News des Tages: Paritätischer Wohlfahrtsverband prangert massive Armut in Deutschland an

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • EuGH: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens (10.10 Uhr)
  • Vierte Fahndungswelle nach G20-Krawallen 2017 (9.05 Uhr)
  • Gelbwesten-Aktivist tödlich von Lkw verletzt (9.01 Uhr)
  • Australierin springt mit 102 Jahren Fallschirm (8.20 Uhr)
  • Zugunglück in der Türkei (6.30 Uhr)
  • Korruptionsverdacht bei Reparatur der “Gorch Fock” (5.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 12.35 Uhr: Abstimmung über Brexit-Deal in London wohl nicht mehr vor Weihnachten +++

Die aufgeschobene Abstimmung des britischen Parlaments über das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen wird wohl nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. Das geht aus einer veröffentlichten Vorschau der Sitzungsordnung des britischen Unterhauses für die kommende Woche hervor. Eine Fortsetzung der Debatte über den Brexit-Deal ist darin nicht vorgesehen.

Premierministerin Theresa May hatte die für Dienstag vorgesehene Abstimmung verschoben, weil sie auf eine sichere Niederlage zusteuerte. Sie musste sich daraufhin einem Misstrauensvotum in ihrer eigenen Fraktion stellen, das sie mit 200 zu 117 Stimmen überstand. Sie versucht nun, den Widerstand im Parlament durch Zugeständisse aus Brüssel aufzuweichen.

+++ 12.32 Uhr: Archäologen finden 500 Jahre alte Fliesen mit Tannenbaum-Motiv +++

Archäologen sind in Krefeld auf rund 500 Jahre alte Bodenfliesen mit Tannenbaum-Motiv gestoßen. “Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit einen solchen Fund zu machen, ist natürlich etwas Besonderes”, sagte Stadtarchäologe Hans Peter Schletter. Die gut erhaltenen glasierten Bodenfliesen kamen bei der Ausgrabung einer mittelalterlichen Hofanlage aus tieferen Erdschichten ans Licht.

Ihre hohe Qualität lasse auf eine wohlhabende, vermutlich adlige Familie schließen. Wahrscheinlich stammten sie aus der Zeit Ende des 15., Anfang des 16. Jahrhunderts. “Ob es sich tatsächlich um ein Weihnachtsmotiv handelt, können wir so kurz nach dem Fund natürlich noch nicht sagen. Mir ist zurzeit eine derartige Darstellung aus anderen Grabungen nicht bekannt”, erklärte Schletter.

+++ 12.20 Uhr: Paris ruft “Gelbwesten” nach Anschlag zu Demo-Verzicht auf +++

Nach dem Anschlag in Straßburg hat die französische Regierung die Protestbewegung der “Gelbwesten” zum Verzicht auf weitere Demonstrationen aufgerufen. Regierungssprecher Benjamin Griveaux appellierte an die Aktivisten, “am Samstag vernünftig zu sein und nicht demonstrieren zu gehen”. Er begründete dies mit der extremen Belastung der Sicherheitskräfte durch das Attentat.    

Dem Appell der Regierung an die “Gelbwesten” schloss sich auch die gemäßigte Gewerkschaft CFDT an. Deren Chef Laurent Berger sagte, die Demonstranten würden den Polizisten sonst zu viel aufbürden. Macron Rede: Befreiungsschlag nach Gelbwesten 22.40h

+++ 12.03 Uhr: Lebenslange Haft für Mord an eigener Großmutter +++

Wegen Mordes an seiner eigenen Großmutter hat das Berliner Landgericht einen 28-jährigen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit folgten die Richter nach Gerichtsangaben dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte im Prozess keinen konkreten Strafantrag gestellt. Philipp L. hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, die 80-jährige Gisela O. im Mai in ihrem Haus im Stadtteil Kaulsdorf im Streit getötet zu haben.    

Am Tag vor dem Mord hatte der Enkelsohn die EC-Karte seiner Großmutter ausgeliehen, um für sie 1000 Euro abzuheben. Stattdessen ging er laut seiner Aussage mit der EC-Karte einkaufen und in ein Spielcasino. Er hob weiteres Geld ab und betrank sich. Als er am Tag darauf, abermals alkoholisiert, zu seiner Großmutter zurückgekehrte, kam es zu einem Streit, der eskalierte. Zunächst würgte Philipp L. seine Großmutter, dann ließ er sie auf den Boden fallen lassen und drückte ihr ein Kissen ins Gesicht. Dabei starb die alte Frau. Am selben Abend kam L. noch einmal zum Tatort zurück, um Beweise zu vernichten und einen Einbruch zu inszenieren. Mitte Mai wurde er dennoch festgenommen.

