News des Tages: Angefahrener Fußgänger stiehlt Auto

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

  • Angefahrener Fußgänger stiehlt Auto (19.17 Uhr)
  • Mutmaßlicher Schütze von tödlichem Angriff in Kanada angeklagt (17.55 Uhr)
  • Bericht: Weiterer Islamist nach Tunesien abgeschoben (16.43 Uhr)
  • Neue Vorwürfe von Erdogan: USA bedrohen Nato-Partner Türkei (15.40 Uhr)
  • Flüchtlings-Rettungsschiff darf nicht auslaufen (11.56 Uhr)

+++ 19.49 Uhr: Rechtsradikale Kundgebung vor Weißem Haus ein Jahr nach Gewalt in Charlottesville +++

Ein Jahr nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem rechtsradikalen Aufmarsch in der US-Stadt Charlottesville wollen Rechtsextremisten am Sonntag eine Kundgebung vor dem Weißen Haus abhalten. Nazi-Gegner planen eine Gegendemonstration in unmittelbarer Nähe. Aus Furcht vor Zusammenstößen haben die Behörden zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisiert.

Vor einem Jahr war am Rande eines rechtsradikalen Aufmarsches in Charlottesville eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. Die Kundgebung am Sonntag wird von der rechtsextremen Gruppe “Unite the Right” organisiert, die auch zu dem Aufmarsch in Charlottesville aufgerufen hatte. Der Vorfall in Charlottesville hatte international für Schlagzeilen gesorgt – auch, weil Präsident Donald Trump in der Folge das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von “Gewalt auf vielen Seiten” sprach.

+++ 19.17 Uhr: Angefahrener Fußgänger stiehlt Auto +++

Ein bei einem Unfall verletzter Fußgänger ist in Bochum plötzlich davongerannt und hat ein Auto gestohlen. Damit kam er allerdings nicht weit: Er geriet mit dem Wagen von der Fahrbahn ab und konnte dann von der Polizei identifiziert werden. Es handle sich um einen 32-Jährigen, der möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen stand, teilte die Polizei Bochum mit. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Der Bochumer sei auf die Fahrbahn gelaufen und dabei vom Auto einer 50-Jährigen erfasst worden. Er blieb leicht verletzt auf der Fahrbahn liegen. Die Frau und weitere Vorbeifahrende hielten an, stiegen aus ihren Fahrzeugen aus und wollten dem Mann Hilfe leisten. Dieser stand jedoch plötzlich auf, rannte zu einem der Autos und setzte sich auf den Fahrersitz. Der Fahrer, ein 20-Jähriger, versuchte, den 32-Jährigen wieder aus dem Wagen zu ziehen – doch dieser wehrte sich mit Erfolg.

+++ 18.39 Uhr: Estland: Suche nach vermisster Kampfjet-Rakete weiter erfolglos +++

Estland hat weiterhin noch nicht die Rakete ausfindig machen können, die von einem spanischen Nato-Kampfjet versehentlich über dem Baltenstaat abgefeuert worden war. Die Armee stellte am Samstag ihre Suche am bislang vermuteten Landepunkt des vermissten Flugkörpers vom Typ Amraam ein. ”Wir hatten gehofft, dass wir die Rakete im Suchbereich finden, weil alle äußeren Anzeichen darauf hingedeutet haben. Dennoch haben uns diese Anzeichen nicht zu einem Fund geführt”, wurde Luftwaffen-Chef Riivo Valge in einer Armeemitteilung zitiert. Die Suche nach dem Landepunkt soll nun mit Helikoptern von der Luft aus fortgesetzt worden. 

Der spanische Eurofighter hatte die mit bis zu zehn Kilogramm Sprengstoff gefüllte Luft-Luft-Rakete am Dienstagnachmittag unbeabsichtigt im Luftübungsgebiet nahe der südestnischen Stadt Otepää abgefeuert. Nach ersten Erkenntnissen der estnischen Armee soll sie höchstwahrscheinlich in einem unbewohnten Sumpfgebiet in einem Naturpark niedergegangen sein. Ob der eingebaute Selbstzerstörungsmechanismus der Rakete funktioniert hat, ist unklar. Wie es zu der Fehlfunktion kommen konnte, wird noch untersucht.

