News des Tages: Polizist schießt auf randalierenden Österreicher am Berliner Dom – auch Beamter schwer verletzt

Das Wichtigste im Kurz-Überblick:

  • Am Berliner Dom: Polizei schießt auf “randalierenden Mann” (17.23 Uhr)
  • Hamburger Flughafen stellt Betrieb für Sonntag ein (16.18 Uhr)
  • Tödlicher Sturz in die Tiefe – nach Gipfelkreuz-Foto an die Freundin (11.54 Uhr)
  • Berichte: Weise wies 2017 auf Missstände beim Bamf hin (9.24 Uhr)
  • Merkel präsentiert Plan für die Eurozone (8.04 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 21.50 Uhr: Ursache für Kurzschluss am Hamburger Flughafen gefunden +++

Die Betreiber des Hamburger Flughafens haben die Ursache für den Kurzschluss gefunden. “Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass alles schnellstmöglich wieder reibungslos läuft”, twitterte der Airport. Konkreter wurde das Unternehmen zunächst nicht. Zuvor hatte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler im NDR gesagt: “Wir arbeiten darauf hin, dass wir morgenfrüh im Betrieb sind.” Wegen eines durch einen Kurzschluss in der Hauptstromversorgung verursachten Stromausfalls hatte der Flughafen den Betrieb am Sonntag eingestellt. Ob am Montag wieder Starts und Landungen möglich sind, war am Sonntagabend noch unsicher.

+++ 21.10 Uhr: Berlin – Reizgaseinsatz vor Schuss auf Messer-Mann +++

Nach Angaben der Berliner Polizei haben die Beamten am Berliner Dom den österreichischen mit Messer bewaffneten Randalierer zunächst mit Reizgas zur Aufgabe zwingen wollen. Dies habe aber keine Wirkung gezeigt. Anschließend habe ein Beamter dem Mann ins Bein geschossen und dabei auch seinen Kollegen leicht verletzt. Der Kollege sei bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden.

+++ 21.01 Uhr: Mann fährt Radfahrer um und schießt auf Zeugen +++

Nach einem Streit mit einem Fahrradfahrer in der Schweiz hat ein 52 Jahre alter Deutscher um sich geschossen. Die beiden Männer seien sich in Rheinau im Kanton Zürich zunächst wegen der gegenseitigen Fahrweise in die Haare gekommen, berichtete die Polizei am Sonntag. Als sich die Lage etwas beruhigt hatte und sich der 32 Jahre alte Radfahrer vor dem Wagen des Deutschen befand, sei das Auto plötzlich beschleunigt worden. Der Radfahrer wurde über die Motorhaube geschleudert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

+++ 19.37 Uhr: Prognosen: Rechtskonservativer Jansa gewinnt Wahl in Slowenien +++

In Slowenien hat der rechtskonservative Oppositionsführer Janez Jansa laut Prognosen die meisten Stimmen bei der Parlamentswahl gewonnen. Seine SDS-Partei konnte 25 der 90 Sitze erobern, wie das nationale Fernsehen in Ljubljana auf der Basis von Nachwahlbefragungen mitteilte. Zweistärkste politische Kraft wurde demnach die erstmals angetretene LMS-Partei des Bürgermeisters und früheren Komikers Marjan Sarec, die 13 Mandate gewann. Im Fall einer Regierungsübernahme will Jansa das kleine EU- und Nato-Land gegen Migranten hermetisch abriegeln. Vorbild des 59-Jährigen ist das benachbarte Ungarn unter Viktor Orban. 

+++ 18.35 Uhr: Polizei: Randalierer war Österreicher – Polizist schwer verletzt +++

Bei dem Mann, der im Berliner Dom randaliert haben soll, handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 53 Jahre alten Österreicher. Er habe mit einem Messer hantiert und sich aggressiv verhalten. Das Kirchenpersonal habe die Polizei verständigt, sagte Sprecher Winfrid Wenzel. Rund 100 Menschen seien daraufhin am Nachmittag aus der Kirche in Sicherheit gebracht worden. Als die Polizei auf den Mann schoss, war der Dom laut Wenzel geräumt. Bei dem Einsatz wurden sowohl der Österreicher als auch ein Polizist schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Auch der Beamte wurde demzufolge von einem Polizei-Projektil getroffen. Beide seien im Krankenhaus. Es ermittle die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes. Einen terroristischen Hintergrund gebe es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht.

+++ 17.50 Uhr: Gottesdienst und Schweigeminute für Terror-Opfer in London +++

Großbritannien hat mit einem Gedenkgottesdienst und einer Schweigeminute an die Opfer eines Terroranschlages vor einem Jahr in London erinnert. Drei islamistische Attentäter hatten damals auf der London Bridge und dem nahen Borough Markt acht Menschen getötet und fast 50 verletzt.

Die Männer fuhren zunächst mit einem Mietfahrzeug bei hohem Tempo auf der Brücke gezielt in Passanten. Anschließend stachen sie auf dem nahen Borough Market, der eine Touristenattraktion ist, wahllos auf Menschen ein. Polizisten erschossen kurze Zeit später die Angreifer.

An dem Gottesdienst in der Southwark-Kathedrale nahmen viele Angehörige der Opfer teil. In der Nähe des Tatorts hielten die Trauernden anschließend eine Schweigeminute ab. Auf der Brücke versammelten sich Menschen verschiedener Nationen mit Schildern, auf denen etwa geschrieben stand: “Der Terrorismus wird nicht gewinnen” oder “Sie werden uns nicht spalten.”  

