News des Tages: Schnee-Chaos in Alpen: Österreichs Polizei räumt Ski-Region

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Böllerexplosion in Klassenraum: 13 Schüler verletzt (12.30 Uhr)
  • 18-jähriger Deutscher wird womöglich in Ägypten festgehalten (11.26 Uhr)
  • Thailand wird geflüchtete Saudi-Araberin nicht zur Ausreise zwingen (11.25 Uhr)
  • Ehepaar stirbt bei Sturz mit Auto in Hafenbecken (11.24 Uhr)
  • Hochstapler gesteht Millionen-Betrug – Opfer in Künstlerkreisen (11.16 Uhr)
  • Schnee-Chaos in Alpen: Österreich räumt Ski-Region (11.12 Uhr)

Die News des Tages:   

+++ 12.59 Uhr: Skiregion Hochkar wegen Neuschnees geschlossen +++

Die österreichische Skiregion Hochkar ist wegen der anhaltend starken Schneefälle mit viel Neuschnee bis auf Weiteres geschlossen worden. Touristen, Mitarbeiter und Bewohner der Region sollten noch am Montag das Gebiet verlassen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Behördenangaben. Grund sind demnach die Lawinengefahr und Lawinensprengungen. Die Hochkar-Alpenstraße sei ebenfalls geschlossen.

Derweil wurden zwei seit Samstag in Abtenau im Tennengau vermisste Schneeschuhwanderer laut Bergrettung vermutlich von einer Lawine verschüttet, wie APA weiter berichtete. Wegen der hohen Lawinengefahr und des schlechten Wetters sei eine Suchaktion nach dem 28-Jährigen und der 23-Jährigen nicht möglich. Das Pärchen habe als Jäger Reviereinrichtungen kontrollieren und die Wildfütterung auffüllen wollen. Seit dem Wochenende gab es in Österreich und Bayern bereits mehrere Tote in Folge des Winterwetters.

+++ 12.30 Uhr: 13 Schüler durch Böllerexplosion in Klassenzimmer verletzt +++

Bei der Explosion eines Böllers in einem Klassenraum nahe Karlsruhe sind 13 Schüler verletzt worden, einer von ihnen schwer, Lebensgefahr besteht jedoch nicht, wie die Polizei mitteilte. Der Böller explodierte demnach in der Hand des 15-Jährigen. Dabei könnte dieser mehrere Finger verloren haben. Zwölf weitere Schüler einer neunten Klasse wurden leicht verletzt, sie erlitten Knalltraumata. Einer von ihnen wurde wie der 15-Jährige in ein Krankenhaus gebracht.

Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich die komplette Klasse einer Realschule ohne Lehrer in dem Raum. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei zündete der 15-Jährige den Böller in seiner Hand und wollte ihn nach draußen werfen. Dabei explodierte das Feuerwerk jedoch zu früh. Die Polizei ermittelt nun, ob es sich um einen verbotenen Böller gehandelt haben könnte.

+++ 11.57 Uhr: BKA bestätigt Durchsuchung nach Datendiebstahl +++

Nach den massiven Online-Angriffen auf rund 1000 Politiker und Prominente haben Ermittler das Bundeskriminalamts die Wohnung eines Zeugen in Heilbronn durchsucht. Die Aktion fand am Sonntag statt, wie das BKA heute via Twitter mitteilte. “Die #Ermittlungen zum #Datenleak laufen weiter auf Hochtouren”, hieß es. Analysen hätten ergeben, dass vereinzelte kompromittierte Datensätze bereits 2018 wegen Datenmissbrauchs bei der Polizei zur Anzeige gebracht worden seien und sich in den vorliegenden Listen wiederfänden, erklärte das BKA. Zuvor hatten des ARD-Politikmagazin “Kontraste” und das Inforadio des rbb über die Durchsuchung berichtet.

Im Auftrag der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sei eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet worden, erklärte das BKA.

+++ 11.26 Uhr: 18-jähriger Deutscher wird womöglich in Ägypten festgehalten +++

Ein Deutscher wird möglicherweise von den Behörden in Ägypten festgehalten. Der Schüler aus Gießen sei Mitte Dezember von Frankfurt aus nach Luxor geflogen, um von dort nach Kairo weiterzureisen und seinen Großvater zu besuchen, berichtet die “Gießener Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf den Vater des jungen Mannes. Kairo habe der 18-Jährige aber nie erreicht. Dem Portal hessenschau.de sagte der Vater, sein Bruder habe ihm gesagt, sein Sohn sitze in Luxor in Gewahrsam. Sein Sohn, der den deutschen Pass habe, sei womöglich “mit einer Person ähnlichen Namens” verwechselt worden. Über sein Handy sei der 18-Jährige nicht erreichbar.

