanwaltschaft aber keine Anklage erhoben. Die Ermittlungen laufen noch. Der Afghane sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft. Der Mann soll seine Ex-Freundin – eine Marokkanerin aus Darmstadt – zwei Tage vor Weihnachten mit mindestens zehn Messerstichen schwer verletzt haben. Das Motiv war noch unklar.  

+++ 10.24 Uhr: Bollywood-Star Siddiqui nagte zu Beginn seiner Karriere am Hungertuch +++

Dass er ein Dauergast bei den Filmfestspielen in Cannes wird, hat sich der indische Schauspieler Nawazuddin Siddiqui zu Beginn seiner Karriere nicht träumen lassen. “Ich habe zehn bis zwölf Jahre lang gekämpft”, sagte der 43-Jährige in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. “Mein Tiefpunkt bestand darin, Essen zu finden und zu überleben. Heute kann ich selbst aussuchen, welche Arbeit ich mache.” Siddiqui stammt aus ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh.

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+++ 10.21 Uhr: Fünfjähriges Mädchen stirbt bei Hausbrand in Schleswig-Holstein +++

Beim Brand eines Einfamilienhaus ist in Böel in Schleswig-Holstein ein fünfjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Aus zunächst unklarer Ursache geriet am Sonntagabend das Dachgeschoss des Hauses in Brand, wie die Polizei in Flensburg mitteilte. Einem 58-jährigen Hausbewohner gelang es demnach noch, ein knapp zweijähriges Mädchen aus seinem Bett zu retten. Die fünfjährige Schwester wurde kurz darauf von der Feuerwehr durch ein Fenster geborgen. Die Rettungskräfte versuchten vergeblich, das Kind wiederzubeleben. Das Kleinkind, die Großeltern und die Mutter der Mädchen kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei in Schleswig übernahm die weiteren Ermittlungen.

+++ 10.17 Uhr: Beschwerde gegen Abschiebung von Terrorverdächtigem abgelehnt +++

Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde gegen die Abschiebung des inhaftierten Terrorverdächtigen Haikel S. nach Tunesien abgelehnt. Das Gericht begründete in Karlsruhe seine Entscheidung damit, dass dem Mann in seinem Heimatland nicht die Todesstrafe droht. Hessen versucht schon seit längerem, den als Gefährder eingestuften S. in seine Heimat abzuschieben. Die Ermittlungsbehörden werfen ihm vor, für die Terrormiliz IS einen Anschlag in Deutschland vorbereitet zu haben. Auch in seinem Heimatland steht er unter Terrorverdacht, er soll unter anderem an dem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis mit mehreren Toten im März 2015 beteiligt gewesen sein. 

+++ 9.44 Uhr: Ed Sheeran feiert ein Jahr ohne Zigarette +++

Popstar Ed Sheeran gratuliert sich selber zu einem Jahr ohne Zigaretten. “Ich feiere heute, dass ich ein Jahr Nichtraucher bin”, schrieb er auf Instagram. In Interviews hatte er in der Vergangenheit mehrfach über seine Kämpfe mit Zigaretten und auch Alkohol gesprochen. Schon 2015 hatte Sheeran versucht, vom Rauchen loszukommen. “Es war ein kalter Entzug”, sagte er im November 2015 in der Talkshow von Ellen DeGeneres über Versuche, die schlechte Angewohnheit aufzugeben. “Mir wurde klar, dass ich schon zehn Jahre lang geraucht habe. Das ist wirklich schlecht.” Er habe sich Rauchen wie eine Routine angewöhnt, sagte er damals: “Ich mache einen Soundcheck, ich gönne mir eine Zigarette, ich trete auf, ich rauche eine, ich esse etwas, ich rauche eine.” Damit ist jetzt offenbar Schluss.

