News des Tages: Schlagmann des Deutschland-Achters: Ex-Ruderer Roland Baar mit 53 gestorben

Meldungen im Kurzüberblick:

  • Ex-Ruderer Roland Baar bei Autounfall gestorben 13.35 Uhr)
  • Straßburg verbietet Rauchen in Parks (13.24 Uhr)
  • Fall Sophia L.: Frauenleiche in Spanien noch immer nicht identifiziert (10.57 Uhr)
  • Familiendrama: Mutter und Kinder tot, Vater verletzt (8.19 Uhr)
  • Syrien: Staatsmedien berichten über israelischen Raketenangriff (2.45 Uhr)

+++ 13.53 Uhr: Rettungsschiff “Lifeline” darf in Malta anlegen +++

Das Rettungsschiff “Lifeline” der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline darf nach Aussagen der
italienischen Regierung in Malta anlegen. Er habe mit dem maltesischen Premierminister Joseph Muscat telefoniert, erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte. “Das Schiff der NGO Lifeline wird in Malta anlegen.”

+++ 13.35 Uhr: Ruderer Roland Baar bei Unfall gestorben ++++

Der deutsche Rudersport trauert um Roland Baar. Der frühere Schlagmann des Deutschland-Achters ist nach Angaben des Deutschen Ruderverbandes und des Hannoverschen Ruder-Clubs am vergangenen Wochenende bei einem Autounfall gestorben. Baar wurde 53 Jahre alt und hinterlässt Frau und zwei Kinder. In einem Nachruf bezeichnete ihn der DRV als “großartige, aber bescheidene Persönlichkeit” und gedenke seiner mit hohem Respekt und großer Wertschätzung. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung berichtet.

Baar saß von 1989 bis 1996 im DRV-Flaggschiff. In seiner Karriere gewann er fünf WM-Titel sowie Olympia-Silber in Atlanta 1996 und Olympia-Bronze in Barcelona 1992. 1993 wurde er für seine sportlichen Erfolge mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Fünf Jahre später verlieh ihm der Weltverband FISA die Thomas-Keller-Medaille für seine außergewöhnliche Karriere im Rudern.

+++ 13.30 Uhr: Ex-Audi-Manager gegen Kaution aus U-Haft entlassen +++

Ein wegen seiner Verwicklungen im Dieselskandal in Untersuchungshaft sitzender ehemaliger Manager von Audi ist gegen Kaution freigekommen. Wie sein Anwalt Peter Gauweiler sagte, musste der 59-Jährige drei Millionen Euro Kaution hinterlegen und seinen Ausweis abgeben. Der Mann war bis zum Bekanntwerden des Dieselskandals Vorstand beim Autobauer Porsche. Zuvor hatte er die Motorenentwicklung bei Audi und im gesamten Volkswagenkonzern verantwortet.

Der ehemalige Manager war seit Ende September wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft und hatte dagegen schon erfolglos Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft München II werfen ihm unter anderem Betrug beim Verkauf von hunderttausenden Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt vor.

+++ 13.24 Uhr: Straßburg verbietet Rauchen in Parks +++

In Straßburg gilt ab Sonntag ein Rauchverbot in allen öffentlichen Parks. Der Stadtrat stimmte dem am Montagabend zu. Die elsässische Stadt folgt damit dem Beispiel von New York, das bereits seit 2011 das Rauchen in seinen Grünflächen verbietet. Straßburg ist die erste Stadt in Frankreich, die ein solches Rauchverbot in Parks verhängt. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 68 Euro – allerdings erst ab dem kommenden Jahr. Schon 2015 war Straßburg Vorreiter und untersagte Zigaretten auf Spielplätzen. Inzwischen gilt dieses Verbot landesweit. Auch einige deutsche Kommunen haben Glimmstängel von Spielplätzen verbannt. 

