News des Tages: 15 Festnahmen: Betrügerbande manipulierte offenbar Profi-Tennisspiele

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Spanische Polizei: Betrügerbande manipulierte Profi-Tennisspiele (15.38 Uhr)
  • Gericht verbietet Amazons WLAN-Bestellknöpfe (15.31 Uhr)
  • 2018 deutlich mehr Lottomillionäre als 2017 (12.37 Uhr)
  • Zweifel an Bekennerschreiben zu Angriff auf AfD-Politiker (12.07 Uhr)
  • Warnstreiks an drei deutschen Flughäfen (5.46 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:    

+++ 15.38 Uhr: Spanische Polizei: Betrügerbande manipulierte Profi-Tennisspiele +++

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben eine Betrügerbande überführt, die Profi-Tennisspiele manipuliert haben soll. Wie die Polizei mitteilte, wurden 15 Verdächtige festgenommen. Gegen 68 weitere Menschen liefen Ermittlungen, darunter 28 Tennisspieler, von denen einer an den US Open im vergangenen Sommer teilgenommen habe. Demnach waren Sportler bestochen worden, um Spiele der ITF Future und Challenger Tour zu manipulieren.

+++ 15.31 Uhr: Gericht verbietet Amazons WLAN-Bestellknöpfe +++

Der Internethändler Amazon muss seine WLAN-Bestellknöpfe vom Markt nehmen. Das Oberlandesgericht München hat dem Unternehmen verboten, Waschmittel, Kaffee und andere Waren des täglichen Bedarfs in Deutschland weiter so zu verkaufen. Die aufklebbaren, nur mit dem jeweiligen Hersteller-Logo versehenen Knöpfe führten zu intransparenten Bestellungen. Klare Informationen zu Inhalt, Preis und der klare Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten, urteilten die Richter. Damit verstoße Amazon gegen die Gesetze für den Internethandel. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

+++ 15.29 Uhr: Fast 60 Prozent der Radarfallen in Frankreich demoliert +++

Fast 60 Prozent der Radarfallen in Frankreich sind demoliert. Das gab das französische Innenministerium bekannt und machte die Protestbewegung der “Gelbwesten” dafür verantwortlich. Die Behörden beklagen einen verstärkten Vandalismus gegen Radaranlagen allerdings bereits seit dem Sommer. Im Juli hatte die Regierung das Tempolimit auf Landstraßen auf 80 km/h gesenkt und damit bei vielen Autofahrern für Empörung gesorgt.    

Innenminister Christophe Castaner sagte in Paris, Anhänger der Protestbewegung der “Gelbwesten” hätten seit Mitte November nahezu sechs von zehn Radaranlagen “funktionsunfähig gemacht, attackiert und zerstört”. Insgesamt gibt es nach offiziellen Angaben 3200 Radarfallen in Frankreich.

+++ 15.18 Uhr: Pakistaner mit Klage gegen Kik wegen Fabrikbrands in Karachi gescheitert +++ 

Fast sechseinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi sind vier Betroffene des Feuers mit einer in Deutschland bislang einzigartigen Zivilklage gescheitert: Das Landgericht Dortmund wies Schmerzensgeldklagen der Pakistaner gegen den deutschen Textilhändler Kik wegen Verjährung ab. Mit der Gerichtsentscheidung bleibt nun offen, ob den Klägern Ansprüche gegen Kik überhaupt zugestanden hätten.    

Ob die Kläger in Berufung gehen, wollen sie nach Angaben der Organisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) nach Auswertung der schriftlichen Urteilsbegründung entscheiden. Bei dem verheerenden Feuer im September 2012 waren laut ECCHR 258 Menschen ums Leben gekommen. In dem Dortmunder Zivilverfahren hatten vier Betroffene des Großbrands bei dem Kik-Lieferanten in Pakistan Schmerzensgeld von dem deutschen Unternehmen in Höhe von jeweils 30.000 Euro gefordert. Die Kläger aus Pakistan machten geltend, dass Kik bei seinem Lieferanten nicht ausreichend auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards beziehungsweise Brandschutzvorgaben hingewirkt habe.    

Kik wies dies in dem Verfahren zurück. Das Feuer sei durch einen terroristischen Brandanschlag ausgelöst worden, für den Kik keine Schuld treffe. Die Fabrik habe keine Brandschutzmängel aufgewiesen.