+++ 17.32 Uhr: Nato dementiert Pläne für neue Eingreiftruppe +++

Die Nato hat Berichte über Pläne für eine neue Eingreiftruppe dementiert. Die Diskussion drehe sich momentan um die Stärkung der Einsatzbereitschaft bestehender Truppen, teilte ein Nato-Vertreter in Brüssel mit. “Die Nato erwägt nicht den Aufbau oder den Einsatz einer neuen Truppe”, stellte er klar.

Die “Welt am Sonntag” hatte zuvor berichtet, die Nato wolle eine neue Eingreiftruppe von etwa 30.000 Soldaten aufbauen, die innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit sein sollen. Ziel sei es, die Reaktionsfähigkeit für den Fall eines Angriffes aus Russland zu verbessern und weiter aufzurüsten. Die neue Eingreiftruppe soll demnach zusätzlich zur bestehenden Nato-Reaktionsstreitmacht NRF aufgebaut werden. Nach Nato-Angaben vom Sonntag wollen die Verteidigungsminister bei ihrem Treffen in der kommenden Woche über die Stärkung der Einsatzbereitschaft und die Kommandostruktur der Allianz beraten. Konkrete Truppenzahlen sollten dabei nicht besprochen werden.

+++ 17.23 Uhr: Am Berliner Dom: Polizei schießt auf “randalierenden Mann” +++

Die Polizei in Berlin hat am Berliner Dom auf einen “randalierenden Mann” geschossen, teilten die Beamten via Twitter mit. Demnach wurde der Mann an den Beinen verletzt.

Auf Twitter waren in Augenzeugen-Videos Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen zu sehen. Rund um den Dom war ein Absperrband hochgezogen.

Ob es weitere Verletzte gibt, war zunächst unklar. Zeugen des Geschehens wurden zur psychologischen Betreuung weggebracht.

Der Berliner Dom liegt auf der historischen Museumsinsel mitten in Berlin – und unweit des Alexanderplatzes. Besonders sonntags sind dort viele Touristen und Gäste unterwegs.

+++ 16.49 Uhr: Polizist soll auf Person am Berliner Dom geschossen haben +++

Im Berliner Dom soll ein Polizist am Sonntagnachmittag auf einen Mann geschossen haben. Das sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei zur Nachrichtenagentur DPA. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass am Berliner Dom auf einen Menschen geschossen wurde. “Es soll einen polizeilichen Schusswaffengebrauch gegeben haben”, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der AFP.

Laut DPA soll zudem ersten unbestätigten Angaben zufolge auch ein Polizist verletzt worden sein, sagte die Sprecherin, die noch auf dem Weg zum Tatort war. Mehr Informationen konnte sie zunächst noch nicht geben. Auf Twitter waren in Augenzeugen-Videos Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen zu sehen. Rund um den Dom war ein Absperrband hochgezogen.

Der Berliner Dom liegt auf der historischen Museumsinsel mitten in Berlin – und unweit des Alexanderplatzes. Besonders sonntags sind dort viele Touristen und Gäste unterwegs.

+++ 16.18 Uhr: Hamburger Flughafen stellt Betrieb für Sonntag ein +++

“Der Flughafen sieht sich gezwungen den Flugbetrieb für den heutigen Tag einzustellen”, teilte der Flughafen Hamburg via Twitter mit. Es sei nicht gelungen, den Fehler zu beheben. ”Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Passagieren, Abholern und Angehörigen.” 

Lesen Sie hier mehr zu den Entwicklungen am Flughafen Hamburg.

+++ 15.37 Uhr: DWD: Besonders viel Sonne in Frankfurt im rekordverdächtig warmen Mai +++

Im rekordverdächtig warmen Mai hat besonders Frankfurt am Main viel Sonne abbekommen. Mit 18,2 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur in Hessens größter Stadt um bis zu 4,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Die gleiche Temperatur wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Berlin-Tegel gemessen – auch dort 4,3 Grad mehr als üblich. Das ist ein Ergebnis einer ersten detaillierten Auswertung der Mai-Daten der bundesweit rund 2000 Messstationen, die der DWD am Wochenende veröffentlichte.

Vergleichsweise kühl war es demnach in Carlsfeld (Sachsen) mit 12,5 Grad, Meßstetten (Baden-Württemberg) mit 12,6 Grad und auf dem Kahlen Asten (Nordrhein-Westfalen) mit 12,6 Grad. Den meisten Niederschlag stellten die Meteorologen in Bruchweiler (Rheinland-Pfalz) mit 289,8 Litern pro Quadratmeter fest, besonders wenig Regen fiel in Platz Wittenberg (Sachsen-Anhalt) mit gerade einmal 0,4 Litern pro Quadratmeter.

+++ 15.15 Uhr: Schlägereien in Dresdner Flüchtlingshaus – ein Schwerverletzter +++

In einer Flüchtlingsunterkunft in Dresden hat es in der Nacht kurz hintereinander zwei Massenschlägereien gegeben. Ein 47-jähriger Georgier wurde dabei schwer verletzt, drei Landsleute erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. 15 Flüchtlinge nahm die Polizei in Gewahrsam, sie kamen aber wenig später wieder auf freien Fuß. Schon am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in einer anderen Dresdner Flüchtlings-Erstaufnahmestelle anrücken müssen.