Hessenschau.de berichtet überdies von einem weiteren derartigen Fall. Im Zusammenhang mit dem Verschwinden des 18-jährigen Gießeners erklärte demnach auf Facebook eine Frau aus Göttingen, ihr Sohn sei offenbar ebenfalls wegen einer Namensverwechslung in Kairo von Sicherheitsbehörden verschleppt worden. Der 24-Jährige war demnach am 27. Dezember mit seinem Bruder nach Ägypten geflogen. Nach der Passkontrolle sei er verschwunden, sein Handy nicht mehr erreichbar. Dem Auswärtigen Amt sind beide Fälle bekannt. Die Deutsche Botschaft in Kairo stehe mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen in Kontakt und bemühe sich um Aufklärung, hieß es.

+++ 11.25 Uhr: Thailand wird geflüchtete Saudi-Araberin nicht zur Ausreise zwingen +++

Die Behörden in Thailand werden die aus Saudi-Arabien geflüchtete 18-jährige Rahaf Mohammed al-Kunun nach eigenen Angaben nicht zur Ausreise zwingen. “Wenn sie nicht ausreisen will, werden wir sie nicht zwingen”, sagte der Chef der thailändischen Einwanderungsbehörde, Surachate Hakparn, bei einer Pressekonferenz am Flughafen in Bangkok. Er kündigte zudem ein Treffen von Mitarbeitern des UN-Flüchtlingshilfswerks mit der jungen Frau an, die in ihrem Heimatland um ihr Leben fürchtet.

+++ 11.24 Uhr: Ehepaar stirbt bei Sturz mit Auto in Hafenbecken +++

Beim Sturz eines Autos in ein Hafenbecken sind im niedersächsischen Wilhelmshaven zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um den 81-jährigen Fahrer und seine 79-jährige Frau. Zeugen beobachteten, wie der Wagen am gestern Nachmittag vorwärts ins Wasser rollte. Die Ursache ist unklar.  Sofort alarmierte Rettungskräfte zogen die beiden Insassen aus dem Wasser, dabei waren auch Feuerwehrtaucher im Einsatz. Der Mann starb trotz Wiederbelebungsversuchen bereits vor Ort, seine Ehefrau kam zunächst in ein Krankenhaus. Dort starb sie am Vormittag, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern an.

+++ 11.16 Uhr: Hochstapler gesteht Millionen-Betrug – Opfer in Künstlerkreisen +++

Ein Hochstapler hat vor dem Landgericht München zugegeben, sich als erfolgreicher Börsenhändler ausgegeben und Freunde und Bekannte um insgesamt fast drei Millionen Euro gebracht zu haben. “Ich räume alle Tatvorwürfe vollumfänglich ein und bin in allen Anklagepunkten voll schuldig”, sagte der 55-Jährige. “Ich wollte, ich könnte die Zeit zurückdrehen.” Der Angeklagte versprach laut Staatsanwaltschaft Renditen von 30 bis 500 Prozent. Freunde und Bekannte überließen ihm daraufhin Beträge zwischen 5000 und 490.000 Euro zur Anlage – und sahen das Geld nie wieder. Insgesamt waren es schließlich mehr als 2,8 Millionen Euro, rund 120.000 Euro davon wurden zurückgezahlt.

Der Mann ist wegen Betrugs einschlägig vorbestraft und saß schon mehrere Jahre deswegen im Gefängnis. Bevor er mit den neuen Betrügereien anfing, war er nach eigenen Angaben arbeitslos und lebte bei seinen Eltern. Laut Anklage hat er sich in Münchner Künstlerkreisen als stets Dirndl tragende Transgender-Frau ausgegeben und auch mit dieser Identität viel Geld ergaunert. Vor Gericht räumte er ein, das Geld zur Finanzierung von teuren Autos, Reisen und Luxuswohnungen und zum Bezahlen alter Schulden verwendet zu haben.

+++ 11.12 Uhr: Schnee-Chaos in Alpen: Österreich räumt Ski-Region +++

Wie die österreichische Nachrichtenportale OE24 und Wetter.at berichten, hat die Polizei die Ski-Region Hochkar wegen der starken Schneefälle geschlossen. Gäste, Mitarbeiter und Bewohner seien aufgerufen, das Gebiet im Laufe des Tages zu verlassen.