+++ 13.16 Uhr: Hongkong: Frau schießt auf Verwandte +++

In einem Park in Hongkong soll eine Frau auf mehrere Verwandte geschossen haben. Vier Menschen wurden verletzt. Wie die ”South China Morning Post” berichtete, wurde die Verdächtige nach der Tat festgenommen. Lokalen Medienberichten zufolge soll sie in einem Park in der chinesischen Sonderverwaltungszone Schüsse abgegeben haben, nachdem es in der Familie einen Streit um Geld gab. Zwei der Opfer erlitten demnach Verletzungen am Kopf, die anderen beiden an den Armen. Schusswaffen werden in Hongkong streng reguliert. Deshalb kommt es nur äußerst selten zu solchen Taten.

+++ 13.01 Uhr: Rollstuhlfahrer stürzt in Linienbus um und stirbt +++

Ein 82 Jahre alter Rollstuhlfahrer ist in einem Linienbus umgestürzt und gestorben. Nach Polizeiangaben war der ungesicherten Rollstuhl in einer Kurve in Bad Wörishofen (Bayern) gekippt, der Mann stürzte mit dem Kopf voran auf den Boden. Trotz Wiederbelebung durch Retter starb er wenig später im Krankenhaus. Eine Obduktion soll nun klären, ob der Sturz die Todesursache war. Auch ein Fremdverschulden sei nicht auszuschließen, hieß es. Die Polizei erhofft sich mehr Informationen von Fahrgästen aus dem Bus.

+++ 12.40 Uhr: Mindestlohn soll in zwei Stufen auf 9,35 Euro steigen +++

Die Mindestlohnkommission empfiehlt eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 9,19 Euro pro Stunde ab dem kommenden Jahr. Ab 2020 solle die Lohnuntergrenze dann auf 9,35 Euro steigen, sagte der Vorsitzende der Kommission, Jan Zilius, in Berlin. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 8,84 Euro pro Stunde.

+++ 12.15 Uhr: SWR: Stuttgart bekommt ab Januar 2019 Diesel-Fahrverbote +++

Laut einem Bericht des SWR müssen sich Dieselfahrer schon ab Januar 2019 auf Fahrverbote in Stuttgart einstellen. Betroffen seien ältere Diesel mit Euro-Norm 3 und 4. Fahrverbote für neuere Diesel mit der Euro-Norm 5 wolle die Regierung möglichst vermeiden, berichtet der SWR unter Berufung auf Regierungskreise. 

+++ 12.13 Uhr: Pakistan: Zwei Tote bei Absturz eines Kampfflugzeugs +++

Beim Absturz eines Kampfflugzeuges in Nordpakistan sind beide Piloten ums Leben gekommen. Das bestätigten Quellen aus der pakistanischen Luftwaffe. Die Maschine sei am Morgen nach einem Trainingsflug während der Landung auf dem Flughafen in der Stadt Peshawar explodiert und abgestürzt. Der Airport wird auch für zivile Flüge genutzt. Flughafensprecherin Anisa Bokhari sagte, Zivilisten seien nicht verletzt worden und die Landebahn sei wieder frei. Der kommerzielle Flugverkehr gehe weiter. 

+++ 12.02 Uhr: Ferien in acht Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus +++

Mit dem Ferienbeginn rollt auf Deutschlands Autobahnen wieder die Reisewelle. Besonders am kommenden Wochenende müssen Autofahrer viel Geduld aufbringen, wie der ADAC mitteilte. Acht Bundesländer haben dann Sommerferien: In Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen schließen die Schulen, aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland startet bereits die zweite Reisewelle.

Die Hauptreiserouten gehen einmal durch Bayern – vor allem  Richtung Süden –  sowie gen Nord- und Ostsee oder Richtung Dänemark. Auch rund um die großen Städte und Ballungszentren ist mit Behinderungen zu rechnen.