10-Klage gegen Textildiscounter Kik abgewiesen-5987896675001

+++ 14.58 Uhr: Polizei findet großes Munitionslager in Kölner Wohnzimmer +++

Ein Munitionslager mit etwa hundert Weltkriegsgranaten und Blindgängern haben Polizisten in einem Kölner Wohnzimmer entdeckt. Der 60-Jährige Wohnungsinhaber hatte im vergangenen Jahr über eine Internetplattform Fundmunition mit Zünder für eine im zweiten Weltkrieg eingesetzte Flugabwehrkanone ersteigert und geliefert bekommen, wie die Polizei mitteilte. Dadurch kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur.    

Bei der Wohnungsdurchsuchung in einem Mehrfamilienhaus wurde die Munition gefunden. Spezialisten des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen und des Kampfmittelräumdiensts halfen beim Abtransport. Den 60-jährigen Sammler erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

+++ 14.54 Uhr: Verbraucherzentrale klagt – Amazon kämpft um WLAN-Bestellknöpfe +++

Im Internet einkaufen ohne Smartphone oder Tablet, einfach per Knopfdruck – das bietet Amazon für Waschmittel, Kaffee und einige Dutzend anderer Produkte des täglichen Bedarfs an. Das sei jedoch gesetzwidrig, klagen Verbraucherschützer – und hatten damit vor dem Landgericht München recht bekommen. Amazon hält seine Bestellknöpfe dagegen für gesetzeskonform. Die Kunden sollten selbst entscheiden dürfen, wie sie einkaufen wollen. Jetzt begann der Berufungsprozess vor dem Oberlandesgericht München. 

Die WLAN-Knöpfe mit dem Hersteller-Logo lassen sich auf Waschmaschine oder Kühlschrank kleben, für die Bestellung genügt dann ein Knopfdruck. Auf den sogenannten Dash Buttons finden sich lediglich die Markenlogos der jeweiligen Hersteller, aber keine Information zu Preis oder Inhalt. Was der Kunde bestellt, hat er beim Installieren der App entschieden. Allerdings können sich Details und Preise ändern. Amazon kann etwa ein vergleichbares Ersatzprodukt liefern. 

Es habe Beschwerden gegeben, sagte ein Jurist des Klägers, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch fehle der Hinweis, dass jeder Knopfdruck eine zahlungspflichtige Bestellung bedeutet. Das Landgericht sah darin einen Verstoß gegen die Gesetze zu Internet-Verkäufen und verurteilte Amazon zur Unterlassung. 

+++ 14.38 Uhr: Verteidiger der mutmaßlichen Goldmünzendiebe in Berlin weisen Anklage zurück +++

Zum Auftakt des Prozesses um den Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze haben die Verteidiger der vier Angeklagten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vehement zurückgewiesen. Die umfangreichen Ermittlungen der Sonderkommission hätten “keinen einzigen durchgreifenden Beweis hervorgebracht”, verlas Rechtsanwalt Toralf Nöding aus einer Erklärung vor dem Berliner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Diebstahl in einem besonders schweren Fall vor.

10: Prozess um Diebstahl von HundertKilogrammGoldmünze in Berlin begonnen – 69fe7b3bc3a05a87

+++ 14.11 Uhr: Sexvideos von Journalistin im Netz – Aserbaidschan verurteilt +++ 

In einem Verfahren um heimlich gefilmte und online veröffentliche Sexvideos von ihr hat die Investigativjournalistin Khadija Ismayilova einen Sieg gegen ihr Heimatland Aserbaidschan errungen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilte Aserbaidschan zu einer Entschädigung in Höhe von 15.000 Euro. Die Behörden hätten in dem Fall nicht ausreichend ermittelt und nicht überprüft, ob ein Zusammenhang zur regierungskritischen Arbeit Ismayilovas bestand. 

Die Journalistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises recherchierte unter anderem zu Korruption in der autoritären Regierung der Ex-Sowjetrepublik. Im März 2012 erhielt sie laut dem EGMR einen Drohbrief mit Screenshots aus einem heimlich in ihrer Wohnung aufgenommenen Video, das sie beim Sex mit ihrem damaligen Freund zeigte. Der Absender forderte Ismayilova auf: “Unterlasse das, was du tust, oder du wirst bloßgestellt.” Kurz darauf wurde das Video online veröffentlicht, zwei weitere Videos folgten 2013. 

Ismayilova entdeckte den Gerichtsangaben zufolge zahlreiche versteckte Kameras in ihrer Wohnung. Ungefähr zur selben Zeit druckten staatliche kontrollierte Zeitungen Artikel, in denen Ismayilova fehlende Professionalität und unmoralisches Verhalten vorgeworfen wurden.