+++ 10.29 Uhr: 27 Tote bei Gefechten und Explosion in Afghanistan +++

Bei mehreren Vorfällen in zwei afghanischen Provinzen sind mindestens sechs Zivilisten sowie 21 Sicherheitskräfte getötet worden. In der südöstlichen Provinz Paktika starben sechs Zivilisten, als sie eine am Straßenrand gefundene Bombe in einem Auto zu einer Armeebasis transportiert hatten, um sie entschärfen zu lassen. Dabei sei der Sprengsatz detoniert, sagte der Chef des Provinzrates, Bachtiar Gul Hemat, am Montag. Weitere sechs Personen seien verletzt worden.

+++ 9.46 Uhr: Schnee-Chaos in Bayern hält an +++

Der heftige Wintereinbruch in Südbayern nimmt vorerst kein Ende. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist in den Alpen und im Alpenvorland weiter mit ergiebigen Schneefällen zu rechnen. Bis Mittag sollten dort zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee fallen, in sogenannten Staulagen am östlichen Alpenrand bis zu 40 Zentimeter.

Die Meteorologen gaben Unwetterwarnungen heraus und verwiesen unter anderem auf die Gefahr durch Schneebruch. Bei Bad Tölz in Südbayern starb dadurch bereits ein Mensch. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein 45-jähriger Skiwanderer auf dem Blomberg von einem herabfallenden Ast erschlagen, der unter der Schneelast von einem Baum abbrach. Der Mann brach sich bei dem Unglück vom Sonntagnachmittag das Genick.

Nach Angaben des Wetterdiensts fielen in den Alpen zuletzt bis zu 60 Zentimeter Schnee, es kam zu teilweise massiven Problemen im Bahn- und Flugverkehr und auf den Straßen. Ab Nachmittag sollten die Schneefälle aber vorübergehend nachlassen, teilte der DWD in Offenbach mit.

Im gesamten Alpenraum herrschte erhöhte Lawinengefahr, nach Angaben des bayerischen Lawinenwarndiensts war die Lage in den Bayerischen Voralpen, den Chiemgauer Alpen und den Berchtesgadener Alpen aktuell besonders gefährlich. Am Samstag starb in Oberbayern eine Frau, als sie bei einer Skitour von einer Lawine erfasst wurde.

Aufgrund der Wetterlage fiel in zahlreichen bayerischen Schulen der Unterricht aus. Betroffen waren unter anderem die Landkreise Ostallgäu, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie Traunstein.

+++ 9.16 Uhr: Altmaier begrüßt neue Handelsberatungen zwischen USA und China +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die neuen Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonflikts begrüßt. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Eskalationsspirale unterbrochen sei, sagte er im Deutschlandfunk. Es habe sich herumgesprochen, dass niemand von einem Handelskrieg profitieren würde.

In Peking beraten Vertreter beider Länder ab Montag über eine Entschärfung ihres Handelskonflikts. Die US-Delegation mit Vertretern des Handels- und Finanzministeriums, des Landwirtschafts- und des Energieressorts machte sich am Morgen auf den Weg zu den Gesprächen mit den chinesischen Verhandlungspartnern. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Freitag optimistisch geäußert, dass eine Einigung erreicht werden könne.

+++ 8.50 Uhr: Israel fordert die USA zur Anerkennung des Golan als israelisches Gebiet auf +++ 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die USA und andere Länder erneut aufgefordert, die annektierten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen. “Die Golanhöhen sind von enormer Bedeutung für unsere Sicherheit, und ich denke, wenn man vor Ort ist, versteht man sehr gut, warum wir den Golan niemals verlassen werden”, sagte Netanjahu am Sonntag bei einem Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, in Jerusalem.

Netanjahu kündigte an, er wolle die Golanhöhen am Montag gemeinsam mit Bolton besuchen, sollten die Wetterbedingungen dies zulassen. Bolton wollte anschließend in die Türkei weiterreisen. Es sei “wichtig, dass alle Länder Israels Souveränität über die Golanhöhen anerkennen”, sagte Netanjahu.

+++ 8.19 Uhr: Grünen-Chef Habeck fordert nach Datenklau Cyber-Polizei +++

Nach dem massiven Diebstahl der Daten von Politikern, Prominenten und Journalisten fordert der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck eine bessere Ausrüstung und Ausbildung der Polizei für solche Delikte. Man brauche eine “Cyber-Polizei”, sagte er im ARD-”Morgenmagazin”. “Wenn eingebrochen wird, muss man auch den Täter fangen. Und wenn jetzt nichts passiert, dann wird das eine Ermutigung für alle Anderen sein, weiter einzubrechen in unsere Daten”, warnte Habeck. “Die Polizei muss ertüchtigt werden, solche Leute zu fassen.”