+++ 9.40 Uhr: Attacke auf neuen Freiburger Oberbürgermeister nicht politisch motiviert +++ 

Die Attacke auf den neu gewählten Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) war nach bisheriger Einschätzung der Ermittler nicht politisch motiviert. “Nach aktueller Sachlage liegen Erkenntnisse einer psychischen Erkrankung des mutmaßlichen Täters vor”, teilte die Polizei mit. Die Aufklärung laufe. Derzeit werde nicht von politischen Motiven ausgegangen. Ein 54-Jähriger hatte Horn am Sonntagabend auf der Wahlparty mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Täter wurde festgenommen. Dem Politiker wurde nach Angaben der Beamten ein Zahn ausgeschlagen, außerdem trug er eine Gesichtswunde und eine nicht näher benannte Fraktur davon. Er nahm nach einer medizinischen Behandlung im Krankenhaus aber wieder an den Feierlichkeiten teil.

+++ 9.28 Uhr: 15 Verletzte durch Reizgasaustritt – Polizei vermutet Beziehungstat +++

Durch austretendes Reizgas sind in Herten im Ruhrgebiet 15 Menschen verletzt worden, darunter fünf Kinder. Das Gas strömte am frühen Montagmorgen aus einem Behälter in einer Wohnung und verletzte Menschen in mehreren Wohnungen eines Mehrfamilienhauses, wie die Polizei mitteilte. Vier Menschen wurden mit Reizgas-Symptomen in Krankenhäuser gebracht. Schwerverletzte soll es nach ersten Erkenntnissen nicht geben. Die Polizei geht nicht von einem Unfall aus. Einem Sprecher zufolge gibt es “Hinweise auf eine Beziehungstat”. Dazu, wie der Behälter in die Wohnung gelangte, machten die Beamten zunächst keine Angaben.

+++ 9.17 Uhr: Bundesländer einigen sich auf Gesetz gegen Steuervermeidungstricks +++

Die Finanzminister der 16 Bundesländer haben sich einem Bericht zufolge auf ein Gesetz gegen Steuervermeidungstricks geeinigt. Mit dem Gesetz “zur Anzeigepflicht von Steuergestaltungsmodellen” könne der Gesetzgeber “zeitnah” auf nicht beabsichtigte Steuerschlupflöcher reagieren, berichtete das “Handelsblatt” unter Berufung auf den Gesetzentwurf. Wirtschaftsberater müssen demnach künftig beim Finanzamt melden, wenn sie bestimmte Steuersparmodelle verkaufen wollen. Auch Steuerpflichtige müssten Steuergestaltungsmodelle unter bestimmten Voraussetzungen zur Anzeige bringen, etwa wenn in einem Familienunternehmen die Steuerabteilung ein Steuersparmodell entwickelt habe, berichtete das “Handelsblatt”.

+++ 9.12 Uhr: Britischer Außenminister warnt Trump vor Ausstieg aus Iran-Abkommen +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat US-Präsident Donald Trump eindringlich vor einem Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran gewarnt. “Es wäre ein Fehler, aus dem Atomabkommen auszusteigen und die Beschränkungen zu entfernen, die es dem Iran auferlegt”, schrieb Johnson kurz vor seinem Washington-Besuch in einem Beitrag für die “New York Times”. “Nur der Iran würde davon profitieren, wenn die Beschränkungen für sein Atomprogramm aufgegeben würden.” Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss US-Präsident Donald Trump bis Samstag entscheiden, ob er die auf Grundlage des Atomabkommens ausgesetzten Strafmaßnahmen gegen den Iran wieder in Kraft setzt. Trump hat die internationale Vereinbarung wiederholt scharf kritisiert und damit gedroht, sie vollständig aufzukündigen.

+++ 8.46 Uhr: Mindestens 26 Häuser nach Vulkanausbruch auf Hawaii zerstört +++

Der Vulkanausbruch auf Hawaii hat einige Zerstörungen verursacht. Mindestens 26 Häuser im Wohngebiet Leilani Estates östlich des Kilauea auf Hawaiis größter Insel Big Island seien von Lavaströmen vernichtet worden, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Zehn Risse hätten sich mittlerweile aufgetan, durch die Lava an die Erdoberfläche treten könne, hieß es weiter. Angaben zu Verletzten oder anderweitigen Schäden gab es zunächst nicht. Die Eruption des Kilauea hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am 30. April begonnen. Am Donnerstag waren durch einen ersten Riss erstmals Lava, Rauch und Asche ausgetreten.