+++ 11.57 Uhr: Raubmord an Rollstuhlfahrer: Angeklagter schweigt +++

Einen Tag vor Heiligabend 2017 wurde ein halbseitig gelähmter Rentner in seiner Wohnung erstochen und ausgeraubt. Ein halbes Jahr später hat am Dienstag vor dem Schwurgericht Münster (NRW) der Mordprozess gegen einen 50-Jährigen begonnen. Er äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Der mutmaßliche Täter war im Januar nach einem DNA-Treffer festgenommen worden. Er soll knapp 15.000 Euro erbeutet haben.

Der Angeklagte soll dem 71-jährigen Rollstuhlfahrer zunächst einen Holzscheit auf den Kopf geschlagen und ihn dann ein Küchenmesser in den Rücken gestochen haben. Hintergrund der Tat sollen eine Alkoholabhängigkeit und finanzielle Not gewesen sein. Das Geld aus der Beute hatte der 50-Jährige laut Anklage in seiner Wohnung unter einem TV-Tisch versteckt.

+++ 11.43 Uhr: WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo unter Kontrolle +++

Der Ebola-Ausbruch im Kongo ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offenbar unter Kontrolle. “Wir sind vorsichtig zuversichtlich”, sagte ein WHO-Sprecher in Genf. Zuletzt sei am 6. Juni ein Fall bestätigt worden. Nach seinen Angaben gab es bei diesem Ausbruch 38 bestätigte Fälle. 28 Menschen kamen ums Leben. Fast 3300 Einwohner, die mit Infizierten in Kontakt gekommen waren, wurden geimpft. Die Gesundheitsbehörden blieben aber weiter wachsam, da ein einziger Fall, vor allem in dicht besiedelten Metropolen, die Gefahr eines neuen Ausbruchs berge, hieß es. 

Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie in 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen.

+++ 11.05 Uhr: Briefbombenattrappen verschickt: Neugier überführt mutmaßlichen Absender +++

Seine Neugier hat den mutmaßlichen Absender mehrerer Briefbomben-Attrappen verraten: Der 59-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern sei am Montag ins Magdeburger Wahlkreisbüro der Grünen gekommen, um zu fragen, ob seine Sendung auch angekommen sei, teilte die Polizei mit. In der vergangenen Woche war dort ein Brief mit herausragenden Drähten eingegangen. Mitarbeiter informierten die Polizei.

Bei der Befragung gab der 59-Jährige an, für mehrere solcher Sendungen verantwortlich zu sein. Darunter sei auch ein Brief mit herausragenden Kabeln an ein AfD-Büro in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) gewesen, der am Montag für eine Evakuierung des Gebäudes gesorgt hatte. Laut Polizei sind weitere Prüfungen nötig, um auszuschließen, dass es sich bei dem Mann um einen Trittbrettfahrer handelt. Ermittelt wird wegen Androhung von Straftaten.

+++ 10.57 Uhr: Fall Sophia L.: Ermittler warten auf Ergebnis des DNA-Abgleichs +++

Im Fall der seit fast zwei Wochen vermissten Studentin Sophia L. warten die Ermittler weiter auf das Ergebnis des DNA-Abgleichs. “Das Ergebnis ist noch nicht da. Es kann minütlich kommen”, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel in Bayreuth. Der Abgleich des genetischen Fingerabdruckes
soll Gewissheit darüber bringen, ob die am Donnerstag in Nordspanien gefundene Frauenleiche die vermisste Studentin Sophia L. ist. 

Die junge Frau aus Amberg in der Oberpfalz war am 14. Juni an einer Tankstelle an der A9 bei Leipzig in einen Lastwagen mit marokkanischer Zulassung gestiegen, um nach Nürnberg zu trampen. Danach verlor sich ihre Spur. Eine Woche später wurde in Nordspanien eine weibliche Leiche gefunden. Die GPS-Daten des Lastwagens, dessen Fahrer zwischenzeitlich in Spanien festgenommen wurde, legten den Verdacht nahe, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste der Studentin handeln könnte.

