News des Tages: Nach Unwettern auf Mallorca: Zwei Deutsche werden vermisst

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zwei Deutsche werden auf Mallorca vermisst (9.46 Uhr)
  • Drei Leichen am Grenzfluss Evros entdeckt (6.37 Uhr)
  • Hinrichtung eines Häftlings in den USA gestoppt (6.07 Uhr)
  • Brief von Einstein wird versteigert (5.53 Uhr)
  • Bericht: Bis 2030 pro Jahr 32.000 neue Lehrer nötig (2.27 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:      

+++ 10.55 Uhr: In rund 19 Stunden von Singapur nach New York +++

Singapore Airlines hebt zum längsten Langstreckenflug der Welt ab: Die Fluggesellschaft belebt die Marathonstrecke Singapur nach New York wieder, die sie 2013 als unprofitabel aufgegeben hatte. Auf die Passagiere wartet ein 19 Stunden langer Flug über 16.700 Kilometer. Die Maschine vom Typ Airbus 350 fasst 161 Passagiere – davon  67 in der Businessclass und 94 in einer gehobenen Economyclass.    

13 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die Insassen, die sich die Zeit mit einem sogenannten Wellness-Menü und einer Auswahl aus insgesamt 1200 Stunden digitalen Film- und Musik-Angeboten vertreiben können. Die Maschine ist laut Singapur Airlines speziell für den Superlangstreckenflug konzipiert: eine höhere Kabinendecke lässt mehr Raum, größere Fenster bieten aufregende Wolkenbeobachtungen, und eine besondere Innenbeleuchtung soll den Jetlag mindern. Experten raten zudem zu Thrombose-Strümpfen.    

Der Flug Singapur-New York-Flug, der bei guten Wetterbedingungen planmäßig 18 Stunden und 45 Minuten dauern soll, löst den bisherigen weitesten Langstreckenflug ab: Qatar Airways fliegt in 17 Stunden und 40 Minuten von Auckland in Australien nach Doha. 

+++ 10.44 Uhr: Messerangriff auf “Wildpinkler” – Angeklagter schweigt im Prozess +++

Er soll sich so sehr über einen jugendlichen “Wildpinkler” geärgert haben, dass er ihm ein Messer in den Rücken rammte – nun steht der 30-Jährige wegen versuchten Totschlags in Oldenburg vor Gericht. Der Angeklagte habe den Tod des 17-jährigen Opfers in Kauf genommen, sagte Staatsanwältin Gesa Weiß bei der Anklageverlesung vor dem Landgericht. “Sein Leben konnte nur durch mehrere Operationen gerettet werden.” 

Der Jugendliche hatte sich im März mit zwei Freunden an einer Hecke in der Oldenburger Innenstadt erleichtert. Nach einem Wortgefecht soll der Angeklagte den Jugendlichen, der am nächsten zu ihm stand, angegriffen haben. Der 30 Jahre alte Deutsche wollte sich am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen nicht äußern.

+++ 10.43 Uhr: Melania Trump fordert von Opfern Beweise für sexuelle Belästigung +++

US-First Lady Melania Trump unterstützt die #MeToo-Bewegung, fordert von Opfern sexueller Gewalt aber Belege für erhobene Anschuldigungen. “Man braucht wirklich belastbare Beweise”, sagte Trump in einem am Mittwoch (Ortszeit) teils vorab veröffentlichten Interview mit dem Sender ABC News, das dieser während ihrer Afrikareise führte. 

Die Frauen und Männer müssten gehört werden, sagte Trump. Aber: “Man kann nicht einfach sagen, “Ich wurde sexuell belästigt” oder “Du hast mir das angetan”. Denn manchmal gehen die Medien zu weit, und wie sie manches darstellen, ist nicht korrekt.”. Das komplette Interview mit Melania Trump soll am Freitag ausgestrahlt werden.

+++ 10.35 Uhr: 15 Grenzpolizisten bei Taliban-Überfall getötet +++

Bei einem Überfall radikalislamischer Taliban auf einen Außenposten der Grenzpolizei in der nordafghanischen Provinz Kundus sind mindestens 15 Grenzpolizisten getötet worden. Mindestens weitere 13 seien verwundet worden, sagte der Provinzrat Said Asadullah Sadat. Auch der Kommandeur der Basis sei bei dem Angriff in der Nacht zu Dienstag getötet worden.