+++ 17.55 Uhr: Mutmaßlicher Schütze von tödlichem Angriff in Kanada angeklagt +++

Der Mann, der in der kanadischen Provinz New Brunswick mutmaßlich zwei Polizisten und zwei weitere Menschen erschoss, ist des vierfachen Mordes angeklagt worden. Der 48-Jährige, der schwer verletzt ins Krankenhaus kam, soll am 27. August vor Gericht erscheinen. Das teilte die Polizei in Fredericton mit.

Ein 45 Jahre alter Polizist und seine 43-jährige Kollegin wurden getötet, als ein Mann am Freitagmorgen in einer Wohnsiedlung in Fredericton das Feuer eröffnete. Auch zwei Anwohner im Alter von 32 und 42 Jahren starben. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es. Die Polizei bat Augenzeugen, Fotos und Videos von dem Angriff zu schicken. Ob der Schütze die Opfer kannte und ob er sich seine Verletzungen selbst zufügte, blieb zunächst unklar.

+++ 17.49 Uhr: Babys mit Darmkeim in Klinik in Italien infiziert – Frühchen stirbt +++

In Italien haben sich mehrere Neugeborene mit einem gefährlichen Darmkeim infiziert. Ein Frühchen sei bereits am Dienstag an der Infektion mit dem Bakterium Serratia marcescens in einem Krankenhaus im norditalienischen Brescia gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Klinik. Insgesamt hätten drei Neugeborene eine Neugeborenensepsis erlitten, eine Form der Blutvergiftung, ein weiteres eine Harnwegsinfektion. Bei sechs weiteren Kindern sei der Keim nachgewiesen worden. Die ersten Fälle wurden Ansa zufolge schon im Juli diagnostiziert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Bakterien kommen bei vielen gesunden Menschen im Darm vor, sind dann aber unschädlich. Bei extrem früh geborenen Babys sind sie dagegen gefährlich.

+++ 17.04 Uhr: Risse in Reihenhäusern – ein Wohnhaus evakuiert +++

In Essen haben Risse an Wänden und Fassaden mehrerer Wohnhäuser die Anwohner beunruhigt. Insgesamt seien sechs Häuser und drei kleinere Bauten beschädigt, eines der Häuser musste evakuiert werden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag. Die Bewohner der anderen betroffenen Häuser forderte die Feuerwehr zur genauen Beobachtung der Entwicklung der Risse auf. Die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” hatte zuvor darüber berichtet.

Warum die Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden, blieb zunächst unklar. Gutachter sollen nun untersuchen, ob ein durch die anhaltende Hitze und Trockenheit verursachter abgesenkter Grundwasserspiegel die Häuserrisse ausgelöst haben könnte.

+++ 16.43 Uhr: Nach Sami A. weiterer Islamist nach Tunesien abgeschoben +++

Während das juristische Tauziehen um die Abschiebung des mutmaßlichen Ex-Leibwächters von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden weitergeht, ist einem Bericht zufolge aus Nordrhein-Westfalen ein weiterer Islamist nach Tunesien abgeschoben worden. Im Fall des 42-Jährigen, der nach “Spiegel”-Informationen am Freitag nach Tunis ausgeflogen worden war, hatte das Verwaltungsgericht Aachen Ende Juli die geplante Abschiebung für zulässig erklärt und einen Eilantrag des Mannes zum Schutz vor Abschiebung abgelehnt. Es bestehe ein “besonders schwerwiegendes öffentliches Interesse an der Aufenthaltsbeendigung”, begründeten die Richter damals ihren Beschluss.

Dieser war nun laut “Spiegel”-Bericht offenbar bereits am Freitagabend umgesetzt worden: Der 2014 wegen Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilte Mann war demnach direkt aus der Justizvollzugsanstalt Dortmund zum Flughafen Frankfurt gebracht worden. Von dort sei er in Begleitung von Beamten der Bundespolizei mit einer Linienmaschine in die tunesische Hauptstadt Tunis gebracht worden.