06-Unwetter in Türkei: Wassermassen reißen Autos mit-5781000663001

+++ 8.48 Uhr: Münchens Oberbürgermeister: Merkel “verschleppt” weiteren Dieselgipfel +++

Im Kampf für eine Verbesserung der Luftqualität in Städten und Ballungsräumen wirft der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, sie verschleppe das Thema. Die Oberbürgermeister aller großen Städte seien im Februar zu einem weiteren Dieselgipfel mit Merkel verabredet gewesen, sagte Reiter der “Augsburger Allgemeinen”. “Ich habe immer noch keine Einladung aus dem Kanzleramt bekommen.” Vereinbart worden sei zudem, “dass beim nächsten Dieselgipfel die Automobilindustrie dabei sein muss”, sagte Reiter weiter. Das wolle Merkel aber offenbar nun doch nicht. “Ich glaube, dass ihr das Thema höchst unangenehm ist.” Dies sei für die betroffenen Kommunen nicht hinnehmbar: “Wir Städte haben das Problem – und die Kanzlerin, die es lösen kann, hält sich bedeckt.”  

+++ 8.01 Uhr: Nestlé zahlt sechs Milliarden Euro für Starbucks-Lizenz +++

Der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé zahlt 7,15 Milliarden Dollar (5,97 Milliarden Euro) für die Lizenz, Produkte der US-Kaffeehauskette Starbucks weltweit zu vermarkten. Mit dieser Vereinbarung wolle Nestlé weiter wachsen, vor allem in Nordamerika, teilte das Unternehmen mit. Nestlé ist selbst mit den Kaffeemarken Nescafé und Nespresso im Geschäft. “Dieser Zusammenschluss im globalen Kaffeegeschäft wird durch die Reichweite und den Ruf von Nestlé das Starbucks-Erlebnis Millionen weiteren Menschen weltweit nahebringen”, erklärte Starbucks-Chef Kevin Johnson.

+++ 7.55 Uhr: Saudi-Arabien fängt Raketen aus dem Jemen ab +++

Die saudiarabische Luftabwehr hat erneut zwei Raketen aus dem Nachbarland Jemen abgefangen. Die Geschosse seien von den schiitischen Huthi-Rebellen in der jemenitischen Provinz Amran abgefeuert worden und hätten bewohnte Gebiete im Süden Saudi-Arabiens zum Ziel gehabt, teilte ein saudiarabischer Militärsprecher mit. Die Raketen seien zerstört worden, bevor sie irgendwelche Schäden anrichten konnten. Der Militärsprecher wertete den Raketenangriff als “neuen Beweis”, dass der Iran die Rebellen im Jemen mit Waffen beliefere. Der Iran bestreitet dies. Seit November vergangenen Jahres wird Saudi-Arabien immer wieder mit Raketen aus dem Jemen beschossen. 

+++ 7.10 Uhr: Australien will Koalas besser schützen +++

Mit einem millionenschweren Programm will die australische Regierung den bedrängten Koala-Bären zur Hilfe kommen. Sie stellt umgerechnet 28,3 Millionen Euro für Maßnahmen zur Verfügung, die einen weiteren Rückgang der Koala-Population verhindern sollen. Mit dem Geld sollen mehrere tausend Hektar Land als Koala-Schutzgebiet ausgewiesen werden. Zudem sollen besonders unfallträchtige Straßenabschnitte gesichert werden, ein neues Koala-Hospital soll sich um erkrankte Tiere kümmern, und über eine neue Telefon-Hotline sollen Bürger Informationen über Koalas in Not übermitteln können. Studien zufolge hat die Zahl der Koalas etwa im Bundesstaat New South Wales in den vergangenen 20 Jahren um ein Viertel abgenommen. In vielen anderen Gegenden des Landes ist das Tier bereits ausgestorben. Schätzungsweise leben in ganz Australien nur noch 43.000 Koalas in freier Wildbahn. Vor Beginn der europäischen Besiedlung des Kontinents 1788 sollen es mehr als zehn Millionen gewesen sein.