Schlägereien in Dresdner Flüchtlingshaus – ein SchwerverletzterIm aktuellen Fall gerieten laut Polizei zunächst 20 Flüchtlinge aus bislang unbekannter Ursache in Streit. Rund 60 Personen seien binnen kurzem in die Schlägerei verwickelt gewesen. Als die Polizei eintraf, war diese beendet. Drei Georgier im Alter von 26, 33 und 34 Jahren wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt gegen zwei Libyer – beide 23 Jahre alt – und gegen einen 29 Jahre alten Georgier wegen Landfriedensbruchs und schwerer Körperverletzung. Rund 30 Beamte waren im Einsatz.

Wenig später kam es dann zu einer zweiten Auseinandersetzung in der Unterkunft im Stadtteil Friedrichstadt. 30 Georgier aus einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung kamen laut Polizei dort hin und suchten erneut Streit. Dabei wurde ein 47-jähriger Georgier schwer verletzt. Bei diesem Einsatz waren rund 70 Beamte beteiligt. Beide Vorfälle stehen nach ersten Ermittlungen im Zusammenhang. Der Anlass ist noch unklar.

+++ 15.04 Uhr: Mindestens 35 Flüchtlinge vor Tunesien ertrunken +++

Vor Tunesien sind mindestens 35 Flüchtlinge ertrunken. Dutzende Menschen konnten von einem sinkenden Fischerboot vor der Küste des nordafrikanischen Landes gerettet werden, wie die Regierung in Tunis mitteilte. Zunächst war von elf Toten die Rede gewesen.

+++ 14.58 Uhr: Nahles begrüßt Merkel-Aussagen zur Euro-zone – “ganz neue Töne” +++

SPD-Chefin Andrea Nahles hat Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel für eine tiefgreifende Stärkung der Europäischen Währungsunion ausdrücklich begrüßt. “Ich bin sehr erfreut, das sind ganz neue Töne”, sagte Nahles im Sommerinterview des ARD-”Bericht aus Berlin”. Nahles verwies vor allem darauf, dass Merkel einen Investitionshaushalt für die Eurozone unterstütze.
Darauf hätten sich Union und SPD im Koalitionsvertrag geeinigt. Bisher habe es bei der Union immer “Sparhaushalt” geheißen, nun heiße es Investitionshaushalt.

“Wir wollen, dass wir gemeinsam mit den Franzosen Europa voranbringen”, sagte Nahles mit Blick auf Reformpläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Notwendig seien Strukturreformen, um große wirtschaftliche Unterschiede zu überwinden, sagte Nahles. Außerdem müssten Banken eine stärkere Eigenkapitalreserve vorhalten, damit nicht wie in der Finanzkrise Staaten und Steuerzahler in die Röhre schauten, wenn Banken strauchelten.

+++ 14.37 Uhr: Papst trifft erneut Missbrauchsopfer aus Chile +++

Papst Franziskus hat erneut Missbrauchsopfer aus Chile getroffen. Er feierte mit den betroffenen Priestern des lateinamerikanischen Landes auch eine Messe im Vatikan. Das teilte der Kirchenstaat am Samstag mit. Mit dem Treffen wolle der Papst auch die Spaltung der chilenischen Kirche überwinden und Wunden heilen.

Der Bischof Juan Barros steht im Mittelpunkt des Missbrauchsskandals. Er soll die Sexualdelikte des früheren Pfarrers und Priesterausbilders Fernando Karadima gedeckt haben. Alle chilenischen Bischöfe hatten bei einem Besuch in Rom vor zwei Wochen ihren Rücktritt angeboten. Der Papst hat noch nicht entschieden, ob und welche er davon annimmt.

+++ 14.24 Uhr: Bericht: Syriens Präsident äußert Wunsch nach Besuch in Nordkorea +++

Der syrische Präsident Baschar al-Assad möchte einem nordkoreanischen Medienbericht zufolge nach Nordkorea reisen, um den Machthaber Kim Jong Un zu treffen. Assad habe dies beim Empfang des Beglaubigungsschreibens des nordkoreanischen Botschafters in Damaskus am 30. Mai gesagt, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, die Kim als Sprachrohr dient.

Ob ein Besuch Assads in Pjöngjang bereits konkret geplant ist, blieb unklar. Das ostasiatische Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms international isoliert. Zuletzt gab es eine politische Annäherung an Südkorea und Kontakte zu den USA. Am 12. Juni will Kim in Singapur mit dem US-Präsidenten Donald Trump über den Konflikt um die Atombewaffnung auf der koreanischen Halbinsel sprechen. “Die Welt begrüßt die bemerkenswerten Ereignisse auf der koreanischen Halbinsel”, wurde Assad zitiert. Er sei sich sicher, dass Kim den “Endsieg erringen und die Wiedervereinigung Koreas” erreichen werde.

+++ 13.38 Uhr: Erneut Chaosnacht im Athener Autonomieviertel Exarchia +++

Erneut haben Autonome am Wochenende das Athener Stadtviertel Exarchia ins Chaos gestürzt. Sie schleuderten Dutzende Brandflaschen sowie Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere Gegenstände auf die Polizei, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete. Passanten flohen in Panik aus dem Viertel. Die Lage beruhigte sich am frühen Sonntagmorgen.

Im Zentrum der Hafenstadt Thessaloniki warfen Autonome in der Nacht zum Sonntag Dutzende Brandflaschen auf einen Polizeibus. Verletzt wurde niemand. Ein Vertreter der Polizeigewerkschaft sprach im Fernsehen von einer ”mörderischen Attacke”. Die Feuerwehr konnte rechtzeitig das Feuer löschen und den Bus abschleppen.