+++ 16.37 Uhr: Günther relativiert Gedankenspiele zu Koalitionen mit Linken +++

Nach geballter Kritik aus seiner Partei hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) seine Gedankenspiele zu Koalitionen von CDU und Linken in Ostdeutschland relativiert. “Eine Koalition mit der Linkspartei lehne ich entschieden ab”, erklärte er in Kiel. Ziel der Union müsse es sein, die politischen Ränder auf beiden Seiten klein zu halten.

Seine Äußerungen in einem Interview der “Rheinischen Post” hätten sich auf die konkrete Diskussion in der Union für den Fall bezogen, dass nach einer Landtagswahl keine Mehrheiten gegen Linke und AfD möglich seien. Eine solche Situation sei der CDU vor zwei Jahren in Sachsen-Anhalt knapp erspart geblieben. Wegen der Schwäche der SPD insbesondere im Osten sei die Gefahr weiter vorhanden. “Hier habe ich Verständnis für die Position von CDU-Politikern, die aufgeschlossen sind für Gespräche über eine inhaltliche Zusammenarbeit in Sachfragen, um Länder nicht unregierbar zu machen”, erklärte Günther weiter.

+++ 16.36 Uhr: Mindestens 37 Tote bei Erdrutschen und Überschwemmungen in Indien +++

Seit Tagen andauernder Monsunregen hat im Süden Indiens bisher mindestens 37 Menschen das Leben gekostet. Die meisten der Opfer in dem Bundesstaat Kerala seien ertrunken oder von Erdrutschen erfasst worden, teilten die Behörden am Samstag mit. Der sintflutartige Regen hält seit Mittwoch an. Fast 36.000 Menschen mussten ihre Häuser in tiefer gelegenen Gebieten verlassen, sie wurden auf 350 Notunterkünfte der Regierung verteilt. 

Besonders betroffen sei der bergige Bezirk Idukki, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde von Kerala. Alleine dort seien 18 Menschen ums Leben gekommen. Örtliche Medien berichteten, 54 Touristen – darunter auch aus dem Ausland – hätten in einem privaten Hotel in dem Bezirk festgesessen und seien vom Militär herausgeholt worden. Der Regen ließ am Samstag nach. Meteorologen sagten aber weiteren Regen voraus. Die Behörden rechnen mit einer weiter steigenden Opferzahl, sobald Helfer entlegene Orte erreichten, hieß es.    

+++ 15.43 Uhr: Ein Toter bei Explosion in Militärfabrik nahe britischem Salisbury +++

Bei einer Explosion in einer Militärfabrik in Großbritannien ist ein 29-jähriger Mann getötet worden. Ein 26-Jähriger sei bei dem Vorfall in der Anlage nahe dem südenglischen Salisbury am späten Freitagabend schwer verletzt worden, teilten die Polizei und das Unternehmen Chemring Countermeasures mit. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. 

Die Stadt Salisbury war im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal, 67, und dessen Tochter Julia (33) im März mit dem Nervengift Nowitschok im März in die internationalen Schlagzeilen gerückt. Zudem hatte dort eine Frau mit ihrem Freund im Juli ein Fläschchen mit dem Kampfstoff gefunden und es offenbar für Parfüm gehalten. Die dreifache Mutter starb acht Tage später im Krankenhaus.

+++ 15.40 Uhr: Neue Vorwürfe von Erdogan: USA bedrohen Nato-Partner Türkei +++

Im Streit mit den USA hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan neue Vorwürfe gegen die Regierung in Washington erhoben. “Sie bedrohen uns”, sagte Erdogan vor Anhängern in der Provinz Ordu am Schwarzen Meer. Er kündigte an, dass die Türkei nicht nachgeben werde: “Man kann diese Nation nicht mit Drohungen zähmen.” 

