News des Tages: Vermisstes siebenjähriges Mädchen in Wien wurde erstochen

Die Meldungen im Überblick:

  • Vermisstes siebenjähriges Mädchen in Wien wurde erstochen (15 Uhr)
  • Lamborghini des Papsts für 715.000 Euro versteigert (11.10 Uhr)
  • Drama in Australien: Großvater soll drei Generationen seiner Familie ausgelöscht haben (8.45 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 18.15 Uhr: Netanjahu ruft alle Länder zur Botschaftsverlegung nach Jerusalem auf +++

Vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu alle Länder dazu aufgerufen, ihre Vertretungen ebenfalls zu verlegen. Dies sei der richtige Schritt und diene dem Frieden, sagte Netanjahu bei einer Feier mit US-Repräsentanten im israelischen Außenministerium in Jerusalem. “Man kann die Basis für Frieden nicht auf einer Lüge aufbauen”, sagte der Regierungschef nach Angaben des Außenministeriums.

US-Finanzminister Steven Mnuchin war an der Spitze einer großen Delegation in Israel angekommen. Auch die Präsidententochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sind am Montag bei der Eröffnung der US-Botschaft dabei.Beitar Jerusalem will sich nach Trump benennen

+++ 17.45 Uhr: Zehn Tote bei Angriff auf Regierungsgebäude in Afghanistan +++

Bei einem Angriff unbekannter Bewaffneter auf ein Regierungsgebäude in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Weitere 42 Menschen, darunter auch viele Zivilisten, seien bei dem fünfstündigen Angriff verletzt worden, teilte der örtliche Behördensprecher Attaullah Khugyani mit.

Zunächst reklamierte keine Gruppe die Attacke für sich. In Nangarhar ist die erst 2015 in Afghanistan aufgetauchte IS-Terrormiliz besonders stark. Der IS verübt aber auch in anderen Landesteilen und in der Hauptstadt Kabul Anschläge. Die radikalislamischen Taliban kämpfen schon seit Jahren gegen die prowestliche Regierung in Kabul. 

+++ 16.55 Uhr: Trumps Sicherheitsberater: Machtwechsel im Iran ist nicht das Ziel +++

Die USA streben nach den Worten des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen keinen Machtwechsel im Iran an. “Das ist nicht die Politik der Regierung”, sagte Bolton in einem Interview des Senders ABC. Vielmehr solle sichergestellt werden, dass der Iran niemals in die Lage versetzt werde, Atomwaffen abzuschießen.

Auf frühere, anderslautende Aussagen angesprochen, erklärte Bolton: “Ich habe früher viele Dinge geschrieben und gesagt, als ich komplett freischwebend war.” Dabei habe es sich um seine persönliche Meinung gehandelt, betonte Bolton, der als außenpolitischer Falke gilt. “Jetzt bin ich Nationaler Sicherheitsberater des Präsidenten. Ich bin nicht der Nationale Sicherheitsentscheider”, sagte er auf CNN. 

+++ 16.40 Uhr: SPD stürzt in Nordrhein-Westfalen-Umfrage auf 22 Prozent ab +++

Ein Jahr nach der verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die SPD im bevölkerungsreichsten Bundesland in einer Umfrage auf eine Zustimmung von 22 Prozent abgestürzt. Im Vergleich zum Januar verloren die bis Mai 2017 in Düsseldorf mit den Grünen regierenden Sozialdemokraten noch einmal sechs Prozentpunkte, wie die am Sonntag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Westdeutschen Rundfunk ergab.

Die schwarz-gelbe Regierung unter Ministerpräsident Armin Laschet hat der Umfrage zufolge in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr. Die CDU bleibt mit 35 Prozent und einem Zuwachs von einem Punkt zwar weiterhin klar stärkste Kraft. Sie kommt zusammen mit der FDP, die sich um einen Punkt auf neun Prozent verschlechtert, aber nur noch auf 44 Prozent.

Auf Platz drei liegen laut der Erhebung mit jeweils zwölf Prozent gleichauf die Grünen und die AfD, die beide drei Punkte hinzugewinnen. Die Linkspartei würde mit unverändert sieben Prozent in den Düsseldorfer Landtag einziehen. Für die repräsentative Erhebung wurden am 7. und 8. Mai 1002 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

+++ 16.35 Uhr: Entführte britische Touristen im Ost-Kongo befreit +++

Zwei im Ost-Kongo entführte Touristen aus Großbritannien sind wieder frei. Die beiden Männer konnten in Sicherheit gebracht werden, wie der britische Außenminister Boris Johnson am Sonntag in London mitteilte. Seine Gedanken seien bei der Familie der Rangerin, die die Kidnapper bei dem Überfall getötet hatten, und beim verletzten Fahrer, der auch befreit werden konnte.

Johnson bedankte sich bei den Behörden der Demokratischen Republik Kongo und dem Institut für Naturschutz für ihre Unterstützung in dem Fall. Die Gruppe war am vergangenen Freitag nahe des Virunga-Nationalparks entführt worden, der vor allem für seine vom Aussterben bedrohten Berggorillas berühmt ist. 