+++ 10.51 Uhr: Mallorca: Toter Deutscher kein Opfer eines Verbrechens +++

Ein in seinem Hotelzimmer auf Mallorca tot aufgefundener Tourist aus Deutschland ist nach Erkenntnis der Behörden keinem Verbrechen zum Opfer gefallen. Die Autopsie habe ergeben, dass die Todesursache ein Sturzunfall gewesen sei, berichtete die Zeitung “Diario de Mallorca” unter Berufung auf die Behörden. Der 56-Jährige habe sich seine Verletzungen wohl außerhalb des Hotels zugezogen, denn man habe unter anderem auch Blut an der Außenseite der Hotelzimmertür gefunden.

Der Tourist war am Freitagnachmittag von einer Angestellten des Hotels an der Playa de Palma entdeckt worden. Die Leiche wies verschiedene Verletzungen auf. Die Ermittler hatten zunächst die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass der Deutsche sich die tödlichen Verletzungen bei einer Schlägerei zugezogen habe. Nach der Vernehmung zahlreicher Zeugen und der Autopsie sei diese Möglichkeit aber zweifelsfrei ausgeschlossen worden, hieß es.

+++ 10.33 Uhr: Rüsselsheim: Mann findet Riesenschlange auf seinem Balkon +++

Eine ausgebüxte Riesenschlange hat in Rüsselsheim (Hessen) einen Mann erschreckt. Der 53-Jährige habe es sich am Montagmittag auf seinem sonnigen Balkon im 2. Stock bequem machen wollen, als er das etwa ein Meter lange Reptil auf den warmen Fliesen entdeckte, berichtete die Polizei in Darmstadt. Die Feuerwehr fing die etwa ein Meter lange Boa Constrictor ein und brachte sie in ein Tierheim. Woher das Tier stammt, war zunächst unklar. Der Lebensraum der Boa Constrictor ist Südamerika. Sie gilt als ungiftig, ist aber als Würgeschlange bekannt.

+++ 10.32 Uhr: Türkei übt Kritik an Wahlbeobachtern +++

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei hat die Regierung in Ankara die Kritik internationaler Wahlbeobachter zurückgewiesen. Nach einem am Montag veröffentlichten Mängelbericht der Delegationen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und des Europarates (PACE) hieß es aus dem Außenministerium, die Beobachter hätten unbestätigte Ausnahmefälle generalisiert und negative Schlüsse übertrieben. Sie hätten damit “die Prinzipien unparteiischer Beobachtung missachtet”. Die Wahlen hätten in Übereinstimmung mit den Standards freier, demokratischen Wahlen stattgefunden.

Die Wahlbeobachter hatten den Wahlen vom Sonntag eine Vielzahl von Mängeln bescheinigt. Der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verhängte Ausnahmezustand habe den “Raum für demokratische Debatten beschränkt.  Medien hätten die Wähler nicht ausgewogen mit Informationen versorgt. Mehr Polizei an den Urnen habe mitunter zu einem “Gefühl der Unsicherheit” geführt. Vor allem im Südosten seien Wahllokale verlegt worden seien, was es einigen Menschen schwer gemacht habe, wählen zu
gehen. Beobachter seien behindert und Wähler eingeschüchtert worden.

+++ 10.25 Uhr: Dresden: Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern einer Neonazi-Gruppe +++

In Dresden sind die Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern einer Neonazigruppe durchsucht worden. Den zehn Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 47 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Sie sollen an Straftaten der Freien Kameradschaft Dresden gegen Flüchtlinge, politische Gegner und Polizisten beteiligt gewesen sein. Die Neonazigruppe steht seit längerem im Visier der Justiz.

Mit der Razzia sollten weitere Beweismittel in dem Verfahren gesichert werden. Weitere Einzelheiten gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt. Bereits seit drei Jahren laufen Ermittlungen gegen die Freie Kameradschaft Dresden. Dabei geht es unter anderem um die ausländerfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Heidenau im Sommer 2015.