Hintergrund ist das Tauziehen um den US-amerikanischen Pastor Andrew Brunson, der wegen des Verdachts auf Spionage und Terrorvorwürfen in der Türkei unter Hausarrest steht. Die USA fordern seine Freilassung. “Schande, Schande! Sie ziehen einen Pastor einem strategischen Nato-Partner vor”, rief Erdogan seinen Anhängern zu. Die Türkei beschuldigt Brunson, Verbindungen zu dem im US-Exil lebenden türkischen Geistlichen Fethullah Gülen zu haben. Ankara macht Gülen für den fehlgeschlagenen Putsch vom Juli 2016 verantwortlich und fordert bisher vergeblich seine Auslieferung.

+++ 14.59 Uhr: Gauland glaubt nicht an Erfolg Bannons in Europa +++

AfD-Chef Alexander Gauland glaubt nicht an eine bedeutende Einflussnahme des US-Rechtspopulisten Steve Bannon auf die Europawahl im kommenden Jahr. “Bannon wird es nicht gelingen, zur Europawahl eine Allianz von Gleichgesinnten zu schmieden”, sagte Gauland den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Die Interessenlage der systemoppositionellen Parteien in Europa ist doch sehr unterschiedlich.”

Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump will mit Hilfe einer in Brüssel ansässigen Stiftung namens Die Bewegung Einfluss auf die Europawahl im kommenden Jahr nehmen. Ziel soll es sein, europäische Rechtspopulisten zu unterstützen. Gauland sagte, er sehe “keine großen Möglichkeiten einer Zusammenarbeit” mit Bannon.

+++ 14.06 Uhr: Französischer Freizeitpark setzt dressierte Krähen zum Müllsammeln ein +++

Im Kampf gegen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und anderen Müll setzt ein französischer Freizeitpark auf ungewöhnliche Helfer: sechs eigens dressierte Krähen sollen künftig im Park “Puy du Fou” im Westen des Landes ausschwärmen und Abfall sammeln. Ziel sei nicht nur, den Freizeitpark sauberzuhalten, sagte Parkchef Nicholas de Villiers. Mit der Aktion solle auch das Umweltbewusstsein der Besucher gestärkt werden. 

Die für den Einsatz trainierten Saatkrähen gälten als “besonders intelligent” und seien in der Lage, spielerisch eine Beziehung zu Menschen herzustellen, sagte der Parkchef. Für jede eingesammelte Zigarettenkippe oder anderen Müll bekommen die Vögel aus einer speziellen Box schmackhaftes Futter als Belohnung. Die Tiere sind dem Parkchef zufolge als Müllabfuhr äußerst: In einer Dreiviertelstunde könne eine Krähe einen ganzen Eimer voll Abfall einsammeln.

+++ 12.58 Uhr: Bartsch reagiert zurückhaltend auf Gedankenspiele Günthers +++

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat mit Skepsis auf Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) zu einer etwaigen Zusammenarbeit in Ostdeutschland reagiert. “Demokratische Parteien müssen prinzipiell gesprächsbereit sein, aber Union und Linke trennen in zentralen Fragen politische Welten”, sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. “Die Linke wird in allen Wahlkämpfen die grundsätzlichen Unterschiede zur CDU sichtbar machen.”

Günther hatte sich im Gespräch mit der “Rheinischen Post” offen für Koalitionen von CDU und Linken in Ostdeutschland gezeigt. Dort sei die Parteienlandschaft anders. “Wenn Wahlergebnisse es nicht hergeben sollten, dass gegen die Linke eine Koalition gebildet wird, muss trotzdem eine handlungsfähige Regierung gebildet werden. Da muss die CDU pragmatisch sein.”

+++ 12.24 Uhr: Staatsanwalt will Ermittlungsverfahren gegen Zeltlager-Organisatoren +++

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren gegen zwei Verantwortliche des Veranstalters gefordert. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Staatsanwalt von Nîmes, Eric Maurel. Gegen die beiden Deutschen vom Leverkusener Verein Jugendförderung St. Antonius soll demnach wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt werden. Sie sollten einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der über die Einleitung der Verfahren entscheidet.