+++ 13.20 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Flüchtlingsunglück vor tunesischer Küste +++

Bei einem erneuten Flüchtlingsunglück im Mittelmeer sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Ihr Boot sei vor der tunesischen Küste nahe der Inselgruppe Kerkenna untergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tap unter Berufung auf einen Sprecher des Gesundheitsbüros in der nahen Stadt Sfax. Demnach wurden mindestens 75 Menschen gerettet. Lokale Medien hatten berichtet, auf dem Boot hätten sich 120 Migranten befunden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) bestätigte, zehn Leichen seien vor der tunesischen Küste geborgen worden, mutmaßlich um die 36 Menschen würden vermisst.

+++ 12.47 Uhr: Gehege sicher – Raubkatzen bleiben zunächst im Eifel-Zoo +++

Nach der Aufregung um fünf Raubkatzen in einem Zoo in der Eifel haben die Verantwortlichen zunächst Entwarnung gegeben: “Die Tiere können bleiben” sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, am Wochenende der Deutschen Presse-Agentur. Baustatiker hatten die Schäden an den vom Unwetter in Mitleidenschaft gezogenen Gehegen in Augenschein genommen und danach das Gelände für sicher erklärt. “In den nächsten Wochen wird zu klären sein, ob die Tiere in dem Zoo bleiben können”, sagte Kruppert.Zootiere brechen nach Unwetter in der Eifel aus

Am Freitagvormittag waren Anwohner des Zoos in Lünebach im Westen von Rheinland-Pfalz vor angeblich ausgebrochenen Raubkatzen gewarnt worden. Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar seien aus ihren überschwemmten Gehegen ausgerissen, hieß es. Als das Wasser sank, kam die Entwarnung: Die Tiere hatten ihre Gehege nicht verlassen, sondern sich nur versteckt. Ein Bär, der tatsächlich aus seinem Gehege geflohen war, wurde jedoch noch im Zoo erschossen.

+++ 12.45 Uhr: Steinmeier verurteilt Relativierung der NS-Verbrechen scharf +++

Gauland Reaktionen und KommentareBundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine Verharmlosung der Verbrechen der Nationalsozialisten in Deutschland scharf verurteilt. “Wer heute den einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, kleinredet oder relativiert, der verhöhnt nicht nur die Millionen Opfer, sondern der will ganz bewusst alte Wunden aufreißen und sät neuen Hass, und dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen”, sagte er. Steinmeier äußerte sich bei einem Festakt in Berlin zum 10. Jahrestag des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.

Steinmeier ging in seiner Rede nicht direkt auf die Äußerungen des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland ein, der mit seiner Relativierung der Zeit des NS-Terrors eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Der Partei- und Fraktionschef hatte am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach gesagt: “Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.” Dieser mit Beifall quittierte Satz fiel nach einem Bekenntnis Gaulands zur Verantwortung der Deutschen für den Nationalsozialismus von 1933 bis 1945.

+++ 12.03 Uhr: 23 Menschen bei Angriff von Viehdieben in Nigeria getötet +++

Bewaffnete Viehdiebe haben beim Angriff auf ein Dorf im Norden Nigerias 23 Menschen getötet. Unter den Opfern der Attacke vom Freitag seien auch Mitglieder einer Miliz, die das Dorf im Bundesstaat Zamfara gegen die Angreifer verteidigen wollten, sagte ein Vertreter der Regionalregierung. Die Polizei gab die Zahl der Toten mit 15 an.

“Sie setzten unsere Häuser in Brand und zündeten einige ihrer Opfer bei lebendigem Leib an”, sagte der Regierungsvertreter. Anschließend seien die Angreifer geflohen. Bereits einige Stunden zuvor sei die Bande erstmals in das Dorf eingedrungen und habe mehrere Rinder mitgenommen. Die Dorfmiliz habe die Angreifer zunächst in die Flucht geschlagen und die gestohlenen Tiere zurückgebracht. Daraufhin seien die Viehdiebe mit Verstärkung zurückgekehrt.

+++ 11.54 Uhr: Tödlicher Sturz in die Tiefe – nach Gipfelkreuz-Foto an die Freundin +++

Er schickte seiner Lebensgefährtin stolz ein Foto vom Gipfelkreuz in 2100 Meter Höhe – danach verunglückte er. Beim Bergsteigen in der Steiermark ist ein 52 Jahre alter Deutscher ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, stürzte der Mann beim Abstieg ins Tal in der Gemeinde Radmer in unwegsamem Gelände rund 200 Meter in die Tiefe.

Weil seine Lebensgefährtin ihn nicht mehr telefonisch erreichen konnte, hatte sie am Samstag die Polizei verständigt. Beamte der Alpinpolizei Hochsteiermark, ein Polizeihubschrauber sowie Mannschaften der Bergrettung suchten stundenlang nach dem Bergsteiger. Wegen eines Gewitters musste die Suche zunächst erfolglos abgebrochen werden. In der Nacht zu Sonntag wurde der 52-Jährige, der in Österreich lebte, dann tödlich verletzt gefunden. 

+++ 11.44 Uhr: Neun Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor der türkischen Küste +++

Beim Untergang eines Schnellboots vor der Küste der Türkei sind Medienberichten zufolge am Sonntag neun Migranten ums Leben gekommen, drei Erwachsene und sechs Kinder. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, das Boot mit insgesamt 15 Menschen an Bord sei nach Europa unterwegs gewesen. Fünf Insassen konnten demnach gerettet werden, ein Mensch galt als vermisst.