+++ 10.17 Uhr: Baby nach Schütteln schwer behindert – Vater gesteht +++

Ein Vater hat vor Gericht zugegeben, sein schreiendes Baby heftig geschüttelt und damit schwerwiegende Hirnschäden bei dem Kind verursacht zu haben. Der 37-Jährige wisse, dass er das Leben seiner Tochter zerstört habe, sagte der Verteidiger des Mannes vor dem Landgericht Memmingen. Das bei der Tat knapp sechs Monate alte Mädchen ist seither blind sowie an Armen und Beinen gelähmt, es wird lebenslang ein Pflegefall bleiben.

Der Vater hatte damals in zwei kleinen Zimmern im Haus seiner Eltern gelebt. Der Anwalt des Deutschen schilderte eine extrem schwierige Lebenssituation, weil die Mutter psychisch krank sei und häufig in Kliniken behandelt werde. Das Urteil in dem Prozess ist für den 4. Juli vorgesehen.

+++ 9.47 Uhr: Pflegeheim-Morde: Lebenslange Haft für drei Angeklagte +++

Im Prozess um Morde in einem Pflegeheim im pfälzischen Lambrecht sind drei Ex-Mitarbeiter zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Frankenthal stellte in seinem Urteil außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Das Gericht verurteilte das Trio – eine 27-jährige Altenpflegerin und zwei Pflegehelfer im Alter von 25 und 49 Jahren - wegen zwei Morden, eines Mordversuchs, Körperverletzung, sexuellen Missbrauchs und weiterer Vergehen an Heimbewohnerinnen in unterschiedlicher Beteiligung.

Ermittler waren den drei Deutschen über gemeinsame Chats auf die Spur gekommen, in denen sie sich über die Taten austauschten. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, alle drei Angeklagten zu lebenslangen Freiheitsstrafen zu verurteilen und die besondere Schwere der Schuld festzustellen sowie Berufsverbote zu verhängen.

+++ 9.30 Uhr: Dreifachmord in Villingendorf: Höchststrafe für Täter +++

Für den Mord an seinem sechsjährigen Sohn am Tag seiner Einschulung und an zwei weiteren Menschen in Villingendorf ist ein 41 Jahre alter Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Rottweil stellte am Dienstag zudem die besondere Schwere der Schuld fest, womit der Kroate nicht nach 15 Jahren vorzeitig auf freien Fuß kommen kann.

Der Mann hatte im Prozess zugegeben, Mitte September 2017 in Villingendorf bei Rottweil seinen Sohn, den neuen Verlobten seiner Ex-Partnerin sowie dessen Cousine erschossen zu haben. Der Junge war erst am Morgen des Tattages eingeschult worden. Die Mutter seines Sohnes habe er bewusst laufen gelassen, so die Staatsanwaltschaft. Sie sollte den Rest ihres Lebens am Verlust leiden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe gefordert.

+++ 9.04 Uhr: El Salvador: Frau kommt nach 18 Jahren Haft wegen Fehlgeburt frei +++

Nach 18 Jahren im Gefängnis ist eine Salvadorianerin, die nach einer Fehlgeburt wegen Mordes an ihrem Baby verurteilt wurde, vorzeitig freigelassen worden. Die 40-jährige Mariana López wurde am Montag aus der Haftanstalt in Izalco westlich der Hauptstadt San Salvador entlassen, wie die Strafvollzugsbehörden des zentralamerikanischen Landes mitteilten. Vize-Justizminister Raúl López habe sie persönlich über ihre Freilassung informiert.

López wurde im Jahr 2000 nach einer Fehlgeburt wegen Mordes schuldig gesprochen und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Hintergrund ist das restriktive Abtreibungsgesetz in El Salvador: Es verbietet jeden Schwangerschaftsabbruch, selbst wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung war. Abtreibungen können als Mord eingestuft und mit bis zu 50 Jahren Haft bestraft werden.