Das Zeltlager in Saint-Julien-de-Peyrolas nordwestlich von Orange war am Donnerstag nach starken Regenfällen überschwemmt worden, Fernsehaufnahmen zeigten ein Bild der Verwüstung. Ein erwachsener Betreuer wird seitdem vermisst. Die mehr als 100 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen konnten alle in Sicherheit gebracht werden. Nach Angaben des Staatsanwalts gegenüber französischen Medien wurden aber mehrere Kinder leicht verletzt. Der Zeltplatz habe sich auf einem hochwassergefährdeten Gelände befunden. Die Polizei hatte die beiden Vereinsverantwortlichen nach dem Drama in Gewahrsam genommen und befragt. Die Zeltlager-Gruppe sollte am Samstagnachmittag mit Bussen zurück in Leverkusen eintreffen.

+++ 11.56 Uhr: Flüchtlings-Rettungsschiff “Open Arms” darf nicht auslaufen +++

Spanische Behörden haben nach Darstellung privater Seenotretter das Schiff “Open Arms” am Auslaufen gehindert. Nach einer üblichen Inspektion habe das Schiff am Freitag zunächst die Erlaubnis erhalten, seine Reise fortzusetzen, erklärte der Gründer der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Oscar Camps, auf Twitter.open arms Als das Schiff bereits außerhalb der Bucht von Algeciras war, sei es angewiesen worden, in den Hafen zurückzukehren. Dort liege das Schiff jetzt “ohne weitere Information”, schrieb Camps. Eine Sprecherin sagte Europa Press, die Behörden wollten noch Fragen in Bezug auf die Besatzung klären. Die Organisation rechnet damit, nicht vor Montag wieder in See stechen zu können.

Neben der “Aquarius” ist die “Open Arms” derzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das im Mittelmeer Migranten rettet.

+++ 10.55 Uhr: Nasa verschiebt Start der Sonde zur Erforschung der Sonnen-Atmosphäre +++

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Start seiner Sonde zur Erforschung der Sonnen-Atmosphäre um 24 Stunden verschoben. Wenige Minuten vor dem geplanten Start am Samstag trat ein Problem mit dem Heliumdruck auf, wie die Nasa mitteilte. Nächste Möglichkeit zum Start der Trägerrakete mit der “Parker Solar Probe” ist am Sonntag um 09.31 Uhr MESZ. Die unbemannte Sonde soll sich der Sonnenoberfläche auf nur knapp 6,2 Millionen Kilometer nähern und Temperaturen von rund 1370 Grad Celsius standhalten. Das Raumfahrzeug von der Größe eines Autos wird während seiner auf sieben Jahre ausgelegten Sonnenexpedition insgesamt 24 Mal durch die Corona fliegen, wie Astronomen die Atmosphäre unseres Zentralgestirns nennen.

Dabei soll die Sonde unter anderem die Frage beantworten, warum in der Corona Temperaturen von bis zu 5,6 Millionen Grad Celsius herrschen, während die Sonnenoberfläche “nur” 5500 Grad heiß ist. Zudem hoffen die Forscher auf Erkenntnisse, die künftig bei der Voraussage sogenannter Sonnenstürme helfen könnten.

+++ 08.48 Uhr: Großvater und Enkelin sterben bei Flugzeugabsturz in Melle +++

Ein Großvater und seine 14-jährige Enkelin sind am Samstagmorgen bei einem Flugzeugabsturz im niedersächsischen Melle gestorben. Kurz nach dem Start sei der Ultraleichtflieger auf eine Landstraße gekracht und habe Feuer gefangen, teilte die Polizei mit. Der 74 Jahre alte Pilot und seine Enkelin seien noch im Flugzeug gestorben. Warum der Flieger abstürzte, sei derzeit noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hat die Ermittlungen aufgenommen. Einsatzkräfte begannen am Samstagmorgen in Melle die Trümmer wegzuräumen. Die Landstraße wurde gesperrt.