+++ 13.49 Uhr: 20 Tote bei Gefechten zwischen Bandenmitgliedern in Mexiko +++

Bei schweren Gefechten zwischen mutmaßlichen Bandenmitgliedern im Nordosten von Mexiko sind 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer seien in der Nähe der Ortschaft Miguel Alemán im Bundesstaat Tamaulipas direkt an der Grenze zu den USA entdeckt worden, berichteten lokale Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise. 17 der Leichen seien verkohlt gewesen. Anwohner hatten laut einem Bericht des Fernsehsenders Televisa in der Nacht auf Mittwoch eine Schießerei zwischen verfeindeten Banden gemeldet. Soldaten entdeckten vor Ort zudem fünf in Brand gesteckte Geländewagen. In Tamaulipas kämpfen mehrere Verbrechersyndikate um die Kontrolle illegaler Geschäfte. Sie sind in Drogenhandel, die Schleusung von Migranten und den Diebstahl von Treibstoff verwickelt.

+++ 13.43 Uhr: Pompeo: USA im Terrorkampf an der Seite seiner Nahost-Verbündeten +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat den Ländern in der arabischen Welt trotz Ankündigung des Truppenabzugs aus Syrien die weitere Unterstützung im Kampf gegen den Terror zugesichert. “Die Vereinigten Staaten und Präsident Trump bleiben für Ägypten und andere ein fester Partner in der Region”, sagte Pompeo bei einem Besuch in Kairo. Der Kampf gegen die Terrormiliz IS und das Terrornetzwerk Al-Kaida gingen auch mit Hilfe der Vereinigten Staaten weiter. “Ihr werdet diese Schlachten nicht alleine austragen.”

In der Pressekonferenz mit dem ägyptischen Außenminister Samih Schukri griff Pompeo damit schon die erwartete Botschaft seiner späteren Rede in der Amerikanischen Universität in Kairo auf. Bei der Ansprache unter dem Titel “Eine Kraft für das Gute: Amerika belebt den Nahen Osten wieder” will Pompeo Beobachtern zufolge unter anderem betonen, dass die USA den Nahen Osten nach der Entscheidung, die eigenen Soldaten aus Syrien abzuziehen, nicht alleine ließen.

+++ 13.04 Uhr: Kokain im Wert von vielen Millionen Euro in Obst-Container entdeckt +++

Die niederländische Polizei hat in einem Container mit Obst mehrere Hundert Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen hätten einen Verkaufswert von Dutzenden Millionen Euro, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Das Kokain war am Dienstag bei einem Transportunternehmen in Heusden im Süden des Landes gefunden worden. Das Unternehmen stehe aber nicht unter Verdacht, teilte die Polizei mit. Die Ermittler vermuten, dass die Drogen vor Ablieferung des Containers herausgeholt werden sollten. Das sei aber offenbar schiefgegangen. Noch ist unklar, wo die Drogen in den Container geschmuggelt wurden. Der Obst-Transport selbst kam aus Rotterdam.

+++ 12.59 Uhr: 22 Verletzte bei Brand in Wohnhaus in Toulouse +++

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse sind 22 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Nachdem das Feuer sich sehr schnell im Treppenhaus ausgebreitet habe, sei das vierstöckige Gebäude teilweise eingestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Auch ein benachbartes Hotel musste evakuiert werden.    

Bei dem nächtlichen Brand wurden in dem Wohnhaus nach Angaben der Rettungskräfte 20 Menschen verletzt, bei den Löscharbeiten erlitten zudem zwei Feuerwehrleute Verletzungen. Die insgesamt knapp 120 Feuerwehrleute brachten das Feuer gegen Morgen unter Kontrolle.

+++ 12.37 Uhr: 2018 deutlich mehr Lottomillionäre als 2017 +++

152 Lottotipper sind im vergangenen Jahr in Deutschland zu Millionären geworden – das waren 47 mehr als im Jahr 2017. Über den größten Gewinn konnten sich zwei Eurojackpot-Spieler in Hessen und Sachsen-Anhalt freuen, die jeweils rund 45 Millionen Euro kassierten, wie Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz mitteilte.

Den höchsten Gewinn im Lotto 6 aus 49 sicherte sich im vergangenen Jahr ein weiterer Hesse mit mehr als 29 Millionen Euro. Im Spiel 77 erzielte ein Tipper in Niedersachsen mit 8,3 Millionen Euro den Topgewinn.