+++ 8.39 Uhr: Bochum: Mieter müssen wegen Brandschutzmängeln Wohnungen verlassen +++

Wegen Brandschutzmängeln müssen die Mieter eines Hochhauses in Bochum innerhalb von 14 Tagen ihre Wohnungen verlassen. Das kündigte die Stadt an. Näheres wollten die Vermietergesellschaft, die Stadt und die Feuerwehr am Dienstag bei einer Pressekonferenz mitteilen. Die Flur- und Wohnungstrennwände entsprächen nicht den heutigen Anforderungen, erklärte die Stadt. Das Hochhaus stammt aus den 1960er Jahren. Laut WDR sind 70 Menschen betroffen.

Vor gut einem Jahr waren bei einem katastrophalen Brand in einem Londoner Hochhaus 71 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem werden in vielen Städten Brandschutzbestimmungen in Mietshäusern schärfer kontrolliert.

+++ 8.37 Uhr: Zugunglück in Österreich: Waggons kippen, zwei Schwerverletzte +++

Bei einem Zugunglück sind in Ostösterreich mindestens zwei Menschen schwer verletzt worden. Zudem erlitten 26 Menschen leichte Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Rote Kreuz berichtete. Der Nahverkehrszug mit etwa 80 Fahrgästen war um kurz nach 7 Uhr morgens in der Nähe der Ortschaft Völlerndorf in Niederösterreich entgleist.

Unter den Passagieren waren viele Kinder. Zwei Waggons des Zugs der Mariazellerbahn kippten kurz vor einer Brücke um. Der vordere Waggon entgleiste nach Angaben des Betreibers NÖVOG aus zunächst ungeklärter Ursache, der zweite fuhr auf. Mehr als ein Dutzend Rettungswägen und drei Hubschrauber waren im Einsatz. Der Streckenabschnitt war am Vormittag gesperrt. 

+++ 8.19 Uhr: Mittelfranken: Mutter und Kinder tot, Vater schwer verletzt +++

In Gunzenhausen in Mittelfranken sind eine Frau und drei Kinder tot aufgefunden worden. Die 29-Jährige sowie ihre drei, sieben und neun Jahre alten Kinder wurden am Dienstagmorgen tot in einer Wohnung entdeckt, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Der 31-jährige Familienvater lag demnach schwerverletzt vor dem Haus. Seine lebensgefährlichen Verletzungen zog er sich nach ersten Ermittlungen durch einen Sturz aus großer Höhe zu. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

+++ 8.18 Uhr: Niederlande: Kleinbus rammt Gebäude von Zeitung “De Telegraaf” +++

Ein Kleinbus ist gegen das Gebäude der niederländischen Boulevardzeitung “De Telegraaf” in Amsterdam gefahren und anschließend in Brand geraten. Personen kamen nicht zu Schaden. Es gehe vermutlich um eine bewusste Aktion, teilte die Polizei mit. Nach dem Fahrer des Fahrzeugs werde gefahndet. Das Gebäude der größten Tageszeitung der Niederlande liegt am Rande der Stadt in einem Gewerbegebiet. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 4.00 Uhr früh. 

Spekuliert wird über einen Zusammenhang mit einem früheren Anschlag auf die Redaktion einer Wochenzeitung, für den ein krimineller Rockerclub verantwortlich gemacht wird. Die Zeitung sprach von einem “gezielten Anschlag”: “Wir lassen uns nicht einschüchtern”, sagte Chefredakteur Paul Jansen im Radio.