+++ 08.36 Uhr: Neun Tote bei Absturz von Rettungshubschrauber in Japan +++

Beim Absturz eines Rettungshubschraubers in Japan sind alle neun Menschen an Bord ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, war der Helikopter am Freitag bei einem Übungsflug in einer Bergregion in der Präfektur Gunma nordwestlich von Tokio verunglückt. Die Maschine stürzte in einen Wald. Polizei und Armee starteten eine Suchaktion. Am Samstag wurden alle neun Insassen für tot erklärt. Wie ein Behördenvertreter sagte, saßen neben dem Piloten und einem Mechaniker Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Katastrophenschutzes in dem Hubschrauber.

Das japanische Fernsehen zeigte Luftaufnahmen, auf denen das Wrack der Maschine zu sehen war. Die Regierung schickte Ermittler zur Absturzstelle. Die Maschine vom Typ Bell 412 hatte am Freitagmorgen ihren Stützpunkt verlassen, um Kletterrouten aus der Luft zu begutachten. Sie kehrte von dem zweistündigen Flug aber nicht zurück, der Kontakt zur Flugsicherung brach ab.

+++ 8.16 Uhr: Siemens-Chef warnt vor Rassismus in Deutschland +++

Siemens-Chef Joe Kaeser hat davor gewarnt, dass Nationalismus und Rassismus in Deutschland salonfähig werden. Das wäre für die Wirtschaft und auch sein Unternehmen verheerend, sagte Kaeser dem Bayerischen Rundfunk. Deutschland lebe vom Export und
möglichst offenen Grenzen, Konzerne seien global aufgestellt, mit Mitarbeitern und Kunden jeder Hautfarbe und Religion. “Es haben damals beim Nationalsozialismus zu viele Menschen geschwiegen, bis es zu spät war. Und das darf uns in Deutschland nicht wieder passieren”, sagte Kaeser. Äußerungen der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel im Mai im Bundestag habe er als rassistisch und ausgrenzend empfunden, sie hätten ihn im Ton an die NS-Zeit erinnert. Deshalb habe er in einem Tweet dagegengehalten.

Neben humanistischen Werten gehe es auch um handfeste geschäftliche Interessen. Weidel hatte damals gesagt: “Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.” Kaeser hatte darauf getwittert: “Lieber “Kopftuchmädel” als “Bund Deutscher Mädel”. Weidel schade Deutschlands Ansehen in der Welt, wo sein Wohlstand liege. Der “Bund Deutscher Mädel” (BDM) war im Nationalsozialismus eine Organisation für Mädchen.

+++ 05.24 Uhr: Länder melden Dürreschäden von mehr als einer Milliarde Euro +++

Die wochenlange Dürre in vielen Regionen Deutschlands hat in der Landwirtschaft nach ersten Schätzungen aus den Ländern Schäden von mehr als einer Milliarde Euro angerichtet. Vor einem erneuten Bund-Länder-Treffen an diesem Montag summieren sich die
Meldungen mehrerer teils stark betroffener Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits auf 1,1 Milliarden Euro. Der Bauernverband hat Hilfen von einer Milliarde Euro für Landwirte gefordert, die wegen der Trockenheit schwere Ernteausfälle erleiden.

Allein für Schleswig-Holstein meldete das dortige Agrarministerium einen geschätzten Dürre-Schaden von 422 Millionen Euro an den Bund. Sachsen übermittelte eine Schätzung von rund 308 Millionen Euro, Sachsen-Anhalt von 237 Millionen Euro. Für Hessen geht das Landesagrarministerium davon aus, dass die Bauern Ernteausfälle von bis zu 150 Millionen Euro zu verkraften haben. Für die Forstwirtschaft des Landes werden zudem Verluste von rund 30
Millionen prognostiziert.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Länder aufgerufen, über Schäden und vorgesehene Hilfen zu informieren. Am Montag wollen Ministeriumsexperten von Bund und Ländern erneut über die Lage beraten, nachdem sie Ende Juli eine erste Bestandsaufnahme gemacht hatten. Bei den Schäden beobachten auch die Länder regionale Unterschiede. Entscheidungen zu Hilfen werden vorerst nicht erwartet.

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