Habeck ist einer der Hauptbetroffenen der Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Als er davon erfahren habe, sei seine erste Reaktion “eine Art Panik” gewesen, berichtete er. Die gesamte

persönliche Kommunikation mit seiner Familie sei plötzlich auf irgendwelchen rechten Seiten im Internet nachlesbar gewesen. “Das ist so, als ob einem die Liebesbriefe der letzten zehn Jahre geklaut werden und alle beugen sich darüber und sagen “Na mal gucken, was er da alles noch so hat.”

+++ 8.08 Uhr: Opferzahl nach Erdrutsch in Indonesien auf 32 gestiegen +++

Nach einem Erdrutsch in Indonesien an Silvester haben die Rettungskräfte insgesamt 32 Tote geborgen. Ein Mensch werde weiterhin vermisst, teilte die Polizei in der Provinz West Java mit. Zudem gebe es mehrere Verletzte. Rettungskräfte hatten eine Woche lang nach Opfern des Erdrutsches gesucht, der durch schwere Regenfälle ausgelöst worden war. Nun wurden die Bergungsarbeiten eingestellt.

In Indonesien kommt es immer wieder zu verheerenden Erdrutschen. Im Oktober waren auf der Insel Sumatra mehr als 20 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben gekommen.

+++ 6.48 Uhr: Israel beschießt nach Raketenangriff Ziele im Gazastreifen +++

Nach einem Raketenangriff militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe am Montag mehrere Ziele in dem Küstenstreifen beschossen. Kampfjets und ein Hubschrauber hätten Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas in einem Militärcamp im Norden des Palästinensergebiets angegriffen, teilte die Armee mit. Es gab zunächst keine Berichte zu möglichen Opfern.

Israels Militär reagierte damit auf eine Raketenattacke auf sein Gebiet. Nach Sirenengeheul in der Küstenstadt Aschkelon habe Israels Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) das Geschoss abgefangen, hieß es in einer Mitteilung.

Bereits am Sonntag hatten israelische Kampfhubschrauber zwei Hamas-Stützpunkte im Gazastreifen angegriffen. Zuvor war ein Flugobjekt aus dem Palästinensergebiet auf die israelische Seite geschickt worden. Nach Angaben der Armee hatten militante Palästinenser einen Sprengsatz an mehrere Ballons gebunden.

+++ 6.22 Uhr: Warnstreiks an Berliner Flughäfen gestartet +++ 

An den Berliner Flughäfen hat am Montagmorgen ein Warnstreik des Sicherheitspersonals begonnen. Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi bestätigte am Montagmorgen den Start des Streiks um 05.00 Uhr an den Flughäfen Schönefeld und Tegel. Die Gewerkschaft Verdi hatte die etwa 3000 Beschäftigten zu einer fast vierstündigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Streik führe an beiden Flufghäfen zu Ausfällen und verspäteten Starts, sagte der Sprecher. Demnach waren etwa 80 Flüge betroffen. 

Die Lufthansa hatte bereits am Sonntag die Streichung von acht Flügen in Tegel angekündigt. In Schönefeld hatten Easyjet, Ryanair und Aeroflot Flüge annulliert. 07-Warnstreiks an Berliner Flughäfen-5986652163001

+++ 5.50 Uhr: Medienbericht: Razzia im Zusammenhang mit Datendiebstahl +++

Nach dem großangelegten Hackerangriff auf Daten von Politikern und Prominenten haben Ermittler nach ARD-Informationen die Wohnung eines Mannes in Heilbronn durchsucht. Der 19-Jährige arbeite im IT-Bereich und werde derzeit als Zeuge in den Verfahren geführt, meldeten das ARD-Politikmagazin Kontraste und das rbb-Inforadio am Montag. Der junge Mann bestätigte die Razzia laut “Kontraste”. Er sei “über mehrere Stunden befragt worden”, sagte er demnach.    

Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) hatten dem Bericht zufolge am Sonntagmorgen die Wohnräume und den Hausmüll des Mannes durchsucht und technische Geräte beschlagnahmt. Der 19-Jährige stand nach eigener Aussage in Kontakt mit dem Hacker, der für den Datendiebstahl verantwortlich sein soll. 