+++ 11.58 Uhr: Zwei tote Israelis bei Anschlag im Westjordanland +++

Bei einem Anschlag im besetzten Westjordanland hat nach Angaben der israelischen Armee ein Palästinenser zwei Israelis erschossen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie der israelische Rettungsdienst Zaka mitteilte. Nach Angaben der Armee hatte der Angreifer das Feuer auf die Menschen an einer Bushaltestelle nördlich von Jerusalem eröffnet. Er befinde sich auf der Flucht.

+++ 11.44 Uhr: Leopard tötet indischen Mönch beim Morgengebet +++

In Indien ist ein buddhistischer Mönch während der Morgenandacht von einem Leoparden angegriffen und tödlich verletzt worden. Der 35-jährige Rahul Walke Bodhi hatte sich zur Meditation in einen Wald zurückgezogen und betete unter einem Baum, als die Raubkatze zuschlug, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zwei weitere Mönche konnten demnach unverletzt entkommen und alarmierten die Polizei. Rettungskräfte hätten die “schwer zerfleischte” Leiche des Mönchs tiefer im Wald entdeckt. Der Leopard habe offenbar versucht, den Toten mitzuschleppen.    

Der Wald befindet sich im Bundesstaat Maharashtra in einem speziell für Leoparden und Tiger eingerichteten Schutzgebiet. Nach Angaben der Polizei hatten die Mönche Warnungen der Behörden vor einem zu tiefen Eindringen in den Wald ignoriert.

+++ 11.30 Uhr: Fehmarnbeltquerung: Erfolg für Reedereien vor Europäischem Gericht +++

Das Europäische Gericht hat die vorgesehene staatliche Förderung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland als nicht rechtens verworfen. Das Gericht gab am Donnerstag in Luxemburg den Klagen der Reedereien Scandlines Danmark und Scandlines Deutschland sowie der schwedischen Stena Line Scandinavia teilweise statt. Es erklärte einen Beschluss der EU-Kommission von 2015 in einem wichtigen Punkt für nichtig. Die Kommission hatte erklärt, keine Einwände gegen die von Dänemark geplanten staatlichen Hilfen für den Konzern Femern A/S für die Planung, den Bau und den Betrieb der Festverbindung über den Fehmarnbelt zu erheben. Die privatwirtschaftlichen Reedereien sehen wegen der staatlichen Zuschüsse eine Wettbewerbsverzerrung. Gegen das Urteil kann die EU-Kommission innerhalb von zwei Monaten Rechtsmittel vor dem Europäischen Gerichtshof einlegen.

+++ 10.55 Uhr: Paritätischer: Jeder Sechste in Deutschland ist arm +++

In Deutschland leben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zufolge fast 14 Millionen Menschen in Armut. Das ist jeder Sechste, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Armutsbericht des Verbandes hervorgeht. Demnach ist ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland erwerbstätig, jeder Vierte ist in Rente oder Pension und nur ein Fünftel ist arbeitslos.Armut Deutschland Tafeln 14.32

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt dem Bericht zufolge in Armut. Bei Alleinerziehenden steigt das Risiko, desto jünger die Kinder sind: Mit 56 Prozent gelten mehr als die Hälfte der Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern unter 15 Jahren als arm.

Mit einer Armutsquote in Deutschland von 16,8 Prozent sei “erneut eine neue traurige Rekordmarke” seit der Wiedervereinigung erreicht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider. “Es geht um mindestens 13,7 Millionen Menschen, die aktuell zu den Armen gezählt werden müssen.”

+++ 10.52 Uhr: Neues BGH-Urteil zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen – Wille muss eindeutig sein +++

Eine Wachkoma-Patientin, über deren Patientenverfügung jahrelang vor Gericht gestritten wurde, darf nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) sterben. Die Karlsruher Richter wiesen eine Beschwerde des Ehemanns gegen eine entsprechende Entscheidung des Landgerichts Landshut ab, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Der Sohn ist im Unterschied zum Ehemann der Ansicht, dass seine Mutter gewollt hätte, dass künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr eingestellt werden. (Az. XII ZB 604/15)

Der Fall hat grundsätzliche Bedeutung, weil es darum ging, wie konkret Menschen für den Ernstfall festhalten müssen, wann sie weiterleben wollen und wann nicht, damit ihre Wünsche berücksichtigt werden. Die allgemeine Äußerung, “keine lebenserhaltenden Maßnahmen” zu wollen, reicht zum Beispiel in der Regel nicht aus. Im Fall der 1940 geborenen Frau, die vor mehr als zehn Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, hatte der BGH aber schon Anfang 2017 Zweifel angemeldet, ob die Vorinstanzen von der Patientenverfügung nicht zu viel verlangt hatten. Inzwischen wurde das Dokument nach diesen Maßgaben in Landshut neu bewertet  – diesmal im Sinne des Sohnes.