Taliban-Kämpfer hatten die Basis im Bezirk Kalah-e Sal um zwei Uhr nachts angegriffen. Der Stützpunkt sei in Brand geraten und die Extremisten hätten die gesamte Ausrüstung mitgenommen, sagte Sadat.

+++ 10.23 Uhr: Mann wollte sich an US-Wahltag beim Kongress in die Luft sprengen +++

Die US-Polizei hat einen Mann festgenommen, der sich beim Kongress in die Luft sprengen wollte. Der 56-Jährige habe mit der Aktion am Tag der Kongresswahlen am 6. November die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Wahlmodus lenken wollen: Die Bestimmung von Volksvertretern per Losentscheid, teilte die Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan am Mittwoch mit.    

Der Mann habe nur sich töten und sonst niemanden in Mitleidenschaft ziehen wollen, hieß es weiter. Allerdings hätte es nach Einschätzung der Bundespolizei FBI leicht zu weiteren Opfern und großen Schäden kommen können. Nun drohen dem Mann wegen der Herstellung von Sprengstoff und dessen Transport zwischen Bundesstaaten bis zu zehn Jahre Haft.     Bei einer Durchsuchung seines Hauses im Norden von New York entdeckten die Ermittler einen Sprengsatz mit rund 90 Kilogramm Sprengstoff. In den Vernehmungen hatte der Verdächtige demnach eingestanden, er habe sich auf der berühmten National Mall zwischen Lincoln Memorial und Kapitolshügel in Washington am Wahltag in die Luft sprengen wollen.  

+++ 10.10 Uhr: Grund für Zwischenfall am Münchner Flughafen: Passagier öffnete Tür +++

Nach dem zwischenzeitlichen Abfertigungsstopp am Terminal 2 des Münchner Flughafens hat die Bundespolizei weitere Details zum Vorfall bekanntgegeben. Ein Passagier habe sich nach seiner Ankunft aus Barcelona am Mittwochabend auf dem Weg zum Ausgang verlaufen und in der Hektik eine alarmgesicherte Tür geöffnet, sagte ein Sprecher. 

Der Mann habe an der Tür einen Notknopf gedrückt, so dass Alarm ausgelöst worden sei. Der Durchgang sei nur Mitarbeitern von Deutschlands zweitgrößtem Airport erlaubt, so die Bundespolizei. Der Passagier wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Von ihm sei dem Sprecher zufolge aber keine Gefahr ausgegangen. Die Beamten hatten die Abfertigung am Terminal 2 wegen des Vorfalls für rund 30 Minuten gestoppt.

+++ 9.59 Uhr: Autos in Südfrankreich ins Meer gespült – Ein Vermisster +++

Nach schweren Regenfällen sind in Südfrankreich mehrere Autos ins Mittelmeer gespült worden, ein Mensch wird vermisst. Bei der Gemeinde Sainte-Maxime an der Côte d’Azur seien fünf Autos von einem über die Ufer getretenen kleinen Fluss mitgerissen worden, sagte der örtliche Präfekt Jean-Luc Videlaine dem Sender BFMTV. In mindestens einem Fahrzeug habe jemand gesessen, die Scheinwerfer seien eingeschaltet gewesen. Die Suche im Meer habe bislang nichts ergeben. Laut einer Mitteilung der Präfektur von Toulon ereignete sich der Vorfall am späten Mittwochabend. Sainte-Maxime liegt in der Nähe von Saint-Tropez und Fréjus.

+++ 9.46 Uhr: Zwei Deutsche werden auf Mallorca vermisst +++

Nach dem schweren Unwetter auf Mallorca mit mindestens zehn Toten werden auch zwei Deutsche vermisst. Rettungskräfte suchten außerdem weiterhin nach einem fünfjährigen Junge, der seit dem Sturzregen am Dienstagabend verschollen sei, wie der mallorquinische Notdienst am Donnerstagmorgen auf Twitter meldete. Das spanische Fernsehen berichtete, bei den Deutschen handele es sich um ein Ehepaar, das am Mittwochabend als vermisst gemeldet worden sei.