+++16.30 Uhr: Mindestens fünf Tote nach Brückeneinsturz in Kaschmir +++

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke über einem Fluss im pakistanischen Teil Kaschmirs sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Acht weitere seien verletzt worden, elf Menschen würden noch vermisst, sagte Qadeer Mughal, ein Sprecher des Bezirks Neelum, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Nach Angaben der Polizei könnte die Zahl der Todesopfer weiter steigen. Die Rettungsaktion dauerte noch an.

Die Brücke im Neelum-Tal sei unter dem Gewicht von Dutzenden Touristen zusammengebrochen, sagte Mughal. Die meisten von ihnen seien Schüler aus der zentralen Provinz Punjab. Neelum gilt als beliebte Touristenregion und zieht jedes Jahr Tausende Menschen aus dem ganzen Land an.

+++ 15.47 Uhr: Vor Eröffnung von US-Botschaft: Israel feiert Jerusalem-Tag  +++

Am Tag vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat Israel den Jerusalem-Tag begangen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte während der wöchentlichen Kabinettssitzung, Jerusalem sei “seit mehr als 3000 Jahren die Hauptstadt unseres Volkes” gewesen. “Wir haben davon geträumt, es wiederaufzubauen, die vereinte Stadt – und das ist genau, was wir jetzt tun.”

Tausende Israelis wollten später bei einem Marsch mit israelischen Flaggen durch die Altstadt die “Wiedervereinigung” der Stadt feiern, also die Eroberung des arabisch geprägten Ostteils im Sechstagekrieg 1967. Die Palästinenser beanspruchen diesen Teil der Stadt jedoch als Hauptstadt eines künftigen unabhängigen Staates.

+++ 15 Uhr: Vermisstes siebenjähriges Mädchen in Wien wurde erstochen +++

Ein sieben Jahre altes Mädchen, das am Samstag tot in einem Müllcontainer in Wien entdeckt worden war, ist erstochen worden. Das Kind sei durch einen Stich in den Hals getötet worden, teilte Polizeisprecherin Irina Steirer am Sonntag laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit.

Das Mädchen war zuletzt am Freitag um 15 Uhr beim Spielen gesehen worden. Am späten Abend gab ein Angehöriger eine Vermisstenanzeige auf. Schon in der Nacht wurde nach dem Kind gesucht, unter anderem in den Kellern der Wohnhausanlage. Als die Müllabfuhr am Samstagmorgen die großen schwarzen Müllcontainer entleeren wollte, kam es zu dem grausigen Fund: Die Polizei fand die Kinderleiche in einen Müllsack verpackt. Der Fundort an dem Gemeindebau, in dem die Familie des Mädchens wohnt, wurde weiträumig abgesperrt.

+++ 14.13 Uhr:  Bundeswehr-Ausbilder kommt wegen Misshandlungsvorwürfen vor Gericht +++

Ein Bundeswehr-Ausbilder muss sich einem Bericht zufolge ab Dienstag vor dem Amtsgericht Bad Kissingen wegen Misshandlung von Untergebenen verantworten. Dem 42-jährigen Hauptfeldwebel wird nach “Spiegel”-Angaben vorgeworfen, er habe 2016 eine Gruppe von Soldaten im bayerischen Ausbildungszentrum Hammelburg trotz starker Hitze zu einem Geländemarsch absolvieren lassen, wobei vier Soldaten mit akuten Hitzschlägen kollabiert seien.

+++ 12.39 Uhr: Kubicki fordert Überprüfung der Russland-Sanktionen +++teaser russland

FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki hat für eine Überprüfung der Russland-Sanktionen geworben und dabei die Gemeinsamkeiten mit dem übrigen Bundesvorstand hervorgehoben. Die vom Vorstand vorgeschlagene Rückkehr zum G8-Format mit Russland finde er zwar “sehr gut”, dies sei für ihn aber der letzte Schritt, sagte Kubicki beim Parteitag in Berlin. Denn hierfür werde die Zustimmung der anderen Länder gebraucht. Was die wegen der Ukraine-Krise gegen Moskau verhängten Sanktionen angehe, hänge dies jedoch auch von Deutschland als der stärksten Wirtschaftsmacht ab, sagte Kubicki. Deutschland könne erwarten, “dass sich andere Länder an unsere Seite stellen”.

+++ 11.10 Uhr: Von Papst gesegneter Lamborghini für 715.000 Euro versteigert +++

Ein Lamborghini, den Papst Franziskus im vergangenen Jahr als Geschenk erhielt, ist für 715.000 Euro versteigert worden. Wer das vom Papst gesegnete Fahrzeug kaufte, teilte das Auktionshaus Sotheby’s in Monaco nicht mit. Das in den Vatikanfarben Weiß und Gelb lackierte Unikat aus der italienischen Sportwagenschmiede hatte der Papst im November erhalten. Sein Wert war auf bis zu 350.000 Euro geschätzt worden.