10.38 Uhr: EU-Gericht erklärt Diesel-Grenzwerte für nichtig +++

Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat Stickoxid-Grenzwerte für Dieselfahrzeuge gekippt. Das Gericht erklärte am Donnerstag eine Verordnung der EU-Kommission zu höheren Abgaswerten der Euro-6-Norm für teilweise nichtig. Dagegen hatten die Städte Paris, Brüssel und Madrid geklagt. Sie dürfen die Grenzwerte nun anfechten und im Zweifel auch Fahrverbote für neue Dieselautos verhängen, die offiziell zugelassen wurden.

Hintergrund des Streits ist, dass die EU-Kommission bei der Einführung des neuen Abgastests RDE, der die Emissionen auf der Straße statt im Labor misst, die Grenzwerte nachträglich erhöht hatte. Statt den im Euro-6-Regelwerk vorgeschriebenen 80 Milligramm Stickstoffdioxid je Kilometer dürfen die Dieselautos für eine Übergangszeit 168 Milligramm und danach 120 Milligramm ausstoßen.

Begründet wurde das mit Messungenauigkeiten. Wenn die Autos aber mehr von dem Reizgas ausstoßen dürfen, macht es das für die Städte schwerer, die gesetzlichen Vorgaben zur Luftqualität einzuhalten.

+++ 10.27 Uhr: BGH erklärt früheres Uber-Angebot für unzulässig +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein früheres Angebot des US-Fahrdienstvermittlers Uber für unzulässig erklärt. Der BGH entschied am Donnerstag in dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit, dass die Verwendung der Smartphone-App UberBlack gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoße. Ein Berliner Taxiunternehmer hatte gegen den Limousinenservice geklagt, über den Mietwagen mit Fahrer bestellt werden konnten. (Az. I ZR 3/16)

+++ 10.25 Uhr: Razzia gegen Autoschieber – Berliner Polizist festgenommen +++

Die Berliner Polizei geht mit einer großangelegten Razzia gegen international organisierte Autoschieber vor. Am Donnerstagmorgen wurden in der Hauptstadt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Haftbefehle an 18 Orten in mehreren Bundesländern vollstreckt. Die Polizei teilte per Twitter mit, dass unter den sechs Festgenommenen auch ein bereits suspendierter Berliner Polizist sei. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung darüber berichtet. Laut Behörden waren in der Hauptstadt zunächst etwa 300 Beamte im Einsatz. Es wurden zahlreiche Gebäude durchsucht.

+++ 10.10 Uhr: EuGH: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens +++

Der deutsche Rundfunkbeitrag ist auch mit dem EU-Recht vereinbar. Das entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Das Landgericht Tübingen hatte dem EuGH eine Reihe von Fragen zur Auslegung des Unionsrechts vorgelegt.

In dem Verfahren ging es um den 2013 eingeführten Rundfunkbeitrag, der pro Wohnung erhoben wird und nicht mehr wie die zuvor erhobene Gebühr an ein Empfangsgerät wie einen Fernseher gebunden ist. Pro Monat sind derzeit 17,50 Euro fällig. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärte den Beitrag Mitte Juli im Wesentlichen für verfassungsgemäß..

+++ 9.28 Uhr: Zwei Techniker sterben in Antarktis-Forschungsstation +++

Zwei Techniker einer US-Forschungsstation in der Antarktis sind bei einem Zwischenfall in einem Generatorengebäude ums Leben gekommen. Sie hätten Wartungsarbeiten am Feuerschutzsystem des Gebäudes ausgeführt, teilte die Wissenschaftsstiftung NSF auf ihrer Webseite mit. Demnach hatte ein Hubschrauberpilot im Vorbeifliegen Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und war gelandet, um der Sache nachzugehen. Er fand die beiden Techniker bewusstlos am Boden liegend. Ein Rettungsteam erklärte einen der beiden noch am Unfallort für tot, der zweite Techniker starb später im Krankenhaus der McMurdo-Station. Der Vorfall werde noch untersucht. Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht.

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Die McMurdo-Station ist laut ihrer Webseite die größte Forschungsstation in der Antarktis. Dort leben und arbeiten in Stoßzeiten bis zu 1000 Menschen. Geforscht wird dort unter anderem in den Bereichen Biologie, Geologie, Geophysik und Klima.