10-Unwetter auf Mallorca Tote

+++ 9.13 Uhr: Handyauswertung deckt nur selten falsche Angaben von Asylbewerbern auf +++

Die Auswertung der Handydaten von Asylbewerbern deckt einem Bericht zufolge nur selten falsche Angaben der Betroffenen auf. Von Januar bis Juli 2018 seien nur bei zwei Prozent der Auswertungen Täuschungen aufgefallen, heißt es in einer Antwort der Bundesinnenministeriums auf eine Linken-Anfrage, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Demnach wurden von knapp 7000 Flüchtlingen Daten ausgelesen, in 2000 Fällen erfolgte eine Auswertung, und bei 41 Asylbewerbern gab es Unstimmigkeiten. Dagegen bestätigte jede dritte Analyse die Angaben der Flüchtlinge, berichtete die Zeitung weiter. In fast zwei Dritteln aller Fälle hätten sich keine Erkenntnisse gewinnen lassen.

Als einen Vorteil der umstrittenen Datenauswertung nennt das Innenministerium dem Bericht zufolge, dass Asylverfahren “schneller abgeschlossen werden” könnten, wenn über das Handy die Angaben der Flüchtlinge bestätigt werden. Diese Argumentation sei “ein schlechter Scherz”, sagte die Linken-Innenpolitikerin Ulla Jelpke der “Süddeutschen Zeitung”. “Das wiegt die hohen Kosten der Maßnahme und den tiefen Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht von Schutzsuchenden nicht auf.”11-”Bäume umgeknickt als wären sie Zahnstocher”-5847266205001

+++ 9.02 Uhr: China und Russland für Lockerung der Nordkorea-Sanktionen zu “angemessener Zeit”

China und Russland haben ihre Bereitschaft zur Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea zu “angemessener Zeit” signalisiert. Bei Gesprächen der Vizeaußenminister der drei Länder in Moskau hätten sich die drei Parteien darauf verständigt, dass es “notwendig ist, dass der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen die DPRK zu angemessener Zeit anpasst”, erklärte Pekings Außenministerium am Mittwoch. China ist der wichtigste diplomatische Verbündete Nordkoreas.

Wegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm hatte der UN-Sicherheitsrat allein vergangenes Jahr drei Mal Sanktionen gegen das international isolierte Land beschlossen. Washington will die Sanktionen so lange aufrecht erhalten, bis Pjöngjang seine Denuklearisierung komplett und vollständig nachprüfbar abgeschlossen habe. Trotz einer Annäherung hatte die USA die internationale Gemeinschaft zuletzt weiter auf einen harten Kurs gegen die nordkoreanische Regierung eingeschworen.

+++ 7.48 Uhr: Massenevakuierung in Indien wegen Zyklon “Titli” +++

Im Osten Indiens ist der Tropensturm “Titli” auf Land getroffen. Der Zyklon erreichte mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 125 Stundenkilometern und heftigen Regenfällen die Küste in der Nähe der Stadt Gopalpur, wie die Nachrichtenagentur Press Trust of India (PTI) meldete. Demnach brachten die Behörden des Bundesstaats Odisha bereits am Mittwoch mehr als 300.000 Menschen aus fünf Küstenbezirken in Sicherheit.    

Die Behörden kündigten demnach an, dass angesichts des “sehr heftigen Zyklons” über dem Golf von Bengalen weitere Bewohner der Region an andere Orte gebracht werden könnten. Schulen und Kindergärten blieben demnach auf Anweisung der Behörden geschlossen, Fischer sollten nicht aufs Meer fahren. Berichte über Todesopfer gab es zunächst nicht. Laut PTI entwurzelte der Zyklon jedoch Bäume und zerstörte Hochspannungsmasten. 

+++ 6.37 Uhr: Drei getötete Frauen am Grenzfluss Evros entdeckt +++

Mysteriöser Mord an der griechisch-türkischen Grenze: Auf der griechischen Seite des Grenzflusses Evros hat ein Einwohner die Leichen von drei Frauen entdeckt und die Polizei alarmiert. Zunächst gingen die Behörden davon aus, dass die Frauen beim Versuch, aus der Türkei nach Griechenland zu fliehen, ertrunken seien, berichtete das Staatsradio. Nach aktuellen Angaben von Gerichtsmedizinern wurden die drei Frauen aber erstochen.

“Die Frauen waren nicht älter als 25 Jahre”, sagte ein Polizist aus der Grenzstadt Didimoticho der Deutschen Presse-Agentur. Aus welchem Land die Frauen stammten, blieb zunächst unklar. Auch wer hinter dieser Tat stecken könnte, war am Abend nicht klar, wie es aus Polizeikreisen weiter hieß.