Bei der geografischen Verteilung der 152 Millionengewinne belegten die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit 27 Neu-Millionären und Bayern mit 24 derartigen Glückspilzen die ersten beiden Plätze, gefolgt von Niedersachsen mit 22 Millionengewinnern.

+++ 12.17 Uhr: Zurückgetretene Mitglieder kehren in Schwedische Akademie zurück +++

Zwei zurückgetretene Mitglieder der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, kehren in das Gremium zurück. Das gaben Kjell Espmark und Peter Englund am Donnerstag in einer Stellungnahme an die Zeitung “Dagens Nyheter” bekannt. “Es ist so, dass das Beste für die Akademie vor persönliche Konflikte gestellt werden muss”, wurde Englund von dem Blatt zitiert. Es warte eine Menge Arbeit auf die Akademie. 

Die beiden waren Anfang April 2018 im Zuge eines heftigen Streits in der Akademie zurückgetreten. Der Skandal dreht sich um Vorwürfe gegen den Regisseur Jean-Claude Arnault, den Ehemann des Akademiemitglieds Katarina Frostenson.

+++ 12.07 Uhr: Zweifel an Bekennerschreiben zu Angriff auf AfD-Politiker +++

Nach dem Angriff auf den Bremer AfD-Vorsitzenden Frank Magnitz ist ein angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht, das Experten aber für fragwürdig halten. Aus Sicherheitskreisen hieß es, an der Authentizität der Botschaft, die auf einer offen zugänglichen Seite gepostet worden sei, bestünden erhebliche Zweifel.

Magnitz spricht von einem Mordanschlag 8.15hDer 66-jährige Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in Bremen von hinten von einem Mann angesprungen worden. Dies ergab demnach die Auswertung von Videoaufnahmen. Der Täter gehörte zu einer Gruppe von drei Männern, die hinter dem Opfer zu sehen sind. Magnitz war nach dem Angriff auf den Kopf gestürzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Täter konnte flüchten.

+++ 12 Uhr: Sondersitzung zum Datenklau: Kritische Fragen an Seehofer +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich im Bundestag kritische Fragen zum Umgang der Bundesbehörden mit dem Datenklau durch einen jungen Hacker aus Hessen anhören müssen. Die Mitglieder des Innenausschusses fragten Seehofer und die Chefs der ihm unterstehenden Sicherheitsbehörden in einer Sondersitzung, wie sicher es sei, dass der Beschuldigte alleine gehandelt habe. 08-Seehofer: “Wir machen unsere Arbeit”-5987128936001

Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka fragte außerdem, weshalb das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einzelne Hinweise, die bereits im Dezember aufgetaucht waren, damals nicht an das Bundeskriminalamt weitergeleitet habe. Das Ganze komme ihm ein wenig vor “wie im Wilden Westen”, wo sich jeder Sheriff nur für seinen Bezirk zuständig fühle. Die von dem Datenklau zum Teil selbst betroffenen Abgeordneten wollten von Seehofer außerdem wissen, wieso sie und andere Betroffene nicht früher darüber informiert wurden, dass ihre Handynummern und zum Teil auch private Chat-Verläufe im Netz für jedermann zu finden waren. 

+++ 11.53 Uhr: US-Autobauer Ford baut Europageschäft um und streicht Jobs +++

Der US-Autobauer Ford will sein Europageschäft umbauen und streicht deshalb Stellen. Das Unternehmen kündigte eine Restrukturierung seines Geschäfts in Europa an, die mit einem Jobabbau in allen Bereichen verbunden sei. Dazu, wieviele Jobs genau wegfallen sollen, äußerte sich der Autobauer zunächst nicht. Zugleich kündigte Ford Gespräche mit den Sozialpartnern an.

+++ 11.48 Uhr: Verstoß gegen Anti-Doping-Regel: Luitz verliert Ski-Weltcupsieg +++

Der deutsche Skirennfahrer Stefan Luitz verliert wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln des Weltverbandes FIS nachträglich seinen ersten Weltcupsieg. Wie seine Anwältin der Deutschen Presse-Agentur sagte, geht der 26-Jährige mit einem Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation gegen die Entscheidung vor.

+++ 11.41 Uhr: US-Autobauer Ford baut Europageschäft um und streicht Jobs +++

Der US-Autobauer Ford will sein Europageschäft umbauen und streicht deshalb Stellen. Das Unternehmen kündigte eine Restrukturierung seines Geschäfts in Europa an, die mit einem Jobabbau in allen Bereichen verbunden sei. Dazu, wieviele Jobs genau wegfallen sollen, äußerte sich der Autobauer zunächst nicht.