+++ 5.16 Uhr: Philologenverband fordert strengere Abinoten +++

Der Deutsche Philologenverband fordert strengere Bewertungen der Abiturienten in Deutschland. Nötig seien aussagekräftigere Abiturnoten, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dies sei erforderlich, ”wenn wir wollen, dass die jungen Menschen gut auf das Arbeitsleben oder ein Studium vorbereitet werden”. Der Philologenverband vertritt rund 90 000 Lehrerinnen und Lehrer, vor allem an Gymnasien.

Lin-Klitzing begründete ihre Forderungen nach strengeren Regeln mit den Anforderungen im Berufsleben nach der Schule. ”Andernfalls erhalten viele Schülerinnen und Schüler eine positivere Rückmeldung über ihre Leistung, als es ihrem realen Stand entspricht”, sagte sie. “Jenseits der Schule kann eine entsprechend falsche Selbsteinschätzung aber Probleme für die Betroffenen bringen.”

+++ 5.05 Uhr: Deutsche Finanz-Start-ups werben erstmals Milliardensumme ein +++

Deutsche Finanz-Starts-ups haben so viel Geld von Investoren eingesammelt wie nie zuvor. Dank eines starken Jahresendes warben sie 2018 erstmals mehr als eine Milliarde Euro ein, um ihre Geschäfte wie Online-Vermögensverwaltungen, Zinsvergleiche oder digitale Zahldienste voranzutreiben. 1,1 Milliarden Euro flossen in die Wachstumsfirmen, zeigen Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das ist ein Wachstum um 55 Prozent gemessen am Vorjahr. 

Finanz-Start-ups (“Fintechs”) haben sich in den vergangenen Jahren mit digitalen Geschäftsmodellen neben den klassischen Banken etabliert. Mit ihrer Innovationskraft machen sie den Geldhäusern teils Konkurrenz, teils arbeiten sie mit ihnen zusammen. 

+++ 4.19 Uhr: Kassenärzte warnen vor Gefährdung von Hausbesuchen +++

Die Kassenärzte dringen auf spürbar mehr Geld für Hausbesuche, um das Angebot wirtschaftlich aufrechterhalten zu können. “Wenn wir die Vergütung für Hausbesuche nicht deutlich anheben, werden sie perspektivisch nicht mehr stattfinden können”, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. “Das Versorgungsproblem zeichnet sich schon am Horizont ab.” Bisher habe in Verhandlungen mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) keine Verbesserung erreicht werden können. “Da bleiben wir dran.”

Hausbesuche würden derzeit mit etwa 23 Euro vergütet, erläuterte der KBV-Chef. “Plus Fahrpauschale reden wir von einer Größenordnung von 25 Euro.” Mit An- und Abfahrt und Parkplatzsuche sei dafür in einer Stadt wie Berlin schnell eine Stunde vorbei. “Wenn der Klempner kommt, nimmt er schon teilweise 45 Euro für die Anfahrt. Da hat er die Tasche noch nicht mal ausgepackt.”

+++ 3.10 Uhr: Venezuela: Maduro unterstreicht Machtanspruch und attackiert Parlament +++

Nach der internationalen Kritik an seiner bevorstehenden zweiten Amtszeit hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro seinen Machtanspruch untermauert. Seine Regierung sei durch Wahlen demokratisch legitimiert, schrieb Maduro am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er warnte seine Gegner vor Versuchen, “unseren Willen zu brechen”.     

Bei einem Auftritt am Rande einer Baseballspiels seiner Regierung gegen die Armeeführung griff Maduro später das von der Opposition kontrollierte Parlament an. Er warf der Nationalversammlung vor, “die Absetzung des legitimen Präsidenten zu inszenieren”. Das Parlament sei “vollkommen nutzlos” und habe “die Volkssouveränität usurpiert”, sagte Maduro. Den neuen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó bezeichnete er als “Marionette” der USA.     

Die Nationalversammlung, die durch eine verfassunggebende Versammlung de facto entmachtet ist, hatte die geplante zweite Amtszeit von Maduro am Samstag für unrechtmäßig erklärt und die Einberufung einer Übergangsregierung sowie demokratische Neuwahlen gefordert.

+++ 2.24 Uhr: Bayern: Mann von schneebedecktem Baum erschlagen +++

Ein 44 Jahre alter Skitourengänger ist am Blomberg im oberbayerischen Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) von herabfallenden Ästen eines Baums erschlagen worden. Der Mann sei etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels von der Baumkrone getroffen worden, die unter der Schneelast abgebrochen sei, hieß es in der Nacht auf Montag von der Polizei. Der Mann aus Penzberg war demnach sofort tot. Er war nach Polizeiangaben alleine unterwegs. Nachfolgende Tourengänger hatten ihn am Sonntagnachmittag gefunden und die Einsatzkräfte alarmiert.