+++ 8.04 Uhr: Fischfossil in Oberfanken ist 150 Millionen Jahre alt +++

Die Versteinerung einer bisher unbekannten Fischart haben Wissenschaftler in einem oberfränkischen Steinbruch entdeckt. Der Kugelzahnfisch lebte vor rund 150 Millionen Jahren, wie Matthias Mäuser, Chef des Naturkundemuseums Bamberg, mitteilte. Ein Team des Museums führt regelmäßig Grabungen im Steinbruch Wattendorf durch und förderte schon mehrere bemerkenswerte Funde zutage. Im Jahr 2011 etwa wurde das Skelett einer bis dahin unbekannten Flugsaurierart entdeckt. Das Kugelzahnfisch-Fossil soll einige Zeit im Bamberger Naturkundemuseum zu sehen sein, ehe es zur wissenschaftlichen Bearbeitung an das Institut für Paläontologie der Universität Wien geht.

+++ 6.22 Uhr: Thailand: Suche nach in Höhle eingeschlossenen Jugendlichen geht weiter +++

Seit dem Wochenende ist eine Jugend-Fußballmannschaft in Thailand in einer Höhle eingeschlossen – am Morgen haben Rettungsmannschaften die Suche wieder aufgenommen. Die zwölf Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren und ihr Trainer sind seit Samstag vermisst. Dennoch seien die Retter optimistisch, dass die Jungen noch am Leben seien, sagte der stellvertretende Regierungschef Prawit Wongsuwon einem Bericht der “Bangkok Post” zufolge. “Obwohl sie womöglich nichts zu essen haben, sollten sie Wasser zu trinken haben.”

Warum die Gruppe die Höhle in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai betrat, ist bislang nicht bekannt. In der Region herrscht Regenzeit, eine Sturzflut versperrte vermutlich den Rückweg. Taucher versuchen, durch kilometerlange Tunnel die Vermissten zu erreichen. Steigende Wasserstände erschwerten die Suche.

+++ 3.47 Uhr: Frankreich: Polizei stoppt mehrere Teilnehmer einer heimlichen Rallye +++

Bei einem heimlichen Rennen sind in Frankreich sechs Autos gestoppt worden – unter ihnen ein Ferrari-Fahrer, der auf 265 Kilometer pro Stunde kam. Ein weiterer Mann sei in seinem McLaren bei 205 Kilometern pro Stunde angehalten worden, teilten Behörden in Saint-Omer in Nordfrankreich am Montag mit. Die Männer müssen demnach jeweils 750 Euro bezahlen und vor Gericht erscheinen.   Weitere vier Fahrer erhielten demnach Strafzettel. Alle sechs seien Teilnehmer der Rallye “Modball”, die seit Sonntag aus London über Frankreich, Monaco und Italien nach Wien führt.

Das Motto der Veranstaltung lautet: “Den ganzen Tag fahren… die ganze Nacht feiern!” Auf der “Modball”-Internetseite heißt es explizit, die Fahrer sollten nicht rasen – dennoch konkurrieren die Teilnehmer jährlich darum, wer die Zielorte als erstes erreicht. “Es ist zwar eine offizielle Rallye, aber die Geschwindigkeit ist nicht wirklich offiziell – sie sagen, dass jeder so schnell fahren soll, wie er will”, sagte ein Fahrer der Nachrichtenagentur AFP. 

+++ 2.48 Uhr: Mexiko: Ermordeter deutscher Radfahrer nach Deutschland überführt +++

Knapp zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines deutschen Radfahrers in Mexiko ist dessen Leiche nach Deutschland gebracht worden. Der Körper des 43-Jährigen aus Freigericht bei Frankfurt/Main sei an die Gerichtsmedizin in Deutschland überstellt worden, bestätigte der Bruder des Mannes, Rainer Hagenbusch, am Montag (Ortszeit) in Mexiko. Trotz der Suche nach möglichen Tätern habe es bisher keine Festnahmen gegeben, sagte Hagenbusch. “Wir freuen uns, dass der Fall jetzt zumindest innerhalb der Familie abgeschlossen werden kann.”

Sein Bruder war Ende April bei einer Radtour durch den südlichen Bundesstaat Chiapas verschwunden. Zwei Wochen später wurde seine Leiche an einem Hang nahe San Cristóbal de las Casas entdeckt. Der Mann war mit einem Schuss in den Kopf getötet wurden, wie spätere Untersuchungen ergaben. Auch die Leiche eines getöteten polnischen Radlers wurde dort gefunden.