Das Unglück ereignete sich in der Ägäis auf der Höhe des Landkreises Demre in der Provinz Antalya, einem beliebten Touristengebiet. Das nächstgelegene EU-Gebiet ist die kleine griechische Insel Kastellorizo gegenüber der türkischen Stadt Kas. Über die Unglücksursache und die Nationalität der Opfer lagen zunächst keine Angaben vor.

+++ 10.42 Uhr: Innenminister Salvini nennt Flüchtlingsretter “Vize-Schmuggler” +++

Italiens neuer Innenminister Matteo Salvini will Hilfsorganisationen stoppen, die im Mittelmeer Flüchtlinge aus Seenot retten. “Kein Vize-Schmuggler darf mehr an italienischen Häfen anlegen”, sagte der Chef der rechtspopulistischen Lega bei einer Veranstaltung im norditalienischen Vicenza am Samstagabend. Die Migranten, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Italien seien, will er so schnell wie möglich loswerden. “Für die Illegalen ist das schöne Leben vorbei, sie müssen die Koffer packen.”

Im Mittelmeer kreuzen mittlerweile nur noch wenige Hilfsorganisationen, nachdem die italienische Vorgängerregierung ein umstrittenes Abkommen mit Libyen abgeschlossen hatte. Seitdem kommen wesentlich weniger Migranten in Italien an. Unter den NGOs sind auch deutsche, so zum Beispiel die Regensburger Sea-Eye und die deutsch-italienisch-französische Organisation SOS Mediterranee.
Salvini wird am Sonntag in Sizilien erwartet, wo die meisten Schiffe mit Flüchtlingen anlanden.

+++ 10.19 Uhr: Eisbär in Hotel auf Spitzbergen eingedrungen +++

Ein Eisbär ist auf Spitzbergen in ein abgelegenes Hotel eingedrungen. In dem Gebäude, einer ehemaligen Radiostation, befanden sich 14 Menschen, darunter neun Gäste, wie die Zeitung “Svalbardposten” berichtete. Der Bär sei in einen Vorratsraum eingedrungen. Als Mitarbeiter des Polarinstituts mit dem Hubschrauber anrückten, flüchtete das große Tier durch ein Fenster, wie in einem von der Zeitung veröffentlichten Video zu sehen ist. Zootiere brechen nach Unwetter in der Eifel aus

+++ 10.16 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Gebäudeeinsturz in Nairobi +++

Beim Einsturz eines fünfstöckigen Hauses in Kenias Hauptstadt Nairobi sind in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden mindestens drei weitere Menschen mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wie lokale Medien unter Berufung auf die nationale Katastrophenschutzbehörde berichteten.

Einsatzkräfte seien auf der Suche nach weiteren Opfern, das Gebiet sei aber schwer zugänglich, hieß es. Die genaue Anzahl der Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Gebäude aufhielten, war den Behörden zunächst nicht bekannt. Auch die Ursache des Einsturzes blieb zunächst unklar. In der Hauptstadt des ostafrikanischen Landes sind solche Vorfälle keine Seltenheit: So hatte im April 2016 der Einsturz eines sechsstöckigen Wohnhauses im gleichen Stadtgebiet 52 Menschen das Leben gekostet.

+++ 10.11 Uhr: Israelische Kampfjets bombardieren Stellungen im Gazastreifen +++

Nach neuen Raketenangriffen palästinensischer Extremisten im Gazastreifen haben israelische Kampfjets 15 Militärposten und Einrichtungen der in dem Küstengebiet regierenden Hamas bombardiert. Das teilte die israelische Armee mit. Die Luftangriffe seien auch eine Reaktion auf “Terroraktionen, die während des gesamten Wochenendes von der Hamas-Organisation angeführt wurden”, erklärte die Armee. Über Opfer des neuen Schlagabtausches wurde zunächst nichts bekannt, wie Medien berichteten.

+++ 9.59 Uhr: Til Schweiger unzufrieden über TV-Sendeplatz für seinen Kino-”Tatort” +++

“Im Regen stehen gelassen”: Til Schweiger ärgert sich über Tatort-SendeterminTV-Star Til Schweiger ist höchst unzufrieden über den Sendeplatz für die Fernsehpremiere seines Kino-Tatorts “Tschiller: Off Duty”. In der “Bild am Sonntag” äußerte der Schauspieler seinen Unmut darüber, dass der Krimi am 8. Juli im Ersten ausgestrahlt wird – mitten in der Tatort-Sommerpause und während der Fußball-WM. “Ich fühle mich total im Regen stehen gelassen”, sagte der 54-Jährige. “Ich hätte mir einen anderen Termin, zum Beispiel nach der Sommerpause als Auftakt der neuen Tatort-Saison oder, noch besser, im Herbst, gewünscht.” Den Tatort im Hochsommer zwischen der Fußball-WM zu senden, wo normalerweise kein Tatort laufe, sei “bitter”. “Das macht keinen Spaß.”

“Tschiller: Off Duty” war Anfang 2016 ins Kino gekommen. Er hat nun im kommenden Monat seine Fernsehpremiere.