In den vergangenen Wochen hatten nach Behördenangaben ungewöhnlich viele Migranten den Fluss Evros von der Türkei nach Griechenland überquert. Während 2017 gut 5500 Migranten kamen, haben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 12 000 den Grenzfluss Richtung Griechenland überquert.Wiktorija Marinowa – Verdächtiger in Deutschland gefassrt 7.32h

+++ 6.24 Uhr: Boomender Handel mit VIP-Rufnummern im Internet +++

Im Internet blüht ein Handel mit gut zu merkenden Handynummern. Mehrere tausend Euro verlangen Händler etwa auf der Verkaufsplattform Ebay für sogenannte VIP-Rufnummern. Doch dies ist aus Sicht mancher Mobilfunkbetreiber verboten. “Wer auf Ebay eine VIP-Nummer für teures Geld erwirbt, muss damit rechnen, dass sein Geld futsch ist – ohne dass er die Rufnummer bekommt oder dauerhaft behalten kann”, teilte ein Vodafone-Sprecher auf Anfrage mit.

Das Gesetz, das die Vergabe von Telefonnummern regelt, lässt allerdings Spielraum für Interpretationen. Der Bundesnetzagentur zufolge sind in der Sache derzeit mehrere Verwaltungsverfahren anhängig, bei denen offene Fragen geklärt werden sollen.

+++ 6.07 Uhr: Hinrichtung eines Häftlings in den USA gestoppt +++

In den USA ist kurzfristig die Hinrichtung eines Häftlings ausgesetzt worden, der durch den elektrischen Stuhl statt mit einer Giftspritze getötet werden will. Ein Berufungsgericht stoppte am Mittwochabend die für den folgenden Tag in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geplante Hinrichtung.     

Die Anwälte des 63-jährigen Edmund Zagorski haben Rechtsmittel gegen die Hinrichtung eingelegt. Sie fordern eine Überprüfung seiner Verurteilung aus dem Jahr 1984 und argumentieren, ihr Mandant habe zu Beginn seiner Verteidigung keinen angemessenen Rechtsbeistand gehabt. Zagorski soll zwei Männer ermordet haben, denen er zuvor versprochen hatte, ihnen Drogen zu verkaufen.    

Seine Anwälte haben gleich mehrere Rechtsmittel eingelegt. In einem fordern sie, dass ihr Mandant mit dem elektrischen Stuhl und nicht wie geplant durch eine Giftspritze hingerichtet wird. Durch die Giftspritze würde Zagorski “die letzten zehn bis 18 Minuten seines Lebens” furchtbar leiden. Beim elektrischen Stuhl hätte er demnach nur “zwischen 15 und 30 Sekunden einen unerträglichen Schmerz”. In Tennessee haben vor 1999 zum Tode verurteilte Häftlinge das Recht, zwischen dem elektrischen Stuhl und einer Giftspritze zu entscheiden. Seit dem Jahr 2000 wurden in den gesamten USA nur bei 14 von 900 Hinrichtungen elektrische Stühle verwendet.

+++ 5.53 Uhr: Brief von Einstein an Fan wird in den USA versteigert +++

Ein Brief des deutsch-amerikanischen Physikers Albert Einstein (1879-1955) an einen Fan wird in den USA versteigert. In dem  einseitigen auf einer Schreibmaschine getippten Brief beantworte Einstein 1952 eine Frage eines Arztes aus San Francisco über seine Theorien, wie das Auktionshaus Heritage im texanischen Dallas mitteilte. Der Brief könne bei der für den 25. Oktober angesetzten Auktion bis zu 35 000 Dollar (etwa 30 000 Euro) einbringen. 

Rund sechs Wochen später wird in New York ein weiterer Einstein-Brief versteigert. Der zwei Seiten lange handschriftliche Brief aus dem Jahr 1954 an den Philosophen Eric Gutkind könnte nach Schätzungen des Auktionshaus Christie’s sogar bis zu 1,5 Millionen Dollar bringen. Einstein beschreibe darin seine Gedanken über Religion, seine jüdische Identität und seine Suche nach dem Sinn des Lebens.