+++ 11.06 Uhr: Gerichtsvollzieherin bedroht – Spezialkräfte umstellen Gebäude +++

Weil eine Gerichtsvollzieherin in Gummersbach in Nordrhein-Westfalen mit einer Waffe bedroht wurde, ist die Polizei zu einem Großeinsatz ausgerückt. Nach Angaben einer Sprecherin hatte jemand die Frau bei ihrer Arbeit mit einer Schusswaffe bedroht. Kurze Zeit später habe sie das Einfamilienhaus jedoch unverletzt verlassen können. Im Haus sei ein Schuss gefallen. Ein Spezialeinsatzkommando umstellte das Gebäude, ein Zugriff sei noch nicht erfolgt, hieß es am Morgen. Ob sich außer dem Schützen noch weitere Menschen in dem Haus befinden, konnte die Sprecherin noch nicht sagen. Weitere Details waren zunächst unklar. Gummersbach liegt rund 50 Kilometer östlich von Köln im Bergischen Land.

+++ 10.44 Uhr: Vier Urlauber in Österreich durch brennende Rum-Flasche verletzt +++

Durch Flammen an einer Hotelbar in Österreich haben sich vier Urlauber teils schwere Verletzungen im Gesicht zugezogen. Bei der Zubereitung eines flambierten Cocktails durch einen Barkeeper fing eine Flasche Rum Feuer, wie die Polizei mitteilte. Durch die Stichflamme erlitten vier in unmittelbarer Nähe stehenden Urlauber aus der Slowakei teils schwere Verbrennungen im Gesicht. Drei Verletzte wurden zur Versorgung ins Krankenhaus gebracht, der vierte Urlauber konnte vor Ort behandelt werden. Die Polizei kündigte weitere Ermittlungen an.

+++ 10.06 Uhr: Spahn will Alter von Flüchtlingen mit Ultraschall überprüfen +++

In der Debatte über die Bestimmung des Alters von jungen Migranten lässt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Möglichkeit von Untersuchungen per Ultraschall prüfen. “Ich kann Ärzte verstehen, die zurückhaltend mit Röntgen sind, wenn sie das Alter von jungen Migranten bestimmen sollen”, sagte Spahn der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen”. “Aber wir brauchen die Altersbestimmung. Denn das hat Auswirkungen auf die Asylverfahren und – im Zweifel – auch auf die Strafverfahren”, betonte der Minister. “Deshalb müssen wir einen Weg finden, das minimalinvasiv zu machen.”

Das Ministerium fördere seit Jahresbeginn ein Projekt der Fraunhofer Gesellschaft und der Universität des Saarlandes, um herauszufinden, ob auch mit Ultraschall das Alter von jungen Erwachsenen bestimmt werden kann. Das Projekt werde mit einer Million Euro gefördert. Ende 2020 sollen Ergebnisse vorliegen.  

+++ 9.02: Bericht: Datendieb kaufte Material teilweise von anderen +++ 

Der mutmaßliche Urheber der massenhaften Veröffentlichung privater Daten von Politikern soll das Material zum Teil im Internet gekauft haben. Der 20-jährige Verdächtige habe Zugangsdaten zu Konten der Betroffenen bei sozialen Medien und weitere Daten im sogenannten Darknet erworben, berichtete die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf Ermittlerkreise. Deshalb ermittle die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main auch wegen Datenhehlerei. Letzteres bestätigte die Behörde der Zeitung.

Der 20-Jährige war am Sonntag festgenommen worden; er kam später wieder frei. Der Schüler gestand nach Angaben der Ermittler das massenhafte Ausspähen von Daten und deren Verbreitung und gab an, aus Verärgerung über Äußerungen der Betroffenen gehandelt zu haben. Betroffen waren rund eintausend Menschen, darunter zahlreiche Politiker. Meist ging es um reine Kontaktdaten, in 50 bis 60 schwereren Fällen aber auch etwa um private Chat-Verläufe.

+++ 8.40 Uhr: 19 Verletzte bei Brand in Wohnhaus in Toulouse +++

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der französischen Stadt Toulouse sind 19 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Das vierstöckige Gebäude sei teilweise eingestürzt, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Ein benachbartes Hotel musste evakuiert werden.  Das Feuer konnte den Angaben zufolge gegen Morgen unter Kontrolle gebracht werden. Toulouse liegt im Südwesten Frankreichs.