+++ 9.24 Uhr: Berichte: Weise wies 2017 auf Missstände beim Bamf hin +++

Bremer Ex-Bamf-Chefin verteidigt ihr Vorgehen 6.50Der frühere Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, hat der Bundesregierung nach Medienberichten 2017 in einer Bilanz die Verantwortung für die Missstände bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise gegeben. “Die Krise war vermeidbar”, schrieb er nach Berichten von “Bild am Sonntag” und “Spiegel” in einem Papier und kritisierte insbesondere das zuständige, von Thomas de Maizière (CDU) geleitete Bundesinnenministerium. “Ein funktionierendes Controlling hätte bereits im Jahr 2014 eine Frühwarnung gegeben.”

Weise, damals Chef der Bundesagentur für Arbeit, übernahm im September 2015 auf Bitten der Bundesregierung auch die Leitung des Bamf. Dieses war durch den stark angeschwollenen Zustrom von Flüchtlingen überfordert. “Die neue Leitung hat in ihrer beruflichen Erfahrung noch nie einen so schlechten Zustand einer Behörde erlebt”, schrieb Weise 2017.

+++ 9.14 Uhr: Erdogan erklärt Uber in der Türkei für “erledigt” +++

Dem Fahrdienst Uber droht das Aus in der Türkei. Das US-Unternehmen sei in dem Land “erledigt”, sagte Staatschef Recep Tayyip Erdogan in einer Rede in Istanbul. “Das ist jetzt vorbei.” Die Türkei habe ihr “eigenes Taxi-System”, fügte Erdogan hinzu. Deshalb habe die Regierung die Regeln für das Geschäftsfeld von Uber deutlich verschärft.

Zugleich erklärte der türkische Präsident Uber zu einem europäischen Phänomen. “Warum kam das auf? Weil es in Europa war. Aber was geht mich Europa an? Wir werden die Entscheidung selbst treffen.” Nach der Rede kamen dutzende Taxifahrer vor Erdogans Privatanwesen in Istanbul zusammen und bekundeten ihre Unterstützung, wie die türkische Nachrichtenagentur Dogan meldete.

+++ 8.34 Uhr: Ländliche Verbände fordern Schranken gegen Ausbreitung von Wölfen +++

Ein Bündnis aus 19 Verbänden von Tierhaltern, Jägern und Waldbesitzern sieht dringenden Handlungsbedarf gegen eine weitere Ausbreitung von Wölfen in Deutschland. Der Schutz von Menschen müsse eindeutig Priorität haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben, heißt es in einem “Aktionsplan” der Verbände, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Für mehr Transparenz solle der bundesweite Bestand halbjährlich mit exakten Zahlen veröffentlicht werden, damit die tatsächliche Ausbreitung nicht verschleiert werde. 160401_Wolf 10.50h

Auszugehen sei inzwischen von mehr als 1000 Tieren in Deutschland. Zu einem “vernünftigen Umgang mit dem Wolf” soll demnach künftig auch ein Abschuss gehören. “Es wird erforderlich sein, Wölfe zu entnehmen, die die Nähe zum Menschen suchen, Schutzmaßnahmen überwinden oder sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert haben.” Zäune um alle Weiden aufzustellen, sei nicht machbar und gesellschaftlich nicht akzeptiert. Nötig seien auch neue Regeln zu Entschädigungen für Tierhalter. Zum Bündnis gehören unter anderem der Bauernverband und Vertretungen von Schäfern, Ziegenzüchtern, Jägern und Waldbesitzern.

+++ 8.04 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentiert Plan für die Eurozone +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erstmals umfassend zur Reform der Eurozone geäußert. Im Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” antwortete sie damit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der sich für eine Stärkung der Eurozone einsetzt. Ein Investivhaushalt für die Eurozone werde “im unteren zweistelligen Milliardenbereich liegen”, sagte Merkel. Er solle schrittweise eingeführt und dann in seiner Wirkung evaluiert werden. Sie ließ offen, ob dieser Haushalt zum regulären EU-Budget gehören oder – nach Macrons Vorstellungen – bei den Finanzministern der Eurozone angesiedelt sein soll. Merkel sprach sich zudem dafür aus, wirtschaftliche Unterschiede in der Eurozone mit einem solchen Haushalt auszutarieren.

Merkel in China 10.53Die Kanzlerin stellte zudem ihr Konzept für einen Europäischen Währungsfonds vor, der aus dem in der Schuldenkrise geschaffenen Stabilisierungsmechanismus ESM hervorgehen soll. Unter anderem schlug sie vor, Ländern, die durch äußere Umstände in Schwierigkeiten geraten, mit kurzfristigen Krediten zu helfen. “Immer gegen Auflagen natürlich, in begrenzter Höhe und mit vollständiger Rückzahlung”, betonte sie.

Die Kanzlerin sprach sich dafür aus, die Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen von 2021 bis 2027 vor der Europawahl im Mai 2019 abzuschließen. “In den heutigen unsicheren Zeiten muss Europa zu jedem Zeitpunkt handlungsfähig sein”, sagte sie. “Wenn wir die Beratungen auf die lange Bank schieben, könnte es sein, dass wir ein ganzes Jahr lang keine Erasmus-Stipendien vergeben oder sich der Ausbau von Frontex verzögert oder wichtige Projekte der Bekämpfung von Fluchtursachen nicht durchgeführt werden können, ganz zu schweigen von Strukturfondsmitteln und den wichtigen Forschungsprogrammen.”

+++ 6.34 Uhr: UN: Millionen afghanische Kinder gehen nicht zur Schule +++

Fast vier Millionen Kinder zwischen sieben und 17 Jahren in Afghanistan gehen nicht zur Schule. Rund 2,2 Millionen von ihnen seien Mädchen, heißt es in einem Bericht der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef, der in der afghanischen Hauptstadt Kabul vorgestellt wurde. Mehr als 16 Jahre nach Beginn massiver internationaler Hilfsbemühungen hat demnach derzeit knapp die Hälfte aller afghanischen Kinder keinen Zugang zu Bildung.