07-Iran warnt USA vor Aufkündigung von Atomabkommen-5781168809001

+++ 6.59 Uhr: Ronaldo nicht schlimmer verletzt +++

Portugals Fußball-Star Cristiano Ronaldo von Real Madrid hat sich nach Angaben seines Clubtrainers Zinedine Zidane während des 2:2 bei Meister FC Barcelona am Sonntagabend nicht schwerer verletzt. Der Torjäger war bei seinem Ausgleichstor zum 1:1 von Abwehrspieler Gerard Piqué in der 14. Minute am linken Knöchel getroffen worden. Danach spielte Ronaldo noch bis zur Halbzeit weiter. “Ich weiß nicht, wie lange er pausieren wird. Er hat gesagt, es war nicht viel”, sagte Zidane nach der Partie der beiden Erzrivalen. “Er hat sich ein paar Sorgen gemacht, weil es geschwollen war, aber er hat gesagt, er hat nichts Ernstes.” Der Franzose ist überzeugt, dass Ronaldo beim Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool am 26. Mai zur Verfügung steht.

+++ 6.46 Uhr: Acht Menschen in Mexiko getötet – auch Häuser und Autos abgebrannt +++

Im Norden Mexikos haben Bewaffnete acht Menschen umgebracht sowie mehrere Autos und Häuser in Brand gesetzt. Unter den Toten im Bundesstaat Chihuahua sei eine Kandidatin für die Kommunalwahl am 1. Juli gewesen, berichtete die Zeitung “El Diário”. Zudem seien bei den Angriffen in den Orten Ignacio Zaragoza und Francisco I. Madero im Westen von Chihuahua die Häuser von zwei weiteren Lokalpolitikern angezündet worden. In der Gegend kämpfen unter anderem Drogenkartelle um Einfluss. Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht.

+++ 6.44 Uhr: Spahn zieht Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte in Zweifel +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Zweifel daran geäußert, dass die elektronische Gesundheitskarte in ihrer derzeitigen Form sinnvoll ist. Die Zeit von Kartenlesegeräten an Desktop-Computern als alleinige, vorgeschriebene Login-Variante sei nicht der Zugang, den sich die Bürger im Jahre 2018 mehrheitlich wünschten, sagte Spahn der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Dass die Entwicklung der Gesundheitskarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen sollen, in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, nannte Spahn “völlig inakzeptabel”. Spahn forderte, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal zu koordinieren. Er wolle nicht, “dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung braucht, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen”, sagte Spahn.

+++ 6.04 Uhr: Überraschungsfund im Preußler-Nachlass: Vierter “Hotzenplotz” kommt +++

Der “Räuber Hotzenplotz” ist zurück: Fünf Jahre nach dem Tod seines Schöpfers Otfried Preußler (1923-2013) ist überraschend ein neues Abenteuer des beliebten Schurken aufgetaucht. Wie der Stuttgarter Thienemann-Verlag mitteilte, erscheint mit “Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete” am 17. Juli eine bisher unveröffentlichte Geschichte – rund 45 Jahre nach dem bisher letzten Band.

+++ 5.44 Uhr: Shawn Mendes lässt sich auf dem Laufband inspirieren +++

Der kanadische Teenieschwarm Shawn Mendes, 19, bekommt Inspirationen für neue Songs oft im Fitnessstudio. “Vor allem beim Laufen werden viele Endorphine freigesetzt. Wenn ich dabei dann noch Musik höre, werde ich inspiriert”, sagte Mendes der Nachrichtenagentur DPA. “Oft muss ich früher das Fitnessstudio verlassen, weil ich so viele Ideen im Kopf habe.” Der Sänger (“Stitches”, “In My Blood”) geht nach eigenen Angaben fast täglich in den Fitnessraum – oft in den Morgenstunden. “Manchmal laufe ich auch nur 30 Minuten auf dem Laufband, um wach zu werden.” Er höre dabei oft Demobänder seiner neuen Lieder. “Es ist ganz gut, abgelenkt zu sein beim Musikhören. Dann nimmt man die Songs mehr als Zuhörer wahr und weniger als Kritiker”.