+++ 9.20 Uhr: Neun Tote nach Zugunglück in türkischer Stadt Ankara – Lokführer unter Opfern +++

Nach dem schweren Zugunglück am Rande der türkischen Hauptstadt Ankara steigt die Zahl der Opfer. Transportminister Mehmet Cahit Turhan sagte am Donnerstagvormittag im Fernsehen, dass bei dem Zusammenstoß eines Zuges mit einer Lokomotive neun Menschen ums Leben gekommen seien. Unter den Toten seien einer der Zugführer aus der Lokomotive sowie zwei Lokführer aus dem Schnellzug. 47 Menschen seien verletzt worden. Zuvor war von sieben Toten und 46 Verletzten die Rede gewesen.

+++ 9.05 Uhr: Polizei startet vierte Fahndungswelle nach G20-Krawallen 2017 +++

Die Polizei in Hamburg hat eine vierte Fahndungswelle zu den G20-Krawallen im Jahr 2017 gestartet. Am Donnerstag veröffentlichten die Ermittler die Fotos von 53 Menschen. Diese sollen bei den Ausschreitungen während des Treffens in der Hansestadt Straftaten “von erheblicher Bedeutung” begangen haben. Bisher sei es nicht möglich gewesen, die Verdächtigen mit anderen Mitteln zu identifizieren.

+++ 9.01 Uhr: 23-jähriger Aktivist der “Gelbwesten” von Lastwagen erfasst und getötet +++

In Frankreich ist ein weiterer Aktivist der “Gelbwesten” ums Leben gekommen. Der 23-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Donnerstag bei Avignon von einem Lastwagen erfasst und getötet. Der Unfall ereignete sich demnach kurz nach Mitternacht an einem Kreisverkehr in der Nähe einer Autobahnausfahrt. Der mutmaßlich aus Polen stammende Lkw-Fahrer wurde in Polizeigewahrsam genommen.

+++ 08.55 Uhr: Öffentliche Bildungsausgaben um fünf Milliarden Euro gestiegen +++

Die Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden haben sich vor allem wegen des Ausbaus von Kita-Plätzen im vergangenen Jahr um fünf Milliarden Euro auf 133,4 Milliarden Euro erhöht. Dies waren damit 3,9 Prozent mehr als im Jahr 2016, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Pro Einwohner im Alter von unter 30 Jahren seien damit rund 5300 Euro für Bildung ausgegeben worden.

+++ 8.50 Uhr: Mann nach zwei Tagen aus Restaurantschacht befreit +++

Zwei Tage lang hat ein Mann in Kalifornien in einem Fettentlüftungsschacht eines Restaurants festgesteckt – dann rettete die Feuerwehr den mutmaßlichen Einbrecher. Ein Anwohner hatte am Mittwoch (Ortszeit) schwache Hilferufe aus dem leerstehenden chinesischen Restaurant in San Lorenzo gehört und die Rettungsdienste alarmiert, berichteten die örtliche Polizei und die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute fanden den Mann demnach eingeklemmt in dem Metallschacht, der von der Küche zum Dach des Gebäudes führt, und konnten ihn binnen einer halben Stunde befreien. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich möglicherweise um einen Einbrecher. Derzeit werde wegen unerlaubten Betretens eines Grundstücks und Vandalismus ermittelt. Der Mann befinde sich vorerst in Haft.

+++ 8.20 Uhr: Australierin springt mit 102 Jahren zum Fallschirm-Weltrekord +++

Mit einem Tandemsprung aus 4300 Metern Höhe ist die Australierin Irene O’Shea (102) zur ältesten Fallschirmspringerin der Welt geworden. Die Dame aus einem Vorort der südaustralischen Großstadt Adelaide überstand das Wagnis ohne Probleme. Auf die Frage, ob sie ein Adrenalin-Junkie sei, antwortete sie: “Ich bin ein ganz normaler Mensch.” Die Urgroßmutter, die auf einen Stock angewiesen ist, hatte ihren ersten Sprung vor zwei Jahren an ihrem 100. Geburtstag absolviert.13-Tote und Verletzte bei Zugunglück in der Türkei-5978952880001

+++ 8.06 Uhr: Sieben Tote nach Zugunglück in türkischer Hauptstadt Ankara +++

Nach dem schweren Zugunglück am Rande der türkischen Hauptstadt Ankara ist die Zahl der Todesopfer von vier auf sieben gestiegen. Außerdem seien 46 Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zuvor war von 43 Verletzten die Rede gewesen. Gegen 6.30 Uhr Ortszeit war nahe der Station Marsandiz ein Schnellzug mit einer Lokomotive zusammengestoßen. Der Gouverneur der Provinz Ankara, Vasip Sahin, sagte, die Lokomotive sei auf denselben Gleisen wie der Schnellzug für eine Kontrollfahrt unterwegs gewesen. Teile des Zuges krachten nach der Kollision in eine Überführung. Diese brach teilweise auf zwei Waggons herunter.