Ein wichtiger Grund sei der sich verschärfende Krieg mit den radikalislamischen Taliban und zunehmend mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Außerdem führe die wachsende Armut der Menschen dazu, dass noch mehr Kinder arbeiten müssten und Mädchen früh verheiratet würden. Dazu komme die massive Binnenvertreibung. Humanitäre Helfer haben in diesem Jahr bereits mehr als 100.000 Kriegsflüchtlinge registriert.

+++ 6.11 Uhr: Merkel greift Macrons Pläne für europäische Eingreiftruppe auf +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für den Aufbau einer europäischen Eingreiftruppe aufgegriffen. Eine solche “Interventionstruppe mit einer gemeinsamen militärstrategischen Kultur” müsse aber in die bestehende “Struktur der verteidigungspolitischen Zusammenarbeit” der EU eingepasst sein, sagte Merkel der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Sie bezog sich damit auf die Zusammenarbeit der Europäischen Union in Verteidigungsfragen.

Die sogenannte Ständige strukturierte Zusammenarbeit der EU und eine gemeinsame militärstrategische Kultur in Europa gehörten für sie “eng zusammen”, sagte Merkel. Macron hatte dagegen im September in einer Grundsatzrede vorgeschlagen, eine Truppe für anspruchsvolle Kampfeinsätze unabhängig von den sonstigen Verteidigungskooperationen innerhalb der EU aufzubauen.

+++ 5.44 Uhr: Oettinger lehnt Mindestpreis für Alkohol wie in Schottland ab +++

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger lehnt einen Mindestpreis für Alkohol wie in Schottland auf europäischer Ebene ab. “Ich halte von einer höheren Besteuerung aller Alkoholgetränke, vielleicht sogar europaweit einheitlich, wenig”, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine solche Maßnahme “würde eher den schlechten Ruf der EU fördern, alles regeln und überregulieren zu wollen”.

Schottland versucht seit dem 1. Mai, mit einem Mindestpreis von umgerechnet 57 Cent pro zehn Milliliter purem Alkohol die Zahl der Alkoholtoten zu senken. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon rief dazu auf, dem schottischen Beispiel zu folgen. Oettinger entgegnete, Länder wie Deutschland hätten “ja schon erhebliche Steuern auf Alkohol”.

+++ 5.38 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Flugzeugabsturz vor Long Island +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs vor der Küste von Long Island bei New York sind am Samstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden anderen Insassen der Maschine wurden zunächst noch vermisst, wie die US-Küstenwache mitteilte. Das Kleinflugzeug vom Typ Piper PA-31 Navajo hatte den Angaben zufolge vier Menschen an Bord, als es gut eineinhalb Kilometer vor der Küste verunglückte.

Rettungskräfte bargen zunächst zwei Leichen. An der Suche nach den beiden Vermissten beteiligten sich neben der Küstenwache auch Flugzeuge der Nationalgarde, die Polizei und mehrere Fischerboote. Zur Ursache des Absturzes machte die Küstenwache zunächst keine Angaben.

+++ 5.34 Uhr: Mehr Entlassungen aus U-Haft wegen überlanger Verfahren +++

Es gibt eine wachsende Zahl von Fällen, in denen Verdächtige wegen zu langer Strafverfahren aus der Untersuchungshaft entlassen werden müssen. Im vergangenen Jahr hoben die Oberlandesgerichte aus diesem Grund bundesweit in 51 Fällen Haftbefehle gegen dringend Tatverdächtige auf, wie aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. 2016 waren es demnach 41 Fälle gewesen. Der Verband sieht als Ursache dafür, dass Strafverfahren aufwendiger geworden seien und es an Richtern und Staatsanwälten fehle.

Die Justiz ist verpflichtet, Verfahren gegen Untersuchungs-Häftlinge möglichst schnell voranzutreiben. Andernfalls kommen Betroffene nach einer gewissen Zeit aus der U-Haft frei, auch wenn die Vorwürfe gegen sie nicht ausgeräumt sind. Eine starre Obergrenze gibt es bei Verstößen gegen dies sogenannte Beschleunigungsgebot nicht. Generell soll eine Untersuchungshaft nicht länger als sechs Monate dauern. In Ausnahmefällen ist eine Verlängerung aber möglich.

+++ 4.19 Uhr: Seehofer kündigt WM-Besuch an – Merkel noch ohne konkrete Pläne +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will trotz der internationalen Boykott-Diskussionen zur Fußball-WM nach Russland reisen. “Wenn es mein Terminkalender zulässt, werde ich ein Spiel der deutschen Mannschaft besuchen”, sagte der auch für den Sport zuständige Minister der “Bild am Sonntag”. Noch keine konkreten Reisepläne für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli haben dagegen dem Bericht zufolge Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Heiko Maas (SPD).17-WM Stars: Fußballer fehlen in Russland

+++ 4.05 Uhr: Saudi-Arabien bestätigt 17 Festnahmen +++

Saudi Arabien Sexuelle Belästigung_11.20Drei Wochen vor der Aufhebung des Fahrverbots für Frauen haben die Behörden in Saudi-Arabien die Festnahme von insgesamt 17 Verdächtigen bestätigt. Ihnen wird eine “Gefährdung” der Sicherheit des erzkonservativen Königreichs zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Menschenrechtsorganisationen hatten zuletzt von mindestens elf Festnahmen gesprochen. Festgenommen wurden demnach vor allem Frauenrechtlerinnen, die seit langem gegen das Fahrverbot demonstrieren.