+++ 5.43 Uhr: Mutmaßlich entführter Vietnamese zieht Berufung zurück +++

Der mutmaßlich aus Deutschland entführte Vietnamese Trinh Xuan Thanh hat seine Berufung gegen die Verurteilung zu lebenslanger Haft zurückgezogen. Dies teilte das Volksgericht der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi mit. Dort sollte am Morgen eigentlich der Berufungsprozess gegen den 52-Jährigen beginnen. Die Hintergründe, warum Thanh auf die Berufung verzichtet, waren zunächst unklar. Am Montag erschien der frühere Geschäftsmann und kommunistische Parteifunktionär auch nicht vor Gericht. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam massiv. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass der 52-Jährige im Juli 2017 aus Berlin entführt wurde.

+++ 5.24 Uhr: Kaum noch Rüstungsexporte in die Türkei und nach Saudi-Arabien +++

Die neue Bundesregierung hat in den ersten Wochen ihrer Amtszeit kaum noch Rüstungsexporte in die kriegführenden Länder Türkei und Saudi-Arabien genehmigt. Aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass für die beiden Länder zwischen dem 14. März und dem 20. April nur jeweils eine Ausfuhrgenehmigung erteilt wurde. Die für die Türkei hatte einen Wert von 1926 Euro, nach Saudi-Arabien gingen Rüstungsgüter für 28.563 Euro. Zum Vergleich: 2017 lagen die Durchschnittswerte für einen gleichlangen Zeitraum bei 3,3 Millionen (Türkei) und 24,5 Millionen Euro (Saudi-Arabien). 

+++ 5.14 Uhr: Jeder zweite Deutsche wünscht sich bei der Arztsuche mehr Informationen +++

Jeder zweite Deutsche wünscht sich bei der Arztsuche mehr Informationen über das Leistungsspektrum von Medizinern. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergab, sind 53 Prozent der Bürger unzufrieden mit den öffentlich zugänglichen Angaben über ihnen persönlich noch unbekannte Ärzte. 27 Prozent befürchten sogar, deshalb nicht den richtigen Mediziner auswählen zu können. Wichtig seien den Befragten dabei insbesondere Informationen zur Kompetenz von Ärzten bei der Behandlung ihrer Krankheiten sowie Angaben zur Hygiene in den Praxen, berichtete die Stiftung, die das Informationsportal Weiße Liste betreibt, an dem sich Patienten- und Verbraucherverbände beteiligen. Dort können sich Menschen bei der Suche nach Ärzten und Kliniken schlau machen.

+++ 5.07 Uhr: Zweite-Reihe-Parkern drohen höhere Bußgelder +++

Das Parken in zweiter Reihe soll für Autofahrer einem Bericht zufolge bald teurer werden. Die Bundesländer plädierten für höhere Bußgelder, wenn die Fahrer durch falsches Parken oder Halten andere gefährden, berichtete die “Saarbrücker Zeitung”. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Hamburgs Senator Frank Horch (parteilos), sagte der Zeitung, wer grob gefährlich handle, müsse härter sanktioniert werden. “Es geht hier aber nicht um eine abgelaufene Parkuhr oder ähnliches, keine Abzocke”, sagte Horch weiter. Bislang liege die Strafe bei 20 Euro, hieß es. Oliver Luksic (FDP) sagte, Paketdienste und Lieferanten hätten oft keine andere Möglichkeit, als in zweiter Reihe zu halten.

+++ 4.44 Uhr: Dobrindt stößt mit Äußerung über “Anti-Abschiebe-Industrie” auf Kritik +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ist mit seinen Äußerungen über eine “Anti-Abschiebe-Industrie” auf heftige Kritik beim Koalitionspartner SPD gestoßen. Dobrindts Äußerungen seien “Quatsch”, da es den Abschiebungsgegnern nicht um Geld gehe, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs der Zeitung “Die Welt”. Dobrindt betreibe den “verzweifelten Versuch, einige AfD-Wähler zurückzuholen”. Der bayerische SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher sagte dem Blatt, Dobrindt betreibe eine “gefährliche Politik der Spaltung”. Dobrindt hatte eine “aggressive Anti-Abschiebe-Industrie” beklagt, welche die Bemühungen des Rechtsstaates sabotiere. Wer mit Klagen versuche, die Abschiebung von Kriminellen zu verhindern, arbeite nicht für das Recht auf Asyl, sondern gegen den gesellschaftlichen Frieden.