+++ 2.04 Uhr: Flüchtlingsretter beklagen prekäre Lage an Bord ihrer Schiffe +++

Die Lage an Bord der beiden deutschen Flüchtlingsrettungsschiffe vor Malta hat sich nach Angaben der Hilfsorganisationen Sea-Eye und Sea-Watch weiter verschlechtert. Der Trink- und Brauchwasservorrat müsse inzwischen streng rationiert werden, teilte Sea-Eye am Sonntag mit. Die 17 Migranten an Bord der “Professor Albrecht Penck” müssten sich eine Toilette teilen und ohne Matratzen und Wechselkleidung auskommen.    

“Wenn das so weitergeht, dann werden wir Malta in Kürze um Unterstützung und Auffüllung unserer Vorräte bitten müssen. Unsere Treibstoffvorräte sind ebenfalls endlich”, erklärte Einsatzleiter Jan Ribbeck. “Wir wünschen uns, dass diese Situation ein schnelles und positives Ende findet.” Auch die Besatzung der “Sea-Watch 3″ forderte eine rasche Lösung. “Die Situation hier an Bord wird immer instabiler”, sagte der Bordarzt Franck Dörner in einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft. Das Stressniveau nehme jeden Tag zu. Nach Angaben von Kapitän Kim Heaton-Heather sind einige Flüchtlinge seekrank und werden wegen Dehydrierung behandelt, da sie sich ständig übergeben müssen.

+++ 1.32 Uhr: Brand-Tragödie in “Escape-Raum”: Besitzer im Visier der Ermittler +++

Nach der tödlichen Brand-Tragödie bei einem sogenannten Escape-Game in Polen hat die Staatsanwaltschaft gegen den Besitzer des Unglücksbetriebs ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem bereits festgenommenen Mann werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Koszalin am Sonntagabend der Agentur PAP. Im Falle einer Verurteilung drohten ihm bis zu acht Jahren Haft. Bei dem Abenteuerspiel in einem verschlossenen Raum waren am Freitagabend durch ein Feuer fünf 15-jährige Mädchen ums Leben gekommen. In dem Gebäude in Koszalin im Norden des Landes war ein Brand ausgebrochen. 

Bei einem “Escape-Game” (Fluchtspiel) versucht eine Gruppe, aus einem abgeschlossenen Raum zu entkommen. Sie muss dafür unter Zeitdruck bestimmte Rätsel und Aufgaben lösen. “Escape-Games” haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Ländern zu einem Trend entwickelt. 

+++ 0.50 Uhr: Polizisten sammelten 2018 rund 22 Millionen Überstunden +++

Die Polizisten in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach Gewerkschaftsangaben rund 22 Millionen Überstunden angesammelt. Die Zahl verharre trotz eines Stellenaufbaus auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2017, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Montagausgabe). Daran werde sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern.     

Die Lage werde sich eher verschärfen, sagte Malchow. Bis 2012 scheiden nach seinen Angaben rund 44.000 Beamte aus Altersgründen aus dem Polizeidienst aus – das sei fast jeder sechste Polizist. Grund für die vielen Überstunden seien vor allem die Dauereinsätze bei polizeilichen Großlagen wie den Protesten am Hambacher Forst, dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie tausenden Demonstrationen und Kundgebungen im ganzen Land und Einsätze am Rande von Fußballspielen.

+++ 0.06 Uhr: Zweiter Deutscher in Österreich durch Lawine getötet +++

Bei einem zweiten Lawinenunglück im österreichischen Vorarlberg ist am Sonntag ein weiterer deutscher Wintersportler ums Leben gekommen. Der 32-Jährige stammte aus der Nähe von Heilbronn, wie die Polizei mitteilte. Er war am Nachmittag mit einer 25-jährigen Skifahrerin im Gebiet von Damüls unterwegs, als er abseits gesicherter Pisten bis zum Hals verschüttet wurde. Bevor er gerettet werden konnte, gingen weitere Schneemassen über ihn nieder und begruben in vollständig. Rettungskräften gelang es nicht mehr, den Mann zu reanimieren. Am Sonntag wurde im nahe gelegenen Schoppernau ein 26-Jähriger aus Bayern ebenfalls von einer Lawine getötet.

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