In einer Erklärung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur SPA verbreitet wurde, nannte die Staatsanwaltschaft nicht die Namen der 17 Festgenommen. Acht von ihnen wurden demnach bis zum Abschluss der Ermittlungen aus der Haft entlassen. Neun Verdächtige, darunter vier Frauen, sitzen den Angaben zufolge aber weiter in Gewahrsam. Sie haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Reihe von Vorwürfen eingeräumt, darunter verdächtige Kontakte zu “feindlichen” Organisationen.

+++ 3.27 Uhr: Dutzende Verletzte bei Protesten der Opposition in Mali +++

In Mali sind bei Zusammenstößen zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei ging am Samstag mit Tränengas und Schlagstöcken gegen hunderte Demonstranten vor, die in der Hauptstadt Bamako für transparente Wahlen demonstrierten. Die Stadtverwaltung hatte die Protestkundgebung mit Verweis auf den geltenden Ausnahmezustand verboten.

Nach Angaben der Opposition wurden rund 30 Verletzte ins Universitätskrankenhaus von Bamako eingeliefert. Auch drei Oppositionspolitiker seien von Polizeiknüppeln am Kopf verletzt worden. Der ehemalige Finanz- und Wirtschaftsminister Mamadou Igor Diarra erklärte, er sei bei der Demonstration ebenfalls leicht verletzt worden.

+++ 2.49 Uhr: Studie: Wohneigentum verteuert sich deutschlandweit um 5,4 Prozent +++

Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind im vergangenen Jahr deutschlandweit um 5,4 Prozent gestiegen. Damit sei der Anstieg noch einmal höher ausgefallen als in den Vorjahren mit 4,9 Prozent im Jahr 2016 und 3,2 Prozent in 2015, berichtete die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf eine Studie des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Einen deutlichen Sprung machten die Preise demnach erneut in den Ballungsgebieten.

In den sechs größten Städten betrug der Anstieg der Studie zufolge 11,6 Prozent, wie die “WamS” berichtete. Spitzenreiter in dieser Gruppe sind demnach Berlin, München und Hamburg mit einem Preiswachstum von bis zu 200 Prozent seit 2007.

+++ 2.17 Uhr: Linke: Gaulands Äußerungen sind zynisch und geschichtsvergessen +++

Die Linke im Bundestag hat den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und seine Relativierung der Zeit des Nationalsozialismus scharf kritisiert. “Spätestens jetzt weiß jeder, woran er bei dieser Partei ist”, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Gauland Vogelschiss 16.06hGauland hatte am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach erklärt: “Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.” Allerdings bekannte er sich auch zur Verantwortung der Deutschen für den Nationalsozialismus von 1933 bis 1945.

Korte sagte: “Zwölf Jahre deutsche Geschichte, in denen Deutschland für 55 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg, die industrielle Ermordung von über 6 Millionen unschuldiger Frauen, Männer und Kinder verantwortlich war, als “Vogelschiss” zu bezeichnen, ist zynisch und geschichtsvergessen.”

+++ 1.47 Uhr: CSU-Generalsekretär Blume: Abschiebestopp nach Afghanistan muss auf den Prüfstand +++

Als Reaktion auf den neuen Bericht der Bundesregierung zur Sicherheitslage in Afghanistan hat CSU-Generalsekretär Markus Blume gefordert, die Abschiebungen in das Land wieder auszuweiten. Der generelle Abschiebestopp nach Afghanistan müsse “auf den Prüfstand”, sagte Blume der “Bild am Sonntag”. Es gebe in Afghanistan “stabile Regionen”, in die “abgelehnte Asylbewerber wieder zurückgeführt werden” könnten.

“Wir können nicht immer über mehr Abschiebungen reden, aber dann die Hürden so hoch legen, dass sie nicht möglich sind”, fügte Blume hinzu. Afghanistan sei zudem ein Land im Wiederaufbau. “Da braucht es auch die Menschen dazu, die an ihrer Heimat mitbauen”, sagte der CSU-Politiker.

+++ 0.16 Uhr: Altmaier: US-Strafzölle werden deutsche Wirtschaft kaum treffen +++

Die seit Freitag geltenden US-Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte werden nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kaum Auswirkungen auf die Konjunktur und die Wirtschaft in Deutschland haben. Der Schaden für die deutschen Stahlkocher werde sich in Grenzen halten, sagte der CDU-Politiker der “Welt am Sonntag”. “Ich glaube, dass die Stahlexporteure aus Deutschland qualitativ so hochwertige Stähle für spezielle Anwendungen liefern, dass die US-Abnehmer gar nicht darauf verzichten können, die deutsche Seite nicht um ihre Marktanteile fürchten muss.”USA verhängen Zölle gegen EU

Auf die Möglichkeit, dass US-Präsident Donald Trump weitere Strafzölle erlässt und zum Beispiel den Export deutscher Autos verteuert, reagierte Altmaier gelassen: “Wir sollten uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Niemand in den USA hat behauptet, dass es diesbezüglich einen Automatismus gibt.” Er habe in Washington auch Kongressmitglieder getroffen, denen sehr wohl klar sei, wie viele Jobs deutsche Unternehmen in den USA geschaffen haben. “Gerade die Autobauer”, sagte Altmaier.

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