+++ 4.11 Uhr: Teenager im Alter von 13 und 15 Jahren in London angeschossen +++

In London sind am hellichten Tag zwei Teenager angeschossen worden. Die Jugendlichen im Alter von 13 und 15 Jahren seien an unterschiedlichen Orten im Vorort Harrow mit Kopfwunden gefunden worden, teilte die Polizei mit. Beide schwebten demnach aber nicht in Lebensgefahr. Eine Waffe wurde bislang nicht gefunden, auch gab es noch keine Festnahmen. Die Polizei untersucht derzeit, ob die Vorfälle miteinander zusammenhängen. Erst am Samstagabend war in Southwark im Süden Londons ein 17-Jähriger erschossen worden. Nach Angaben seiner Mutter war er kein Mitglied einer Bande und wollte Architekt werden. Zu einem weiteren Vorfall kam es laut Polizei in Hackney im Osten Londons, wo es nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Männern einen Säureangriff mit drei Verletzten gab. Die Gewalt in London hatte zuletzt zugenommen. In diesem Jahr gab es vermehrt Angriffe mit Stich- und Schusswaffen. Seit Jahresbeginn gab es bereits 60 Morde.

+++ 3.47 Uhr: Scholz kritisiert Einstellungspraxis der Deutschen Post +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will den Einfluss des Bundes nutzen und die umstrittene Einstellungspraxis bei der Deutschen Post ändern. “Diejenigen, die für uns im Aufsichtsrat sitzen, haben sich vorgenommen, darauf zu reagieren und die Gespräche schon vereinbart”, sagte der SPD-Politiker  in der ARD-Sendung “Anne Will” und fügte hinzu: “Es wird gleich reagiert, damit es zu einer veränderten Praxis kommt, soweit wir das beeinflussen können.” Scholz sagte, er nehme diese Praxis nicht hin, sie sei nicht in Ordnung und nicht gut. Er sei überzeugt, dass die befristete Beschäftigung zurückgedrängt werden müsse. Bei der Post könne der Bund den Einfluss nehmen, den er habe. Laut “Bild am Sonntag” mache die Deutsche Post die Entfristung von Arbeitsverträgen unter anderem von den Krankheitstagen eines Mitarbeiters abhängig.

+++ 3.00 Uhr: Schwerer Unfall an Bushaltestelle +++

Nachdem ein Autofahrer in Berlin in eine Busstation gefahren ist, erhoffen sich Ermittler von der Untersuchung des Wagens eine Erklärung für den Unfall mit fünf Verletzten. Der Wagen werde auf technische Mängel geprüft, bis zu einem Ergebnis werde es aber noch einige Tage dauern, berichtete die Polizei. Zwei Menschen trugen bei dem Geschehen am Sonntagabend schwere Verletzungen davon. “Wir gehen von einem Verkehrsunfall aus”, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen hatte ein 75 Jahre alter Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er sei mit seinem Wagen am frühen Abend gegen eine Mittelinsel gefahren, habe gegengelenkt, so dass das Auto auf den Gehweg geraten und schließlich in die Bushaltestelle gefahren sei.

+++ 2.34 Uhr: Kandidatin für CIA-Spitze wollte Rückzieher machen +++

Gina Haspel, von US-Präsident Donald Trump als neue Chefin des Auslandsgeheimdienstes CIA nominiert, hat laut einem Bericht ihren Rückzug angeboten. Nach Informationen der “Washington Post” bot Haspel dem Weißen Haus an, auf ihre Nominierung zu verzichten. Sie wolle damit eine schwierige Befragung im US-Senat ebenso vermeiden wie eine Beschädigung des Rufs der CIA und ihrer eigenen Person. Erst am Samstag sei klar geworden, dass sie bei ihrer Kandidatur bleibe, hieß es. Die 61-Jährige ist umstritten, weil sie Berichten zufolge 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand leitete. In diesem seien Terrorverdächtige durch sogenanntes Waterboarding gefoltert worden. Haspel wird vorgeworfen, sie sei später an der illegalen Zerstörung von Videos solcher Verhöre beteiligt gewesen.