+++ 6.46 Uhr: Warnstreik an drei Flughäfen – Zehntausende Reisende betroffen +++

Nach dem Beginn des Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart müssen sich Flugpassagiere in Deutschland auf erhebliche Einschränkungen einstellen. An den Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart begann in der Nacht zum Donnerstag ein Warnstreik des Sicherheitspersonals, wie drei Gewerkschaftssprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.

An den drei Airports könnten die ganztägigen Arbeitsniederlegungen Folgen haben für rund 110 000 Passagiere – so viele sitzen normalerweise in den Maschinen, die donnerstags dort starten und landen. Auch an anderen Flughäfen waren Auswirkungen des Streiks zu erwarten. Unter anderem rechneten die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld mit Ausfällen und Verspätungen. “Informiere dich vor deiner Anreise über den Flugstatus bei deiner Airline”, twitterte der Berlin Airport Service.

+++ 6.43 Uhr: Hai attackiert an Strand in Australien Frau und Mädchen +++

Direkt am Strand einer Urlaubsinsel vor Australiens Ostküste hat ein Hai am Donnerstag eine ältere Frau und ein Mädchen angegriffen. Die beiden mussten nach der Attacke mit Bissverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Rettungsdienste besteht jedoch keine Lebensgefahr.

Der Angriff ereignete sich am Catseye Beach von Hamilton Island, die zur Inselgruppe der Whitsundays gehört. Weil das weltweit größte Korallenriff Great Barrier Reef in der Nähe liegt, sind dort auch viele Touristen unterwegs.

Der Strand wurde nach dem Angriff gesperrt. In den Whitsundays hatte es in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Angriffe von Haien gegeben. Im November kam ein 33 Jahre alter Australier ums Leben. Im September verlor ein zwölf Jahre altes Mädchen ein Bein. Daraufhin leiteten die Behörden eine gezielte Jagd auf Haie ein, in deren Verlauf sechs Haie getötet wurden. Zum Alter der beiden jüngsten Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben.

+++ 4.33 Uhr: Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenüber China +++

Die deutsche Industrie hat sich für einen härteren Kurs der Europäischen Union gegenüber dem Wirtschaftsriesen China ausgesprochen. Zwar seien ausländische Investitionen auch aus der

Volksrepublik grundsätzlich willkommen, wie es in einem Grundsatzpapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) heißt. China aber verzerre durch staatliche Eingriffe Märkte und

Preise. Der BDI sieht einen “Systemwettbewerb” zwischen dem Modell einer liberalen, offenen und sozialen Marktwirtschaft sowie Chinas staatlich geprägter Wirtschaft. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

+++ 3.16 Uhr: Machtwechsel im Kongo: Oppositioneller gewinnt Präsidentenwahl +++

Im Kongo hat der Oppositionskandidat Félix Tshisekedi überraschend die Präsidentenwahl gewonnen. Damit wird er den seit 17 Jahren mit harter Hand regierenden Joseph Kabila als Staatschef ablösen. Erkennt die unterlegene Seite ihre Niederlage an, wäre es der erste friedliche Machtwechsel im Kongo seit rund 50 Jahren.

Die Wahlkommission erklärte am Donnerstag in Kinshasa unter Berufung auf die vorläufigen Endergebnisse, Tshisekedi habe mehr als 7 Millionen der 18 Millionen abgegebenen Stimmen bekommen. Auf dem zweiten Platz landete demnach mit über 6 Millionen Stimmen der zweite

Oppositionskandidat Martin Fayulu. Der Kandidat der Regierungspartei, Emmanuel Ramazani Shadary, kam demnach nur auf gut 4 Millionen Stimmen. Für den Sieg bei der Präsidentenwahl vom 30. Dezember genügte eine einfache Mehrheit.

+++ 1.44 Uhr: Minister Müller: Flugzeugausfälle schaden Deutschlands Image +++

Die wiederholten technischen Probleme mit den Flugzeugen der Bundesregierung schaden nach Ansicht von Entwicklungsminister Gerd Müller dem Ansehen Deutschlands in der Welt. Die Pannen hätten eine “enorm negative Symbolwirkung für das High-Tech-Land Deutschland”, sagte der CSU-Politiker während eines Besuchs in Sambia der Deutschen Presse-Agentur. Müller hatte diese Woche wegen eines Problems mit einer Regierungsmaschine einen Besuch in Namibia absagen müssen und seinen Aufenthalt in Sambia verlängert.

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