Der Erlös des PS-Boliden vom Typ Huracán fließt in mehrere Wohltätigkeitsprojekte im Irak, in Afrika und in Italien. In der Vergangenheit wurde Franziskus auch schon mit einer Harley Davidson bedacht, die ebenfalls für karitative Zwecke unter den Hammer kam.

+++ 10.22 Uhr: Überlebender Vater beschuldigt Schwiegervater am Mord seiner Familie in Australien +++

Für das Familiendrama mit sieben Toten in Australien ist nach Angaben des überlebenden Vaters der Großvater verantwortlich. Sein Schwiegervater habe seine vier Enkelkinder, seine Tochter und deren Mutter getötet, bevor er sich selbst erschossen habe, sagte Aaron Cockman vor Journalisten in Margaret River. Der Großvater habe dies offenbar seit langem geplant. 

+++ 10.20 Uhr: Namibia fordert Wappensäule aus Berliner Museum +++

Die Republik Namibia fordert von der Bundesregierung die Rückgabe einer Wappensäule, die im Deutschen Historischen Museum gezeigt wird. Nach einem “Spiegel”-Bericht bemüht sich die Regierung des südwestafrikanischen Staates seit mehreren Jahren um das Objekt, das in der Dauerausstellung des Museums gezeigt wird. Seit Anfang Juni 2017 liege der Bundesregierung nun ein offizielles Rückgabeersuchen der Republik Namibia vor. Das Auswärtige Amt leitete die diplomatische Note demnach an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie an das Museum weiter. Das Anliegen werde noch geprüft, sagte ein Sprecher Grütters.

Die steinerne Wappensäule war 1486 am Kreuzkap von portugiesischen Entdeckern aufgestellt worden. 1893 brachte sie die Kaiserliche Marine nach Deutschland. Ihr Standort gehörte zur damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika.

+++ 8.45 Uhr: Großvater unter Verdacht nach Familiendrama in Australien +++

Nach dem Familiendrama auf einer australischen Farm mit insgesamt sieben Toten richtet sich der Verdacht gegen den Großvater. Der 61-Jährige war am Freitag auf dem Grundstück der Familie in der kleinen Gemeinde Osmington erschossen aufgefunden worden – zusammen mit den Leichen seiner Frau, seiner Tochter und von vier Enkelkindern. Die Polizei bestätigte, dass die mutmaßlichen Tatwaffen dem Großvater gehörten. Nach Medienberichten kam auch der Anruf, mit dem die Polizei alarmierte wurde, von ihm.teaser australien

Vermutet wird nun, dass der Mann die sechs anderen erschoss und dann die Waffe am Freitagmorgen gegen sich selbst richtete. Von der Polizei gab es zu entsprechenden Medienberichten keine offizielle Bestätigung. Der Chef der westaustralischen Polizei, Chris Dawson, erklärte jedoch, dass es keine anderen Verdächtigen gebe. “Die Polizei glaubt nicht, dass eine andere Person in diese Verbrechen verwickelt ist”, sagte Dawson. Der Mann und seine 58 Jahre alte Frau waren auch die Besitzer der Farm.

+++ 7.15 Uhr: Mindestens neun Tote bei Serie von Anschlägen auf Kirchen in Indonesien +++

Bei einer Serie von Anschlägen auf christliche Kirchen sind in Indonesien mindestens neun Menschen getötet worden. Dutzende weitere seien verletzt worden, als binnen weniger Minuten Sprengsätze an drei Kirchen in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya detonierten, teilte die Polizei mit. Auch einer der Attentäter sei getötet worden, als er seinen Sprengsatz zündete. Die Polizei ging in diesem Fall von einem Selbstmordanschlag aus.

Zu den Tätern machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Explosionen ereigneten sich demnach am Sonntagmorgen binnen zehn Minuten. Eines der Ziele sei die katholische Santa-Maria-Kirche gewesen. Im Februar hatte ein Islamist vier Menschen mit einem Schwert während der Sonntagsmesse in der Stadt Sleman verletzt.

+++ 5.49 Uhr: Benzin und Heizöl so teuer wie seit Jahren nicht mehr +++

Erstmals seit fast drei Jahren müssen Autofahrer an der Zapfsäule mehr als 1,40 Euro für einen Liter Superbenzin E10 bezahlen. Für einen Liter Diesel werden im bundesweiten Durchschnitt mindestens 1,26 Euro fällig, haben verschiedene Preisportale und Marktbeobachter ermittelt.

Auch Heizöl ist deutlich teurer geworden. Der Preis hat nach Erhebungen des Energie-Informationsdienstes EID in den größeren Städten die Marke von 70 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. Mehrwertsteuer) überschritten und ist damit innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel gestiegen.

Ursache für die steigenden Verbraucherpreise an Tankstellen und bei Heizölhändlern sind die hohen Rohölpreise. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl kletterte binnen eines Jahres um mehr als die Hälfte, bei der Nordsee-Sorte Brent von gut 50 auf über 77 Dollar. 

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