+++0.53 Uhr: Geringe Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl im Libanon +++

Zum ersten Mal seit 2009 ist im Libanon ein neues Parlament gewählt worden. Rund 3,7 Millionen Wähler waren zur Stimmabgabe aufgerufen – die Wahlbeteiligung lag jedoch nur bei 49,2 Prozent. Um die bisherige Zweiteilung zwischen dem proiranischen Lager um die Hisbollah-Bewegung und dem prosaudiarabischen Lager um Ministerpräsident Saad Hariri aufzubrechen, war erstmals ein neues Wahlsystem angewendet worden. Die Politik in dem Zedernstaat ist seit langem geprägt durch die Rivalität der beiden Lager und wird dadurch immer wieder gelähmt. Zudem gelten Korruption und Vetternwirtschaft als weitverbreitet. Durch den Wechsel vom Mehrheits- zum Verhältniswahlrecht sollte kleinen Parteien und unabhängigen Kandidaten jetzt der Einzug ins Parlament erleichtert werden.

+++ 0.31 Uhr: Kommunalwahl in Tunesien: Prognosen sehen Islamisten vorn

Bei den ersten Kommunalwahlen in Tunesien nach der Revolution 2011 sehen Umfragen die islamisch-konservative Partei Ennahda (Wiedergeburt) vorn. Die Partei von Philosoph und Prediger Rached Ghannouchi habe in den Umfragen landesweit 27,5 Prozent der Stimmen bekommen, hieß es im tunesischen Staatsfernsehen. Nach den dort präsentierten Zahlen des Meinungsforschungsbüros Sigma Conseil folgte die Partei von Staatspräsident Beji Caid Essebsi und Regierungschef Youssef Chahed.

+++ 0.26 Uhr: CDU stärkste Kraft bei Kommunalwahl in Schleswig-Holstein +++

Bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein ist die CDU laut vorläufigem amtlichen Endergebnis trotz Verlusten stärkste Kraft geworden. Die Partei, die mit den Grünen und der FDP in Schleswig-Holstein die Landesregierung stellt, verlor 3,8 Prozentpunkte und kam auf 35,1 Prozent. Die Grünen gewannen 2,8 Punkte und kamen auf 16,5 Prozent, die FDP legte um 1,7 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zu. Die SPD musste bei der Wahl vom Sonntag Verluste von 6,5 Punkten hinnehmen und kam auf lediglich 23,3 Prozent. Die AfD erzielte 5,5 Prozent der Stimmen.

+++ 0.06 Uhr: Unions-Fraktionschefs fordern “Wertekunde-Unterricht” für Flüchtlingskinder +++

Die Chefs der Unionsfraktionen von Bund und  Ländern wollen für Kinder von Flüchtlingen “Rechtsstaatsklassen”  beziehungsweise einen “Wertekunde-Unterricht” bundesweit an Schulen  einführen. Das geht nach Informationen der “Rheinischen Post” aus einem  Beschlussentwurf hervor, der auf der Konferenz der Unionsfraktionschefs in Frankfurt am Main verabschiedet werden soll.  “Die Integration derer, die in Deutschland bleiben können, hat -  nicht zuletzt zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens – Priorität. Dazu gehört über den notwendigen Willen zum Spracherwerb  hinaus auch die bundesweite Einführung von Rechtsstaatsklassen beziehungsweise Wertekundeunterricht, um Flüchtlingen die Werte und Grundregeln  unseres Rechtsstaates zu vermitteln”, heißt es in dem Papier der  Fraktionschefs.

+++ 0.05 Uhr: Bahn zählt 2017 deutlich mehr Zugausfälle als 2016 +++

Die Zahl der Zugausfälle bei der Deutschen Bahn ist 2017 deutlich, um mehr als 20.000 gegenüber dem Vorjahr auf  insgesamt 140.000 gestiegen. Das geht aus der Antwort der  Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der “Rheinischen Post” vorliegt. Demnach verließen knapp 97.000 dieser Züge  ihren Startbahnhof, kamen aber nie am Zielbahnhof an. Das waren 0,7 Prozent aller geplanten Zugverbindungen. Mehr als 40.000 Züge oder  0,3 Prozent verließen nicht einmal ihren Startbahnhof. Auch im  laufenden Jahr ist kaum mit weniger Zugausfällen zu rechnen.

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