+++ 2.45 Uhr: Syrische Staatsmedien: Israelische Raketen schlagen beim Flughafen Damaskus ein +++

In Syrien sind in der Nacht Berichten der Staatsmedien zufolge zwei israelische Raketen eingeschlagen. Die Geschosse seien in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur. Nähere Details wurden nicht genannt. Der Chef der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, “die israelischen Raketen” hätten ein Waffenlager der libanesischen Hisbollah-Miliz in der Nähe des Flughafens getroffen. Größere Explosionen habe es nicht gegeben. Der syrischen Luftabwehr sei es nicht gelungen, die Geschosse abzufangen.

Die israelische Armee hat in Syrien in der Vergangenheit mehrfach iranische Ziele oder Ziele von mit dem Iran verbündeten Gruppen wie der Hisbollah attackiert. Israel warnt vor einer zunehmenden iranischen Militärpräsenz im Nachbarland Syrien und sieht diese als Bedrohung für die eigene Sicherheit an.

+++ 1.42 Uhr: Essen: Zweijähriger stürzt aus Fenster und stirbt +++

Ein zwei Jahre alter Junge ist in Essen aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses gefallen und tödlich verletzt worden. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus. Der Junge sei am späten Montagnachmittag aus dem Fenster seines Kinderzimmers auf den Gehweg gefallen, sagte ein Sprecher. Ein Zeuge beobachtete den Sturz, rief einen Rettungswagen und kümmerte sich um das Kleinkind. Der Junge kam noch in ein Krankenhaus, starb dort jedoch kurze Zeit später. Die Eltern des Kindes sollen sich zum Unglückszeitpunkt in der Wohnung aufgehalten haben. Die Polizei will nun herausfinden, wie es zu dem Sturz kommen konnte. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

+++ 1.23 Uhr: Containerschiff mit Flüchtlingen an Bord läuft Hafen in Italien an +++

Das dänische Containerschiff “Alexander Maersk” mit 108 Flüchtlingen an Bord hat am Montagabend in Italien anlegen dürfen. Nach drei Tagen Wartezeit vor dem sizilianischen Hafen Pozzalo durfte das Schiff in den Hafen einlaufen, wie ein AFP-Journalist berichtete. Ein Schleppboot zog das Containerschiff gegen 23.00 Uhr in den Hafen.

Das Schiff hatte Ende vergangener Woche 113 vor der libyschen Küste in Seenot geratenen Flüchtlingen geholfen. Fünf der Flüchtlinge – vier Kinder und eine schwangere Frau – waren zwischenzeitlich bereits in Sizilien an Land gegangen. Anschließend wartete das Schiff auf die Erlaubnis, einen Hafen anlaufen zu dürfen und auf Anweisungen der italienischen Behörden.

+++ 0.18 Uhr: Flughafen London-Heathrow wird ausgebaut +++

Das britische Parlament hat Plänen zum Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Montag mit großer Mehrheit für den Bau einer dritten Start- und Landebahn. Bereits Anfang Juni hatte die Regierung von Premierministerin Theresa May grünes Licht für den Ausbau von Europas größtem Flughafen gegeben.

Das Projekt kostet 14 Milliarden Pfund (15,9 Milliarden Euro) und ist hoch umstritten. Kritiker führen unter anderem Lärm- und Umweltschutzbedenken an sowie die Störungen, die die Bauarbeiten für weite Gebiete im Westen der britischen Hauptstadt bedeuten werden. Britische Wirtschaftsverbände hatten sich hingegen seit langem für den Ausbau stark gemacht. Sie halten die Erweiterung der Kapazitäten und neue Routen für “entscheidend” dafür, dass Großbritannien auch nach dem Brexit wettbewerbsfähig bleibt.

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