+++ 5.25 Uhr: Teurer als Silber: Experten hoffen auf sinkende Vanillepreise +++

Kurz vor dem Eintreffen der neuen Vanille-Ernte aus Madagaskar besteht nach Einschätzung von Experten Aussicht auf leicht sinkende Preise. Die Schoten seien voraussichtlich auch wieder von besserer Qualität, sagten der deutsche Vanille-Importeur Berend Hachmann und der Chef des Verbandes der Exportunternehmen in Madagaskar, Georges Geeraerts. Zuletzt hatte es Klagen über Lieferprobleme und eine schlechtere Qualität bei dem begehrten Gewürz gegeben. Madagaskar, ein Inselstaat vor der Südostküste Afrikas, ist der weltweit wichtigste Vanille-Produzent.

Die Vanillepreise waren zuletzt auf Werte zwischen 500 und 600 US-Dollar (431 bis 518 Euro) je Kilogramm geklettert – etwas mehr als für ein Kilogramm Silber, das derzeit rund 460 Dollar kosten würde. Die diesjährige Ernte darf erst ab dem 15. Oktober verkauft werden. Prognosen gingen nun davon aus, dass sich das Preisniveau zwischen 450 Dollar und 475 Dollar einpendeln könnte, berichtete Hachmann.Vanillemangel_10.05

+++ 5.03 Uhr: Kurioses Kurzgebritzel: Zahlreiche rätselhafte Radioblitze erfasst +++

Auf der Spur rätselhafter Radioblitze aus dem Kosmos haben australische Astronomen 20 dieser bislang unerklärten Ereignisse beobachtet. Damit verdoppele sich die Zahl der seit der Entdeckung des Phänomens aufgezeichneten Blitze nahezu, erläuterte das Internationale Zentrum für Radioastronomie-Forschung ICRAR in Perth. Die Quelle der Blitze haben die Forscher nicht ausmachen können – sie sehen aber eine neue Möglichkeit zur Untersuchung der Materie zwischen Galaxien.

Das Phänomen der kurzen Radioblitze (Fast Radio Bursts, FRB) wurde erst 2007 entdeckt. Die Ausbrüche im Wellenlängenbereich der Radiostrahlung sind jeweils nur einige tausendstel Sekunden kurz und kommen aus allen Himmelsrichtungen. Klar ist bisher lediglich, dass sie aus den Tiefen des Weltalls stammen, jenseits unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße.

+++ 4.53 Uhr: Hoffnung für Bayer: Wird das Glyphosat-Urteil gegen Monsanto gekippt? +++

Wichtiger Teilerfolg für die Bayer AG: Im ersten US-Prozess um angebliche Krebsrisiken von Unkrautvernichtern der Tochter Monsanto mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat bahnt sich eine Kehrtwende an. Die zuständige Richterin Suzanne Ramos Bolanos gab in San Francisco vorläufig einem Antrag statt, den Fall in wesentlichen Teilen neu aufzurollen. Sie machte dem Bayer-Konzern in einer Berufungsanhörung Hoffnung auf eine deutlich geringere Strafe. Der Fall ist für den Agrarchemie-Riesen enorm wichtig – es geht um ein 289 Millionen Dollar (251 Mio Euro) schweres Urteil, das Signalwirkung für Tausende weitere Klagen hat.

+++ 4.13 Uhr: BMW übernimmt Mehrheit an Werken in China für 3,6 Milliarden Euro +++

BMW übernimmt in China für 3,6 Milliarden Euro die Mehrheit von 75 Prozent an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Autobauer Brilliance. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. In den nächsten drei Jahren sollen ferner mehr als drei Milliarden Euro investiert werden. Mit einem neuen Werk werde die Kapazität verdoppelt, teilte der Münchner Automobilkonzern mit. Zum 15-jährigen Bestehen des Joint Ventures wurde der Vertrag vorzeitig um 22 Jahre verlängert. Die Übernahme der Mehrheit muss von den Behörden und den Aktionären von Brilliance noch gebilligt werden.

+++ 3.48 Uhr: FDP fordert Aus für den Soli zum Jahresende 2019 +++

Die FDP verlangt eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags zum Jahresende 2019. “CDU und CSU verkaufen die Wähler mit ihrem Bedauern über den Fortbestand des Soli für dumm”, sagte der FDP-Fraktionsvize Christian Dürr der Deutschen Presse-Agentur. Seine Fraktion wolle daher an diesem Donnerstag im Bundestag eine sofortige namentliche Abstimmung über das Auslaufen des Solis zum 31. Dezember 2019 beantragen. 

Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, dass der Soli-Zuschlag schrittweise wegfallen soll. Für 2021 ist eine Entlastung von 10 Milliarden Euro geplant, die 90 Prozent der Soli-Zahler befreien soll. Diese teilweise Abschaffung sei ungerecht, beklagte Dürr.

+++ 3.05 Uhr: Hurrikan “Michael”: Rettungsteams durchkämmen Florida +++

Nachdem der Hurrikan “Michael” Florida mit voller Wucht erreicht hat, haben die Behörden Such- und Rettungsmannschaften in die besonders schlimm getroffenen Gebiete geschickt. Das sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott, auf einer Pressekonferenz.

Laut einem Bericht des Senders CNN kostete der Hurrikan mindestens einen Menschen das Leben. Nahe Greensboro sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum auf ein Haus gefallen sei.

“Michael” war am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste getroffen. Dem Sturm fehlten nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Videoaufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Trümmer und Überflutungen.10-”Michael” sorgt für Überschwemmungen in Kuba – Florida wappnet sich gegen Hurrikan-5846908185001

+++ 2.27 Uhr: Medienbericht: Bis 2030 pro Jahr 32 000 neue Lehrer nötig +++

Deutschland steuert nach einem Medienbericht auf einen erheblichen Lehrermangel zu. Bundesweit sei bis 2030 mit einem durchschnittlichen Einstellungsbedarf von knapp 32 000 Lehrern pro Jahr zu rechnen, heißt es laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in einer Prognose der Kultusministerkonferenz. Dem stünden jedoch nicht ausreichend Bewerber gegenüber. Jedes Jahr könnten Hunderte Lehrerstellen unbesetzt bleiben. 

Über die Prognose wollen die Kultusminister der Länder auf ihrer am Donnerstag beginnenden zweitägigen Konferenz in Berlin beraten. Derzeit gibt es dem Bericht zufolge mehr als 798 000 Lehrer in Deutschland.

+++ 1.45 Uhr: Spahn will Krankenkassen-Zusatzbeitrag leicht absenken +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung leicht senken. “Die Wirtschaft läuft gut. Das führt weiterhin zu Überschüssen in der Krankenversicherung”, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Daher können wir hier den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz um 0,1 Punkte senken.”    

Derzeit liegt der allgemeine Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,6 Prozent des Bruttolohns. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,0 Prozent. Dieser könnte nach Spahns Plänen künftig auf 0,9 Prozent sinken. 

+++ 1.08 Uhr: Iran bestellt deutschen Botschafter ein +++

Der Iran hat den deutschen Botschafter in Teheran einbestellt, um gegen die Auslieferung eines iranischen Diplomaten an Belgien zu protestieren. Der Leiter der Europaabteilung bestellte den Botschafter ins Außenministerium ein, wie Ministeriumssprecher Bahram Ghasemi mitteilte. In dem Gespräch sagte er demnach, die Festnahme und Auslieferung des Diplomaten beruhe auf einer “Verschwörung von Feinden des Iran” und dessen Beziehungen zu Europa. Teheran forderte demnach eine rasche Freilassung des Diplomaten.     Deutschland hatte den unter Anschlagsverdacht stehenden Iraner Assadollah Assadi am Dienstag an Belgien ausgeliefert. Nach einer Befragung durch einen Ermittlungsrichter in Antwerpen wurde der Mann am Mittwoch in Untersuchungshaft genommen, wie die belgische Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 0.25 Uhr: Trump: Die Fed ist “verrückt geworden” +++

Nach den schweren Verlusten am US-Aktienmarkt hat Präsident Donald Trump erneut gegen die Notenbank Federal Reserve (Fed) ausgeteilt. “Ich denke, dass die Fed einen Fehler macht”, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street. Die Notenbank fahre geldpolitisch einen zu straffen Kurs. “Ich denke, dass die Fed verrückt geworden ist”, fügte der US-Präsident hinzu. 

Der New Yorker Aktienmarkt erlebte am Mittwoch einen seiner bisher schlimmsten Tage im Jahr 2018. Der Leitindex Dow Jones Industrial brach um 3,15 Prozent auf 25 598,74 Punkte ein. 

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