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+++ 5.49 Uhr: China bestätigt Festnahme eines zweiten Kanadiers +++

China hat die Festnahme eines zweiten Kanadiers bestätigt. Auch gegen den Korea-Experten Michael Spavor werde ermittelt, weil er verdächtig werde, “in Aktivitäten verwickelt zu sein, die die nationale Sicherheit gefährden”, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service am Donnerstag unter Hinweis auf das Staatssicherheitsbüro in Dandong an der nordkoreanischen Grenze.

Die Formulierung ist fast wortgleich mit dem Vorwurf gegen den anderen Kanadier und Experten der Crisis Group, Michael Kovrig, der ebenfalls am Montag festgenommen worden war. Das chinesische Vorgehen wird von Beobachtern als mögliche Vergeltung für die Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada angesehen.

+++ 5.34 Uhr: Korruptionsverdacht bei Reparatur der “Gorch Fock”+++

Im Zusammenhang mit der Reparatur des Segelschulschiffs “Gorch Fock” geht das Verteidigungsministerium einem Korruptionsverdacht nach. Am Mittwochnachmittag wurden die Obleute des Bundestags-Verteidigungsausschusses darüber unterrichtet, dass sich ein Mitarbeiter des Marinearsenals Wilhelmshaven bei seinen Vorgesetzten selbst der Vorteilsnahme bezichtigt hat. Der Mann war nach Angaben aus Teilnehmerkreisen für die “technische Preisprüfung” bei der “Gorch Fock”-Sanierung zuständig.

Er soll vergünstigte Darlehen mindestens von einem großen Auftragnehmer erhalten haben. Das ist vor allem deswegen brisant, weil die Kosten für die Reparatur des Segelschiffes völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Ursprünglich waren zehn Millionen Euro vorgesehen, dann wurde auf 75 Millionen erhöht, jetzt sind es 135 Millionen. Das hatte im Juni bereits den Bundesrechnungshof auf den Plan gerufen, der eine Prüfung einleitete. Die “Gorch Fock” wird seit Anfang 2016 von der Elsflether Werft saniert.

+++ 04.09 Uhr: Studie: Wähler von AfD und Linke neigen zu Narzissmus +++

Narzissmus ist unter den Wählern der AfD laut einer Studie stärker verbreitet als in der Anhängerschaft anderer Parteien. “Relativ hohe Narzissmus-Werte haben wir auch bei den Wählern der Linken gefunden. Allerdings waren diese dort – anders als bei den AfD-Wählern – nicht verknüpft mit einem Hang zum Autoritären”, sagte Elmar Brähler von der Universität Leipzig, einer der Autoren der Studie “Die Parteien und das Wählerherz 2018″, der Deutschen Presse-Agentur.

Auf der Narzissmus-Skala der Forscher erreichten die AfD-Wähler den höchsten Wert. Die Anhänger der Linkspartei lagen dahinter. Den geringsten Hang zum Narzissmus attestieren die Autoren den Wählern von FDP und SPD.

Gemessen wurde der Narzissmus mit einem Standard-Fragebogen. Die rund 2100 Teilnehmer der Studie sollten sich darin zu Aussagen wie “Ich habe es verdient, als große Persönlichkeit angesehen zu werden” oder “Mit meinen besonderen Beiträgen schaffe ich es, im Mittelpunkt zu stehen” positionieren. Der Satz “Die meisten Menschen sind ziemliche Versager”, fand bei den Wählern der AfD die stärkste Zustimmung, gefolgt von der Gruppe der Nichtwähler. Etwas weniger Zustimmung für diese Aussage fanden die Forscher bei Anhängern von CDU, CSU und Linke.

+++ 2.24 Uhr: Deutsche Bahn und Gewerkschaft EVG unterbrechen Tarifgespräche +++

Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben ihre Tarifgespräche in Berlin am späten Mittwochabend unterbrochen. Die Verhandlungen würden am Donnerstagvormittag fortgesetzt, teilte die EVG mit. Die Deutsche Bahn hatte am Mittwoch ein “neues, verbessertes Angebot” an die EVG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigt.

10-Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein-5977525147001Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können. Insgesamt geht es um rund 160.000 Beschäftigte. Die EVG verlieh am Montagmorgen mit bundesweiten Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck.

Straßburg-Ticker 12.12

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